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Botschaft über Bauvorhaben, Grundstücks- und Liegenschaftserwerb (Zivile Baubotschaft 1998) vom l, Juli 1998

Sehr geehrte Herren Präsidenten, sehr geehrte Damen und Herren, wir unterbreiten Ihnen eine Botschaft über Bauvorhaben, Grundstücks- und Liegenschaftserwerb und beantragen Ihnen, dem beigefügten Entwurf zu einem Bundesbeschluss zuzustimmen.

Wir versichern Sie, sehr geehrte Herren Präsidenten, sehr geehrte Damen und Herren, unserer vorzüglichen Hochachtung.

1. Juli 1998

Im Namen des Schweizerischen Bundesrates Der Bundespräsident: Cotti Der Bundeskanzler: Couchepin

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1998-409

.

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Übersicht Der Bundesrat beantragt Ihnen mit dieser Botschaft Verpßichlungskredite im Gesamtbetrag von 546,478 Millionen Franken. Davon entfallen auf Fr.

vier Vorhaben im Rahmen des Unterbringungskonzeptes 2006 för die allgemeine Bundesverwaltung im Räume Bern (Zi/. 2) ein Vorhaben för den ETH-Bereich (Ziff. 3)

297'900'OÖO 248 '578 '000

Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass im AnscMuss an die Kreditbewilligung durch die eidgenössischen Räte mit der Bauausführung ablaufgerecht begonnen -wird bzw. die Kaufrechte möglichst rasch ausgeübt werden. Es kann allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass die Finanzlage des Bundes die Realisierungs- bzw. Kauftermine verzögert.

Vorhaben im Rahmen des Unterbringungskonzcptes 2006 für die allgemeine Bundesverwaltung im Räume Bern Das Unterbringungskonzept 2006 für die allgemeine Bundesverwaltung im Räume Bern Das Unterbringungskonzept 2006 (UK 2006) legt unter Berücksichtigung der bisherigen und der prognostizierten Arbeitsplatzentwicklung die Unterbringungsplanung der Bundesverwaltung im Räume Bern bis ins Jahr 2006 fest. Der Bundesrat hat am 15. Dezember 1997 das Konzept gutgeheissen. Es beruht auffolgenden Zielsetzungen: - längerfristig kostengünstige Unterbringung in bundeseigenen Gebäuden und damit Abbau von Mietobjekten - Verbesserungen im betrieblich-organisatorischen Bereich (Zusammenföhrung von Ämtern und Departementen)

- eine aktive und bedarfsgerechte Bewirtschaftung der bundeseigenen Gebäude und Liegenschaften Das Unterbringungskonzept 2006föhrt bei einer Realisierung zu folgenden Resultaten: - Reduktion der Mietausgaben von heute rund 42 Millionen Franken auf rund 20 Millionen Franken im Räume Bern

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* - Reduktion der Standorte der Bundesverwaltung von heute rund 200 auf rund 100 - Erhöhung der durchschnittlichen Anzahl Arbeitsplätze pro Gebäude von heute rund 70 auf rund 170

Erweiterung des Verwaltungsgebäudes am Bahnhofplatz in Neuenburg Benutzen Bundesamt für Statistik (BFS) 26,5 Millionen Franken (Projekt-Nr. 7030.002) Das Bundesamt fär Statistik (BFS) ist verantwortlich ßir die Erarbeitung und die Verbreitung statistischer Informationen. Im Rahmen der Dezentralisierung der BundesVerwaltung beschloss der Bundesrat am 29. Okober 1986 die Verlegung des Bundesamtes nach Neuenburg. Im bereits erstellten und ab Herbst 1998 bezogenen BFSNeubau (l. Etappe) sind keine Reservearbeitsplätze mehr vorhanden.

Mit dem Erweiterungsbau (2. Etappe) können zur Sicherung des Raumbedarfs för das BFS am Bahnhofplatz in Neuenburg total 911 Arbeitsplätze zur Verfögung gestellt werden. Es sind dies 672 Arbeitsplätze im Neubau der 1. Etappe und 239 Arbeitsplätze im Erweiterungsbau (2. Etappe). Von den total 911 Arbeitsplätzen werden 802 (1. Etappe: 672, 2. Etappe: 130) sofort beansprucht. Die restlichen 109 Arbeitsplätze (rund 12% des Gesamtbestandes) verbleiben dem BFS als mittel- und längerfristige Reserve. Aufgrund der solitären Anlage (einziges Bundesamt in Neuenburg) ist eine Reserve in dieser Grössenordnung sinnvoll. Durch vermehrte Teilzeitarbeit und zusätzliche neue Aufgaben wird das BFS mittel- und langfristig diese Reservearbeitsplätze beanspruchen. Die vorläufig nicht genutzten Büroräumlichkeiten werden im Rahmen der zeitlichen Disponibilität vermietet. Für den Erweiterungsbau ist ein Objektkredit von 26,5 Millionen Franken erforderlich.

Erwerb des Verwaltungsgebäudes ,,Bern-Ausserholligen" Benutzer: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) 130,2 Millionen Franken (Projekt-Nr. 7067.006) Das sich im Bau befindliche Verwaltungsgebäude samt Hausplatz und Umschwung erstreckt sich über vier Baurechtsgrundstücke. Entsprechend dem Konzept Miete/Kauf hat die Schweizerische Eidgenossenschaft die Möglichkeit, die Gebäude zu den effektiven Gesamtkosten von 130,2 Millionen Franken zu erwerben.

Auf diese Weise tritt die Eidgenossenschaft auch in die Baurechtsverträge ein und kann so zu gegebener Zeit die Bodengrundstücke mit Ausnahme desjenigen der BernLötschberg-Simplon-Bahn (BIS) erwerben.

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Das Verwaltungsgebäude mit rund 600 Arbeitsplätzen ist dem Departement ßr auswärtige Angelegenheiten (EDA) zugeteilt. Durch diese Zentralisierung können die Standorte des Departementes in Bern von heute 18 auf 5 reduziert werden.

Für den Erwerb dieses Verwaltungsgebäudes ist ein Objektkredit von 130,2 Millionen Franken erforderlich.

Erwerb des Verwaltungsgebäudes Quellenweg West in Wabern Benützen Bundesamt för Flüchtlinge (BFF) 84,5 Millionen Franken (Projekt-Nr. 7148.003) Gemäss Miet- und Projektvertrag vom 20. August 199$ und Kaufrechtsvertrag vom 16. November 1995, beide abgeschlossen zwischen der Bauherren- und Eigentümerschaft Quellenweg 6 in Wabern, als Vermieterin und Kaufrechtsbelastete, und der Eidgenossenschaft als Kaufrechtsberechtigte, wurde im wesentlichen folgendes vereinbart: Im Zeitpunkt der Ausübung des Kaufrechtes durch die Eidgenossenschaft hat diese das grundpjandlich gesicherte Schuldverhältnis abzulösen. Der Kaufpreis entspricht 'den offen abgerechneten Erstellungskosten för das neue Verwaltungsgebäude inklusive der Kosten jur das Baugrundstück.

Das Verwaltungsgebäude mit rund 450 Arbeitsplätzen ist dem Bundesamt ßr Flüchtlinge (BFF) zugeteilt. Durch diese Zentralisierung können die Standorte des Departementes in Bern von heute 22 auf 12 reduziert werden.

Für den Erwerb dieses Verwaltungsgebäudes ist ein Objektkredit von 84,5 Millionen Franken erforderlich.

Erwerb des Verwaltungsgebäudes Worblentalstrasse 68 in Ittigen Benutzer: Bundesamt für Strassen (ASTRA) und Organisationseinheiten des Bundesamtes för Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) 56,7 Millionen Franken (Projekt-Nr. 7265.001) Das Projekt stammt aus einem Architekturwettbewerb des Schweizerischen Bankvereins aus dem Jahre 1991. Durch die Umstrukturierung im Bankwesen veränderte sich deren Platzbedarf, womit die Möglichkeit einer Fremdnutzung des Verwaltungsgebäudes entstand. Die nutzungsneutrale Struktur des Gebäudes lässt eine vielfaltige Belegung zu und nimmt somit Rücksicht auf die sich wandelnden Bedürfnisse der jeweiligen Benutzer.

Die Liegenschaft grenzt unmittelbar an das bestehende BVWAL-Gebäude in Ittigen an

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* und bietet Platzför 400 Mitarbeitende. Mit dem Erwerb dieser Liegenschaft kann der im Unterbringungskonzept 2006 angestrebte Unterbringungsschwerpunkt för das Eidgenössische Departement för Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) verwirklicht werden.

Für den Erwerb dieses Verwaltungsgebäudes ist ein Objektkredit von 56,7 Millionen Franken erforderlich.

Vorhaben für den ETH-Bereich ETH Zürich (ETHZ) Neubauten auf dem Hönggerberg, dritte Ausbauetappe» zweite Phase 248,6 Millionen Franken (Projekt-Nr. 3006.011) Die dritte Ausbauetappe ETH Hönggerberg -wurde als Gesamtvorhaben in der zivilen Baubotschaft -1992 vorgestellt und die vorbereitenden Massnahmen beantragt. Gegenstand der zivilen Baubotschaft 1993 war die erste Phase: ein Auditoriumsgebäude, der erste Teil eines Laborgebäudes för das Departement Chemie und ein Dienstleistungs'gebäude. Diese befinden sich zurzeit in Ausführung und werden voraussichtlich Ende 2000 fertiggestellt sein. Die zweite Phase umfasst den Teil des Laborgebäudes för das Departement Werkstoffe und schliesst baulich direkt an die erste. Phase an.

Die dritte Ausbauetappe drängte sich auf, um den knappen und ungenügenden Raumverhältnissen zu begegnen, welche die Erföllung der heutigen Lehr- und Forschungsaufgaben der ETHZ wesentlich beeinträchtigen sowie zu unwirtschaftlichen Mietlösungen zwingen. Die räumlichen Engpässe entstanden durch die starke Zunahme der Studierenden, die neuen Ausbildungsbedürfnisse und die Förderung prioritärer Bereiche. Mit der dritten Ausbauetappe werden die benötigten Räume geschaffen, die den heutigen Erfordernissen der Chemie-, Biologie- und Materialforschung entsprechen.

Die Zusammenföhrung des Departements Werkstoffe in der zweiten Phase ist Voraussetzung för die Sanierung der freigewordenen Chemiealtbauten im ETH Zentrum, um dort einen wissenschaftlichen Schwerpunkt 'Naturnahe Räume ' mit den systemorientierten Naturwissenschaften bilden zu können. In der Folge werden namhafte Mietflächen zurückgegeben, insbesondere in Schlieren.

Für den Bau und die Ausstattung der zweiten Phase sind 226,1 Millionen Franken sowie för die zweite Tranche der Ausstattung der ersten Phase der dritten Ausbauetappe 22,5 Millionen Franken erforderlich. Der benötigte Objektkredit för dieses AusbauVorhaben beträgt insgesamt 248,6Millionen Franken.

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Botschaft

I

Allgemeiner Teil

II

Kreditwesen

Objektkreditbegehren für Bauvorhaben, Grundstücks- und Liegenschaftserwerb sind vom Bundesrat den eidgenössischen Räten mit besonderer Botschaft zu unterbreiten, wenn die für den Bund zu erwartenden Gesamtausgaben 10 Millionen Franken übersteigen. Beträgt die Ausgabe weniger als 10 Millionen Franken, kann der Objektkredit ohne besondere Botschaft mit dem Voranschlag oder einem Nachtrag angefordert werden.

Verpflichtungskredite sind erforderlich, wenn Verpflichtungen eingegangen werden müssen, die über ein Voranschlagsjahr hinaus gültig sind. Sie sind also nicht an ein bestimmtes Rechnungsjahr gebunden. Für die in Einlösung der eingegangenen Verpflichtungen fällig werdenden Zahlungen beantragt der Bundesrat Zahlungskredite.

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Ausgabenbremse

Volk und Stände haben in der Volksabstimmung vom 12. März 1995 den Bundesbeschluss vom 7. Oktober 1994 über eine Ausgabenbremse gutgeheissen. Wie die Subventionsbestimmungen sollen auch Verpflichtungskredite und Zahlungsrahmen in beiden Räten mit der Mehrheit aller Ratsmitglieder (qualifiziertes Mehr) bewilligt werden, sofern sie neue Ausgaben in der Höhe von über 20 Millionen Franken für einmalige Kredite und von 2 Millionen Franken für wiederkehrende Ausgaben nach sich ziehen. Als neue Ausgaben gelten insbesondere diejenigen Ausgaben, bei denen die entscheidende Behörde eine relativ grosse Freiheit bezüglich Betrag, Termin und anderer wichtiger Modalitäten hat. So handelt es sich insbesondere dann um neue Ausgaben, wenn der grundlegende Erlass zwar umfassend die Erfüllung einer neuen ausgabenrelevanten Aufgabe festlegt, die Frage der Modalitäten aber offenbleibt. Dagegen handelt es sich bei den in Gesetzesbestimmungen vorgesehenen Ausgaben, deren Betrag bestimmt ist oder die für die Erfüllung der gesetzlich vorgeschriebenen Aufgaben absolut notwendig sind (z.B. Ausgaben für den Unterhalt oder den Umbau von Gebäuden ohne Nutzungsänderung, Erneuerung von Betriebsmaterial wie Ersatzteile) um gebundene Ausgaben. Diese unterliegen nicht der Ausgabenbremse. Im Zweifelsfall soll allerdings die Ausgabenbremse zur Anwendung gelangen.

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Überprüfung von Normen und Standards

Die Arbeiten im Zusammenhang mit der Überprüfung der Nonnen und Standards im bundeseigenen Hochbau haben sich als notwendig und sinnvoll erwiesen. Sie fuhren auch zu einem Umdenken der an der Planung und Realisierung Beteiligten. Das wiederum hat zur Folge, dass die ausgewiesenen Einsparungen an den Projekten immer kleiner werden.

Damit aber sichergestellt ist, dass nach wie vor optimierte und kostengünstige Projekte ausgearbeitet und vorgelegt werden, wurde mit Bundesratsbeschluss vom 17. April 1996 das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) / Eidgenössische Finanzverwaltung (EFV) mît der Weiterfuhrung der systematischen Projektüberprüfungen beauftragt.

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Massnah m e n für den Umweltschutz und die Umweltverträglichkeit der geplanten Projekte

Den Anforderungen des Umwelt- und Naturschutzes sowie den denkmalpflegerischen Aspekten wird bei allen Bauvorhaben entsprechende Bedeutung beigemessen. Um Nutzungskonflikte möglichst auszuschalten, wird der Einbettung der Bauten in die Umwelt durch geeignete Standortwahl und sorgfältige Projektgestaltung die notwendige Beachtung geschenkt. Bei der Planung, der Erstellung und dem Betrieb der Bauvorhaben stehen folgende Hauptziele im Vordergrund: - Die Umweltbelastungen und der Energieverbrauch sind zu reduzieren (siehe u.a.

Aktionsprogramm Energie 2000).

- Die heute vorhandenen gesetzlichen Grundlagen in den Bereichen des Gewässerund Lärmschutzes, der Luftreinhaltung sowie der Energiegesetzgebung sind vollumfânglich zu berücksichtigen.

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Kostenzusammenstellung

Der den Kostenberechnungen zugrunde gelegte Baukostenindex ist bei den einzelnen Vorhaben erwähnt. Die Kostenvoranschläge sind nach dem Baukostenplan (BKP) der Schweizerischen Zentralstelle für Baurationalisierung gegliedert und umfassen folgende Hauptgruppen: 0

Grundstück

Unter diesen Begriff fallen insbesondere die Kosten der Erschliessung bis zur entsprechenden Grundstücksgrenze sowie ein altfalliger Landerwerb.

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l

Vorbereitungsarbeiten

Darin sind die Kosten für Abbrucharbeiten, spezielle Fundationen, Anpassungen, Umlegung von Werkleitungen und Verkehrsanlagen enthalten.

2

Gebäude

Die Gebäudekosten beinhalten den Baugrubenaushub, den Rohbau sowie den Ausbau und die allgemeinen Installationen.

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Betriebseinrichtungen

Darunter sind die fest eingebauten Einrichtungen inklusive den dazugehörigen speziellen Bauarbeiten und Installationen zu verstehen.

4

Umgebung

Unter diesem Begriff sind alle Kosten für Strassen und Plätze, Umgebungsgestaltung, sämtliche Erdbewegungen sowie Rohbau-, Ausbau- und Installationsarbeiten ausserhalb des Gebäudes, aber innerhalb der Grundstücksgrenze, zusammengefasst.

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Baunebenkosten

Es handelt sich vor allem um Bewilligungen, Gebühren, Modelle, Vervielfältigungen, Baustellenbewachung und dergleichen.

6

Zentrale Versorgung

Hierbei handelt es sich um die zentralen Installationen für Heizung und Stromversorgung.

7

Kunst am Bau

Darunter sind Aufwendungen für Kunstwerke zu verstehen, die fest mit dem entsprechenden Gebäude verbunden sind.

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Unvorhergesehenes

Reserve für unvorhergesehene Aufwendungen, insbesondere im Zusammenhang mit Bauerschwernissen. Die Verwendung dieser Reserve unterliegt Artikel 26 der Verordnung vom 18. Dezember 1991 über das Bauwesen des Bundes (Bauverordnung; SR 772.057.20).

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Ausstattung

Darunter fällt insbesondere die Ausstattung des Gebäudes mit beweglichen Einrichtungsgegenständen. Dabei ist zu unterscheiden zwischen dem Mobiliar einerseits und insbesondere bei Vorhaben für den ETH-Bereich - der für den Betrieb notwendigen Erstausstattung mit wissenschaftlichen Apparaten andererseits.

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Kenndaten

Folgende Kenndaten werden - soweit sinnvoll - den Kostenzusammenstellungen beigefügt: - Rauminhalt (RI) in m3 (nach SIA 116) - Geschossfläche (GF) in m2 (nach SIA 416) Bezogen auf Baukostenplan Hauptgruppe 2 (BKP 2):

- Fr./m3 RI - Fr./m2 GF - Kosten pro Arbeitsplatz bei Verwaltungsbauten

Bezogen auf Baukostenplan Hauptgruppen 1-8 (BKP 1-8): - Fr./m3 RI

- Fr./m2;GF - Kosten pro Arbeitsplatz bei Verwaltungsbauten

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Vorhaben im Rahmen des Unterbringungskonzeptes 2006 für die allgemeine Bundesverwaltung im Räume Bern

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Das Unterbringungskonzept 2006 für die allgemeine Bundesverwaltung im Räume Bern

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Ausgangslage

Die starke Zunahme der Bundesarbeitsplätze im Räume Bern einerseits und die - angesichts der damaligen Lage auf dem Liegenschaftsmarkt - vorhandenen Schwierigkeiten bei der Büroraumbeschafrung (Mangel an geeigneten Objekten bzw. an eigenen baureifen Grundstücken) andererseits machten ein Überdenken der bisherigen Unterbringungsplanung notwendig.

Am 15. März 1993 hat der Bundesrat den Gesamtplan 2002 - Konzept für die Unterbringung der Bundesverwaltung im Räume Bern - gutgeheissen.

Dieses Konzept hatte die folgenden Zielsetzungen: - längerfristig kostengünstige Unterbringung in bundeseigenen Gebäuden und damit den Abbau von Mietobjekten - Verbesserungen im betrieblich-organisatorischen Bereich (Zusammenführung von Ämtern und Departementen) - eine aktive und bedarfsgerechte Bewirtschaftung der bundeseigenen Grundstücke und Liegenschaften.

Im Konzept wurde für die Jahre 1993 - 2002 für den Raum Bern ein Wachstum der Verwaltung von einem Prozent pro Jahr angenommen (1993 rund 12'500 Arbeitsplätze, 2002 rund 14*000 Arbeitsplätze).

Von zentraler Bedeutung bei dem Gesamtplan 2002 waren die beiden Miete/Kaufobjekte in Ausserholligen und Wabern mit rund l'OOO Arbeitsplätzen. Angesichts der terminlichen und inhaltlichen Zielvorgaben des Gesamtplanes 2002, der Zunahme der Arbeitsplätze, des damalig völlig ausgetrockneten Liegenschaftsmarktes und der ungenügenden Baureife der bundeseigenen Landreserven war die umgehende Sicherstellung der beiden Objekte eine Grundvoraussetzung für den Gesamtplan 2002.

Ohne die rechtzeitige Realisierung dieser beiden Objekte (Bezug Wabem: Herbst 1998, Bezug Ausserholligen: Herbst 1999) hätte der Gesamtplan 2002 nicht umgesetzt werden können. Die Folge wäre - angesichts der zwischenzeitlichen Zunahme der Arbeitsplätze - eine weitere Aufsplitterung der Bundesverwaltung während eines längeren Zeitraumes mit allen damit verbundenen unliebsamen Konsequenzen.

Statt einem angenommenen Wachstum von einem Prozent pro Jahr sind die Arbeitsplätze (AP) der Bundesverwaltung in den Jahren 1993 - 1997 im Räume Bern um jährlich rund vier Prozent gewachsen (Stand 1.7.1997 rund 14*700 AP). Dieses

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Wachstum entspricht einer Zunahme von rund 2200 Arbeitsplätzen. Der Gesamtplan 2002 sah für diesen Zeitraum ein Wachstum von 700 Arbeitsplätzen vor.

Diese Entwicklung, aber auch die Konsequenzen aus den Entscheiden im Rahmen der Regierungs- und Verwaltungsreform, machten eine Überarbeitung des Gesamtplanes 2002 notwendig.

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Heutige Situation

Die Bundesverwaltung belegt im Räume Bern rund 14'700 Arbeitsplätze. Davon sind 9300 (63%) in rund 80 eigenen und 5400 (37%) in rund 120 zugemieteten Liegenschaften untergebracht. Die heutigen Mietkosten betragen rund 42 Millionen Franken pro Jahr. Sie sind seit 1992 um rund 2 Millionen Franken gestiegen. Aus diesen Zahlen ist ersichtlich, dass die im Gesamtplan 2002 gesetzten Ziele, (kostengünstige Unterbringung in bundeseigenen Gebäuden und Zusammenfuhrung von Ämtern und Departementen) bis heute wegen dem wesentlich stärkeren Wachstum der Arbeitsplätze der Bundesverwaltung im Räume Bern ab 1993 nur teilweise erreicht werden konnten.

Um die Unterbringung der rund 2200 zusätzlichen Arbeitsplätze sicherzustellen, konnten verschiedene Mietobjekte nicht - wie ursprünglich vorgesehen - gekündigt werden. Vielmehr mussten zur Abdeckung der zusätzlichen Raumbedürfnisse sogar zusätzliche Liegenschaften gemietet bzw. erworben werden.

Seit 1993 hat sich die Lage auf dem Liegenschaftsmarkt spürbar entspannt. Dies bedeutet, dass einerseits die Angebote zugenommen haben und andererseits die Liegenschaftspreise und die Mietansätze den veränderten Marktbedingungen Rechnung tragen. Mangelware sind jedoch nach wie vor Grossobjekte in der GrÖssenordnung von 300 bis 500 Arbeitsplätzen.

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Grundlagen der Überarbeitung des Gesamtplanes 2002 (GP 2002)

Zielsetzungen Die vorerwähnten Zielsetzungen des Gesamtplanes 2002 wurden für die Überarbeitung unverändert übernommen. Konkret sollen bis zum Jahre 2006 folgende Ziele erreicht werden: - Reduktion des Mietanteils der Arbeitsplätze auf rund 20 Prozent (Abbau von rund der Hälfte der heutigen Mieten). Im neuen Unterbringungskonzept wird davon ausgegangen, dass die bestehenden Kaufrechte bei drei Mietverträgen (Ausserholligen, Quellenweg/Wabern und Worblentalstrasse/Ittigen) bis zum Jahr 2006 ausgeübt werden. Das Miete/Kaufobjekt (Siegerprojekt eines Wettbewerbes) mit rund 400 Arbeitsplätzen in Ittigen wurde dem Bund 1995 vom Schweizerischen Bankverein

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angeboten. Im Rahmen der Umstrukturierungsprozesse musste der Schweizerische Bankverein von einer Eigennutzung absehen.

- Zusammenfassung der Ämter (max. zwei Standorte bei Ämtern mit über 300 Arbeitsplätzen, bei den übrigen Ämtern Zusammenfassung an einem Standort).

- Arrondierung der bestehenden Unterbringungsschwerpunkte.

Entwicklung der Anzahl Arbeitsplätze Die Anzahl der Arbeitsplätze ist der wichtigste Parameter für die Überarbeitung der Unterbringungsplanung. Aufgrund der heutigen Kenntnisse wird für die nächsten Jahre von folgendem Wachstum ausgegangen: - 1997 - 2002 - 2003 - 2006

jährliches Wachstum 2 Prozent jährliches Wachstum l Prozent.

Verursacht wird dieses Wachstum der Arbeitsplätze durch: - Neue Aufgaben der Bundesverwaltung. Von den Generalsekretariaten sind bereits über 1000 zusätzliche Arbeitsplätze als Bedarf angemeldet (z.B. Gesundheitswesen mit der Integration der Heilmittelkontrolle, Neuordnung des Fernmeldewesens, Aussenpolitik u.a. mit der Verstärkung der Zentrale der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit, DEZA, in Bern, Verstärkung der Eidgenössischen Steuerverwaltung).

- Zunahme der Teilzeitarbeit um rund 100 Arbeitsplätze pro Jahr.

- Konzentration der Arbeitsplätze auf den Raum Bern bei gleichzeitiger Abnahme der Bundesarbeitsplätze in der gesamten Schweiz.

Berücksichtigung der Regierungs- und Verwaltungsreform (RVR) Die Entscheide der Regierungs- und Verwaltungsreform haben verschiedene Änderungen in den Departementszuteilungen zur Folge gehabt. Die gewichtigsten bezüglich der Unterbringung der Bundesverwaltung sind: - Verschiebung des Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) vom Eidgenössischen Departement des Innern (EDI) ins Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) - Bildung eines ,,Infrastrukturamtes" im Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD) (Zuzüge aus dem EDA, dem EDI und der BK) - Verschieben von Teilen des Bundesamtes für Polizeiwesen (BAP) des Eidgenössichen Justiz- und Polizeidepartementes (EJPD) zum Bundesamt für Strassen (ASTRA) des Eidgenössischen Departementes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK)

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- Verschiebung des Bundesamtes für Zivilschutz (BZS) des Eidgenössischen Justizund Polizeidepartementes (EJPD) ins Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) - Verschiebung von Teilen der Eidgenössischen Drucksachen- und Materialzentrale (EDMZ) der Bundeskanzlei (BK) ins Bundesamt für Informatik (BFI) des Eidgenössischen Finanzdepartementes (EFD) - Verschieben des Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten vom Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) zur Bundeskanzlei (BK) Das Unterbringungskonzept 2006 bietet genügend Flexibilität, um auch zukünftig neu zugeordnete Dienststellen (Ämter, Abteilungen, Sektionen) räumlich anforderangsgerecht unterzubringen.

Lösen von Raumproblemen (nicht vorgesehen im Gesamtplan 2002) Für folgende Ämter hat sich seit Erarbeitung des Gesamtplanes 2002 die Unterkunftssituation aufgrund ihres starken Wachstums verschlechtert: - Das Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) des EDÏ ist heute stark aufgesplittert - (rund 350 Arbeitsplätze an 7 Standorten) und muss zusammengefasst neu untergebracht werden.

- Das Wachstum des Bundesamtes für Informatik (BFI) des EFD ist wesentlich stärker ausgefallen als im Gesamtplan 2002 angenommen (plus rund 150 Arbeitsplätze, inkl. Arbeitsplätze für Externe).

- Die Eidgenössische Versicherungskasse (EVK) des EFD ist ausserordentlich stark gewachsen und musste provisorisch in verschiedenen Gebäuden untergebracht werden. Einer der bestehenden Hauptstandorte wurde vom Vermieter auf Ende 1998 gekündigt.

- Um Synergiepotential bei der Umsetzung von EMD-95 realisieren zu können, musste das VBS Arbeitsplätze in Bern zentralisieren. Dies führte auch beim VBS zu einem zusätzlichen Wachstum von Arbeitsplätzen im Räume Bern.

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Optimieren der im Gesamtplan 2002 vorgesehenen Unterbringungen Aufgrund des Wachstums der Verwaltung mussten in den letzten Jahren bereits verschiedene Liegenschaften zusätzlich gemietet bzw. erworben werden. Diese zusätzlichen Liegenschaften haben zum Teil zu weiteren betrieblich unerwünschten Aufsplitterungen von Ämtern und Departementen geführt (z.B. EDA, EVD/BIGA). Mit der Überarbeitung des Gesamtplanes 2002 sollen diese negativen Entwicklungen wieder korrigiert werden.

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Unterbringungskonzept 2006 (UK 2006)

Mit Beschiuss vom 15. Dezember 1997 hat der Bundesrat das Unterbringungskonzept 2006 gutgeheissen und das EFD - in Absprache mit der BK und den Departementen mit der Detailplanung und der Umsetzung beauftragt. Gemäss dem Unterbringungskonzept 2006 ergeben sich für die einzelnen Departemente folgende Unterbringungslösungen für den Zeitraum bis 2006: Bundesversammlung / Parlamentsdienstc (BV/PD) Die Massnahmen gemäss Gesamtplan 2002 sind realisiert. Längerfristig soll durch die Verlegung der Militärbibliothek zusätzlicher Raum zur Verfügung gestellt werden (Wegzug der Militärbibliothek aus dem Bundeshaus-Ost).

Bundeskanzlei (BK) Zusätzlich zu den Standorten Bundeshaus-West und Gurtengasse 4 wird der BK die Liegenschaft Feldeggweg l mit rund 55 Arbeitsplätzen ab Ende 1997 sowie zusätzlich eine weitere zentrumsnahe Liegenschaft mit rund 45 Arbeitsplätzen ab Ende 1998 zur Verfügung gestellt.

Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) Zusätzlich zu den im Gesamtplan 2002 vorgesehenen Standorten im Bereich Bundeshäuser sowie Ausserholligen wird der Standort Bundeshäuser um die Liegenschaft Bundesgasse 32 mit rund 240 Arbeitsplätzen verstärkt.

Eidgenössisches Departement des Innern (EDI) Nach der Verschiebung des Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) ins Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) und des Amtes für Bundesbauten (AFB) ins Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) verbleiben dem Eidgenössischen Departement des Innern (EDI) die im Gesamtplan 2002 vorgesehenen Standorte in Neuenburg (Bundesamt für Statistik, BFS), im Kirchenfeld, im Liebefeld, in Ittigen und an der Inselgasse.

Für das Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) wird die sanierte Liegenschaft Effingerstrasse 20 (rund 300 AP) ab Ende 1999 zur Verfugung gestellt.

Im Liebefeld sollen in einer zusätzlichen ersten Etappe rund 400 Arbeitsplätze für die Zusammenfassung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) inkl. Nachfolgeorganisati-

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on der Interkantonalen Kontrollstelle für Heilmittel (IKS) erstellt werden (Kündigung der Liegenschaften Hessstrasse, Sägestrasse und heutiger Standort der IKS).

Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) Die Unterbringung erfolgt gemäss Gesamtplan 2002. Der Standort Wabern wird bis Ende 2006 mit einem weiteren Gebäude (300 AP plus Rechenzentrum des EJPD) ausgebaut. Die Mietobjekte in Zollikofen sollen aufgegeben werden.

Weitere Reserven ergeben sich durch den Auszug von Teilen des heutigen Bundesamtes für Pplizeiwesen (BAP) zum Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK).

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Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) Das Departement ist in der Überarbeitung nicht detailliert bearbeitet worden, da die Departementsentwicklung noch nicht abgeschlossen ist. Das Departement ist heute in zahlreichen Mietobjekten untergebracht. Mögliche zukünftige Unterbringungsstandorte beschränken sich auf den Raum Beundenfeld/Papiermühlestrasse in Bern, wobei der Wirtschaftlichkeit die ausschlaggbende Rolle beim Lösungsentscheid zukommen wird.

Folgende Projekte werden gegenwärtig geprüft: - Schaffung von max. 1000 Arbeitsplätzen auf dem Areal des Verwaltungszentrums Papiermühlestrasse (Machbarkeitsstudie aus dem Jahre 1992) - Areal des Eidgenössischen Zeughauses (E+Z) an der Papiermühlestrasse in Bern - Areal der Schweiz. Elektronikuntemehmung (SE) an der Stauffacherstrasse 65 in Bern (Areal der ehemaligen Eidgenössischen Waffenfabrik) - Beteiligung am Ausbau des Stadions Wankdorf (Verwaltungsgebäude mit rund 400 - 600 AP möglich) - Beteiligung an einer Überbauung mit bis zu 1000 Arbeitsplätzen (Östlich des Verwaltungszentrums Papiermühlestrasse).

·

Eidgenössisches Finanzdepartement (EFD) In der durch den Bund erworbenen und bis Mitte 1998 umgebauten Liegenschaft Holzikofenweg 36/40 (Wandergebäude) soll das neu zu schaffende Infrastrukturamt (rund 350 AP) sowie die Eidgenössische Versicherungskasse (EVK) (rund 300 AP) untergebracht werden. In der Liegenschaft Eigerstrasse 71 sollen das Eidgenössische Personalamt (EPA) sowie die heute zum grössten Teil eingemieteten Ausbildungsräumlichkeiten zu einem Ausbildungszentrum zusammengefasst werden. Für die Eidgenössische Steuerverwaltung / Abteilung Mehrwertsteuer (ESTV/MWST) sind,im Umfeld des heutigen Standortes an der Schwarztorstrasse Arrondierungen vorgesehen.

Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement (EVD) Mit dem Bezug der Liegenschaften Effingerstrasse 1/3 und 27 ist die Unterbringung des Departementes längerfristig gesichert.

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Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) Mit der Verschiebung des Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft'(BUWAL) vom Eidgenössischen Departement des Innern (EDI) ins Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) kann in Ittigen in bester Verkehrslage ein eigentlicher Departementsschwerpunkt gebildet werden (zu den bereits gesicherten 660 AP sind 200 - 400 zusätzliche AP möglich).

Das Unterbringungskonzept 2006 fuhrt bei einer Realisierung zu folgenden Resultaten: - Reduktion der Mietausgaben von rund 42 Millionen auf rund 20 Millionen Franken - Erhöhung der Unterbringungskapazität von heute rund 14'700 Arbeitsplätzen auf rund 17*000 Arbeitsplätze im Jahre 2006 - Reduktion der Standorte der Bundesverwaltung von heute rund 200 auf rund 100 - Erhöhung der durchschnittlichen Anzahl Arbeitsplätze pro Verwaltungsgebäude von heute rund 70 auf rund 170

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Flexibilität des Unterbringungskonzeptes 2006

Falls sich der Bedarf an Bundesarbeitsplätzen stärker als angenommen entwickelt, sollten in erster Linie die bestehenden Unterbringungsschwerpunkte weiter ausgebaut werden (Kauf bestehender Liegenschaften). Diesbezüglich zeichnen sich bereits heute folgende Möglichkeiten ab: - Weitere Neubauten auf dem bundeseigenen Terrain im Liebefeld, möglich sind bis zu l'OOO Arbeitsplätze. Aufgrund der laufenden Planungen (2-stufiger Wettbewerb, 1. Stufe 1997) ist eine Realisierung ab dem Jahr 2002 möglich (Verlegung eines grossen Amtes aus dem Stadtbereich).

- Der Standort Ittigen (UVEK-Zentrum) kann auf zum Teil bereits heute bundeseigenem Terrain weher ausgebaut werden. Zudem zeichnen sich hier Möglichkeiten zum Erwerb von Liegenschaften ab.

- Die Arrondierung bestehender Unterbringungsschwerpunkte besteht mit grosser Wahrscheinlichkeit bei den folgenden Schwerpunkten: City-West (EDI/BSV), Schwarztorstrasse (EFD/ESTV/MWST), Wabern (EJPD), Ausserholligen (EDA) Der Bund verfugt im weiteren über folgende erschlossenen und überbaubaren Landreserven: - Zollikofen (Meielen) Volksabstimmung betr. Zonendefinition Juni 1998

rund

1000 AP

- Bern (Schwarzenburg-TWeissensteinstrasse)

rund

250 AP

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Bei einer Abnahme der Arbeitsplätze unter die angenommene Anzahl könnten weitere Mietobjekte gekündigt sowie allenfalls eigene, weniger geeignete Liegenschaften veräussert werden.

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Finanzielle Auswirkungen

Für die Realisierung des Unterbringungskonzeptes 2006 sind noch nicht bewilligte Kredite im Umfang von rund 570 Millionen Franken notwendig.

Die mit der Realisierung des Unterbringungskonzeptes 2006 möglichen Mietzinseinsparungen sind aus heutiger Sicht schwer abzuschätzen. Es wird davon ausgegangen, dass sie rund 22 Millionen Franken pro Jahr betragen werden. Um diese Reduktion der Mietausgaben von heute rund 42 Millionen auf 20 MÜlionea Franken zu erreichen, müssen folgende Kaufrechte im Umfang von rund 272 Millionen Franken (Teil der Zivilen Baubotschaft 1998) ausgeübt werden: - Verwaltungsgebäude Bern-Ausserholligen

130 Mio. Fr.

- Verwaltungsgebäude Quellenweg West, Wabern bei Bern "

85 Mio. Fr.

- Verwaltungsgebäude Worblentalstrasse 66, Ittigen bei Bern

57 Mio. Fr.

Total der noch auszuübenden Kaufrechte

rund 272 Mio. Fr.

Diesen drei Miete/Kaufobjekten kommt bei der langfristigen Unterbringung der Bundesverwaltung eine zentrale Bedeutung zu. Sie tragen ganz entscheidend zur Realisierung der Planungsziele bei. Angesichts der langen Nutzungsdauer und der hohen Fremdfinanzierungskosten ist es für den Bund wirtschaftlicher diese Miete/Kaufobjekte möglichst rasch zu erwerben als längerfiistig zu mieten.

Damit der Zusatzbedarf von rund 2300 Arbeitsplätzen abgedeckt werden kann, sind für folgende Projekte Kredite im Umfang von rund 300 Millionen Franken notwendig.

Diese Kredite werden - unter Berücksichtigung der allgemeinen Entwicklung und des jeweiligen Planungsstandes - in einem späteren Zeitpunkt anbegehrt. Es handelt sich um folgende Projekte:

4467

- Verwaltungsgebäude im Bereich Beundenfeld/

Papiermühlestrasse (VBS)

125 Mio. Fr.

- Verwaltungs- und Laborgebäude im Liebefeld (EDI)

60 Mio. Fr.

- Verwaltungsgebäude und Rechenzentrum am Quellenweg, Wabern bei Bern (EJPD)

45 Mio. Fr.

- Einzelne Käufe und Reserve

70 Mio. Fr.

Total der- Kredite für Projekte bzw. Liegenschaftskäufe

4468

rund 300 Mio. Fr.

*

22

Erweiterung des Verwaltungsgebäudes am Bahnhofplatz in Neuenburg Benutzer: Bundesamt für Statistik (BFS) 26,5 Millionen Franken (Projekt-Nr. 7030.002)

221

Ausgangstage

Im Rahmen der Dezentralisierung der Bundesverwaltung beschloss der Bundesrat am 29. Oktober 1986 die Verlegung des Bundesamtes für Statistik (BFS) nach Neuenburg.

Das Bauvorhaben wurde vom Parlament mit der Zivilen Baubotschaft 1991 bewilligt.

Der Umzug nach Neuenburg erfolgt im Herbst 1998.

Das Gebäude weist eine Kapazität von rund 672 Arbeitsplätzen auf und gliedert sich in einen Verwaltungsteil mit normaler Büroraumgestaltung (372 AP) sowie in einen Zähltrakt (300 AP).

In der Baubotschaft 1991 wurde bereits daraufhingewiesen, dass im Zusammenhang mit einem neuen Bundesstatistikgesetz (in Kraft seit 1. Aug. 1993) mittelfristig voraussichtlich mit einem Zuwachs an personellen und infrastrukturellen Ressourcen zu rechnen sein werde. Eine verlässliche Quantifizierung dieser Ressourcen konnte 1988 aber nicht vorgenommen werden, weil zum damaligen Zeitpunkt die Aufgabenentwicklung aufgrund des neuen Gesetzes und des sich ständig verändernden statistischen Informationsbedarfs nicht in allen Teilen vorausschaubar war. Für die Abdeckung dieser zusätzlichen Bedürfhisse in einer späteren Phase zog man seinerzeit als mögliche Standorte das SBB-Areal (anschliessend an den Neubau) oder das von der Stadt Neuenburg auf der gegenüberliegenden Seite des SBB-Areals angebotene Grundstück in Betracht.

Heute ist festzustellen, dass namentlich der damals ausgewiesene Platzbedarf für die ständig beschäftigten Personen (Verwaltungsteil) überholt ist. So verfugt das BFS per 31. Dezember 1997 über einen bewilligten Bestand von 471 Stellen und beschäftigt im Durchschnitt - aufgrund des relativ hohen Anteils an Teilzeitbeschäftigten von 32 Prozent - ständig etwa 540 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (exklusive Zählpersonal).

' Dieser Personalzuwachs führt dazu, dass drei der vier Geschosse im Zähltrakt mit Verwaltungspersonal belegt werden müssen. Diese Belegungssituation hat zur Folge, dass - das Amt nicht vollständig im Neubau untergebracht werden kann, - der Zähltrakt durch normale Büroarbeitsplätze zweckentfremdet wird und - der Mangel an Raumreserven zwangsläufig zu weiteren Auslagerungen führt.

4469

222

Ergebnisse der Bedürfnisabklärung

222.1

Auftrag und Aufgaben

Rechtsgrundlagen

Die Tätigkeiten des Bundesamtes für Statistik werden namentlich mit dem Bundesstatistikgesetz vom 9. Oktober 1992' und den vier Verordnungen vom 30. Juni 1993 - über die Organisation der Bundesstatistik 2 - über die Durchführung von statistischen Erhebungen des Bundes3

- über das Betriebs- und Unternehmensregister4 - über die Gebühren für statistische Dienstleistungen5

festgelegt. Mit diesen neuen Erlassen seit der Bedürfnisabklärung 1988 sind die Rechtsgrundlagen für das BFS umfassend modernisiert worden. Als weitere Rechtsgrundlagen sind das Bundesgesetz über die eidgenössische Volkszählung vom 3. Februar 18605 (die Totalrevision dieses Gesetzes steht zurzeit in parlamentarischer Beratung) und die Verordnung über die eidgenössische Volkszählung 1990 vom 26. Oktober 19887 zu erwähnen.

Das BFS ist zwar nicht der einzige, wohl aber der grösste Statistikproduzent des Bundes. Das neue Gesetz überträgt ihm aber u.a. auch die Koordination der gesamten Bundesstatistik und die Ausarbeitung eines statistischen Mehrjahresprogramms, welches die Gesamtplanung der Statistiktätigkeiten des Bundes bezweckt und ein Bestandteil der Legislaturplanung ist. Auch ist das BFS verpflichtet, die statistischen Ergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Aufgaben Die Statistik ist ein unentbehrlicher Teil des Informationssystems einer komplexen und demokratischen Gesellschaft. Sie liefert Öffentlichkeit, Parlament, Regierung, Verwaltung, Interessengruppen, Wirtschaft und Wissenschaft Informationen über die wirtschaftliche, demographische, soziale, räumliche und ökologische Situation.

Die Statistik bewegt sich in einem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umfeld, das im Wandel begriffen und zunehmend global ausgerichtet ist. Die Entscheidfindung in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft muss deshalb auf verlässlichen, aktuellen, vergleichbaren und zukunftsorientierten Informationen basieren. Der Datenbedarf der

1 SR 431.01 SR431.011 3 SR431.012.1 4 SR 431.903 2

5

SR 431.09

6

SR 431.112

7

SR 431.112.1

4470

Entscheidungsträger nimmt sowohl nach dem Umfang wie nach der Qualität ständig zu; die steigende Zahl von Anfragen belegt dies deutlich.

Die Bundesstatistik ist das wichtigste Instrument systematischer Informationsgewinnung und der bedeutendste Produzent von Grunddaten über die vielfältigen Aspekte des wirtschaftlichen und sozialen Lebens in der Schweiz. Die historisch bis weit ins 19. Jahrhundert zurückgehenden Anfänge der amtlichen Statistik machen sie auch zu einem Teil des kollektiven Gedächtnisses unseres Landes. Neben der grossen Breite an Fragestellungen, für welche die amtliche Statistik Informationen zur Verfügung stellt, Hegt eine ihrer Stärken in der Kontinuität der Erhebungen. Sie schafft damit die Möglichkeit, Entwicklungen über Jahrzehnte hinweg zu verfolgen und garantiert die auf Dauer angelegte Information über eine Vielzahl von Lebensbereichen für die verschiedensten Benutzer mit ihren oft unterschiedlichen Interessen.

Das Bundesamt für Statistik nimmt bei dieser statistischen Informationsdienstleistung eine zentrale Rolle wahr.

222.2

Zusammenarbeit im nationalen Rahmen

Die Koordination zwischen den verschiedenen statistischen Erhebungsstellen ist für die Erzielung von Konsistenz, Effizienz und Akzeptanz des statistischen Systems von entscheidender Bedeutung. Das BFS koordiniert die Statistikproduktion und stellt die Verbindung zu den übrigen Bundesstatistikstellen und zu den regionalen Statistikproduzenten sicher. Die Verbindung zu den regionalen Statistikproduzenten garantiert, dass die Erstellung der statistischen Informationen entsprechend dem föderalistischen Aufbau unseres Staatswesens erfolgt. Die Kantone und Gemeinden sind wichtige Gesprächspartner bei der Gestaltung der Bundesstatistik und arbeiten mit dem Bundesamt für Statistik zusammen. Zur Sicherstellung der Koordination sind denn auch entsprechende Gremien eingesetzt.

222.3

Zusammenarbeit im internationalen Rahmen

Bei der Konzeption und Gestaltung von Bundesstatistiken gilt es auch, die neuesten Erkenntnisse und Ausrichtungen auf internationaler Ebene zu berücksichtigen. Seit langem unterhält das BFS deshalb enge Beziehungen zu den wichtigsten internationalen Organisationen, die eine massgebende Rolle auf statistischem Gebiet spielen, so die OECD, die europäische Wirtschaftskommission der UNO oder die UNESCO. In den letzten Jahren wurde ausserdem die Zusammenarbeit mit dem statistischen Amt der EU - EUROSTAT - zielstrebig gefordert.

Aus der internationalen Perspektive ist besonders die Bedeutung des statistischen Systems der EU hervorzuheben. EUROSTAT koordiniert u.a. die statistischen Arbeiten und gibt einheitliche Richtlinien heraus in Bezug auf Definitionen, Normen und Klassifikationen, die den Ländern als unentbehrliche Referenzgrundlagen dienen. Das BFS

4471

ist ständig bemüht, die Arbeiten in ausgewählten Fachgruppen von EUROSTAT zu verfolgen, eine eigentliche Zusammenarbeit ist aber nur möglich im Rahmen eines bilateralen Abkommens über die Statistik, Im Rahmen eines solchen Abkoihmens mit der EU müsste die Schweiz indessen statistische Lücken, welche sie im internationalen Vergleich noch aufweist, schliessen.

Die internationale Ausrichtung der Bundesstatistik beruht aber auch auf der verstärkten Zusammenarbeit mit den nationalen statistischen Aemtem, namentlich denjenigen der Nachbarstaaten Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien. Diese Politik wird u.a.

konkretisiert bei der Unterstützung der Kantone in der Entwicklung grenzüberschreitender Statistikprojekte, so am Beispiel der Regionen um den Genfersee, des Jura, des Tessins und der Lombardei, des Bodensees und der Region Basiliensis.

222.4

Bilaterale Zusammenarbeit mit der EU

Der Bundesrat hat im Juni 1993 der Eröffnung von Verhandlungen mit der EU zum Abschluss eines Abkommens Über bilaterale Zusammenarbeit in der Statistik zugestimmt. Auch seitens der EU Hegt ein Papier der Kommission zur Eröffnung entsprechender Verhandlungen mit der Schweiz vor. Aus dem Papier geht u.a. hervor, dass ein solches Abkommen für beide Seiten von Interesse ist und auf der Basis eines Gleichgewichts gegenseitiger Vorteile in Kraft treten soll.

Beim Abschluss eines bilateralen Abkommens müssten in erster Linie folgende Statistiken ausgebaut werden: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, Konjunkturindikatoren, Betriebs- und Untemehmensregister (Unternehmensstruktur), Industrieproduktion, Güterverkehr, Technologische Entwicklung. Eine erste Aufwandschätzung für einen Ausbau in diesen Bereichen ergibt rund 50 bis 60 zusätzliche Stellen. Dabei handelt es sich um ein erstes Paket, worin verschiedene Bereiche nicht oder nur teilweise berücksichtigt sind, die bei einem EU-Beitritt der Schweiz sukzessive einzuführen oder auszubauen wären.

222.5

Aufgab enentwicklung

Aufgaben- und Stellenabtretungen von anderen Ämtern Im Verlaufe der letzten Jahre erfolgten insgesamt 35 Stellenabtretungen von anderen Aemtern und Institutionen, welche 1988 nicht voraussehbar waren.

Neue Aufgaben bzw. Ausbau bestehender Aufgaben Seit 1988 wurden insgesamt 93 zusätzliche Stellen geschaffen. Diese verteilen sich einerseits auf die 19 thematischen Bereiche der amtlichen Statistik (67,5 Stellen) und

4472

andererseits auf Stellen für die Bereiche Infrastruktur und bereichsübergreifende Themen (25,5 Stellen).

222.6

Outsourcing

Bereits heute werden viele Statistiken in Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft erstellt. So betrug beispielsweise das Outsourcing im Jahre 1996 rund 7,5 Millionen Franken, dies vor allem in den Bereichen Informatik und Haushaltsbefragungen.

Eine wesentliche Ausdehnung des Outsourcings (oder gar Privatisierung) der amtlichen Statistik kann insofern nicht erfolgen, als die nachstehend aufgeführten Informationsbedürfnisse und -erfordernisse, welche im Gesamtinteresse der Gesellschaft sind, nur mit einem gut funktionierenden Service public gewährleistet werden können. Zum Beispiel: - die Sicherstellung einer regelmässigen und aktuellen Grundinformation für alle relevanten Lebensbereiche; - der universelle Zugang zu den Ergebnissen für Verwaltung, Wirtschaft, Forschung, Medien, internationale Organisationen und die weitere Oeffentlichkeit; nur dieser gleichberechtigte Zugang zu Informationen gewährleistet das Funktionieren der Demokratie;

- die Aufbewahrung der Daten für zukünftige Analysen und Forschungsprojekte; - die maximale Ausnützung von Verwaltungsdaten, die bei Bund, Kantonen oder Gemeinden anfallen, und die Möglichkeit, Kantone und Gemeinden in den Erhebuhgsprozess einzubeziehen;

- die Transparenz über die verwendeten Begriffe und Methoden; - die Koordination von Erhebungen und die Verwendung von einheitlichen und international kompatiblen Klassifikationen, usw.

Im Rahmen der Erfüllung einer hoheitlichen Aufgabe und gestützt auf das Bundesstatistikgesetz vom 9. Oktober 1992 hat das BFS die Verantwortung für die Qualität, Neutralität und Verfügbarkeit der Ergebnisse der amtlichen Statistik im Sinne der obigen Anforderungen zu übernehmen; diese Verantwortung lässt sich nicht an private Stellen delegieren, auch wenn Teile des statistischen Produktionsprozesses von Fall zu Fall aufgrund betriebswirtschaftlicher Ueberlegungen durchaus an Private ausgelagert werden können und auch ausgelagert werden.

4473

222.7

Entwicklungsschwerpunkte

Die Statistik sieht sich in der heutigen Gesellschaft vor grossen Herausforderungen.

Das Informationsbedürfnis des Staates, der Wirtschaft und der Forschung steigt laufend und erfordert eine gezielte und rasche Bereitstellung von Daten. Die Globalisierung ruft nach grenzüberschreitenden Informationen. Gefragt sind dabei auch neue Informations- und Kommunikationsmethoden. Gleichzeitig werden die Ressourcen immer knapper. Um auf diese Entwicklungen sachgerecht reagieren zu können, wurde amtsintern das Projekt ,,PRAXIS" initiiert, das eine Reihe von Untersuchungsbereichen und Zielsetzungen beinhaltet, die mit dem Modell des New Public Management (NPM) verwandt sind. Insbesondere geht es darum, die Frage des Status des BFS zu klären, das unternehmerische Denken und Verhalten auf allen Stufen zu fördern, eine noch höhere Markt- und Kundenorientierung zu erreichen, ohne jedoch die Natur der amtlichen Statistik als öffentliches Gut in Frage zu stellen, sowie die Einnahmen durch teilweise Kommerzialisierung und eine bessere Gebührenpolitik zu steigern.

222.8

Personalbestände

Das BFS verfugt heute über 471 bewilligte Stellen für ständig beschäftigtes Personal.

Aufgrund des Anteils von 32 Prozent an Teilzeitbeschäftigten werden insgesamt rund 540 Arbeitsplätze benötigt. Das ständige Personal wird - je nach Anzahl und Grosse von statistischen Revisionsprojekten und den anfallenden Erhebungen (z.B. Volks- und Betriebszählungen, Gütertransporterhebungen, Mikrozensen usw.) - mit bis zu rund 140 temporär angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verstärkt. Die Personalbestände werden dem BFS jeweils ,vom Eidgenössischen Departement des Innern zugeteilt und sind vom Parlament im Rahmen des Budgets bewilligt.

223

Begründung des Bauvorhabens

Aufgrund der Ergebnisse der Bedürfhisabklärung 1997 und ausgehend von der Belegung des'im Herbst 1998 zu beziehenden Neubaus ist folgender zusätzlicher Büroraum zu schaffen: 65 Arbeitsplätze für das auf zwei Obergeschossen des Zähltrakts provisorisch untergebrachte ständig beschäftigte Personal. Damit können diese beiden Grossraumbüros wieder der ursprünglich geplanten Zweckbestimmung zugeführt und fiir die Durchführung und Aufarbeitung von grösseren statistischen Erhebungen benutzt werden. Damit ist der Arbeitsplatzbedarf für Aushilfen abgedeckt 65 Arbeitsplätze für das heute noch in Bern arbeitende Personal 80 Arbeitsplätze als mittel- und längerfristige Reserve. Einerseits ist nicht auszuschliessen, dass im Rahmen der Koordinationsbestrebungen bei der Bundesstatistik weitere Aufgaben und Stellen von anderen Bundesstellen an das BFS abgetre-

4474

·s

^

ten werden (z.B. Konzentration bei den Verkehrsstatistiken, Preiserhebungen, . volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen usw.). Dabei dürfte es sich um etwa 20 Stellen handeln.

Andererseits wird beim Abschluss eines bilateralen Vertrages mit der EU im Bereich der Statistik längerfristig ein Zuwachs von rund 50 bis 60 Stellen nötig sein, um die geforderte Eurokompatibilität sicherstellen zu können.

Somit ist längerfristig mit einem Zuwachs von rund 70 bis 80 Stellen zu rechnen.

224

Projektbeschreibung

224.1

Standort

Das Verwaltungsgebäude befindet sich auf dem Areal des Bahnhofs in Neuenburg, in unmittelbarer Nähe zum Hauptgebäude des Bundesamtes -für Statistik.

224.2

Verkehrserschliessung

Das Verwaltungsgebäude ist durch die städtische Verkehrsbetriebe und die Bahnlinie der BN/BLS (Bern-Neuenburg-Vallorbe) erschlossen.

224.3

Architektonisches Konzept

Der Erweiterungsbau basiert auf dem Konzept des Architekturwettbewerbs aus dem Jahr 1990.

Dieses Konzept besteht aus zwei Teilen: - dem neuen Verwaltungsgebäude, das mit seiner langgestreckten niedrigen Form die Geometrie der Bahnanlage aufnimmt (1. Etappe) und - einem hohen Gebäude, das den Abschluss der Bauten markiert.

Beide Gebäude sind sowohl in städtebaulicher, architektonischer und funktionaler Hinsicht als Einheit konzipiert.

4475

224.4

Belegung und Nutzung

Die Erweiterung des Verwaltungsgebäudes mit total 239 Arbeitsplätzen ist wie folgt belegt: 2. Untergeschoss 'Lüftungszentrale für die mechanisch belüfteten Räume des Gebäudes, Verbindungsgang zu den Archiven im Hauptgebäude.

1. Untergeschoss Verbindungsgang zu Autoeinstellhalle im Hauptgebäude, Kellerräume/Naharchivflächen für die zwischenzeitlich vermieteten Büroräume und HaustechnikUnterstationsräume.

Erdgeschoss und 1. Obergeschoss Nebenempfangsloge, restliche Fläche als offenes Sockelgeschoss.

2. bis 7. Obergeschoss In diesen identischen Geschossen befinden sich Büros zur Unterbringung von 133 Arbeitsplätzen. Damit kann der zusätzliche Bedarf von 130 Arbeitsplätzen abgedeckt werden. Die Dienstleistungszone zwischen den Nord- und Südbüros wird für EDV-Unterverteilungen, Laserdnicker, Naharchive und kleinere Besprechungszimmer verwendet. Im 5. Obergeschoss verbindet eine verglaste Passerelle den Erweiterungsbau mit dem Hauptgebäude.

8. bis 11. Obergeschoss undAttika In diesen' Geschossen befinden sich Büros zur Unterbringung von 106 Arbeitsplätzen.

Diese Geschosse dienen dem BFS als mittel-und langfristige Reserve (ca. 12% der AP) und werden vorläufig weitervermietet.

Hauptempfang und andere Infrastruktuiteile (wie z.B. Haustechnik-Zentralen, Zentrallager, Registraturen, Spedition, EDV-Räume, Personalrestaurant usw.) befinden sich im bestehenden Neubau. Dadurch kann im Erweiterungsbau die normalerweise erforderliche Nutzfläche um ca. 20 Prozent verringert werden.

4476

224.5

Konstruktion

224.51

Tragkonstruktion

Die Untergeschosse sowie die Tragkonstruktion der Obergeschosse (Stützensystem und Flachdecken} bestehen aus Eisenbeton.

Die Fassaden werden entsprechend den statischen Randbedingungen in leichter bzw.

tragender Konstruktion ausgeführt.

224.52 Fassade Es ist eine Ganzglasfassade in dreifacher Isolierverglasung vorgesehen. Lamellenstoren im äusseren Glaszwischenraum dienen zur Beschattung und Tageslichtlenkung.

224.53 Innenausbau Der Innenausbaustandard ist analog dem Hauptgebäude geplant. Es werden wirtschaftliche und ökologische Bedingungen zugrunde gelegt.

224.54 Haustechnik Die Wärme- und Elektrizitätszulieferung erfolgt vom Hauptgebäude. Als Hauptenergieträger für die Beheizung wird Erdgas, sowie zur Spitzenlastabdeckung Erdöl eingesetzt.

Alle Arbeitsplätze werden über die Fenster natürlich belüftet. Bei tiefen Aussentemperaturen erfolgt die Belüftung der Arbeitsplätze mit einer mechanischen Lüftungsanlage-

224.55

Energie

Der Gesamtwärmebedarf beträgt jährlich ca. 80 Megajoules pro Quadratmeter. Dieser sehr tiefe Energieverbrauch wird durch einfache, kostengünstige Massnahmen, wie natürliche Belüftung im Sommer, gute Wärmedämmung und passive Sonnenenergienutzung erreicht.

4477

224.56 Ökologie und Umweltverträglichkeit Den ökologischen Aspekten werden sowohl bei der Wahl der Baumaterialien als auch beim Betrieb der Anlagen entsprechende Bedeutung geschenkt.

.224.57

Erschütterungen

Der Erweiterungsbau wird auf die bestehende Felsformation fundiert. Einflüsse durch Schwerverkehr und Bahnbetrieb können so eliminiert werden.

224.58 Elektromagnetische Einflüsse Aufgrund des genügend grossen Abstands zur Bahnlinie entstehen keine diesbezüglichen elektromagnetischen Einflüsse.

224.59

Tagésbelichtung

Alle Büros werden natürlich belichtet.

225

Finanzielle und personelle Auswirkungen

225.1

Objektkredit

Gemäss Kostenvoranschlag, ist für die Realisierung ein Objektkredit von 26,5 Millionen Franken (Zürcher-Baukostenindex 1. Okt. 1997 = 111,7 Punkte) erforderlich.

Die Aufteilung auf die Kostenarten-Hauptgruppen ist aus der Kostenzusammenstellung ersichtlich.

225.2

Betriebskosten

Die jährlichen Betriebskosten (Gas, Oel, Elektrizität, Wasser, Abwasser) werden auf ca. IIO'OOO Franken geschätzt.

Die jährlichen Unterhaltskosten (Management, technischer Unterhalt, Kleinreparaturen, Hauswart mit Gebäudereinigung und Entsorgung) werden auf ca.

300*000 Franken geschätzt.

4478

225.3

Personelle Auswirkungen

Der Erweiterungsbau hat keine unmittelbaren Konsequenzen auf den Personalbestand.

Durch die Zusammenlegung von Organisationseinheiten in grössere Verwaltungsgebäude und der dadurch verbesserten Betriebsabläufe sind allerdings Synergieeffekte welche nur schwer quantifizierbar sind - in Form von Personaleinsparungen zu erwarten.

226

Verträge

226.1

Baurecht

Die Verhandlungen mit der SBB betreffend Einräumung eines selbständigen und dauernden Baurechts zuhanden der Schweizerischen Eidgenossenschaft gestützt auf die Artikel 779 Absatz 3 und 943 Absatz 2 ZGB sind im Gange. Die SBB haben sich bereit erklärt, das nötige Land für das Bauvorhaben zur Verfügung zu stellen.

Dieses neue Baurecht sollte die Prinzipien, die die Parteien anlässlich der ersten, sich in der Realisationsphase befindlichen Etappe festgesetzt haben, aufnehmen Dies gilt insbesondere für die Dauer des Rechts von 70 Jahren. Im Hinblick auf eine Verlängerung sind die Parteien verpflichtet, mindestens drei Jahre vor Ablauf des Baurechtsvertrages Verhandlungen aufzunehmen.

Der Landpreis (basierend auf einer Schätzung eines unabhängigen Experten), die zur Realisierung des Projektes benötigte Grundstückfläche sowie der anwendbare Satz für die Berechnung des Baurechtszinses müssen von den Parteien noch vereinbart werden.

Aus heutiger Sicht wird der Baurechtszins auf 130*000 Franken pro Jahr geschätzt.

226.2

Alt-Liegenschaft der SBB

Auf dem Grundstück, auf welchem die Baute vorgesehen ist, stehen im Moment ein Bürogebäude der SBB sowie fünf Garageboxen für Fahrzeuge. Im Einverständnis mit der SBB ist vorgesehen, diese Gebäude zu kaufen. Die Verhandlungen zum Kauf und anschliessenden Abbruch des Gebäudes sind im Gange. Der noch nicht definitiv festgesetzte Betrag beläuft sich auf ca. 1*700*000 Franke'n für das Bürogebäude sowie die fünf Garageboxen, basierend auf der Schätzung eines unabhängigen Experten.

227

Wichtigkeit und Dringlichkeit

Die Wichtigkeit einer raschen Realisierung von zusätzlichen Arbeitsplätzen in Neuenburg ergibt sich namentlich aus den Tatsachen, dass einerseits 65 ständige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bern bleiben müssen. Mit dieser räumlichen Trennung sind

4479

unweigerlich Arbeitserschwernisse verbunden. Nicht nur gestaltet sich die Kommunikation und Koordination zeitraubender und mühsamer; auch für die Funktionen der Zentralen Dienste wirkt sich diese Aufteilung unangenehm aus. Befriedigeiide Dienstleistungen in den Bereichen der administrativen Infrastruktur (z.B. Kurier- und Speditionsdienst, Personal-, Finanz- und Registraturwesen) und der Informatik können nur mit zusätzlichem Zeitaufwand sichergestellt werden.

Auch müssen statistische Erhebungen teilweise ausgelagert werden. Mit der Anordnung des Zähltraktes zum Hauptgebäude wollte man aber gerade diese Auslagerungen verhindern. Aus Gründen der Effizienz und der Effektivität sollten grössere Erhebungen, fìir deren Durchführung und Aufarbeitung in der Regel Aushilfen mit befristeter Anstellungsdauer eingestellt wird, in der Nähe der mit der Erhebung betrauten Stammorganisation angesiedelt werden.

Und schliesslich entspricht die Verlegung des BFS nach Neuenburg einer politischen Willensäusserung von Bundesrat und Parlament. Es würde deshalb kaum verstanden, wenn die zur Abdeckung des unmittelbaren und künftigen Raumbedarfs benötigten Räume nicht auch in Neuenburg bereitgestellt würden.

228

Reservegrösse / Reserveverwendung

Im bereits erstellten und ab Herbst 1998 bezogenen BFS-Neubau (1. Etappe) sind keine Reserveplätze mehr vorhanden.

Mit dem Erweiterungsbau (2. Etappe) können zur Sicherung des Raumbedarfs fìir das BFS am Bahnhorplatz in Neuenburg total 911 Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt werden. Es sind dies 672 Arbeitsplätze (372 normale Büroarbeitsplätze und 300 Arbeitsplätze für ,,Zählpersonal") im Neubau und 239 Arbeitsplätze im Erweiterungsbau.

Von den total 911 Arbeitsplätzen werden 802 Arbeitsplätze (I. Etappe: 672,2. Etappe: 130) sofort beansprucht. Die restlichen 109 Arbeitsplätze (rund 12 Prozent des Gesamtbestandes) verbleiben dem BFS als mirtei- und längerfristige Reserve. Aufgrund der solitären Anlage (einziges Bundesamt in Neuenburg) ist eine Reserve in dieser Grössenqrdnung durchaus sinnvoll. Im Rahmen vermehrter Teilzeitarbeit und zusätzlicher neuer Aufgaben wird das BFS mirtei- und langfristig diese Reservearbeitsplätze voraussichtlich beanspruchen. Die vorläufig nicht genutzten Büroräumlichkeiten werden im Rahmen der zeitlichen Disponibilität vermietet.

4480

*

Erweiterung des BFS-Verwaltungsgebäudes am Bahnhofplatz in Neuenburg Kostenzusammenstellung gemäss Baukostenplan (BKP)

Nr.

Kostenstelle (Fr.)

Hauptgruppen

0 1

Grundstück

2

Gebäude

3

Betriebseinrichtungen

4

Umgebung

5

Baunebenkosten und Übergangskosten

8

Unvorhergesehenes

2'470'000 1)2)3)

Vorbereitungsarbeiten

0-8 9

Ausstattung

0-9

Gesamtkosten

935 '000 4)

I7'965'000 l'020'000 310'000 420'000 2'080'000

Total Baukosten

25'200'000 1300000 26'500'000

Zürcher Baukostenindex 1. Oktober 1997 = 1 1 1,7 Punkte (1. Okt. 1988 = 100 Punkte) In den Kosten enthalten sind: 1) 2) Baurechtszins während der Bauzeit und Realwertentschädigung für das abzubrechende Gebäude der SBB Fr. 2'240'000 3) Miete von fremden Grund während Bauzeit Fr. 230'000 4) Abbruchkosten Gebäude der SBB Fr. 150'000

Kenndaten: BKP 2

Rauminhalt (RI) gemäss S I A 11 6 Kosten pro Arbeitsplatz

25'035 m 3

7 1 8 Fr./m3

75'167 Fr.

BKP 1-8

908 95'10S Fr.

4481

Erweiterung des BFS-Verwaltungsgebäudes am Bahnhofplatz in Ncucnburg

Situationsplan

4482

Erweiterung des BFS-Verwaltungsgebäudes am Bahnhofplatz in Neuenburg Fotomontage

4483

23

Erwerb des Verwaltungsgebäudes "Bern-Ausserholligen" Benutzer: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) 130,2 Millionen Franken (Projekt-Nr. 7067.006)

231

Belegung und Nutzung

Im Gebäude stehen rund 600 Arbeitsplätze (AP) (,,Nord-Gebäude": 250 AP; "WestGebäude" 350 AP) zur Verfügung.

Aufgrund der Organisationsform des Benutzers wurden Kombi-Büros eingebaut. Das Kombi-Büro ermöglicht die klare Trennung zwischen Haupt- und Dienstleistungsfunktion und ist ein integriertes Element einer strukturellen Organisation. Dabei sind die Büros entlang der Fassade angeordnet und jeweils durch eine Glaswand von der Dienstleistungs- und Kommunikationszone abgetrennt. Die Kombibürofläche beträgt durchschnittlich 10 m2 pro Arbeitsplatz.

Erdgeschoss Im ebenerdigen Erdgeschoss befindet sich der Eingangsbereich mit der grossflächigen überdeckten Passage, die als Begegnungs- und Informationszone dient; der Informations- und Presseraum, mehrere Schulungsräume, ein dreifach unterteilbarer Konferenzraum, Räumlichkeiten für den Post-Kurierdienst und ein Reproduktionsraum.

Erstes bis sechstes Obergeschoss In den Obergeschossen befinden sich die Kombibüros mit den dazugehörenden Infrastrukturäumen.

Attikageschosse In den zwei Attikageschossen befinden sich, wie von der Überbauungsordung vorgegeben (Wohnnutzungsanteil), 14 Wohnstudios zur Unterbringung der EDA-Stagières.

4484

·* Erstes Untergeschoss Das erste Untergeschoss beinhaltet das Personalrestaurant, die Räumlichkeiten der allgemeinen Informatik mit einem Rechenzentrum, die Räumlichkeiten der Sektion Übermittlung mit einem grossflächigen NEMP-geschützten Betriebsraum (Nuklearelektromagnetischer Puls) und Kombibüros im ,,Nord-Gebäude".

Zweites Untergeschoss (nur im ,, West-Gebäude ") Hier sind die Haustechnikzentralen, Archive und Lagerräume sowie die nötigen Schutzräume eingebaut.

232

Projektbeschreibung

232.1

Standort

Das Verwaltungsgebäude befindet sich -an der Freiburgstrasse 130 in BemAusserholligen.

232.2

Verkehrserschliessung

Das Gebäude ist durch zwei städtische Buslinien, die Bahnlinien der SBB und der BLS (S-Bahnnetze) sowie durch die Nationalstrassen N l und NI2 erschlossen.

232.3

Architektonisches Konzept

Die Landparzellen -werden winkelförmig mit zwei untereinander verbundenen Gebäuden überbaut.

Das ,,Nord-Gebäude" steht entlang der SBB-Bahnlinie Bern-Freiburg. Es verfugt über ein Untergeschoss, ein Erdgeschoss, vier Obergeschosse und ein Attikageschoss.

Das ,,West-Gebäude" besteht aus zwei, parallel zueinanderstehenden, unterschiedlich hohen Baukörpern. Ein Baukörper steht zur Hälfte über der BLS-Geleiseanlage und verfügt über ein Erdgeschoss und sechs Obergeschosse, der andere Baukörper verfugt über zwei Untergeschosse, ein Erdgeschoss, drei Obergeschosse und ein Attikageschoss.

Eine wettergeschützte, verglaste Passage bildet die Brücke zwischen den beiden Baukörpem.

Die beiden Gebäude sind sowohl in städtebaulicher, architektonischer und funktionaler Hinsicht als Einheit konzipiert.

4485

233

Finanzielle und personelle Auswirkungen

233.1

Objektkredit

Gemäss Kostenvoranschlag vom 10. Februar 1995 ist für die Realisierung ein Objektkredit von 132,465 Millionen Franken (Berner Baukostenindex 1. April 1994 = 117,1 Punkte) erforderlich. Unter Berücksichtigung der erzielten Preiskonditionen und des Baufortschritts darf damit gerechnet werden, dass für die Realisierung ein Objektkredit von 130,2 Millionen Franken erforderlich ist. Die Aufteilung auf die KostenartenHauptgruppen ist aus der nachfolgenden Kostenzusammenstellung ersichtlich.

233.2

Betriebskosten

Die jährlichen Betriebskosten ca. 250*000 Franken geschätzt.

(Energie,

Wasser,

Abwasser)

werden

auf

Die jährlichen Unterhaltskosten (Kleinreparaturen, Gebäudereinigung und Entsorgung) werden auf ca. 500*000 Franken geschätzt.

233,3

Personelle Auswirkungen

Die Verlegung des EDA (Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit sowie Generalsekretariat-Ressourcen) hat keinen zusätzlichen Personalbedarf zur Folge.

Durch die Zusammenlegung von Organisationseinheiten in grössere Verwaltungsgebäude und der dadurch verbesserten Betriebsabläufe sind allerdings Synergieeffekte welche nur schwer quantifizierbar sind - in Form von Personaleinsparungen zu erwarten.

234

Verträge

234.1

Mietvertrag

Der Projekt/Mietvertrag vom 11. Juni 1993 umfasst das ganze Verwaltungsgebäude.

Der Bezug kann in Etappen erfolgen, wobei der späteste Bezugstermin auf 31. Dezember 1999 bestimmt ist. Unter Berücksichtigung des Baufortschritts hat die Baugesellschaft am 26. Februar 1998 die Bezugsbereitschaft definitiv per 1. August 1999 bestätigt. Die Mietdauer wird auf 20 Jahre ab Bezug der letzten Etappe festgelegt. Der Mieter erhält nach Ablauf der festen Vertragsdauer ein Optionsrecht auf weitere fünf Jahre. Aufgrund einer offenen Bauabrechnung wird eine Kostenmiete festgelegt. Nach einer ersten Periode von zehn Jahren Mietdauer wird die Berechnung des Mietzinses neu vorgenommen. Der für die zweite zehnjährige Mietdauer neu zu berechnende Mietzins wird - unter Einbezug einer marktüblichen Amortisation der Anlagekosten

4486

"t

(Rohbau- und Ausbaukosten) auf Ende des befristeten Mietverhältnisses - neu festgelegt.

234.2

Projektvertrag

Gemäss Projektvertrag erstellt die Baugesellschaft die Bauten und ermittelt die Anlagekosten nach dem Prinzip der offenen Abrechnung. Die Ausführungen bedürfen der einstimmigen Zustimmung der Baukommission. Die Eidgenössische Finanzverwaltung (EFV) ist Mitglied in der Baukommission der Baugesellschaft ,,Ausserholligen AG".

A

234.3

Kaufvorvertrag

Gemäss Projekt/Mietvertrag vom II. Juni 1993 .räumt die Baugesellschaft ,,Ausserholligen AG" der Schweizerischen Eidgenossenschaft ab dem ersten Bezug des Gebäudes für zehn Jahre ein Kaufrecht an den bestehenden Baurechten ein.

Es ist nun vorgesehen, den Erwerb der Gebäude bereits auf den Bezugstermin hin zu ermöglichen. Zu diesem Zweck wurde ein Kaufvorvertrag abgeschlossen, gemäss welchem die Schweizerische Eidgenossenschaft unter Vorbehalt der Krediterteilung durch die eidg. Räte die Gebäude auf den Zeitpunkt des Bezuges hin zu den effektiven Gesamtkosten erwirbt.

Der Bodenerwerb kann erst nach Ablauf der Baurechtsdauer zum dannzumaligen Verkehrs wert,, welcher durch einen gemeinsam bestellten Experten ermittelt wird, ausgeübt werden. Die Schätzung erfolgt nach dem reinen Landwert.

4487

Erwerb des Neubaus Verwaltungsgebäudes ,,Bern-Ausserholligen" Kostenzusammenstellung gemäss Baukostenplan (BKP)

Nr.

Kostenstelle (Fr.)

Hauptgruppen

0

Grundstück

3'000'000 1)

1

Vorbereitungsarbeiten

5'125'000

2

Gebäude

3

Betriebseinrichtungen

8'000'000

4

Umgebung

3'000'000

5

Baunebenkosten

4' 800'000

8

Unvorhergesehenes

2'600'000

0-8

9 10 0-10

61400000

Total Baukosten Ausstattung Finanzierung, Erfolg und Risiko, Mehrwertsteuer, Steuern, Baumanagement

87'932'000

- 2) 42'268'000 3)-9) 130'200'000

Gesamtkosten

Berner Baukostenindex 1. April 1994 - \ 17,1 Punkte (1. Okt. 1988 = 100 Punkte) In den Kosten enthalten sind: 1) Planungskosten Ueberbauungsordnung

Fr. 3'000'000

2)

Ausstattung

Fr, Z.L. Sammelkredit Erstausstattung Mobiliar

3)

Baurechtszinse bis 31.Dez. 1999

Fr. S'000'000

4)

Baukreditzinse/Bankspesen 31.Dez.1999

Fr. 23'000'000

5)

Grundstückerwerb/Rechtsberatungen

Fr.

436'000

6)

Baumanagement, Treuhandschaft

Fr.

950'000

7)

Steuern Abgaben bis 31. Dez 1999

Fr. 2'900'000

8)

Mehrwertsteuer auf Bankzinsen

Fr.

9}

Erfolg und Risiko Bauherr

Fr. S'500'000

482'000

Kenndaten: BKP 2

BKP 1-8

Rauminhalt (Rl)gemässSIA 116

83'941 m3

731 Fr./m3

1'011 Fr./m3

Geschossfläche(GF) gemäss SIA 416

26'1 12 m2

2'351 Fr./m2

3'2S2Fr./m2*

Kosten pro Arbeitsplatz

4488

102'333 Fr.

141'553 Fr.

Erwerb des Neubaus Verwaltungsgebäudes ,,Bern-Ausserholligen" Situationsplan

Freiburgstrasse

4489

Erwerb des Ncubaus Verwaltungsgebäudes ,,Bern-Ausserholligen" Foto

4490

24

Erwerb des Verwaltungsgebäudes Quellenweg West in Wabern Benutzer: Bundesamt für Flüchtlinge (BFF) 84,5 Millionen Franken (Projekt-Nr. 7148.003)

241

Belegung und Nutzung

Im Gebäude können rund 450 Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt werden.

Erdgeschoss Im ebenerdigen Erdgeschoss befindet sich der Eingangsbereich mit der grossflächigen Halle, die als Begegnungs- und Informationszone dient. Hier sind die Warteräume für Asylbewerber/innen und Besucher/innen, die Sitzungsräume, der Bibliotheksraum, die Kurier- und Postverteilräume und das Naharchiv für die Personen-Registraturakten untergebracht.

Erstes bis drittes Obergeschoss In den Obergeschossen befinden sich die Zellenbüros mit den notwendigen Infrastrukturräumen.

Tiefparterre Im Tiefparterre sind keine dauernd belegten Arbeitsplätze untergebracht. Hier befinden sich das Personalrestaurant, ein dreifach unterteilbarer Konferenzraum, der EDVSchulungsraum, der grossflächige Fernarchivraum für die Personen-Registraturakten und 39 Einstellplätze für Personenwagen untergebracht.

Untergeschoss Hier sind die Haustechnikzentralen, die Luftschutzräume, Lagerräume und 37 Einstellplätze für Personenwagen eingebaut.

242

Projektbeschreibung

242.1

Standort

Das Verwaltungsgebäude befindet sich am Quellenweg 6 in Wabern bei Bern.

4491

242.2

Verkehrserschliessung

Das Gebäude ist durch die städtische Tramlinie Nr. 9 und die sich in nächster Nähe befindliche BLS-Bahnlinie (S-Bahnnetz) erschlossen.

242.3

Architektonisches Konzept

Die städtebauliche Situation zur Tramwendeschleife wird mit dem Neubau und der vorgelagerten zusätzlichen Aussenfläche definiert.

Das Verwaltungsgebäude besteht aus zwei symmetrischen Baukörpern welche mit einer Glashalle untereinander verbunden sind. Das Gebäude verfügt über zwei Untergeschosse, ein Erdgeschoss und drei Obergeschosse. Die Halle im Erdgeschoss dient als Begegnungs- und Infonnationszone. Durch Schrägverglasungen werden weitere Räume im Tiefparterre natürlich belichtet.

243

Finanzielle und personelle Auswirkungen

243.1

Objektkredit

Gemäss Kostenvoranschlag ist für die Realisierung ein Objektkredit von 89 Millionen Franken (gemäss Berner-Baukostenindex 1. Okt. 1993 = 114,5 Punkte) erforderlich.

Mittels Baukostenanalyse per 31. Dezember 1997 (Arbeitsvergebungen 90%; abgerechnet 70%) wurde festgestellt, dass ein Objektkredit von 84,5 Millionen Franken erforderlich ist. Die Aufteilung auf die Kostenarten-Hauptgruppen ist aus der nachfolgenden Kostenzusammenstellung ersichtlich.

243.2

Betriebskosten

Die jährlichen Betriebskosten (Energie, Wasser, Abwasser) werden auf ca.

200'000 Franken geschätzt.

Die jährlichen Unterhaltskosten (Kleinreparaturen, Gebäudereinigung und Entsorgung) werden auf ca. 400*000 Franken geschätzt.

243.3

Personelle Auswirkungen

Die Verlegung des BFF hat keinen zusätzlichen Personalbedarf zur Folge.

Durch die Zusammenlegung von Organisationseinheiten in grössere Verwaltungsgebäude und der dadurch verbesserten Betriebsabläufe sind allerdings Synergieeffekte -

4492

welche nur schwer quantifizierbar sind - in Form von Personaleinsparungen zu erwarten.

244

Verträge

244.1

Mietvertrag

Der Projekt-Mietvertrag vom 20. August 1993 umfasst das ganze Verwaltungsgebäude, wobei der späteste Bezugstermin auf 31. Dezember 1998 bestimmt ist. Die Mietdauer wird auf 20 Jahre ab Bezug festgelegt.

Aufgrund des Baufortschritts konnte der Bezugstermin per 1. Oktober 1998 bestimmt werden.

244.2

Projektvertrag

Die Miteigentümerschaft ,,Quellenweg" erstellt die Bauten und ermittelt die Anlagekosten nach dem Prinzip der offenen Abrechnung. Die Ausführungen bedürfen der einstimmigen Zustimmung der Baukommission. Die Eidgenössische Finanzverwaltung (EFV) ist Mitglied in der Planungs- und Baukommission ,,Quellenweg".

244.3

Kaufvertrag

Gemäss Projekt-/Mietvertrag vom 20. August 1993 räumt die Miteigentümerschaft ,,Quellenweg" der Schweizerischen Eidgenossenschaft ein Kaufrecht ein. Das Kaufrecht kann frühestens per 1. Januar 1999 ausgeübt werden und ist auf zehn Jahre nach Abschluss des Mietvertrages befristet.

Der Kaufpreis entspricht den offenen abgerechneten Erstellungskosten.

4493

Erwerb des Verwaltungsgebäudes Quellenweg West in Wabern Kostenzusammenstellung gemäss Baukostenplan (BKP)

Nr.

Hauptgruppen

Kostcnstclle (Fr.)

0 1

Grundstück

2 3

Gebäude Betriebseinrichtungen

4'900'000

4

Umgebung

1 '050'000

5

Baunebenkosten

2'500'000

8

Unvorhergesehenes

17'325'000

Vorbereitungsarbeiten

0-8

2' 150'000 42'200'000

249'000

Total Baukosten

70'374'000

9

Ausstattung

10

Finanzierung, Erfolg und Risiko, Mehrwertsteuer, Steuern, Baumanagement

14'126'000 2)-5)

Gesamtkosten

84'500'000

0-10

-- l)

Berner Baukostenindex 1. Oktober 1993 = 114,5 Punkte (1. April 1987 = 100 Punkte) In den Kosten enthalten sind: 1) BKP 9 Ausstattung

Finanzierung Z.L. Sammelkredit Erstausstattung Mobiliar Fr. 2'000'000

2)

BKP 5

Erfolg und Risiko Bauherr

3)

BKP 54

Finanzierung ab Baubeginn (Baukreditzinse, Bankspesen)

Fr. 10'450'000

4)

BKP 54,

Mehrwertsteuer auf Bankzinsen

Fr.

660'000

5)

BKP 55

Baumanagement, Treuhandschaft

Fr.

l'016'000

Kenndaten: BKP 2

Rauminhalt (Rl) gemäss S I A 1 16 Kosten pro Arbeitsplatz

4494

80'240 m3

5 2 6 Fr/m3 93'777 Fr,

BKP 1-8

661 117'886 Fr.

Erwerb des Verwaltungsgebäudes Quellenweg West in Wabern Situationsplan

4495

Erwerb des Verwaltungsgebäudes Quellenweg West in Wabern Foto

4496

25

Erwerb des Verwaltungsgebäudes Worblentalstrasse 68 in Ittigen Benutzer: Bundesamt für Strassen (ASTRA) und Organisationseinheiten des Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) 56,7 Millionen Franken (Projekt-Nr. 7265.001)

251

Belegung und Nutzung

Im Gebäude stehen rund 400 Arbeitsplätze zur Verfügung.

Untergeschoss Hier befinden sich die Haustechnikzentralen, Luftschutzräume, Lagerräume und die 55 Einstellplätze für Personenwagen.

Erdgeschoss Im Erdgeschoss sind die allgemein genutzten Bereiche wie Eingang, Besprechungsund Konferenzräume, Personalrestaurant und Cafeteria untergebracht.

Sockelgeschoss Die Sondemutzungen wie Registratur, Dokumentation, Repro etc. sowie einige Büroarbeitsplätze befinden sich auf diesem Niveau.

Hochparterre Neben den Zellenbüros ist hier der allgemein genutzte Schulungsraum zu finden.

Erstes bis drittes Obergeschoss In den Obergeschossen befinden sich die Zellenbüros mit den notwendigen Infrastrakturräumen.

4497

252

Projektbeschreibung

252.1

Standort

Das Verwaltungsgebäude befindet sich an der Worblentalstrasse 68 in Ittigen bei Bern.

In direkter Nachbarschaft liegen Dienstleistungsbereiche wie Bank, Post, Einkaufszentrum etc. Der im Frühjahr 1997 bezogene Neubau BUWAL grenzt mit seiner Parzelle direkt an das Grundstück des Verwaltungsgebäudes an.

252.2

Verkehrserschliessung

Das Verwaltungsgebäude ist durch die RBS-Haltestelle ,,Papiermühle" (Regronalverkehr Bem-Solothurn), zwei Bus-Linien sowie durch das ,,Autobahnkreuz Wankdorf* gut erschlossen.

252.3

Architektonisches Konzept

Das Gebäude ist ein mehrgeschossiger Baukörper mit einem gedeckten und einem offenen Innenhof. Es ordnet sich in die Reihe grosser Gebäude entlang der Worblentalstrasse ein. Das Erdgeschoss reagiert mit offenen und geschlossenen Teilen sowie unterschiedlichen Niveaus differenziert auf die Umgebung.

Die drei darüberliegenden Bürogeschosse sind identisch. Eine gedeckte Halle, ein offener Hof und ein mehrgeschossiges Lichtband versorgen das Gebäude im Innern mit Tageslicht und vergrössern den Anteil fassadenseitiger Arbeitsplätze.

Die Platten-/Stützenkonstruktion ermöglicht jederzeit eine freie Einteilung der Ar·beitszonen und nimmt Rücksicht auf die sich wandelnden Bedürfnisse.

253

Finanzielle und personelle Auswirkungen

253.1

Objektkredit

Gemäss Kostenvoranschlag ist für die Realisierung ein Objektkredit von 56,7 Millionen Franken (Zürcher Baukostenindex 1. Oktober 1996 = 113,3 Punkte) erforderlich.

Unter Berücksichtigung der Kostenprognose per 21. Januar 1998 (Arbeitsvergebungen 58%, abgerechnet 29%) kann festgestellt werden, dass der Objektkredit voraussichtlich nicht voll beansprucht werden muss. Die Aufteilung auf die KostenartenHauptgruppen ist aus der nachfolgenden Kostenzusammenstellung ersichtlich.

4498

253.2

Betriebskosten

Die jährlichen Betriebskosten (Energie, Wasser, Abwasser, Entsorgung,' Wartung, Service, Pflege und Reinigung) werden auf ca. 530'000 Franken geschätzt.

2533

Personelle Auswirkungen

Die Verlegung des ASTRA und der Umzug von Organisationseinheiten des BUWAL in das Verwaltungsgebäude Worblentalstrasse 68 in Ittigen haben keinen zusätzlichen Personalbedarf zur Folge.

Durch die Zusammenlegung von Organisationseinheiten in grössere Verwaltungsgebäude und der dadurch verbesserten Betriebsabläufe sind allerdings Synergieeffekte welche nur schwer quantifizierbar sind - in Form von Personaleinsparungen zu erwarten.

254

Verträge

254.1

Mietvertrag mit Kaufrecht

Mit Datum vom 5. Juli 1996 wurde der Mietvertrag mit Kaufrecht zwischen der Eigentümerin ,,Pensionskasse des Schweizerischen Bankvereins" und der Schweizerischen Eidgenossenschaft unterzeichnet. Es wurde eine Mietdauer von 20 Jahren mit Option zur Verlängerung um zweimal fünf Jahre abgeschlossen. Der Bezugstermin der Mietsache ist auf den 31. Dezember 1998 festgelegt worden.

254.2

Projektvertrag

Gleichzeitig mit dem Mietvertrag haben die beiden Partner einen Projektvertrag mit Datum vom 5. Juli 1996 abgeschlossen. Dieser Projektvertrag hat zum Ziel, die Bedürfnisse des zukünftigen Mieters soweit als möglich zu berücksichtigen.

4499

Erwerb des Verwaltungsgebäudes Worblentalstrasse 68 in Ittigcn Kostenzusammenstellung gemäss Baukostenplan (BKP)

Nr.

Hauptgruppen

Kostenstelle (Fr.)

0

Grundstück

1

Vorbereitungsarbeiten

2

Gebäude

4

Umgebung

1'069'300

5

Baunebenkosten

2'027'000

6

Einrichtungen

2'101'200

7

Erschliessungsanteile an Gemeinde

675'000

9

Ausstattung

481'500

10

Baukreditzins (Annahme)

12'883'500 672'900 34'778'100

2'000'000

Rundung 0-10

11'500

Gesamtkosten

56'700'000

Zürcher Baukostenindex 1. Oktober 1996 = 1 13,3 Punkte (1. Okt. 1988 = 100 Punkte)

Kenndaten: BKP 2

Rauminhalt (RI) gemäss S I A 1 1 6 Kosten pro Arbeitsplatz

4500

53'390 m

3

BKP 1-8

6 5 1 Fr./m3 86'945 Fr.

103'309

103*309 Fr.

Erwerb des Verwaltungsgebäudes Worb lent als trasse 68 in Ittigen Situationsplan

4501

Erwerb des Verwaltungsgebäudes Worblentalstrasse 68 in Ittigen Foto

4502

3

Vorhaben für den ETH-Bereich

31

ETH Zürich (ETHZ) Neubauten auf dem Hönggerberg, dritte Ausbauetappe, zweite Phase 248,6 Millionen Franken (Projekt-Nr. 3006.011)

311

Ausgangslage

Die angespannte Raumsituation und die mangelnden AusbaumögUchkeiten im ETH Zentrum führten im Jahr 1959 zum Entscheid, einen zweiten Hauptstandort der ETH Zürich auf dem Hönggerberg zu errichten. Nach dem Erwerb des Areals wurde eine erste Ausbauetappe in den Jahren 1964 - 1973 realisiert. Sie umfasste die Erschliessung des Areals, Infrastrukturbauten und Gebäude für die Fachbereiche Physik und Biologie. Die zweite Ausbauetappe wurde in den Jahren 1971 - 1976 für die Fachbereiche Bauwissenschaften, Kulturtechnik und Architektur verwirklicht.

Aufgrund der starken Zunahme der Zahl der Studierenden in den achtziger Jahren und des durch die neuen Technologien bewirkten Wandels in Lehre und Forschung - vor allem in den Ingenieurwissenschaften - erwies sich ein weiterer räumlicher Ausbau als erforderlich. Das im Jahr 1985 erstellte mittel- und langfristige Ausbaukonzept sah deshalb als Hauptaktivität einen weiteren Ausbau des ETH Hönggerberges im Rahmen einer dritten Ausbauetappe zur Entlastung des ETH Zentrums vor, wobei die Verteilung der örtlichen Standorte der verschiedenen Departemente auf die beiden Hauptstandorte speziell zu berücksichtigen ist. Nach entsprechender Evaluation erwies es sich als vorteilhaft, die Ingenieurwissenschaften (mit Ausnahme der Bauwissenschaften und der Werkstoffe) langfristig im ETH Zentrum zu belassen und die Bereiche der Naturwissenschaften zusammen mit dem Departement für Werkstoffe vor allem auf dem Hönggerberg zu konzentrieren. Im Rahmen einer dritten Ausbauetappe sind deshalb - in einer ersten Phase das Departement Chemie vom ETH Zentrum auf den Hönggerberg zu,verlegen und die dazu erforderlichen Forschungs-, Infrastruktur- und zentralen Lehrräume sowie die für die zentralen Dienstleistungen nötigen Gebäude auf dem Hönggerberg zu erstellen, - in einer zweiten Phase das Departement Werkstoffe, das zur Zeit auf elf Standorte verteilt und zum grossen Teil in Mietliegenschaften untergebracht ist, auf dem Hönggerberg in einem neuen Gebäude zusammenzufuhren und auszubauen, sowie - in einer dritten Phase die noch im Zentrum befindlichen Institute des Departements Biologie (Biochemie, Mikrobiologie) auf den Hönggerberg zu verlegen mit dem Ziel, das Departement dort räumlich zu konzentrieren.

Als Folge dieser baulichen Massnahmen ist es möglich, grosse Teile der Mietflächen, vor allem in Schlieren, aufzugeben.

4503

Im Rahmen der Zivilen Baubotschaft 1992 wurde dieses Ausbaukonzept der ETH Zürich zusammen mit dem Ausbauprojekt für die erste und zweite Phase der dritten Ausbauetappe vorgestellt und begründet sowie der Kredit für die vorbereitenden Massnahmen von 19,7 Millionen Franken bewilligt. Mit der Zivilen Baubotschaft 1993 wurde der Kredit für die Realisierung der ersten Phase von 597 Millionen Franken für den Bau des ersten Teils des Lehr- und Forschungsgebäudes für das Departement Chemie, des Auditoriums- und Dienstleistungsgebäudes anbegehrt und zugesprochen.

Mit dem Spatenstich vom 9. September 1996 konnten die Bauarbeiten für die Vorbereitungsarbeiten und für die erste Phase der dritten Ausbauetappe offiziell aufgenommen werden. Der Bezug des Dienstleistungsgebäudes ist auf Ende 1999 und jener der Gebäude für das Departement Chemie sowie des Auditoriumsgebäudes auf Ende 2000 vorgesehen.

312

Begründung der zweiten Phase der dritten Ausbauetappe

Die wesentlichen Punkte zur Begründung der dritten Ausbauetappe werden im folgenden nochmals wiedergegeben:

312.1

Anstieg der Zahl der Studierenden und wissenschaftlichen Mitarbeitenden

Seit Bezug des letzten Neubaus mit erheblichem Flächenzuwachs im Jahre 1979 (Elektrotechnikgebäude) hat die Zahl der Studierenden bis 1989 von 7176 auf 11*300 stark zugenommen und steigt seither nur noch leicht an. Im Jahr 1997 waren 11*733 Studierende eingeschrieben, d.h. 63 Prozent mehr als 1979. Im gleichen Zeitraum nahm die Zahl der beschäftigten Personen (Lehrkörper, Assistenten/Assistentinnen und wissenschaftliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, angestellte Doktorierende, Angestellte der zentralen Dienstleistungen sowie Verwaltungspersonal) von ca. 4900 um 55 Prozent auf 7591 zu. Die Hauptnutzfläche der ETJJZ erhöhte sich dabei nur um 21 Prozent von 260'OQO m2 auf ca. 315'OQO m2, davon 25*300 m2 in Mietliegenschaften.

312.2

Neue Ausbildungs- und Forschungsbedürfnisse im Bereich Werkstoffe

Der Ausbau der Lehre vor allem in den Ingenieur- und Umweltwissenschaften durch die neuen Studiengänge in Werkstoffen, Informatik, Betriebs- und Produktionswissenschaften sowie Umweltnaturwissenschaften und die damit erwünschte Forschungsförderung war verbunden mit der Schaffung neuer Professuren. Im Departement Werkstoffe wurden neben den bestehenden vier Professuren in den Instituten für Metallforschung und Metallurgie sowie für Polymere seit 1996 fünf neue Professuren auf den Gebieten Biomechanik, nichtmetallische Werkstoffe, Polymertechnologie, biokompatible Werkstoffe und Bauweisen sowie Oberflächentechnik eingerichtet und besetzt

4504

sowie die fachlich neuorientierte Professur für biomedizinisches Engineering und Bioinformatik dem Departement neu zugeteilt. Für die Durchführung des Studienplanes der Abteilung für Werkstoffe fehlen zudem Praktikumsräume.

312.3

Überalterte Gebäudeinfrastruktur im ETH Zentrum

Die ETHZ ist im ETH Zentrum teilweise in verschiedenen älteren Gebäuden wie dem Chemiealtbau und dem Gebäude Naturwissenschaften Ost untergebracht, deren Infrastruktur und haustechnische Einrichtungen nicht mehr den sicherheits- und betriebstechnischen Anforderungen und den Bedürfnissen der heutigen experimentellen Forschung vor allem in Chemie, molekularen Biowissenschaften und Werkstoffen entsprechen. Sie sind aus Kosten- und Denkmalschutzgründen im Rahmen einer Sanierung einer Nutzung zuzuführen, die keine besonderen zusätzlichen Anforderungen an die Infrastruktur stellt. Als Ersatz werden neue, flexibel nutzbare Räumlichkeiten mit hohem Ausbaustandard benötigt, die sich in Mietliegenschaften nur mit hohem Aufwand realisieren lassen.

312.4

Räumliche Zusammenfassung dezentral untergebrachter Lehr- und Forschungseinheiten des Departements Werkstoffe

Das Departement Werkstoffe ist heute räumlich auf elf Standorte in bundeseigenen sowie in Mietliegenschaften im ETH Zentrum und in Schlieren aufgeteilt. Es umfasst für die 315 Mitarbeitenden ca. 9800 m2 Hauptnutzfläche, davon 3600 m2 in Mietliegenschaften vor allem in Schlieren. Hinzu kommen die mit dem Departement Werkstoffe assoziierten Teile des Instituts für biomedizinische Technik und medizinische Informatik (total 1800 m2). Die räumliche Zusammenfassung des stark gewachsenen Departements auf dem Hönggerberg schafft günstige Voraussetzungen für die zukünftige Werkstofforschung und fördert im Umfeld der Chemie, der molekularen Biowissenschaften und der Physik die wissenschaftliche Zusammenarbeit dieser mit den Werkstoffen verwandten Bereichen entscheidend.

312,5

Bildung eines räumlichen Schwerpunktes für die molekularen Biowissenschaften auf dem Hönggerberg

Im Rahmen des Sanierungskonzeptes für die Physikgebäude (vgl. Zivile Baubotschaft 1997: Sanierung und Anpassung des HPK Gebäudes auf dem Hönggerberg) wird die als dritte Phase der dritten Ausbauetappe bezeichnete Zusammenfassung des Departements Biologie mit der Bildung eines räumlichen Schwerpunktes für die molekularen Biowissenschaften in bisherigen Physikgebäuden auf dem Hönggerberg mit Ausnahme der Verlegung des Instituts für Mikrobiologie zeitlich vorgezogen.

4505

313

Planung und Projektierung der dritten Ausbauetappe

313.1

Das Projekt der dritten Ausbauetappe für die erste und zweite Phase

Nach einem zweistufigen Wettbewerb wurde 1989 der Richtplan für das Areal Hönggerberg erstellt, welcher als Grundlage für den im April 1990 ausgeschriebenen Projektwettbewerb auf Einladung nach vorgängiger Präqualifikation diente. Das Preisgericht schlug die drei erstrangierten Projekte-zur Überarbeitung vor. Die eingesetzte Expertenkommission - in gleicher Zusammensetzung wie das Preisgericht - sprach sich nach Prüfung der drei überarbeiteten Projekte im April 1991 für die Realisierung des Projektes ELEMENTAR des Architekturbüros Campi/Pessina aus. In der Weiterbearbeitung wurde die Unterteilung des Projektes in eine erste und zweite Phase vorgenommen. Umfassen soll die zweite Phase die benötigten Räume für das Departement Werkstoffe, zusätzliche- Praktikums- und Infrastrukturräume für das Departement Chemie, die in der ersten Phase nicht berücksichtigt werden konnten sowie die später zu beziehenden Räume für das Institut für Mikrobiologie,' welche vorerst als Rochadeflache für die Auslagerung von Professuren des Departements Physik während der Sanierung-der Physikgebäude dienen.

Im August 1994 erteilten die Behörden der Stadt Zürich die Baubewilligung mit entsprechenden Auflagen für die erste und zweite Phase des Gesamtprojektes ELEMENTAR und im September 1996 nach Bereinigung der verschiedenen Rekurse die Baufreigabe.

313.2

Stand der Arbeiten für die erste Phase

Mit der Ausführung der Gebäude der ersten Phase wurde nach einer zweistufigen Totalunternehmer-Submission die Generaluntemehmung Karl Steiner AG beauftragt. Nach Aufnahme der vorbereitenden Massnahmen erfolgte am 9. September 1996 der erste Spatenstich. Inzwischen wurden die Baugruben ausgehoben, der Grundstein am 4. November 1997 gelegt und die Untergeschosse fertiggestellt. Dieses Jahr werden die Hochbauten zügig vorangetrieben. Das Dienstleistungsgebäude wird voraussichtlich Ende 1999 und das Auditoriums- und Laborgebäude der ersten Phase Ende 2000 der ETH Zürich übergeben (mit insgesamt 37*700 m2 Hauptnutzfläche).

313.3

Umfang der zweiten Phase

Die zweite Phase (siehe Abschnitt Gebäudekonzept und nachstehend Situationsplan und Modellabbildung) umfasst den Ostteil des Verbindungstrakts mit 560 Praktikumsplätzen in Studierendenlabors, zwei Fingertrakte und anliegend je zwei südliche und nördliche Hofausbauten mit insgesamt ca. 450 Arbeitsplätzen für Personal und Doktorierende sowie einen Annextrakt mit 660 Sitzplätzen in Auditorien und Seminarräumen. Die gesamte Hauptnutzfläche beträgt 19'460 m2.

4506

*

Flächenübersicht Arbeitsfläche - Büros - Labors Infrastrukturfläche - Versuchsräume - Versuchshallen - Werkstatt - Materialverwaltung - Lager Betrieb Sozial- und Lehrflächen - Auditorien - Seminarräume - Praktika - Aufenthaltsräume

8140 m2 2240 m2 5900 m2 4500 m2 1230 m2 450 m2 760 m2 260 m2

7200 m2

4120 m2 426 m2 920 m2 2370 m2 404 m2

19'460 m2

Total Hauptnülzfläche zweite Phase

Das Departement Werkstoffe belegt voraussichtlich 12'500 m2 der Hauptnutzfläche der zweiten Phase: die Professur für biokompatible Werkstoffe und Bauweisen, das Laboratorium für Biomechanik, das Institut für Metallforschung und Metallurgie, die Professuren für nichtmetallische Werkstoffe und Oberflächentechnik, das Institut für Polymere mit vier Professuren sowie die Assistenzprofessur für Hochleistungswerkstoffe, der Hauptteil des Instituts für biomedizinische Technik und medizinische Informatik und eine Forschungsgruppe der Professur Konstruktion und Bauweisen beziehen nebst der Departementswerkstatt die neu erstellten Räume. Weitere 6960 m2 der Hauptnutzfläche werden vom zweiten Teil der Praktika und der Materialverwaltung des Departements Chemie, von den ausgelagerten Professuren des Departements Physik (Rochadefläche), Auditorien und Seminarräumen des Rektorats sowie des Lehrlingswesens der Chemie und des Betriebslagers belegt:

- Departement Werkstoffe - Departement Chemie - l. Departement Physik (temporär) 2. Institut für Mikrobiologie - Lehrräume Rektorat - Verwaltung

Total Hauptnutzfläche zweite Phase

12'500 m2 2640 m2 2780 m2 1030 m2 510 m2

19'460 m2

4507

313.4

Bedeutung der zweiten Phase

pie Zusammenführung des Departements Werkstoffe in der zweiten Phase ergibt nicht nur die wissenschaftliche Abstützung dieses Fachbereichs auf Chemie und Physik und einen optimalen Departementsbetrieb, sondern ist Voraussetzung für die umfassende Sanierung der freigewordenen Chemiealtbauten im ETH Zentrum, die Verwirklichung des Belegungskonzepts ETH Zentrum 2001 und die Rückgabe namhafter Mietflächen, insbesondere in Schlieren. Erst mit der zweiten Phase können dem Departement Che'mie die benötigten Praktika zur Verfügung gestellt werden. Ausreichende Rochadeflächen für die zeitlich befristet ausgelagerten Physikbereiche können in der zweiten Phase bereitgestellt werden. Die definitive Belegung dieser Flächen mit dem Institut für Mikrobiologie schliesst die Zusammenführung des Departements Biologie auf dem Hönggerberg ab. Die Belegung gewisser Restflächen für die Aufnahme neuer Professuren aus Wachstumsbereichen bleibt der Schulleitung vorbehalten. Die zweite Phase nutzt die in der ersten Phase getätigten Vorinvestitionen in die zentrale Infrastruktur.

313.5

Nutzung der durch den Bezug der 2. Phase frei werdenden Räume

Das detaillierte Belegungskonzept ETH Zentrum 2001 sieht unter Berücksichtigung der übergeordneten wissenschaftlichen, betrieblichen, baulichen und ökologischen Zielsetzungen vor, dass die sanierten Räume im Gebäude für biologische, organische, physikalische Chemie (CHN), im Gebäude für das Departement Erdwissenschaften (NO) und im naturwissenschaftlichen Gebäude West (NW) mit dem Departement Wald und Holz sowie Teilen des Departementes Umweltnaturwissenschaften und Erdwissenschaften wiederbelegt werden. Die frei werdenden Räume in den Gebäuden ML und LFV werden nach einer Anpassung mit Forschungsgruppen der Ingenieurwissenschaften, mit Personal aus aufgegebenen Mietobjekten und mit neuen Professuren aus Wachstumsbereichen belegt.

314

Projektbeschreibung der dritten Ausbauetappe

314.1

Gebäudekonzept

Das Projekt der dritten Ausbauetappe umfasst ein kammartiges Lehr- und Forschungsgebäude mit einem 250 m langen Praktikums- und Infrastrukturtrakt, der die fünf Institutstrakte und den Annextrakt verbindet sowie ein daran angeschlossenes Auditoriumsgebäude. Die erste Bauphase findet ihre Fortsetzung im Osten durch die zweite Phase, welche etwa 35 Prozent des Bauvolumens ausmacht. Zur zweiten Phase gehören zwei der Institutstrakte, der Annextrakt und die Hälfte des Verbindungstrakts (siehe nachstehend Situationsplan und Modellabbildung).

Die kammartige Form des Lehr- und Forschungsgebäudes, welches aus dem Kammrücken mit den Praktika und den daran rechtwinklig anliegenden fünf Institutstrakten

4508



·

besteht, führt zu einer konsequenten Aufteilung der Forschungs- und Lehrbereiche.

Diese Gebäudestruktur erlaubt eine flexible Nutzung und bildet gleichzeitig vielfältige Beziehungen mit kürzesten Distanzen zwischen den verschiedenen Funktionen aus.

Die fünf Institutstrakte, welche die Departemente Chemie und Werkstoffe aufnehmen werden, weisen entlang der Längsseiten jeweils eine Labor- und eine Bürofassade auf.

Diese werden durch eine Innenzone mit Neben- und Versuchsräumen ergänzt und gleichzeitig zusammengehalten. Dadurch entstehen für die Forschungsgruppen zusammenhängende Bereiche hoher Ausnützung, die ein vollständiges Raumsortiment, d.h. Büros, Labors und Nebenräume, anbieten. Dieses Konzept, das bei diesem Projekt konsequent angewendet wird, fuhrt zu minimalen Wegen innerhalb der Forschungsgruppen und gewährleistet zugleich eine hohe Flexibilität, wenn sich die Grosse der Forschungsgruppen ändert oder neue geschaffen werden. Zwischen den Institutstrakten sind Hofausbauten vorgesehen, welche die Infrastruktur wie Materialverwaltung, Entsorgung, Werkstätten, Versuchshallen und Informatikzentrum beherbergen. Diese Anordnung eignet sich für die phasenweise Verwirklichung des Bauvorhabens.

Eine offene Laubenhalle verbindet im Erdgeschoss das Lehr- und Forschungsgebäude mit dem nördlich an den Kammrücken anschliessenden Auditoriumsgebäude, wo sich die Hörsäle, Kleinauditorien, Bibliothek, Mensa, Cafeteria und andere gemeinschaftlich benutzte Räume befinden. Die sechs Hörsäle mit je 120 - 300 Plätzen sowie verschiedene Lehrräume dienen nicht nur den beiden Departementen Chemie und Werkstoffe, sondern decken gleichzeitig die zusätzlichen Bedürfhisse der in den siebziger Jahren auf dem Hönggerberg angesiedelten Bereiche Architektur/Bauwissenschaften und Physik/Biologie.

Ein kleinerer Annextrakt ergänzt den Kamrnrücken am östlichen Ende des Lehr- und Forschungsgebäudes. Dieser Gebäudeteil mit zwei Hörsälen, zwei Kleinauditorien und zusätzlichen Seminarräumen ist vor allem für die Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen der Departemente Chemie und Werkstoffe vorgesehen.

314.2

Umgebung

Die Gebäude der dritten Ausbauetappe fugen sich architektonisch präzise an den" südlichen Rarid der bestehenden Überbauung des Areals der ETHZ auf dem Hönggerberg und bilden eine klare Abgrenzung der bebauten Struktur von der umgebenden Grünzone. Bei der Planung der neuen Gebäude wurde den Nachbargebäuden der ersten Ausbauetappe (Prof. A. H. Steiner) nördlich der vorgesehenen dritten Ausbauetappe besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Der Neubau, der so weit vom bestehenden Physik-Hörsaalgebäude abgesetzt ist wie der Richtplan erlaubt, weist eine transparente Laubenhalle und sich in die Natur öffnende Innenhöfe zwischen den Institutstrakten auf, so dass ein durchlässiger Abschluss zur Hönggerbergüberbauung und eine gleichzeitige Ergänzung der Gesamtanlage mit respektvoller Einordnung in die sensible Hönggerberglandschaft entstehen wird.

Die südlich und östlich angrenzende, unbebaute Landschaft mit weiträumigen Wiesenflächen und Obstbäumen soll ihren bisherigen Charakter behalten. Steilere Hänge

4509

und Wiesengräben werden zum Schutz der Fauna mit heimischen Bäumen und Sträuchern bepflanzt. Das gewachsene Terrain wird möglichst belassen und mit minimalen Abgrabungen sowie Anböschungen an die Gebäudehülle geführt. Die Feuerwehrzufahrt wird so wenig wie nötig chaussiert. Mit der Stadt Zürich wurde eine Parzelle abgetauscht, damit durch diese ein Feucht-Biotop eingerichtet werden kann.

314.3

Laborvision

Eigens für die 3. Ausbauetappe wurde ein neuer bedarfsgerechter Labortyp die ,,Laborvision ETHZ" entwickelt. Diese zukunftsgerichtete Gestaltung von Chemielabors und anderen hochinstallierten Räumen ermöglicht eine bedarfsgerechte Medienversorgung und eine hohe Einrichtungsflexibilität, gewährleistet optimale Raumluftverhältnisse, bietet angenehme, ergonomische Arbeitsplätze, reduziert den Trinkwasserverbrauch drastisch, verringert die Immissionen von flüchtigen organischen Verbindungen und begrenzt in Störfällen die Auswirkungen und Folgekosten, Dies wird erreicht durch klar definierte Schnittstellen der Gebäudeausrüstung, eine vertikale Medienerschliessung der Nutzgeschosse, eine modulare Laboreinrichtung und die Möglichkeit einfacher Nachinstallationen. Damit kann das Forschungsgebäude nicht nur mit geringem Aufwand an zukünftige Bedürfnisse angepasst werden, sondern ergibt von Beginn weg geringere Einrichtungs- und Betriebskosten.

314.4

Ökologie und Energie

Die energietechnischen und ökologischen Anstrengungen für die dritte Ausbauetappe orientieren sich an der Verantwortung gegenüber der Umwelt und streben einen schonenden Umgang mit den Ressourcen an, damit kein Mehrverbrauch an Energie auf dem ETH Hönggerberg entsteht. So werden auch bei den bereits bestehenden Anlagen laufend Massnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs und des Schadstoffausstosses getroffen. Das Ziel von Energie 2000, die Stabilisierung des Strom- und die Senkung des Wärmeverbrauchs kann mehr als erreicht werden. Das seit 1994 in Betrieb genommene Blockheizkraftwerk liefert den Strom und die Wärme auch für die zweite Phase ohne auf dem Areal mehr Primärenergie zu verbrauchen als anfangs der neunziger Jahre.

Die Gebäudehülle der Neubauten ist nicht nur hochwertig wärmegedämmt, sondern Tageslicht und natürliche Belüftung werden wenn immer möglich genutzt. Der Einsatz von bedarfsabhängigen Lüftungsanlagen, einer stromsparenden Lichtsteuerung und von Apparaten mit geringer Abwärmelast sind weitere Massnahmen zur energietechnischen Optimierung. Die Wärmerückgewinnung aus der gesamten Abluft mit hohem Nutzungsgrad, die Abwärmenutzung aus der Kälteproduktion zu Heizzwecken und die Photovoltaikanlage auf den Vordächern reduzieren den Primärenergieverbrauch zusätzlich.

Bei der Materialwahl für das Gebäude werden ökologische, Aspekte rigoros beachtet, indem nur Baustoffe und Materialien eingesetzt werden, deren Inhalt und Umweltwir-

4510

kungen über den gesamten Lebenszyklus bekannt sind. Es werden Keramik- und Holzböden anstelle von Kunststoffbelägen verwendet. Die Entsorgung der baubedingten Abfälle erfolgt sowohl in der Bauphase wie auch später in der Betriebsphase getrennt, da nur trenn-, rezyklier- oder entsorgbare Materialien gebraucht werden.

Der Landverbrauch für die zweite Phase beträgt nur etwa eine Hektare. Dadurch werden die vorhandenen Naturschutzobjekte geschont und die landwirtschaftliche Nutzfläche weitgehend erhalten. Der Ausbau der Fussgängerpfade, die minimale Geländemodellierung und die transparente und mît vielen Durchgängen versehene Hochschulanlage bewahrt die Attraktivität des Areals auch als Naherholungsgebiet.

'Die umweltgerechte Verkehrsplanung sieht keine zusätzlichen Parkplätze vor, obschon die Personenzahl nach Abschluss der 3. Ausbauetappe gegenüber heute um 50 Prozent auf dem Hönggerberg ansteigen wird. Dafür werden die Veloeinstellplätze von 800 auf 1200 erhöht, die Hochschulanlage besser mit den öffentlichen Buslinien erschlossen und zusätzliche Transportkapazitäten in Spitzenzeiten geschaffen.

Bei allen diesen ökologischen und energiesparenden Massnahmen werden die Notwendigkeiten von Kosteneinsparungen und Betriebssicherheit sowie der Nutzung miteinbezogen und optimiert.

314.5

Kosten

Die Kosten der zweiten Phase der dritten Ausbauetappe der ETHZ auf dem Hönggerberg und der zweite Teilkredit für die Ausstattung der ersten Phase sind auf insgesamt 248.6 Millionen Franken veranschlagt. Davon entfallen 188,6 Millionen Franken auf den Bau der zweiten Phase, 31,0 Millionen Franken auf die Erstausstattung der zweiten Phase mit wissenschaftlichen Apparaten, 6,5 Millionen Franken auf Mobiliar und Betriebseinrichtungen sowie 22,5 Millionen Franken auf den schon in der Zivilen Baubotschaft 1993 genannten (damals auf 30,0 Mio, Fr. geschätzten) Teilkredit für die Anschaffung von zusätzlichen forschungsspezifischen Einrichtungen, die erst gegen Ende der Bauarbeiten für die erste Phase und kurz vor deren Bezug verpflichtet werden sollen. Dies vor dem Hintergrund, dass Verpflichtungen nicht über zu grosse Zeiträume erstreckt werden sollten, um der rasanten technologischen Entwicklung bei Forschungsgeräten und allfalligen Teuerungen Rechnung tragen zu können. Auch wird damit beabsichtigt, anstelle von pauschalen Vorinvestitionen bedarfsgerechte Nachrüstungen bis fänf Jahre nach Bezug der Neubauten durchzuführen.

4511

314.6

Optimierung des Projektes

Im Rahmen der laufenden detaillierteren Projektierung einerseits und andererseits der auf den 1. Januar 1999 vorgesehenen Übertragung der Verantwortung im Baubereich an den ETH-Rat gemäss RVR-NOVE ist eine weitergehende, integrale Optimierung der Bedürfhisse, der Materialisierung und der Einrichtung im Hinblick auf mögliche Kostenreduktionen im Gange. Es wird von einem Kostenoptimierungspotential von 10 bis 15 Millionen Franken ausgegangen.

314.7

Finanzielle und personelle Auswirkungen

Für den Betrieb der Gebäudetrakte der zweiten Phase der dritten Ausbauetappe ist mit jährlichen Kosten von 3,7 Millionen Franken zu rechnen. Auf die Gebäudereinigung und Hauswartung sowie die Bedienung und Wartung der technischen Anlagen entfallen je 1,1 Millionen Franken. In diesen Kosten sind die Personalkosten von ETHAngehörigen, aber auch die Leistungen von Drittfirmen eingeschlossen. Die Aufwendungen für Energie und Medien verursachen mit 1,5 Millionen Franken erfahrungsgemäss den Hauptteil der Kosten. Gleichwohl dürfte das zeitgemässe Energiekonzept bei diesen Vorgaben noch zu einer deutlichen Unterschreitung führen.

Aus der Verlegung des Departements Werkstoffe auf den Hönggerberg und aus der Zwischenbelegung mit Teilen des Departements Physik erwächst kein zusätzlicher Bedarf an Lehr- und Forschungspersonal. Dagegen hätte eine Verzögerung der Fertigstellung der zweiten Phase erhebliche Kostenfolgen, da die Sanierung der Physikbauten und der Gebäude im ETH Zentrum gemäss Belegungsplanung 2001 erschwert und verzögert würden sowie Projektänderungen in Kauf genommen werden müssten.

4512

Neubauten auf dem Hönggerberg, dritte Ausbauetappe, zweite Phase Kostenzusammenstellung gemäss Baukostenplan (BKP)

Nr. Hauptgruppen

Kostenstellen (Fr.)

Laborgebäude

Annextrakt

Total 2. Phase

Allgemeines

Wiss. Apparate

Total

l. Phase. 2. Tranche

0 1 2 3 4 5 6 8 0-8 9a 9b 0-9b

Grundstück Vorbereitungsarbeiten Gebäude Betriebseinrichtungen Umgebung Baunebenkosten Zentrale Versorgung Unvorhergesehenes Total Baukosten Möblierung Wiss. Apparate 2. Phase Anlagekosten 2. Phase Wiss. Apparate, 9c 1 . Phase 2. Tranche 0-9 Gesamtkosten *

2'953'000 103'020'000 507 14'000

606'000 10'654'000 2'580'000

735'000 14'575'000 l'300'000 200'000 16'075'000

200'407'000

16'0751'000

è

3

22'500'000 248'578'000

9'596'000

226'078'000

9'596'000

-

-

MWST-Satz 7,5% BKP 2

201'965 m3 42'893 m2

22'500'000 22'500'000

-

9'596'000

2'657'0002'877'0000 l'665'OOO 8'455'000 188'578'000 6'500'000 31'000'000 226'078'000

Zürcher Baukostenindex 1. Oktober 1997 = 1 1 1,7 (1. Okt. 1988 = 100 Punkte) Kenndaten: Rauminhalt (RI) gemäss SIA 1 1 6 Geschossfläche (GF) gem. SIA 416

-

-

2'877'000l'665'000O 7'720'000 164'407'000 5'200'000 30'8000'000 200'407'000

0 3'767'000 115'730'000 53'427'000 2'657'000 2'877'000 l'665'000 S'455'000 188'578'000 6'500'000 31'000'000 226'078'000

3'767'000 115'730'000 53'427'000

208'000 2'056'000 133'000 2'657'000

573 Fr/m3 2'698 Fr./m2

' Abzüglich Kostenreduktionen aus der Projektoptimierung gemäss Abschnitt 314.6

BKP 1-8 934 Fr./m3 4'396Fr./m22

Neubauten auf dem Hönggcrberg, dritte Ausbauctappc, zweite Phase Situationsplan

Legende 0 I -5 6 7 8

4514

Auditoriumsgebäude Institutstrakte Annextrakt Verbindungstrakt Dienstleistungsgebäude

3. Ausbauetappe, 2. Phase 3. Ausbauetappe, I. Phase Bestehende Bauten der ETH

Neubauten auf dem Hönggerbwrg, dritte Ausbauetappe, zweite Phase Fotomontage

4515

4

Zusammenstellung der beantragten neuen Kredite

Vorhaben für die allgemeine Bundesverwaltung Fr.

Erweiterung des Verwaltungsgebäudes am Bahnhofplatz in Neuenburg (Projekt-Nr. 7030.002) (Ziff. 22)

26'500'000

Erwerb des Verwaltungsgebäudes in Bern-Ausserholligen (Projekt-Nr. 7067.006) (Ziff. 23)

130'200'000

Erwerb des Verwaltungsgebäudes am Quellenweg West in Wabern (Projekt-Nr. 7148.003) (Ziff. 24)

84'500'000

Erwerb des Verwaltungsgebäudes an der Worblentalstrasse 68 in Ittigen (Projekt-Nr. 7265.001) (Ziff. 25)

56'700'000

Vorhaben für den ETH-Bereich Neubauten auf dem Hönggerberg, dritte Ausbauetappe zweite Phase (Projekt-Nr. 3006.011) (Ziff. 31) 248'578'000 Total Verpflichtungskredite

4516

546'478'000

Finanzielle, personelle und terminliche Auswirkungen

51

Finanzielle Auswirkungen

Die Bauinvestitionen sind im Investitionsplan für zivile Bauten des Bundes enthalten.

Die finanziellen Auswirkungen hinsichtlich der Betriebskosten der Neubauten und der Liegenschaftserwerbe sind im einzelnen bei den aufgeführten Vorhaben dargelegt. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die mit den Vorhaben ermöglichte Erhöhung und qualitative Verbesserung des Raumangebotes und die damit verbundenen zusätzlichen Betriebskosten durch die ausgewiesenen Bedürfnisse gerechtfertigt sind.

Die aufgeführten Einrichtungen werden gemäss Einkaufsstellenverzeichnis durch die zuständigen Einkaufsstellen (wie z.B. Eidgenössische Drucksachen- und Materialzentrale) zu Lasten der Objektkredite beschafft.

Der voraussichtliche jährliche Zahlungsbedarf nach Objektkredit und Rubrik ist aus den nachfolgenden Tabellen ersichtlich.

52

Personelle Auswirkungen

Die personellen Auswirkungen sind im einzelnen bei den anbegehrten Bauvorhaben dargelegt.

53

Terminliche Auswirkungen

Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass im Anschluss an die Kredïtbewilligung durch die eidgenössischen Räte mit der Bauausführung ablaufgerecht begonnen wird bzw. die Kaufrechte möglichst rasch ausgeübt werden. Es kann allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass die Finanzlage des Bundes die. Realisierungs- bzw.

Kauftermine verzögert.

4517

&

Bauvorhaben

Amt Rubrik

Objektkredit

Jährlicher Zahlungsbedarf (En Fr.)

1999

2000

2001

900'000

8'000'000

7'400'000

900'000

8'000'000 65'000'000

7'900'000 100'000 8'000'000

65'200'000

65'000'000

65'200'000

1998 Neuenburg. Erweiterung des Verwaltungsgebäudes am BFS Bahnhofplatz (Projekt-Nr. 7030.002) Total Bern, Erwerb des Verwaltungsgebäudes "Bem-Ausserholligen" {Projekt-Nr. 7067.006 Total

AA DD

25'200'000 1'300'000 26'500'000 130'200'000

EDA

BB

BFF

BB

84'500'000

BB

84 '500'000 56'700'000

0

Ittigen, Erwerb des Verwaltungsgebäudes WorblentalASTRA strasse 68 (Projekt-Nr. 7265.00 1 BUWAL Total

56'700'000

0

Hönggerberg, Neubauten dritte Ausbauetappe, zweite ETHZ Phase: Räumliche Zusammenfassung des Departements Werkstoffe (Projekt-Nr. 3006.01 1 Total

AA DD MM

Wabern, Erwerb des Verwaltungsgebäudes Quellenweg West (Projekt-Nr. 7148.003 Total

Gesamttotal

130'200'000

188'578'000 6'500'000 53'500'000 248'578'000 546'478'000

0

2002

600'000

S'000'000 0

0 84'500'000

0

0

84'500'000

später

2003

1'000'000 600'000 1'600'000

0

0

0 0

0

0

0

0 0

0

56700000

0

0

0

2'500'000

2'500'000

35'000'000

70'000'000

0

2'500'000

2'000'000 4'500'000

5'000'000 40'000'000

9'000'000 12'000'000 25'500'000 79'000'000 87'000'000 35'578'000

900'000

75'500'000

56700000

77'700'000 132'000'000 137'300'000

0

0

73'500'000

5'078'000

1'500'000

87'000'000

5'000'000

35'578'000

*

Rubrik/Unterrubrik

Jährlicher Zahlungsbedarf (in Fr.)

Objektkredit

1998

1999

Liege nschaftserwerb (B B)

27l'400'000

0

Bauten und Anlasen (AA)

21 3778'000

900'000

Erstausstattung von Neubauten mit Mobiliar (DD) Total Zivile Bauten Total Erstausstattung von Neubauten (MM)

Gesamt total

Rubrik:

2000

2001

2002

2003

später

65'000'000 65200'000

84'500'000

56'700'000

0

0

10'500'000

42'400'000

71-000'000 73'500'000

5'078'000

0

7'300'000

0

492'978'000

900'000

53'500'000

.0

0

546'478'000

900'000

75'500'000

10'400'000 100'000

600'000

600'000

1'500'000

5'000'000

75'500'000 75'700'000 127'500'000 12S'300'000 75'000'000 10'078'000 9'000'000

I2'000'000

25'500'000

77'700'000 132'500'000 137'300'000

87'000'000

35'578'000

2'000'000

5'000'000

BB = 601.4003.003 Zivile Bauten.Unterrubrikk Liegenschaftserwerb AA = 601.4003.003 Zivile Bauten, Unterrubrik Bauten und Anlagen DD = 601.4003-003 Zivile BautenUnterrubrikik Erstausstattung von Neubauten mit Mobiliar M M = 329.4010.0Erstausstatungmng von Neubauten (wissenschaftliche Apparate und Einrichtungen)

è

9

6

Rechtsgrundlagen

Die Vorlage stützt sich auf die allgemeine Befugnis des Bundes, die notwendigen Massnahmen zur Erfüllung seiner Aufgaben zu treffen sowie für den Bereich des ETH-Rates auf Artikel 27 der Bundesverfassung, nach dem der Bund unter anderem zur Führung der Eidgenössischen Technischen Hochschulen befugt ist.

Im weiteren sind massgebend: - Artikel 25 und 27 des Finanzhausbaltgesetzes vom 6. Oktober 1989 (SR 611.0)', - Artikel l Absatz l des Bundesbeschlusses vom 6. Oktober 1989 über Objektkreditbegehren für Grundstücke und Bauten (SR 611.017).

Die Zuständigkeit der Bundesversammlung zur Bewilligung der nachgesuchten Kredite ergibt sich aus Artikel 85 Ziffer 10 der Bundesverfassung. Dem Erlass ist im Sinne von Artikels des Geschäftsverkehrsgesetzes vom 23. März 1962 (SR 171.11) die Form eines einfachen Bundesbeschlusses zu geben, der nicht dem Referendum untersteht.

4520

*

Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen AP

Arbeitsplätze

ASTRA

Bundesamt für Strassen

BAG

Bundesamt für Gesundheit

BAP

Bundesamt für Polizeiwesen

BFI

Bundesamt für Informatik

BFS

Bundesamt für Statistik

BB

Bundesbeschluss

BIGA

Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit

BK

Bundeskanzlei

BKP

Baukostenplan

BLS BSV

Bern-Lötschberg-Simplon-Bahn Bundesamt für Sozialversicherung

BUWAL

Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft

BV

Bundesversammlung

BZS

Bundesamt für Zivilschutz

DEZA

Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit

EDA

Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten

EDI

Eidgenössisches Departement des Innern

EDMZ

Eidgenössische Drucksachen- und Materialzentrale

EFD

Eidgenössisches Finanzdepartement

EFV

Eidgenössische Finanzverwaltung

EJPD

Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement

EPA

Eidgenössisches Personalamt

ESTV/MWST Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Mehrwertsteuer

ETH ETHZ EU

Eidgenössische Technische Hochschule Eidgenössische Technische Hochschule Zürich Europäische Union

EVK

Eidgenössische Versicherungskasse

E+Z

Eidgenösissche Zeughäuser

EZV

Eidgenössische Zollverwaltung

Fr.

Franken

GF

Geschossfläche

4521

GP 2002

Gesamtplan 2002, Konzept für die Unterbringung der Bundesverwaltung im Raum Bern

GS-EDI

Generalsekretariat des Eidgenössischen Departementes des Innern

IKS m2 m3

Interkantonale Kontrollstelle für Heilmittel Quadratmeter Kubikmeter

NPM OECD

New Public Management Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

PD

Parlamentsdienste

RI

Rauminhalt

RVR

Regierungs- und Verwaltungsreform

RZ-EJPD SBB

Rechenzentrum des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartementes Schweizerische Bundesbahnen

SE SIA SR UK 2006

Schweizerischer Elektronikunternehmung Schweizerischer Ingenieur- und Architekten-Verein Schweizerische Rechtssammlung Unterbringungskonzept 2006 für die allgemeine Bundesverwaltung im Räume Bern

UNESCO

Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur

UNO

Vereinte Nationen

UVEK

Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation

VBS

Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport

VZ-EMD

Verwaltungszentrum EMD (heute VBS)

ZGB

Zivilgesetzbuch

Ziff.

4522

'

Ziffer

*

Bundesbeschluss über Bauvorhaben, Grundstücks- und Liegenschaftserwerb

Entwurf

(Zivile Baubotschaft 1998) vom

Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, gestützt auf Artikel 85 Ziffer 10 der Bundesverfassung, nach Einsicht in die Botschaft des Bundesrates vom I.Juli 19981, beschliesst: Art. l Der Ausgabenbremse unterstellte Verpflichtungskredite Dem Bundesrat werden gemäss Verzeichnis im Anhang Verpflichtungskredite im Betrage von 546 478 000 Franken bewilligt.

Art. 2

Geringfügige Verschiebungen

1

Der Bundesrat kann im Rahmen des Gesamtkredites von 546 478 000 Franken unter den im Anhang aufgeführten Objektkrediten geringfügige Verschiebungen vornehmen.

2 Die Zahlungskredite sind in den jährlichen Voranschlag aufzunehmen.

Art 3 Schlussbestimmung Dieser Beschluss ist nicht allgemeinverbindlich; er untersteht nicht dem Referendum.

9829

1

BB11998 4451

4523

Bauvorhaben, Grundstücks- und Liegenschaftserwerb. BB

Anhang Verzeichnis der neuen Objektkredite · Der Ausgabenbremse unterstellte Verpflichtungskredite Franken

Erweiterung des Verwaltungsgebäudes am Bahnhofplatz in Neuenburg Erwerb des Verwaltungsgebäudes in Bem-Ausserholligen Erwerb des Verwaltungsgebäudes am Quellenweg West in Wabern Erwerb des Verwaltungsgeb'äudes an der Worblentalstrasse 68 in Ittigen Neubauten auf dem Hönggerberg, dritte Ausbauetappe, zweite Phase

248 578 000

Gesamttotal der Verpflichtungskredite

546 478 000

9829

4524

26 500 000 130200000 84 500 000 56 700 000

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Botschaft über Bauvorhaben, Grundstücks- und Liegenschaftserwerb (Zivile Baubotschaft 1998) vom 1. Juli 1998

In

Bundesblatt

Dans

Feuille fédérale

In

Foglio federale

Jahr

1998

Année Anno Band

4

Volume Volume Heft

37

Cahier Numero Geschäftsnummer

98.042

Numéro d'affaire Numero dell'oggetto Datum

22.09.1998

Date Data Seite

4451-4524

Page Pagina Ref. No

10 054 773

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