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Schweizerisches Bundesblatt.

49. Jahrgang. IV.

Nr. 48.

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24. November 1897.

Botschaft des

Bundesrates an die Bundesversammlung betreffend

das Budget für das Jahr 1898.

(Vom

5. November 1897.)

Tit.

Wir beehren uns, Ihnen anmit den Entwurf des Voranschlages für das Jahr 1898 zu unterbreiten, welchem wir nachstehende erläuternde Bemerkungen vorausschicken: Unser Voranschlag schließt mit Einnahmen Ausgaben

Fr. 91,375,000 ,, 89,340,000

mithin erzeigt sich ein Einnahmenüberschuß von

Fr.

2,035,000

Diese Ziffer wird aber noch wesentlich beeinflußt werden durch die Wirkungen des neuen Besoldungsgesetzes, soweit dieselben nicht bereits zum Ausdruck gekommen sind.

Das ist nun der Fall für das politische Departement, das Handels-, Industrie- und Landwirtschaftsdepartement und das Eisenbahndepartement, für welche neue Organisationsgesetze und damit Bundesblatt. 49. Jahrg. Bd. IV.

47

656 verbunden auch die erhöhten Besoldungen, von Mitte des Jahres 1897 an, in Kraft getreten sind. Es trifft das ferner ganz oder teilweise zu für eine Anzahl von Dienstabteilungen, deren Besoldungen bis jetzt an keine gesetzlichen Schranken gebunden sind und alljährlich durch das Budget festgestellt werden, für das Grenzwachtcorps, dessen Besoldungsverhältnisse durch Regulativ bereits neu geordnet und für welches die neuen Ansätze im Budget 1898 eingestellt sind. Auch die Besoldungsansätze für das Post- und Telegraphenpersonal sind wesentlich erhöht worden, beim Postpersonal beispielsweise, inklusive die neu errichteten Stellen, um mehr als l Million Franken, immerhin bloß auf Grundlage der bestehenden Verordnungen ; das neue Besoldungsgesetz wird auch hier eine weitere Erhöhung per 1. Januar 1898 zur Folge haben.

Dagegen war es, nachdem die Referendumsfrist für dieses Gesetz erst am 5. Oktober zu Ende ging, absolut nicht mehr möglich, die neuen Besoldungsansätze vom 1. Januar hinweg für die übrigen Departemente, beziehungsweise Dienstabteilungen so durchzuarbeiten, daß sie noch dem Hauptbudget hätten einverleibt werden können.

Wir werden der Bundesversammlung durch eine Nachtrugsbotschaft Gelegenheit geben, sich mit denselben gleichwohl noch in der Dezembersession zu beschäftigen.

Auf der ändern Seite darf aber wohl darauf hingewiesen werden, daß das wirkliche Ergebnis der Staatsrechnung pro 1898 ein wesentlich besseres sein wird, ohne daß deshalb der Vorwurf erhoben werden kann, der Voranschlag sei pessimistisch behandelt worden.

Wir sind gezwungen, alle Subventionen des Bundes an Gewässerkorrektionen und Straßen bauten, alle aus beschlossenen Neubauten resultierenden Ausgaben mit den durch die betreffenden Bundesbeschlüsse selber vorgesehenen Raten im Budget in Ausgabe zu setzen, während erfahrungsgemäß alljährlich ein großer Teil der budgetierten Summen nicht zur Ausgabe gelangen kann, weil die Arbeiten in den Kantonen im Rückstand bleiben und die Anhandnahme von Bauten durch Verhandlungen bei der Landerwerbuug, durch Preis- und Konkurrenzausschreibungen etc. verzögert wirJ.

Sodann liegt es ja in der Natur der Sache begründet, daß, will die Bundesversammlung nicht jeden Augenblick mit Nachlragskreditbotschaften behelligt werden, die ursprünglichen Kredite eben genügend bemessen werden
müssen, und bei den tausend und tausend Posten, aus welchen sich unser Ausgabenbudget zusammensetzt, addieren sich die daherigen Minderausgaben zu ganz beträchtlichen Summen. Der Bundesrat ist der Ansicht, daß wir auch dem Schlußergebnis der Rechnung pro 1898 mit aller Beruhigung entgegen-

657 sehen dürfen. Im übrigen auf die einschlägigen Erläuterungen der Botschaft verweisend, beschränken wir uns darauf, an einleitender Stelle und im allgemeinen noch einige wesentliche Positionen herauszugreifen.

Die Vermehrung der Z i n s e aus W e r t s c h r i f t e n und Bet r i e b s k a p i t a l i e n würde infolge des außerordentlich günstigen Abschlusses der Rechnung pro 1896 eine weit beträchtlichere geworden sein, ohne die Ausscheidung von Fr. 5,000,000 aus dem Kapitalvermögen des Bundes, zu gunsten eines Fondes für Versicherungszwecke, konform Ihrer Beschlußfassung anläßlich der Genehmigung der Staatsrechnung von 1896; selbstredend kommen nun die hier ausfallenden Zinse diesem Specialfonde zu gute.

An den Mehreinnahmen des M i l i t ä r d e p a r t e m e n t s -- Fr. 160,000 -- participieren, gestützt auf konstante bisherige Rechnungsergebnisse, das Pulverregal mit Fr. 54,000 und die Militärpflichtersatzsteuer mit Fr. 50,000; der Rest entfällt der Hauptsache nach auf verstärkten Ankauf von Kavallerie-Pferden, wird aber durch entsprechende Mehrausgaben kompensiert.

Beim F i n a n z d e p a r t e m e n t halten wir eine Erhöhung der Banknotenkontrollgebühr um Fr. 20,000 als den thatsächlichen Verhältnissen angemessen. An Münzprägungen sieht unser Budget die bisherige Goldprägung mit Fr. 8,000,000 und entsprechend einem ausgesprochenen Bedürfnis eine erhebliche Vermehrung der Prägungen von Nickel- und Kupfermünzen vor.

Für den Fall, als die Zusatzkonvention betreffend Vermehrung der Kontingente von Silberscheidemünzen in Kraft treten sollte, ersuchen wir um Vollmacht für den Bundesrat, die erforderlichen Prägungen anordnen zu dürfen.

Wenn auch die Einnahmen der Z o l l v e r w a l t u n g im Jahr» 1897, verglichen mit 1896, nicht in gleichem Maße zugenommen haben, wie von 1895 auf 1896, so muß man doch annehmen, daß wir, nachdem nun auch die Nachwirkungen des Zollkrieges mit, Frankreich aufgehört haben dürften, vor konsolidierten und normalen Verhältnissen stehen; wir haben deshalb keinen Anstand genommen, die Rechnungsergebnisse der Periode vom 1. September 1896 bis 1. September 1897 -- Fr. 47,200,000 -- zum Ausgangspunkt zu nehmen und unter vorsorglicher Berücksichtigung von möglichen Schwankungen des Verkehrs einen Bruttoertrag von 46 Millionen Franken einzusetzen. Die Höherschätzung gegenüber dem Budget 1897 beträgt 3Va Millionen Franken.

658

Die P o s t v e r w a l t u n g erzeigt bei Einnahmen Ausgaben

Fr. 30,821,000 ,, 28,821,000

einen Einnahmenüberschuß von

Fr.

2,000,000

Wir halten damit die Mitte zwischen dem Ertrag dieser Verwaltungsrechnung pro 1896 mit rund 2 Va Millionen Franken und dem Budget pro 1897 mit rund l Va Millionen Franken ein und hoffen, die von unserer Oberpostdirektion ausgesprochene Befürchtung, es möchte nun vielleicht der Bogen zu straff gespannt sein, sich nicht erwahren werde.

Die RechnungsVerhältnisse der T e l e g r a p h e n v e r w a l t u n g sind letztes Jahr durch zustimmende Schlußnahmen der hohen Bundesversammlung grundsätzlich in dem Sinne geordnet werden, daß nach Abschrift von 15 % auf dem Bauconto jeder fernere Vorschlag bis auf weiteres zu außerordentlicher Amortisation dieses Conto verwendet werden solle.

Demgemäß ergeben sich folgende Budgetziffern : Einnahmen Fr. 8,344,900 Betriebsausgaben ,, 7,076,255 Überschuß Fr. 1,268,645 wovon verwendet werden: Fr. 1,201,950 als ordentliche Amortisation, ,, 66,695 als außerordentliche Amortisation.

Fr. 1,268,645 Für den B a u c o n t o der Telegraphenverwaltung ergäbe sich hierbei folgender Status: Stand Ende 1897 Fr. 8,013,000 Neue Belastung ,, 2,377,150 abzüglich Amortisation 1898 Stand auf 31. Dezember 1898

Fr. 10,390,150 ,, 1,268,645 Fr.

9,121,505

Die übrigen Einnahmen bedürfen einer besondern Erwähnung an dieser Stelle nicht.

659 Einer Einnahmenvermehrung von Fr. 6,405,000 steht, verglichen mit dem Budget pro 1897, auch eine V e r m e h r u n g der A u s g a b e n im Betrage von Fr. 5,405,000 gegenüber.

Davon dürfen aber a priori die Mehrausgaben der Postverwaltung in Abrechnung gebracht werden, weil diese in den vermehrten Einnahmen und im erhöhten Reinertrage dieser Verwaltung ihre Kompensation finden. Dieselben betragen Fr. 1,656,000 und es bleibt somit zu untersuchen,, auf welche Ursachen die weitere Ausgabenvermehrung von Fr. 3,750,000 zurückzuführen ist.

Die A m o r t i s a t i o n und V e r z i n s u n g der Anleihen weist eine Minderausgabe auf vou rund Fr. 40,000. Auf der einen Seite geht die Verzinsung des Konversionsanleihens von 1887 zu bloß noch 3 °/o um cirka Fr. 120,000 zurück, währenddem wir die Amortisation um Fr. 80,000 erhöhen. Es mußte nämlich für die neuen Titel eine Unaufkündbarkeit für 8 Jahre eingeräumt werden und damit wird die bisherige Amortisation dieses Anleihens auf dem Wege der Auslosung -- letztes Jahr Fr. 920,000 -- unterbrochen. Das hindert uns aber keineswegs, die bisherige Amortisation durch Anlage eines Amortisations f o n d s faktisch fortzusetzen, und wir nehmen hierfür eine Einlage von Fr. 1,000,000 in' Aussicht.

Die Ausgaben für die a l l g e m e i n e V e r w a l t u n g (Nationalrat, Ständerat, Bundesrat, Bundeskanzlei, Bundesgericht) weisen keine nennenswerten Abweichungen auf, wohl aber begegnen wir solchen in größerem oder kleinerem Umfange bei den Departementcn.

Die Mehrausgabe beim p o l i t i s c h e n D e p a r t e m e n t , Fr.36,000, ist im wesentlichen bedingt durch die Neugestaltung des Generalkonsulats und seiner Kanzlei in Yokohama und durch vermehrte Inanspruchnahme des Bundes für die Ausgaben der Kanzleien unserer Gesandtschaften überhaupt.

Das D e p a r t e m e n t des I n n e r n weist eine Mehrausgabe von Fr. 320,000 auf. Ohne in alle Details hier eintreten zu wollen, genügt es wohl, die beiden Hauptposten, Hochbauten und Beiträge an öffentliche Werke, herauszugreifen. Die gleichzeitige Anhandnahme mehrerer größerer Postbauten, des Archivgebäudes, des Gebäudes der mechanisch-technischen Abteilung der polytechnischen Schule, der Friedenskaserne und Verwaltungsgebäude in Andermatt, bedingen eine Mehrausgabe von cirka Fr. 6(JO,000, trotzdem der Bundesrat eine größere Anzahl von Neubauten, welche die Departemente als dringlich bezeichnet und verlangt hatten, auf später ver-

660 wiesen hat; dagegen stehen die Beiträge an Gewässerkorrektionen und Straßenbauten mit rund Fr. 3,400,000 cirka Fr. 300,000 tiefer als im Vorjahre.

Von den cirka Fr. 35,000 Mehrausgaben des J u s t i z - und P o l i z e i d e p a r t e m e n t s entfallen cirka Fr. 30,000 auf das Amt für geistiges Eigentum. Die fortwährende Zunahme des Geschäftsumfanges dieser Dienstableilung verursacht auch eine Vermehrung des Personals und der Druckkosten der immer zahlreicher werdenden Patentschriften ; trotzdem handelt es sich hier um keine eigentliche Mehrausgabe, da auch die Einnahmen dieses Amtes um Fr. 47,000 höher budgetiert sind.

Im Gegensatze zu den Budgets der beiden vorangehenden Jahre haben wir die größte Ausgaben Vermehrung dieses Mal beim M i l i t ä r d e p a r t e m e n t zu verzeichnen; es sind nämlich budgetiert: Fr. 25,498,000 ,, 23,193,000

Im Jahre 1897 Mehrausgabe

Fr.

2,305,000

Glücklicherweise ist jedoch keineswegs diese ganze Summe als Vermehrung normaler und jährlich wiederkehrender Ausgaben zu betrachten. In dieser Beziehung ist vor allem aus der beiden gesetzgeberischen Erlasse betreffend Neuordnung der Landwehrinfanterie und der Artillerie zu erwähnen, zu deren Durchführung Organisationsmusterungen im Laufe des Jahres 1898 haben angeordnet werden müssen und wofür folgende Kredite ins Budget eingestellt sind: Für die Infanterie Fr. 457,691 Für die Artillerie ,, 170,300 Fr. 627,991 Hierzu kommen noch unter D, Bekleidung, V, für Truppen- und Gradabzeichen

,,

89,500

Fr. 717,491 Durch Bundesbeschluß vom 24. März 1897 hat die Bundesversammlung ferner die Erstellung einer Gewehrreserve von 10,000 Ordonnanzgewehren, auf 4 Jahre zu verteilen, dekretiert. Unter E, Bewaffnung und Ausrüstung, ist nunmehr eine erste Rate mit

661 Fr. 227,500 eingesetzt. Eine weitere Mehrbelastung hat das Militärbudget durch einen Bundesbeschluß vom 26. März 1897 erlitten, durch welchen für die Erweiterung der Militärbauten in Andermatt, inkl.

Landerwerbung., ein Gesamtkredit von Fr. 2,430,000, zu verteilen auf 5 Jahre, bewilligt wurde. Im Militärbudget sind hiervon als zweite Rate für den Bau der Kehlkaserne Fr. 350,000 eingestellt. Einem Postulate der hohen Bundesversammlung Folge gebend, haben wir ferner erhöhte Equipementsbeiträge in Aussicht genommen; die betreffende Ausgabenveimehrung beziffert sich auf Fr. 183,000. Zur Fortsetzung der Versuche betreffend Neubewaffnung der Artillerie sehen wir uns ferner genötigt, um einen weitern Kredit von Fr. 80,000 einzukommen. Eine beträchtliche Mehrausgabe resultiert aus der immer noch andauernden Vermehrung der Rekrutenzahl, welche wir, gestützt auf die bisherigen Aushebungsergebnisse, fast bei allen Waffengattungen haben vornehmen müssen. Die Wirkung erstreckt sich auf die Positionen Rekrutenschulen, Bewaffnung, Bekleidung und Ausrüstung ; bezüglich des Zahlendetails verweisen wir auf den Inhalt unserer Botschaft.

Während die F i n a n z v e r w a l t u n g ziemlich genau die letztjährigen Ausgaben einhalten kann, schließt das Budget der Z o l l v e r w a l t u n g mit einer Ausgaben Vermehrung von Fr. 250,000 ab.

Daran participieren in der Hauptsache die Besoldungen der Grenzwächter mit die Vermehrung des Personals der Zollämter mit Mietzinse der Lokalien

.

Fr. 150,000 ,, 68,000 ,, 14,000

Die Mehrausgaben des H a n d e l s - , I n d u s t r i e - und L a n d \ v i r t s c h a f t s d e p a r t e m e n t s -- Fr. 382,000 -- hängen in erster Linie zusammen mit der veränderten Organisation des Departements.

Sodann enthält das diesjährige Budget zum erstenmale einen Kreditposten von Fr. 175,000 für die gemäß Bundesbeschluß vom 26. März 1897 zu errichtende landwirtschaftliche Versuchs- und Untersuchungsanstalt in Bern, in deren Ressort nun auch die agrikultur-chemische und die Samenkontrollstation in Zürich, sowie die landwirtschaftliche, Untersuchungsanstalt iu Lausanne übergehen. Für Vorarbeiten betreffend die Pariser Weltausstellung ist eine Ausgabe von Fr. 50,000 eingestellt. Auf dem Gebiete des kommerziellen Bildungswesens, der gewerblichen und industriellen Berufsbildung, der Hauswirtschaftskurse, der Ackerbauschulen, der landwirtschaftlichen Winterschulen, der Weinbauschulen und zur Förderung der Bestrebungen landwirtschaftlicher Vereine haben auf der ganzen Linie Erhöhungen

662 der Kredite stattgefunden; dagegen glauben wir, mit den schon im Budget pro 1897 wesentlich erhöhten Krediten für Kindviehzucht, Pferdezucht, Kleinviehzucht und Maßnahmen gegen Schäden, welche die landwirtschaftliche Produktion bedrohen, auch für das Jahr 1898 auskommen zu können.

Für alles Weitere gestatten wir uns, auf die einläßliehen Ausführungen der nachfolgenden Botschaft zu verweisen.

663

Einnahmen., Erster Abschnitt.

Ertrag der Liegenschaften und Kapitalien.

A. Liegenschaften.

1. Waffenplätze.

o.

6.

c.

d.

e.

Kapitalanschlag.

Thun Fr. 1,222,000 Herisau-St. Gallen . . . . ,, 955,000 Frauenfeld. . . . . . . ,, 450,000 Bière ,, 47,200 Sand bei Schönbühl . . . ,, 400,000

Fr.

,, ,, ,, ,,

Ansatz.

41,500 15,600 4,840 250 10,00a

Fr. 3,074,200

Fr.

72,190

B. 1897 Fr. 67,890. -- R. 1896 ,, 63,629. 91

1.

2.

3.

4.

5.

a. Thun.

Allmendbesatz Erlös aus versteigertem Gras Erlös aus Futter und Früchten Erlös aus Torf Verschiedenes

Fr.

n

,, ,, ,,

9,000 8,000 20,000 4,000 500

Fr. 41,500 B. 1897 Fr. 37,800. -- R. 1896 ,, 37,558. 70 Ad i, 2 und 3. Teils infolge Hinzutrittes von neulich erworbenen Liegenschaften, welche durch die Artillerieachießübungeu

664 gefährdet waren, teils weil die Weidtaxe etwas erhöht worden ist, wird der Budgetansatz von Fr. 37,800 auf Fr. 41,500 gesetzt ; die übrigen Posten bleiben unverändert.

b. Herisau-St. Gallen.

1.

2.

3.

4.

Allmendbesatz, Erlös aus Futter und Früchten Miet- und Pachtzinse Verschiedenes

Fr.

,, ,, ,,

7,000 2,700 5,800 100

Fr. 15,600 B. 1897 R. 1896

Fr. 15,600. -- ,, 16,833. 55

Ad i. Nach dem letztjährigen Rechnungsergebnisse dürfte der Ansatz um Fr. 1000 erhöht werden ; weil aber die Allmend voraussichtlich künftiges Jahr durch Truppenübungen stark benutzt werden wird, so ist von Erhöhung einstweilen Umgang zu nehmen.

c. Frauenfeld.

1.

2.

3.

4.

Pachtzinse von Liegenschaften Erlös aus versteigertem Gras Mietzins der Kantine Erlös aus Durchforstungsholz

Fr.

40 ,, 700 ,, 3500 ,, 600 Fr. 4840

B. 1897 R. 1896

Fr. 9240. -- ,, 6244. 05 n

Ad i, 2, 3. Wie im Vorjahre.

Ad 4. Dieser Posten ist bedeutend kleiner als der vorjährige, "weil pro 1898 kein Holzschlag beabsichtigt wird; es werden nur Durchforstungsarbeiten in den altern Beständen stattfinden und 'das sich infolgedessen ergebende Durchforstungsholz soll verkauft werden.

d. Bière.

Kapitalanschlag. Ansatz.

Fr. 47,200 Fr. 250

Atzungsertrag B. 1897 R. 1896

Fr. 250. -- ,, 364. 40

665 e. Sand bei Schönbühl

Kapitalanschlag.

. . . . Fr. 400,000

B. 1897 R. 1896

Ansatz.

Fr. 10,000

Fr. 5000. -- ,, 2629. 21

Die mutmaßlichen Einnahmen pro 1898 veranschlagen wir auf Fr. 10,000 und zwar : für Pachtzinse Fr. 5.000 für Erlös von Holz etc ,, 5,000 Fr. 10,000 Der Ansatz von Fr. 5000 für Pachtzinse stützt sich auf die von unserem Militärdepartement abgeschlossenen Verträge.

Für Erlös von Holz etc. nehmen wir eine Summe von Fr. 5000 in Aussicht, obschon im laufenden Jahre die Einnahmen für verkauftes Holz cirka Fr. 7200 betragen. Die in diesem Jahre erzielte Mehreinnahme ist hauptsächlich dem Umstände zuzuschreiben, daß ein beträchtliches Quantum Windfallholz zum Verkaufe gelangte.

In einem normalen Rechnungsjahr wird dieser Einnahmeposten den Betrag von Fr. 5000 kaum übersteigen.

Die erworbenen Grundstücke sind in der Staatsrechnung pro 1896 mit einer Schätzung von Fr. 400,000 eingestellt.

Kapitalanschlag.

2. Schanzenboden . . . . . . . Fr. 100,000 B. 1897 R. 1896

Ansatz.

Fr. 5000

Fr. 3800. -- ,, 4604. 49

Gestützt auf die im laufenden Jahre stattgefundenen Landerwerbungen in Andermatt wird die mutmaßliche Einnahme von Fr. 3800 auf Fr. 5000 erhöht.

B. Palvermühlen und Dependenzen.

Kapitalanschlag.

Ansatz.

I. Bezirk: Lavaux II. ,, Worblaufen l Fr 869,300 Fr. 30,427 III.

,, Chur [ 2 1 Magazine in Birregg und Altstetten . j B. 1897 Fr. 30,425. -- R. 1896 ,, 30,425. --

666 Kapitalanschlag.

4 Pferderegieanstalt in Thun B. 1897 R. 1896

Ansatz.

. . Fr. 110,300 Fr. 3860

Fr. 3861. -- ,, 3860. 50 Kapitalanschlag.

Ansatz.

5. Konstruktionswerkstätte in Thnn Fr. 260,000 Fr. 9100 B. 1897 Fr. 8011. -- R. 1896 ,, 8011. 50 Erhöht um Fr. 1089 infolge Erstellung eines Holztröcknegebäudes.

Kapitalanschlag.

Ansatz.

6. Munitionsfabrik in Thun . . . Fr. 586,000 Fr. 20,510 B. 1897 B. 1896

Fr. 20,510. -- ,, 20,510. -- Kapitalanschlag.

7. Waffenfabrik in Bern

Ansatz.

Fr. 142,000 Fr. 4970

B. 1897 R. 1896

Fr. 6370. -- ,, 6370. --

Die Herabsetzung geschieht wegen Übertragung eines Magazins auf das unverzinsliche Inventar.

Kapitalanschlag.

8. Zoll- und Alkohol Verwaltungsgebäude in-Bern O/a) B. 1897 R. 1896

Ansatz.

Fr. 85,000 Fr. 2975

Fr. 2975. -- ,, 2975. --

9. Zollgebäude.

Kapitalanschlag.

I. Zollgebiet: Basel ü.

,, Schaffhausen III.

,, Chur IV.

,, Lugano

Fr.

. . . ,, ,, ,,

656,770 452,000 512,000 259,230

Übertrag Fr. 1,880,000

Ansatz.

667

Übertrag V. Zollgebiet: Lausanne VI.

,, Genf . .

Kapitalanschlag.

Fr. 1,880,000 343,000 D 515,500 ·n

Ansatz.

Fr. 2,738,500

Fr. 95,847

B. 1897 Fr. 92,883. -- R. 1896 ,, 74,928. -

Der erhöhte Ansatz ist durch die in der Staatsrechnung für das Jahr 1896 ausgewiesene Vermehrung des Kapitalanschlages bedingt.

10. Postgebäude.

Bauplätze. Kapitalanschlag. Ansatz.

a. Genf (zwei Gebäude) .

--. Lausanne b. Vernex-Montreux . .

c. Sitten --. Freiburg d. Neuenburg e . Bern (Va) . . . .

f. Interlaken g. Spiez (Remise) . . .

/i. Thun i. Meiringen fc. Glovelier (Remise). .

l. Solothurn m. Liestal n. Luzern --. Zürich --. Schaffhausen o. Winterthur --. Frauenfeld p. St. Gallen q. Glarus r. Chur

.

1,030,000 .

200,000 .

.

.

1,631,000 200,000 50,000

2,605,000 -- 141,300 212,000 -- 1,216,000 519,000 191,500 4,400 395,700 85,000 15,200 522,600 187,800 653,700 -- -- 441,000 -- 926,000 298,000 318,000

3,111,000 B. 1897 Fr. 253,214. -- 242,010. -- R. 1896

8,732,200

305,627

668

Von der Vermehrung im Betrage von Fr. 52,413 entfällt der Hauptteil auf das Postgebäude in Neuenburg.

Kapitalanschlag.

11. Telephongebäude in Zürich . . Fr. 229,000 B. 1897 R. 1896

Fr. 8015. -- ,, 8015. -- .Kapitalanschlag.

12. Werkstattgebäude in Zürich B. 1897 R. 1896

. . Fr. 55,800

Kapitalanschlag.

Ansatz.

Fr. 450

Fr. 450. -- ,, 450. -- Kapitalanschlag.

Ansatz.

Fr. 192,000

Fr. 6720

14. Münzgebände

Ad H--44.

Ansatz.

Fr. 500

Fr. 500. -- ,, 500. --

13. Werkstattgebäude in Thun . . . Fr. 29,000 B. 1897 R. 1896

Ansatz.

Fr. 8015

B. 1897 Fr. 6720. -- R. 1896 ,, 66720. -- Ohne Veränderung.

B. Kapitalien.

1. Angelegte Kapitalien.

a. Wertschriften b. Bankdepositen

c. Wechsel

) Kapitalanschlag.

Ansatz.

i Fr. 40,000,000 Fr. 1,150,000

J B. 1897 Fr. 1,190,000. -- R. 1896 ,, 1,234,117. 43 Als Grundlage zu unserer Berechnung nehmen wir, wie gewohnt, die bei Aufstellung des Budgets vorhandenen Bestände der Kapitalanlagen an, welche in abgerundeten Summen folgende sind:

669

a. Wertschriften b. Bankdepositen c. Wechsel

Fr. 34,000,000 ,, 7,000,000 ,, 7,000,000 Total

Fr. 48,000,000

Diese Bestände werden indessen auf Ende laufenden Rechnungsjahres voraussichtlich eine Reduktion von cirka 8 Millionen erfahren, nämlich : 1. Für feste Anlage der Guthaben der verschiedenen Spécialfonds Fr. 1,000,000 2. Für die erfahrungsgemäß auf Jahresschluß sich mehrenden Ansprüche an die Bundeskasse . ,, 2,000,000 3. Für Zuweisung von Wertsehriften an den ,,Specialfonds für Versicherungszwecke" im Betrage von 5 Millionen Franken, welche hierfür zufolge Bundesbeschluß vom 29. Juni 1897 aus dem Rechnungsüberschuß pro 1896 ausgeschieden worden sind ,, 5,000,000 Fr. 8,000,000 Wir kürzen die Posten \ und 3 auf dem Titel ,,Wertschriften", den Posten 2 dagegen zur Hälfte auf ,,Bankdepositen"1 und ,,Wechsel11.

Als mutmaßlichen Ertrag bringen wir die Ansätze für daa laufende Jahr in Anschlag, nämlich 3,25 °/o für Wertschriften und 2 °/o für Bankdepositen und Wechsel. Der mittlere Ertrag des Wertschriftenportefeuilles betrug zwar pro 1896 ohne Berücksichtigung der Abschreibungen 3,64 °/o ; allein wir gedenken, dem wiederholt ausgesprochenen Grundsatze gemäß auch weiterhin alljährlich einen kleinen Prozentsatz des Ertrages für Kursabschreibungen zu verwenden, um derart den sich folgenden Zinsreduktionen speciell auf allererstklassigen Staatspapieren Rechnung zu tragen. Für Baukdepositen und Wechsel scheint, trotzdem die Verzinsung des mittleren Anlagekapitals für das verflossene Rechnungsjahr 2,sa °/o, beziehungsweise 2,94 °/o betrug, eine Erhöhung des Ansatzes von 2 °/o mit Rücksicht auf die Schwankungen des Zinsfußes für diese beiden Anlagearten nicht gerechtfertigt zu sein.

Wir kommen sonach a. Wertsehriften . .

b. Bankdepositen .

c. Wechsel . . .

zu folgender Wahrscheinlichkeitsrechnung : Fr. 28,000,000 à 3,25 °/o Fr. 910,000 ,, 6,000,000 à 2 °/o ,, 120,000 ,, 6,000,000 à 2 °/o ,, 120,000 Fr. 1,150,000

670 Bringen wir hiervon des weitem die Zinse für Passivkapitalien (siehe Seite 706) mit Fr. 100,000 in Abzug, so ergiebt sich ein mutmaßlicher Nettoertrag von Fr. 1,050,000.

2. Betriebskapitalien.

a.

b.

c.

d.

e.

f.

g.

h.

i.

Pul verver waltung Pferderegieanstalt Konstruktionswerkstätte . . .

Munitionsfabrik Waffenfabrik Liegenschaftsverwaltung in Thun Munzverwaltung Postverwaltung Telegraphenverwaltung : 1. Inventar . . Fr. 5,768,289 2. Bauconto* . ,, 8,013,000

Kapitalanschlag.

Ansatz.

Fr.

941,834 Fr. 32,965 ,, 673,186 ,, 23,561 ,, 197,908 ,, 6,927 ,, 1,259,317 44,076 ,, 107,243 ,, 3,754 ,, 5,405 ,, 189 ,, 91,889 ,, 3,216 ,, 3,732,124 ,, 130,625

,, 13,781,289 ,, 518,455 Fr. 20,790,195 Fr. 763,768 B. 1897 Fr. 640,520. -- R. 1896 ,, 572,895. 45 Die bisherige 3 Va % Verzinsung bleibt unverändert. Die Ver·mehrung gegenüber dem diesjährigen Voranschlag beträgt Fr. 46,047 und gegenüber der Rechnung pro 1896 Fr. 113,672.

* Mutmaßlicher Betrag auf 1. Januar 1898 nach den Berechnungen der Telegraphenverwaltung auf Seite 969 hiernach.

671

Zweiter Abschnitt.

Allgemeine Verwaltung.

A. Bundeskanzlei.

1. Stenographisches Bulletin Fr. 12,000 2. Übrige Einnahmen : a. Bundesblatt Fr. 11,600 b . Militärverordnungsblatt . . . ,, 2,000 c. Andere Drucksachen etc. . . ,, 2,000 d. Legalisationen ,, 1,500 * 17llQ° Fr. 29,100 B. 1897 R. 1896

Fr. 29,000. -- ,, .22,199. 39

Ad i. Es werden drei Sessionen zu je 60 Druckbogen angenommen.

B. Bundesgericht B. 1897 R. 1896

Fr. 25,000 Fr. 22,000. -- ,, 31,126. 88

An dem Resultat der Jahresrechnung 1896 hat, wie im Bericht auseinandergesetzt ist, auch eine Änderung in der Buchführung mitgewirkt. Pro 1897 werden die Einnahmen kaum diesen Betrag erreichen. Immerhin bedingt das stete Anwachsen der Geschäfte auch eine Vermehrung der Einnahmen, so dalJ im Jahre 1898 der ausgesetzte Betrag von Fr. 25,000 jedenfalls erreicht werden wird.

Bnadesblatt. 49. Jahrg. Bd. IV.

48

672

Dritter Abschnitt.

Departeinente.

A. Politisches Departement.

I. Politische Abteilung.

Bewilligungen zur Erwerbung des Schweizerbüvgerrechts B. 1897 Fr. 24,000. -- R. 1896 ,, 33,495. --

Fr. 30,000

II. Auswanderungswesen, A d m i n i s t r a t i v e Sektion.

Gebühren und Bußen

Fr. 1500

B. 1897 Fr. 1500. -- R. 1896 ,, 1840. -- Unverändert.

B. Departement des Innern.

Gesundheitsamt.

MedizinalprUfungs- und Diplomgebßhren ß. 1897 Fr. 6000. -- R. 1896 ,, 5240. --

Fr. 6000

673 C. Justiz- und Polizeidepartement.

I. Justiz- und Polizeiwesen.

Bußen aus Strafprozessen B. 1897 R. 1896

Fr. 900 Fr. 900. -- ,, 1291. 87

Wie im Vorjahre.

II. Versicherungswesen.

1. Staatsgebühren der konzessionierten Versicherungsgesellschaften B. 1897 Fr. 38,000. -- R. 1896 ,, 41,404. 90 2. Erlös aus dem Verkauf von Berichten des Versicherungsamtes B. 1897 Fr. 2000. -- R. 1896 ,, 2189. T)

Fr. 41,000

Fr. 2000

III. Amt für geistiges Eigentum.

1. Erfindungspatente.

a.

l).

c.

d.

e.

Hinterlegungsgebühren Fr. 48,000 Jahresgebühren ,, 232,000 Gebühren für Modellvergleichungen . . . . ,, 8,000 Verkauf von Patentschriften ,, 5,000 Verschiedenes ,, 1,000 Fr. 294,000 B. 1897 R. 1896

Fr. 251,000. -- ,, 268,297. 90

Unsere Sehätzungen stützen sich, wie gewohnt, auf die bisher gemachten Erfahrungen und speciell auf die ersten acht Monate des Jahres 1897.

2. Fabrik- und Handelsmarken B. 1897 R. 1896

Fr. 18,000. -- ,, 21,024. 80

Fr. 22,000

674

Die Vermehrung von Fr. 4000 gegenüber dem Vorjahr fußt auf dem Ergebnis der ersten acht Monate des Jahres 1897.

3. Litteratur und Kunst B. 1897 R. 1896 Unverändert.

4. Muster und Modelle B. 1897 R. 1896 Unverändert.

Fr. 400

Fr. 400. -- ,, 482. 20

Fr. 5000 Fr. 5000. -- ,, 4723. 75

D. Militärdepartement.

1. Halbe Militärpflichtersatzsteuer Fr. 1,500,000 B. 1897 Fr. 1,450,000. -- R. 1896 ,, 1,537,658. 38 Gestützt auf das Rechnungsergebnis des letzten Jahres und mit Rücksicht auf das Wegfallen der Cadresvorkurse des Landsturms erhöhen wir diese Rubrik neuerdings um Fr. 50,000.

2. Reinertrag des Pulverregals Fr. 180,000 B. 1897 Fr. 126,000. -- R. 1896 ,, 194,990. 02 Vide die Ausführungen zum Ausgabenbudget Seite 883 auf 886.

3. Munitionsdepot

Fr. 15,000

(Preisdifferenz auf den nach dem Ausland gesandten Gewehr- und Revolverpatronen. Verzugszinse.)

B. 1897 Fr. 10,000. -- R. 1896 ,, 16,082. 05 Mit Rücksicht auf die stetige Zunahme des Exports schweizerischer Ordonnanzmunition und das Rechnungsergebnis vom letzten Jahre erhöhen wir diesen Posten um Fr. 5000.

675

4. Kavalleriepferde B. 1897 R. 1896

Fr. 629,150 Fr. 571,150. -- ,, 664,804. --

Es werden in Rechnung gebracht: 1. 520 Rekrutenpferde à Fr. 780 per Stück inkl. Steigerung (Rechnungsergebnis im Vorjahre Fr. 786) . . Fr. 405,600 2. 280 Ersatzpferde, durchschnittlich à Fr. 530 (Rechnungsergebnis im Vorjahre Fr. 533) . .

,, 148,400 3. 35 an Offiziere (inkl. Aspiranten) und zu Zuchtzwecken etc. verkaufte Pferde à Fr 690 (Rechnungsergebnis im Vorjahre Fr. 691) . . . .

,, 24,150 4. 20 an Landwehrkavalleristen verkaufte Pferde à Fr. 170 (Rechnungsergebnis im Vorjahre Fr. 175) ,, 3,400 5. 120 ausgemusterte Pferde à Fr. 350 (Rechnungsergebnis im Vorjahre Fr. 348) ,, 42,000 6. 80 abgeschlachtete Pferde à Fr, 70 (Rechnungsergebnis im Vorjahre Fr. 74) ,, 5,600 Fr. 629,150 Die Rechnungsergebnisse des Vorjahres gestatten die Erhöhung der Durchschnittspreise, woraus sich die Vermehrung des Einnahmepostens ergiebt. Ferner wurden 70 Ersatzpferde mehr in Rechnung gestellt, als unter der Rubrik .,,Ankauf* vorgesehen sind. Gegen diese 70 Pferde werden die betreffenden Reiter ihre bisherigen Pferde, die, ohne dienstuntauglich zu sein, ihnen aus verschiedenen Gründen nicht passen, an den Bund zurückgeben und dann werden diese Pferde wieder an andere Reiter abgegeben. Es handelt sich also hier mehr um einen Austausch als um einen eigentlichen Ersatz.

Bei Ziffer 3 ist der Durchschnittspreis etwas niedrig, was davon herrührt, daß dort die Pferde inbegriffen sind, welche von ihren bisherigen, nun zur Brevetierung vorgeschlagenen Reitern am Schluß der Ofiizierbildungsschule als Dienstpferde erworben werden, wobei nur eine kleine Nachzahlung zu leisten ist, weil sie die eine Hälfte der Pferdeschatzung schon bei der Übernahme als Mannschaftspferd bezahlt hatten.

5. Réglemente, Ordonnanzen und Formularien .

B. 1897 R. 1896 Wie im Vorjahre.

Fr. 2000. -- ,, 2488. 65

. . Fr. 2000

676

6. DienstbUchlein

Fr. 1500

B. 1897 R. 1896 Wie im Vorjahre.

Fr. 1500. -- ,, 1950. 65

7. Topographisches Bureau B. 1897 R. 1896

Fr. 46,500 Fr. 53,500. -- ,, 74,506. 53

a. Die B e i t r ä g e , w e l c h e die K a n t o n e an die Erstellung des Siegfriedatlas zu leisten haben, sind bis auf kleinere Abrechnungen, welche nicht budgetiert werden können, gemäß Verträgen geleistet und fallen pro 1898 weg. Verminderung gegenüber 1897: Fr. 9000 Fr. -- b . B e i t r ä g e v o n eidg. V e r w a l t u n g e n : 1. Departement des Innern für die Forsttriangulation Fr. 15,000 2. EidgenössischesOberbauinspektorat für Pegel- und Flußnivellemeats . ,, 3,500 3. Eidgenössische geodätische Kommission für Erhaltung und Versicherung der Höhenfixpunkte . ,, 3,000 ,, 21,500 c. V e r k a u f der e i d g . K a r t e n w e r k e . . . ,, 25,000 Der Erlös hat sich in den letzten Jahroii gehoben, so daß eine Erhöhung des Postens um Fr. 2000 gerechtfertigt ist.

d. R ü c k v e r g ü t u n g der B o d e n s e e u f e r s t a a t e n ,, -- Fr. 46,500

8. Verschiedenes

Fr. 1000 B. 1897 R. 1896

Fr. 1,000. -- ,, 12,420. 29

Wie im Vorjahre.

9. Pulververwaltung B. 1897 R. 1896

Fr. 1,344,530 Fr. 1,234,787. -- ,, 1,206,881. 44

677

Die Einnahmen bestehen: 1. A u s dem P u l v e r v e r k a u f : 10,000 kg. Jagdpulver à Fr. 3. 40 . Fr. 34,000 340,000 ,, Sprengpulver à Fr. 1. 60 ,, 544,000 100,000 ,, Weißpulver à Fr. 7. 10 ,, 710,000 Fr. 1,288,000 2. Aus Zinsen von u n t e r m i e t e t e n Liegenschaften: I. Bezirk Fr. 800 H./UI.

,, ,, 67 IV. ,, ,,190 Kriegspulverfabrik ,, 1980 3. Aus V e r s c h i e d e n e m : Schwarzpulverfabrikation Weißpulverfabrikation

,,

3,037

,,

493

,,

53,000

Fr. 143 ,, 350

4. I n v e n t a r a n s c h a f f u n g e n : Schwarzpulverfabrikation Fr. 3,000 Weißpulverfabrikation 50,000 Fr. 1,344,530 Ad i. Der Preis des Weißpulvers mußte gegenüber dem Vorjahre von Fr. 6. 95 auf Fr. 7. 10 erhöht werden, entsprechend der Erhöhung des Betriebskapitalzinses um Fr. 8502, welche Erhöhung eine Folge des um den sogenannten eisernen Bestand von 60,000 kg.

vermehrten Pulverbestandes ist.

Die Einnahmen aus Schwarzpulver werden um Fr. 40,000 höher angesetzt, gemäß dem Rechnungsergebnis des Vorjahres.

Ad 2. Die Mietzinse haben sich um Fr. 1100 vermehrt, und zwar werden Fr. 500 von der Post- und Telegraphenverwaltung für das in der alten Papierfabrik untergebrachte Postbureau eingenommen, ferner Fr. 550 Wohnungsmiete für die Post- und Telegraphenhalterin und Fr. 50 von der Schulgemeinde Ittingeu für derselben vorübergehend zu Schulzwecken eingeräumte Lokale.

Ad 4.

figuriert.

Begründung vide ,,Ausgaben*, wo der gleiche Posten

678

10. Pferderegieanstalt B. 1897 B, 1896

Fr. 598,942 Fr. 549,083. -- ,, 565,616. 70

a. M i e t g e l d ev Fr. 315,000 b. V e r g ü t u n g e n für im D i e n s t beschädigte, u m g e s t a n d e n e oder a u s r a n g i e r t e Pferde ,, 60,000 C. Erlös von an Offiziere v e r k a u f t e n P f e r d e n ,, 55,000 d. I n v e n t a r v e r m e h r u n g ,, 35,000 e. V e r s c h i e d e n e s ,, 70,000 f. Z u s c h u ß der M i l i t ä r v e r w a l t u n g . . ,, 63,942 Fr. 598,942 Ad a. Wir berechnen wie letztes Jahr: 500 Pferde mit durchschnittlich 180 Diensttagen = 90,000 Dienstlage à Fr. 3. 50 = Fr. 315,000.

Ad b. Gestützt auf das Rechnungsergebnis der zwei letzten Jahre Fr. 60,000.

Ad e.

Gleich wie letztes Jahr Fr. 55,000.

Ad d. Dieser Posten wird berechnet wie folgt: Ausgabenrubrik: Inventaranschaffungen Fr. 175,000 Hiervon gehen ab : Obige Posten sub b und c . . . . Fr. 115,000 Verminderung auf dem Inventarwert der altern Pferde ,, 25,000 ,, 140,000 Somit mutmaßliche Inventarvermehrung um Fr.

35,000

Ad e. Diese Rubrik enthält die mutmaßlichen Einnahmen für Verpflegung der Kuranstalts-, Offiziers- und Instruktorenpferde, für Fouragevergütung vom eidgenössischen Hengstendepot und dem Depot der Artillerie-Bundespferde; für Beschlägvergütung durch Schulen und Offiziere, durch Hengstendepot, Fohlenhof und ArtillerieBundespferde; für Düngererlös, sowie Kostenanteil an die Besoldung des Beschlaglehrers etc.

Ad f. Wir verweisen zur Begründung auf unsere bezüglichen Ausführungen im Budget der Ausgabenrubrik 17. S. 882.

679

Fr. 430,710

11 Konstruktionswßrkstätte B. 1897 R. 1896

Fr. 370,700. -- ,, 395,404. 21

D. u. E. Bewaffnung und Ausrüstung.

III. A u s r ü s t u n g s g e g e n s t ä n d e : b. Pferdeausrüstung : 700 Sattelbäume à Fr. 21. 50 Fr.

D. u. J. Kriegsmaterial.

2. N e u a n s c h a f f u n g e n : a. Stäbe: 8 Mimeographenkisten à Fr. 50 . Fr.

400 4 r .Bureaukisten à Fr. 200 . . . ,, 800 3 Blachen für die Fuhrwerke des Armeestabes à Fr. 90 . . . ,, 270 ïj

15,050

n

1 470

n

197 4^0

Jvìf CLYlf PVÌ.& *

97 Infanteriecaissons à Fr. 1250 Fr. 121,250 104 Wagenwinden à Fr. 60 . . ,, 6,240 c. Kavallerie: 4 Kavalleriecaissons à Fr. 1250 72 Munitionskisten à Fr. 6. 60 .

Fr.

,,

5,000 475

d. Artillerie: Anbringung von Bremsrollen an den Vorralsrädern der Artilleriecaissons .

Fr. 6,000 Sattelbäume ,, 5,000 Vorratsbestandteile für Artillerie . ,, 10,000 6 Fahrschulfuhrwerke des Armeetrains . .

,, 7,500 250 Vorratshemmseile à Fr. 14. 50 ,, 3,625 e. Genie : Anschaffung von Holzvorräten . Fr. 3,000 Bearbeitung vorhandener Holzvorräte _ 3,000 VervollständigungdesBaumaterials ,, 10,000 Ergänzung der Sehanzzeugvorräte ,, 2,500

·n

-n

·n

Übertrag

K 47*

09 -i o.^

*i ß £fin

Fr. 200,110

680

Übertrag f. Sanität: 100 Feldtragbahren, als Ersatz für abgehende, à Fr. 45 g. Verwaltung : 10 Gerätschaftswagen à Fr. 3600 h. Allgemeines Corpsmaterial: Verbesserung an bestehendem Material Depotpackkisten

,,

4,500

. . . .

,,

36,000

Fr. 40,000 ,, 5.600 ~~

,,

45,600

,,

24,500

J. 4. Feslungsmalerial: a. St. G o t t h a r d : Armierung der Forts: Reserveteile für Geschütze Fr.

2 8,4 cm. Bronzerohre nebst l Reserverohr, Lafettierungen, Geschützzubchör,Brsatzhesland teile ' etc. f ü r C:iponniej'e . . . . ,, b. St. M a u r i c e : Armierung der Forts: Reserveteile für Geschütze, Lafetten etc. .

Verbesserung an bestehendem Material : Beschaffung von 2 Protzen für lange 10,5 cm. à Fr. 500 .

Bettungseinlagen samt Pivots, Holzklotzsortimenten und Seitenrichtskala . . . .

Fr. 200,110

5,000

3,500

,,

5,000

,,

1,000

,,

10,000

2 . R e p a r a t u r e n u n d L i e f e r u n g e n etc. f ü r Schulen, Depots, kantonale Verwaltungen und Private, sowie Unvorhergesehenes 3. I n v e n t a r v e r m e h r u n g

,, 100,000 ,, 20,000 Fr. 430,710

681

12. Munitionsfabrik B. 1897 R. 1896 a.

J>.

c.

a.

Fr. 3,365,000 Fr. 3,438,000. -- ,, 3,802,533. 82

Munition für Handfeuerwaffen Artilleriemunition Inventarvermehrung laventarerlös

Fr. 2,059,500 ,, 1,280,500 ,, .25,000 Fr. 3,365,000

a. M u n i t i o n für H a n d f e u e r w a f f e n .

1. Für 20,000,000 4,000,000 100,000 100,000 1,500,000 100,000 20,000 60,000

Schulen und Kurse und Verkaufsmunitiou : scharfe Patronen, 7,5 mm., °/oo à Fr. 85 Fr. 1,700,000 blinde Patronen, 7,5 mm., °/oo à Fr. 70 ,, 280,000 scharfe Patronen, 10,4mm., für Kadetten, °/oo à Fr. 50 ,, 5,000 blinde Patronen, 10,4 mm., für Kadetten, o/oo à Fr. 47 ,, 4,700 scharfe Revolverpatrouen, 7,5 mm., °/oo à Fr. 40 ,, 60,000 scharfe Revolverpatronen, 10,4 mm., %o à Fr. 40 ,, 4,000 blinde Revolverpatronen, 7,5 mm. und 10,4 mm., °/oo à Fr. 40 . . . . ,, 800 Manipulierpatronen, 7,5 mm., pro Lader à 6 Stück Fr. -- . 5 0 ,, 5,
b. A r t i l l e r i e m u n i t i o n .

1. Für Schulen und Kurse, Versuchsmunition und Vermehrung der Munitionsdotation : 7,5 cm. Munition Fr.

27,035 8,4 cm.

,, ,, 652,6(54 12 cm.

,, ,, 299,259 10,5cm.

,, ,, 8,880 5,3 cm.

,, ,, 45,130 Zündungen ,, 5,540 Versuchsmunition ,, 80,012 Ergänzung des Rohgeschoßdepots Thun . . . . ,, 40,000 Übertrag

Fr. 1,158,520

682 Übertrag 2. Laut Materialbudget: Munition für St. G o t t h a r d : Ersatz von 1050 8,4 cm. Ringgranaten durch Shrapnels Ersatz von 880 5,3 cm. Granaten und Shrapnels alter Ordonnanz durch Shrapnels mit Tempierzünder Munition für St. M a u r i c e : Vermehrung der Festungsartilleriemunition . .

Blechbüchsen zum Schutze der Munition gegen Feuchtigkeit

c. I n v e n t a r V e r m e h r u n g

13. Waffenfabrik

Fr. 1,158,520

28,530

,,

58,450

,, 35,000 Fr. 1,280,500 Fr. 25,000

Fr. 1,685,000 B. 1897 R. 1896

Fr. 1,510,000. -- ,, 1,487,060. 21

~

1. Von e i d g e n ö s s i s c h e n V e r w a l t u n g e n .

15,500 Gewehre, Modell 1889/96, à Fr. 91 Fr. 1,410,500 250 Karabiner, Modell 1893, à Fr. 90 ,, 22,500 500 Revolver, Modell 1882, à Fr. 45 ,, 22,500 Einzelne Waffen, Bestandteile und Lehren ,, 55,000 Reparaturen und Verschiedenes . . ,, 25,000 Fr. 1,535,500 2. Von k a n t o n a l e n V e r w a l t u n g e n .

Einzelne Waffen, Bestandteile und Lehren Fr. 25,000 Reparaturen und Verschiedenes . . .

20,000 ,, 45,000 3. Von P r i v a t e n .

Einzelne Waffen, Bestandteile und Lehren Fr. 75,000 Reparaturen und Verschiedenes . ,, 10,000 ,, 85,000 4. I n v e n t a r e r l ö s ,, 200 5. I n v e n t a r v e r m e h r u n g ,, 19,300 Fr. 1,685,000

683 Dem Einnahmenbudget ist zu Grunde gelegt: Ad i. Die Erstellung von 13,000 Gewehren, Modell 1889/96, für Rekruten, 2500 Gewehren, Modell 1889/96, für Specialzwecke, 250 Karabiner, Modell 1893, für Rekruten, 500 Revolver, Modell 1882, für Offiziere, und die Lieferung einzelner Waffen, Bestandteile, Reparaturen und Verschiedenes an eidgenössische Verwaltungen.

Ad 2 und 3. Die Lieferung von einzelnen Waffen, Bestandteilen, Reparaturen und Verschiedenem an kantonale Verwaltungen und an Private.

Ad 5. Die Inventarvermehrung ist bedingt durch eventuelle Ergänzung des Maschineninventars und der Einrichtungen, sowie der Bestandteilreserve.

Rekapitulation.

1. Halbe Militärpflichtersatzsteuer 2. Reinertrag des Pulverregals 3. Munitionsdepot 4. Kavalleriepferde 5. Réglemente, Ordonnanzen und Formularien.

6. Dienstbüchlein 7. Topographisches Bureau 8. Verschiedenes 9. Pul ver Verwaltung . . .

Fr. 1,344,530 1 0 . Pferderegieanstalt . . .

^ 598,942 11. Konstruktionawerkstätte .

,, 430,710 1 2 . Munitionsfabrik . . . . f l 3,365,000 13. Waffenfabrik ,, 1,685,000

Fr. 1,500,000 ,, 180,000 ,, 15,000 ,, 629,150 ,, 2,000 ,, 1,500 ,, 46,500 ,, 1,000

Fr. 7,424,182

Fr. 2,375,150

684

E. Finanz- und Zolldepartement.

I. Finanzrerwaltung.

1. Banknotenkontrolle.

Banknotengebühr von l %o auf der durchschnittlichen Emissionssumme Fr. 210,000 B. 1897 Fr. 190,000. -- R. 1896 ,, 197,310. 30 Die bis Ende September laufenden Jahres den Emissionsbanken konzedierte Summe erreicht nunmehr die hohe Ziffer von Franken 220,250,000; wir glauben deshalb einen Ansatz von Fr. 210,000 in das Budget einstellen zu dürfen.

2. Münzverwaltung.

a. P r ä g u n g von Münzen.

400,000 Zwanzigfrankenstücke Fr. 8,000,000 500,000 Zwanzigrappenstücke ,, 100,000 1,000,000 Zehnrappenstücke. . ,, 100,000 2,500,000 Fünfrappenstucke. . ,, 125,000 500,000 Zweirappenstücke. . ,, 10,000 1,500,000 Einrappenstücke . . ,, 15,000 Fr. 8,350,000 B. 1897 R. 1896

Fr. 8,175,000 ,, 8,200,000

b. W e r t z e i c h e n f a b r i k a t i o n . . . .

B. 1897 Fr. 33,000. -- R. 1896 ,, 36,398. 20

,,

37,000

c. N e b e n a r b e i t e n B. 1897 Fr. 1000. -- R. 1896 ,, 8309. 60

,,

1,000

d. I n v e n t a r v e r m e h r u n g ,, -- B. 1897 Fr.

-- R. 1896 ,, 6734. 02 Total der Einnahmen Fr. 8,388,000 B. 1897 R. 1896

Fr. 8,209,000. -- ,, 8,251,441. 82

685 Den vorgeschlagenen Ansätzen ist folgendes beizufügen : Ad a. Wir schlagen auch dieses Jahr wieder eine Goldprägung von 8 Millionen Franken vor, und zwar mittelst 400,000 Zwanzigfrankenstücken. Die Frage der Prägung von Zehnfrankenstücken ist zur Zeit schwebend. Mit dieser Prägung wird der Gesamtbetrag der von der Schweiz geprägten Goldmünzen auf 5L Millionen ansteigen.

Gesuche um Zusendung von Nickel- und Kupfermünzen langten fortwährend in solcher Menge ein, daß die Besteller in der Regel nicht ganz befriedigt werden konnten. Durch die budgetiertcn Nachpräguugen soll einem ähnlichen Mangel im künftigen Jahre abgeholfen werden können.

Ad b. Der Bedarf an Postmarken ist ebenfalls in stetem Zunehmen begriffen, so daß der gestützt auf die diesjährigen Einnahmen um Fr. 4000 erhöhte Ansatz gerechtfertigt erscheint.

Ad c. Mit Rücksicht auf die der Münzstätte bevorstehenden mannigfaltigen Ausmünzungen, welche eine Vermehrung des Arbeiterpersonals erheischen werden, kann von Übernahme bedeutende?

Nebenarbeiten nicht die Rede sein, weshalb der letztjährige Ansatz von Fr. 1000 unverändert bleibt.

II. Zollverwaltung.

Um den mutmaßlichen Ertrag, der Zolleinnahmen für das Jahr 1898 feststellen zu können, dürfte es geboten sein, auf die Wirkungen des gegenwärtigen, auf den 1. Februar 1892 in Kraft getretenen Zolltarifes einen Rückblick zu werfen. Wir lassen hierbei das Jahr 1892 außer Betracht, welches für die Beurteilung der finanziellen Wirkung unserer Zölle nicht als maßgebend angesehen werden kann.

Die Gesamtroheinnahmen der Zollverwaltung betrugen : im Jahre 1893 rund Fr. 38,380,000 ,, ,, 1894 ,, ,, 41,200,000 * ,, 1895 ,, ,, 43,280,000 * ,, 1896 ,, ,, 46,270,000 Die Zolleinnahmen des laufenden Jahres beziffern sich auf Ende August a u f rund . . . . F r . 29,700,000 Übertrag

Fr. 29,700,000

686 Übertrag Nimmt man für die 4 letzten Monate des Jahres die gleichen Einnahmen an, wie im Vorjahre, so ergäbe sich pro September/Dezember 1897 ein Ertrag von rund Mutmaßliches Total pro 1897 rund

Fr. 29,700,000

,, 17,500,000 Fr. 47,200,000

Budgetiert war proi!897 eine.Gesamteinnahme von Fr.42,500,000, es dürfte sich, gegenüber diesem Ansätze, im laufenden Jahre eine M e h r e i n n ä h m e von Fr. 4,700,000 ergeben.

Diese mutmaßliche Mehreinpahme glauben wir jedoch nicht als maßgebend betrachten zu können ; es wäre nach unserer Ansicht gewagt, die Einnahmen des letzten Jahres und den mutmaßlichen Ertrag der Zölle im laufenden Jahre als Grundlage für die Festsetzung der Zolleinnahmen im Jahre 1898 ohne weiteres anzunehmen.

Die von uns gemachten Erhebungen über die Mehr- und Mindereinnahmen der Zollverwaltung, welche allmonatlich im Bundesblatt publiziert werden, bieten keinen zuverlässigen Anhaltspunkt für die Beurteilung dieser Frage.

Wollengewebe, Kohlabak, Zucker, Wein, Weingeist und andere größere Konsumartikel weisen im Vergleich mit dem Vorjahre bald Mehr-, bald Mindereinnahmen auf. Mit Rücksicht auf die Schwankungen des Verkehrs und um allfällig eintretenden Rückschlägen in den Zollergebnissen zu begegnen, glauben wir, die Gesamteinnahmen der Zollverwaltung pro 1898 dicht höher als Fr. 46,000,000 budgetieren zu sollen.

Diese Gesamteinnahme würde sich mutmaßlich wie folgt auf die verschiedenen Rubriken des Einnahmenbudgets der Zollverwaltung verteilen : 1. Ertrag der Zölle.

a. E i n f u h r z ö l l e B. 1897 Fr. 42,091,000. -- R. Ib96 ,, 45,817,456. 89 b. A u s f u h r z ö l l e B. 1897 R. 1896

Fr. 45,571,000

,,

100,000

Fr. 100,000. -- ,, 113,147. 55 Übertrag Fr. 45,671,000

687 Übertrag

Fr. 45,671,000

2. Übrige Einnahmen der Zollverwaltung.

Gemäß nachstehender Übersicht litt, c--i . . .

Total der Roheinnahmen, wie oben B. 1897 Fr. 42,500,000. -- R. 1896 ,, 46,269,224. 71 Übersicht der Einnahmen eu Ziffer

,,

329,000

Fr. 46,000,000

2.

c. S t a t i s t i s c h e G e b ü h r e n B. 1897 Fr. 110,000. -- R. 1896 ,, 125,373. 70

Fr. 130,000

d. N i e d e r l a g s g e b ü h r e n B. 1897 Fr. 20,000. -- R. 1896 ,, 27,618. --

,,

20,000

e. B u ß e n a n t e i l e B. 1897 R. 1896

,,

13,000

f. O r d n u n g s b u ß e n B. 1897 Fr. 3000. -- R. 1896 ,, 3225. 62

,,

3,000

g. W a g g e b ü h r e n B. 1897 R. 1896

,,

3,000

,,

30,000

Fr. 13,000. -- ,, 8,994. 43

Fr. 3000. -- ,, 5418. 55

h. U n t e r m i e t e n B. 1897 Fr. 30,000. -- R. 1896 ,, 39,288. 58 *. V e r s c h i e d e n e s : 1. Erlös aus dem Verkauf von Zolltarifen, statistischen Tabellen, Zolldeklarationen etc.; Verbleiungsgebühren, vertragsmäßige Vergütungen etc.

Fr. 88,000 Übertrag Fr. 88,000 Bundesblatt. 49. Jahrg. Bd. IV.

Fr. 199,000 49

6«8

Übertrag 2. Beitrag der Alkoholverwaltung an die Kosten des Zolldienstes

Fr. 88,000 Fr. 199,000 ,, 42,000 ,,

B. 1897 R. 1896

Total II wie vorstehend B. 1897 R. 1896

130,000

Fr. 130,000. -- ,, 128,701. 39 Fr. 329,000

Fr. 309,000. -- ,, 338,620. 27

Die sub litt, c--i hiervor vorgesehenen Einnahmen geben uns zu den nachstehenden Bemerkungen Anlaß: Im Jahre 1896 erreichte der Ertrag der statistischen Gebühren die Summe von Fr. 125,373. 70. Wenn wir gleichwohl für das nächste Jahr den Betrag von Fr. 130,000 in den Voranschlag aufgenommen haben, so geschieht dies aus folgendem Grunde : Die Entrichtung der statistischen Gebühr erfolgt durch Aufkleben von Postmarken im schuldigen Betrage auf die Zolldeklarationen. Die hierzu erforderlichen Frankomarken werden von unseren Zollstellen bei der Post gekauft und bar bezahlt. Am Schluß eines jeden Jahres vergütet sodann die Postverwaltung der Bundeskasse zu gunsten der Zolleinnahmen den Gesamtertrag der statistischen Gebühren. Wenn nun im Budget der Zoll- und der Postverwaltung ein zu kleiner Betrag für das Ergebnis der 'statistischen Gebühren vorgesehen wird, sieht sich die Postverwalturig genötigt, ein Nachtragskreditbegehren zu stellen. Um diese Unzukömmlichkeiten zu vermeiden, werden wir in Zukunft für statistische Gebühren jeweilen eine genügend hohe Summe in den Voranschlag einstellen.

Der sub litt, i, 2, vorgesehene Beitrag der Alkoholverwaltung an die Kosten des Zolldienstes veranlaßt uns zu folgender Auseinandersetzung : In früheren Jahren hatte die Alkoholverwaltung für die Durchführung des Monopols der Zollverwaltung an die. Kosten des Zolldieustes einen f i x e n B e t r a g von Fr. 5 0 , 0 0 0 per au n um zu entrichten. Unter Berücksichtigung des verminderten Umsatzes der Alkoholverwaltung wurde diese Aversalentschädigung, allerdings ohne nähere Begründung, bereits im Budget pro 1896 auf Fr. 45,000 reduziert. Die Alkoholverwaltung hatte schon damals die Anregung gemacht, den in Frage stehenden Beitrag an die Kosten des Zolldienstes nach Prozenten der Einnahmen an Monopolgebühren und der Ausgaben für Exportvergütungen zu bemessen. Seitherige

689 Untersuchungen haben nun ergeben, daß e i n e E n t s c h ä d i g u n g v o n 5 °/o der genannten Gebühren und Vergütungen, w enn auch nicht vollständig, so doch annähernd die Summe von Fr. 45,000 ausmachen würde. Unser Finanz- und Zolldepartement hat daher folgendes verfügt: 1. Als Beitrag an die Kosten des Zolldienstes sind von der Alkoholverwaltung an die Zollverwaltung 5 °/o der Einnahmen an Monopolgebühren und der Ausgaben für Exportvergütungen zu entrichten.

2. Die Alkoholverwaltung hat jeweilen, sowohl für das Budget als für die Rechnung, die Zollverwaltung von den auszusetzenden Beträgen rechtzeitig zu verständigen.

Wir erachten daf'ür, daß diese Verfügung den Interessen der beiden genannten Verwaltungen in billiger Weise Rechnung trägt.

Die nächstjährige Leistung der Alkoholverwaltung ist im Einverständnis mit dieser letztern auf Fr. 42,000 budgetiert worden.

P. Handels-, Industrie- und Landwirtschaftsdepartement.

I. Handel.

Handeisamtsblatt und Handelsregistergebühren . .

B. 1897 Fr. 80,000. -- R. 1896 ,, 79,537. 63 Unverändert.

. Fr. 80,000

11. Landwirtschaft.

1. Landwirtschaftliche Versuchs- und Untersuchungsanstalten.

Untersuchungsgebühren Fr. 42,000 Dieser Posten erscheint pro 1898 erstmals im Budget der Abteilung Landwirtschaft. Er stutzt sich bekunntlich auf den Bundesbeschluß vom 26. März 1897 betreffend die landwirtschaftlichen Versuchsund Untersuchungsanstalten.

Übertrag Fr. 42,000

690 Übertrag 2. Pferdezucht.

Eidgenössisches Hengstendepot Der mutmaßliche Erlös an Sprunggeldern wird zu dem genannten Betrage veranschlagt. Pro 1896 wurden an Sprunggeldern Fr. 14,508 vereinnahmt, welcher Betrag indessen in den Einnahmen nicht gesondert aufgeführt wurde, sondern in der Schlußrechnung über das eidg. Hengstendepot enthalten ist.

Fr.

42,000

,,

20,000

3. Viehseuchenpolizei.

Tierärztliche Untersuchung der einzuführenden Tiere (Gebühren) 200,000 B B. 1897 Fr. 200,000. -- R. 1896 ,, 214,759. 05 Keine Bemerkung.

Total Einnahmen Fr. 262,000 B. 1897 Fr. 200,000. -- R. 1896 ,, 214,759. 05

III. Amt für Gold- und Silberwaren.

Eidgenössische Kontrollstempel, Legitimationskarten und Souchenregister Fr. 2500 B. 1897 Fr. 2500. -- R. 1896 fl 2306. 75 Wie im Vorjahre.

G. Post- und Eisenbahndepartement.

I. Eisenbahnwesen.

a. Pfandbuchgebllhren B. 1897 R. 1896

Fr. 4000 Fr. 18,000. -- ,, 1,703. 90

691 Größere Anleihenskonversionen sind pro 1898 nicht vorauszusehen, weshalb wir beantragen, den seit Jahren angenommenen Ansatz von Fr. 4000 einzustellen.

b. Konzessionsgeblihren der Eisenbahnen . . . . Fr. 300,000 B. 1897 Fr. 300,000. -- R. 1896 ,, 374,351. 02 Wie im Vorjahre. Es sind bis Ende September des laufenden Jahres an Konzessionsgebühren pro 1896 eingegangen, beziehungsweise festgesetzt, rund Fr. 258,000 und noch ausstehend diejenigen der Gießbachbahn und der Nordostbahn. Der Betrag der letztern hängt von der Erledigung einiger streitigen Punkte in den Rechnungen pro 1896 ab.

c. KonzessionsgebUhren der Dampfschiffe

Fr. 7000

B. 1897 Fr. 7000. -- R. 1896 ,, -- Die Konzessionsgebühren pro 1896 waren Ende September noch nicht festgesetzt. Es erscheint daher in Ermanglung genauerer Anhaltspunkte angezeigt, den letztjährigen Ansatz wieder aufzunehmen.

d. Verkauf von Drucksachen B. 1897 R. 1896 Wie im Vorjahre.

Fr. 400 Fr. 400. -- ,, 439. 90

II. Postverwaltung.

a. Reisende

Fr. 2,074,000 B. 1897 Fr. 2,060,000. -- R. 1896 ,, 1,910,479. 68

Die Einnahmen in den 6 Monaten Januar bis und mit Juni 1897 betragen Fr. 688,751. 96 diejenigen der 6 Monate Juli bis und mit Dezember 1896 betragen ,, 1,253,628. 67 Diese 12 Monate ergeben zusammen Fr. 1,942,380. 63

692 IQ diesem Totalbetrage sind cirka Fr. 8000 inbegriffen, die für 1898 wegfallen werden, da die betreffenden Postwagenkurse durch Eisenbahnen ersetzt worden sind oder höchst wahrscheinlich noch vor 1898 ersetzt werden. Dagegen darf anderseits eine Mehrpinnahme von annähernd FY. 35,000 auf solchen Kursen erwartet werden, die nach dem 1. Juli 1896 neu errichtet oder in einer Weise verbessert worden sind, daß auch der Ertrag sich steigert.

Ferner ist von den im Laufe des Jahres 1898 einzuführenden neuen Postkursen eine Einnahme von cirka Fr. 45,000 zu erwarten. Schließlich darf die wahrscheinliche Zunahme im Reisendenverkehr überhaupt wohl mit Fr. 60,000 angesetzt werden, namentlich wenn man in Betracht zieht, daß der Sommer 1896, dessen Ergebnisse oben zur Vergleichung und Aufstellung der Rechnung herangezogen sind, ganz ausnahmsweise regnerisch und daher für den Reisendenverkehr ungünstig war.

Die Berechnung der wahrscheinlichen Gesamteinnahmen im Jahre 1898 gestaltet sich nach dem Gesagten folgendermaßen : Einnahmen im II. Semester 1896 und im I. Semester 1897, rund Fr. 1,942,000 Mindereinnahmen wegen Aufhebung von Postkursen ,, 8,000 Fr. 1,934,000 ,, 80,000 ,, 60,000

Mehreinnahmen auf neuen Kursen Verkehrssteigerung Total

b. Wertzeichen

Fr. 2,074,000

. Fr. 25,525,000 B. 1897 R. 1896

Fr. 24,000,000. -- ,, 22,976,075. 57

Die Einnahmen aus dem Wertzeichenverkauf betragen in den Monaten Januar bis und mit August 1897 Fr. 15,731,756. 72, d. h.

Fr. 734,388. 95 mehr als im gleichen Zeiträume des Vorjahres.

Es erzeigt sich mithin in den 8 ersten Monaten des Jahres 1897 gegenüber der nämlichen Zeit des Jahres 1896 eine Zunuhme um 4,89 °/o. Wenn wir annehmen, die Zunahme um 4,89 °/o werde sich auf das ganze Jahr 1897 ausdehnen -- und es ist kein Grund vorhanden, der diese Annahme ausschließen würde -- so erhalten wir pro 1897 eine Einnahme von Fr. 24,099,605. Der pro 1997 budgetierte Ansatz von Fr. 24,000,000 wird demnach voraussichtlich um rund Fr. 100,000 überschritten werden.

698

Für das Jahr -1898 nehmen wir eine Zunahme um 5 °/o in Aussieht, was eine Vermehrung der Einnahmen um Fr. 1,205,000 ausmacht.

Seit dem 1. Januar 1897 wird für die Abgabe von Empfangscheinen für rekommandierte Briefe, Geldanweisungen und Einzugsmandate eine Taxe nicht mehr bezogen, sondern diese Scheine werden gratis verabfolgt. Diese Maßnahme hat die Mehreinnahme aus dem Wertzeichenverkauf im Jahr 1897 gegenüber 1896 im ungefähren Betrag von Fr. 220,000 ungünstig beeinflußt. Diese Wirkung verliert ihre Geltung für das Jahr 1898, d. h. die Mehreinnahme im Jahre 1898 gegenüber 1897 wird durch keine Taxreduktion , resp. keinen Taxausfall im Sinne der Verminderung beeinträchtigt werden, wie dies im Jahr 1897 gegenüber 1896 der Fall gewesen ist. Es ist daher, um die voraussichtliche Vermehrung pro 1898 gegenüber 1897 zu berechnen, zu der vorstehend angegebenen Summe von Fr. 1,205,000 derjenige Betrag zuzuzählen, um welchen die Gratisabgabe der Empfangscheine für rekommandierte Briefe. Geldanweisungen und Einzugsmandate die Zunahme 1896--1897 beeinträchtigt hat. Dieser Betrag beläuft sich, wie bereits angedeutet, auf cirka Fr. 220,000. Wir erhalten, gestützt auf diese Auseinandersetzungen, pro 1898 folgende Einnahme aus dem Wertzeichenverkaufe : Einnahme pro 1897 Fr. 24,100,000 Voraussichtliche Vermehrung 1898 (Fr. 1,205,000 -f 220,000) ,, 1,425,000 Total

c. Zeitschriften

Fr. 25,525,000

Fr. 1,100,000 B. 1897 R. 1896

Fr. 995,000. -- ,, 1,009,671. 38

Die Einnahmen der Monate Januar bis und mit Juni 1897 tragen Fr. 517,685. 51, diejenigen der Monate Juli bis und Dezember 1896 Fr. 519,937. 39, zusammen Fr. 1,037,622.

Die zu erwartende Verkehrszunahme gestattet es, den Ansata Fr. 1,100,000 zu stellen.

d. Briefposttransit

bemit 90.

auf

Fr. 262,000 B. 1897 R. 1896

Fr. 250,000. -- ,, 212,233. 62

«94 Im Jahr 1897 gelangen zur Verrechnung: a. die Einnahmen und Ausgaben, welche die reglementsgemäß im Mai 1896 erstellte und für die Jahre 1895, 1896 und 1897 maßgebende Statistik für 1896 herausgestellt hat, und b. die Differenzen, welche sich zwischen den provisorischen Zahlungen auf Rechnung des Jahres 1895 und den durch die genannte Statistik für dieses Jahr ermittelten Vergütungen ergeben haben.

Im Jahr 1898 gelangen somit die aus der mehrgenannteo Statistik für 1897 mit Fr. 261,659. 42 hervorgegangenen Einnahmen zur Verrechnung.

Da indessen die Rechnungen mit einigen asiatischen und australischen Postverwaltungen noch nicht endgültig abgeschlossen werden konnten, so wird der Voranschlag auf rund Fr. 262,000 angesetzt.

e. Saldoertrag der Abrechnungen mit ändern Transportanstalten B. 1897 Fr. 777,000. -- R. 1896 ,, 748,390. 55

Fr. 914,000

Diese Rubrik zerfällt in folgende Unterabteilungen: Budget 1897.

Bechnung 1896.

Fr.

40,000

44,122. 15

25,000

16,595. 95

12,000 650,000 50,000

11,869. 06 642,267. 61 33,535. 78

777,000

Fr.

748,390. 55

Einnahmen vom I. Semester 1897 und II. Semester 1896.

Fr.

Budget 1898.

Fr.

42,903. 15 1. Reisenden- nnd Gepäcktaxen 17,390. 45 3. Briefpost (ohne Transitgebühren) 12,097. 58 4. Geldanweisnngstaxen .

682,184. 27 5. Fahrpost 45,552. 90 6. Zahlungen verschiedener Verwaltungen für die internat. Bureaux .

20,000 12,000 782,000

800,128. 35

914,000

Total

50,000

50,000

Ad i. Wie in der Botschaft zum Voranschlag für 1897 näher angegeben worden ist, gehen diese Einnahmen hauptsächlich aus den durch die schweizerischen Eisenbahnstationen verkauften Postcoupons zu den sogenannten kombinier baren Rundreisebilleten hervor, sowie ferner aus den etwaigen Aktivsaldi, welche die Abrechnungen über die nach den italienischen Eisenbahnen, für die

695 Postkurse Schuls-Landeck und über die Bernina und umgekehrt ausgestellten Reisebillete und Gepäckscheine ergeben.

Nachdem die Einnahmen im Jahr 1896 bereits Fr. 44,000 überstiegen haben und der Verkauf der genannten Postcoupons stets im Zunehmen begriäen ist, wird der Ansatz pro 1898 auf Fr. 50,000 gestellt.

Ad 3. Die Ergebnisse von 1896 sowohl als auch diejenigen vom II. Semester 1896 /1. Semester 1897 lassen kaum eine erhebliche Steigerung dieser Einnahme erwarten, weshalb der Voranschlag auf Fr. 20,000 gestellt wird.

Ad 4. Diese Einnahme ergiebt sich aus den Abrechnungen mit denjenigen Ländern, welche mehr Anweisungen nach der Schweiz versenden, als sie aus letzterer erhalten. Da diesfalls eine Änderung von Belang nicht vorauszusehen ist, so wird der bisherige Ansatz von Fr. 12,000, welchen auch die Rechnung von 1896 bis auf einen ganz geringen Betrag erreicht hat, für 1898 beibehalten.

Ad 5. Die erhebliche Zunahme des Paketverkehrs mit dem Ausland -- im Jahr 1896 betrug dieselbe im Empfang rund 250,000 Stücke, und es ist kein Grund vorhanden, der eine solche Zunahme für die Jahre 1897 und 1898 ausschließen würde -- gestattet es, diesen Posten wesentlich höher zu setzen.

Ad 6. Diese Summe wird, wie gewohnt, auch in den Ausgaben gleichmäßig mit Fr. 50,000 figurieren.

f. Fach- und Lagergebühren

Fr. 105,000

B. 1897 Fr. 100,000. -- R. 1896 ,, 97,185. 45 Die Einnahmen im I. Semester 1897 betragen Fr. 50,509. 80, diejenigen im II. Semester 1896 beliefen sich auf Fr. 48,648. 55, zusammen Fr. 99,158. 35. Der Ansatz von Fr. 105,000 dürfte den zu erwartenden Einnahmen entsprechen.

g. KonzessionsgebUhren Fr. 700 B. 1897 Fr. 800. -- R. 1896 ,, 2597. 85 Das II. Semester 1896 und das I. Semester 1897 ergeben zusammen Fr. 693. 95. Unter Hinweisung auf die Botschaft zum Budget für 1897 wird für 1898 der Betrag von Fr. 700 aufgenommen.

96

h. Strafgelder und Bußen B. 1897 R. 1896

Fr. 1000 Fr. 1000. -- ,, 1074. 30

Wir nehmen den nämlichen Ansatz auf wie das letzte Jahr.

i. Wechselkursdifferenzen B. 1897 R. 1896

Fr. 80,000 Fr. 40,000. -- ,, 85,707. 50

Diese Einnahme rührt größtenteils von den Differenzen her 5 welche sich zwischen den jeweiligen Einzahlungskursen für Geldanweisungen nach Deutschland, Großbritannien, Amerika und ändern Ländern, in welchen nicht die Frankenwährung maßgebend ist, und den Abrechnungskursen ergeben. Das Rechnungsergebnis vom Jahr 1896, sowie die Wahrnehmungen in den zwei ersten Quartalen 1897 gestatten die Erwartung, die Einnahme werde im Jahr 1898 auf Fr. 80,000 ansteigen.

k. Untermiete von Lokalen B. 1897 R. 1896

Fr. 185,000 Fr. 165,000. -- ,, 146,158. 43

~~

Der Mietetat der Postverwaltung verzeigt gegenwärtig einen Bestand an Untermieten im Betrage von Fr. 171,153. 51. Für das Jahr 1898 ist noch eine etwelche Vermehrung vorauszusehen, weshalb wir eine Einnahme von Fr. 185,000 in Vorschlag bringen.

I. Besoldungsbeiträge

Fr. 133,500

B. 1897 Fr. 113,000. -- R. 1896 ,, 116,533. 03 Die Besoldungsbeiträge setzen sich hauptsächlich aus folgenden Posten zusammen : 1. Beitrag der Militärverwaltung an die Kosten des Militärpostbureaus in Thun Fr. 2,000 2. Zahlung der Telegraphenverwaltung für Besorgung des Telegraphendienstes durch Postpersonal bei verschiedenen vereinigten Post- und Telegraphenbureaux, cirka ,, 90,000 Übertrag

Fr. 92,000

697 Übertrag 3. Aversalentschädigung der Telegraphenverwaltung an die gemeinsamen Entschädigungen für Stellvertretung im Sonntagsdienst bei vereinigten Postund Telegraphenbureaux 4. Zahlung der Zollverwaltung für Mitwirkung der Post beim Zolldienst 5. Zahlung der deutschen Postverwaltung für Besorgung des deutsch-internen Postdienstes im badischen Bahnhof in Basel, cirka 6. Provisionen von Versicherungsanstalten und Ersparniskassen für Benutzung von Postmarken bei Einzahlung von Prämien, bezw. Spareinlagen, ca.

Fr. 92,000

,,

16,000

,,

10,000

^

13,000

,,

2,500

Total Fr. 133,500 Die Posten ad l, 3, 4 und 5 entsprechen den letztjährigen Ansätzen. Eine Änderung ist hier nicht vorauszusehen. Derjenige ad 2 ist um Fr. 20,000 höher angesetzt, weil infolge Vollziehung des letzten Alineas von Art. 4 des neuen Besoldungsgesetzes Zahlungen der Telegraphenverwaltung, die sie bisher dea Beamten direkt geleistet hat, in die Postkasse fallen werden. Der Posten ad 6 ist im Budget neu. Er figurierte bisher jeweilen nur in der Rechnung. Im Interesse der Vollständigkeit wird derselbe nunmehr auch in den Voranschlag aufgenommen.

m. Erlös aus verkauftem Material B. 1897 R.. 1896 Budget 1897.

Fr.

25,000 15,000 5,000 5,000 2,500 2,000 54,500

Fr. 53,000

Fr. 54,500. -- ,, 64,071. 21 Budget 1898.

Fr.

20,000 15,000 5,OÜO 8,500

Rechnung 1896.

Fr.

1.

2.

3.

4.

5 f ' 2,749. 76 <)l U3,596. 36 7.

28,600.

15,866.

4,728.

8,529.

56 99 17 37

64,071. 21

Dienstkleidungsmaterial . . .

Altes Trainmaterial . . . .

Postalische Drucksachen Makulatur Bureaumaterial (an Verwaltungen verkauft") und [ 2,500 Beiträge an Bureaukosteu .

2,000 Bureaumaterial Total

53,000

698 Ad i. Vom Jahre 1897 an werden den zur Traguog einer Uniform verpflichteten Postbediensteten der Postbureaux L, II. und III. Klasse Hosen und Gilets gratis geliefert. Infolge dieses Umstandes wird weniger Hosen- und Giletstoff (blaugrauer Satin") verkauft werden, weshalb die Herabsetzung des Postens von Fr. 25,000 auf Fr. 20,000 notwendig erscheint.

Die Posten ad 2, 3, 5, 6 und 7 entsprechen den letztjährigeo Ansätzen. Eine wesentliche Änderung wird da voraussichtlich nicht eintreten.

Den Posten ad 4 haben wir gegenüber dem Vorjahr um Fr. 3500 erhöht, gestützt auf das Rechnungsergebnis pro 1896, das voraussichtlich auch pro 1897 erreicht werden wird.

n. Vermehrung des Betriebsmaterials

Fr. 365,500

B. 1897 Fr. 157,000. -- R. 1896 ,, 332,017. 28 Bestand des Inventars am 31. Dezember 1896 Fr. 3,732,124. 46 Mutmaßliche Vermehrung im Jahre 1897 laut Budget ,, 157,000. -- Mutmaßlicher Inventarbestand auf 31. Dezember 1897

Fr. 3,889,124. 46

Wahrscheinlicher Zuwachs im J a h r 1898: a. Neue Wagen und Sehlitten Fr. 270,000 b. Neue Handkarren, Wagengarnituren und Fuhrwesenmaterial verschiedener Art ,, 113,000 c. Neue Bahnpostwagen . . ,, 109,000 d. Anschaffung von Mobiliar und Bureaugerätschaften . ,, 170,000 e. Anschaffung von Tüchern, Leinwand, Blusen etc. für Dienstkleidung ,, 393,500 ,,

1,055,500. --

Fr. 4,944,624. 46 Wahrscheinlicher Abgang im J a h r 1898: a. An Wagen und Schlitten . Fr. 70,000 Übertrag Fr. 70,000

Fr. 4,944,624. 46

699 Übertrag b. An Fuhrwesenmaterial, inkl.

Abnützung von 5 °/o auf Kat. III c. An Bahnpostwagen .

·d. An Mobiliar und Bureaugerätschaften, inkl. Abnützung auf Kat. III e. An Dienstkleidung . . .

Fr. 70,000 ,, ,,

Fr. 4,944,624. 46

90,000 70,000

,, 100,000 360,000

fl

,,

690,000. --

Mutmaßlicher Inventarbestand auf 31. Dezember 1898 Fr. 4,254,624. 46 Mutmaßlicher Inventarbestand auf 31. Dezember 1897 ,, 3,889,124. 46 Mutmaßliche Vermehrung im Jahre 1898

. Fr.

365,500. --

o. Verschiedenes

Fr. 22,300 B. 1897 R. 1896

Budget

Rechnung

14,000

13,862. 90

500 800 2,000

40. 25 1,252. 30 988. 64

4,700

3,502. 35

22,000

19,646. 44

1897.

Fr.

Fr. 22,000. -- ,, 19,646. 44 Budget

1896.

Fr.

1898.

Fr.

1. Vergütung für den Gebrauch v o n Postfuhrwerken . . . .

2. Rechnungsdifferenzen . . .

3. Erlös aus der Rebutsliquidation 4. Einnahmen auf nicht rückvergütbaren Geldanweisungen. .

5. Zufällige Einnahmen. . . .

.

Total

Die mutmaßlichen Einnahmen der Postverwaltung zusammen wie folgt: a. Reisende Fr.

b. Wertzeichen ,, c. Zeitschriften ,, d. Briefposttransit ,, ·e. Saldoertrag der Abrechnungen mit anderen Transportanstalten ,, Übertrag

14,000 500 1,300 2,000 4,500 22,300

fassen sich 2,074,000 25,525,000 1,100,000 262,000 914,000

Fr. 29,875,000

700

Übertrag f. Fach- und Lagergebühren g. Konzessionsgebühren h . Strafgelder u n d Bußen . . . . . . .

i. Wechselkursdifferenzen k. Untenniete von Lokalen 1. Besoldungsbeiträge m. Erlös aus verkauftem M a t e r i a l . . . . .

n. Vermehrung des Betriebsmaterials . .

o. Verschiedenes

Fr. 29,875,000 ,, 105,000 ,, 700 ,, 1,000 ,, 80,000 ,, 185,000 ,, 133,500 ,, 53,000 ,, 365,500 ^ 22,300

Total

Fr. 30,821,000

B. 1897 R. 1896

III.

Fr. 28,735,300. -- ,, 27,721,842. 29

Telegraphenverwaltung.

1. Ertrag der Telegramme B. 1897 R. 1896

Fr. 2,663,000 Fr. 2,670,200. -- ,, 2,594,224. 07

a. Interner Verkehr.

Der interne Telegrammverkehr blieb trotz der günstigeren Witterung im 1. Semester des laufenden Jahres wieder erheblich unter demjenigen im entsprechenden Zeiträume des Vorjahres zurück. Es muß daher auch für das 2. Semester ein Rückgang erwartet werden, so daß die Gesamtzahl der internen Depeschen im Jahre 1897 sich kaum höher als auf 1,700,000 stellen dürfte. Wie schon wiederholt bemerkt, ist diese fortgesetzte Abnahme der internen telegraphischen Korrespondenz, welche die Zahl der internen Telegramme bereits hinter diejenige des Jahres 1874 zurückgebracht hat, eine Folge der steten Entwicklung des Telephonnetzes, insbesondere der Vermehrung der interurbanen Verbindungen, wodurch die Benützung des Telephons, anstatt des Telegraphen, immer mehr erleichtert wird. Es steht daher auch für das Budgetjahr ein weiterer Rückgang zu erwarten, so daß im ganzen nicht mehr als 1,670,000 Telegramme angenommen werden dürfen oder, das Telegramm zu 65,7 Cts. berechnet, eine Einnahme von Fr. 1,097,190 Übertrag

Fr. 1,097,190

701 Übertrag Fr. 1,097,190 Hierzu kommen : Die Zuschlagstaxen für telephonische Vermittlung von Telegrammen (1896 Fr. 20,795. 80) ..

,, 23,000 4500 Phonogramme zu 30 Cts ',, 1,350 oder rund

Fr. 1,121,540 ,, 1,122,000

b. Internationaler Verkehr.

Mit Rücksicht auf das günstige Ergebnis im 1. Semester laufenden Jahres nehmen wir für das Jahr 1898 in Aussicht 1,500,000 Telegramme zu durchschnittlich 80 Cts. und somit eine Einnahme von Fr. 1,200,000 c. Transitverkehr.

Im 1. Semester 1897 zeigt der Transitverkehr eine erhebliche Zunahme gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres, so daß der Gesamtverkehr des laufenden Jahres sich voraussichtlich günstiger stellen wird, als im Budget vorgesehen wurde. Dennoch empfiehlt es sich, mit Rücksicht auf die Resultate einer Reihe früherer Jahre, auch für 1898 nicht mehr als die für das Vorjahr budgetierte Einnahme in den Voranschlag aufzunehmen, d. h. 5öO,000 Transitlelegramme zu 62 Cts Fr. 341,000 Der Gesamtertrag der Telegramme wäre somit folgender: n. Interner Verkehr Fr. 1,122,000 b. Internationaler Verkehr ,, 1,200,000 c. Transitverkehr ,, 341,000 Total

2. Telephon-Abonnementsgeblihren B. 1897 Fr. 1,900,000. -- R. 1896 ,, 1,665,806. 64 20,535 Abonnemente zu der Jahresgebühr der III.

Fr. 40 2312 Abonnemente treten mit 1. Juli 1897 in die II. und mit 1. Juli 1898 in die III. Periode, Betreffnis pro 1898 Fr. 55 Übertrag

Fr. 2,663,000

Fr. 2,093,000

Periode, also Fr. 821,400 ,, Fr.

127,160 948,560

702

Übertrag 2243 Abonnemente bezahlen vom 1. Januar 1898 an die Gebühr der II. Periode, Fr. 70 ...

1974 Abonnemente treten mit 1. Juli 1898 in die II. Periode, Jahresbetreffnis Fr. 85 2200 (mutmaßlich) im II. Semester 1897 abgeschlossene Abonnemente bezahlen pro 1898 die volle Jahresgebühr von Fr. 100 Für das Jahr 1898 werden 4000 neue Abonnemente angenommen mit durchschnittlich der halben Jahresgebühr der I. Periode oder Fr. 50 ...

Distanzzuschläge, Zusatzapparate und Zweigverbindungen Total oder rund

3. Gesprächstaxen

Fr.

948,560

,,

157,010

,,

167,790

,,

220,000

,,

200,000

,,

400,000

Fr. 2,093,360 ,, 2,093,000

Fr. 2,369,500

B. 1897 Fr. 2,177,000. -- R. 1896 ,, 1,621,602. 45 Gestützt auf das Ergebnis im 1. Semester 1897, das gegenüber demjenigen der vorjährigen 6 ersten Monate eine Vermehrung von 23,B °/o ergiebt, nehmen wir für das Jahr 1898 4,130,000 i n t e r u r b a n e Gespräche an, somit, das Gespräch zu 35 Cts., eine Einnahme von Fr. 1,445,500 An L o k a l g e s p r ä c h e n sind im Budget für 1897 durchschnittlich 560 per Abonnent angenommen worden. Das Ergebnis im 1. Semester weist eine nur unbedeutend geringere Frequenz auf, so daß der nämliche Durchschnitt auch dem Budgetansatz für 1898 zu Grunde gelegt werden kann.

Bei einer Abonnentenzahl von rund 33,000 ergiebt sich eine Gesamtzahl der Lokalgespräche von 18,480,000 und, zu 5 Cts. das Gespräch, eine Einnahme von 924,000 fl Total

Fr. 2,369,500

4. Beiträge von Gemeinden und Privaten . . . . Fr. 44,400 B. 1897 R. 1896

Fr. 40,200. -- ,, 47,799. 04

703

Schlußbeiträge von 15 Gemeinden Beiträge von 177 Gemeinden und Privaten für vor 1897 eröffnete Bureaux Für 10 Bureaux pro 1897 Für 10 Bureaux pro 1898 zu durchschnittlich der Hälfte des Beitrages von Fr. 50

Fr.

800

,, ,,

27,100 1,000

,,

500

,,

11,000

,,

4,000

Wegen ungenügendem Telegrammverkehr zu leistende Nachzahlungen von: 140 Gemeinden zu Fr. 50 ...

Fr. 7,000 40 Gemeinden zu Fr. 100 . . ,, 4,000 Garantiezahlungen von Gemeinden zur Deckung des ungenügenden Ertrages interurbaner Telephonverbindungen Total

5. Inventarvermehrung B. 1897 R. 1896

Fr. 44,400

Fr. 1,000,000 Fr. 1,000,000. -- ,, 1,027,375. 97

Die Inventarvermehrung, welche die auf das Jahr 1898 entfallenden Neuanschaffungen an Abonnentenstationen (5500), großem und kleinern Centralstationseinrichtungen, Zusatzapparaten, Bureaugerätsehaften und die Vermehrung des Linienbauvorratsmaterials zur Folge haben werden, dürfte sich auf die nämliche Höhe belaufen wie die für das laufende Jahr budgetierte Summe, somit auf Fr. 1,000,000

6. Verschiedenes

Fr. 175,000 B. 1897 R. 1896

Fr. 165,000. -- ,, 190,676. 18

Der Ertrag dieser Rubrik blieb im 1. Semester erheblich unter dem ausnahmsweise hohen des Vorjahres. Gleichwohl glauben wir, für 1898 gegenüber dem Ansatz des laufenden Jahres eine Vermehrung um Fr. 10,000 annehmen zu können, namentlich mit Rücksicht auf die immer zunehmenden Einnahmen aus den Stationsverlegungen und dem vermehrten Absatz alten Materials, und gelangen daher zu einer Einnahme von Fr. 175,000 Bundesblatt. 49. Jahrg. Bd. IV.

50

704

Die mutmaßlichen Einnahmen der Telegraphenverwaltung fassen sich demnach zusammen wie folgt: 1. Ertrag der Telegramme Fr. 2,663,000 2. Telephon-Abonnementsgebühren ,, 2,093,000 3. Gesprächstaxen ,, 2,369,500 4. Beiträge von Gemeinden und Privaten . . ,, 44,400 5. Inventarvermehrung ,, 1,000,000 6. Verschiedenes ,, 175,000 Total B. 1897 R. 1896

Fr. 8,344,900

Fr. 7,952,400. -- ,, 7,147,484. 35

Vierter Abschnitt.

Unvorhergesehenes

Fr. 31,191

B. 1897 Fr. 35,306. -- R. 1896 ,, 31,141. 55 Gestutzt auf die bisherigen Reehnungsergebnisse und zur Aufrundung der Gesamteinnahmen.

Da der Verkauf von obsolet gewordenen Inventargegenständen hier einen Hauptfaktor bildet, so kann jede Schätzung nur sehr approximativ sein.

705

Zusammenzug der Einnahmen, I. Ertrag der Liegenschaften und Kapitalien.

A. Liegenschaften . . . . F r . 566,191 B. Kapitalien ,, 1,913,768 Fr. 2,479,959 II. Allgemeine Verwaltung.

A. Bundeskanzlei B. Bundesgericht

Fr. 29,100 ,, 25,000 ,,

54,100

,, ,,

31,500 6,000

,, ,,

365,300 2,375,150

III. Departemente.

A. Politisches Departement: I. Politische Abteilung . . Fr. 30,000 II. Auswanderungswesen . . _ 1,500 B. Departement des Innern Justiz- und Polizeidepartement: I. Justiz- und Polizeiwesen . Fr.

900 II. Versicherungswesen . . ,, 43,000 III. Amt für geistiges Eigentum ,, 321,400 D. Militärdepartement E. Finanz- und Zolldepartement: I. Finanzverwaltung . . Fr.

210,000 II. Zollverwaltung . . . ,, 46,000,000

,, 46,210,000 F. Handels-, Industrie- und Landwirtschaftsdepartement : I. Handel Fr. 80,000 II. Landwirtschaft. . . . ,, 262,000 III. Amt für Gold- und Silberwaren ,, 2,500 ,,

344,500

G. Post- und Eisenbahndepartement: I. Eisenbahnwesen . . Fr.

311,400 II. Postverwaltung. . . ,, 30,821,000 III. Telegraphenverwaltung 8,344,900 IV. Unvorhergesehenes

,, 39,477,300 ,, 31,191

Total der Einnahmen Fr. 91,375,000

706

A. iisgaben.

Erster Abschnitt.

Amortisation und Verzinsung.

I. Eidgenössiche Anleihen.

A. Amortisation: 1. Anleihen von 1889, VI. Quote Fr. 762,000 2. Anlage eines Amortisationsfonds ,, 1,000,000 B. Verzinsung: 1. Anleihen von 1889. Jahreszins von Fr. 21,557,000 à 3 Va °/o 2. Anleihen von 1892. Jahreszins von Fr. 5,000,000 à 3Vs % 3. Anleihen von 1894. Jahreszins von Fr. 20,000,000 à 3 »/a % 4. Anleihen von 1897. Jahreszins von Fr. 24,248,000 à 3 °/o .

Fr. 1,762,000

Fr. 754,495 ,, 175,000 ,, 700,000 ,, 727,440 ,, 2,356,935

C. Provision und Spesen auf der Amortisation und der Verzinsung der Anleihen

,,

18,000

II. Verzinsung von Passivkapitalien . . .

,,

100,000

Fr. 4,236,935 B. 1897 R. 1896

Fr. 4,278,970. -- ,, 4,283,386. 63

Ad l A, S. Das 3 % eidgenössische Anleihen von 1897, das ini Ausführung des Bundesbeschlusses vom 23. Dezember 1896 an Stelle des gekündeten 3Va °/o Anleihens von 1887 tritt, enthält u. a. die Bedingung, daß dasselbe bis Ende 1905 unaufkündbar ist.

707

Damit wird die bisherige Amortisation teilweise unterbrochen, und zwar betrüge die jährliche Minderausgabe für die nächsten 5 Jahre cirka eine Million Franken. Wir könnten diese Verminderung der Amortisation unserer Anleihen nicht befürworten, beantragen Thnen vielmehr, diesen gleichen Betrag für die Anlage eines unverzinslichen Amortisationsfonds zu verwenden, welcher zunächst zur Heimzahlung des auf Ende 1902 kündbaren 3^2 °/o eidgenössischen Anleihens von 1892 im Betrage von 5 Millionen Franken in Anspruch genommen würde.

Ad I, B und C. Keine Bemerkung.

Ad II. Dieser Posten verteilt sich auf die bisherigen Titel wie folgt: An den Invalidenfonds l °/o auf restierenden Fr. 2,000,000 des Nationalbahndarleihens Fr. 20,000 An die Eisenbahnfondsrechnung und verschiedene Specialfonds, Zinsvergütung für zeitweise nicht angewendete Kapitalien ,, 20,000 An die Alkoholverwaltung, Verzinsung ihres Kontokorrent-Guthabens ,, 40,000 An die Baurechnung für das Bundeshaus Mittelbau, Verzinsung des unverwendeten Baukredites . . ,, 20,000 Fr. 100,000

Zweiter Abschnitt.

Allgemeine Verwaltung.

A. Nationalrat.

1. Taggelder und Reiseentschädigungen an die Mitglieder und die Kommissionen 2. Taggelder und Reiseentschädigungen an den Übersetzer 3. Bedienung

Fr. 232,000 ,, ,,

3,500 4,500

Fr7240~ÖOO B. 1897 R. 1896

Fr. 240,000. -- ,, 202,215. 90

708

B. Ständerat.

1. Taggelder und Reiseentschädigungen an die Mitglieder von Kommissionen Fr. 25,000 2. Taggelder und Reiseentschädigungen an den Übersetzer ,, 3,500 3. Bedienung ,, 4,000 Fr. 32,500 B. 1897 R. 1896

Fr. 28,000. -- ,, 17,459. 20

Ad B, i. Für Taggelder und Reiseentschädigungen an die Mitglieder von Kommissionen wird für das laufende Jahr ein Nachtragskreditbegehren eingereicht werden müssen, weshalb der diesjährige Ansatz von Fr. 28,000 auf Fr. 32,500 erhöht wird.

C. Bundesrat.

Gehalte des Präsidenten und der Mitglieder .

B. 1897 Fr. 85,500. -- R. 1896 ,, 85,500. --

. Fr. 85,500

D. Bundeskanzlei.

1. Personal.

a. Kanzler (inkl. Wohnungsentschädigung) . . . Fr. 11,000 b. Erster Vizekanzler (inkl. Wohnungsentschädigung) ,, 7,000 c. Zweiter Vizekanzler ,, 6,000 d. Zwei Kanzleisekretäre ,, 10,200 e. Registratur und Unterregistrator ,, 9,200 Übertrag

Fr.

43,400

709

Übertrag Fr. 43,400 f. Übersetzungen ,, 19,000 g. Kalligraph, Kanzlisten und Kopiaturen . . . ,, 42,400 h. Weibel ,, 29,500 Fr. 134,300 B. 1897 Fr. 134,100. -- R. 1896 ,, 129,106. 70 Die Ansätze sind (mit Ausnahme von e) die gleichen wie im Jahr 1896.

Ad e. Hier wird für den Unterregistrator ein Ansatz von Fr. 4200 in Aussicht genommen.

2. Material.

a.

b.

c.

d.

e.

f.

g.

h.

Druckkosten und" Lithographien Buchbinderrechnungen Litterarische Anschaffungen Schreibmaterialien Porti und Télégraphie Dienstkleidung Verschiedenes Stenographisches Bulletin

Fr. 165,000 ,, 25,000 ,, 3,000 ,, 35,000 ,, 26,000 ,, 2,000 ,, 2,500 ,, 40,000 Fr. 298,500

B. 1897 Fr. 303,500. -- R. 1896 ,, 288,577. 92 Ad d. Die Rechnungsergebnisse des letzten Jahres, sowie der Umstand, daß nunmehr die Staatskasse die Kosten für ihren Materialbedarf (Fr. 1800) zurückerstattet, ermöglichen es, diesen Kredit um Fr. 5000 herabzusetzen.

3. Druckkosten für Volksabstimmungen

Fr. 20,000

B. 1897 R. 1896

Fr. 20,000. -- ,, 16,744. 25 Total Bundeskanzlei Fr. 452,800

B. 1897 R. 1896

Fr. 457,600. -- ,, 434,428. 87

710

E. Bundesgericht.

I. Gerichtshof.

a. Gehalte des Präsidenten und der Mitglieder . Fr. 193,000 B. 1897 Fr. 193,000. -- R. 1896 ,, 191,500. -- b. Entschädigung an Ersatzmänner B. 1897 Fr. 2000. -- R. 1896 ,, 665. --

,,

2,000

Fr. 195,000 Ad b. Nach Kreierung einer dritten Abteilung für Schuldbetreibung und Konkurs geschieht die Stellvertretung verhinderter oder erkrankter Gerichtsmitglieder anderer Abteilungen regelmäßig durch Mitglieder des Gerichts selbst. Ausnahmsfälle vorbehalten, wird daher der verlangte Kredit auch pro 1898 kaum verbraucht werden.

Da aber bei lang andauernden Verhinderungen oder bei gleichzeitiger Erkrankung mehrerer Gerichtsmitglieder notwendig Gerichtssuppleanten in Anspruch genommen werden müßten, so halten wir für richtiger, es bei dem bisherigen Betrag zu belassen.

II. Gerichtskanzlei.

a. Gehalte der Gerichtsschreiber B. 1897 Fr. 22,500. -- R. 1896 ,, 22,000. --

Fr. 23,000

b. Gehalte des Kanzleipersonals B. 1897 Fr. 48,600. -- R. 1896 ,, 47,383. -- c. Weibel und Heizer B. 1897 Fr. 9,300. -- R. 1896 ,, 9,213. --

,,

53,000

,,

9,300

Fr. 85,300 Ad a und b. Die beantragten Erhöhungen in diesen Rubriken entsprechen den vom Gericht pro 1898 in Aussicht genommenen Gehaltsaufbesserungen, Inbegriffen der Gehalt eines neuen im Jahre 1897 angestellten Kanzleigehulfen.

711 IM. Allgemeine Ausgaben.

a. Bibliothek

Fr.

B. 1897 R. 1896

3,500

Fr. 3500. -- ,, 3499. 17

b. Kanzleibedürfnisse, Druck- und Buchbinderkosten, Zeitschriften, Reiseauslagen, Telephon etc.

B. 1897 Fr. 30,000. -- R. 1896 ,, 34,082. 02

,, 35,000

c. Heizung und Beleuchtung B. 1897 Fr. 6000. -- R. 1896 ,, 5992. 85

,,

6,000

d. Publikation der bundesgerichtlichen Entscheide B. 1897 Fr. 4500. -- R. 1896 ,, 4808. 20

,,

4,000

e. Armenrechtliche Auslagen B. 1897 Fr. 2000. -- R. 1896 ,, 1589. 65

,,

3,000

f. Betreibungsstatistik B. 1897 R. 1896

,,

4,000

Fr. --. -- ,, --. -- Fr. 55,500

Ad b. Die beantragte Erhöhung stützt sich auf die Rechnungsergebnisse des Jahres 1896 und des ersten Semesters 1897. Hierbei nehmen wir in Aussicht: 1. für Materialanschaffungen und allgemeine Kosten Fr. 13,200 B. 1897 Fr. 12,500. -- R. 1896 ,, 12,293. -- 2. für Druck- und Buchbinderkosten ,, 4,000 B. 1897 Fr. 2500. -- R. 1896 fl 3614. 65 3. für Reiseentschädigungen an das Gerichtspersonal ,, 15,200 B. 1897 Fr. 12,000. -- R. 1896 ,, 15,167. 50 Übertrag

Fr. 32,400

712

Übertrag 4. Zeitungen und Zeitschriften B. 1897 Fr. 1200. R. 1896 ,, 1143. -- 5. Auslagen für Telephon B. 1897 Fr. 1800. -- R. 1896 ,, 1863. 70

Fr. 32,400 ,, 1,200

,,

1,400

Fr. 35,000 Die Abweichung bei Ziffer l von dem Ergebnis der Jahresrechnung 1896, mit welcher auch das Ergebnis des ersten Semesters 1897 übereinstimmt, rührt daher, daß bei Ziffer l die allgemeinen Kosten, sofern, wie zu erwarten, die Zahl der Geschäfte noch weiter zunehmen wird, sich ebenfalls um einiges vermehren werden; bei Zifier 5 beruht die beantragte Reduktion darauf, daß nach Gesetz die Telephontaxen im 3. Abonnementsjahr sich ungefähr um einen Drittel vermindern.

Ad d. Gestutzt auf einen neuen Vertrag mit dem Drucker kann dieser Ansatz um 500 Fr. reduziert werden.

Ad e. Die Armenreohtsprozesse sind während des I. Semesters 1897 gegenüber dem vorigen Jahre an Zahl bedeutend gewachsen.

Voraussichtlich wird sich ihre Zahl während des nächsten Jahres noch vermehren.

Ad f. Die Erhöhung des vorjährigen Kredites auf Fr. 4000 entspricht einer approximativen Ausrechnung der Kosten, die für die Ausführung der Betreibungsstatistik im Jahre 1898 vorausgesehen werden können.

IV. Kosten d e r Bundesstrafrechtspflege B. 1897 R. 1896 Keine Bemerkungen.

. . . . Fr.

2,000

Fr. 2000. -- ,, -- .--

Zusammenzug.

I. Gerichtshof II. Gerichtskanzlei III. Allgemeine Ausgaben IV. Kosten der Strafrechtspflege . .

Total .

B. 1897 Fr. 323,400.

R. 1896 ,, 326,732.

Fr.

,, ,, . . ,, . . Fr.

-- 89

195,000 85,300 55,500 2,000 337,800

713

Dritter Abschnitt.

Departemente.

Vorausbemericung. Für die Beamten des politischen Departements (exklusive Auswanderungswesen), des Handels-, Industrie- und Landwirtschaftsdepartements, sowie der Eisenbahnabteilung des Postund Eisenbahndepartements sind die Besoldungen nach Maßgabe der mit 1. Juli 1897 in Kraft getretenen Organisationsgesetze geordnet.

Für die übrigen Beamten und Angestellten, welche nach Inkrafttreten des allgemeinen Besoldungsgesetzes mit Besoldungserhöhungen bedacht werden sollen, wird in der Dezembersession eine Nachtragsbotschaft zum Budget eingebracht werden.

A. Politisches Departement.

I. Politische Abteilung.

1. D e p a r t e m e n t s s e k r e t ä r (Abteilungschef) Fr. 7500 B. 1897 Fr. 6000. -- R. 1896 ,, 6000. -- 2. A d j u n k t (Stellvertreter des Sekretärs) ,, 5500 3. K a n z l e i s e k r e t ä r ,, 5000 4. Sekretär für das N a t u r a l i sationsbureau ,, 4000 5. R e g i s t r a t u r ,, 4000 6. Z w e i K a n z l i s t e n I. K l a s s e . ,, 6800 Fr.

7. B e s o l d u n g d e s G e s a n d t e n in P a r i s B. 1897 Fr. 50,000. -- R. 1896 ,, 50,000. -- 8. B e s o l d u n g des G e s a n d t e n in R o m .

B. 1897 Fr. 40,000. -- R. 1896 ,, 40,000. --

.

fl

32,800 50,000

.

,,

40,000

Übertrag

Fr. 122,800

714

Übertrag Fr. 122,800 ,, 40,000 9. B e s o l d u n g des G e s a n d t e n in Wien B. 1897 Fr. 40,000. -- R. 1896 ,, 40,000. -- 10. B e s o l d u n g des G e s a n d t e n in B e r l i n . r 40,000 B. 1897 Fr. 40,000. -- R. 1896 ,, 40,000. -- 11. B e s o l d u n g des G e s a n d t e n in Washington ,, 50,000 B. 1897 Fr. 50,000. -- E. 1896 ,, 50,000. -- 12. B e s o l d u n g des Minister r e s i d e n t e n und General konsuls in Buenos-Aires ,, 35,000 B. 1897 Fr. 35,000. -- R. 1896 ,, 35,000. -- 13. B e s o l d u n g des M i n i s t e r r e s i d e n t e n und G e n e r a l k o n s u l s in L o n d o n . . .

35,000 B. 1897 Fr. 35,000. -- R. 1896 ,, 25,000. -- 14. B e s o l d u n g des G e n e r a l k o n s u l s in Yokohama ,, 20,000 15. B e s o l d u n g e n des K a n z l e i p e r s o n a l s der Gesandtschaften: a. in Paris (drei Sekretäre und ein Kanzler) Fr. 22,500 B. 1897 Fr. 17,500. -- R. 1896 ,, 12,500. -- b. in Rom (ein 'Sekretär und ein Kanzlei:) ,, 10,000 B. 1897 Fr. 7000. -- K. 1896 ,, 4000. -- c. in Wien (ein Sekretär). . . ,, 6,000 B. 1897 Fr. 4000. -- R. 1896 ,, 4000. -- d. in Berlin (zwei Sekretäre) . ,, 11,000 B. 1897 Fr. 8000. -- R. 1896 _ 5777. 75 Übertrag Fr. 49,500 Fr. 342,800

715

Übertrag Fr. 49,500 e. in Washington (ein Sekretär und ein Kanzler) ,, 11,000 B. 1897 Fr. 8000. -- R. 1896 ,, 3000. -- f. in Buenos-Aires (ein Sekretär und ein Kanzler) ,, 13,000 B. 1897 Fr. 13,000. -- R. 1896 ,, 13,000. -- g. in London (ein Sekretär und ein Kanzler) ,, 10,000 B. 1897 Fr. 10,000. -- R. 1896 ,, 9,894. 50 h, Besoldung des Sekretärs des Generalkonsulates in Yokohama ,, 6,000 16. E n t s c h ä d i g u n g e n an s c h w e i z e r i s c h e Konsulate B. 1897 Fr. 123,000. -- R. 1896 ,, 121,000. -- 17. Porti, T e l e g r a m m e , B u r e a u b e d ü r f n i s s e u . dgl. f ü r d i e G e s a n d t s c h a f t e n u n d die K o n s u l a t e B. 1897 Fr. 26,000. -- R. 1896 ,, -- 18. B e i t r a g an s c h w e i z e r i s c h e Hillfsg e s e l l s c h a f t e n im A u s l a n d e . .

B. 1897 Fr. 23,000. -- R. 1896 ,, 23,000. -- 19. E i d g e n ö s s i s c h e R e p r ä s e n t a n t e n und Kommissarien B. 1897 Fr. 12,000. -- R. 1896 ,, 9,641. 15 20. R e p r ä s e n t a t i o n s k o s t e n B. 1897 Fr. 8000. -- R. 1896 ,, 9935. 61 Übertrag

Fr. 342,800

,,

89,500

,,

112,000

,,

26,000

,,

23,000

,,

15,000

,,

10,000

Fr. 618,300

716

Übertrag 21. L i t t e r a r i s c h e A n s c h a f f u n g e n , Vers c h i e d e n e s und U n v o r h e r g e s e h e n e s .

B. 1897 Fr. 1000. -- R. 1896 ,, 799. 69 Total B. 1897 Fr. 583,300. -- R. 1896 ,, 529,948. 44

Fr. 618,300 ,,

3,000

Fr. 621,300

Ad i--6. Das Budget wies bisher drei Kreditposten zur Bestreitung der Besoldungen der Beamten und Angestellten des politischen Departements auf: Fr. 6000 für den Sekretär, Fr. 3800 für den Registratur und Fr. 23,000 für provisorische Aushülfe, zusammen also Fr. 32,800. Das Gesetz über die Reorganisation des politischen Departements vom 26. März 1897 gestattet uns nun, hierin Wandel xu schaffen und die einzelnen Beamtungen mit den respektiven Besoldungen im Budget aufzuführen ; die neue Organisation ermöglicht es uns ferner, unter Reduktion des Personals mit der gleichen Kreditsumme auszukommen, obwohl die Besoldungen auf Grundlage des Gesetzes vom 26. März 1897 wesentlich aufgebessert worden sind.

Ad 8--15. Bisher leisteten die Gesandten aus ihrem Gehalt einen Beitrag zu den Besoldungen der Sekretäre: Berlin, Rom, Wien und Washington Fr. 2000, Paris Fr. 5000. Wir halten nun dafür, daß unsern Gesandten der ohnehin nicht glänzende Gehalt unverkürzt entrichtet werde und der Bund die Besoldungen des Kanzleipersonals, wie es übrigens schon jetzt mit Buenos-Aires und London der Fall ist, ganz übernehmen sollte. Zu der dem Bunde hieraus erwachsenden Mehrausgabe kommen ferner Fr. 1000 füc Rom infolge Anstellung eines Kanzlers mit Fr. 4000 Gehalt und je Fr. 1000 für Berlin und Washington zur Aufbesserung der Gehalte der dortigen Gesandtschaftssekretäre. Wir gestatten uns daher, Ihnen die Erhöhung des Postens 15 a um Fr. 5000, der Posten 15 6, d und e um je Fr. 3000 und des Postens 15 c um Fr. 2000 zu beantragen.

Die Besoldung des schweizerischen Generalkonsuls in Yokohama wurde bisauhin aus der Rubrik ,,Entschädigungen an schweizerische Konsulate" bestritten. Der Generalkonsul in Japau ist aber ein Berufskonsul und bezieht nicht, wie die Haudelskonsuln, eine Entschädigung im Sinne des Art. 62 des Konsularreglements vom 26. Mai 1875, sondern eine fixe Besoldung. Es ist daher am Platze, besondere Kreditposten für den Generalkonsul in Yokohama und seinen Sekretär aufzunehmen.

717

Der bisherige Gehalt des Generalkonsuls betrug nur Fr. 11,500 ; wir beantragen, ihn auf Fr. 20,000 zu erhöhen, weil wir nicht länger dem Inhaber dieses Postens, welcher die Eidgenossenschaft in einem so fernen Lande vertritt und ihr das Beste seiner Kräfte widmet, zumuten können, noch bedeutende finanzielle Opfer zu bringen. Eine Besoldung von Fr. 20,000 ist noch immer bescheiden zu nennen, wenn man den Aufwand in Betracht zieht, den unser Generalkonsul in seiner gesellschaftlichen und offiziellen Stellung zu machen genötigt ist, und seinen Gehalt mit den Gehältern vergleicht, welche die Konsuln anderer Staaten beziehen.

Für den Sekretär ist ein Kredit von Fr. 6000 eingestellt worden.

Was die beabsichtigte Umwandlung des Generalkonsulats in Yokohama in eine Ministerresidentur betrifft, so sind wir, nachdem sich auch der Vorort des schweizerischen Handels- und Industrievereins über diese Frage hat vernehmen lassen, der Ansicht, daß damit noch zuzuwarten sei.

Ad Ì6. Der bisherige Kredit von Fr. 123,000 kann nach Abzug des Gehaltes des Generalkonsuls in Yokohama, der nunmehr unter Rubrik 14 figuriert, auf Fr. 112,000 reduziert werden.

Ad Ì9. Es ist als ein Mangel empfunden worden, daß die Urkunden (Staatsvertrage, Protokolle u. s. w.), die sich auf unsere Landesgrenzen beziehen, zum Teil zerstreut in den kantonalen Archiven sind, so daß es bei auftauchenden Grenzstreitigkeiten mit Nachbarstaaten manchmal langwieriger Nachforschungen bedarf, bis man im Besitze des zur Beurteilung der Frage notwendigen Materials ist. Wir haben daher Anordnung getroffen, daß eine Sammlung der einschlägigen Dokumente veranstaltet werde. Der Kredit für eidgenössische Repräsentanten und Kommissarien, aus dem bisher die Kosten für Grenzbereinigungen u. dgl. bestritten wurden, wäre aus diesem Grunde von Fr. 12,000 auf Fr. 15,000 zu erhöhen.

Ad 20. Der Kredit von Fr. 8000 hat sich als unzureichend erwiesen ; zur Vermeidung von Nachtragskreditbegehren beantragen wir, ihn auf Fr. 10,000 zu erhöhen.

Ad Si. Aus diesem Kredit werden die Kosten für die Anschaffung der notwendigen Zeitschriften und Werke über internationales Recht u. s. w., sowie kleinere Ausgaben bestritten, die nicht wohl auf eine andere Rubrik angewiesen werden können.

718

II. Answandernngswesen.

1. B e s o l d u n g e n : A. Administrative Sektion : a. Chef b. Registrator-Kanzleisekretär c. Kopist B. Kommissarische Sektion : a. Chef ö. Kanzlist I. Klasse . .

.

. .

Fr. 5500 ,, 2600 ,, 2200 ,, 4500 ,, 2400 Fr. 17,200

2. B u r e a u - und R e i s e k o s t e n , Verschiedenes: A . Administrative Sektion . . . . F r . 2500 B. Kommissarische Sektion . . . ,, 2500 * 5'0°° Fr. 22,200 B. 1897 R. 1896

Fr. 23,900. -- ,, 26,300. 58

Da das Auswanderungsbureau in zwei selbständigen Abteilungen, die administrative und die kommissarische, zerfällt, so scheint es am Platze, die Voranschläge der beiden Abteilungen getrennt zu halten.

Ad i A, b. Obwohl das Minimum der IV. Klasse, in welche der Registrator-Kanzleisekretär eingereiht ist, Fr. 3500 betrüge, so werden gleichwohl nur Fr. 2600 aufgenommen, da wir es hier zur Stunde mit einem provisorischen Zustande zu thun haben und wahrscheinlich für die Zukunft die Anstellung eines Kanzlisten I. Klasse genügt.

Ad 2 A. Aus diesem Kredit wurde bisher u. a. eine Entschädigung von Fr. 500 für Übersetzungen dem Chef der administrativen Abteilung entrichtet. Da diese Zulage nach dem Inkrafttreten des neuen Besoldungsgesetzes dahinfallen wird, kann dieser Posten entsprechend reduziert werden. Um auch die Reisekosten auf das Notwendigste zu beschränken, beantragen wir einen weitern Abstrich von Fr. 500.

Ad 2 B. Auch hier können wegen Abnahme der Auswanderung die Reisekosten um B'r. 500 reduziert werden.

719 B. Departement des Innern.

I. Kanzlei.

1.

2.

3.

4.

5.

6.

Sekretär Fr. 5,500 Sekretär-Bibliothekar 4,500 fl Übersetzer .

,, 3,500 Kanzlisten ,, 6,000 Litterarische Anschaffungen ,, 800 Entschädigung an den Sekretär für seine Funktionen als Sekretär verschiedener Kommissionen ,, 1,000 Fr. 21,300 B. 1897 R. 1896

Fr. 18,300. -- ,, 18,169. 60

II. CentralMbliotliek . . . . Fr. 5000 B. 1897 Fr. 5000. -- R. 1896 ,, 4938. 58 Unter vorstehenden Posten erscheint nur derjenige für die Kanzlisten (I, Ziff. 4) erhöht, und zwar um Fr. 3000. Wie wir schon in der Botschaft vom 1. Juni laufenden Jahres betreffend die Bewilligung von Nachkrediten für 1897 (II. Serie) (Bundesbl. 1897, III, 512) anzubringen in der Lage waren, ist der in sehr vorgerücktem Alter stehende Kanzlist seit Juni 1895 wegen eines hartnäckigen Augenleidens beurlaubt, und es ist vorläufig nicht abzusehen, ob und wann er seinen Dienst wieder antreten kann. Ua die Abteilung nur einen Kanzlisten hat, muß, solange der Beurlaubte ausbleibt, ein Stellvertieter verwendet werden, zu dessen Honorierimg die Zusatzsumme berechnet ist.

III.

Archive.

«. P e r s o n a l : 1. Archivar Fr.

2. Unterarchivar ,, 3. Gehülfe ,, 4. Außerordentliche Aushülfe ,, b. H i s t o r i s c h e A r b e i t e n : 5. Ältere Abschiede ,, 6. Helvetische Aktensammlung (1798--1803) . ,, Übertrag Bundesblatt. 49. Jahrg. Bd. IV.

5,000 4.500 3J600 2,000 3,000 9,200

Fr. 27,300 51

720 Übertrag Fr. 27,300 Abschriften aus Paris ,, 9,000 Historische Arbeiten in Rom und Turin . . ,, 12,000 Abschriften aus London . . . . . . . . ,, 4,000 Historische Forschungen in Simancas . . . ,, 1,000 Zulage an den Archivar für die Leitung der historischen Arbeiten ,, 1,000 c. M ü n z - u n d M e d a i l l e n s a m m l u n g . . . ,, 600 Fr. 54,900 B. 1897 Fr. 56,800. -- "~ R. 1896 ,, 49,884. -- Zur Erläuterung und Begründung derjenigen Posten, welche gegenüber dem heurigen Voranschlag verändert oder neu eingesetzt worden sind, ist folgendes zu bemerken : Ad 4. Die kleine Aufbesserung von Fr. 100 des gegenwärtigen sehr bescheidenen Gehaltes des schon seit 1883 im Archivdienst stehenden Beamten bedarf wohl keiner weitem Begründung.

Ad 5. Nachdem die Abrechnung über die gesamten Erstell ungskosten des ersten Bandes des Generalregisters zu dem Abschiedewerk aus dem diesjährigen Kredit von Fr. 10,000 erfolgt sein wird, genügt für die Fortsetzung der Arbeiten der Ansatz von Fr. 3000 vollkommen.

Ad 7. Der bisherige Ansatz von Fr. 8000 erweist sich bei der vermehrten Arbeitsleistung als ungenügend.

Ad 8. Nachdem gemäß einer bezüglichen Anregung aus dem Schöße der Bundesversammlung die erforderlichen Vorarbeiten in den Turiner Archiven behufs Konstatierung des dort vorhandenen, unsere Landesgeschichte betreffenden Materials, wie sie in der letzten Budgetbotschaft angedeutet wurden, im Laufe des Jahres gemacht worden sind und eine reichhaltige Quelle sehweizergeschichtlicher Akten ZH Tage gefördert haben, deren abschriftliche Einverleibung in das Bundesarchiv behufs allgemeiner Zugänglichmachung höchst wünschenswert ist, so glauben wir nunmehr, auch dieses neue Unternehmen im Interesse der Geschichtsforschung zur Ausführung befürworten zu sollen, und setzen dafür als erste Rate Fr. 4000 an, mit dem Bemerken, daß nach ungefährer Schätzung die ganze Arbeit vier bis fünf Jahre dauern und einen Gesamtkostenaufwand von cirka Fr. 20,000 bis 30,000 erfordern wird.

Ad iO. Anläßlich der Beratung des Voranschlages für das Jahr 1896 hat die nationalrätliche Budgetkommission den Wunsch geäußert, ,,es möchte gelegentlich die Frage geprüft werden, ob 7.

8.

9.

10.

11.

721 nicht, und wenn ja, in welcher Art die spanischen Archive in ähnlicher Weise zu Zwecken vaterländischer Geschichtsforschung zugänglich gemacht uud benützt werden könnten, wie die französischen und italienischen". Wir haben seither die Anregung nicht aus den Augen verloren ; aber erst jetzt bietet sich eine besonders günstige Gelegenheit dar, derselben näher zu treten, indem ein schweizerischer Historiker, der kommendes Jahr zu privaten Forschunj;szwecken in die spanischen Staatsarchive nach Simancas geht, seine Dienste anerboten hat zu summarischer Verzeichnung des dort vorhandenen sehweizergeschichtlichen Materials, behufs Gewinnung der nötigen Anhaltspunkte für weitere Beschlußfassung. Es wird sich vorläufig also nur um statistische Erhebungen über den Umfang und den historischen Wert des fraglichen Materials handeln, worauf gestutzt dann erst zu entscheiden wäre, ob der Sache im Sinne der gemachten Anregung weitere Folge gegeben, d. h. jenes Aktenmaterial durch Abschriftnahme für das Bundesarchiv gewonnen werden solle, und eventuell: in welchem Zeitpunkte man die Ausführung an die Hand nehmen wolle. In dieser Meinung und zu diesem Zwecke beantragen wir Ihnen die Bewilligung des eingestellten Postens.

IV. Statistisches Bureau.

1. B e s o l d u n g e n : a. Direktor 0. Adjunkt c. 5 Statistiker d. Gehülfen

Fr.

,,

7.000 5,000 20,000 w ,, 40600

2. E n t s c h ä d i g u n g e n an die C i v i l s t a n d s b e a m t e n und E h e s c h e i d u n g s g e r i c h t e 3. D r u c k a r b e i t e n 4. E n t s c h ä d i g u n g e n f ü r s t a t i s t i s c h e Beit r ä g e und Ü b e r s e t z u n g e n 5. B u r e a u b e d a r f und B i b l i o t h e k . . .

6. R e i s e k o s t e n und V e r s c h i e d e n e s . .

7. S c h w e i z e r i s c h e V i e h z ä h l u n g . . .

Fr.

72,600

,, ,,

11,000 33^900

,, 1,500 ,, 5,000 ,, 500 ,, 15,000 Fr. 139,500

B. 1897 Fr. 140,200. -- R. 1896 fl 119,580. 57 Ad i d. Dieser Posten erscheint gegenüber dem gleichartigen des laufenden Jahres um Fr. 2400 reduziert, da wegen Beendigung statistischer Arbeiten auf nächstes Frühjahr l bis 2 Gehulfen entlassen werden können.

722 Ad 3. Die Druckarbeiten für das kommende Jahr lassen sich in folgender Weiiäo bestimmen: \. Statistisches Jahrbuch Fr. 9,000 2. Sanilarisehe und pädagogische Prüfung der Rekruten ,, 2,500 3. Bevölkerungsbewegung pro 1896 ,, 1,500 4. Sanitarisches Wochenbulletin ,, 2,500 5. Gefängnisbulletin 400 fl 6. Armenstatistik ,, 8,000 7. Statistik der schwachsinnigen, körperlich gebrechlichen und verwahrlosten Kinder im schulpflichtigen Alter ,, 2,000 8. Formulare aller Art, Separatabzüge, Lithographiekosten und graphische Darstellungen . . . ,, 8,000 Fr. 33,900 Ad 4, 5 und 6. Diese Posten sind in gleicher Höhe wie im Budget des laufenden Jahres.

Ad 7. Im Jahre 1898 erscheint die zweiteilige Publikation der schweizerischen Viehzählung vom Jahre 1896, und es erfordert demnach die Drucklegung dieses Bandes im Umfange von cirka 30 Bogen einen Kredit von Fr. 6000. Für die drei Gehülfen, denen die Ausarbeitung dieser Veröffentlichung anvertraut ist, möchten wir eine Besoldung von Fr. 3000 per Jahr und per Gehülfen in Aussicht nehmen.

Y. Gesundheitsamt.

1. B e s o l d u n g e n : a. Direktor b. Adjunkt e. Registrato!- und Kanzlist .

2.

3.

4.

5.

6.

7.

Fr. 8000 ,, 6000 . . ,, 3500 ---- Fr. 17,500 B u r e a u b e s o r g u n g und B u r e a u b e d a r f ,, 2,500 Bibliothek ,, 1,000 Gesundheitswesen 80,000 n Medizinalprüfungen ,, 20,000 Diphtherieenquete ,, 15,000 Lebensmittelgesetzgebung . . . . ,, 8,000 Fr. 144,000 B. 1897 R. 1896

Fr. 148,000. -- ,, 141,575. 38

723

Während die Posten l bis 4 die gleichen Ziffern aufweisen wie im Budget des laufenden Jahres, sehen wir uns veranlaßt, denjenigen unter Ziff 5, Medizinalprüfungen, um Fr. 1000 zu erhöhen, d. h. auf Fr. 20,000 zu setzen, weil eine Zunahme der Ausgabea infolge Vermehrung der Prüfungssitze für die naturwissenschaftlichen Prüfungen in Aussicht steht.

Ad 6. Für die Begründung dieses Postens verweisen wir in erster Linie auf die Budgetbotschaften der beiden letzten Jahre (Bundesbl. 1895, IV, 195 ff., und 1896, IV, 216 ff.). Nach den bisherigen Erfahrungen bedarf es zur programmgemäßen Vollendung der im März 1896 begonnenen Diphtherieenquete noch einer Summe von über Fr. 12,000. Außerdem ist zur Bearbeitung des gewonnenen großen statistischen Materials die Anstellung wenigstens eines Hülfsarbeiters notwendig, so daß, da noch verschiedene Auslagen für Material hinzukommen, die angesetzte Summe nicht zu hoch bemessen ist.

Ad 7. Der Entwurf eines schweizerischen Lebensmittelgesetzes soll in erster Linie von einer kleinern Kommission Sachverständiger durchberaten und dann einer größern, aus Vertretern der interessierten Kreise zusammengesetzten Kommission unterbreitet werden.

Es ist ferner wohl möglich, daß Fachleute mit speciellen Arbeiten und Untersuchungen beauftragt werden müssen. Zur Deckung aller dieser Kosten halten wir einen Kredit von Fr. 8000 erforderlich.

VI. Beiträge an Arbeiten schweizerischer Vereine.

1. Allgemeine geschichtsforschende Gesellschaft der Schweiz (Herausgabe von Chroniken und anderem Quellenmaterial zur Schweizergeschichte) . . Fr. 4,000 2. Schweizerische naturforschende Gesellschaft, geodätische Kommission (Beitrag an die Kosten der europäischen Gradmessung) ,, 15,800 3. Schweizerische naturforschende Gesellschaft, geologische Kommission (Beitrag an die Kosten der geologischen Karte der Schweiz) ,, 10,000 4. Schweizerische naturforschende Gesellschaft (Beitrag an die Publikation von Denkschriften schweizerischer Gelehrter und einer Beschreibung der Kryptogamenflora der Schweiz) ,, 3,200 o. Idiotikon der deutsch-schweizerischen Mundarten ,, 10,000 Übertrag

Fr. 43,000

724

Übertrag Fr. 43,000 6. Schweizerische statistische Gesellschaft . . . ,, 6,000 7. Zeitschrift .^Repertorio di Giurisprudenza patria cantonale e federale" ,, 1,000 8. Bibliographie der schweizerischen Landeskunde ,, 4,000 9. Schweizerische Gesellschaft für Erhaltung historischer KuDstdenkmäler ,, 57,700 10. Schweizerischer Turnlehrerverein (Beitrag an Kurse für Mädcheuturnlehrer) ,, 1,500 Fr. 113,200 B. 1897 Fr. 94,850. -- R. 1896 ,, 76,382. -- Sämtliche Ansätze, mit Ausnahme derjenigen unter Ziffero 4, 9 und 10, sind von gleicher Höhe wie die entsprechenden im Budget des laufenden Jahres.

Ad i. Von diesem Posten sind bestimmt: Fr. 3000 für Veröffentlichung der Quellen zur Schweizergeschichte und Fr. 1000 zur Edition von Quellenmaterial zur Beleuchtung der Beziehungen zur habsburgischen Geschichte. Diese Summe bildet die letzte Rate eines im Jahre 1894 bewilligten und auf 4 Jahre zu verteilenden außerordentlichen Beitrages von Fr. 4000.

Ad 2. Der Voranschlag der Ausgaben der geodätischen Kommission ist folgender: Gehalt und Wohnungsentsohädigung des Ingenieurs Fr. 4,500 Rimise- und Bureaukosten desselben ,, 1,800 Kosten der astronomischen und Pendelstationen . ,, 2,200 Kosten des Nivellements ,, 3,000 Anschaffung und Herstellung von Instrumenten . ,, 800 Druckkosten ,, 1,500 Sitzungen der Kommission und des internationalen Bureaus ,, 800 Beitrag an das Unternehmen der internationalen Erdmessung ,, 1,000 Unvorhergesehenes ,, 200 Zusammen Fr. 15,800 Ad 3. Die geologische Kommission veranschlagt ihre Ausgaben folgendermaßen : Aufnahme im Feld durch vier Geologen . . Fr. 3,000. -- Schweizerische geologische Bibliographie . . ,, 1,200. -- Übertrag Fr. 4,200. --

725 Übertrag · Aufnahme der Terrainbewegungen in der Schweiz Druck der Lieferung V der geologischen Beiträge Druck und Lithographie der Lieferung VI neue Folge Lithographie der Blätter VII und XVI, neue Auflage a conto Zins für die lithographischen Steine der Karte in l : 500,000 Besoldungen, Bureauauslagen und Reiseentschädigungen Voraussichtlicher Passivsaldo von 1897 . . .

Unvorhergesehenes

Fr.

,, ,,

4,200. -- 400.-- 2,182. 60

,,

865.20

,,

2,000.--

,,

180. --

,, ,, ,,

550.-- 900. -- 722.20

Total Einnahmen : Verkauf von Karten und Textbänden

Fr. 12,000.-- 2,000. -- T

V o r a u s s i c h t l i c h e s Deficit

Fr. 10,000.--

Ad 4. Dieser Ansatz erscheint gegenüber dem gleichartigen des laufenden Jahres um Fr. 1200 erhöht, und zwar infolge eines Gesuches der botanischen Sektion der Gesellschaft, welche aus dem Zuschlag, der sich während einer Reihe von Jahren wiederholen soll, eine vollständige Darstellung der Kryptogatnenflora der Schweiz in monographischer Bearbeitung, ähnlich den ,,Beiträgen zur geologischen Karte der Schweiz"1, zu veröffentlichen wünscht. Es stehen zu dem Zwecke schon mehrere Arbeiten ausgezeichneter schweizerischer Botaniker bereit, und es erscheint nach den uns über dieselben gemachten nähern Angaben das Unternehmen wirklich einer Subvention würdig.

Als nächste Publikation der mit dem Rest des Ansatzes {Fr. 2000) .unterstützten ,,Denkschriften"1 ist eine Untersuchung des Herrn Professor Dr. Baltzer in Bern über Glacialerosion am untern Grindelwaldgletscher, ausgeführt in den Jahren 1892 bis 1897, in Aussicht genommen.

Ad 5. Das Budget des Schweizer-deutschen Idiotikons ist folgendes : Ausgaben.

Besoldungen: Redaktion Fr. 9,300 Htilfsarbeiter ,, 2,600 Übertrag

Fr. 11,900

726

Übertrag Fr. 11,900 Für Mobiliar, Bibliothek und Bureau ,, 400 Freiexemplare des Idiotikons an die subventionierenden Kantone ,, 150 Amortisationsquote an das Deficit von 1896 . . ,, 550 Fr. 13,000 Einnahmen.

Beiträge der Kantone Beiträge vom Verleger und von der antiquarischen Gesellschaft Zürich Zinse

Fr. 2,000 ,, ,,

950 50

Deficit, durch Bundesbeitrag zu decken

,,

3,000

Fr. 10,000

Ad 6. Die schweizerische statistische Gesellschaft hat folgenden Voranschlag ihrer Einnahmen und Ausgaben für nächstes Jahr eingereicht: A usgaben.

1. Deficit vom Jahre 1897 Fr. 6,000 2. Druck der Zeitschrift ,, 8,000 3. Honorare, Separatabzüge, Lithographiekosten . ,, 400 4. Verwaltungskosten ,, 200 Fr. 14,600 Einnahmen.

1. Beiträge der Kantonsregierungen . Fr. 2,000 2. Ertrag der Zeitschrift ,, 1,300 3. Jahresbeiträge, der Mitglieder . . ,, 2,300 Deficit, soweit möglich durch den Bundesbeitrag zu decken

,,

5,600

Fr.

9,000

Ad 7 und 8. Das ,,Repertorio di Giurisprudenza patria" sowie die ,,Bibliographie der schweizerischen Landeskunde" werden auch im nächsten Jahre in der bisherigen Weise weitergeführt werden, und es wird aucia für sie 'die Fortsetzung der Bundesunterstützung nachgesucht.

Ad 9. Für das Nähere über die Entstehung und Berechtigung: dieses Kreditpostens verweisen wir auf Bundesblatt 1892, V, 70, und 1893, IV, 600. Die Beitragsgesuche zur Erhaltung alter Kulturdenkmäler haben im laufenden Jahre wieder an Zahl zugenommen, so daß wir uns vor einer bedeutenden Erhöhung des Postens sehen.

Zunächst sind als Folge früherer grundsätzlicher Zusicherungen, folgende Subventionsraten vorzusehen :

727 1. Zur Freilegung des römischen Theaters in Avenches (d. h. zu Ausgrabungen und zum Schütze der dortigen Ruinen) Jahresbeitrag an die Gesellschaft pro Aventico Fr.

2. Für Restauration der Burgruine Hohenklingen der Stadtgemeinde Stein a/Rh.: a. Beitragsquote für 1896, die von der Gemeinde nicht bezogen wurde und daher dahinfiel Fr. 3,500 b. Nachtragssubvention pro 1898 ,, 1,500 ,, 3. Für Konsolidierungsarbeiten an den Chorfenstern bei Königsfelden (Erneuerung des Maß- und Stabwerkes) : a. Dritte Rate eines auf drei Jahre zu verteilenden Beitrages von 50 °/o an die Totalkostensumme von Fr. 17,000 Fr. 2,900 b. Erste Quote einer Nachtragssubvention von total Fr. 9,500 ,, 5,000 ,, 4. Für Herstellung der Kirche Notre-Dame auf Valerla bei Sitten, als dritte Quote eines auf vier Jahre zu verteilenden Beitrages von 50 °/o der Gesamtkostensumme von Fr. 36,000 . . . . ,, 5. An die historisch-antiquarische Gesellschaft in Basel für Ausgrabungen des römischen Theaters in Kaiseraugst; weiterer Beitrag von je Fr. 1500 für die Jahre 1897 und 1890 ,, 6. Subvention an die Restauration des Glockenturmes zu Visp (Wallis); zweite Beitragszahlung an die auf Fr. 14,500 veranschlagten Kosten (1897 wurden bezahlt Fr. 3500) ,, 7. An den Verein für Geschichte und Altertümer von Uri für Restauration der von ihm erworbenen Burgruine Attinghausen; Beitrag von 75 °/o der auf Fr. 6800 veranschlagten Herstellungskosten, auf zwei Jahre zu verteilen; zweiter Teil . . ,, 8. An den Korporationsrat von Urseren für Herstellung des alten Turmes zu Hospenthal ; zweite Zahlung an die im ganzen auf Fr. 12,000 veranschlagten Kosten ^ Übertrag

1,000

5,000

7,900

4,500

1,500

3,750

2,550

3,650

Fr. 29,850

728 Übertrag

Fr. 29,850

N e u e v o n d e r E x p e r t e n k o m m i s s i o n vorgeschlagene Subventionen.

9. An den Staatsrat des Kantons Wallis: a. Für Ausgrabungen zu Martigny Fr. 1,000 b. Für Ausgrabungen zu St-Maurice ,, 500 10. An die antiquarische Gesellschaft von Brugg und Umgebung, Beitrag an Ausgrabungen zu Vindonissa 11. An den Kunstverein von Biel und Umgebung für Herstellung des Hauses Benz im Ring in Biel; 1. Rate eines Beitrages von 50 °/o der auf Fr. 10,000 veranschlagten Kosten 12. An den Staatsrat des Kantons Tessin für Herstellung der Kirche St. Paul bei Arbedo; 50 °/o der auf Fr. 4100 veranschlagten Kosten (schon im Budget für 1896 vorgesehen, aber nicht bezogen) 13. An das Pfarramt der Franziskaner-Kirche in Luzern für Restauration des Innern dieser Kirche 5 Beitrag von 50% der auf Fr. 17,000 veranschlagten Kosten; erste von zwei Raten . .

14. An den Bezirksrat Küßnach für die Herstellung der Tellskapelle in der hohlen Gasse; 50% der auf rund Fr. 12,000 ansteigenden Gesamtkosten; erste Quote 15. Für Vornahme von Grabungen nach Altertümern durch die Expertenkommission (vergi. Bundesblatt 1895, IV, 601) 16. Für Aufnahme von Baudenkmälern vermittelst Meßbildapparat Fr. 7,000 Anschaffung eines solchen Apparates mit Zubehörden ,, 3,500

,,

1,500

,,

250

,,

2,500

,,

2,050

,,

4,250

,,

3,000

,,

2,000

,, 10,500 Für die Aufnahme historischer Baudenkmäler, die unabänderlich der Veränderung entgegengehen, ist in neuerer Zeit ein verbessertes Verfahren, die sogenannte Meßbildaufnahme oder Übertrag

Fr. 55,900

729 Übertrag Fr. 55,900 Photogrammetrie, in allgemeine Verwendung gekommen. Versuche, welche die Expertenkommission mit diesem Verfahren bei zwei schweizerischen Baudenkmälern anstellen ließ, haben zu einem sehr befriedigenden Resultat geführt, so dass die Behörde nun beabsichtigt, sich desselben in Zukunft zu bedienen. Der obige Ansatz von Fr. 3500 ist für Anschaffung eines zweckdienlichen Apparates mit Hülfsinstrumenten bestimmt.

Die Erhöhung des Kredites für Aufnahmen von Fr. 5000 auf Fr. 7000 erscheint wünschbar im Hinblick auf die große Zahl der der Aufnahme harrenden Baudenkmäler und den Umstand, daß mittelst des Meßbildapparates ein noch ausgedehnterer Betrieb dieser zum Teil höchst dringlichen Arbeiten eintreten wird.

17. Vergütung der Kosten der Expertisen und Sitzungen der Expertenkommission, d. h. des Vorstandes der schweizerischen Gesellschaft für Erhaltung historischer Kunstdenkmäler . . . ,, 1,800 Total

Fr. 57,700

Ad iO. Dieser Posten ist, wenn auch nicht der Sache, doch der Form nach, hier neu. Dem schweizerischen Turnlehrerverein wurde seit 1892 jährlich eine Summe von Fr. 500, die auf dem Kredit für permanente Schulausstellungen (Abteilung VII, Ziffer 7 hiernach) verfügbar war, als Beitrag für die Veranstaltung von Kursen für Mädchenturnlehrer und Herausgabe der ,,Monatsblätter für das Schulturnen* verabfolgt. In den letzten zwei Jahren hat das Militärdepartement aus seinem Kredite für Vorunterricht und Vorturnkurse einen Zuschuß von Fr. 600 zum gleichen Zwecke gewährt. Dies Jahr ist der Verein mit dem Gesuche eingekommen, es möchte der Gesamtbeitrag von Fr. 1100 auf Fr. 1500 erhöht werden, um es ihm zu ermöglichen, den Mädchenturnlehrerkursen eine längere Dauer zu geben und den Teilnehmern, wie es bei den Kursen für Knabenturnlehrer geschiebt, eine bescheidene Entschädigung ihrer Auslagen zu verabfolgen. Das Militärdepartement findet dieses Gesuch gerechtfertigt, wünscht jedoch, dass der nachgesuchte Beitrag in Zukunft ganz aus dem Kredit des Departements des Innern genommen werde, weil der Turnunterricht für Mädchen mit militärischen Zwecken in keiner Beziehung stehe, sondern rein

730

pädagogischen Wert habe. Da der Turnunterricht für Mädchen an sich eben so wichtig ist, wie derjenige der Knaben, so erscheint es uns als eine Forderung der Billigkeit, dem Gesuche des schweizerischen Turnlehrervereins zu entsprechen und gleichzeitig auch dem Wunsche des Militärdepartements Rechnung zu tragen.

VII. Beiträge an Anstalten.

1. Polytechnische Schule Fr.

2. Schweizerische meteorologische Centralanstalt ,, 3. Versicherungsanstalt für eidgenössische Beamte und Bedienstete ,, 4. Anstalt für Prüfung von Baumaterialien . . ,, 5. Permanente Schulausstellungen ,, 6. Arbeitstisch am zoologischen Institut in Neapel ,, 7. Forstliche Centralanstalt ,, 8. Schweizerisches Landesmuseum; Erhaltung und Erwerbung vaterländischer Altertümer . . . ,, 9. Schweizerische Landesbibliothek ,,

800,000 46,000 100,000 34,500 11,000 3,000 36,000 189,700 57,500

Fr. 1,277,700 B. 1897 R. 1896

Fr. 1,305,890. -- ,, 1,300,249. 91

Die im Budget des laufenden Jahres in dieser Abteilung unter Ziff. 5 und 6 stehenden Beiträge an die Samenkontrollstation und die landwirtschaftlich-chemische Untersuchungsstation erseheinen gemäß Art. 4 des Bundesbeschlusses vom 26. März 1897 betreffend die landwirtschaftlichen Versuchs- und Untersuchungsanstalten (A. S.

n. F XVI) von nun an im Budget des Landwirtschaftsdepartements.

Zu den übrigen Ansätzen ist anzubringen, was folgt.

Ad i. Der Ansatz für die polytechnische Schule gründet sich auf den Bundesbeschluß vom 4. April 1895 (A. S. n. F. XV, 130).

Nach Mitgabe der Bestimmungen dieses Eteschlusses und der dermaligen Bedürfnisse der Schule gestaltet sich der Kostenvoranschlag der Anstalt für 1898 folgendermaßen:

A. Einnahmen.

Staatsreehnnng für 1896.

Fr.

16,000. --

Budget für 1897.

Fr.

16,000

81,900. -- 7,935. --

78,000 7,000

29,905. --

28,000

c. Gebühren für die Werkstätten, Laboratorien und die Bibliothek ,, 29,000

4,400. --

4,400

1,000. -- 5,000. -- 3,000. --

1,000 5,000 3,000

3,460. --

600

3. Beiträge an die Sammlungen : vom Kanton Zürich Fr. 2950 und der Stadt Zürich Fr. 1450 4. Beitrag des Militärdepartements an die Verwaltungskosten . . .

5. Beitrag der landwirtschaftlichen Anstalten an die Verwaltungskosten 6. Beiträge der forstlichen Centralanstalt, der meteorologischen Centralanstalt und des Kantons Zürich an die Verwaltuugskosten . . .

7. Verschiedenes

152,600. --

143,000

'

1. Beitrag vom Sitze der Anstalt 2. Schulgebühren (Bruttoeinnahmen! : a. Schulgelder und Honorare b. Einschreibe- und Diplomgebühren

&· 16,000

Fr. 82,000 ,, 7,500

118,500 4,400 1,000 5,000 3,000 3,600

Total der Einnahmen 151,500 B. Ausgaben.

8,000. -- 5,002. -- 5,000. --

8,000 5,000 5,000

I. Bearntungen.

1. Besoldung des Präsidenten des Schulrates 2. Tasgelder und Reiseentschädigungen der Mitglieder des Schulrates 3. Besoldung des Sekretärs

18,002. --

18,000

Übertrag

8,000 5,000 5,000 18,000

-3 00

Staatsrechnung für 1896.

Fr.

18,002.

4,000.

2,000.

3,000.

-- -- -- --

18,000 4,000 2,000 3,000

7,494. 6.629. -- 3,806. --

5,300 5,500 4,000

44,931. -

-j u>

Bndget für 1897.

Fr.

tC>

4.

5.

6.

7.

Übertrag Besoldung des Kassiers Zulage für den Direktor Besoldung des Sekretärs der Direktion Kanzleikosten : a. Kanzlisten des Schulrates und der Direktion und Aushülfe Fr. 6,400 b. Kanzlei- und Druckkosten ,, 6,000 c. Post- und Insertionsgebühren ' . ,, 4,000

41,800

9,308. --

9,000

13,765. -- 33,838. --

12,500 35,000

21,646. --

25,000

8,636. -- 13,334. -- 5,184. --

6,000 14,000 5,000

105,711. --

106,500

Fr.

18,000 4,500 2,000 3,600

16,400 44,500

//. Verwaltung.

8; Hauswart- und Reinigungskosten: a. Hauswart im Haupt-, Chemie-, landwirtschaftlichen und Physikgebäude und Sternwarte Fr. 10,000 b. Reinigung inkl. Material ,, 13,000 9. Heizung: Material und Entschädigung an 6 Heizer und l Maschinisten im Chemiegebäude ,, 34,000 10. Beleuchtung, bezw. Gasverbrauch für Beleuchtung, Feuerung und Motoren ,, 24,000 11. Wasser für Hausgebrauch, Laboratorien und Motoren . ,, 6,000 12. Unterhalt des Mobiliars und der Einrichtung der Gebäude ,, 13,000 13. Verschiedenes: Mobiliar u. Unfall Versicherungsprämien etc. ,, 5,000 105,000 Übertrag 149,500

Hl. Kosten des Lehrpersonals.

Staatsrechnung für 1896.

Fr.

Budget für 1897.

Fr.

: 12,425. -- 421,500 17,270. 20,000 17,200.

66,861.

4,760.

39,092.

-- -- --

14,000 70,000 5,000 36,000

5,093. --

5,000

5,520.

8,178.

11,804.

588,203. -

6,500 6,500 12,000 596,500

Fr.

Übertrag 149,500

1. Professoren : Besoldungen und Ruhegehalte Fr. 423,000 Entschädigung für besondere Leistungen . . . . ,, 20,000 2. Hülfslehrer und Assistenten: Besoldungen der Hülfslehrer 14,000 Besoldungen der Assistenten 70,000 Entschädigung f ü r besondere Leistungen . . . .

5,000 3. Anteil der Lehrerschaft an Schulgeld und Honoraren (ohne Anteil der Privatdocenten) 40,000 4. Entschädigung für die Diplome und Aufnahmsprüfungen und für Expertisen zu den Maturitätsprüfungen der Kantonsschulen ^ 5,000 5. Gratifikationen an Privatdocenten ,, 6,000 6. Entschädigung für Umzugskosten und Exkursionen . ^ 6,500 7. Prämien für die Versicherung der Professoren bei der schweizerischen Rentenanstalt ,, 12,000 601,500 Übertrag 751,000

co W

IV. Unterrichtsmittel, Staatsrechnnng für 1896.

Fr.

Budget für 1897.

Fr.

66,114. --

71,250

Unterrichtsanstalten und Sammlungen.

FrÜbertrag 751,000 1RS41 J 16,000 1. Vorlagen, Modelle, Instrumente, Zeichnungen . . . Fr. 15,500 iD,ö4i. -- j ^ 7oo 70Q 2 Modellierwerkstätte 6,067. -- 6,000 3. Metallwerkstätte: Vorarbeiter Fr.2400, AbwartFr. 1800, Werkstättematerial Fr. 1800 ,, 7,500 4. Chemische Laboratorien : a. Analytisches Laboratorium : 2,700. -- 3,200 Abwarte ,, 3,200 12,140. -- 14,000 Laboratorium ,, 14,500 b. Technisches und pharmaceutisches Laboratorium : 2,870. 3,200 Abwarte ,, 3,200 12,678. -- 13,500 Laboratorium ,, 15,000 5. Landwirtschaftlich-chemisches Laboratorium: 2,000. -- 2,000 Abwart ,, 1,800 2,681. -- 3,250 Laboratorium ,, 3,200 1,201. -- 1,300 6. Photographisches Laboratorium · · T> i)300 7. Physikalisches Institut: a. Allgemeine Übungslaboratorien: 1,600. -- 1,600 Abwart ,, 1,700 5,336. -- 6,500 Laboratorium ,, 6,500

Übertrag Fr. 74,100 751,000

Staatsrechnung für 1896.

Fr.

66,114. -- 1 800

19 824

Budget für 1S97.

Fr.

71,250

1 800 20000

4,320. 3 290 4,529. -- 3 988 1,497. --

4,500 3 000 3,000 2000 1,500

5'? t 1 146

9 700 1 300 10 11.

2 200 3000 12.

700

2 530 3 000

600. -- 600. -- 1,864. -

600 1,800

115.623. --

117,350

8.

Fr.

Übertrag Fr. 74,100 751,000 b. Elektrotechnische und wissenschaftliche Laboratorien : Abwart . . .

1,800 18,000 Laboratorien c. Werkstätte: 4,500 Personal (2 Mechaniker und 2 Lehrknaben) . . T) 3,000 Material, Werkzeuge ete 3,000 d. Sammlungen und Bibliothek des physikalischen Instituts T) 2,000 e, Unterhalt der Maschinen Sternwarte: Astronomische Instrumente, Unterrichts1,500 material u n d Einrichtung . . . .

700 Zoologisches Laboratorium 1,300 Pflanzenphysiologisches Institut Botanische Sammlung und botanischer Garten: 2,200 a. Sammlung, inkl. Konservator 3,000 ô Beitrag an den botanischen Garten . . .

. .

Forst- und landwirtschaftliche Schule: u. Forstwissenschaftliche Sammlung und forstwirtschaft700 licher Garten 600 b. Beitrag an das forstwissenschaftliche Laboratorium T) c. Landwirtschaftliche Sammlung inkl. Kulturingenieur1.800 und alpwirtschaftliche Sammlung

Übertrag Fr. 118,200 751,000

115,623. -- 3,405. --

Budget für 1897.

Pr.

117,350 3,500

12,936. --

10,000

6,732. -- 3,448. -- 20,138. --

7,000 3,400 17,500

2,400. -- 1,500. --

2,500 3,000

Staatsrechnung

für 1896.

Fr.

166,182.

653.

16,908.

30,000.

so

Fr.

751,000 Übertrag F:r. 118,200 mit Gärtner: 3,500 _

d. Landwirtschaftliche Versuchsfelder Ackerbau, Weinbau, Obstbau 13. Naturhistorische Sammlungen : a. Mineralogisch-geologisch-paläontologische Sammlung mit Abwart, Konservator und Assistent . . . .

b. Zoologische Sammlung mit Konservator und Präparator 14. Entomologische Sammlung mit Konservator . . . . , 15. Bibliothek mit Bibliothekar, Abwart und Gehülfe . .

16. Kupferstich- und archäologische Sammlung: a. Kupferstich- und archäologische Sammlung . . .

6. Konservator der Kupferstichsammlung Sämtliche Unterrichtsanstalten und Sammlungen V Preise .

.

V I Unvorhergesehenes .

. . .

,, ,, , ,,

11,500 7,000 3,400 19,000

,, ,,

2,500 3,000 168,100 1,500 5,900 25,000

-- -- -- --

164,250 1,500 7,450 25,000

952,600. -- 152,600. --

943,000 143,000

Total der Ausgaben 951,500 Die oben aufgezählten E i n n a h m e n betragen 151,500

800,000. --

800,000

Bleiben durch die Staatskasse zu decken 800,000

Ad 2. Der Kreditansatz von Fr. 46,000 für die meteorologische Centralanstalt gründet sich auf den Bundesbeschluß vom 23. Dezember 1891 (A. S. n. F., Bd. XII, S. 696). Im einzelnen sind die Ansätze für die Bedürfnisse der Anstalt folgende:

Staatsrechuucg für 1896.

Fr.

Budget für 1897.

Fr.

f

20,610. --

4,517. -- 3,485. -- 10,824. -- 1 1

I 5,279. -- l 1 798.

450.

209.

362.

545.

47,079.

-- -- -- -- -- --

Fr.

Besoldungen : .

5,000 Direktor In Aussicht genommene Gratifikation an den Direktor 1,000 nach Mitgabe des erhöhten Kredites 3,800 Adjunkt 10,500 Hilfspersonal 1,300 Abwart 5,500 1,500 6,000 4,200 400 2,000 2,300 1,200 200

600 800 250 400 500 47,450

Gratifikationen an die Beobachter auf den Stationen Instrumente und Reparaturen Druckkosten (meteorologische Annalen und Accidenzien) WitterungsbulleMn Übersicht der täglichen Niederschlagsmengen Observatorium auf dem Säntis: Besoldung des Beobachters Unterhalt der Station . . .

Transportlöhne Unterhalt der Telegraphenlinie

Fr. 5,000 ,, 1,000 ,, 3,800 ,, 10,800 ,, 1,300

Fr. 2,000 ,, 2,300 * 1,200 » 200

Kommissionssitzung Reiseentschädigungen für die Centralanstalt Litteratur u n d Karten . . . .

Buchbinderkosten Expedition des Witterungsbulletins Übertrag

21,900 5,700 1,500 6,000 4,200 400

5,700 600 900 250 400 500 48,050

w

Staatsrechimng fur 1896.

Fr.

47,079.

195.

1,000.

177.

600.

435.

49,486.

-- -- -- -- -- --

911. -- 2,006. -- 400. -- 171. -- _^

3 48g

46.000. --

Budget für 1897.

Fr.

47,450 250 1,000 200 -- 300 49,200

Fr.

Übertrag Porti, Fracht, Zoll u. dg] Beitrag an die Verwaltung des Physikgebäudes Beleuchtung und Reinigung der Lokalitäten Beitrag an das Nivellement der Stationen Verschiedenes

Einnahmen: 820 Erlös von Druckschriften (meteorologische Annalen) . . . Fr. 850 1,880 Abonnemente auf das Witterungsbulletin ,, 1950 400 Beitrag des Oberbauinspektorats an die monatlichen Übersichten der Niederschlagsmengen ,, 1000 100 Emolumento für Auszüge und Gutachten ,, 100 35200 46,OUO

Durch den Bundesbeitrag zu deckender Ausgabenüberschuß

. . . .

48,050 250 1,000 200 -- 400 49,900

3 90Q

'

46,000

Ad 3. Dieser Ansatz ist von gleicher Höhe, wie der gleichartige im Budget des laufenden Jahres.

Der Beitiag ist von jeher bestimmt zur Erleichterung der Versicherungsprämien.

Ad 4. Wegen Vermehrung der Aufgaben der Materialprüfungsanstalt (Übernahme der Prüfung von Transportgefäßen verdichteter Gase; vgl. Bundesbl. 1897, III, 513) erscheint der ordentliche Jahresbeitrag für diese Anstalt gegenüber demjenigen des laufenden Jahres um Fr. 3000 erhöht; überdies ist ein außerordentlicher von Fr. 70UO vorgesehen für Einführung elektrischen Stromes für Beleuchtung und elektrische Kraftverteilung an Stelle der im Gebrauche stehenden Petrol-, Gas- und Wassermotoren.

Sttatsrechnung für 1896.

Fr.

31,417. 70

9,847.

5,772.

4,101.

3,144.

28 91 72 10

1,043. 19

Budgst für 1897.

Fr.

Ausgaben: 1. Besoldungen: 32,000 Vorstand, 3 Assistenten, Contrôleur (für Prüfung der Transportgefäße verdichteter Gase), Sekretär, Hauswart und Maschinist, Vorarbeiter, Schlosser, Cementarbeiter, Handlanger; Löhne für außerordentliche Arbeiten und Reiseentschädigun°'en . .

2. Übrige Ausgaben: 6,500 Betriebskosten (Verbrauchsmaterial, Triebkraft etc.) . . Fr. 8,500 5,500 Unterhalt des Inventars und Neuanschaffungen ,, 5,500 5,000 Bureau- u n d Druckkosten .

.

. . . » 4,200 3,200 Verwaltung des Gebäudes (Beheizung, Beleuchtung, ,, 3,200 Wasser, Besorgung von Haus und Hof) 1,800 Verschiedenes und Unvorhergesehenes ,, 1,100

Fr.

35,500

22,500 -- 55,326. 90 30,826. 90

24,500. -- 24,500. --

--

*3. Außerordentliche Ausgabe für Einführung elektrischen Stromes und elektrischer Motoren 54,000 Total 29,500 Einnahme a n Gebühren u n d Verschiedenem . . . .

Es verbleiben Diese Summe ist zu decken durch 24,500 den ordentlichen Beitrag .

einen außerordentlichen Beitrag . .

24,500

* Über die Dringlichkeit dieser Ausgabe enthält der Ihren Kommissionen zur Verfügung stehende Bericht des Schul-

rates die nähern Mitteilungen.

7,000 65,000 30,500 34,500 27,500 7,000 34,500

740

Ad 5. Aus dem Ansatz für die permanenten Schulausstellungen von Fr. 11,000 sollen subventioniert werden: Die permanente Schulausstellung in Zürich mit Fr. 3000 und diejenigen in Bern, Freiburg und Neuenburg mit je Fr. 2000, wie dies schon im laufenden Jahre geschieht. Ferner ist nach einem vom Erziehungsdepartement des Kantons Waadt eingelangten Gesuche eine gleichartige Anstalt in Lausanne im Entstehen begriffen, und wir wünschten derselben vorläufig für nächstes Jahr an die Einrichtungskosten einen Beitrag von Fr. 1000 zuzuwenden. Endlich erhält die unter ganz ausnahmaweisen Umständen in Luino wirkende Schule dortiger Schweizer (Eisenbahn- und Zollbeamte) seit Jahren einen Beitrag von Fr. 1000, dessen die Anstalt auch nächstes Jahr bedürfen wird.

Ad 6. Der Ansatz für den Arbeitstisch am zoologischen Institut des Herrn Dr. Dohrn in Neapel hat keine Veränderung erlitten.

Ad 7. Die forstliche Gentralanstalt kommt auch nächstes Jahr mit ihrem bisherigen Beitrag von Fr. 36,000 aus. Ihr Voranschlag ist folgender:

Staatsrechnnng für 1896.

Fr, ( 838. -- (

Budget für 1897.

Fr.

1,000 200

Ausgaben:

Fr.

1 . Aufsichtskommission : Taggelder und Reiaeentschädigungen der Mitglieder . . Fr. 1,000 Sekretär 200 1 900

17 925 --

2. Besoldungen: Vorstand . . . . . . .

.

. Fr. 1,000 1 500 ,, 6,000 6000 2 Assistenten Abwart .

. . .

.

. . .

. . * 1,700 l'700 5,220 Bureaupersonal und außerordentliche Aushülfe . . . ,, 5,100 1700 Gehülfe f ü r d e n Versuchsgarten . .

. . . . ,, 1,800

3,616. --

2,600

3. Taggelder und Transportkosten des Vorstandes und der Assistenten

1 K cnn 3,000

647. --

1,000

4. Entschädigung für Mithülfe an die agrikultur-chemische Station, die Samenkontrollstation, die meteorologische Centralanstalt und an die Forstbeamten des Landes .

800

[ 2,094. -- l

25,120. --

100 1,500

5. Versuchsgarten auf dem Adlisberg: Fr. 100 Pachtzins . . . .

. . .

Bestellung, Arbeitslöhne, Sämereien, Dünger, Bretter, Latte n ,, 1,400

22,520

Übertrag

1 «nn 22,100

StaatsrechnuDg für 1896.

Fr.

25,120. --

-q *fc8

Budget für 1897.

Fr.

22,520

1,000 1,200 7,543. --

3,100 1,920

Fr.

Übertrag

6. Untersuchungen in den Waldungen des Landes: Anlage neuer Versuchsflächen Wiederholte Durehforstung und Aufnahme der altern Versuchsflächen Saat- und Pflanzversuche in verschiedenen Meereshöhen Lichtversuche 2 Gehüifen bei Aufnahme (1 à Fr. 125, 1 à Fr. 100 per Monat) .

.

. .

Taggelder und Reisespesen der Gehülfen

Fr.

--

»

2,900

,, *

2,700 2,400

22,100

o,OUO 2,928. -- 1,000. --

173. -- 352. -- 492. -- 1,069. --

196. 364. 3,562. --

3,900 7. Druck- und Bureaukosten 8. Allgemeine Verwaltung des Physikgebäudes 1,000 100 9. Porti und Frachtkosten 250 10. Reinigung der Arbeitszimmer und Laboratorien .

500 11. Bücher und Zeitschriften und Buchbinderkosten .

400 12. Instandhai tun 0 des Inventars 200 13. Arbeiten d e r Studierenden i m Laboratorium . . . .

510 14. Verschiedenes und Unvorhergesehenes 15. Außerordentliche Ausgaben

42,799. --

36,600

750. -- 600. --

600

41,450. --

36,000

3 000 1 000 150 300 600 800 200 450

Tota Ausgaben Einnahmen: Bei rag der polytechnischen Schule an das forstliche Laboratorium . .

Ver schiedenes

36,600

Reine Ausgaben

36,000

600

Ad 8. Der Gesamtansatz für das schweizerische Landesmuseum erscheint von gleicher Höhe wie derjenige des laufenden Jahres. Dagegen sind uuter den Specialposten einige Schwankungen namhaft zu machen.

Der Ansatz A. Verwaltung erscheint um Fr. 4600 erhöht wegen der Anstellung eines gelernten Packers und Vermehrung der Bureaukosten (stärkere Auflage des Jahresberichts etc.). Dagegen ist der Restaurationskredit um Fr. 2000 herabgesetzt. Erhöht um Fr. 9900 erscheint der Kreditansatz für den Museumsbetrieb wegen der nun notwendigen Einführung"eines Sicherheitsdienstes im Landesmuseum. Die Erhöhung wird aber ausgeglichen durch die Herabsetzung des Kreditansatzes für die Installation.

Staatsrechnnng für 1896.

Fr.

Budget für 1897.

Fr.

Fr.

A. V e r w a l t u n g .

54,495. -

50,000 1 Jahreskredit für Erhaltung und Erwerbung vaterländischer Altertümer, beruhend auf Bundesbeschluß vom 30. Juni 1886 (A. S. n . F. IX, 62)

50,000

2 Verwaltung des schweizerischen Landesmuseums:

3,687. --

4,000

17,225. --{

8,000 4,000 4,500 3,600 2,400

14,111. --

89,518. --

13,000

89,500

Museurnskommission .

Verwaltungspersonal : Direktor Kustos .

.

Assistent Buchhalter Bureauaehülfe Packer

·.

. . . .

. . . .

Fr.

,, ,, ,, * ,,

Fr.

4,000

,,

24,700

,,

15,400

8,000 4,000 4,500 3,600 2,400 2,200

Assekuranzen, Expertisen, Bureaukosten, Bücher und Zeitschriften und Unvorhergesehenes .

A A 4 f\f\

Übertrag

94,100

Staatsrechnnng für 1896.

Fr.

89,518. -- 14,999. -- 19,998. --

Budget für 1897 Fr.

£ Fr

89,500 Übertrag 12,000 3. Restaurationskredit, Instandhaltung der alten Zimmereinrichtungen, Möbel etc. bis zur Eröffnung 20,000 4. Supplementarkredit bis zum Erlaß eines Specialgesetzes betreifend die jährliche Dotierung des Landesmuseums

-

94,100 10,000 20,000

B. M u s e u m s b e t r i e b.

15,488. -- 2,815. --

43,200 1. Bedienung, Beheizung, Beleuchtung, Sicherungsdienst 5,000 2. Reparaturwerkstätte

. Fr. 53,100 ,, 5,000 58,100

G. I n s t a l l a t i o n s p e r i o d e .

54,891. --

20,000 Extraauslagen für Pack-Transportspesen, Installierung und Katalogisierung; Führer durch das Museum

197,709. -- * 189,700

* Hierunter sind Fr. 25,000 Nachkredit (Bandest!. 1896, IV", 868).

7,500

Total 189,700

Ad 9. Der Ansatz für die schweizerische Landesbibliothek erscheint gegenüber demjenigen des laufenden Jahres um Fr. 4550 erhöht und umfaßt folgende Summen: o. O r d e n t l i c h e r K r e d i t .

Staatsrechnung Budget für 1896. für 1897.

Fr.

5,400. -- 3,600. -- 3,801. --

Fr.

5,800 4,000 4,000

15,327. -- 15,000

Fr.

1. Besoldung des Bibliothekars 6,000 2. Besoldung des Adjunkten 4,000 3. Besoldung des Hilfspersonals (l Angestellter Fr. 3000 und l technischer Gehülfe Fr. 1000) 4,000 4. Kredit für Anschaffungen und Verwaltung im eigentlichen Sinne und Beitrag an die Bürgerbibliothek in Luzern, zusammen 15,000

28,128. -- 28,800

29,000 b. A u ß e r o r d e n t l i c h e r Kredit für Einrichtung.

__ l 5,000. -- <^

6 550

5 Drei

2^400

6 Zwe. technische Gehülfen

'

1.500. -- 5,200 3.501. -- 10,000

'

Specialgehülfen

7. Druck des Kataloges 8. Außerordentliche Buchbinderkosten

Fr. 6,500 ^ 3i80o ,, 5,200 ,, 13,000 28,500

38,129. -- 52,950

Total

57,500

746

TIII. Verschiedenes.

1. Förderung und Hebung der schweizerischen Kunst 2. Jahrbuch für das schweizerische Unterrichtswesen fl 3. Dr. C. Decurtins, rätoromanische Chrestomathie 4. Unvorhergesehenes B. 1897 K. 1896

Fr. 171,650. ,, 130,432. 90

Fr. 100,000 ,, v

4,000 2,000 4,000

Fr. 110,000 "

Ad 1. Der Ansatz gründet sich auf den Bundesbeschluß vom 22. Dezember 1887 (A. 8. n. F. X, 579).

Ad 2. Der nächstes Jahr zur Publikation gelangende Band des Jahrbuches für das schweizerische Unterrichtswesen wird in Abweichung von seinen Vorgängern die Bewegung der schweizerischen Unterrichtspflege während eines Zeitraumes von zwei Jahren (der Schuljahre 1895--1896 und 1896--1897) zur Darstellung bringen und dementsprechend annähernd auf das doppelte Volumen der frühern Jahrgänge ansteigen.

Dies bedingt auch ein Anwachsen der Erstellungskosten, welche denn auf rund Fr. 4200 veranschlagt werden. Herr Redaktor Dr. Huber, ist nun mit dem Gesuche eingelangt, es möchte in Berücksichtigung dieser Umstände für nächstes Jahr eine Subvention von Fr. 4000 (statt Fr. 2500 wie bishei-) in Aussicht genommen werden. Die Notwendigkeit, den nächsten Band des Jahrbuches zwei Schuljahre umfassen zu lassen, ist hervorgerufen durch das um ein Jahr verzögerte Erscheinen der schweizerischen Schulstatistik, welches Werk wegen der großen Arbeit, die es erforderte, erst verflossenen Sommer herausgekommen ist und speciell die Ergebnisse des Schuljahres 1894--1895 zur Darstellung bringt. Die Subvention besteht jeweilen in der Abnahme von 600 Exemplaren des Jahrbuches zu einem bestimmten Preise und wird für die spätem Jahre wieder auf die bisherige Ziffer von Fr. 2500 zurückkehren.

Ad 3. Herr Nationalrat Dr. C. Decurtins ist im Jahre 1892 um finanzielle Unterstützung seiner litterarischen Publikation ,,Räloromanische Chrestomathie"1 eingekommen. Er berechnete sie damals auf fünf Lieferungen und wünschte die Unterstützung in der Weise, daß der Bund von jeder 100 Exemplare zum Preise von Fr. 10 per Exemplar übernehmen möchte (vgl. Bundeabi. 1892, III, 618 u. ff.), was eine Ausgabe von Fr. 1000 für eine Lieferung und Fr. 5000

747

für alle zusammen bedingte. Die Unterstützung wurde von Ihnen gewahrt; anstatt fünf erschienen jedoch bis zum Rechnungsabschlüsse des Jahres 1894 nur vier Lieferungen (Band I, enthaltend drei Lieferungen, und von Band II Lieferung I).

Nach einer neuerdings an unser Departement des Innern gerichteten Eingabe wünscht Herr Nationalrat Dr. Decurtias das Werk fortzusetzen, d. h. den bereits veröffentlichten Sprach- und Literaturdenkmälern der sur- und subselvischen diejenigen der engad mischen, münsterischen und sürsettischen Dialekte folgen zu lassen und der Sammlung eine solche Vollständigkeit zu geben, daß sie das ganze geistige Leben der gesamten rätoromanischen Nationalität widerspiegelt. Um das zu erreichen, beabsichtigt er, den schon herausgekommenen vier Lieferungen noch zehn weitere folgen zu lassen, und zwar so, daß 1897--1901 jedes Jahr zwei Lieferungen mit folgender Verteilung des Stoffes erscheinen : die zwei Lieferungen des laufenden Jahres sollen die engadinischen Sprachdenkmäler des 16. und 17. Jahrhunderts enthalten; 1898 werden das Folklore des Oberlandes und die Sprachdenkmäler des Oberhalbstein folgen; 1899 die ladinische Litteratur des 18. und 19. Jahrhunderts; 1900 das ladinische Folklore und die Denkmäler des Münsterthales; die zw ei letzten Lieferungen endlich (1901) werden Nachträgen, Ergänzungen, litterarischen Nachweisungen, dem Register u. s. w.

eingeräumt bleiben.

Als Unterstützung wünscht der Herr Herausgeber vom Bunde wie früher die Abnahme von je 100 Exemplaren aller noch erscheinenden Lieferungen, was für die fünfjährige Periode des Erscheinens eine Ausgabe von je Fr. 2000 bringen wird.

Nachdem die ersten Lieferungen des Werkes, das ein hervorragendes Denkmal der romanischen Sprache und Litteratur zu werden verspricht und schon weit über unsere Landesgrenzen hinaus in Fachkreisen Anerkennung gefunden hat, Ihre Unterstützung er fahren haben, erachten wir die Fortsetzung der Subvention als gegeben und werden zur Deckung der Ausgabe für die noch in diesem Jahre erscheinenden zwei Lieferungen einen Posten in unsere Botschaft für Nachkredite auf die Dezembersession einstellen, während der obenstehende Ansatz für die Subvention der zwei 1898 erscheinenden Lieferungen bestimmt ist.

Ad 4. Dieser Ansatz ist von gleicher Höhe wie der gleich artige im Budget des laufenden Jahres.
Schlußbemerkung. Sämtliche Werke, die im Budget unter dieser Rubrik zwar noch aufgeführt oder mit keiner Subvention für nächstes mehr bedacht sind, sind als vollendet zu betrachten. Was

748

speciell die Schiilwaudkarte der Schweiz betrifft, bildet der diesjährige Ansatz den Rest des durch Bundesbeschluß vom 31. Mai 1894 (A. S. n. F. XIV, 277) ausgesetzten Kredites. Wir werden seiner Zeit, wenn' das Werk zur Verteilung an die Schulen bereit ist, für Deckung der Kosten des Aufziehens der Karte etc. noch mit einem Nachkreditgesuche an Sie gelangen.

IX. Oberbauinspektorat.

1. Besoldungen.

a.

b.

c.

d.

e.

f.

g.

Oberbauinspektor Adjunkt 4 Ingenieure 2 Zeichner Registrator-Buchführer Kopist Außerordentliche technische Aushülfe

Fr. 8,000 ,, 5,800 ,, 17,500 ,, 6,400 3,800 w ,, 1,800 ,, 12,300 Fr. 55,600

B. 1897 Fr. 54,100. -- R. 1896 ,, 51,601. -- Ad a, d und e. Gleiche Ansätze wie im Vorjahre.

Ad b und o. Erhöhung des Gehaltes von 2 Beamten um je Fr. 300.

Ad f. Infolge Neubesetzung der Stelle kann der vorjährige Betrag etwas reduziert werden.

Ad g. Unter dieser Rubrik ist außer dem Betrag der Besoldungen der betreffenden Beamten und Angestellten für Diverses ein Betrag von Fr. 2000 eingestellt worden.

2. Bureaukosten und Verschiedenes.

a. Bureaubedürfnisse, Zeichnungsmaterial, Drucksachen, Lithographiekosten, liti erarische Anschaffungen, Telegramme und Porti b. Anschaffung und Unterhalt von Instrumenten .

c. Arbeitskosten für Aufnahmen an Flußkorrektionen und Wildbachverbauungen .

d. Unfallversicherung

Fr.

,,

4,900 1,500

,, ,,

2,500 2,800

Fr. 11,700 B. 1897 R. 1896

Fr. 9,750. -- ,, 16,226. 74

749

Ad a und c. Gleiche Ansätze wie im Vorjahre.

Ad b. Gewöhnlicher Ansatz.

Ad d. Da die Aufgabe einer größeren Anzahl von Beamten und Angestellten des Oberbauinspektorates in vielen Fällen mit Unfallsgefahr verbunden ist, so sind wir der Ansicht, daß dieselben, wie bei ändern eidgenössischen Amtsstellen, das Eisenbahndeparteinent, das topographische Bureau, die Alkoholverwaltung, das Fabrikinspektorat etc., gegen Unfall zu versichern wären.

Indem gegenüber der jährlichen Versicherung bei einer fünfjährigen Periode von der Gesellschaft ein Jahr in Abzug gebracht wird, so ersuchen wir um Bewilligung der ausgesetzten Summe.

3. Reisekosten und Expertisen

Fr. 16,000

B. 1897 Fr. 16,000. -- R. 1896 ,, 17,557. 90 Gleicher Ansatz wie im Jahr 1897.

4. Beiträge an Kantone fUr öffentliche Werke.

--. R h o n e k o r r e k t i o n .

An Wallis Fr.

(Bundesbeschluß vom 13. Dez. 1884.)

Wir sehen dieses Jahr von einer Anzahlung ab, da die noch auszuführende, mit dem Simplonunternehmen in engem Zusammenhang stehende Korrektionsstrecke im Weißensand doch noch nicht in Angriff genommen werden wird.

1. S c h u t z b a u t e n an W i l d w a s s e r n imHochgebirge ,, (Bundesgesetz betreffend die Wasserbaupolizei im Hochgebirge vom 22. Juni 1877, Art. 10.)

Gleicher Betrag wie in den letzten füof Jahren.

2. R h e i n k o r r e k t i o n .

An St. Gallen : (Bundesbeschluß vom 23. Dez. 1886.)

10. Jahresrate, Jahresvoranschlag . . . . ,, Übertrag

Fr.

--

500,000. --

100,000. -- 600,000. --

750

Übertrag Fr. 600,000. 3. R h e i n k o r r e k t i o n im D o m l e s e h g .

(Bundesbeschluß vom 3. April 1883.)

15. Jahresrate, Restzahlung 15,000. -- n Die im letztjährigen Budget vorgesehene Restzahlung konnte nicht vollständig verabfolgt werden.

4. G e w ä s s e r k o r r e k t i o n e n im K a n t o n Zürich.

a. (Bundesbeschluß vom 24. Juni 1892.)

Nachsubvention für die Korrektion an der Thur.

4. Jahresrate, jährliches Maximum . . ,, 108,000. b. (Bundesbeschluß vom 28. Juni 1895.)

Nachsubventionen für die Korrektionen dei' L i m mat und der Si hl.

3. Jahresrate, jährliches Maximum . . ,, 80,000. -- 5. G e w ä s s e r k o r r e k t i o n e n irn K a n t o n T h u r g a u.

(Bundesbeschluß vom 16. Dez. 1892.)

4. Jahresrate, Jahresvoranschlag ,, 80,000. -- 6. V e r b a u u n g der N öl J a bei T h u s i s .

(Bundesbeschluß vom 21. Juni 1895.)

(Nachsubvention.)

3. Jahresrate, Jahresvoranschlag ,, 15,000. -- -- . K o r r e k t i o n der A a r e (von Böttstein bis Kinn Rhein).

(Bundesbesdiluß vom 28. Juni 1882.)

Restzahlung wurde im Jahre 1896 geleistet; für die Naehsubveution verweisen wir auf Nr. 40 hiernach ,, -- 7. T e s s i n k o r r e k t i o n (von Bellinzona bis zum Langerisee).

(ßuudesbeschlüsse vom 3. April 1883 und 17. Juni 1885.)

11. Jahresrate, Restzahlung ,, 45,965. -- --. K o r r e k t i o n d e r B m tn e (obern) von Emmeumatt bis zur Gemeindegrenze Burgdorf-Kirchberg.

(Buudesbeschluß vom 26. Mär/, 1885.)

Restzahlung wurde im Jahre '1897 geleistet ,, -- Übertrag Fr. 943,965. -

751 8.

9.

10.

--.

11.

--.

12.

Übertrag S a n i e r u n g der S ü m p f e der Orbe, a. (Bundesbeschluß vom 19. Juni 1885.)

Restzahlung wurde im Jahre 1896 geleistet o. (Bundesbeschluß vom 11. Dez. 1894.)

Nachsubvention.

3. Jahresrate, jährliches Maximum . .

K o r r e k t i o n s a r b e i t e n an der Engstl i g e n bei Frutigen (Nachsubvention).

(Bundesbeschluß vom 28. Juni 1895.)

3. Jahresrate, jährliches Maximum V e r b a u u n g d e r L o r z e von der Rämselbachmündung (unterhalb der Spinnerei Unterägeri) bis zurChausseebrücke bei der Spinnerei Baar.

(Bundesbeschluß vom 27. Juni 1884.)

9. Jahresrate, Restzahlung K o r r e k t i o n d e r S c h e u ß von Bözingen bis zum Bielersee (Nachsubvention).

(Bundesbeschluß vom 28. Juni 1895.)

Restzahlung wurde im Jahre 1897 geleistet Binnengewässerkorrektion im Bezirk W e r d e n b e r g (Nachsubvention).

(Bundesbeschluß vom 12. Juni 1889.)

5. Jahresrate, Restzahlung Die im letztjährigen Budget vorgesehene Restzahlung wird der dortigen Verhältnisse wegen wiederum nicht zur Auszahlung gelangen können und muß deshalb auf dieses Jahr übertragen werden.

G r i m s e l s t r a ß e von Hof (Inuertkirchen) bis Grletsch (Kantone Bern und Wallis).

(Bundesbeschluß vom 12. Dez. 1889.)

Der Rest der hierfür bewilligten Subvention wurde den beiden beteiligten Kantonen im Jahre 1897 ausbezahlt . . .

V e r b a u u n g der G u p p e n r u n s bei Schwanden.

(Bundesbeschluß vom 6. Oktober 1890.)

8. Jahresrate, Jahresvoranschlag . . . .

Übertrag

Bundesblatt. 49. Jahrg. Bd. IV.

Fr.

,,

943,965. --

--

,,

60,000. --

,,

10,000. --

,,

20,000. --

,,

,,

,,

,,

--

13,500. --

--

15,000. --

Fr. 1,062,465. -- 53

752

Übertrag Fr. 1,062,465. -- 13. K o r r e k t i o n der B r o y e (obern) von Brivaux bis zum Pont-Neuf bei Payerne.

(Bundesbeschluß vom 24. Juni 1890.)

6. Jahresrate, jährliches Maximum . . . ,, 100,000. -- 14. K o r r e k t i o n der S a a n e (von der Eantonsgrenze Freiburg-Bern bei Laupen bis zur Einmündung in die Aare bei Oltigen).

(Bundesbeschluß vom 25. Juni 1890.)

6. Jahresrate, jährliches Maximum . . ,, 42,000. -- --. K o r r e k t i o n der M a g g i a (von oberhalb der Brücke von Ascona bis zum Langensee).

(Bundesbeschlüsse vom 12. Dez. 1890 und 19. Dez. 1891.)

Restzahlung wurde im Jahre 1897 geleistet ,, -- 15. K o r r e k t i o n und V e r b a u u n g des L o m b a c h e s und seiner Zuflüsse bei Unterseen.

(Bundesbeschluß vom 17. Juni 1891.)

6. Jahresrate, jährliches Maximum . . . ,, 35,000. -- 16. K o r r e k t i o n und V e r b a u u n g des B ä r s c h n e r b a c h e s und seiner o b e r e n Z u f l ü s s e bei Wall ens tad t.

(Bundesbeschluß vom 23. Dez. 1891.)

7. Jahresrate, Restzahlung ,, 3,000. -- Die im vorjährigen Budget aufgenommene Restzahlung konnte nicht vollständig ausbezahlt werden.

17. K l a u s e n s t r a ß e von Altdorf bis Lintthal (Kantone Uri und Glarus).

(Bundesbeschluß vom 16. Dez. 1891.)

6. Jahresrate, jährliche Maxima : a. gemeinschaftlich an Uri Ì und Glarus . . . . Fr. 306,000 I ODI nfìn b. an Uri speciell, Restf « M1>uw- ~ Zahlung ,, 25,000 J Übertrag

Fr. 1,573,465. --

753

Übertrag Fr. 1,573,465.-- 18.V e r b a u u n g s a r b e i t e n an den Wildbächen von Beckenried (Nachsubvention).

(Bundesbeschluß vom 9. Dez. 1892.)

6. Jahresrate, Jahresvoranschlag . . . . fl 15,000. -- Die im letztjährigen Budget vorgesehene Restzahlung konnte nicht vollständig ausbezahlt werden.

19. C e n t o v a l l i s t r a ß e.

(Bundesbeschluß vom 10. Dez. 1892.)

5. Jahresrate, Restzahlung ,, 6,000. -- Dieser im Jahre 1896 nicht ausbezahlte Betrag wird hier übertragen.

20.K o r r e k t i o n des S c h o n b a c h e s u n d d e r I l f i s (Kanton Bern).

(Bundesbeschluß vom 21. Dez. 1892.)

6. Jahresrate, jährliches Maximum . . . ,, 40,000. -- 21. K o r r e k t i o n d e s S c h o n b a c h e s u n d d e r I l f i s (Kanton Luzern).

(Bundesbeschluß vorn 21. Dez. 1892.)

6. Jahresrate, jährliches Maximum . . . ,, 82,000. -- 2 2 . V e r b a u u n g u n d K o r r e k t i o n der Gürbe bei Blumenstein und Wattenwil.

(Bundesbeschluß vom 7. Dez. 1892.)

5. Jahresrate, jährliches Maximum . . ,, 50,000. -- 23. K o r r e k t i o n und V e r b a u u n g des Flon und seiner Z u f l ü s s e bei Lausanne.

(Bundesbeschluß vom 17. Dez. 1892.)

5. Jahresrate, Restzahlung ,, 30,800. -- 2 4 . R h e i n r e g u l i e r u n g v o n d e r 111mündung bis zum Bodensee.

(Unternehmen gemeinschaftlich mit dem Kaiserreich von Österreich-Ungarn.)

(Bundesbeschluß vom 27. März 1893.)

5. Jahresrate, jährliches Maximum des Betreffnisses des Bundes an den laut Staatsvertrag von der Schweiz jährlich einzulösenden Betrag (80 °/o von Fr. 690,000) ,, 552,000. -- Übertrag

Fr. 2,349.265. --

754

Übertrag Fr. 2,349,265. 25. E r s t e l l u n g eines B i n n e n g e w ä s s e r k a n a l es von o b e r h a l b S e n n w a l d bis B r ü g g e r h ö r n (Unterrheinthal).

(Bundesbeschluß vom 27. März 1893.)

5. Jahresrate, Jahresvoranschlag . . . . ,, 300,000. -- 26. E r s tel l u n g e i n e s H o c h w a s s e r d a m m e s a n d e r T h u r , i n Verbindung mit der Anlage eines Binnenkanales in den Gemeinden Üßlingen, Altikon und Thalheim.

(Bundesbeschluß vom 9. April 1891.)

4. Jahresrate, Jahresvoranschlag . . . . ,, 5,000. -- --. K o r r e k t i o n d e s S i s s e l n b a c h e s .

(Bundesbeschluß vom 28. Juni 1893.)

Restzahlung wurde im Jahre 1897 geleistet ,, -- --. V e r b a u u n g u n d K o r r e k t i o n d e s Rütibaches bei Reichenburg.

(Bundesbeschluß vom 9. April 1894.)

,, -- Die Anstände, welche im vorjährigen Budget erwähnt worden waren, haben bis jetzt noch nicht behoben werden können, daher auch für 1898 kein Betrag anzusetzen ist.

27. K o r r e k t i o n und V e r b a u u n g der u n t e r n u n d o b e r n G r y o n n e ( 2 . Nachsubvention).

(Bundesbeschluß vom 11. Juni 1894.)

4. Jahresrate, Jahresvoranschlag . . . ,, 10,000. -- 28. K o r r e k t i o n der R h o n e zwischen der Kantonsgrenze Wallis und Waadt und dem Lemansee (2. Nachsubvention).

(Bundesbeschluß vom 11. Juni 1894.)

4. Jahresrate, jährliches Maximum . . . ,, 22,000. -- --. W i l d b a c h v e r b a u u n g e n i n d e r G - e m e i n d e G i s w y l (Obwalden).

(Bundesbeschluß vom 15. Dez. 1894.)

Die Restzahlung wurde im Jahre 1897 geleistet ,, -- Übertrag

Fr. 2,686,265. --

755

Übertrag 29.V e r b a u u n g und K o r r e k t i o n des T r ü b b a c h e s , Gemeinde Wartau (St. Gallen).

(Bundesbeschluß vom 17. Dez. 1894.)

4. Jahresrate, jährliches Maximum . . .

30.M a g g i a b r ü c k e bei A s c o n a .

(Bundesbeschluß vom 30. März 1895.)

4. Jahresrate. Restzahlung 31. S c h a l l e n b e r g s t r a ß e (Kanton Bern).

(Bundesbeschluß vom 10. Dez. 1894.)

3. Jahresrate, jährliches Maximum . . .

32. S t r a ß e S c h a n g n a u - W i g g e n (Kanton Luzern).

(Bundesbeschluß vom 10. Dez. 1894.)

3. Jahresrate, jährliches Maximum . . .

33.K o r r e k t i o n und V e r b a u u n g des H o r n b a c h e s , G e m e i n d e Sumisw a l d.

(Bundesbeschluß vom 24. Juni 1895.)

3. Jahresrate, jährliches Maximum . . .

34. Verbauung des K ü s n a c h e r b aches, Gemeinde K ü s n a c h (Kanton Zürich).

(Bundesbeschluß vom 28. Juni 1895.)

3. Jahresrate, jährliches Maximum . . .

35.Verbauung des D o r f b a c h e s von E i l t e n (Nachsubvention).

(Bundesbeschluß vom 7. Dez. 1895.)

3. Jahresrate, jährliches Maximum . . .

36. K o r r e k t i o n s a r b e i t e n an der W i e s e auf Gebiet der Gemeinde Riehen und E r s t e l l u n g eines H o c h w a s s e r d a m m e s längs des Rheins an der Wiesenmündung.

(Bundesbeschluß vom 5. Juni 1896.)

2. Jahresrate, jährliches Maximum . . .

37. K o r r e k t i o n der E m m e (untern) von der Gemeindegrenze Burgdorf-Kirchberg bis zur Kantonsgrenze Bern-Solothurn (Nachaubvention).

(Bundesbesehluß vom 6. Juni 1896.)

2. Jahresrate, jährliches Maximum

Fr. 2,686,265. --

,,

40,000. --

,,

5,212. --

,,

27,000. --

,,

25,000. --

,,

15,000. --

,,

25,000. --

,,

10,000. --

,,

45,000. --

,,

35,000. --

Übertrag Fr. 2,913,477. --

756 Übertrag Fr. 2,913,477. -- 38. K o r r e k t i o n der B r o y e (untern) von unterhalb dem Pont-Neuf bei Payerne bis zum Murtensee.

(Bundesbeschluß vom 10. Juni 1896.)

2. Jahresrate, jährliches Maximum . . . ,, 60,000. -- 39. W e i t e r f ü h r u n g des H ü n i n g e r k a n a l e s bis Basel.

(Bundesbeschluß vom 11. Juni 1896.)

Jährliches Maximum Fr. 200,000.

1. Jahresrate ,, 100,000.-- Die Unterhandlungen mit Deutschland sind noch zu keinem Abschlüsse gelangt.

Es ist deshalb nicht anzunehmen, daß eine volle Baurate von Fr. 200,000 im Jahre 1898 zur Verwendung komme; daher Reduktion der Jahresrate von Fr. 200,000 auf Fr. 100,000.

40. K o r r e k t i o n der Aar e v o n B ö t t s t e i n b i s z u m R h e i n (Nachsubvention).

(Bundesbeschluß vom 23. März 1897/) 2. Jahresrate, jährliches Maximum . . . ,, 60,000. -- 41. V o l l e n d u n g des L i n t h w e r k e s .

(Bundesbeschluß vom 25. März 1897.)

2. Jahresrate, jährliches Maximum . . .

14,500. -- fl 42. K o r r e k t i o n des C a s s a r a t e bei L u g a n o v o n P o n t e d i V a l l e b i s z ü r n See.

(Bundesbeschluß vom 26. Juni 1897.)

1. Jahresrate, jährliches Maximum . . . ,, 30,000.-- 43.V e r b a u u n g und K o r r e k t i o n des Grstaldenbaches( Frei bâches), Gem e i n d e Thal.

(Bundesbeschluß vom 2. Juli 1897.)

1. Jahresrate, jährliches Maximum . . . ,, 40,000. -- 44.V e r b a u u n g und K o r r e k t i o n des G s t a l d en b â c h e s b e i H e i d e n .

(Bundesbeschluß vom 2. Juli 1897.)

1. Jahresrate, jährliches Maximum . . . ,, 30,000. -- Übertrag Fr. 3,247,977. --

757 Übertrag 45. V e r b a u u n g des L a m m b a c h e s und des S c h w a n d e n b a c h e s bei Brienz.

(Bundesbeschluß vom 2. Juli 1897.)

2. Jahresrate, jährliches Maximum . . .

46. K o r r e k t i o n des B i e d bei Locle.

(Buudesbeschluß vom 2. Juli 1897.)

1. Jahresrate, jährliches Maximum . . .

Fr. 3,247,977.--

,,

70,000. --

,,

80,000. --

Fr. 3,397,977. -- B. 1897 Fr. 3,690,505. -- R. 1896 ,, 3,439,031. 17 5. Entschädigung an Kantone.

Für den Unterhalt der internationalen Alpenstraßen (Art. 30 der Bundesverfassung) : 1. An Uri Fr. 80,000 2. ,, Graubünden ,, 200,000 3. ,, Tessin ,, 200,000 4. ,, Wallis ,, 50,000 Fr. 530,000 B. 1897 Fr. 530,000. -- R. 1896 ,, 530,000. -- Wie bisher.

6. Entschädigung an das Linthunternehmen

. . . Fr. 15,143

(Bundesratsbeschluß vom 15. Mai 1850 und Bundesgesetz betreffend die Unterhaltung des Linthwerkes vom 6. Christmonat 1867, Art. 2, litt, a.)

B. 1897 Fr. 15,143. -- R. 1896 ,, 15,142. 86 Wie bisher.

7. Hydrometrie.

a. Hydrometrische Beobachtungen und Publikationen o. Beitrag an das eidgenössische topographische Bureau für die Ausdehnung des Präcisionsnivellements auf die schweizerischen Flußläufe Übertrag

Fr.

7,200

,,

3,500

Fr. 10,700

758 Übertrag c. Erstellung von neuen Pegelstationen, inkl. Aufstellung selbstregistrierender Instrumente (Limnigraphen) d. Beitrag an die schweizerische meteorologische Centralanstalt in Zürich für die monatliche Publikation der Regenhöhen

Fr. 10,700 ,,

3,000

,,

1,000

Fr. 14,700 B. 1897 R. 1896

Fr. 14,100. -- ,, 13,097. 75

Ad a--c. Diese Posten sind gleich wie im Vorjahre.

Ad d. Hier wurde eine Erhöhung von Fr. 600 gegenüber 1897 angenommen, um eine beschleunigte Publikation dieser für Flußkorrektionen wichtigen Daten zu sichern. Der ganze Posten figuriert unter den Einnahmen der schweizerischen meteorologischen Centralanstalt in Zürich.

8. Untersuchung der Wasserverhältnisse der Schweiz B. 1897 R. 1896

Fr. 42,000

Fr. 42,000. -- ,, 39,827. 49

Dieser durch Bundesbeschluß vom 17. August 1895 bereits bewilligte Jahreskredit setzt sich folgendermaßen zusammen: I. Tabellarische Zusammenstellung der Flächeninhalte Fr. 13,100 II. Darstellung der Gewässer-Längenprotüe . . . ,, · 14,000 III. Tabellarische Zusammenstellung der Minimalwassermengen ,, 12,400 IV. Allgemeines ,, 2,500 Total wie oben

Fr. 42,000

Gesamtbetrag der Ausgaben des Oberbauinspektorates Fr. 4,083,120. -- B. 1897 R. 1896

Fr. 4,371,598. -- ,, 4,122,484. 91

759 X. Direktion der eidgenössischen Bauten.

I. Besoldungen.

a.

b.

c.

d.

e.

f.

g.

h.

Direktor Adjunkt Zwei Architekten Zwei Bauführer Außerordentliche technische Aushülfe . . . .

Registrator-Buchführer Sekretär-Kanzlist Kanzlisten

Fr. 7,000 ,, 5,000 ,, 9,000 ,, 7,200 ,, 19,600 ,, 3,800 ,, 4,000 ,, 9,000 Fr. 64,600

B. 1897 Fr. 61,600. -- R. 1896 ,, 60,599. 25 Ad Ti. Wegen bedeutender Arbeitsvermehrung wurde die Anstellung eines dritten Kanzlisten notwendig. Infolgedessen und um bescheidene Aufbesserungen innert den Grenzen des Gesetzes gewähren zu können, ersuchen wir um Bewilligung des eingestellten Betrages.

II. Bureaukosten.

Bureaubedürfnisse, Zeichnungsmaterialien, Drucksachen, Lithographiekosten, litterarische Anschaffungen, Telegramme und Porti Fr. 6000 B. 1897 Fr. 6000. -- R. 1896 _ 5999. 18 III. Reisekosten und Expertisen B. 1897 R. 1896

Fr. 11,000

Fr. 11,000. -- ,, 10,944. 40

IV. Hochbauten, a. Ordentlicher Unterhalt der eidgenössischen Gebäude.

1. Bundeshäuser, Ost- und Westbau, mit zugehörigem Gewächshaus, Telegraphengebäude an der Speichergasse, Gebäude des statis-

760

tischen Bureaus an der Inselgasse, sowie der Zoll- und Alkoholverwaltung an der Bundesgasse in Bern Fr. 10,000 2. Chemiegebäude, Physikgebäude, Sternwarte, Anstalt zur Prüfung von Baumaterialien und Baubureau mit Werkstätten iu Zürich, sowie Observatorium auf dem Säntis ,, 9,000 3. Militärgebäude in Thun, als: Verwaltungsgebäude mit Spital, Kaserne, Stallungen, Reitbahnen, Fouragemagazine, Gebäude der Munitionsfabrik und
auf dem ßreitfeld bei Winkeln ,, 5,200 6. Kantine mit Offizierszimmern, Unteroffiziers.kaserne, Zeughaus, Materialschuppen, Schmiede- und Kilehegebäude, Wohngebäude für deu Festungsaufseher, sowie Ökonomiegebäude mit Fouragemagazin in Luziensteig ,, 1,800 7. Gebäude der Waffenfabrik in Bern . . . ,, 5,500 8. Gebäude der Kriegspulverfabrik in Worblaufen, der Pulverfabriken iu Lavaux und Chur, sowie Pulvermagazine 9. Zeughäuser in Bern, Langnau, Aarau, Kriens, Rapperswjl, Winterthur, Schwyz, Bellinzona, Sanitätsdepotgebäude in Interlaken und Flüelen, Centralrnontierungsmagazine in Bern, Getreide- und Futtermagazine bei Ostermundigen, Magazine in Grümligen und Littau, Lahorierwerkstätte in Altdorf, sowie Geschoß-, Patronenund Explosivstotfmagazine fl Übertrag

,,

11,800

13,000 Fr.

82,800

761 Übertrag Fr.

10. Münzgebäulichkeiten in Bern ,, 11. Ökonomie- und Wohngebäude in Thun, Thierachern, Übeachi, Amsoldingen und Winkeln . . ,, 12. Zollgebäude in La Bouège, La Goule, Goumois, Clairbié, La Motte, Bressaucourt, Damvant, Reclère, Fahy, Beurnevésin, Bonfol, Vendlincourt, Miécourt, Lucelle, Roggenburg, Burgfelden, Lysbüchel, Basel, Wiesenbrücke, Riehen, Hörn, Stein-Säckingen, Jüppen, Koblenz, Barz, Ellikon, Durstgraben, Schaffhausen, Schaffhausen-Rheinhalde, Osterfingen , Erzingen, Oberwiesen, Bargen, Höfen, Thayngen, Dießenhofen, Stein a./Rh., Tägerweilen, Emmishofen, KreuzDingen, Altnau, Rheineck, St. Margrethen, Monstein-Au, Oberriet, Haag, Buchs, Maitinsbruck, Münster, Zernez, Viano, Campocologno, Castasegna, Caprino, Chiasso, Novazzano, Büro, Figino, Ponte-Tresa, Fornasette, Luino, Dirinella, Brissago, Locamo, Gondo, Châtelard, Col de Coux, Morgins, 8l. Gingolph, Ouchy, Hermanee, Anière, Gy, Moniaz, Mon-Idee, Moillesuiaz, Thônex, Fossard, Bossey-Troinex, Pierregrand, Croix-de-Rozon, Perly, Chancy, Meyrin, Sacconnex, Colovrex, Vireloup, Sauverny, Chavannes de Bogis, Grassier, La Cure, Vallorbes, TAuberson, Meudon, Ecrenaz, Cerneux-Pequignot, Col-des-Rocbes, Les Brenets, La Rasse und Biaufond ,, 13. Post-, Telegraphen- und Telephongebäude in Genf, Montreux, Sitten, Chexbres, Yverdon, Chateaud'GEx, Travers, Saignelégier, Glovelier, Neuenburg, Bern, Thun, Spiez, Interlaken, Meiringen, Liestal, Solothurn, Luzern, Zürich, Winterthur, St. Gallen, Glarus und Chur ,,

82,800 600 4,500

15,500

18,600

Fr. 122,000 B. 1897 R. 1896

Fr. 122,000. -- ,, 121,999. 29

b. Umbau- und Erweiterungsarbeiten.

1. In den Gewächshäusern zum Bundeshaus müssen verschiedene eingreifende Instandstellungs- und Ergänzungsarbeiten, wie Umänderung und teilweise Neuerstellung der Heizungsanlage in der

762 großen Serre, Einrichtung des Holzschuppens zu einer provisorischen Orangerie u. s. w., vorgenommen werden . . . . Fr.

1,500 2. Kaum war 1864 die Sternwarte beim Polytechnikum in Zürich fertig und in Betrieb gesetzt worden, so begannen schon die seither trotz aller Abhülfsversuche stets wiederkehrenden und je länger je dringender werdenden Klagen über unzweckmäßigen Bau des Daches des Meridiansaales und mangelhafte Verschlußvorrichtung der Spalten im Dache für die aufgestellten zwei Meridianinstrumente. Bei jedem stärkern Regen und besonders bei rascher Schneeschmelze dringt Wasser in den Saal ein, oft in solchem Maße, daß die aufgestellten Meridianinstrumente trotz aller Schutzvorrichtungen ernstlichen Beschädigungen ausgesetzt sind, thatsächlich auch schon wiederholt .

Schaden genommen haben. Selbstverständlich leidet dabei auch die Ausführung der Meridianbeobachtungen, deren Zuverlässigkeit überdies noch dadurch beeinträchtigt wird, daß bei der bisherigen Einrichtung des Daches mit den Meridianspalten und ihrem Verschlüsse eine Ausgleichung der Temperaturen des Meridiansaales und der äußern Luft, wie sie für genaue Beobachtungen gefordert werden muß, nicht sichergestellt ist.

Immer und immer mußte während des 34jährigen Bestehens der Sternwarte repariert werden, um den sich fühlbar machenden Übelständen abzuhelfen; es geschah aber immer nur mit kleinen Mitteln und für die dringendste Not, gründliche Abhülfe ist nie geschaffen worden ; die erwähnten Übelstände bestehen in unvermindertem Maße fort und machen sich in neuerer Zeit empfindlicher fühlbar, da mit dem in letzten Jahren mit großen Kosten restaurierten größern Meridianinstrumentegenauere, zuverlässigere Beobachtungen gemacht werden wollen. Zu endlicher gründlicher Abhülfe der bestehenden Mängel drängt noch der Umstand, daß ohnehin am Bau des Meridiansaales die Verwitterung einzelner Teile so weit fortgeschritten ist, daß mit betreifenden .Reparaturarbeiten auch nicht mehr länger zugewartet werden darf. Im Einvernehmen mit dem Direktor der Sternwarte, Herrn Prof. Wolfer, sind Pläne und Kostenanschlag für gründliche Abhülfe entworfen worden. Die Pläne sehen eine Erweiterung Übertrag

Fr.

1,500

763

Übertrag der Meridianspalten bis auf l m. und einen neuen, zweckmäßigeren beweglichen Verschluß derselben vor, zusammen mit einer Erneuerung des ganzen schadhaften Daches des Meridiansaales, sowie des verwitterten Sockelgurtes und Hauptgesimses mit Balustrade.

Die geplante Erweiterung der Meridianspalten und der neuen Verschlüsse dieser lassen sich ausführen, ohne die seiner Zeit von Professor Semper projektierte Architektur des Gebäudes wesentlich zu stören ; diese Vorkehrungen entsprechen den Forderungen des Astronomen und verheißen, zusammen mit der Erneuerung des schadhaften Daches, gründliche Abhülfe der Übelstände, die bis jetzt die astronomischen Arbeiten beeinträchtigt haben

Fr.

1,500

,,

12,000

3. Durch die Verlegung der Bureaux der Kriegsdepotverwaltung in Thun in den für dieselbe erstellten Neubau werden im Verwaltungsgebäude bei der Kaserne in Thun Lokale frei, und es wünscht nun die Postverwaltung, es möchte dieser Anlaß zu einer zweckentsprechendem Einrichtung des im letztgenannten Gebäude untergebrachten Post- und Telegraphenbureaus benutzt werden. Gleichzeitig würden im Erdgeschoß für die Munitionsdepotverwaltung weitere Lokale eingerichtet

,,

8,400

4. Bei der starken Frequenz der Bäder in der Kaserne in Thun seitens der Truppen erweist sich die Vorrichtung für die Kalt- und Warmwassermischung als unzureichend. Es sollte daher hier, ·wie bei den Offiziersbädern, ein Reservoir erstellt werden, mittelst welchem eine zweckmäßigere Abgabe von warmem Wasser ermöglicht, eine Ersparnis an Brennmaterial erzielt und zudem eine allzu rasche Abnützung der Feuerungseinrichtung verhindert werden kann

,,

2,700

5. In den vier Vestibules im dritten Stockwerk und in den Zugängen zu den Aborttürmen der Kaserne Thun sind die tannenen Fußböden stark ausgelaufen und sollten daher durch harthölzerne Riemenböden ersetzt werden

,,

1,200

Übertrag Fr.

25,800

764

Übertrag Fr.

6. An den Plafonds der Korridore vor den Offizierszimmern des ersten und zweiten Stockes der Kaserne in Thun nisten sich infolge der offenen Bauart der Kaserne jeweilen eine große Zahl Vögel ein, was eine stete Verunreinigung der Gänge zur Folge hat. Auch fällt zwischen den Sandsteinen immer Unrat in die Korridore der untern Stockwerke durch.

Diesen Übelständen kann durch Verranden und Verputzen der Plafonds abgeholfen werden . . . ,, 7. Die bisher zu Unterkunftszwecken benutzten Böden der Kasernenstallungen in Thun gaben wiederholt zu berechtigten Klagen seitens der Truppen Anlaß. Da nun das Zeughaus Nr. l nicht mehr als solches verwendet wird, so ist es angezeigt, den obern Boden desselben für die Unterbringung von Truppen herzurichten und damit die Belegung der Stallböden einzuschränken ,, 8. Im Wachtlokal der Kasernenstallungen in Thun sollte der steinerne Fußboden durch einen hölzernen Boden ersetzt werden, da bei kühler Witterung die Steinplatten für den Gesundheitszustand der Mannschaften nachteilig sind ,, 9. Der Bodenbelag der drei Reitbahnen in Thun kann trotz jährlicher mehrmaliger Umarbeitung und Ergänzung mit Sand und Sägespänen nicht mehr in den gewünschten Stand gebracht werden. Eine gründliche Umänderung derselben durch Ausheben des alten Materials und Auffüllung mit frischem Sand, sowie die gleichzeitige Reparatur der morschen Seitenwände erweist sich als dringend notwendig . . ,, 10. Die Schmieden Nr. l und 2 mit Beschlagraum im Stallhofe bei der Kaserne in Thun müssen einer gründlichen Instandstellung unterworfen werden. Die daherigen Kosten können nicht aus dem Kredite für den ordentlichen Gebäudeunterhalt bestritten werden ,, 11. In einigen ausländischen Hülsenfabriken ist die Erfahrung gemacht worden, daß die Glühöfen mit Coaksfeuerung, System Schneider, leistungsfähiger und zum Betriebe weniger teuer sind, als die bisher Übertrag

Fr.

25,800

2,200

8,500

700

23,000

1,100

61,300

765Übertrag verwendeten altern Öfen mit Steinkohlenfeuerung.

Auf Grund dieser Thatsache schlagen wir die Erstellung einer neuen Glühofenanlage nach obgenanntem System für die Munitionsfabrik in Thun vor . Fr. 61,000 Das bestehende Kamin für die Glühöfen ist an verschiedenen Stellen gerissen und mußte zu verschiedenen Malen mit Reifen und Schlaudern gebunden werden. Die gleichzeitige Erstellung eines neuen Kamins ist durchaus angezeigt . ,, 6,000 12. Das große Kamin zwischen Direktionsgebäude und Gießerei der Munitionsfabrik in Thun ist nicht mehr zweckdienlich und empfiehlt sich daher die Erstellung eines kleinern Kamines 13. In verschiedenen Gebäuden der Munitionsfabrik in Thun sollten die Fußböden ganz oder teilweise erneuert und in der Hülsenfabrik Vorfenster angebracht werden 14. Aus sanitarischen Gründen ist die direkte Ableitung des Abzugskanals bei der Hülsenfabrik in Thun in den Hauptkanal, statt in die bestehende Abtrittgrube, geboten. Ferner sollte der ältere Abort bei diesem Gebäude, sowie derjenige bei der Speiseanstalt umgebaut und diese wie auch die Aborte bei den Hülfslaboratorien Nr. 3 und 4 mit Ölpissoirs versehen werden 15. Der bei der Kiesgrube gelegene Schießplatz der eidgenössischen Munitionsfabrik in Thun ist zur Zeit nach allen Seiten offen. Im Interesse der allgemeinen Sicherheit empfiehlt es sich, denselben mit einer Einzäunung zu umgeben

Fr.

61,300

,,

67,000'

,,

1,150

Tj

8,000<

,,

8,500

,,

3,900

16. Das vom eidgenössischen Munitionsdepot in Thun benutzte Munitionsmagazin Nr. II, in welchem die Munition verpackt und zur Spedition abgeholt wird, hat nur auf der Westseite Thüren und kann deshalb der Verkehr nicht ungehindert vor sich gehen.

Um diesem Übelstande abzuhelfen, beantragen wir Übertrag

Fr. 149,850

766

Übertrag Fr. 149,850 die Erstellung eines Thores auf der Ostseite des Magazins, mit einer l m. breiten und 3 m. langen Rampe und einem 3 m. breiten und 6 m. langen Vordach. Im Magazin selbst sollte durch Anbringen von drei großen Fenstern ein Packraum hergerichtet werden. Wir fügen bei, daß diese Verbesserungen eine Ersparnis an Camionnagekosten zur Folge haben, indem die Beladung der Fuhrwerke alsdann schneller bewerkstelligt werden kann ,, 3,000 17. Der Konstruktionswerkstätte in Thuu steht zur Zeit für die Fabrikation, beziehungsweise das Bebauten der Sattelböcke kein geeignetes Lokal zur Verfügung, in welchem zur Winterszeit die für das Leimen notwendige Temperaturhöhe erreicht wird ; vielmehr müssen diese Arbeiten in Räumen besorgt werden, in denen wegen der übrigen in den nämlichen Lokalen vorgenommenen Arbeiten nicht die erforderliche Wärme erzeugt werden darf. Diesen Übelständen kann dadurch abgeholfen werden, daß die Sattelbockfabrikation in den Dachraum des Holztröcknegebäudes verlegt wird. Zu dem Behufe ist jedoch der Ausbau des letztern, d. h. die Ausmauerung der Knie- und Giebelwände, die Verschalung des Daches, die Anbringung von Scheidewänden und Vorfenstern, sowie die Einrichtung der Dampfheizung und der Gasbeleuchtung notwendig ,, 3,300 18. Da der kleine Montiersohuppen und die Malerwerkstätte der Konstruktionswerkstätte in Thun, welche in unmittelbarer Nähe, beziehungsweise inmitten der Holzschuppen liegen, mit Öfen geheizt werden müssen, so ist bedeutende Feuersgefahr vorhanden, weshalb auch die Versicherung des Mobiliars auf Schwierigkeiten stößt oder doch sehr hohe Prämien erfordert. Zur Verminderung der Feuersgefahr sollte daher in diesen Räumlichkeiten die Dampfheizung eingerichtet werden, wozu die bestehenden Dampfkessel voraussichtlich ausreichen . ,, 4,700 19. Infolge des im Jahre 1896/97 ausgeführten ^Neubaues von Magazinen für die Konstruktionswerkstätte in Thun werden die an die Schmiede angrenÜbertrag

Fr. 160,850

767

Übertrag zenden alten Magazine disponibel. Dieselben können am zweckmäßigsten zur Vergrößerung der Schmiede, welche stets zu wenig Raum bietet, verwendet werden 20. Die Regiewerkstätten und der Werkplatz der eidgenössischen Bauverwaltung in Thun sind nicht eingezäunt, was der Sicherheit halber sehr zu wünschen wäre. Wir nehmen daher hierfür die erforderliche Summe auf 21. Die beiden Dachräume über der Stallung Nr. l und über der Schmiede bei der Kaserne in Frauenfeld werden als Sattlerwerkstätte, resp. Materialmagazin benutzt. Bei großer Hitze oder Kälte bietet aber das bloße Ziegeldach den Arbeitern zu wenig Schutz; die beiden Räume sollten daher, in gleicher Weise wie das Hafermagazin, verschalt werden 22. Der Abort auf der Westseite des Unterkunftsraumes über den Stallungen Nr. 10--14 in Frauenfeld hat sich bei vollständiger Besetzung dieses Raumes als ungenügend erwiesen. Die Erstellung eines zweiten Abortes auf der Ostseite ist daher ein dringendes Bedürfnis 23. Für die Erneuerung der ausgelaufenen tannenen Fußböden in der Kaserne Herisau nehmen wir für das nächste Jahr eine weitere Rate auf von . .

24. In der Reitbahn in Herisau sind die Fundamente schadhaft, das aufliegende Balkenwerk angefault und die Bedachung reparaturbedürftig, so daß eine gründliche Instandstellung des Gebäudes erforderlich ist 25. In der Kriegspulverfabrik Worblaufen wird zur Zeit die sogenannte Roslfeuerung angewendet.

Angestellte Berechnungen haben jedoch ergeben, daß dabei der Kohlenverbrauch ein wesentlich größerer ist als bei der sogenannten Kohlenstaubfeuerung, System Wegener. Wir erachten es daher als zweckmäßig, bei der Dampfkesselanlage in Worblaufen diese Feuerungsart einzuführen. Dazu bedarf es baulicher Einrichtungen : 4 durch den Schornsteinzug selbstthätig bewegte Feuerungsapparate und eines Anbaues an das Kesselhaus zur Aufnahme der Kohlenmühle.

Übertrag Bundesblatt. 49. Jahrg. Bd. IV.

Fr. 160,850 ,,

2,900

,,

3,800

,,

800

,,

900

,,

7,500

,,

5,500

Fr. 182,250 54

768

Übertrag Gleichzeitig sollte, da gegenwärtig in Ermanglung eines geeigneten Platzes das für die Kriegspulverfabrik erforderliche Brennholz im freien aufbewahrt werden m u ß , auf der ändern Seite des Kesselhauses ein Holzschuppen errichtet werden . .

26. In der Kriegspulverfabrik Worblaufen genügen bei einigen Gebäuden, wie beim alten Magazingebäude, Werkstattgebäude, Holländergebäude u. s. w., gewöhnliche Dachreparaturen nicht mehr, sondern es müssen die betreffenden Dachungen ganz umgedeckt und teilweise mit neuer Lattung oder Verschalung versehen werden. Hierfür müssen wir laut Kostenberechnung vorsehen 27. Der Dachraum des Ceotralmontierungsmagazins in Bern wird nunmehr auch als Arbeitsraum benutzt, infolge dessen die Dampfheizung auch hier eingeführt werden muß. Der bestehende Dampfkessel ist jedoch nicht berechnet, um mit demselben diese Räume auch noch erwärmen zu können, so daß ein neuer Kessel beschafft werden muß.

Im weitern verlangt der Fabrikinspektor die Anbringung eines Ventilators behufs Aspiration der Dämpfe in der Wäscherei. Um nun die nötige Kraft zum Betriebe dieses Ventilators zu erhalten, wünschen wir einen Hochdruckkessel aufzustellen und mit demselben gleichzeitig die Wäscherei zu heizen, wodurch der bestehende Kessel genügend entlastet wird, um solchen noch für die Beheizung der Dachräume verwenden zu können.

Zur Erzielung einer bessern Lüftung in den Arbeitsräumen auch im Winter sollten gleichzeitig die betreffenden Oberlichter umgeändert werden .

28. Auf dem Waffenplatz Brugg fehlt ein genügend großer, heizbarer Raum, in welchem die häufigen Reparaturen an Pontons und Fuhrwerken an Ort und Stelle besorgt werden können. Diesem Mangel ist am zweckmäßigsten durch Umbau des Magazins Nr. 3 abzuhelfen 29. Infolge der Neuorganisation der Truppenkörper der Artillerie muß das Corpsmaterial und

Fr. 182,250

Übertrag

Fr. 214.750

,,

16,300

,,

2,700

,,

10,500

,,

3,000

769 Übertrag die Munition von zwei neu formierten Feldbatterien untergebracht werden. Um dies zu ermöglichen, ist es notwendig, ein Geschoßmagazin zu vergrößern.

Gleichzeitig sollten auch die Verladeeinvichtungen desselben durch Erstellung einer Rampe und Vermehrung der Thüren verbessert werden . . . .

30. Um das Ein- und Ausmagazinieren der Munition in einem Geschoßmagazin, in welchem die Munition der Positionsartillerieabteilung I untergebracht ist, in geordneter Weise und zugleich rasch bewerkstelligen zu können, ist der Bau einer Rampe längs der Südwand des betreffenden Magazins, sowie die Erstellung einer dritten Thüre in dieser Wand, dringend erforderlich 31. Die Militärverwaltung wünscht die Böden im Erdgeschoß und ersten Stock des im Jahre 1893 vom Befestigungsbureau erstellten Proviantmagazines in Göschenen bedeutend stärker, als ursprünglich angenommen, zu belasten, was eine entsprechende Verstärkung der Balkenlage zur Notwendigkeit macht .

32. Wie bisher, bedürfen wir auch pro 1898 einen Kredit von Fr. 10,000 für die Vervollständigung der innern Einrichtung von Kriegsdepotanlagen, wobei wir noch speciell darauf hinweisen, daß die mit der Reorganisation der Truppenkörper der Artillerie zusammenhängenden Material Verschiebungen vielfache Änderungen an Gestellen und anderen Installationen bedingen 33. Anläßlich der Einrichtung eines Duschenzimmers im Münzgebäude hat sich gezeigt, daß die Decke über den Glühöfen und dem Dampfkessel durch hölzerne Balken und hölzerne Unterzüge getragen wird. Zur Verminderung der Feuersgefahr muß hier eine feuerfeste Decke erstellt werden . . . .

34. Die Hinterfacade des Zollgebäudes Clairbié mußte an eine steile Böschung angelehnt werden.

Während der Ausgrabung der Fundamente und der Ausführung hatte sich kein Wasserzufluß gezeigt, so daß von der Erstellung besonderer Sickerungen Umgang genommen wurde. Seit letztem Frühjahr ist nun

Fr. 214,750

Übertrag

Fr. 243,350

,,

10,500

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2,300

,,

3,600

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10,000

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2,200

770

Übertrag Fr. 243,350 zeitweise starker Wasserzudrang eingetreten, so daß Keller und Brdgeschoßlokale sehr von Feuchtigkeit leiden. Die Freilegung der hintern Façade und die Erstellung einer Stützmauer, sowie der nötigen Sickerungen und Wasserableitungen ist ein dringendes Bedürfnis ,, 4,800 35. Im Zollhause in Beurnevésin, einem alten, teilweise baufälligen Gebäude, müssen verschiedene eingreifende Instandstellungsarbeiten ausgeführt werden, welche devisiert sind auf ,, 5,700 36. Auch im Zollgebäude in Miecourt müssen verschiedene außerordentliche Reparaturen, wie neuer Facadenverputz mit Ölfarbanstrich, Erstellung von Täferwerk in Zimmern, in den Gängen und im Treppenhaus u. s. w. vorgenommen werden ,, 5,400 37. Im Erdgeschoß des Zollgebäudes Lisbüchel bei Basel ist das nördlich gelegene, zur Visiteurwohnung gehörende Zimmer feucht, weil es unter dem Boden an jeglichem Luftzug fehlt. Der Boden und die angefaulten Balken müssen heraus gerissen, das Terrain auf eine gewisse Tiefe ausgehoben, Luftzüge in den Sockel gehauen und Balkenlage und Boden neu erstellt und das Zimmer ganz vertäfert werden. Gleichzeitig sind sowohl im Haupt- als im Nebengebäude verschiedene größere Reparaturen auszuführen ,, 2,600 38. Als das Zollgehäude in Monstein-Au erbaut wurde, war der- Bauplatz noch Sumpfgebiet.- Es wurden keine eigentlichen Keller erstellt, sondern nur zwei kleine Behälter, die aber dem Bedarf einer Familie zur Aufbewahrung der nötigsten Lebensmittel nicht genügen. Infolge der Binnenkanalkorrektion ist das Terrain trocken gelegt und eine Rückstauung des Wassers ausgeschlossen. Zur Sanierung des Hauses sollten jetzt zwei entsprechende Keller eingebaut werden ,, 2,000 39. Die dem Zolldienst in Gondo zur Verfügung stehenden Lokale sind so beschränkt, daß nur ledige Grenzwächter daselbst Unterkunft finden können.

Der Postenchef hat kein eigenes Zimmer, sondern Übertrag

Fr. 263,850

771 Übertrag muß im Postenlokal schlafen. Es ist nötig, diesem Mangel an Unterkunftslokalen in der Weise abzuhelfen, daß über dem zum Zollhause gehörenden Stallgebäude eine aus zwei Zimmern, Küche und Dependenzen bestehende Wohnung erstellt wird. Dadurch wird es möglich, in Gondo einen verheirateten Grenzwächter als Postenchef zu placieren, was im dienstlichen Interesse zu wünschen ist 40. In der letzten Junisession genehmigten Sie den Ankauf eines alten Gebäudes zunächst der Dampfschifflände in Nyon, welches durch Umbau und teilweise Vergrößerung für die Unterbringung des dortigen Zollbureaus und des Zollpersonals eingerichtet werden soll. Wir sehen hierfür einen Betrag vor von 41. Für das Zollhaus in Mon-Idee muß ein Betrag für verschiedene Instandstellungsarbeiten vorgesehen werden, deren Kosten nicht aus dem Kredite für den ordentlichen Gebäudeunterhalt bestritten werden können 42. Im alten Zollgebäude in Thônex sind ebenfalls verschiedene Brgänzungs- und Reparaturarbeiten vorzunehmen 43. Im Zollgebäude Ecrenaz sind verschiedene Ergänzungsarbeiten, als: wasserdichter Cementüberzug im Keller, Vertäferungen im Treppenhaus und in den Vestibules, sowie Umgebungsarbeiten u. s. w.

vorzunehmen 44. Beim Zollhaus in Biaufoud ist die Erstellung eines Vordaches mit Windfang und einer neuen Abtrittanlage dringendes Bedürfnis 45. Im Postgebäude in Sitten sollte für den Telephonchef ein eigenes Bureau erstellt werden, was durch Umänderung des gegenwärtigen Laboratoriums möglich ist. Überdies erweist sich die Einrichtung eines besondern Abories für das Telegraphenpersonal als absolut notwendig. Ferner muß im Posthofe ein Lokal für das Linienmaterial eingerichtet werden .

46. Im Postgebäude in Montreux, sowie in den Postgebäuden in Thun und Interlaken sind zum Schütze Übertrag

Fr. 263,850

,,

7,000

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28,000

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1,200

T,

2,200

,,

3,800

^

1,300

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6,000

°

Fr. 313,350

772

Übertrag Fr. 313,350 der Gebäude gegen die möglichen Folgen einer Berührung der Starkstromleitungen mit den Telephondrähten feuersichere Blitzplattenkammern zu erstellen.

In ersterem Gebäude sollte gleichzeitig das Telephonmaterialmagazin vergrößert werden; auch erweist es sich nachträglich als notwendig, in der Schalterhalle des Postgebäudes in Thun die Heizuog einzuführen . ,, 7,800 47. In den auf der Nordseite gelegenen Zimmern des Postgebäudes Luzern steigt bei ganz kalter Witterung die Temperatur nicht genügend, so daß es angezeigt ist, in denselben längs den Façadenwänden noch Heizkörper anzubringen . Fr. 1,600 Infolge der raschen Entwicklung des Telephonnetzes in Luzern sind die Lokalitäten der Telephonverwaltung in Luzern ganz unzureichend geworden, so daß eine Erweiterung derselben in Aussicht genommen werden muß. Hierbei wird die Verlegung des Apparatensaales und dessen Dependenzen in den zweiten Stock notwendig und es müssen zu diesem Ende die an den Verein junger Kaufleute daselbst vermieteten Räumlichkeiten gekündet werden _ 7,500 48. Im Postgebäude St. Gallen ist die Erweiterung der Telegraphen- und Telephonlokalitäten zu einer unausweichlichen Notwendigkeit geworden. Zu diesem Ende müssen zwei Privatwohnungen im 2. Stock gekündet werden, damit die Centraltelephonstation daselbst erweitert und die gegenwärtig im 1. Stock untergebrachte Telegrapheninspektion, deren Zimmer zu dem Telegraphen-Apparatensaal geschlagen werden sollen, dorthin verlegt werden können. Die notwendigen Umbauten in den beiden Stockwerken sind berechnet zu

,,

9,100

,,

12,000

49. Die Wohnung des Hauswartes im Postgebäude in Chur erweist sich als zu klein und sollte durch Ausbau von zwei Dachräumen, die mit der Übertrag

Fr. 342,250

773

Übertrag Wohnung mittelst einer Wendeltreppe zu verbinden sind, erweitert werden

Fr. 342,250 ,,

2,500

Total Fr. 344,750 B. 1897 R. 1896

Fr. 267,950. -- ,, 201,559. 45

c. Neubauten.

1. Für das Bundeshaus Mittelbau stellen wir die fünfte Rate ein mit Fr. 1,000,000 2. Der Bau des Archiv- und Landesbibliothekgebäudes wird im nächsten Jahre eine Ausgabe erfordern von T, 300,000 3. Für das Gebäude der mechanisch-technischen Abteilung der polytechnischen Schule in Zürich nehmen wir einen Betrag auf von ,, 250,000 4. Der Professor der Hygieine und Bakteriologie am eidg. Polytechnikum, Herr Dr. Roth, kann für seine und der Studierenden hygieiniseh-bakteriologische Arbeiten und Untersuchungen der Versuche mit Tieren durchaus nicht entbehren. Für die Durchführung der Versuche mit solchen bieten aber ·die dem Professor zu Gebote stehenden beschränkten Arbeitsräume keine Gelegenheit, sie würden auch sonst nicht dazu passen, so wenig als überhaupt Unterbringung von Tieren im Chemiegebäude, in dem sich diese Arbeitsräume befinden, zulässig erachtet werden könnte. Ebensowenig geht es aus hygieinischen Gründen und der Vorsicht wegen an, im Chemiegebäude die Sezierung der zu Versuchen verwendeten Tiere auszuführen. Dazu, wie zur Untersuchung der Tiere sollte in einem abgesonderten Nebengebäude Gelegenheit geboten werden -, da ein solches nicht vorhanden ist, das sich eignen würde, so ergiebt sich die Notwendigkeit eines entsprechenden kleinen Neubaues beim Chemiegebäude.

Wenn dieser Bau erst jetzt verlangt wird, so geschieht es, weil man glaubte, daß der Professor der Hygieine und Bakteriologie am eidg. PolytechniÜbertrag

Fr. 1,550,000

774

Übertrag kum noch länger wie bisher die zu Versuchen verwendeten Tiere beim hygieinischen Institute der Universität Zürich werde unterbringen können ; dieses von jeher prekäre Verhältnis hat sich aber als länger gar nicht mehr haltbar erwiesen.

Die Kosten mit Inbegriff der innern Einrichtung werden zu stehen kommen auf 5. Sie bewilligten den 22. Juni 1896 für den Umbau, beziehungsweise Neubau des Hauptgebäudes der Konstruktionswerkstätte in Thun Fr. 197,000, in dem Sinne, daß dieser Betrag je zur Hälfte auf die Jahre 1896 und 1897 zu verteilen sei. Mit den Arbeiten konnte jedoch erst im laufenden Jahre begonnen werden, so daß eine Hälfte des Kredites im Jahre 1898 zur Verwendung kommen wird . .

6. Für die eidgenössischen Militäranstalten in Thun besteht ein eigenes Feuerwehrcorps, welches aus Angestellten dieser Etablissemente gebildet wird.

Sämtliche Löschgerätschaften sind zur Zeit in einem einzigen Magazin vereinigt. Bei der großen Ausdehnung, welche die gesamte Anlage der Militäranstalten im Laufe der Jahre erreicht hat, ist es jedoch notwendig, weiteres Material zur Bedienung der verschiedenen Hydranten in zweckmäßiger Weise auf diese Anlage zu verteilen. Wir schlagen daher die Erstellung von zwei kleinen Magazinen zur Unterbringung von Hydrantenwagen vor 7. Zur Unterbringung von Betriebsmaterial der Munitionsfabrik in Thun, namentlich Brenn- und Packmaterial und von zur Spedition bereitgestellten Abgangmetallen ist die Erstellung eines geräumigen Materialschuppens wünschenswert, dessen Kosten berechnet sind auf 8. Bei den Regiewerkstätten der eidg. Bauverwaltung in Thun fehlt ein Schuppen zum Schermen von Brettern und Aufbewahren von verschiedenen Baumaterialien. Wir beantragen die Erstellung eines solchen 9. Seitdem das Gebäude bei der Ochsenfurt auf dem Waffenplatz Frauenfeld nicht mehr bewohnt

Fr. 1,550,000

Übertrag

Fr. 1,678,400

,,

3,000*

,,

98,500

,,

900

,,

20,000

,,

6,000

775

Übertrag Fr. 1,678,400 wird, ist das Scheibenfeld bedeutend nach der Tiefe .

ausgedehnt worden. Infolgedessen ist es nicht möglich, vom bestehenden Beobachtungsstande aus die Schüsse auf die in einer- großen Zone liegenden Ziele beobachten zu können. Wir schlagen deshalb die Erstellung eines ferneren Beobachtungsstandes auf dem sogenannten Wiesenfeld vor ,, 4,600 10. Um die in der Kriegspulverfabrik Worblaufen verwendete Rohwolle rationeller und leichter lockern und entstäuben zu können und um diese Arbeit in gesundheitlicher Beziehung weniger schädlich zu gestalten, beabsichtigen wir, sogenannte Reißmaschinen zu beschaffen. Behufs Aufstellung derselben bedarf es der Erstellung eines zweckentsprechenden Gebäudes ,, 7,000 11. Im diesjährigen Budget ist ein Betrag von Fr. 7300 für Errichtung eines offenen Steinkohlenplatzes bei der Kriegspulverfabrik Worblaufen zur Lagerung von wenigstens 50 Waggons Kohlen vorgesehen. Da, wie hiervor unter Umbau- und Erweiterungsarbeiten näher ausgeführt ist, die Einführung der Kohlenstaubfeuerung vorgeschlagen wird, so haben wir von der Ausführung des Kohlenplatzes abgesehen und schlagen nun die Erstellung eines gemauerten und mit Wellblechdach versehenen Kohlenschuppens vor ,, 12,000 12. Auf dem Waffenplatz Bière sind vom Kanton Waadt zwei Lokale als Hafermagazine gemietet. Das waadtländische Militärdepartement wünscht nun das eine derselben zu einer Unteroffizierskantine und das andere zu einem Soldatenlesezimmer umzubauen, so daß wir gezwungen sind, ein eigenes Hafermagazin, ·welches in die Nähe des in diesem Jahre errichteten Fouragemagazins zu stehen käme, zu erstellen . . ,, 12,000 13. In Liestal ist das Schulmaterial für die Genietruppen, soweit dasselbe nicht in dem auf dem Exerzierplatz Gitterli erstellten Magazine Platz findet, in verschiedenen Lokalitäten zerstreut und teilweise sehr unzweckmäßig untergebracht. Ein Teil desselben befindet sich in Schuppen, die nicht abgeÜ bertrag

Fr. 1,714,000

776

Übertrag Fr. 1,714,000 schlössen werden können und somit jedermann zugänglich sind, ein großer Teil aber in dem dem Kanton gehörenden, von der Eidgenossenschaft zur Aufbewahrung von Material eidgenössischer Truppencorps bisher gemieteten Magazine im Kasernenhof.

Der bezügliche Mietvertrag ist jedoch auf Ende Jahres gekündet worden und wird der Kanton Baselland selbst die betreffenden Räumlichkeiten für die Unterbringung des Corpsmaterials seiner Einheiten in Anspruch nehmen.

Bei dieser Sachlage halten wir für das Zweckmäßigste, auf dem Exerzierplatze Gitterli ein weiteres Magazin zu erstellen, um das Genieschulmaterial darin unterbringen zu können ,, 16,500 14. Zur Unterbringung der Ladungen für die ïwei gemäß Bundesbeschluß vom 19. März 1897 betreffend die Neuordnung der Truppenkörper der Artillerie dem IV. Armeecorps zugeteilten Feldbatterien ist die Erstellung eines Patronenmagazins notwendig 15. Im Jahre 1891 wurde für das Kriegsdepot Kriens-Luzern ein Verwaltungsgebäude erstellt, welches außer den Bureaux und der Wohnung für den Depotverwalter eine kleine Wohnung für einen den Aufsichts- und Pförtnerdienst besorgenden Arbeiter enthält. Seither ist die Kriegsdepotanlage bedeutend vergrößert worden, indem westlich an die Anlage angrenzend ein großer Landkomplex erworben und auf demselben vier Zeughäuser erbaut worden sind; ferner wurde eine Verbindung mit der Gemeindestraße Kriens-Luzern erstellt und an der nordwestlichen Ecke des Areals, welches jetzt ca. 30,000 m 2 umfaßt, ein zweiter Thoreingang geschaffen. Die ganze Anlage wird durch die Zeughäuser Nr. 2 und 3 in zwei ziemlich gleiche Hälften geteilt, was die Überwachung der westlichen Hälfte vom Verwaltungsgebäude aus verunmöglicht; angesichts der isolierten Lage des Depots ist aber eine intensive Überwachung desselben dringend geboten, und beantragen wir zu dem Zwecke die Erstellung eines Wohnhäuschens Übertrag

,,

9,000

Fr. 1,739,500

77.7

Übertrag beim nordwestlichen Eingang der Depotanlage für einen den Aufsichtsdienst im Depot führenden Arbeiter und dessen Familie 16. Für die Erstellung der Friedenskaserne, des Verwaltungs- und Wohngebäudes in Andermatt nehmen wir für das nächste Jahr auf 17. Auf dem Schießplatz in Andermatt sind noch keine Seheibenstände errichtet, und muß man sich für die Schießübungen der gewöhnlichen freistehenden Feldscheiben bedienen. Das Scheibenmaterial leidet dadurch in diesem rauhen, windigen Klima in bedenklicher Weise. Außerdem geht bei den Übungen infolge des erschwerten Zeigens viel Zeit verloren, die für andere Instruktionszwecke besser verwendet werden könnte. Bisher konnte in dieser Hinsicht Abhülfe nicht geschafft werden, weil es am nötigen Bauplatze fehlte. Durch den erfolgten Ankauf eines Exerzier- und Schießplatzes ist nun die Möglichkeit und Gelegenheit gegeben, den erwähnten Übelständen abzuhelfen. Wir nehmen daher die Errichtung von 4 Scheibenständen zu je 6 Scheiben Nr. I und 7 Scheiben Nr. V in Aussicht . . .

18. In der nur aus 4 Häusern bestehenden Örtlichkeit Chaufour hat die Zollverwaltung für Unterbringung des Zollamtes in einem Hause die nötigen Zimmer gemietet. Die Lokale sind feucht und daher ungesund, das Zollbureau zudem nur durch eine Bretterwand vom Viehstall getrennt. Eine andere Mietgelegenheit ist nicht vorhanden, auch ist wahrscheinlich, daß die jetzigen Lokale in nicht allzuferner Zeit gekündet werden, so daß, um allen Eventualitäten zu begegnen, die Erstelluog eines Zollhauses unvermeidlich ist 19. Der Eigentümer der hinter dem Zollhause in Zurzach-Barz gelegenen Landparzelle im Halte von 611 m 2 ist geneigt, dieselbe der Zollverwaltung zum Preise von Fr. 375 zu verkaufen. Der Besitz eines etwas größern Landumschwunges bei dem jetzt ziemlich beschränkten Räume hinter dem Hause wäre wünschenswert, um dem Grenzwächter-Einnehmer

Fr. 1,739,500

Übertrag

Fr. 2,105,500

,,

15,000

,,

300,000

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30,000

^

21,000

778

Übertrag Fr. 2,105,500 etwas Land zum Bebauen zur Verfügung stellen zu können, weshalb wir den Ankauf befürworten. Samt den Stipulationsgebühren wird diese Ausgabe betragen cirka ,, 400 20. Unter Hinweisung auf die Auseinandersetzungen in der Budgetbotschaft pro 1897 (S. 306 ff.), betreffend die Erwerbung der dem Kanton St. Galleu gehörenden Zollhäuschen in Au-Oberfahr, Schmitter, Kriesern, Montlingeu, Büehel, Sevelen und Trübbach, stellen wir den nötigen Betrag nebst Handänderungsund Stipulationsgebühren ein mit . . Fr. 42,600 Die erforderlichen Instandstellungsarbeiten sind berechnet auf . . . . ,, 3,800 ,, 46,400 21. Die Gemeinde Oberriet im st. gallischen Rheinthale beabsichtigt, in Verbindung mit dem Binnenkanal eine Korrektion der Straße RheinbrückeKriesern durch eine Richtungsveränderung derselben vorzunehmen. Hierdurch wird das jetzige, dem Kanton St. Gallen gehörende und von der eidgenössischen Verwaltung gemietete Zollhäuschen abseits der Straße zu liegen kommen, so daß für die Zollverwaltung die Notwendigkeit eintritt, anstoßend an die neue Straße und in der Nähe der Brücke ein Zollhaus erstellen zu müssen . . ,, 18,000 22. Infolge des italienischen Projektes einer auch dns Dorf Stabio berührenden Sekundärbahn ist die Errichtung des im Budget pro 1897 vorgesehenen Zollhauses daselbst in Frage gestellt worden.

Das Bahnprojekt ist jetzt fallen gelassen worden, so daß das Gebäude im nächsten Jahr ausgeführt werden kann ,, 45,000 23. Einer entstandenen Grenzschwierigkeit beim benachbarten italienischen Dorfe Clivio wegen konnte der im diesjährigen Budget vorgesehene Kauf eines Bauplatzes für ein Zollhaus in Ligornetto noch nicht abgeschlossen werden ,, 2,100 24. Die Eigentümer des Hauses in Morcote, Kanton Tessin, in welchem das Zollamt, der Grenzwachtposten und die Wohnung des Zolleinnehmers Übertrag

Fr. 2,217,400

779

Übertrag Fr. 2,217,400 sich befinden, wünschen, der Erbschaftsteilung wegen, das Haus so bald als möglich zu verkaufen und haben dasselbe in erster Linie der Zollverwaltung zum Kaufe angeboten.

Dem Hause gegenüber am See befindet sich eine Ladungsrampe für Barken, welche beim Zollamt Waren abzufertigen haben. Diese Rampe gehört zum Hause und wäre im Kaufpreis inbegriffen. Das Haus ist für den Zolldienst sehr günstig gelegen und dessen Einrichtung zweckmäßig. Auch befindet sich dasselbe in gutem Zustande, so daß der Kauf bei dem verlangten Preis von Fr. 15,000 in jeder Beziehung konvenieren würde.

Wir beantragen deshalb den Ankauf dieser Liegenschaft, wofür ein Kredit erforderlich ist von ,, 16,000 25. Die Überwachung der Grenze bei Termini, Kanton Tessin, einem dem Schmuggel ausgesetzten Ort, ist äußerst schwierig, und es muß danach getrachtet werden, den Grenzwachtposten in eine für die Grenzbewachung zweckmäßige Lage unterzubringen, was bisher wegen mangelnder Gelegenheit, passende Lokale mieten zu können, nicht möglich war. Das einzige Terrain, das günstig gelegen wäre, will dessen Eigentümer nur mit seiner ganzen Besitzung abtreten, wofür er einen übertriebenen Preis verlangt, nebstdem, daß die vorhandenen baufälligen Gebäulichkeiten für den Zolldienst nicht verwendbar wären.

Wir nehmen deshalb die Erstellung eines Grenzwächterhauses in Aussicht, wofür wir vorläufig die Erwerbung des nötigen Bauplatzes, die vermutlich auf dem Expropriationswege wird stattfinden müssen, beantragen ,, 4,000 26. Wir beantragen den Ankauf des alten Hauses, in welchem gegenwärtig der Grenzwachtposten in Astano (/Tessin) mietweise untergebracht sind. Der ursprünglich geforderte Preis von Fr. 7260 konnte um Fr. 500 reduziert werden, so daß die Kaufsumme nun auf Fr. 6760 zu stehen kommt. Es sind inklusive Stipulationsgebühren hier einzustellen ,, 6,850 Übertrag

Fr. 2,244,250

780

Übertrag 27. Bei dem bedeutenden Viehverkehr in Perly ist es nötig, bei den dortigen Zollgebäuden einen Schuppen zu errichten, in dem das Vieh eingestellt und die grenztierärztliche Untersuchung vorgenommen werden kann. Auch sollten vor dem Hauptgebäude und im Hofe Barrieren zum Aubinden von Vieh errichtet werden 28. Das vorhandene Zollbureau in Sésegnin (Kanton Genf) ist vom Zolleinnehmer der Verwaltung vermietet, ist aber, wie die Postenlokale, inmitten der Ortschaft für den Zolldienst höchst unzweckmäßig gelegen, da die Grenze nicht übersehen werden kann. Das Interesse des Zolldienstes erfordert auch hier die Erstellung einer eigenen Gebäulichkeit in unmittelbarer Nähe der Grenze 29. Die mietweise für das Zollamt Bourdigny (Genf) benützten Lokalitäten sind in schlechtem Zustande, zudem so feucht, daß alles darin schimmelt; auch ist deren Lage für den Zolldienst nicht zweckmäßig; andere, passende Lokalitäten sind nicht zu haben. Es ist daher notwendig, daselbst an geeigneter Lage eine Gebäulichkeit für den Zolldienst zu erstellen 30. Das Zollhaus in Vireloup ist für die Unterbringung des Zollpersonals ungenügend. Dessen Konstruktionsart und baulicher Zustand ist derart, daß eine Vergrößerung, resp. ein Umbau nicht ratsam ist, um so mehr, als die Lage für den Zolldienst keine günstige ist. Wir beantragen deshalb den Verkauf des alten Zollhauses, den Ankauf eines besser gelegenen Bauplatzes und die Erstellung eines Neubaues 31. Auch das Zollhaus in Sauverny bietet für die Unterbringung des dortigen Zollpersonals ' zu wenig Raum. Dasselbe liegt in einem durch die Straßen gebildeten Dreieck, und es gehört so wenig Umschwung zum Hause, daß für einen Anbau kein Platz vorhanden ist; an eine Erhöhung des schlecht eingerichteten und höchst mangelhaft ausgeführten alten Gebäudes kann nicht gedacht werden. Es

Fr. 2,244,250

Übertrag

Fr. 2,342,850

,,

2,600

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32,000

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32,000

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32,000

781

Übertrag Fr. 2,342,850 bleibt daher nichts anderes übrig, als auf der dem Zollhause gegenüber liegenden Seite der Straße ein Stück Terrain anzukaufen und daselbst ein Dependenzgebäude zu bauen ^ 29,000 32. Für das im Bau begriffene Postgebäude in Lausanne nehmen wir die dritte Rate auf mit . ,, 350,000 33. Sie bewilligten den 25. März 1897 für die Erstellung eines Postgebäudes in Freiburg Fr. 564,000.

Für das nächste Jahr nehmen wir für diese Baute in Aussicht . .

,, 200,000 34. Der für das Postgebäude in Zürich bewilligte Kredit beträgt Fr. 1,750,000 In den Jahren 1894--1896 wurden verausgabt . . Fr. 998,401 In das Budget pro 1897 sind eingestellt ,, 400,393 ,, 1,398,794 Bleiben für das nächste Jahr noch verfügbar .

35. Wir haben beschlossen, zur Erlangung von Plänen für das Postgebäude in Schaffhausen, für welches Sie unterm 26. März laufenden Jahres einen Kredit von Fr. 402,000 bewilligt haben, noch einen Wettbewerb zu veranstalten, infolgedessen mit den Bauarbeiten erst im nächsten Frühjahr wird begonnen werden können. Wir nehmen für das erste Baujahr eine Summe auf von 36. Für das Postgebäude in Winterthur bewilligten Sie den 23. März 1896 . . Fr. 940,000 Die Ausgaben im Jahre 1896 betragen Fr. 40,008 In das Budget pro 1897 sind eingesellt . ,, 400,000 ,, 440,008

,,

351,206

,,

150,000

Verbleiben für das Jahr 1898 37. Von dem unterm 27. März 1896 bewilligten Kredile von Fr. 345,000

,,

499,992

Übertrag

Fr. 345,000

Fr. 3,923,04»

782 Übertrag für das Postgebäude in Frauenfeld wurden im Jahre 1896 verausgabt . . . . F r . 32,350 In das Budget pro 1897 sind aufgenommen 180,000

Fr. 345,000

,,

Fr. 3,923,048

212,350

Für das Jahr 1898 verbleiben somit noch .

.

,,

132,650

Fr. 4,055,698 B. 1897 R. 1896

Fr. 3,577,693. -- ,, 2,736,716. 84

d. Bauliche Arbeiten in gemieteten Gebäuden.

Bauliche, der Eidgenossenschaft auffallende Arbeiten in den für die Centralverwaltung gemieteten Gebäuden . . . Fr. 2000 B. 1897 R. 1896

Fr. 2000. -- ,, 2916. 23

V. Straßen- und Wasserbauten, a. Strassenbauten.

1. Unterhalt der Plätze bei den Militärgebäuden in Thun und der Straßen und Wege daselbst, sowie auf der Thuner Allmend bis Glütschbach Fr.

4,000 2. Unterhalt der Telegraphen- und Telephonlinien auf dem Waflenplatz Thun ,, 400 3. Unterhalt der Straßen, Wege und Plätze auf den Waffenplätzen Frauenfeld, Herisau und Luziensteig, sowie auf dem Exerzierfeld und auf den eidgenössischen Liegenschaften in Winkeln ,, 4,300 4. Unterhalt der auf dem Areal der Pulverfabriken Lavaux und Chur und der Kriegspulverfabrik Worblaufen liegenden und zu denselben, sowie zu den verschiedenen Pulvermagazinen führenden Straßen und Wege ,, 2,200 Übertrag

Fr.

10,900

783

Übertrag Fr.

5. Unterhalt der Plätze und Wege bei den übrigen eidgenössischen Gebäuden ,, 6. Um die Plätze vor den Fouragekammern der Kasernenstallungen in Thun und um die Düngerplätze daselbst in gehöriger Weise reinigen zu können, sollten dieselben mit Steinpflaster versehen werden . . . ,, 7. Der Platz längs der östlichen Seite der Staliungen der Pferderegieanstalt in Thun, welcher durch den breiten Dachvorscherm ziemlich geschützt ist, dient oft zur momentanen Ablagerung von Materialien, wie Stroh etc. Die jetzige Unterlage von Erde und Kies ist aber feucht und gestattet eine gehörige Reinigung nicht, zudem wird das Hin- und Herfahren mit Fourage- und Düngerwagen auf dieser Strecke durch den schlechten Untergrund erheblich erschwert.

Der Platz sollte daher gepflastert werden.

Die nämlichen Übelstände zeigen sich auch auf der Strecke vom Tagesrationenmagazin bis zum Mitteleingange der Stallungen, weshalb auch hier die Pflasterung auf Straßenbreite wünschenswert erscheint . . ,, 8. Das zeitweise sehr große Quantum Dünger aus der neuen Regieanstalt in Thun wird unterhalb des neuen Fouragemagazins im sogenannten alten Aarebett abgelagert, welcher Platz sich hierfür gut eignet, wenn er einmal ausgeebnet ist. Es sollten 6 Düngerplätze mit 5 dazwischenliegenden Jauchegruben erstellt werden ,, 9. Die bestehenden Zufahrtswege zum Fourageroagazin und zum Düngerplatze der Pferderegieanstalt in Thun können bei dem großen Fuhrwerkverkehr trotz fortwährendem Ausbessern nicht in gutem Zustande erhalten werden und ist daher die Anlage von regelrecht erstellten Zufahrtsstraßen höchst wünschenswert ,, 10. Der durch die Anlage der Kriegspulverfabrik in Worblaufen führende Hauptweg ist unbedingt zu schmal, indem die Lastfuhrwerke, wie Säurewagen etc. nicht ohne Gefahr und nur mit der größten Vorsicht auf demselben verkehren können. Es ist daher geboten, diesen Weg zu verbreitern ,, Übertrag Bundesblatt. 49. Jahrg. Bd. IV.

10,900 1,000

6,000

3,000

6,100

1,600

2,600

Fr. 31,200 55

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Übertrag 11. Behufs Erleichterung des Transports der verschiedenen Materialien von und zu den Lokalen der Kriegspulverfabrik Worblaufen und Schonung der Arbeiter und des Materials ist es wünschenswert, daß auf den verschiedenen Zufahrtswegen Schienenstränge gelegt werden 12. Die Eidgenossenschaft hat als Besitzerin eines großen Grundstückes in der Gegend von Ebikon, auf dem eine größere Anzahl Magazine für die Militärverwaltung erstellt wurden, an den Unterhalt der alten Ebikonerstraße laut gemeinderätlicher Festsetzung und Erkenntnis des Regierungsrates des Kantons Luzern 60 °/o der Kosten zu tragen. Die Straße soll nun nächstens in Stand gestellt werden. Von den cirka Fr. 5000 betragenden Kosten entfallen auf die Eidgenossenschaft 13. Die Militärverwaltung verlangt die Erstellung von regelrecht angelegten Zufahrtswegen zu verschiedenen in der Umgegend von Freiburg befindlichen Munitionsmagazinen, da die gegenwärtigen Wege bei nasser Witterung gar nicht praktikabel sind . . .

14. Beim Zollgebäude in Vendlincourt muß längs der Straße und gegen das tiefer gelegene nachbarliche Land eine Gartenmauner mit Einfriedigung erstellt werden 15. Es ist wünschenswert, daß der bis jetzt nur überkieste Teil des Posthofes in Interlaken gepflastert werde b. Wasserbauten.

1. Unterhalt und Ergänzung der Versicherungen auf den beidseitigen Uferstrecken der Aare unterhalb Thun und der Thur bei Frauenfeld 2. Ordentlicher Unterhalt des Fabrikkanales und der Militärbadanstalt in Thun, der Kanäle, Bäche, Brücken, Schleusen etc., auf den verschiedenen der Eidgenossenschaft gehörenden Waffenplätzen, sowie in den Pulverfabriken Lavaux und Chur, in der Kriegspulverfabrik Worblaufen und in der Laborieranstalt im Schächenwald bei Altdorf Übertrag

Fr.

31,200

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6,000

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3,000

,,

3,500

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1,800

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1,100

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3,000

,, Fr.

4,000 53,600

785 Übertrag Fr.

3. Bei trockener Witterung müssen die Reitbahnen von Zeit zu Zeit mit Wasser bespritzt werden.

Während nun in den Reitbahnen I und II bei der Kaserne in Thun hierfür eigene Einrichtungen vorhanden sind, muß bei der Reitbahn III das nötige Wasser vom nächsten Feuerhydranten (Nr. 21) hergeleitet werden, was viele Umständlichkeiten und Zeitaufwand verursacht. Diesem Übelstande kann durch Anbringen von Hydranten in dieser Reitbahn abgeholfen werden ,, 4. Die Abläufe der Dächer gehen auf der vordem Front der neuen Regieanstalt in Thun auf die Straße und auf den Seiten dieses Gebäudes auf die Weiden, wodurch an den betreffenden Stellen Sumpf und Morast entsteht. Diesem Übelstande sollte durch eine geeignete Kanalisation mit Auslauf in die Aare abgeholfen werden ,, 5. Auf dem Exerzier- und Schießplatz Breitfeld bei Herisau befindet sich vor der Linie, auf welcher die Scheiben für das Gefechtsschießen aufgestellt werden müssen, eine sumpfige Parzelle, wo die Truppen bei jedem Schritte bis über die Knöchel ins Wasser sinken. Dieser Zustand ist unhaltbar und beeinträchtigt wesentlich eine richtige Durchführung der Übungen. Für die Abhaltung des Gefechtsschießens steht kein anderer Platz zur Verfügung. Die Entwässerungsarbeiten sind berechnet auf ,, 6. Zwischen der Kohlenbrennerei und der obern Brücke der Pulverfabrik Lavaux sind die Kanalböschungen stark unterspült und das Kanalbett ausgewaschen. Es müssen daselbst Ufermauern erstellt und das Kanalbett mit großen Steinen ausgepflastert werden ,, 7. Die cirka 1700 m. lange Wasserleitung, durch welche das große Wasserreservoir bei der Kriegspulverfabrik Worblaufen von den beim Rothhaus unterhalb Bolligen gefaßten Quellen her gespiesen wird, ist seiner Zeit zum größern Teile ersparnishalber in Steingutröhren erstellt worden. Seither sind von dieser Quelle 480 Minutenliter Wasser mehr anÜbertrag

Fr.

53,600

600

6,800

3,500

2,600

67,100

786

Übertrag gekauft worden, und es ist infolge dieses vermehrten Wasserzuflusses der Druck in der Leitung ein größerer, so daß an einzelnen Stellen die Steingutröhren schon öfters gesprungen sind, was jeweilen störend auf den Fabrikbetrieb wirkt. Es sollten deshalb die 150 mm.

weiten Steingutröhren an den betreffenden Stellen, d. h. vorläufig auf wenigstens 400 m. Länge durch gußeiserne Röhren von gleichem Kaliber ersetzt werden 8. Trotz der vorerwähnten bedeutenden Wasserquantumsvermehrung erweist sich die der Kriegspulverfabrik zur Verfügung stehende Wassermenge für deren Betrieb als ungenügend und es muß deshalb für weitern Wasserzufluß gesorgt werden. Nun besitzt die Eidgenossenschaft etwas oberhalb der sogenannten alten Papierfabrik in der Rtiedibesitzung eine Quelle, welche seiner Zeit mit dem Ankauf der alten Papierfabrik in den Besitz der Eidgenossenschaft übergegangen ist und von welcher zur Stunde noch cirka 60 Minutenliter unbenutzt abfließen. Diese 60 Liter und ein weiteres Wasserquanturn von 100 Minutenlitern, welche jüngst angekauft worden und laut Vertrag in die Brunnstube bei der alten Papierfabrik einzuleiten sind, sollten nun durch eine neu von der letztgenannten Brunnstube aus zu erstellende Leitung nicht in das Hauptreservoir, welches für diese Quellen zu hoch gelegen ist, sondern direkt in das Reservoir der Dampfkesselanlage geleitet werden. Bei gleichem Anlasse sollte die alte, schadhafte Cementröhrenleitung von der Quelle in der Rüedibesitzung durch eine eiserne 125 mm. weite Leitung ersetzt werden.

Letztere ist devisiert auf Fr. 5000 Die neue eiserne 150 mm. weite Wasserleitung von 520 m. Länge von der Brunnstube bei der alten Papierfabrik bis zum Reservoir der Dampfkesselanlage ist veranschlagt zu ,, 8000

Fr.

67,100

n

5,000

,,

13,000

Fr.

85,100

9. Die bisher in das Hauptreservoir der Kriegspulverfabrik Worblaufen zugeleitete Wassermenge erweist sich als ungenügend und ist daher eine verÜbertrag

787

Übertrag mehrte Wasserzuleitung durch Ankauf von wenigstens 100 Minutenlitern für den Betrieb eine dringende Notwendigkeit. Hierfür liegt eine Offerte vor von .

10. In St. Margrethen wird eine Quellwasserleitung erstellt. Wir halten dafür, es sollte diese Gelegenheit benützt werden, um auch das dortige Zollgebäude mit Wasser zu versehen. Die Zuleitung samt Einrichtung kostet 11. Die Gemeindebehörde von Thônex verlangt, gestützt auf Art. 26 des Reglements über den Wasserabfluß auf öffentlichen Straßen, die Erstellung eines Ablaufkanales vom Zollgebäude daselbst in den Foronbach 12. Beim Zollgebäude Colovrex zeigt sich zu gewissen Zeiten starker Wasserdruck im Boden, so daß Wasser durch den Kellerboden dringt. Um diesem Übelstande in radikaler Weise abzuhelfen, bleibt nichts anderes übrig, als um das ganze Gebäude herum eine Sickerungsanlage bis auf Kellerbodentiefe auszuführen und einen Ablauf vom Hause in einen in der Nähe befindlichen Graben zu erstellen B. 1897 R. 1896

85,100

,,

15,500

,,

2,500

,,

400

,, 1,700 Fr. 105^200

Fr. 54,900. -- ,. 97,566. 21 T)

VI. Gebäudeassekuranz B. 1897 R. 1896

Fr.

Fr. 30,000 Fr. 30,000. -- ,, 24,408. 93

VII. Mobiliaranschaffung und Unterhalt für die Centralverwaltung Fr. 30,000 B. 1897 R. 1896

Fr. 30,000. -- ,, 38,999. 40

VIII. Hausdienst, Heizung und Beleuchtung in den Gebäuden der Centralverwaltung.

1. B u n d e s h a u s W e s t b a u : a. Besoldung des Hauswartes und der Dienstboten Fr. 7,700 Übertrag Fr. 7,700

788

Übertrag b. Material, Heizung, Beleuchtung und Wasserzins c. Nachtwächterdienst d. Unterhalt der elektrischen Uhren und der Sonnerie, sowie Abänderungen und Ergänzungen an letzterer e. Bewachung des Gebäudes während der Sessionen der eidg. Räte .

Fr.

7,700

,, 25,000 ,, 3,500

,,

1,600

,,

2,500 Fr.

40,300

,,

43,900

,,

26,500

,,

4,000

2. B u n d e s h a u s O s t b a u : a. Besoldung des Hauswartes und der Dienstboten Fr. 8,800 b. Material, Heizung, Beleuchtung und Wasserzins ,, 30,000 c. Nachtwächterdienst 3,500 fl d. Unterhalt der elektrischen Uhren und der Sonnerie, sowie Abänderungen und Ergänzungen an letzterer ,, 1,600 3. T e l e g r a p h e n g e b ä u d e an der S p e i c h e r gasse: a. Besoldung des Hauswartes und der Dienstboten Fr. 7,700 b. Material, Heizung, Beleuchtung und Wasserzins ,, 18,000 c. Unterhalt der elektrischen Uhren und der Sonnerie, sowie Abänderungen und Ergänzungen an letzterer ,, 800 4. G e b ä u d e Nr. 5 an der I n s e l g a s s e (statistisches Bureau des Departements des Innern) : a. Besoldung des Hauswartes und eines Dienstboten Fr. 2,000 o. Material, Heizung, Beleuchtung und Wasserzins ,, 2,000 Übertrag

Fr. 114,700

789 Übertrag Fr. 114,700 5. B u r e a u x am W a i s e n h a u s p l a t z N r . 25 (Gesundheitsamt) : Reinigung, Material, Heizung, Beleuchtung und Wasserzins ,, 1,200 6. B u r e a u x an der C h r i s t o f f e l g a s s e Nr. 7 (.Landesbibliothek) : a. Besoldung des Hauswarts und eines Dienstboten Fr. 2,200 b. Material, Heizung, Beleuchtung und Wasserzins ,, 1,500 7. B u r e a u x an der A m t h a u s g a s s e Nr. 17 (hydrometrisches Bureau, Abteilung Forstwesen, Jagd und Fischerei, Eichstätte, Bureau der Versicherungstechniker des Industriedepartements) vide Ziffer 4 der Rubrik IX Mietzinse etc. : Reinigung, Material, Heizung, Beleuchtung und Wasserzins

,,

3,700

,,

2,500

,,

3,500

,,

500

8. B u r e a u x der Zoll- und A l k o h o l v e r w a l t u n g a n d e r B u n d e s g a s s e Nr. 1 2 u n d Nr. 10 (Oberzolldirektion und Alkohol Verwaltung) : a. Besoldung des Hauswartes und der Dienstboten Fr. 4,000 b. Material, Heizung, Beleuchtung und Wasserzins ,, 5,000 Fr. 9,000 An diese Kosten hat die Alkohol Verwaltung zu vergüten . . . .

fl

5,500

"Q. B u r e a u x a n d e r B u n d e s g a s s e Nr. 8 (Bundesanwaltschaft) : Reinigung, Material, Heizung und Beleuchtung 10.Bureaux im alten Z ä h r i n g e r h o f (Amt für Gold- und Silberwaren, Auswanderungswesen, Statistik der Oberzolldirektion, Oberinstruktor der Infanterie und Sanitätsdepot): Übertrag

Fr. 126,100

790

Übertrag a. Besoldung des Hauswartes und der Dienstboten Fr. 3,900 b. Material, Heizung, Beleuchtung und Wasserzins ,, 4,000 11. B u r e a u an der E r l a c h s t r a ß e Nr. 10 (Eichstätte) : Reinigung, Material, Heizung und Beleuchtung 12. B u r e a u x u n d M a g a z i n am B ä r e n p l a t z Nr. 35 (Staatsarchiv, statistisches und topographisches Bureau) : Reinigung, Material, Heizung und Beleuchtung Wir verweisen auf Ziffer 3 der nachstehenden Rubrik.

13. B u r e a u x an der I n s e l g a s s e Nr. 14 (Handelsamtsblatt). Vide Ziffer 4 der nachfolgenden Rubrik IX.

Reinigung, Material, Heizung und Beleuchtung 14. Bureaux am C h r i s t o f f e l p l a t z Nr. 13 (Oberpostkontrolle): a. Besoldung des Hauswartes und eines Dienstboten Fr. 2,300 b. Material, Heizung, Beleuchtung und Wasserzins _ 1,700 15. B u r e a u x an der A m t h a u s g a s s e Nr. 19 (Maschinentechnisehe Sektion der technischen Abteilung des Eisenbahndepartements, sowie Oberinstruktor der Kavallerie) : Reinigung, Material, Heizung und Beleuchtung 1 6 . B u r e a u x , W o h n u n g e n u n d Werkstätten für die eidgenössischen B a u f ü h r e r in Thun und Zürich: Heizung, Beleuchtung und Wasserzins . . .

1 7 .G ä r t n e r d i e n s t , A n l a g e n u n d P f l a n z e n dekoration bei den B u n d e s h ä u s e r n Ost- und W e s t b a u

Fr. 126,100

,,

7,900

,,

100

,,

50Q

,,

600=

,,

4,000

,,

1,000

,,

700

,,

8,000

Fr. 148,900 B. 1897 R. 1896

Fr. 146,900. -- ,, 146,493. 63

791 IX. Mietzinse fiìr die Centralverwaltung und Verschiedenes.

1. Bureaux an der Bundesgasse Nr. 10 . . . . Fr. 5,250 2. Bureaux an der Christoffelgasse Nr. 7 ...

,, 7,200 Für die Landesbibliothek mußten neuerdings Lokale gemietet werden; dieselbe verfügt nun über vier Stockwerke.

3. Bureaux und Magazin am Bärenplatz Nr. 35 . ,, 1,900 Dem Staatsarchiv mußten für Unterbringung von Akten Lokale zur Verfügung gestellt werden. Desgleichen dem topographischem Bureau für eine Anzahl Kupferstecher, für welche im Bundeshaus Ostbau keine Räumlichkeiten vorhanden sind.

4. Bureaux an der Amthausgasse Nr. 17 . . . ,, 6,800 Infolge der Neuorganisation des politischen und des Post- und Eisenbahndepartements (Eisenbahnabteilung) bedurften dieselben weiterer Lokalitäten, welche denselben im Bundeshaus Westbau angewiesen werden mußten. Disponible Räume waren nicht vorhanden ; wir verfügten daher, daß das Handelsdepartement teils in das Bundeshaus Ostbau, teils an die Inselgasse Nr. 14 und an die Amthausgasse Nr. 17 zu verlegen sei. Um im Bundeshaus Ostbau die nötigen Räumlichkeiten zu gewinnen, mußten die Bureaux der Abteilung Forstwesen, Jagd und Fischerei und des Versicherungstechnikers des Industriedepartements im Gebäude Nr. 17 an der Amthausgasse untergebracht werden.

Der provisorisch an der W al I gasse N r. 2 installierten Eichstätte waren ebenfalls im letztgenannten Gebäude Lokale anzuweisen.

5. Bureaux an der Bundesgasse Nr. 8 . . . .

,, 1,500 6. Bureaux im alten Zähringerhof ,, 16,000 7. Bureaux am Waisenhausplatz Nr. 25 . . . .

,, 1,800 8. Magazine der Kriegsmaterialverwaltung, Amthausgasse Nr. 25 ,, 7,650 9. Bureau an der Erlachstraße Nr. 10 . . . .

,, 240 10. Bureaux àm Christoffelplatz Nr. 13 . . . . ,, 4,200 11. Bureaux an der Amthausgasse Nr. 19 ,, 2,200 12. Verschiedenes ,, 1,500 Fr.

B. 1897 R. 1896

Fr. 49,740. -- ,, 51,583. 52

56,240

792

XI. Forstwesen, Jagd und Fischerei.

I. Forstwesen.

Bevor wir zur Begründung der einzelnen Posten schreiten, müssen wir der durch die Volksabstimmung vom 11. Juli 1897 angenommenen Revision des Art. 24 der Bundesverfassung Erwähnung thun, durch welche dem Bunde das Recht der Oberaufsicht über die Forstpolizei im gesamten Gebiete der Schweiz erteilt wird. Mit Botschaft vom 26. Oktober 1897 beantragen wir Ihnen, das Bundesgesetz betreffend die eidgenössische Oberaufsicht über die Forstpolizei im eidgenössischen Forstgebiet, vom 24. März 1876, vorübergehend, bis zur Vorlage eines revidierten Forstgesetzes, auf die ganze Schweiz anwendbar zu erklären, und sehen wir uns dadurch veranlaßt, beim Entwurf des Budgets hierauf Rücksicht zu nehmen. Die Mehrbelastung desselben beläuft sich auf Fr. 63,500, wovon Fr. 60,000 auf den Posten für Beiträge an die Besoldungen und Taggelder der höheren kantonalen Forstbeamten fallen.

Auf die einzelnen Budgetposten übergehend haben wir nachstehende Bemerkungen zur Begründung derselben anzuführen: 1. Besoldungen: a. Oberforstinspektor b. 3 Adjunkten c. Sekretär d. Kanzlist

Fr. 8,000 ,, 12,800 ,, 4,000 ,, 3,000 Fr. 27,800

B. 1897 Fr. 25,100. -- R. 1896 ,, 24,900. -- Infolge des Geschäftszuwachses durch oberwähnte Ausdehnung der Oberaufsicht wird die Anstellung eines dritten Adjunkten nötig und haben wir für denselben eine Anfangsbesoldung von Fr. 4000 in Aussicht genommen. Da während der Winterzeit die Vornahme von Inspektionen nur in beschränktem Maße stattfinden kann, dürfte es früh genug sein, wenn der dritte Adjunkt mit dem 1. Juli sein Amt antritt. Der zweite Adjunkt steht mit einem Antrittsgehalt von Fr. 4500 seit 1893 im Dienst; wir finden es für angemessen, dessen Besoldung um Fr. 300 zu erhöhen.

Für den Kanzlisten, der zugleich auch die Übersetzungen ins Französische besorgt, wird eine Besoldungserhöhung um Fr. 400 beantragt, um denselben für die Übersetzungsarbeiten entsprechend zu entschädigen.

793

2. Reisekosten

Fr. 9000 B. 1897 Fr. 8000. -- R. 1896 ,, 6385. 87 In Anbetracht der Anstellung eines dritten Adjunkten für die zweite Hälfte des Jahres haben wir den Posten für Reisekosten um Fr. 1000 erhöht.

3. Bundesbeitrag an die Besoldungen und Taggelder der kantonalen Forstbeamten Fr. 120,000 B. 1897 Fr. 60,000. -- R. 1896 ,, 55,124. 34 Durch die Ausdehnung der forstlichen Oberaufsicht über die ganze Schweiz haben sämtliche Kantone Anspruch auf einen Bundesbeitrag an die Besoldungen und Taggelder ihrer höheren kantonalen Forstbeamten. Hierdurch wird sich nach unserer Berechnung der Bundesbeitrag ungefähr verdoppeln, weshalb wir an Stelle der bisherigen Fr. 60,000 nunmehr Fr. 120,000 ins Budget einstellen.

4. Bureaubedürfnisse Fr. 2500 B. 1897 Fr. 2000. -- R. 1896 ,, 1970. 66 Infolge Arbeitsvermehrung der Kanzlei und dadurch bedingter Inanspruchnahme zeitweiliger Aushülfe beantragen wir Ihnen eine Erhöhung des Kredites um Fr. 500.

5. Druckschriften über Forstwesen und Fischerei . Fr. 1000 B. 1897 Fr. 1000. -- R. 1896 ,, 1000. -- Unverändert.

6. Prüfungen für den höheren Forstdienst . . . . Fr. 3000 B. 1897 Fr.

-- R. 1896 ,, Die Entschädigungen der Mitglieder der Kommission für die forstlich-praktische Wählbarkeitsprüfung wurde bisher teilweise aus' den Prüfungsgebühren, der Ausgabeuüberschuß aus dem Kredit für Verschiedenes bestritten. Durch das revidierte Prüfungsreglement vom 22. Dezember 1896 wurde die Prüfungsgebühr um die Hälfte herabgesetzt. Jeder Kandidat soll während seines Praktikums durch ein Mitglied der Prüfungskommission zweimal besucht werden, und ferner ist für den Forstbeatnten, bei welchem der Kandidat seine Jahrespraxis absolviert, eine kleine Entschädigung in Aussicht genommen.

794 Bei Annahme von durchschnittlich 8 Kandidaten per Jahr und einer Entschädigung von Fr. 200 per Kandidat an den betreffenden Forstbeamten, bei welchem die Praxis absolviert wird, kommen wir auf eine Summe von Fr. 1600; hiervon sind abzuziehen 8 Prüfungsgebühren à Fr. 25 oder Fr. 200 und verbleiben noch Fr. 1400. Für die Sitzung der Prüfungskommission bringen wir Fr. 300 in Anschlag, für die Entschädigung der Mitglieder derselben, für den Besuch der Kandidaten und Prüfung der praktischen Examenarbeiten Fr. 1200. Schließlich kommt dazu noch ein Betrag von Fr. 100 für eine Delegation der Prüfungskommission an die forstlich-wissenschaftlichen Prüfungen am Polytechnikum.

7. Forstkurse

Fr. 3500 B. 1897 R. 1896

Fr. 3400. -- ,, 1651. 75

Wir haben den letztjährigen Budgetansatz von Fr. 3400 auf Fr. 3500 abgerundet und hoffen mit dieser Summe den diesfälligen Subventionsbegehren durch Übernahme der Entschädigung der Kurslehrer entsprechen zu können.

8. Bundesbeiträge an Aufforstungen und allfällig damit verbundene Verbaue VT. 180,000 B. 1897 Fr. 180,000. -- R. 1896 ,, 136,397. 99 Unverändert.

Obschon durch die Ausdehnung der Oberaufsicht auf die ganze Schweiz die Anforderungen an diesen Kredit gesteigert werden, glauben wir denselben pro 1898 in der bisherigen Höhe beibehalten zu können, da solcher bisher nie ganz in Anspruch genommen wurde, sondern pro 1896 eine Kreditrestanz von Fr. 43,602. 01 verblieb und voraussichtlich pro 1897 ungefähr die gleiche Summe nicht zur Verwendung gelangen wird.

9. Triangulation der höheren Ordnungen . . . . Fr. 15,000 B. 1897 Fr. 15,000. -- R. 1896 ,, 15,000. -- Unverändert.

10. Triangulation IV. Ordnung und Prüfung der Detailvermessung der Waldungen Fr. 20,000 B. 1897 Fr. 20,000. -- R. 1896 ,, 14,988. 78

795 Unverändert.

11. Forstliche Photographie B. 1897 Fr. 1000. -- R. 1896 ,, 973. 45 Unverändert.

12. Beitrag an den schweizerischen Forstverein B. 1897 Fr. 1500. -- R. 1896 ,, 1000. -- Unverändert.

Fr. 1000

. . Fr. 1500

II. Jagd und Vogelschutz.

1. Beitrag an die Kosten der Wildhut in den Jagdbannbezirken Fr. 15,000 B. 1897 Fr. 15,000. -- R. 1896 ,, 12,168. 46 Unverändert.

2. Kommissionen und Expertisen für Jagd und Vogelschutz Fr. 1500 B. 1897 Fr. 1500. -- R. 1896 ,, 1475. 05 Unverändert.

3. Ornithologische Publikationen Fr. 1500 B. 1897 Fr. 1500. -- R. 1896 ,, -- Unverändert.

4. Beitrag an den schweizerischen Tierschutzverein . Fr. 800 B. 1897 Fr. 800. -- R. 1896 ,, 800. -- Unverändert.

III. Fischerei.

"1. Entschädigung an die Fischereikommissäre und an Experten · B. 1897 Fr. 3500. -- R. 1896 ,, 2802. -- Unverändert.

Fr. 3500

796 2. Beiträge an Fischereiaufsicht, Fischereikurse etc.

Fr. 35,000

B. 1897 Fr. 30,000. -- R. 1896 ,, 31,826. 87 Der Betrag dieses Postens wurde um Fr. 5000 erhöht, da wir uns bereits pro 1896 gezwungen sahen, die gleiche Erhöhung auf dem Wege eines Nachtragskredites zu verlangen.

3. Beiträge an die Fischzuchtanstalten, an die Kosten von Fischstegen, Refugien etc Fr. 30,000 B. 1897 R. 1896

Fr. 30,000. -- ,, 23,996. 94

Unverändert.

4. Beitrag an den schweizerischen Fischereiverein B. 1897 R. 1896

. Fr. 3000

Fr. 3000. -- ,, 3000. --

Unverändert.

IV. Verschiedenes

Fr. 2500

B. 1897 Fr. 2000. -- R. 1896 ,, 1887. 18 Die Erhöhung um Fr. 500 ist bedingt durch eine Subvention, welche wir dem internationalen Alpengarten Linnaea in BourgSt-Pierre zuzuwenden gedenken.

Total Ausgaben Fr. 477,100 B. 1897 R. 1896

Fr. 409,300. -- ,, 344,887. 84

XII. Maß und Gewicht B. 1897 R. 1896

Fr. 7000 Fr. 700Ü. -- ,, 6065. 17

797 C. Justiz- und Polizeidepartement.

I. Justiz- und Polizeiwesen.

Besoldungen : a. Abteilungschef für Gesetzgebung und Rechtspflege Fr. 8,000 5,700 b. Sekretär für Polizeiwesen . . ,, c. Sekretär für Civüstand . . . ,, 4,700 d. Sekretär für Handelsregister . fl 4,700 e. Adjunkt für Justizwesen . . ,, 4,000 9,600 f. Zwei Übersetzer ^ 4,500 g. Kanzleisekretär ,, 3,300 h . Registratur . . . .

. . i. Kanzlisten und Aushülfe . . fl 13,300 Fr.

57,800

Justiz- und Auslieferungskosten . .

B. 1897 Fr. 6000. -- R. 1896 ,, 7473. 45

,,

8,000

3. Civüstand und Handelsregister B. 1897 Fr. 2000. R. 1896 ,, 1833. 65

,,

2,000

,,

30,000

5. Beiträge für juristische Arbeiten B. 1897 Fr. 7500. -- R. 1896 ,, 3349. 20

,,

7,500

6. Litterarische Anschaffungen, Unvorhergesehenes

,,

2,500

B. 1897 Fr. 56,000. R. 1896 ,, 53,984. -

4. Gesetzentwürfe, Kommissionen, Druck und Übersetzungen gesetzgeberischer Arbeiten . .

B. 1897 Fr. 30,000. -- R. 1896 ,, 29,857. 10

B. 1897 Fr. 2500. -- R. 1896 ,, 2425. 45 Total Fr. 107,800 B. 1897 Fr. 104,000. -- R. 1896 ,, 98,922. 85

798 Ad i. Die Krediterhöhung wurde gemacht, um mehreren Beamten und Angestellten die periodisch üblichen Gehaltsaufbesserungen zukommen lassen zu können.

Ad 2. Der bisherige Kredit von Fr. 6000 hat bereits im Jahre 1896 nicht mehr genügt für die Bezahlung der Gerichtskosten, welche in den gemäß dem Bundesgesetze über die Organisation der Bundesrechtspflege an die kantonalen Gerichte überwiesenen Straffällen den Kantonen zu ersetzen waren, sowie zur Vergütung der Auslieferungskosten, die der Bund gemäß Art. 31 des Auslieferungsgesetzes von 1892 zu tragen hat. Dasselbe wird auch im Jahre 1897 der Fall sein. Daher haben wir pro 1898 eine Krediterhöhung von Fr. 2000 vorgesehen.

Die übrigen Rubriken sind unverändert geblieben.

II. Bnndesanwaltschaft.

1. Besoldungen: a. Generalanwalt b. Sekretär e. Registrato!' und Kanzlist

Fr. 10,000 ,, 5,200 . . ,, 3,000

2. Fremdenpolizei

.

Fr. 18,200 ,, 15,000 Fr. 33,200

B. 1897 Fr. 32,700. -- R. 1896 ,, 32,196. 90 Ad i. Der Kredit ist um Fr. 500 erhöht worden, damit der Gehalt des Sekretärs um Fr. 200 und derjenige des RegistratorsKanzlisten um Fr. 300 aufgebessert werden kann.

Posten 2 ist wie im Vorjahre.

III.

1.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

Versicherungswesen.

I. Besoldungen.

Direktor Vizedirektor Sekretär Mathematiker .

Mathematiker und Übersetzer 2 Gehülfen Registratur und Kanzlist B. 1897 R. 1896

Fr. 43,700. -- ,, 41,000. --

Fr. 10,000 ,, 9,000 ,, 5,500 ,, 5,500 ,, 5,500 ,, 5,700 ,, 3,500 Fr. 44,700

799

II. Bureaukosten.

1. Druckkosten .

Fr. 6000 2. Bureaubedürfnisse und Inspektionsreisen . . . . ,, 2400 3. Mitteilung der gerichtlichen Urteile in Versicherungsstreitigkeiten ,, 300 Fr. 8700

B. 1897 R. 1896

Fr. 8700. -- ,, 8647. 92

III. Versicherungsgesetzgebung.

Taggelder und Reiseentschädigung an die Mitglieder der Expertenkommission und eventuelle Druckkosten für weitere Vorlagen an dieselbe Fr. 10,000 B. 1897 Fr. 10,000. -- R. 1896 ,, 6,578. 28 Ad I. Hier beantragen wir eine Besoldungserhöhung von je Fr. 500 für die beiden leitenden Mathematiker, womit dieselben auf die gleiche Linie zu stehen kommen wie andere höhere Beamte, an welche ähnliche Anforderungen in wissenschaftlicher und technischer Richtung gestellt werden.

Ad Hl. Der diesjährige Kredit von Fr. 10,000 ist nur in sehr beschränktem Maße zur Verwendung gekommen, weil einzig die Ätzung einer der drei Subkommissionen der Expertenkommission betreffend Gesetzgebung über den Versicherungsvertrag zu stände kam; dieser Kredit wird daher für das nächste Jahr erneuert.

IV. Amt für geistiges Eigentum.

1. Besoldungen.

«. Direktor b. Administrativer Adjunkt c. Technischer Adjunkt d. Registerführer und Kassier e. 8 Ingenieure f. 4 Controleure g. 6 Kanzlisten h. l Bureaugehülfe i. Stellvertreter des Direktors B. 1897 R. 1896

Er.

,, ,, ,, ,, ,, ,, ,, ,, ~Fr.

Fr. 84,700. -- ,, 83,100. --

Bundesblatt. 49. Jahrg. Bd. IV.

56

8,000 5,500 5,500 5,000 35,200 16,400 18,700 2,200 500 97,000

800

Die bedeutende Vermehrung der Ausgaben dieser Rubrik gegenüber dem Budget von 1897 rührt hauptsächlich von einer vorgesehenen Vermehrung des Personals her, außerdem in geringem Maße von Besoldungserhöhungen einiger der bisherigen Ingenieure und Kanzlisten.

Wenn auch die Frequenz der Patentgesuche seit 1895 nicht beträchtlich gewachsen wäre, so würde gleichwohl eine Entlastung des Direktors von ihm auf die Dauer nicht zuzumutender, den Ingenieuren zukommender Arbeit durch Anstellung eines siebenten Ingenieurs notwendig geworden sein. Infolge der seither eingetretenen, stets wachsenden Vermehrung der Patentgesuche erscheint es aber erforderlich, die Anzahl der Ingenieure auf 8 und diejenige der Eanzlisten auf 6 zu stellen.

2. Außerordentliche Arbeiten

Fr. 1500

B. 1897 R. 1896

Fr. 1500. ,, 1164. 55

Unverändert.

3. Druck der Patentschriften B. 1897 R. 1896

Fr. 90,000 Fr. 76,000. -- ,, 74,562. 75

Die beträchtliche Vermehrung dieses Ausgabepostens erklärt sich aus der vermehrten Arbeitsleistung von 8 gegenüber 6 Ingenieuren. Das Amt ist derzeit mit der Prüfung der Patentgesuche so sehr im nach und nach aufzuarbeitenden Rückstand, daß diese Summe nicht zu hoch gegriffen erscheint.

4. Andere Drucksachen B. 1897 R. 1896

Fr. 6000 Fr. 5000. -- ,, 5996. 70

Die Vermehrung von Fr. 1000 ergiebt sich aus den Erfahrungen der Jahre 1896 und 1897.

5. Bureaukosten . . . . o B. 1897 R. 1896

Fr. 4000 Fr. 3000. -- ,, 3479. 35

Die Vermehrung von Fr. 1000 ergiebt sich aus den Erfahrungen der Jahre 1896 und 1897.

801

6. Beitrag an die Kosten der internationalen Bureaux für gewerbliches, litterarisches und künstlerisches Eigentum . Fr. 5800 B. 1897 R. 1896

Fr. 5800. -- ,, 5079. --

Unverändert.

7. Bibliothek und Verbreitung der Publikationen des Amtes Fr. 8600 B. 1897 Fr. 8200. -- R. 1896 ,, 8336. 50 Die Vermehrung um Fr. 400 ergiebt sich aus den bisherigen Erfahrungen, gemäß welchen die Ausgaben dieser Rubrik Jahr für Jahr um ein weniges steigen.

8. Porti und Verschiedenes B. 1897 R. 1896 Unverändert.

Fr. 1100 Fr. 1100. -- ,, 1096. 65

9. Beitrag an die Kosten des Handelsamtsblattes - - Fr. 4000 B. 1897 Fr. 4000. -- R. 1896 ,, 4000. -- Unverändert.

D. Militärdepartement.

Torbemerkung.

Die nach Art. 4 des Besoldungsgesetzes vom 20. Dezember 1894 vorzunehmenden Besoldungserhönungen traten auf 1. April 1897 in Kraft, so daß im letztjährigen Budget denselben nur für 9 Monate Rechnung zu tragen war. Für 1898 fällt das ganze Jahr in Betracht, woraus sich die Erhöhungen bei den Besoldungsansätzen, da wo nicht besondere Bemerkungen gemacht werden, erklären.

802 I. Sekretariat.

1.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

8.

a. Departementskanzlei.

Erster Sekretär (Bureauchef) . . Fr.

Zweiter Sekretär (Kanzleichef) . . ,, Dritter Sekretär ,, Adjunkt des ersten Sekretärs . . ,, Übersetzer ,, Kanzlisten ,, Bureauaushülfe ,, Reiseauslagen, Expertisen etc. . . ,,

7,800 5,800 4,900 4,700 3,800 24,900 5,300 2,000 Fr. 59,200

b. Stabsoffizier des Militärdepartements

. . . .

,,

7,800

Fr. 67,000 B. 1897 Fr. 66,275. -- R. 1896 ,, 62,115. 90 Wie im Vorjahre.

II. Verwaltung.

A. Verwaltungspersonal

Fr. 798,090

B. 1897 Fr. 748,791. -- R. 1896 ,, 717,497. 25 ·Ì. Infanterie: a. Waffenchef der Infanterie b. Eine Pferderation und Wartungsgebühr für ein effektiv gehaltenes Pferd c. Sekretär d. Kanzlist e. Bureauaushülfe f. Bureaukosten g. Reisekosten

Fr.

8,000

,, ,, ,, ,, ,, ,, Fr.

1,205 5,100 3,400 7,000 1,200 1,000 26,905

B. 1897 Fr. 25,680. -- R. 1896 ,, 22,088. 46 Ad c. Durch Nachtragskredit vom 2. Juli 1897 wurde die Besoldung pro 1897 auf Fr. 5025 und demnach die Jahresbesoldung auf Fr. 5100 erhöht.

Ad e. Der Geschäftskreis des Waffenchefs der Infanterie, dem auch die Leitung des Vorunterrichtes und die Behandlung der damit

803

verbundenen vielfachen Arbeiten obliegt, hat derart zugenommen, daß sein Bureaupersonal zur fortwährend rechtzeitigen und gründlichen Besorgung aller Geschäfte nicht mehr ausreicht. Die Errichtung einer zweiten Sekretärstelle erweist sich daher als ein dringliches Bedürfnis, und behalten wir uns vor, den gesetzgebenden Räten einen diesbezüglichen Gesetzesentwurf nebst Botschaft zu unterbreiten.

Zunächst befürworten wir für 1898 eine Erhöhung des Kredites für Bureauaushülfe um Fr. 1000, um dem Waffenchef der Infanterie die Möglichkeit zu geben, temporär einen geeigneten Instruktionsoffizier zum Bureaudienst kommandieren zu können.

2. Kavallerie: a. Waffenchef der Kavallerie b. Zwei Pferderationen und Wartungsgebühr für zwei effektiv gehaltene Pferde c. Sekretär d. Kanzlist e. Bureaukosten f. Reisekosten -- Zulage an den Waffenchef als Oberinstruktor .

Fr.

7,300

,, 2,410 ,, 4,600 ,, 3,500 ,, 700 ,, 500 ,, -- Fr. iy,01Ö

B. 1897 Fr. 17,580. -- R. 1896 ,, 15,846. -- Ad b. Die Erhöhung basiert auf dem Bundesbeschluß betreffend Ergänzung des Bundesbeschlusses vom 25. März 1893 über Vergütung von Pferderationen im Friedensverhältnis, datiert vom 26. März 1897.

3. Artillerie : a. Waffenchef der Artillerie b. Eine Pferderation und Wartungsgebühr für ein effektiv gehaltenes Pferd c. Sekretär (Techniker) d. Kanzlisten e. Bureaukosten f. Reisekosten g. Artilleriekommission B. 1897 R. 1896 Wie im Vorjahre.

Fr. 25,455. -- ,, 24,048. 63

Fr,

8,000

,, 1,205 ,, 4,900 ,, 7,300 ,, 1,200 ,, 500 ,, 2,500 Fr7 25,605

804

a.

b.

c.

d.

e.

f.

g.

h.

i.

--.

4. Genie: Waffenchef des Genies Fr.

Eine Pferderation und Wartungsgebühr für ein effektiv gehaltenes Pferd ,, Sekretär (Techniker) ,, Elektrotechniker ,, Sekretär für das Personelle ,, Kanzlist und Zeichner ,, Bureaukosten ,, Reisekosten ,, Festungsaufseher '. ^ Zulage an den Waffenchef des Genies als Chef des topographischen Bureaus D

8,000 1,205 5,500 3,900 4,800 2,800 800 700 2,075

Fr. 29,780 B. 1897 R. 1896

a.

b.

c.

d.

e.

f.

Fr. 29,455. -- ,, 28,409. 92

5. Generalstabsbureau: Chef des Generalstabsbureaus Fr.

Eine Pferderation und Wartungsgebühr für ein effektiv gehaltenes Pferd ,, Abteilungschefs des Generalstabsbureaus: 1. Chef der geographischen Abteilung . . ,., 2. Chef der Nachrichtenabteilung ,, 3. Chef der Generalstabsabteilung ,, 4. Chef der Eisenbahnabteilung ,, 5. Chef der Mobilmachungsabteilung . . . . ,, 6." Kanzleichef fl Kanzlist I. Klasse ,, Kanzleigehülfen ,, Abwart ,,

8,000 1,205 6,100 5,900 5,900 5,900 5,300 5,500 3,400 7,900 2,200

Fr. 57,305 B. 1897 R. 1896

Fr. 56,455. -- ,, 54,119. 90

Ad f. Es ist beabsichtigt, den seiner Zeit provisorisch gewählten Abwart auf 1. Januar 1898 definitiv anzustellen und seine Besoldung auf Fr. 2200 festzusetzen.

805 6. Verwaltung des Materiellen: a. Technische Abteilung: 1. Chef 2. Adjunkt 3. Sekretär 4. Buchhalter 5. Waffenkontrolleur 6. Registratur 7. Revisor 8. Kontrolleur im Ausrüstungsmagazin .

9. Techniker 10. Kanzleigehülfe 11. Reisekosten 12. Inventaranschaffungen 13. Waffensammlung 14. Artillerieversuchsstation : a. Chef Fr.

&. Pferderation und Wartungsgebuhr für ein effektiv gehaltenes Pferd ,, c. Bureauauslagen, Litteratur und Instrumente . . ,, d. Reiseauslagen ,, e. Equipementsentschädigung . ,,

Fr.

,, ,, ,, ,, ,, ,, . . ,, ,, ,, ,, ,, ,,

7,800 5,800 5,300 4,300 4,300 4,000 3,900 3,800 3,500 3,300 2,000 1,200 1,500

6500 1205 500 700 120 9.025 Fr. 59,725

B. 1897 R. 1896

Fr. 58,930. -- ,, 49,534. 76

15. Bekleidungawesen : a. Chef Fr. 6000 b. Buchhalter ,, 4400 c. Bekleidungskontrolle . . . ,, 9500 d. SchuhkoDtrolle ,, 6400 e. Ausrüslungskontrolle . . . ,, 3000 f. Registrato!,,3900 g. Kanzlist ,, 2900 h. Magazinpersonal . . . . ,, 5600 i. Reisekosten ^ 7000 ,, B. 1897 R. 1896

48,700

Fr. 43,950. -- ,, 41,867. 50 Fr. 108.425

806

Ad i--8, 40, 44 a und 45 a--A. Diese Ansätze entsprechen den mit dem 1. April 1897 in Kraft getretenen Besoldungen und bewegen sich innerhalb der Grenzen des eidgenössischen Besoldungsgesetzes für die Militärbeamten.

Ad 45 c. Wegen teil weiser Invalidität wurde die Besoldung des Bekleidungskontrolleurs von Fr. 4300 auf Fr. 3000 reduziert.

Ad 45 e. Da die bisanhin durch die Kantone teilweise ausgeführte und durch den Bund mit 30 Cts. per Mann vergütete Kontrolle der Ausrüstungsgegenstände in Zukunft dem Bunde zufällt, muß eine Kontrollstelle hierfür vorgesehen werden. Wir sind im Falle, die Besoldung des betreffenden Kontrolleurs mit Fr. 3000 in das Budget einzustellen, als das Minimum der betreffenden Klasse.

Ad 45 i. Infolge Übernahme der ad e hiervor citierten Ausrüstungskontrolle sind auch vermehrte Reiseauslagen in Aussicht zu nehmen, es wird daher der betreffende Kredit entsprechend von Fr. 4500 auf Fr. 7000 erhöht.

6. Administrative Abteilung: 1. Chef 2. Inspektor 3. Gehülfe 4. Sekretär 5. Buchhalter 6. Kanzlisten 7. Kanzleigehülfe 8. Magazinier 9. Reisekosten 10. Depot- und Zeughausverwalter

Fr.

,, ,, ,, ,, ,, ,, ,, ,, ,,

7,800 6,000 4,500 4,800 4,100 10,800 3,000 2,800 4,000 39,000

Fr. 86,800 B. 1897 Fr. 83,712. -- R. 1896 ,, 81,889. 15 Ad 9. Im Interesse der fortwährenden Kriegsbereitschaft ist es wünschenswert, daß die Aufsicht über die Instandstellung und den Unterhalt des Materials, sowie die Kontrolle der stets sich mehrenden Bestände in quantitativer und qualitativer Hinsicht in den verschiedenen kantonalen und eidgenössischen Zeughäusern intensiver als bisher betrieben wird, was vermehrte Reisen des Personals notwendig macht. Wir beantragen daher, den Reisekredit um Fr. 1000 zu erhöhen.

Ad 40. Die Bundesgesetze Über die Neuordnung der Truppenkörper der Artillerie und über die Neuordnung der Landwehrtruppen

807

der Infanterie werden vielfache Verschiebungen von Corpsmaterial und Munition bedingen, indem das Material entsprechend der Rekrutierung der Mannschaft und der Pferdestellung disloziert werden muß. Diese Änderungen in den Beständen werden zur Folge haben, daß einige Zeughäuser und Kriegsdepots mehr als bisher belastet und andere, die bisher nur Ausrüstung für kantonale Truppenkörper enthielten, nun auch solche für eidgenössische Einheiten aufnehmen müssen. Es müssen also nicht nur die Besoldungen einiger Verwalter erhöht, sondern für eine Anzahl neuer Verwalter Entschädigungen ausgesetzt werden. Wir beantragen demgemäß Erhöhung des Kredites auf Fr. 39,000.

7. a.

b.

c.

d.

e.

f.

g.

h.

i.

Sanitätswesen : Oberfeldarzt Eine Pferderation und Wartungsgebühr für ein effektiv gehaltenes Pferd I. Adjunkt und Bureauchef II. Adjunkt Sekretär Kanzlisten Bureaukosten Reisekosten Inventaranschaffungen

Fr. 8,000 ,, ,, ,, ,, ,, ,, ,, r

1,205 6,500 -- 4,400 6,300 1,500 300 200

Fr. 28,405 B. 1897 Fr. 27,050. -- R, 1896 ,, 26,287. 25 Ad b. Siehe Bundesbeschluß vom 26. März 1897.

Ad d. Die Besoldung wird aus dem Kredit für Unfallversicherung ausgerichtet.

8. a. Oberpferdarzt (ohne Entschädigung kommissariat) b. Adjunkt c. Kanzlist I. Klasse d. Bureauaushülfe e. Bureaukosten f. Reisekosten

für das ViehseuchenFr. 6,800 ,, 5,800 ,, 3,600 ,, 2,400 ,, 800 ,, 400 Fr. 19,800

B. 1897 R. 1896

Fr. 18,675. -- ,, 17,745. 40

808

Ad d. Die Arbeiten im Bureau des Oberpferdarztes haben sich in den letzten Jahren beständig derart vermehrt, daß z. B.

seit 1893 bis 1896 die Zahl der Fascikelnummern zusammen von 1954 auf 2492, die der visierten Belege von 2810 auf 3568 und xler Totalbetrag der letztern von Fr. 208,165 auf Fr. 305,299 gestiegen ist. Der ordentliche Kredit für Bureauaushülfe mußte denn auch schon seit einigen Jahren regelmäßig durch Nachtragskredite erhöht werden; denn trotz aller Anstrengung der vorhandenen Kräfte war es nicht möglich, alle Arbeit zu bewältigen.

Um nun einerseits eine raschere Erledigung der Geschäfte zu erzielen, was zweifelsohne sehr im Interesse der Sache liegt und andererseits die fortwährenden Nachtragskreditbegehren zu vermeiden, ersuchen wir um eine Erhöhung dieses Budgetpostens auf die obenerwähnte Summe.

9, Oberkriegskommissariat: A. O b e r k r i e g s k o m m i s s a r i a t in Bern.

I. a. Oberkriegskommissär . . . Fr. 7,500 b. Eine Pferderation und Wartungsgebühr für ein effektiv gehaltenes Pferd . . . . r/ 1,205 c. Stellvertretung (ein Bureauchef) ,, 500 Fr.

9,205

,,

27,700

,, ,,

58,300 --

II. Korrespondenzbureau: a. Bureauchef Fr. 5,000 b. Registratur ,, 4,500 c. Sekretär des Personellen . ,, 4,400 d. Drei Kanzlisten, inklusive ein Übersetzer . . . . ,, 10,300 e. Ein Kanzleigehülfe . . . ,, 3,500 III. Rechnungsbureau : a. Bureauchef b. Buchhalter c. Sechs Revisoren d. Sechs Gehülfen . .

e. Reisekosten

. .

. .

Fr. 6,000 ,, 4,800 ,, 25,600 ,, 20,600 ,, 1,300

--. Bekleidungswesen Übertrag

Fr. 95,205

809

Übertrag IV. Inventarkontrolle: a. Inventarkontrolleur b. Gehülfe c. Reisekosten

.

Fr. 95,205

. . Fr. 4,900 ,, 3,400 ,, 600

V. Druckschriftenverwaltung : a. Verwalter Fr. -- b. Kan/Jist ,, 3,800 c. Magazinier, gleichzeitig Abwart des Oberkriegskommissariats ,, 2,800

,,

8,900

,,

6,600

,,

31,200

VI. Verpflegungsbureau : a. Chef Fr. 5,800 b. Zwei Beamte ,, 8,200 c. Zwei Kanzlisten . . . . ,, 6,500 d. Drei Magazinverwalter . . ^ 8,700 e. Reisekosten ,, 2,000 B. Besondere Verwaltungen: 1. Zwei Kanzlisten des Kriegskommissariats in Thun Fr. 6,200 2. Bekleidungsentschädigung an den I. Kanzlisten während der Dauer seines Dienstes als ständiger Verwaltungsofßzier in Unterrichtskursen, 260 Tage à 50 Cts. . . ,, 130 3. Kasernenverwalter in Thun . . ,, 3,500 4.

,, ,, Herisau . ,, 2,400 5.

,, ,, Frauenfeld r 2,800 6.

Luziensteig ,, 800 fl

,, 15,830 C. U n e i n g e t e i l t e r B e a m t e r , g e w e s e n e r Inventarkontrolleur ^ 2,700 D. Inventaranschaffungen ,, 300 Total Fr. 160,735 B. 1897 Fr. 157,550. -- R. 1896 ,, 143,234. 13 Ad l, b. Gemäß Art. l, A, c, des Bundesbeschlusses vom 26. März 1897 betreffend Vergütung von Pferderatioaen im Friedensverhältnis.

810

Ad II, d und e, und ///, d. Schon seit längerer Zeit wird ein als Kanzlist angestellter Beamter ausschließlich im Rechnungsbureau beschäftigt; wir beantragen daher, die Besoldung desselben inskünftig beim Rechnungsbureau unter Titel ,,Gehülfen a einzustellen.

Die Besoldung dieses Beamten beträgt Fr. 4000.

Ferner beantragen wir, den II. Kanzleigehülfen, welchem seit seinem Eintritt in die Bundesverwaltung die Funktionen eines Kanzlisten zugewiesen sind und welcher im Verhinderungsfälle den Sekretär zu vertreten hat, zum Kanzlisten I. Klasse zu befördern.

An Gehalt bezieht derselbe Fr. 2600. Wir stellen daher die Besoldung für diesen Beamten in die Rubrik ,,Kanzlisten tt mit Fr. 3000,.

als dem Minimum der betreffenden Besoldungsklasse, ein.

Die Zahl der Kanzleigehülfen wird durch diese Verschiebung um einen vermindert.

Ad Bekleidungswesen. Die Abteilung Bekleidungswesen wurde mit Schlußnahme vom 16. Februar 1897 unter die Kriegsmaterialverwaltung, Technische Abteilung, gestellt; die bezüglichen Ausgaben werden daher unter der Rubrik ,,A. 6. Kriegsmaterialverwaltung, a. Technische Abteilung", budgetiert.

Ad VI, b und c. Das Bundesgesetz vom 22. Dezember 1893 betreffend die Errichtung eines Verpflegungs- und Magazinbureaus des Oberkriegskommissariats gestattet zwei Verpflegungsbeamte.

Wir gedenken, mit nächstem Jahre die zweite, seit Ende 1895 unbesetzt gebliebene Stelle eines Verpflegungsbeamten wiederum zu besetzen und stellen hierfür unter VI, b, Fr. 3700 mehr ein, wogegen ein Kanzlist unter VI, c, ausfällt.

Ad B, <2. Dem I. Kanzlisten des Kriegskommissariates in Thun wurde während der Dauer seines-Dienstes als ständiger Verwaltungsoffizier in Unterrichtskursen auf dem Waffenplatz Thun eine Equipementsentschädigung von 50 Rappen per Tag bewilligt.

Für das Jahr 1898 nehmen wir 260 Diensttage in Aussicht und stellen die Entschädigung mit Fr. 130 unter dieser Rubrik ein.

iO. Militärjustiz: a. Oberauditor b. Militärjustiz c. Arrestantenverpflegung

Fr. 1,000 ,, 18,000 ,, 14,000 Fr. 33,000

B. 1897 R. 1896

Fr. 31,000. -- ,, 35,209. 88

811

Ad b. Gestützt auf die Rechnungsergebnisse dei' vorhergehenden Jahre erhöhen wir diesen Posten um Fr. 2000.

a.

o.

c.

d.

e.

f.

il. Armeecorpskommandanten, Oberstdivisionäre und Kommandanten der Festungen am St. Gotthard und bei Si. Maurice: Bureaukosten für Armeecorpskommandanten 4 X Fr. 2100 Fr. 8,400 Bureaukosten für Oberstdivisionäre 8 X Fr. 1800 ,, 14,400 Bureaukosten für den Kommandanten der Gotthard befestigungen ,, 2,100 Bureaukosten für den Kommandanten der Befestigungen bei St. Maurice . . . . . . . ,, 1,800 14 Pferderationen und WartungsgebUhren àFr.l 205 ,, 16,870 Inspektionen der Infanterie ^ 7,000 Fr. 50,570

B. 1897 R. 1896 Wie im Vorjahre.

Fr. 50,570. -- ,, 45,691. 35

Ì2. Inspektionen des Materiellen B. 1897 Fr. 3000. -- R. 1896 ,, 3360. -- Wie im Vorjahre.

a.

6.

c.

d.

43. Waffenkontrolle in den Divisionskreisen: Neun Kontrolleure Taggelder, Reisekosten, Entschädigungen an Stellvertreter und Büchsenmacher Instrumente, Werkzeuge u. s. w Bekleidungsentschädigungen

Fr. 3000

Fr. 34,800 ^ ,, ^

26,000 500 850

Fr. 62,150 B. 1897 Fr. 60,775. -- R. 1896 ,, 60,832. 98 Ad a. Ein Kontrolleur, welcher als Ersatz eines verstorbenen neugewählt wurde, bezieht das Minimum der Besoldung.

Ad b. Letztes Jahr wurde vorgeschlagen, das Taggeld der Kontrolleure von Fr. 8 auf Fr. 10 zu erhöhen, welcher Antrag jedoch nicht beliebte. Wir kommen deshalb auf die Sache nicht

812

mehr zurück, müssen aber eine Krediterhöhung von Fr. 2000 befürworten, indem der letztes Jahr bewilligte Posten nicht hinreicht, um den zahlreichen Anforderungen, welche an die WafFenkontrolle in den Divisionskreisen gestellt werden, zu entsprechen. Abgesehen von den regelmäßigen Inspektionen bei Auszug, Landwehr und Landsturm bringen die Stellvertretungen infolge von Krankheit und vorgerücktem Alter einiger Kontrolleure vermehrte Auslagen mit sich.

Ad c. Nachdem die Kontroll-Etuis zum neuen Gewehr beschafft sind, kann der Posten für die laufenden Bedürfnisse auf Fr. 500 herabgesetzt werden.

Ad d. Wie im Vorjahre.

14. Munitionskontrolle : Chef der Kontrolle Fr. 6,800 Adjunkt ,, 3,700 Kontrolleure ,, 11,600 Kontrollaushülfe ,, 5,800 Abwart ,, 2,000 Reise- und Bureauauslagen, inkl. Heizung, Beleuchtung, Nachtwache, Telephon etc. . . . ,, 2,200 g. Inventaranschaffuugen und Unterhalt von Instrumenten und Waffen . . ,, 2,000 h. Kontrolle des Kriegspulvers und technische Untersuchungen ,, 3,000 i. Außerordentliche Auslagen : Für Beschaffung von Festigkeitsmaschinen, Drahtzerreißmaschine, Federprüfungsmaschine, Maschine zur Prüfung der Shrapnelhülsen, verschiedene kleinere Apparate, Werkzeuge und Antrieb ,, 25,000

a.

b.

c.

d.

e.

f.

Fr. 62,100 B. 1897 Fr. 34,500. -- R. 1896 ,, 43,885. 19 Ad a--e. Wie im Vorjahre, Ad f und g. Der Betrieb der Kontrolle in Altdorf, namentlich aber die von Jahr zu Jahr intensiver und eingehender sich gestaltende Untersuchung der neuen Munition und der zudienenden Rohmaterialien erfordert größere Auslagen für Ersatz und Anschaffung von neuen zweckdienlichen Instrumenten, Apparaten und Versuchsmaterialien; den erstem Kredit müssen wir daher um Fr. 500, den letztern um Fr. 1000 erhöhen.

813 Ad h und i. Es ergiebt sich immer mehr die Notwendigkeit, alle für Kriegsmaterial zu verarbeitenden Rohmaterialien und nicht nur wie bisher das Material für Versuchsobjekte auf ihre Festigkeit prüfen zu lassen. Um zu bewirken, daß diese Prüfungen in ausgedehntestem Maße, ohne Belastung des Betriebes der einzelnen Werkstätte und mit möglichster Beförderung ausgeführt werden, bedürfen wir eigener Prüfungsmasehinen, die durch das Kontrollpersonal der eidgenössischen Munitionskontrolle bedient und die allen eidgenössischen Regiewerkstätten und für Metallprüfungen auch ändern Verwaltungen zur Verfügung stehen würden.

Wir bedürfen ferner zur Erprobung verschiedener Objekte Specialmaschinen, die der Anstalt für Prüfung von Baumaterialien in Zürich nicht zur Verfügung stehen.

Der jetzige Moment ist zur Beschaffung solcher Maschinen besonders zu empfehlen, indem Versuche aller Art im Gange sind und in Aussicht stehen, und weil in nächster Zeit Qualitätsvorschriften für die verschiedensten Rohmaterialien ausgearbeitet werden müssen.

a.

b.

c.

d.

e.

f.

Ì5. Munitionsdepot: Verwalter Fr. 5,000 Kanzlist I. Klasse (Buchführer) ,, 3,700 Magazinbeamter ,, 3,200 Aushülfspersonal für Magazine und Bureaux . ,, 10,500 Bureaubedürfnisse,Drucksachen,Magazinutensilien ,, 1,800 Reisekosten ,, 300 Fr. 24,500 B. 1897 Fr. 24,454. -- R. 1896 ,, 23,446. 75

Ad a. Wie im Vorjahre.

Ad c. Der bisherige Magazinier muß wegen vorgerücktem Alter und teilweiser Invalidität durch einen Jüngern Beamten ersetzt, werden. Die erhöhte Besoldung rechtfertigt sich durch die zu leistende Bürgschaft und durch die größere Verantwortlichkeit.

Ad d. Wie im Vorjahre.

Ad e. Nachdem das nötige Mobiliar für die neuen Bureaux beschafft ist, kann dieser Posten wieder auf den frühern Ansät'/, reduziert werden.

Ad f. Wie im Vorjahre.

814

B. Instruktionspersonal B. 1897 R. 1896

Fr. 1,301,894 Fr. 1,259,299. -- ,, 1,124,841. 27

i. Infanterie: «. Oberinstruktor Fr.

8,000 b. Pferderation und Wartungsgebühr für ein effektiv gehaltenes Pferd ,, 1,205 c. Sekretär ,, 5,000 d. Bureauaushülfe ,, 6,000 e. Bureaubedürfnisse ,, 700 f. 8 Kreisinstruktoren ,, 55,300 g. 8 Pferderationen und Wartungsgebühren für je ein effektiv gehaltenes Pferd ,, 9,640 h. Schießinstruktor ,, 6,300 t. Pferderation und Wartungsgebühr für ein effektiv gehaltenes Pferd ,, 1,205 k. 34 Instruktoren I. Klasse, durchschnittlich à Fr. 5125 ,, 174,250 l. 33 Pferderationen und Wartungsgebühren für je ein effektiv gehaltenes Pferd ,, 39,765 m. 66 Instruktoren II. Klasse, durchschnittlich à Fr. 3550 ,, 234,300 ·n. 8 Trompeterinstruktoren, durchschnittlich à Fr. 2600 ,, 20,800 .0. 8 Tambourinstruktoren, durchschnittlich à Fr. 2525 ,, 20,200 p. 25 definitive Instruktionsaspiranten, durchschnittlich à Fr. 2600 ,, 65,000 q. 5 definitiv angenommene Aspiranten auf Hulfsinstruktovenstellen, durchschnittlich à Fr. 2000 ,, 10,000 r. Für Instruktionsaushülfe durch probeweise angenommene Instruktionsaspiranten . . . . ,, 24,000 s. Bureauaushillfe der Kreisinstruktoren und des Schießiustruktors ,, 2,700 t. Bildung von Instruktoren . .

. . ,, 5,000 M. Reise- und Deplacementsentschädigungen . . ,, 40,000 ·v. Bekleidungsentschädigungen ,, 17,750 Fr. 747,115 B. 1897 R. 1896

Fr. 727,715. -- ,, 677,428. 37

815

Die durchschnittliehe Besoldung des Instruktionspersonals der Kreise haben wir mit den faktischen Besoldungsansätzen möglichst in Übereinstimmung gebracht.

Ad p und q. Zum Ersatz von einigen weitern mit reduzierter Besoldung angestellten Instruktoren II. Klasse und Spielinstruktoren sehen wir uns veranlaßt, die Zahl der Instruktionsaspiranten auf Stellen II. Klasse und auf Hülfs-(Spiel-)Instruktorenstellen um je drei zu vermehren. Die durchschnittliche höhere Besoldung entspricht den Bestimmungen des Bundesratsbeschlusses vorn 24. Dezember 1896, wodurch die seit 12. Mai 1893 bestehenden Besoldungsansätze der Instruktionsaspiranten mit dem Besoldungsgesetz für die Beamten und Angestellten des Militärdepartements vom 20. Dezember 1894 in angemessene Übereinstimmung gebracht wurden.

Ad v. Durch den erwähnten Bundesratsbeschluß vom 24. Dezember 1896 wurden den Instruktionsaspiranten die gleichen Bekleidungsentschädigungen wie dem definitiven Instruktionspersonal zuerkannt, was eine Mehrausgabe von Fr. 3750 zur Folge hat.

2. Kavallerie: a. Oberinstruktor . o Fr.

lt. 2 Pferderationen und Wartungsgebuhren für 2 effektiv gehaltene Pferde ,, c. Sekretär (Besoldung als Kanzlist I. Klasse) . ,, d. Bureaukosten .

,, e. 5 Instruktoren I. Klasse, durchschnittlich à Fr. 5200 ,, f. 10 Pferderationen und Wartungsgebühren für effektiv gehaltene Pferde ,, g. 8 Instruktoren II. Klasse, durchschnittlich à Fr. 3450 ,, h. 16 Pferderationen und Wartungsgebühren für effektiv gehaltene Pferde ,, i. 2 Trompeterinstruktoren ,, fc. WartungsgebUhren an die Trompeterinstruktoren für je 250 Tage à Fr. 1. 50 ,, l. Reiseentschädigungen w m. Deplacementsentschädigungen ^ n. 3 definitiv angenommene Instruktionsaspiranten, durchschnittlich à Fr. 2767 ,, o. 6 Pferderationen und Wartungsgebühren . .

fl Übertrag Bundesblatt. 49. Jahrg. Bd. IV.

7,000 2,410 3,500 300 26,000 12,000 27,600 19,200 6,400 750 4,000 4,000 8,300 7,200

Fr. 128,660 57

816 Übertrag p. Bildung von Instruktoren q. Aushülfe bei der Instruktion r. Bekleidungsentschädigungen

Fr. 128,660 ,, 3,000 ,, 3,000 ,, 3,000 Fr. 137,660

B. 1897 B. 1896

Fr. 135,131. -- ,, 95,401. 78

'

Die Posten n, o und r wurden gemäß den Bestinimungen des Bundesratsbeschlusses vom 24. Dezember 1896 betreffend Abänderung der Verordnung über Besoldung uod anderweitige Kompetenzen des ständigen und außerordentlichen Instruktionspersonals entsprechend erhöht.

a.

b.

c.

d.

e.

f.

g.

h.

i.

Ä.

l.

m.

n.

o.

p.

q,

3. Artillerie: Oberinstruktor Fr.

2 Pferderationen und Wartungsgebühren . . ,, Sekretär ,, Bureaukosten ,, 4 Instruktoren I. Klasse, durchschnittlich à Fr. 5475 ,, 4 Pferderationen und Wartungsgebühren . . ,, 14 Instruktoren II. Klasse, durchschnittlich à Fr. 3950 ° . . . . . . ,, 14 Pferderationen und Wartungsgebühreu . . fl 18 Hülfs- und Trompeterinstruktoren, durchschnittlich à Fr. 2978 ,, 18 Pferderationen und Wartungsgebühren . . ,, Bildung von Instruktoreu ,, Definitiv angenommene Instruktionsaspiranten . ,, Aushülfe bei der Instruktion ,, Reise- und Deplacemenlsentschädigungen . . ,, Bekleidungsentschädigungen ,, Anteil Kosten für den Beschlaglehrer in Thun ,,

8,000 2,410 4,300 600 21,900 4,820 55,300 16,870 53,604 21,H90 5.600 19,815 3,000 9,000 5,500 5UO

Fr. 232,909 B. 1897 R. 1896

Fr. 222,503. -- ,, 196,908. 40

Ad c, e, g und i. Die Besoldungsansätze entsprechen den gesetzlichen Bestimmungen; die Posten e, g und i konnten infolge Neuwahlen etwas reduziert werden.

817 Ad k. Unterm 17./18. März laufenden Jahres hat unser Militärdepartement verfügt, es sei den Hülfsinstruktoren der Artillerie die Pferderationsvergütuno; in gleicher Weise auszurichten wie den Instruktoren I. und II. Klasse, und es sei daher der betreffende Betrag nicht nur für die dienstfreie Zeit, sondern für das ganze Jahr im Budget in Berechnung zu bringen.

Ad m. Drei bisher probeweise angestellte Instruktionsaspiranten sollen im laufenden Jahr definitiv angenommen werden ; außerdem mußte der Posten infolge des ßundesratsbeschlusses vom 24. Dezember 1896 (Abänderung der Verordnung über die Kompetenzen der Instruktionsaspiranten) erhöht werden.

Ad n. Nach Annahme von definitiven Instruktionsaspiranten kann der Posten um etwas reduziert werden.

Ad o und p. Der bereits erwähnte Bundesratsbeschluß gewährt den Instruktionsaspirauten die gleichen Deplacements- und Equipementsentsehädiiiungen wie den lustruktoren, weshalb beide Ansätze um je Fr. 500 erhöht werden mußten. -- Die übrigen Posten sind wie im Vorjahre. -- 4. Genie: a. Oberinstruktor b. Pferdemtion und Wartungsgebühr f ü r ein effektiv gehaltenes Pferd c. Bureaukosten und Bureaumieto d. 2 lustruktoren I. Klasse e. Pferderationen und Wartungsgebühren für 2 effektiv gehaltene Pferde f. 6 Instruktoren II. Klasse g. 6 Hülfsinstruktoren h. Definitiv angenommene Instruktionsaspiranten .

è. Aushülfe bei der Instruktion fe. Reise- und Deulacementsentschädigungen l. ßekleidungsentschädigungen

Fr.

7,500

,, ,, ,,

1,205 300 12,600

,, ,, ,, ^ ,, ,, ,,

2,410 24,300 15,200 4,200 3,000 6,<)00 2,000

Fr. 7ö,715 B. 1897 R. 1896

Fr. 69,955. -- ,, 62,947. 37

Ad e. Gemäß Bundesbesehluß vom 26. März 1897 sind die Instruktoren I. Klasse des Genie pf'erderationsberechtigt geworden.

Ad h. Unterm 10. April 1897 wurden vom Militärdepartemeul ein definitiver Instruktionsaspirant uud ein definitiver Hülfsinstruktions aspirant mit einer Besoldung von Fr. 2400, bezw. Fr. 18UO ernannt.

818

Ad i. Gleicher Ansatz wie letztes Jahr. Es wird unter diese Rubrik namentlich auch die Entschädigung gestellt, welche der Elektrotechniker des Geniebureaus als Specialinstruktor für Elektricität in den Schulen und Kursen erhält.

Ad k und l. Diese Posten müssen infolge der durch die neuernannten Instruktionsaspiranten an dieselben gestellten Mehrforderungen entsprechend erhöht werden.

a.

b.

c.

d.

e.

f.

g.

h.

i.

5. Sanität: Oberiustruktor Fr. 6,800 Pferderation und Wartungsgebühr für ein effektiv gehaltenes Pferd ,, 1,205 4 Instruktoren I. Klasse ,, 21,000 5 Instruktoren II. Klasse ,, 17,700 2 Hiilfsinstruktoren ,, 5,200 \ definitiv angenommener Instruktoraspirant . ,, 1,800 Aushülfe bei der Instruktion ,, 2,500 Reiseentsehädigungen ,, 1,800 Bekleidungsentschädigungen ,, 1,000 Fr. 59,005 B. 1897 R. 1896

Fr. 58,130. -- ,, 52,573. 40

Ad d. Für einen nur provisorisch bestätigten Instruktoren fällt die Besoldungserhöhung weg.

Ad f. Die in der Dezembersession 1896 bewilligte Stelle eines definitiv angenommenen Instruktionsaspiranten wird wie bei ändern Waffengattungen besonders eingestellt.

a.

6.

c.

d.

e.

6. Verwaltung: Oberinstruktor(zugleichKriegskommissärinThun) l Instruktor I. Klasse 2 Instruktoren II. Klasse Reiseentschädigungen Bekleidungsentschädigungen

Fr.

,, ,, ,, ,,

7,000 5,800 7,200 700 400

Fr. 21,100 R. 1897 R. 1896

Fr. 20,700. -- ,, 20,287. 60

Ad d. Nach dem Rechnungsergebnis vom Jahre 1896 erhöht uuj Fr. 200.

819 7. Befestigungen: 1. St. G o t t h a r d : a. Instruktionsoffizier für die Infanterie der Gotthardbefestigungen Fr.

b. Zulage als Infanterie - Instruktor der Gotthardtruppen ,, c. Pferderation und Wartungsgebühr für ein effektiv gehaltenes Pferd ,, d. Instruktionsotfizier für die Festungsartillerie der Gotthardbefestigungen ,, e. Pferderation und Wartungsgebühr für ein effektiv gehaltenes Pferd ,, f. Aushülfe bei der Instruktion der Festungsartillerie der Befestigungen am St. Gotthard ,, g. Reise- und Deplacementsentaehädigungen ,, h. Bekleidungseutschädigungen ,,

4,900 400 1,205 5,000 1,205 5,000 500 450

Fr. 18,660 B. 1896 R. 1897 Wie im Vorjahre.

Fr. 18,510. -- ,, 19,294. 35

2. St. M a u r i c e : o. Instruktionsoffizier für die Infanterie der Befestigungen von St. Maurice Fr. 4700 b. Zulage als Infanterie - Inatruktionsoffiaier der Befestigungen von St. Maurice ,, 375 c. Pferderation und Wartungsgebuhr für ein effektiv gehaltenes Pferd ,, 1205 d. Reiseentschädigung und Waffenplatzzulage . . . ,, 300 e. Bekleidungsentschädigungen ,, 150 Fr. 6730 B. 1897 R.1896 Wie im Vorjahre.

Fr. 6655. -- ,, --

C. Unterricht

Fr. 11,460,059 B. 1897 R. 1896

Fr. 10,698,903. -- ,, 10,338,822. 16

'

820 1. Aushebung

Fr. 85,000

B. 1897 Fr. 80,000. -- R. 1896 ,, 84,998. 95 Die Rechnung von 1895 ergab für diese Rubrik eine Ausgabe von Fr. 88,019. 55, diejenige von 1S96 eine solche vou Fr. 84,998.95.

Mit Fr. 80,000 wie bisher ist daher nicht mehr auszukommen, und wir sind genötigt, den Posten um Fr. 5000 zu erhöhen.

2. Rekrutenschulen

Fr. 3,403,134

B. 1897 R. 1896

Fr. 3,338,770. -- ,, 3,390,797. 86

a. Infanterie.

13,000 Mann à Fr. 3. 20 X 47>/a Tage . . . . Fr. 1,976,000 · B. 1897 Fr. 1,959,280. -- R. 1896 ,, 1,912,982. 72 Wir haben vom statistischen Bureau eine Zusammenstellung der voraussichtlichen Rekrutierungsergebnisse im Herbst 1897 machen lassen. Nach dessen Berechnung wird die Rekrutenzahl um über 1000 Mann hinter derjenigen des Vorjahres zurückbleiben. Da aber die Rekruteuzahl des Jahres 1896, welche im Jahre 1897 einberufen worden ist, die Zahl der im Budget 1897 aufgenommenen Rekruten um mehr wie 1000 Mann übersteigt, so haben wir gegenüber dem letztjährigen Budget nicht nur keine Reduktion eintreten lassen, sondern haben, um uns gegen alle Eventualitäten zu sichern, die Rekrutenzahl der Infanterie um 110 Mann erhöht.

b. Kavallerie.

520 Mann à Fr. 6. 90 X 83 Tage Fr. 297,804 B. 1897 Fr. 294,288. -- R. 1896 ,, 336,999. 99 Die Kavallerieeinheiten bedürfen noch immer eines etwas mehr »1s normalen Zuwachses, um auf den Solletat gebracht zu werden.

Die eingesetzte Rekrutenzahl entspricht immerhin derjenigen des Vorjahres.

Das Rechnungsergebnis des Vorjahres verlangt Erhöhung des Einheitspreises um 10 Cts.; die Erklärung liegt darin, daß nunmehr während der ganzen Schule die starke Ration verabfolgt wird, UDÌ die Pferde leistungsfähiger zu erhalten.

821 c. Artillerie.

1. F e l d a r t i l l e r i e .

740 Mann à Fr. 7 X 58 Tage . . . . Fr. 300,440 2. G e b i r g s a r t i l l e r i e .

110 Mann à Fr. 6. 20 X 58 Tage . .

3. P o s i t i o n s a r t i l l e r i e .

164 Mann à Fr. 6. 50 X 58 Tage .

.

,,

39,556

. .

,,

61,828

4. A r m e e t r a i u .

340 Ma on à Fr. 6. 40 X 45 Tage . . .

100 Hufsehmiedrekruten à Fr. 6 X 45 Tage 5. P f e r d e m i e t e

,, 97,920 ,, 28,800 ,, 197,272 Fr. 725,816

B. 1897 R. 1896

Fr. 715,956. -- ,, 766,978. 67

Ad 4 und 2. Der Einheitspreis ist gegenüber dem Vorjahre um je 20 Cts. erhöht, weil in den nächsten Jahren die Zahl der Shrapnels vermehrt und diejenige der Granaten vermindert werden muß. Bei der Gebirgsartillerie kommt in Zukunft das Shrapnel ausschließlich zur Verwendung, weil die 7,5 cm. Granaten vollständig aufgebraucht sind. Die übrigen Posten sind gleich wie im Vorjahre.

Ad 5. Der Ansata für die Pfurdemiete für alle Unterabteilungen (Feldartillerie, Gebirgsartillerie und Armeetrain) mit Fr. 3. 50 per Pferd und per Tag wird beibehalten, ebenso die Zuteilung der Pferde I. und II. Annahme.

Wie im laufenden Jahre beabsichtigen wir, die Zuteilung der Pferde wie folgt zu bestimmen : Auf 100 Trainrekruten der Feldartillerie 92 Pferde I. Annahme und 86 Pferde II. Annahme (inkl. Offiziers- und Unteroffizierspferde) und je 76 Pferde I. und II. Annahme pro 100 Armeetrainrekruten (inkl. Cadrespferde).

Das Mietgeld stellt sich daher wie folgt : Die 425 Trainrekruten der Feldartillerie bedürfen : 391 Pferde X 55 Tage == 21,505 Tage à Fr. 3. 50 = Fr. 75,268 366 ,, X 28 ,, = 10,248 ,, ,, ,, 3. 50 = ,, 35,868 Total

31,753 Tage à Fr. 3. 50 = Fr. 111,136

822 Gebirgsartillerierekvuten sind pro 1898 110 auszubilden.

Wir berechnen daher : 45 Pferde X 53 Tage = 2385 Tage à Fr. 3. 50 = Fr. 8,348 40 ,, X 28 ,, = 1120 ,, ,, ,, 3. 50 = ,, 3,920 Total 3505 Tage à Fr. 3. 50 = Fr. 12,268 Nach dem obigen Ansatz von 76 Pferden I. und II. Annahme pro 100 Armeetrainrekruten bedarf es, die 100 Hufschmiedrekruten mitgerechnet : 335 Pferde X 42 Tage = 14,070 Tage à Fr. 3. 50 = Fr. 49,245 335 ,, x 21 ,, = 7,035 ,, ,, ,, 3. 50 = ,, 24,623 Total 21,105 Tage à Fr. 3. 50 = Fr. 73,868 Gesamtpferdemiete.

Feldartillerie-Rekrutenschulen 31,753 Pferdetage mit Fr. 111,136 Gebirgsartillerie-Rekrutenschule 3,505 ,, ,, ,, 12,268 Armeetrain-Rekrutenschulen 21,105 ,, ,, ,, 73,868 Total 56,363 Pferdetage mit Fr. 197,272 d. Genie.

460 Mann, nämlich: 245 Sappeure, 90 Pontoniere 70 Telegraphisten 55 Eisenbahnpioniere, 460 Mann à Fr. 4. 40 X 53 Tage . . Fr. 107,272 B. 1897 Fr. 97,944. -- R, 1896 ,, 113,002. 49 Die Hekrutenzahl ist gegenüber dem Vorjahre um 40 Mann vermehrt worden, der Einheitspreis dagegen beibehalten, obschon sich derselbe in der Rechnung für das Jahr 1896 etwas niederer stellt. Die Zahl neuernannter Hauptleute, welche für kürzere Zeit in die Schulen kommandiert werden, wird größer sein. Ferner werden Offiziere andeier Waffen daran teilnehmen, und beabsichtigen wir, auch 'einen neuernannten Major auf die letzten 14 Tage der Sappeurschule einzuberufen.

823 e.

445 Mann à Fr. 2. 30 B. 1897 R. 1896 Wie im Vorjahre.

Sanität.

X 49 Tage . . . . Fr. 50,152 Fr. 50,152. -- ,, 47,434. 27

f. Verwaltung.

120 Mann à Fr. 4 X 40 Tage B. 1897 Fr. 19,200. -- R. 1896 ,, 15,199. 81 Wie im Vorjahre.

Fr. 19,200

g. Befestigungen.

1. St. G o t t h a r d .

1. 220 Mann Infanterie (Bataillone Nr. 47 und 87) à Fr. 3.50 X 47 »/2 Tage 2. 160 Mann Festungsartilleristen (Kanoniere, Beobachter, Maschinengewehrschützen) à Fr. 9. 50 X 58 Tage 3. 36 Mann Positionsartilleristen (Positionsabteilung IV) à Fr. 8. 50 X 58 Tage

Fr.

36,575

,,

88,160

,,

17,748

Fr. 142,483 B. 1897 R. 1896

Fr. 117,543. -- ,, 198,199. 91

Ad 2. Für das Jahr 1897 war die Rekrutenzahl bedeutend niedriger angenommen und von der Abhaltung einer besondern Rekrutenschule in Airolo abstrahiert worden, um vorerst die Kontrollen zu revidieren und den Bedarf an Festungsartillerie festzustellen. Es hat sich nun ergeben, daß zur Komplettierung der Kanoniermanuschaft, der Maschinengewehrschützen und Beobachterabteilungen für die nächsten Jahre ein jährlicher Zuwachs von 160 Mann erforderlich ist.

2. St. M a u r i c e .

1. 110 Mann Infanterie (Bataillon Nr. 12) à Fr. 3. 50 X 47 Va Tage Fr. 18,287 Übertrag

Fr. 18,287

824

Übertrag 2. 120 Mann Festungsartillerie (Kanoniere, Beobachter, Masehineagewehrschützen und Festungspionieve) à Fr. 9. 50 x 58 Tage

Fr. 18,287 ,, 66,120 Fr. 84,407

B. 1897 R. 1896 Wie im Vorjahre.

Fr. 84,407. -- ,, -

3. Wiederholungskurse

Fr. 5,987,865

B. 1897 R. 1896

Fr. 5,375,505. -- ,, 5,234,577. 96

a.

Infanterie.

1. Auszug.

Im Jahre 1898 haben zu bestehen: das III. Armeecorps : regitnentsweise Wiederholungskurse, ,, IV.

,, Armeecorpsübung.

Die Einrückungshestände dieser Armeecorps betrugen im Jahre 1896 bei 12 Jahrgängen Cadres und 10 Jahrgängen Soldaten : III. Armeecorps 26 Bataillone 20,369 Mann IV.

,, J24 ,, 17,451 ,, Total 50 Bataillone 37,820 Mann Mit Rücksicht auf die in den letzten Jahren vermehrte Rekrutieruno; der Infanterie fügen wir dem Bestand von 1896 einen Zuschlag von cirka 4 °/o bei, so daß sich ein mutmaßlicher Binriickuugsbestand von 39,400 Manu ergeben wird, wovon 700 ,, Satiitätsmannschaft, die bei der Sanität unterrichtet und veranschlagt werden, in Abzug zu bringen sind.

Es verbleiben demnach Infanterie 38,700 Mann Da die Reiseentschädigungen und Transportkosten bei der VIII. Division stets erheblich höher zu stehen kommen als bei den andern Divisionen, so erhöhen wir den letztjährigen Einheitspreis von Fr. 3. 25 um 15 Rp. und erhalten daher: 38,700 Mann X Fr. 3. 40 X 181/« Tage. . . Fr. 2,434,230 Übertrag

Fr. 2,434,230

825

Übertrag Fi\ 2,434,230 2. Landwehr.

Durch das Bundesgesetz vom 12. Juni 1897 wurden die Landwehrtruppen der Infanterie neu organisiert. Die nötigen Anordnungen zur Durchführung dieses Gesetzes haben wir bereits erlassen und die kantonalen Militärbehörden eingeladen, die Corpskontrolleu neu zu erstellen. Zur Bereinigung der Corpakontrollen und vollständigen Organisation der Bataillone, Compagnien und Halbcompagnien, für die Auswechslung der Nummern und Abzeichen und behufs Ergänzung der Ausrüstung und Bekleidung iat es notwendig, für die neu formierten Einheiten Organisationsmusterungen ia der Dauer von 1--3 Tagen abzuhalten, wobei wir jedoch bemerken, daß die Organisationsarbeiten nur bei ausnahmsweise günstigen Bedingungen sich in einem Tage durchführen lassen. Im Durchschnitt glauben wir hierfür, inklusive Einrtickungs- und Entlassungstag, 2^2 Tage ansetzen zu sollen. Wenn ausnahmsweise sich die Organisationsmusteruug in einem Tage durchführen läßt, muß nach unserem Dafürhalten der Mannschaft doch Sold und Verpflegung verabfolgt werden, da unter den in Art. 217 der Militärorganisation erwähnten Inspektionen diese Organisationsmusterungen nicht verstanden werden können.

Auf 1. Januar 1897 hatte die Land wehrinfanterie einen Bestand von 58,228 Mann, von welchen wir 8 °/o nicht Einrückende abrechnen ; es verbleiben demnach 53,846 Einrückende. Der Berechnung legen wir einen Einheitspreis von Fr. 3. 40 und eine Dauer von 2 x /2 Tagen zu Grunde.

Wir erhalten demnach : 53,846 Mann X 2 Va Tage à Fr. 3. 40 = . . ,, 457,691 Mit Rücksicht auf diese Organisationsmusterungen nehmen wir von der Abhaltung von Landwehrwiederholungskursen für 1898 Umgang und bemerken bei diesem Aulasse, daß schon 1897 ein Teil der Landwehrwiederholungskurse sistiert worden ist, wodurch eine Ersparnis von Fr. 228,400 erreicht würde.

Für die Landwehrwiederholungskurse waren pro 1897 Fr. 303,715 bei 9 Jahrgängen Einzuberufender Übertrag Fr. 2,891,921

826

Übertrag budgetiert. Künftig werden nur noch 7 Jahrgänge einberufen, im übrigen aber die Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 7. Juni 1881 betreffend die Übungen und Inspektionen der Landwehr gelten. Die daherigen Ausgaben werden von 1899 an cirka Fr. 236,000 betragen; für 1898 kommen sie in Wegfall.

3. Nachdienstpflichtige.

Letztes Jahr war vorgesehen, daß 1000 Mann, und zwar 8/5 des Auszuges und 2/5 der Landwehr, zum Teil Mannschaft, welche noch auf das neue Gewehr zu instruieren war, in die Schießschule Wallenstadt mit einer durchschnittlichen Dienstzeit von 14 Tagen einzuberufen waren. Nachdem nun die neue Bewaffnung als durchgeführt betrachtet werden kann, so wird von der Einberufung besonderer aus Landwehrmannschaft bestehenden Übungsdetachemente Umgang genommen und für den Auszug die Dienstdauer auf 18 Tage angesetzt, wovon 15 Tage auf die eigentliche Kursdauer, dazu ein Einrückungs- und ein Entlassuogstag und ein Tag auf die besondere Besammlung entfallen. Immerhin wird vorbehalten, für einen Teil der Nachdienstpflichtigen des I. Armeecorps Nachdienstkurse in den betreffenden Divisionskreisen abzuhalten. Der Einheitspreis kann der gleiche bleiben.

1000 Mann X 18 Tage à Fr. 4. 30 . . . .

Fr. 2,891,921

,,

77,400

,,

125,000

4. Landsturm.

Wie letztes Jahr werden für den bewaffneten Landsturm eintägige Mannschafisinspektionen und Übungen vorgesehen. Im Jahre 1896 sind 49,533 Mann, gegenüber 52,888 im Jahre 1895, zu diesen Übungen eingerückt. Wir glauben deshalb, für 1898 nicht mehr als 50,000 Mann in das Budget einstellen zu sollen. Der Einheitspreis kann derselbe bleiben.

50,000 Mann X Fr. 2. 50

Fr. 3,094,321 B. 1897 R. 1896

Fr. 2,892,902. -- ,, 2,729,667. 80

827

b. Kavallerie.

Dragoner.

24 Schwadronen à 122 Mann = 2928 Mann à Fr. 7. 80 X 13 Tage Fr. 296,900 Guiden.

8 Compagnien à 117 Mann = 936 Mann 4 ,, à 65 ,, = 260 ,, Total 1196

Mann à

Fr. 7. 80 X 13 Tage

,, 121,274 Fr. 418,174

B. 1897 Fr. 403,104.

R. 1896 ,, 404,538.

Der andauernd starkem Rekrutierung schaftsbestand und nach dem letztjährigen Einheitspreis etwas erhöht werden.

-- 44 wegen muß der MannRechnungscrgebnis der

c. Artillerie.

1. Auszug.

28 Feldbatterien à 150 Mann à Fr. 8 X 21 Tage = Fr. 705,600 Parkkolonnen . ,, "-- 1 Gebirgsbatterie à 160 Manu à Fr. 7 X 21 Tage = . . . . ,, 23,520 3 Positionscompagnien à 140 Mann à Fr. 8. 50 X 19 Tage = . - ,, 67,830 Feuerwerker ,, -- 2 BrückentrainabteilungenalOOMann à Fr. 7. 70 X 17 Tage = . . ,, 26,180 4 VerpflegstrainabteilungenalOOMann à Fr. 7. 70 X 17 Tage = . . fl 52,360 Linien train von 2 Divisionen à 120 Mann à Fr. 7. 70 X 14 Tage = . . fl 25,872 Pferdemiete: 74,520 Tage à Fr. 4. 30 ,, 320,436 Fr. 1,221,798 Übertrag Fr. 1,221,798

828 Übertrag

Fr. 1,221,798

2. Landwehr.

3 Positionscompagnien à 110 Mann à Fr. 8 X 11 Tage = . . . Fr. 29,040 4 Parkcompagnien à 100 Mann à Fr. 7 X 11 Tage = ,, 30,800 2 Saumkolonnen à 70 Mann à Fr. 7 X 11 Tage = ,, 10,780 l Positionscompagnie à 70 Manu à Fr. 7 X 11 Tage = . . . . ,, 5,390 l Sanitätstraincompagnie à 100 Mann à Fr. 7 X 11 Tage = . . . ,, 7,700 Pferdemiete ,, 31,000 Feldbatterien

.

114,710 8. Organisationsmusterungen.

a. Organisationsmusterungen . . Fr. 136,800 b. Mehrkosten für verlängerte Wiederholungskurse . . . . ,, 33,500 ,, Total B. 1897 R. 1896

170,300

Fr. 1,506,808

Fr. 1,344,978. -- ,, 1,320,109. 09

Ad i. Auszug. Der Bestand der Auszügercorps, welche im Jahre 1898 Wiederholungskurs zu bestehen haben, wird auf Grund der daherigen Effektivbestände bei den einzelnen Unterabteilungen festgesetzt wie folgt: Für die Feldbatterien 150 Mann ,, ,, Gebirgsbatterien 160 ,, ,, ,, Positionscompagnien 140 " ,, ,, Brücken- und Verpflegstrainabteilungen je . 100 " ,, den Linientrain per Division 120 ,, Für die Feldbatterien mußte der Ansatz um 10 Mann erhöhl werden, wegen den starken Beständen der zum Dienste kommenden Einheiten; bei den übrigen Unterabteilungen sind die Ansätze des laufenden Jahres beibehalten worden.

Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes über die Neuordnung der Truppenkörper der Artillerie kommen nunmehr jährlich 28 Feldbatterien und pro 1898 eine Gebirgsbatterie (Batterie Nr. 61bis hat

829 im laufenden Jahr Wiederholungskurs bestanden) zum Wiederholungskurs.

Die Zahl der Pferde berechnen wir nach folgenden Ansätzen : Batterien, welche nicht zu den Armeecorpsttbungen kommen 88 Pferde Batterien, welche die Armeecorpsübungen bestehen 104 ,, Gebirgsbatterie 76 ,, Kriegsbruckentrainabteilungen 130 ,, Verpflegstrainabteilungen 120 ,, Linientrain per Division 140 ,, Mit Ausnahme derjenigen Feldbatterien, welche an den Armeecorpsübungen teilnehmen, sind für sämtliche Unterabteilungen die nämlichen Pferdezahlen angenommen, wie im laufenden Jahr. Für die erstem beantragen wir, die bisherige Zahl 94 (per Batterie) auf 104 zu erhöhen. Mit 104 Pferden ist es den Batterien möglich, auch die Caissons mit 6 Pferden zu bespannen, was nach den in den Manövern der letzten Jahre gemachten Erfahrungen und mit Rücksicht auf die Schonung des Pferdematerials sehr zu wünschen wäre.

Die Batterien werden durch diese Pferdevermehvuug in stand gesetzt, die Manöver möglichst kriegsmäßig durchzuführen, ohne die Pferde zu stark in Anspruch nehmen zu müssen. Die daraus resultierenden Mehrausgaben werden für die 14 Batterien des Arméecorps allerdings cirka Fr. 20,000 ausmachen, sie dürften sich jedoch schon aus dem einzigen Grunde rechtfertigen, als damit die Abschätzungen verringert werden, abgesehen davon, daß durch diese Zuteilung von 104 Pferden per Batterie die Manövrierfähigkeit der Einheiten bedeutend erhöht wird und mehr Trainsoldaten beim Fahren verwendet werden können.

Nach den obigen Angaben berechnen sich nun die Pferdetage wie folgt: 14 Batterien à 88 Pferde X 21 Tage = 25,872 Tage 14 ,, ,, 104 ,, X 22 ,, = 32,U32 ,, 1 Gebirgsbatterie ,, 76 ,, X 21 ,, = 1,596 ,, 2 Brückentrainabteilungen ,, 130 ,, X 15 ,, = 3,900 ,, 4 Verpflegstrainubteilungen ,, 120 ,, X 15 ,, = 7,200 ,, Linieuti-ain von 2 Divisionen ,, 140 ,, X 14 ,, = 3,920 B Total 74,520 Tage

830

Der Durchschnittspreis für die Pferdemiete wird wie für das laufende Jahr à Fr. 4. 30 per Tag und per Pferd festgesetzt.

Wir stellen pro \ 898 folgende Einheitspreise ein : Für Feldartillerie . . . Fr. 8. -- ,, Gebirgsartillerie .

,, 7. -- ,, Positionsartillerie . . ,, 8. 50 ,, Armeetrain . . . . ,, 7. 70 Einzig für den Anneetrain mußte mit Rücksicht auf das Rechnungsergebnis des letzten Jahres eine Erhöhung von 20 Rappen eingestellt werden, im übrigen sind die Preise des laufenden Jahres eingehalten.

Ad 2. Landwehr. Gemäß Bundesgesetz über die Neuordnung der Truppenkörper der Artillerie vom 19. März 1897 kommen von den Einheiten der Landwehr zum Wiederholungskurs : 3 Positionscompagnien.

4 Parkcompagnien (stabiler Corpspark).

2 Saumkolonnen.

l Positionstraincompagnie.

l Sanitätstraincompagnie.

Die Effektivbestände dieser Einheiten sind noch nicht genau festgesetzt, dagegen werden die nachfolgenden Zahlen so ziemlich der Wirklichkeit entsprechen.

Von dea Positionscompagnien werden einrücken cirka 110 Mann per Compagnie.

Von den Parkcompagnien werden einrücken cirka 100 ,, ,, ,, Von den Saumkolonnen werden einrücken cirka . · 70 ,, ,, Kolonne.

Von der Positionstraincompagnie werden einrücken cirka 70 ,, Von der Sanitätstraincompagnie werden einrücken cirka 100 ,, Die Pferdemiete wird wie folgt berechnet : 4 Parkcompagnien à 80 Pferde à Fr. 5 X 10 Tage = Fr. 16,000 2 Saumkolonnen ,, 5 0 ,, ,, ,, 5 x l O ,, = ,, 5,000 l Positionstraincompagnie ,,100 ,, ,, ,, 5 X 1 0 ,, = ,, 5,000 l Sanitätstraincompagnie ,, 1 0 0 ,, ,, ,, 5 X 10 ,, = ,, 5,000 Total Fr. 31,000

831 Da diese Truppen voraussichtlich alle zum Truppenzusammenzug kommen, zu welcher Zeit die Pferdestellung filr eine so kurze Dienstdauer eine äußerst schwierige ist, mußten wir per Pferd und per Tag Fr. 5 berechnen.

Ad 3. Organisationsmusterungen.

a. O r g a n i s a t i o n s m u s t e r u n g e n : 11,845 Mann à Fr. 3. 85 x 3 Tage = . . Fr. 136,800 Die auf Grund des Bundesgesetzes vom 19. März 1897 über die Neuordnung der Truppenkörper der Artillerie unterm 26. Oktober laufenden Jahres erlassene Vollziehungsverordnung sieht filr diejenigen vom genannten Bundesgesetz berührten Einheiten, welche im Laufe des Jahres 1898 nicht zu Wiederholungskursen kommen, besondere Organisationsmusterungen vor. Die Corpskontrollen der neuen Einheiten werden auf Ende dieses Jahres allerdings erstellt und bereinigt sein, dagegen benötigen die bei Anlaß der Musterungen vorzunehmenden übrigen Organisationsarbeiten, wie Umschreibung der Dienstbüchlein, Austausch der Nummern und Abzeichen, Ergänzung der Ausrüstung und Bekleidung etc. verhältnismäßig viel Zeitaufwand, weshalb wir aus diesen Gründen und mit Rücksicht auf die zum großen Teil aus verschiedenen Kantonen zusammengesetzten Einheiten 3 Tage für die Organisationsmusterungen in Anschlag gebracht haben.

b. M e h r k o s t e n für v e r l ä n g e r t e W i e d e r h o l u n g s k u r s e .

4300 Mann à Fr. 3. 90 X 2 Tage = . . . Fr. 33,500 Alle diejenigen Einheiten, welche im Jahre 1898 zu den gewöhnlichen Wiederholungskursen einberufen werden, sollen ihre Organisationsbereinigungen zu Beginn des Dienstes vornehmen, zu welchem Zwecke wir in der oben bereits erwähnten Vollziehungsverordnung um 2 Tage verlängerte Wiederholungskurse in Aussicht genommen haben. Für diese 2 Tage müssen der Vollständigkeit der Organisation halber alle 12 Jahrgänge der betreffenden Einheiten einberufen werden, also auch diejenigen, welche zu den Wiederholungskursen gesetzlich nicht verpflichtet sind. Aus diesem Grunde und weil der Einheitspreis für diese 2 Organisationstage ein kleinerer ist als derjenige der eigentlichen Wiederholungskurse, ist es notwendig, hierfür eine besondere Berechnung aufzustellen.

ßnndesblatt. 49. Jahrg. Bd. IV.

58

832 d. Genie.

1. Auszug.

An dea Wiederholungskursen haben die Genietruppen des III. und IV. Armeecorps teilzunehmen, und zwar: die Geniehalbbataillone Nr. 6, 7, 4 und 8 mit 4 X 370 = 1480 Mann die Kriegsbrückenabteilungen Nr. 3 und 4 ,, 2 X 270 = 540 ,, die Telegrapheneompagnien Nr. 3 und 4 ,, 2 X 150 = 300 ,, die Eisenbahncompagnien Nr. 3 und 4 ,, 2 X 100 = 200 fl Total

2520 Maun

2520 Mann X 18 Tage à Fr. 4. 40 = . . . . Fr. 199,584 Dazu die Mehrkosten für einen optischen Signalkurs: 35 Mann X 18 Tage à Fr. 2. 15 = . . . .

,, 1,354 Fr. 200,938 Es wird angenommen, daß, wie im Vorjahre, zehn Jahrgänge einberufen werden.

Nachdem im Jahr 1897 bei den Telegrapheneompagnien des I. und II. Armeecorps nach mehrjährigem Unterbruch ein Specialkurs für optischen Signaldienst stattgefunden hat, soll nun auch ein solcher für diejenigen des III. und IV. Armeecorps abgehalten werden.

2. Landwehr.

An den Wiederholungskursen der Land wehr haben die neun jüngsten Jahrgänge der folgenden Einheiten teilzunehmen : Sappeurcompagnien Nr. 12 und 14, Kriegsbrückenabteilung Nr. li, Compagnie Nr. 3, Telegraphencompagnie Nr. 3 und Eisenbahneompagnie Nr. 3.

Cadres 130 Mann X H Tage = 1430 Diensttage Mannschaft 510 ,, X 7 ,, = 3570 ,, 640 Mann mit

5000 Diensttagen

à Fr. 4. 40

,,

22,000

Fr. 222,938 B. 1897 R. 1896

Fr. 212,530. -- ,, 235,457. 15

833

Der Einheitspreis ist, entsprechend der Jahresrechnung pro 1896, bei beidea Aufgeboten derselbe uad muß gegenüber dem Budget von 1897 um 20 Cts. per Mann und per Tag erhöht werden, indem die infolge der erhöhten Salz- und Gemüsezulage erfolgten Mehrkosten einen etwas größern Einfluß ausüben mögen, als damals vorgesehen wurde. Die Erhöhung ist aber hauptsächlich darauf zurückzuführen, daß in den Wiederholungskursen mehr größere Felddienstübungen ausgeführt werden, die vermehrte Transporte und Instruktionsmaterialien erfordern.

e. Sanität.

1. Auszug.

III. Armeecorps: 2 Lazarettstäbe und 4 Ambulanzen, inklusive Train: Cadres 50 Mann X l* Tage = 700 Mannschaft 112 ,, X H ,, =1232 Train 22 ,, X 8 ,, = 176 zusammen 2108 Tage à Fr. 6.

.

Fr. 12,648

Truppensanitätspersonal von 26 Bataillonen: Cadres 78 Mann X 14 Tage = 1092 Mannschaft 300 ,, X H ,, = 3300 zusammen 4392 Tage à Fr. 4

,, 17,568

IV. Armeecorps: 2 Lazarettstäbe und 8 Ambulanzen : Cadres 100 Mann X 19 Tage = 1900 Mannschaft 250 ,, X 17 ,, = 4250 zusammen 6150 Tage à Fr. 6

,, 36,900

Sanitäts-Vorbereitungskurs für die Armeecorpsübungen: 18 Offiziere X 5 Tage = 90 Tage à Fr. 20 ,,

1,800 Fr. 68,916

Übertrag

Fr. 68,916

834

Übertrag Fr. 68,916 2. Landwehr.

4 Ambulanzen, inkl. Train : Cadres 50 Mann X U Tage = 550 Mannschaft 130 ,, X 8 ,, =1040 zusammen 1590 Tage à Fr. 6 Fr. 9,540 Truppensanitätspersonal : 3 Transportkolonnen : Cadres 12 Mann X 11 Tage = . 132 Sanitätsmannschaft 30 Mann X 8 Tage = 240 Trainpersonal 37 Mann X 8 Tage = 296 zusammen 668 Tage à Fr. 7. 80 . . . Fr. 5210 Pferdemiete : 70 Pferde X 8 Tage = 560 Tage à Fr. 4 ...

,, 2240 ,, 7,450 2 SanitätszUge: Cadres 10 Mann X 11 Tage = 110 Mannschaft 30 ,, X 8 ,, = 240 zusammen 350 Tage à Fr. 10 ,, 3,500 ,, 20,490 Fr. 89,406 B. 1897 Fr. 87,096. -- R. 1896 ,, 82,723. 02 Ad i. A u s z u g . Anzahl der einzuberufenden Ambulanzen, Anordnung und Dauer der Wiederholungskurse und Einheitspreis wie letztes Jahr, ebenso die Anordnungen betreffend den Train.

Ad 2. L a n d w e h r . Ambulanzen wie letztes Jahr, dagegen gedenken wir dieses Jahr, wie schon in der letzten Budgetbotschaft in Aussicht gestellt, mit der Instruktion der Sanitäts-Landwehreinheiten den Anfang zu machen, und zwar mit den deutschen Transportkolonnen und Sanitätszügen. Die erstem sind bereits seit 22 Jahren formiert und die letztern seit 10 Jahren. Einer spätem Zeit wird es unbegreiflich scheinen, daß man diese im Kriegsfall so wichtigen Formationen so lange ohne Besammlung und ohne Specialinstruktion gelassen hat, obschon für Offiziere und Mann-

835 schatten der Dienst in manchem von dem von ihnen im Auszug geleisteten wesentlich abweicht.

Für dieses Jahr gedenken wir nur e i n e Transportkolonne vollständig auszurüsten und zu bespannen, angesichts des kleinen Bestandes jeder Kolonne an Sanitätspersonal, und das Trainpersonal dem Lazaretttrain zu entnehmen. Auch werden wir nur e i n e n Sanitätszug vollständig ausrüsten. Der Wiederholungskurs aller fünf Einheiten wird zweckmäßig gemeinschaftlich abgehalten unter dem Kommando des Oberetappenarztes.

Eine Kostenberechnung für die Sanitätszüge ist sehr schwer möglich, die Höhe der Kosten wird hauptsächlich von dem Entgegenkommen der Bahnverwaltungen abhängen.

Der Ansatz für das Truppensanitätspersonal der Landwehr kann erst bestimmt werden, wenn über die Wiederholungskurse der Landwehr verfügt ist.

f. Verwaltung.

1. Auszog.

l Armeecorpsverpflegungsabteilung: 320 Mann à Fr. 4.20 X 22 Tage Fr. 29,568 \ Armeecorpsverpflegungsabteilung: 320 Mann à Fr. 3.60 X 14 Tage ,, 16,128 Fr. 45,696 B. 1897 Fr. 39,949. -- R. 1896 ,, 39,014. 82 Den Wiederholungskurs haben zu bestehen : a. die Armeecorpsverpflegungsabteilung IV, in Verbindung mit den Übungen des IV. Armeecorps; b. die Armeecorpsverpflegungsabteilung III ; Elementarkurs.

Der Einheitspreis für die Armeecorpsverpflegungsabteilung, welche an den Armeecorpsmanövern teilzunehmen hat, muß infolge der wachsenden Kosten für bauliche Installationen von Fr. 4. 12 auf Fr. 4. 20 erhöht werden.

Für den elementaren Wiederholungskurs der Armeecorpsverptlegungsabteilung III muß der Einheitspreis gegenüber den Vorjahren um 8 Rappen erhöht werden. Wir haben auch eine Verlängerung dieses Kurses um vier Tage in Aussicht genommen, weil es unmöglich ist, in einem zehntägigen Dienst, Einrückungs- und Entlassungstage Inbegriffen, die Einheiten auf der Höhe ihrer Aufgabe zu erhalten. Diese Verlängerung entspricht übrigens den Bestimmungen des Art. 131 der Militärorganisation.

836 g. Befestigungen.

1. St. G o t t h a r d .

Auszog.

1. Infanterie: Bataillone Nr. 47 und 87, total 1400 Mann à Fr. 3. 50 X 18'/2 Tage Fr. 90,650 2. Festungsartillerie : Compagnienl und II (Kanoniere, Beobachter, Maschinengewehrschützen), total 1200 Mann à Fr. 10 X 24 Tage ,, 288,000 3. Positionsartillerie : Abteilung IV, Compagnien Nr. l und 7, total 280 Mann à Fr. 9 X 19 Tage ,, 47,880 Nachdienstpflichtige.

Nachdienstpflichtige der Bataillone Nr. 40 L, 41 L und 42 L, total 100 Mann à Fr. 4 X 10 Tage .

Landwehr.

1. Infanterie: Regiment Nr. 14 2. Artillerie: Eine Feldbatterie Zwei Positionscompagnien 3. Genie : Sappeurcompagnien Nr. 11 und 13

,,

,, l /

4,000

--

" ,,

--

Fr. 430,530 B. 1897 R. 1896

Fr. 87,835. -- ,, 279,791. 91

2. St. M a u r i c e .

Auszug.

Eine Gebirgsbatterie à 140 Mann à Fr. 8 X 21 Tage Fr. 23,520 Pferdemiete: 1505 Tage à Fr. 4. 30 ,, 6,472 Fr. 29,992 B. 1897 B. 1896

Fr. 187,111. -- ,, --

837

h. Extrakosten für die Übungen zusammengesetzter Truppenkörper Fr. 150,000 B. 1897 Fr. 120,000. -- R. 1896 ,, 143,275. 73 Mit Rücksicht darauf, daß im Jahre 1894 die Extrakosten anläßlich der Übungen des IV. Armeecorps Fr. 150,089. 62 betrugen, ·erhöhen wir den Posten gegenüber dem Vorjahre um Fr. 30,000.

4. Cadreskurse

Fr. 1,819,060 B. 1897 Fr. 1,746,628. -- R. 1896 ,, 1,520,848. 64

a. Generalstab.

1. Bureaukosten mit Einschluß der Anschaffungen für die eidg.

Militärbibliothek und des Kartenbedarfes . . Fr.

7,700 2. Generalstabsschulen : I. Kurs (I. Teil) Fr. I. Kurs (II. Teil): 18 Offiziere à Fr. 26 X 30 Tage. . . . ,, 14,040 II. Kurs: 16 Offiziere à Fr. 32 X 42 Tage ,, 21,504 III. Kurs ,, -- IV. Kurs: 15 Offiziere à Fr. 36 X 21 Tage ,, 11,340 ,, 46,884 3. Kurs für Offiziere des Territorial- und Etappendienstes : 18 Offiziere à Fr. 16 X 18 Tage . . . ^ 5,184 4. Kurs für Offiziere der Eisenbahnabteilung: 10 Offiziere à Fr. 16 X 14 Tage . . .

2,240 fl 5. Kurse für Radfahrer: a. Wiederholungskurs: 110 Mann à Fr. 8 X 13 Tage . ".

,, 11,440 b. Radfahrer-Rekrutenschule ,, -- c. Radfahrer-Unteroffizierschule ,, -- 6. Abteilungsarbeiten der Offiziere des Generalstabes und der Eisenbahnabteilung : 27 Offiziere à Fr. 16 X 65 Tage . . . ,, 28,080 Übertrag

Fr. 101,528

838

Übertrag 7. Dienst der Generalstabsoffiziere bei den Waffengattungen : 12 Offiziere à Fr. 21 X 42 Tage . . .

8. Nachrichtendienst, Rekognoszierungen, Specialmissionen 9. Kredit für Reisen und Konferenzen der Territorial-, Etappen- und Eisenbahnoffiziere

Fr. 101,528

,,

10,584

,,

6,000

,,

1,500

Fr. 119,612 B. 1897 R. 1896

Fr. 136,712. -- 104,909. 70

fl

Ad i. Wie im Vorjahre.

Ad 2. Wir lassen den K u r s I (I. T e i l ) für das Jahr 1898 ausfallen, weil der Bedarf des Generalstabscorps durch die im Jahre 1897 erfolgten Übertritte und die im Jahre 1898 zu gewärtigenden Aufnahmen von Offizieren gedeckt ist.

K u r s I (II. T e i l ) ist die Fortsetzung des im Jahre 1897 abgehaltenen I. Teils der Generalstabsschule I.

K u r s II betrifft die im Gesetze vorgesehene Generalstabsschule für Heuptleute und Majore des Generalstabes, welche den ersten Kurs mit Erfolg bestanden haben.

K u r s I V betrifft eine dreiwöchentliche Generalstabsreise ; eine solche ist je das zweite Jahr in Aussicht genommen und hat im Jahre 1897 nicht stattgehabt.

Ad 3. Die Teilnehmerzahl wird auf die frühere Zahl von 18 Offizieren herabgesetzt.

Ad 4. Seit dem Jahre 1895 hat kein Kurs für die Offiziere der Eisenbahnabteilung stattgefunden; ein solcher ist nunmehr erforderlich.

Ad 5 a. Zum Wiederholungskurse gelangen im Jahre 1898 die Radfahrer des III. und IV. Armeecorps. Zu den im Radfahrergesetze vom 19. Dezember 1891 aufgeführten 10 Tagen sind 3 Tage hinzugefügt worden für Einrückung und Entlassung, sowie Ein- und Abschätzung der Fahrräder. Die Radfahrer-Wiederholungskurse werden dadurch gleichgestellt den Wiederholungskursen der Kavallerie und Artillerie, mit welchen analoge Verhältnisse bestehen.

Ad 6, 7, 8 und 9.

Wie im Vorjahre.

839 b. Infanterie.

1. S c h i e ß s c h u l e n .

240 neu ernannte Offiziere à Fr. 12.50 X 30 Tage Fr. 90,000 40 Stabsoffiziere und Hauptleute à Fr. 22 X 10 Tage . . . . ,, 8,800 5 Stabsoffiziere der Infanterie zur Artillerie-Schießschule à Fr. 30 X 16 Tage ,, 2,400 1700 Unteroffiziere à Fr. 4.80X30Tage ,, 244,800 Fr. 346,000 Um die Unteroffizierscadres allmählich kompletieren zu können, muß die Zahl der Unteroffiziersschüler um 50 erhöht werden. Die übrigen Ansätze sind gleich wie im Vorjahre.

2. O f f i z i e r b i l d u n g s s c h u l e n .

260 Mann à Fr. 10 X 44 Tage Die Offiziere der Festungsartillerie erhalten ihre Ausbildung in den Offizierbildungsschulen der Infanterie, ohne daß deshalb bis jetzt der Bestand dieser Schulen, für welche seit Jahren 250 Teilnehmer in das Budget eingestellt worden waren, erhöht wurde.

Einzig mit Rücksicht auf diesen Umstand erhöhen wir die Zahl der Offizierbildungsschüler um 10 Mann.

3. S p e c i a l k u r s e für B ü c h s e n m a c h e r .

80 Mann à Fr. 5. 50 X 14 Tage 4. O b l i g a t o r i s c h e S c h i e ß ü b u n g e n .

3000 Maun Auszug und Landwehr, à Fr. 7 Fr. 21,000 2500 Mann Landsturm, à Fr. 5. 50 . ,, 13,750 -- Gestützt auf das Rechnungsergebnis erhöhen wir den Einheitspreis für den Auszug und die Landwehr, welch letztere von 1898 an ausschließlich mit dem Gewehr Modell 1889 bewaffnet ist und mit der entsprechenden teuern Munition zu schießen hat, von Fr. 6 auf Fr. 7. Dagegen glauben wir die Zahl der Teilnehmer von 3600 auf 3000 reduzieren zu können.

Übertrag

,, 114,400

,,

6,160

,,

34,750

Fr. 501,310

840

Übertrag Die Schießpflicht des bewaffneten Landsturms wird durch das Bundesgesetz vom 29. Juni 1894 bestimmt.

Da die Bundesversammlung für das Jahr 1897 statt der von uns vorgeschlagenen 5000 nur 2500 Landsturmmänner für die obligatorischen Schießübungen aufgenommen hat, so bleiben wir bei dieser Zahl bis zur definitiven Ordnung der Frage des Unterrichts des Landsturms. Den Einheitspreis glauben wir hier um 50 Cts. herabsetzen zu können.

Fr. 501,310

5. T u r n k u r s f ü r L e h r e r Die Lehrerturnkurse sind von der Lehrerschaft selbst ernsthaft angefochten worden und wir haben bereits in unserer Botschaft vom 22. Mai 1896 anerkannt, daß sich die Berechtigung des Bundes, diejenigen Lehrer, welche den Anforderungen der eidgenössischen Turnprüfungskommission nicht zu genügen vermögen, in einen Extraturnkurs einzuberufen und ihnen dadurch eine Mehrverpflichtung aufzuerlegen, mit einigem Grunde bezweifeln lasse. Nachdem die Vorlage vom 22. Mai 1896 an uns zurückgewiesen wurde, glauben wir die Lehrerturnkurse bis zu gesetzlicher Ordnung dieser Frage sistieren zu sollen.

6. S p i e l i n s t r u k t o r e n k u r s Es ist schon öfters die Beobachtung gemacht worden, daß die Spielleute von Division zu Division eine verschiedene Ausbildung erhalten, was daher rührt, daß die Spielinstruktoren nicht nach einer einheitlichen Methode arbeiten. Nachdem nun für die Trompeterkorporale ein Lehrbuch erschienen ist, halten wir die Abhaltung eines Kurses für Spielinstruktoren der Infanterie zur Einführung in eine einheitliche Unterrichtsmethode für notwendig. Der Kurs soll für die Trompeter-Instruktoren 14 Tage und ftlr die Tambour-Instruktoren 8 Tage dauern.

Zu Übungszwecken sollen für die letzten 8 Tage eine Bataillonsmusik und 8 Tambouren einberufen werden. Die Kosten werden nach der specifiziert Übertrag

--

,,

2,800

Fr. 504,110

841 Übertrag Fr. 504,110 aufgestellten Berechnung den oben eingestellten Betrag nicht übersteigen.

7. K u r s für P o s t s e k r e t ä r e .

Um den Postsekretären im Adjutant-Unteroffiziersgrad eine bessere militärische Ausbildung zu geben, beantragen wir, dieselben abteilungsweise für 14 Tage in die Unteroffiziersschule der Infanterie einzuberufen, wo sie eine besondere Klasse bilden und in den meisten militärischen Disciplinen dieser Schule unterrichtet würden. Diese Kurse hätten etwa drei Jahre nacheinander stattzufinden, um alle Postsekretäre dieses Unterrichtes teilhaftig werden zu lassen; später würden sie nur nach Bedarf angeordnet.

Für 1898 sehen wir die Einberufung von 24 Mann, etwas mehr als des Drittels der in Frage kommenden Postsekretäre vor, veranschlagen den Einheitspreis auf Fr. 8 und setzen den Kredit unter die Rubrik ,,Infanterie", weil der Kurs in Verbindung mit der Infanterie-Unteroffiziersschule stattfindet.

Wir erhalten demnach: 24 Mann à Fr. 8 X 14 Tage

,,

2,688

Fr. 506,798 B. 1897 Fr. 497,960. -- R. 1896 ,, 458,655. 08 c. Kavallerie.

1. O f f i z i e r b i l d u n g s s c h u l e .

25 Mann à Fr. 10 X 63 Tage Gleich wie im Vorjahre.

2. Cad re ss c h ule.

100 Mann à Fr. 8 X 44 Tage Der Bestand muß mit Rücksicht auf die Zunahme der Mannschaftsbestände um 4 Mann, der Einheitspreis um 20 Rappen erhöht werden ; dagegen beträgt die Dauer der Schule, inklusive l Einrückungsund l Entlassungstag, 44, und nicht, wie früher, 45 Tage (Art. 109 der Militärorganisation).

Übertrag

Fr. 15,750

,,

35,200

Fr. 50,950

842

Übertrag Fr. 50,950 3. T a k t i s c h e K u r s e .

2 taktische Kurse mit zusammen 24 Teilnehmern à Fr. 28 X 14 Tage ,, 9,408 Fr. 60,358 B. 1897 R. 1896

Fr. 58,854. -- ,, 51,116. 08

d. Artillerie.

1. O f f i z i e r b i l d u n g s s c h u l e .

65 Mann à Fr. 17 X 109 Tage Wie im Vorjahre.

2. U n t e r o f f i z i e r seh u le.

280 Mann (inkl. Offiziere) à Fr. 9. 80 X 38 Tage Die praktische Ausbildung der jungen Lieutenants der Artillerie läßt noch sehr viel zu wünschen übrig, so daß es zur unbedingten Notwendigkeit wird, die Aspiranten außer den beiden Abteilungen der Offizierbildungsschule noch einen weitern Dienst machen zu lassen und dieselben in erster Linie zu Unteroffizieren auszubilden.

Die Anforderungen punkto Dienstdauer zum Erwerb des Offlziersbrevets sind bei der Infanterie weitaus größer als bei der Artillerie und es ist dies einer der wichtigsten Gründe, weshalb der Zudrang zur Artillerie ein so starker ist, während umgekehrt die Infanterie die größte Mühe hat, die nötige Zahl junger Leute zu finden, um das Offizierscadre vollständig zu erhalten. Wir beantragen Ihnen daher die Aspiranten der Artillerie neben der Offizierbildungsschule noch eine Unteroffiziersschule bestehen zu

Fr. 120,445

,, 104,272

3. K u r s für b e r i t t e n e und u n b e r i t t e n e Ordonnanzen.

15 Mann à Fr. 5 X 10 Tage ,, 750 Wir haben den Posten um Fr. 500 reduziert, da in Zukunft weniger Ordonnanzen auszubilden sind als in den letzten Jahren.

Übertrag Fr. 225,467

843

Übertrag Fr. 225,467 4. Schieß'kurs f ü r O f f i z i e r e der Feldartillerie und Kurs für die Richtkanoniere.

20 Offiziere, 7 Unteroffiziere, 48 Richtkanoniere = 75 Manu à Fr. 32 X 16 Tage Fr. 38,400 80 Pferde (20 Reit- und 60 Zugpferde) à Fr. 5 X 16 Tage ,, 6,400 40 Fahrer (inkl. Unteroffiziere) à, Fr. 4 X 16 Tage = ,, 2,560 ,, 47,360 Wie im Vorjahre.

5. S c h i e ß k u r s für die O f f i z i e r e der Positionsartillerie und Kurs für die Richtkanoniere.

10 Offiziere à Fr. 40 X 16 Tage . . Fr. 6,400 50 Mann à Fr. 15 X 18 Tage . . . ,, 13,500 ,,

19,900

Nach Umfluß von zwei Jahren sollte wieder ein Schießkurs für die Posilionsartillerie stattfinden.

6. Schießkurs für die O f f i z i e r e der Gebirgsartillerie Fällt pro 1898 aus.

7. S c h i e ß k u r s für die L i e u t e n a n t s der Feldartillerie und Kurs für die Richtkanoniere.

20 Offiziere, 50 Mann (inklusive Unteroffiziere) = 70 Mann à Fr. 25 X 16 Tage Wir beabsichtigen, den Schießkurs für die Gebirgsartillerie pro Ib98 ausfallen zu lassen und dafür einen weitern Schießkurs für die Feldartillerie und zwar ausschließlich für Oberlieutenants und Lieutenants abzuhalten.

In die bisherigen Schießkurse der Feldartillerie konnten jeweilen nur die neu ernannten Hauptleute nebst einigen jungen Stabsoffizieren und einzelne Oberlieutenants einberufen werden, während die große Übertrag

--

,,

28,000

Fr. 320,727

844

Übertrag Fr. 320,727 Mehrzahl der Oberlieutenants und s ä m t l i c h e L i e u t e n a n t s o h n e A u s n a h m e bis jetzt keine specielle Ausbildung als feuerleitende Offiziere erhalten konnten. Für die Kriegsbrauchbarkeit der Feldartillerie ist es aber unerläßlich notwendig, daß nicht nur die Batteriekommandanten, sondern auch die Lieutenants der Batterien im Schießen so ausgebildet sind, daß sie jederzeit einen außer Gefecht gesetzten Hauptmann ersetzen können.

Wenn alle jungen Infanterie-Lieutenants neben der Rekrutenschule noch obligatorisch eine Schießschule machen müssen, so ist es gewiß für die Artillerie noch mehr berechtigt, da die Feuerkraft einer Batterie ja zum größten Teil von dem feuerleitenden Offizier abhängt. Der vorgeschlagene Kurs ist hauptsächlich auch notwendig, um die Lieutenants der neuen Batterien in der Schießtechnik auszubilden, da hierin die bisherigen Parkkolonnen selbstverständlich noch nicht so weit sein können, wie die Batterien.

Ein weiterer Vorteil liegt auch noch darin, daß in diesen Kursen dann die Lieutenants ausgewählt werden können, welche sich am besten für eine spätere Ausbildung als Batteriechefs eignen. Der Budgetposten, wie er pro 1897 für den Gebirgsschießkurs bewilligt war, wurde für den vorgesehenen Kurs nur um cirka Fr. 5500 erhöht. Der Schießkurs für Lieutenants erhielte keine Bespannungen, sondern nur eine kleine Anzahl Corvéepferde.

8 . K u r s f ü r S t a b s o f f i z i e r e u n d ältere Hauptleute der Feldartillerie.

12 Offiziere à Fr. 28 X 14 Tage ,, 4,704 Wie im Vorjahre.

Fr. 325,431 B. 1897 R. 1896

Fr. 274,283. -- ,, 245,722. 07

e. Genie.

1. O f f i z i e r b i l d u n g s s c h u l e.

25 Mann à Fr. 14 X 65 Tage

Fr. 22,750 Übertrag Fr. 22,750

845

Übertrag Fr. 22,750 Die Schülerzahl muß um fünf vermehrt, dagegen kann der Einheitspreis um Fr. 3 per Tag reduziert werden.

Die Erhöhung der Schülerzahl ist notwendig aus folgenden Gründen : 1. Vermehrte Anmeldungen von Seiten sehr geeigneter Elemente.

2. Knappe Zahl an Genieoffizieren bei einer großem Anzahl Genieeinheiten, so daß solche tnit einem zu geringen Offiziersbestand in die Wiederholungskurse einrücken.

3. Große Lücken im Offizierscorps der Landwehr, die im Mobilmachungsfall durch Auszügeroffiziere ergänzt werden müssen, was übrigens jetzt schon bei den Unterrichtskursen der Landwehr in erheblichem Maße geschieht.

4. Zahlreiche Abwesenheit von Jüngern Offizieren, welche sich zu ihrer weitern technischen Ausbildung öfters für die Dauer mehrerer Jahre im Ausland aufhalten und während dieser Zeit keinen Dienst machen.

2. T e c h n i s c h e r K u r s .

a. Rekognoszierung höherer Offiziere : 14 Offiziere à Fr. 40 X 22 Tage .

b. Technischer Kurs für subalterne Offiziere : 12 Offiziere à Fr. 14 X 29 Tage .

c. Sendung von Offizieren in die Artillerieunteroffizierschule : 4 Offiziere à Fr. 12 X 20 Tage .

d. Detailstudien fortifikatorisch einzurichtender Positionen im Terrain (2 Abteilungen à 5 Offiziere) : 10 Offiziere à Fr. 18 X 21 Tage .

e. Für technische Studien auf dem Geniebureau betreffend das Geniematerial und Inspektionen durch die Gruppenchefs der Mineurdetachemente

Fr. 12,320 ,,

4,872

,,

960

,,

3,780

,,

5,068 ,, 27,000

Gleich wie letztes Jahr.

Übertrag Fr. 49,750

846

Übertrag Fr. 49,750 3. U n t e r o f f i z i e r s c h u l e .

100 Manu à Fr. 5 X 30 Tage

15,000

fl

Fr. 64,750 B. 1897 R. 1896

Fr. 64,100. -- ,, 49,154. 54

f. Sanität.

l. Medizinalabteilung II. Veterinärabteilung

Fr. 75,973 ,, 27,769 Fr. 103,742

B. 1897 R. 1896

Fr. 106,659. -- ,, 94,430. 39

I. M e d i z i n a l a b t e i l u n g .

1. S p i t a l k ü r se.

180 Mann à Fr. 3. 30 X 22 Tage . . . . . . . Fr. 13,068 Der Einheitspreis mußte um 25 Cts. erhöht werden.

2. Un t e r o f f i z i e r s o h u l e n .

60 Mann à Fr. 4 X 28 Tage Erhöhung des Einheitspreises um 60 Cts.

,,

6,720

3. O f f i z i e r b i l d u n g s s c h u l e n .

70 Mann à Fr. 11. 50 X 37 Tage Auch hier war eine Erhöhung des Einheitspreises notwendig.

,,

29,785

4. O p e r a t i o n s k u r s e .

60 Mann à Fr. 20 X 22 Tage Wie letztes Jahr.

,, 26,400

5. S t a b s o f f i z i e r k u rs.

Fällt 1898 und voraussichtlich auch späterhin aus (vergi. Bemerkung zu Titel W i e d e r h o l u n g s k u r s e , Auszug).

Fr. 75,973

847

II. V e t e r i n ä r a b t e i l u n g .

1. O f f i z i e r b i l d u n g s s c h u l e .

15 Mann à Fr. 14. 50 X 43 Tage 2. W i e d e r h o l u n g s k u r s für T r u p p e n pferdärzte.

10 Mann à Fr. 16 X 15 Tage 3. S p e c i a l k u r s f ü r H u f s c h m i e d e .

55 Mann à Fr. 5. 20 X 56 Tage Wie im Vorjahre.

Fr.

9,353

,,

2,400

,,

16,016

Fr. 27,769 g. Verwaltung.

1. 0 ff i zi e r b i l d u n g s s c h u l e.

60 Mann à Fr. 15. 50 X 37 Tage

Fr. 28,675

2. U n t e r o f f i z i e r s c h u l e .

150 Mann à Fr. 5. 60 X 23 Tage

,,

19,320

3. O f f i z i e r s c h u l e für Oberlieutenants.

20 Offiziere à Fr. 20 X 40 Tage

,,

16,000

4. C a d r e s s c h u l e .

48 Mann à Fr. 5 X 23 Tage

,,

5,520

5. W i e d e r h o l u n g s k u r s für H a u p t l e u t e .

20 Offiziere à Fr. 20 X 21 Tage

,,

8,400

Fr. 77,915 B. 1897 R. 1896

Fr. 52,980. -- ,, 46,832. 02

Ad i. Der Einheitspreis von Fr. 12. 50 genügte in den letzten Jahren nicht mehr; derselbe muß namentlich infolge der notwendig gewordenen Zuteilung einer größern Anzahl von Pferden als bisanhin auf Fr. 15. 50 erhöht werden.

Ad 2. Bis jetzt wurden in der Regel alle drei Schulen auf dem Waffenplatz Thun abgehalten ; die Verlegung von zwei Schulen auf andere Waffenplätze ist im Interesse einer lebendigeren Instruktion absolutes Bedürfnis geworden und verursacht daher etwas größere Kosten für Unterkunft ; ferner hat die mit der Einführung des UnterBundesblatt. 49. Jahrg. Bd. IV.

59

848

richts über Traindienst verbundene Einmietung von Trainpferden den Einheitspreis etwas erhöht; wir sind daher gezwungen, denselben entsprechend dem durchschnittlichen Einheitspreis der diesjährigen Schulen auf Fr. 5. 60 zu erhöhen.

Ad 3. Diese Schule fiel im Vorjahre aus.

Ad 4. Der Einheitspreis kann auf den frühern Ansatz von Fr. 5 reduziert werden.

Ad 5. Es sind cirka 35 Hauptleute, welche diesen Kurs noch nicht bestanden haben. Wir setzen die Teilnehmerzahl auf 20 fest.

h. Centralschulen.

Ï. C e n t r a l s c h u l e I.

180 Offiziere à Fr. 19 X 43 Tage 2. C e n t r a l s c h u l e II.

50 Hauptleute à Fr. 24. 50 X 43 Tage

Fr. 147,060 . . .

.

,,

52,675

,,

28,224

5. K u r s für h ö h e r e Offiziere.

27 Offiziere à Fr. 42 X 18 Tage

,,

20,412

6. K u r s für neu a u s z u b i l d e n d e Stabssekretäre.

.20 Mann à Fr.'7/50 x 22 Tage

,,

3,300

3. C e n t r a l s c h u l e III.

42 Majore à Fr. 32 X 21 Tage 4. C e n t r a l s c h u l e IV.

Findet 1898 nicht statt.

Fr. 251,671 B. 1897 R. 1896

Fr. 254,963. -- ,, 192,699. 02

Durch Bundesratsbeschluß vom 21. April 1893 wurde für die Beförderung zum Infanteriehauptmann das Bestehen der Centralschule I zur Bedingung gemacht. Da die übrigen Waffen von den angehenden Hauptleuten diese für deren taktische Ausbildung sehr nützliche Schule in der Regel ebenfalls verlangen, so ergiebt sich die Notwendigkeit, die Teilnehmerzahl der Centralschule I von 160 auf 180 Offiziere zu erhöhen. Die Teilnehmerzahl der übrigen Centralschulen und des Kurses für höhere Offiziere sind gleich wie im Vorjahre, ebenso die Einheitspreise. Dagegen ist zu. bemerken,

849 daß 1897 der im Vorjahre verschobene Kurs für höhere Offiziere des II. Armeecorps im Frühjahr und derjenige für höhere Offiziere des IV. Armeecorps unmittelbar vor dem Truppenzusammenzug und im Anschluß ao denselben stattfand, während für Ib98 nur ein solcher Kurs für Offiziere des I. Armeecorps vorgesehen wird.

Im Jahre 1898 findet eia Kurs für ueu auszubildende Stahssekretäro statt. Der Versuch von 1896, diesem Kurs nur eine Dauer von 15 Ta^en zu geben, hat sich nicht bewährt, indem die einzelnen Unterrichtsfächer allzusehr eingeschränkt werden mußten.

Wir stellen deshalb wieder die frühere Dauer von 22 Tagen in das Budget ein.

». Befestigungen.

1. St. G o t t h a r d .

1. S c h i e ß s c h u l e der I n f a n t e r i e .

32 Infanterieunteroffiziere für St. Gotthard à Fr. 5 X 30 Tage

Fr.

4,800

2. C a d r e s s c h u l e für F e s t u n g s a r t i l l e r i e (Unteroffiziers- und Schießschule, theoretischer Kurs).

12 Offiziere und 30 Gefreite, total 42 Mann, à Fr. 20 X 38 Tage

,,

31,920

3. G e f r e i t e n a c h u l e der F e s t u n g s artillerie.

50 Mann à Fr. 10 X 23 Tage

,,

11,500

4 . T a k t i seh e r K u r s f ü r n e u z u g e t e i l t e Offiziere der Gotthardbesatzung.

30 Mann à Fr. 20 X 23 Tage

,,

13,800

5. E l e k t r o t e c h n i s c h e r K u r s .

15 Mann à Fr. 5 X 12 Tage

,,

900

Fr. 62,920 B. 1897 R. 1896

Fr. 59,350. -- ,, 91,567. 70

Ad 3. Die Zahl der Teilnehmer an der Gefreitenschule muß cirka */8 der Rekrutenzahl betragen, wenn der jährliehe Zuwachs an Gefreiten nach Abgang der zum Unteroffizier Beförderten ein genügender sein soll.

850 Ad 5. Der pro 1897 ausgefallene elektrotechnische Kurs muß im Jahre 1898 abgehalten werden.

2. St. M a u r i c e .

1. C a d r e s s c h u l e der F e s t u n g s a r t i l l e r i e .

10 Offiziere und 30 Gefreite, total 40 Mann, à Fr. 20 X 38 Tage

Fr. 30,400

2. G e f r e i t e n s c h u l e der F e s t u n g s artillerie.

40 Mann à Fr. 10 X 23 Tage

,,

9,200

3. E l e k t r o t e c h n i s c h e K u r s e .

20 Mann à Fr. 7 X 14 Tage

,,

1,960

4. T a k t i s c h e K u r s e .

Taktischer Kurs II für Offiziere der Besatzungstruppen von St. Maurice : 30 Mann à Fr. 20 X 16 Tage

,,

9,600

Fr. 51,160 B. 1897 Fr. 47,164. -- R. 1896 ,, Ad i und 2. Infolge der vermehrten Rekrutierung und des Mangels an Cadres mußte die Schulerzahl der Cadresschule um 2 Offiziere und 2 Gefreite und diejenige der Gefreitenschule um 2 Mann erhöht werden Der Einheitspreis für die Cadresschule mußte um Fr. 2 erhöht werden wegen der verhältnismäßig starken MuoitionsausrUstung und der Verteuerung der Munition durch die Einführung des Weißpulvers. Er entspricht nun demjenigen, welcher für denselben Kurs am Gotthard eingesetzt ist.

k. Unterricht am Polytechnikum B. 1897 Fr. 27,000. -- R. 1896 ,, 25,950. 99 Wie im Vorjahre.

Fr. 27,000

l. Besuch ausländischer Militäranstalten . . . Fr. 10,000 B. 1897 Fr. 10,000. -- R. 1896 ,, 12,036. 05 Wie im Vorjahre.

851 m. Soldzulage an

Unteroffiziere.

1. I n f a n t e r i e : 2100 Mann X 55 Tage à Fr. l 20 Mann mehr als im Vorjahre wegen der Zunahme der Zahl der Rekruten.

2. K a v a 11 e r i e : 25 Mann X 4 Schulen == 100 Mann X 83 Tage à Fr. l Wie im Vorjahre.

Fr. 115,500

,,

8,300

,,

lo,775

4. G e n i e : 110 Mano X 90 Tage à Fr. l Wie im Vorjahre.

,,

9,900

5. S a n i t ä t : 28 Mann X 46 Tage à Fr. l Wie im Vorjahre.

,,

1,288

6. V e r w a l t u n g : 20 Mann X 40 Tage à Fr. l Wie im Vorjahre.

,,

800

,,

3,450

3. A r t i l l e r i e : 220 Mann X 58 Tage à Fr. l 18 ,, X 30 ,, ,, ,, l 55 ,, X 4 5 ,, ,, ,, l

. . Fr. 12,760 . . ,, 540 . · . 2,475

Wie im Vorjahre.

7.B e f e s t i g u n g e n : a. St. Gotthard : 36 Mann Infanterie X 47 ] /2 Tage à Fr. l 30 Mann Artillerie X 58 Tage à Fr. l

Fr. 1710 1740

Wie im Vorjahre.

Übertrag

Fr. 155,013

852 Übertrag

Fr. 155,013

b. St. Maurice : 20 Mann Infanterie X 47'/a Tage à Fr. l 30 Mann Festungsartillerie X 58 Tage à Fr. l

Fr. 950

1740 ,,

2,690

Wie im Vorjahre.

Fr. 157,703 B. 1897 R. 1896

Fr. 156,603. -- ,, 147,775. --

5. Vorunterricht und Vorturnerkurse B. 1897 R. 1896

Fr.

,,

Fr. 165,000

158,000. -- 107,598. 75

Wenn auch der freiwillige militärische Vorunterricht im Jahre 1896 sich nicht der erwarteten Beteiligung zu erfreuen gehabt hatte, so scheint doch, nach der diesjährigen erhöhten Frequenz zu schließen, der damalige Rückgang ausnahmsweisen Ursachen zugeschrieben werden zu müssen. Wir nehmen daher filr das Jahr 1898 die im Budget 1897 vorgesehene Zahl von 10,000 Teilnehmern wiederum in Aussicht, so daß bei Fr. 13 Durchschnittskosten per Mann ein Kredit von Fr. 130,000 für diesen Unterricht erforderlich sein wird.

Mit Rücksicht sodann auf die stets zunehmende Entwicklung des eidgenössischen Turnvereins, des schweizerischen Grütliturnvereins und des schweizerischen Turnlehrervereins und urn insbesondere auch die erfreulichen Bestrebungen der Kantone für Veranstaltung von Lehrerturnkursen, die wir schon bisher mit Beiträgen bedachten, in angemessener Weise unterstützen zu können, erhöhen wir den letztjährigen Kredit für die Vorturnerkurse von Fr. 28,000 auf Fr. 35,000. Diese Ei-höhung dürfte um so mehr zu empfehlen sein, als sie ein Äquivalent bildet für das Fallenlassen der Lehrerturnkurse.

Wir sind daher im Falle, um die Gewährung eines Gesamtkredites von Fr. 165,000 für den militärischen Vorunterricht und die Vorturnerkurse nachzusuchen.

853

D. Bekleidung.

/. Entschädigungen für Rekrutenausrüstung.

1. I n f a n t e r i e : 12,264 Füsiliere à Fr. 136. 70 . . Fr. 1,676,488 1,066 Schützen ,, ,, 1 3 7 . 9 5 . . ,, 147,055 13,330 Mann.

2. K a v a l l e r i e : 520 Mann à Fr. 179. 15 315 425 110 200 315 25 100

,,

93,158

,,

274,811

,,

67,896

,,

63,813

,,

17,196

,,

41,552

3. A r t i l l e r i e : Kanoniere à Fr. 144. 80 . . . Fr. 45,612 Batterietrainsoldaten à Fr. 213.75 ,, 90,843 Gebirgsartilleristen à Fr. 144. 80 ,, 15,928 PositionsartilleristenaFr.146.60 ,, 29,320 Armeetrainsoldaten à Fr. 213. 50 ,, 67,252 berittene Trompeter à Fr. 180.25 ,, 4,506 Hufschmiede à Fr. 213. 50 . . ,, 21,350

1490 Mann.

4. G e n i e : 460 Mann à Fr. 147. 60 5. S a n i t ä t : 445 Mann à Fr. 143. 40

6. V e r w a l t u n g : · 120 Mann à Fr. 143. 30 7. P e s t u n g s t r u p p e n : 280 Festungsavtilleristen à Fr. 148. 40 11.

III.

IV.

V.

VI.

VII.

Vili.

Fr. 1,823,543

. . . .

Fr. 2,381,969 Entschädigung an die Kantone . . . . ,, 238,197 Geldzinsvergütungen an die Kantone . . ,, 58,341 Ersatzausrüstung ,, 125,000 Gradabzeichen und Auszeichnungen . . . ,, 104,700 Exerzierwesten ,, 114,000 Bekleidung für Specialwaffen ^ 13,210 Bekleidung für Festungstruppen . . . . ,, 9,262

Übertrag Fr. 3,044,679

854

Übertrag Fr. 3,044,679 IX. Militari) eschuhung ,, 111,700 X. Inventar, Modelle, Verschiedenes . . . . ,, 2,000 XI. Unterhalt und Dislokation; Fettmittel: a. Waschen und Reparaturen . Fr. 70,000 b. Transportauslagen . . . . ,, 8,000 c. Depotverwaltungen . . . . ,, 2,000 d. Versicherungsprämien . . . ,, 2,900 e. Fettmittel ,, 18,000 f. Reparatur und Ergänzung des Betriebsmobiliars . . . . ,, 1,500 ,, 102,400--. Kriegsreserve an Hosen für Fußtruppen .

-- Fr. 3,260,779 B. 1897 Fr. 3,114,820. -- R. 1896 B 3,071,884. 14 Ad 111. Wie im Vorjahre.

Ad IV. Die für die Ersatzbekleidung der Festungsartillerie notwendige Summe wurde bisher im Material budget in -die Rubrik ,,Bekleidung für Festungstruppen" eingestellt. Wir haben diesen Posten nun erstmals im Betrage von Fr. 15,000 hier aufgenommen.

Der Anschaffungspreis der Tuchreithose der Artillerie wurde pro 1897 auf Fr. 18. 50 angesetzt, in der Annahme, die Hose sei vorerst ohne Besatz zu erstellen und letzterer erst anzubringen, wenn dafür Bedarf ist.

Als neu, mit Besatz versehen, stellt sich der Preis auf Fr. 25. 65 (vergi. Tarif für die Trompeterrekruten), weshalb pro 1897 nur cirka 500 statt 700 Hosen ausgegeben werden konnten.

Da der Gesamtbedarf sich nahe an die 1000 Paar beläuft,, bedürfen wir für weitere 500 Paar à Fr. 25. 65 = Fr. 12,825. --.

Dagegen kann nunmehr auf das Rechnungsergebnis von Ib96 abgestellt werden, so daß eine Summe von Fr. 125,000 als genügend erachtet werden darf.

Ad V. Dieser Posten setzt sich zusammen aus : Fr. 15,200, welche durch Bundesbeschluß vom 2. Juli 1897 bereits bewilligt worden sind, ,, 64,500 Auszeichnungen für die neuorganisierten Truppenkörper der Landwehr-Infanterie, ,, 25,000 Auszeichnungen fUr die neuorganisierten Truppenkörper der Artillerie.

Fr. 104,700.

855 Infolge Durchführung des Bundesgesetzes vom 12. Juni 1897 betreffend Neuordnung der Landwehrtruppen der Infanterie wird die Abgabe neuer Pompons,- Quasten, Zahlen und Achselnummern notwendig, da die in den kantonalen Reserven befindlichen Bestände nur zum Teil ausreichen.

Das nämliche ist der Pali für die Neuordnung der Truppenkörper der Artillerie gemäß Bundesgesetz vom 19. März 1897 und ersuchen wir daher um Bewilligung der vorstehenden Kredite.

Ad VI bis IX und XI, e. Mit Ausnahme der sub ,,IX. Militärbeschuhung11' neu hinzugekommenen Fr. 100,000 sind diese Kredite in der Botschaft für Kriegsmaterialanschaffuagen vom 4. Juni 1897 begründet und wurden mit Bundesbeschluß vom 29. Juni und 2. Juli bewilligt.

Diese ad IX. Militärbeschuhung hinzugekommenen Fr. 100,000 sind zur Deckung der Differenz zwischen Erstellungs- und Verkaufspreis der Ordonanzschuhe bestimmt, im gleichen Betrag wie im Vorjahre.

Ad K. Die Anschaffung von 30Infanteriepackungen, Modell 1896, behufs Abgabe an die kantonalen Militärverwaltungen als Muster, verursacht eine Ausgabe von cirka Fr. 1500.

Im weitern bedürfen wir Fr. 500 zur Anschaffung von Normalien (Modelle, Tücher, Schnittmuster).

Ad XI, a bis d und f. Es ist schwierig, die Höhe dieser Ausgaben zum Voraus zu bestimmen, weshalb wir die Rechnungsergebnisse des Jahres 1896 als Grundlage benutzten, in der Annahme, daß pro 1898 keine wesentlichen Änderungen eintreten werden, mit Ausnahme der Transportauslagen, welche wir der größern Dislokationen wegen (Exerzierkleider, Vorunterricht) um Fr. 1000 erhöhen.

Die ad c Depotverwaltungen angesetzten Fr. 2000 betreffen ausschließlich die Entschädigungen für die Depotverwalter, während Fr. 8000 für Wäsche und Reparatur von Exerzierkapüten auf den Waffenplätzen von hier auf ,,«. Waschen und Reparaturen" übertragen wurden. Eine weitere Erhöhung dieses letztern Postens ist durch das Instandhalten der seit zwei Jahren an die Rekrutenschulen abzugebenden Exerzierhosen bedingt.

Infolge Versicherung der in den Kantonen untergebrachten LandsturmkapUte ist der sub d gemachte Ansatz auf Fr. 2900 gestiegen.

Im weitern müssen zur Vornahme der nötigen Reparaturen und Ergänzungen des Betriebsmobiliars im Centralmontierungsmagazin Fr. 1500 aufgenommen werden.

£56 E. Bewaffnung und Ausrüstung.

7. Handfeuerwaffen II. Blanke Waffen

Fr. 1,512,800 ,, 9,750

111. Ausrüstungsgegenstände : a. Persönliche Ausrüstung .

b . Pferdeausrüstung . . . .

Fr. 321,000 ,, 191,000 ,,

512,000

Fr. 2,034,550 B. 1897 Fr. 1,712,500. -- R. 1896 ,, 1,644,225. 92 Durch Bundesbeschluß vom 29. Juni und 2. Juli 1897 obige Kredite sämtlich bereits bewilligt.

sind

F, Equipementsbeiträge an Offiziere.

Durch Bundesbeschluß vom 29. Juni und 2. Juli 1897 bereits bewilligter Kredit Fr. 224,965 Einem Postulate des Nationalrates vom Mai abhin Folge gebend, beabsichtigen wir unter der Voraussetzung, daß der hierfür erforderliehe Kredit bewilligt wird, folgende Erhöhungen eintreten zu lassen, welche die beigesetzten Mehrausgaben zur Folge haben würden : A. E r s t e E n t s c h ä d i g u n g .

1. Erhöhung für unberittene Offiziere von Fr. 200 auf Fr. 300,345 Mann à Fr. 100 Fr. 34,500 2. Erhöhung für berittene Offiziere von Fr. 250 auf Fr. 375, 131 Mann à Fr. 125 ,, 16,375 ,,

50,875

B. Z w e i t e E n t s c h ä d i g u n g ( E r n e u e rn n g s b e i t r a g ) .

1. Erhöhung für unberittene Offiziere von Fr. 100 auf Fr. 150, 220 Mann à Fr. 50 Fr. 11,000 2. Erhöhung für berittene Offiziere von Fr. 125 auf Er. 187. 50, 109 Mann à Fr. 62.50 ,, 6,813 Übertrag Fr. 17,813 Fr. 275,840

857 Übertrag 3. Zufolge Reduktion der bisher verlangten 160 Diensttage auf 120 werden zum Bezug des Erneuerungsbeitrages mehr berechtigt: 502 unberittene Offiziere à Fr. 150.-- 301 berittene Offiziere à Fr. 187. 50

Fr. 17,813 Fr. 275,840

,, 75,300 ,, 56,437 ,,

149,550

Fr. 425,390 B. 1897 Fr. 242,280. -- R. 1896 ,, 204,945. 85 Sofern Sie unsere Vorschläge genehm halten, wird der Bundesrat eine neue Vollziehungsverordiiung über die Equipementsbeiträge an Offiziere auf diesen Grundlagen erlassen.

G. Kavalleriepferde.

1.

2.

3.

4.

5.

6.

Ankauf Central-Remontendepot Remontenkurse Amortisationen Pferdeinspektionen Pferderücknahrnen

Fr. 875,000 ,, 502,561 ,, 273,600 ,, 225,000 ,, 4,000 140,000 Fr. 2,020,161

B. 1897 R. 1896

Fr. 1,949,220. -- ,, 2,062,076. 03 1. Ankauf.

700 Pferde à Fr. 1250 Ausweis über Verwendung und Abg a n g der P f e r d e.

An Rekruten abzugeben . . . cirka 490 Pferde (Von den 520 bewilligten Rekruten übernehmen cirka 30 Mann als Arbeiter und teilweise auch als Trompeter keine Pferde.)

Übertrag cirka 490 Pferde

Fr. 875,000

858 Übertrag Bedarf an Ersatzpferden für remontierungspflichtigo eingeteilte Mannschaft (Pferdebestand in Händen der Mannschaft nach Schluß der diesjährigen Schulen rund 4200 Stück, jährlicher Abgang cirka 5 °/o) Verkauf a n Offiziere . . . .

Abgang während der Depot- und Dressurperiode durch Tod oder Ausrangierung erfahrungsgemäß cirka 5 °/o oder auf 700 Pferden

cirka 490 Pferde

Total bud^etierte Zahl

210 20

35

755 Pferde 700 ,,

Fehlen 55 Pferde Zur Deckung des Mankos müssen Ersatzpferde der in die Landwehr getretenen und Pferde von vorzeitig aus der Dienstpflicht entlassener Manoschaft herangezogen werden, deren Zahl erfahrungsgemäß ungefähr oben angedeutetem Manko entspricht.

2. Central-Remontendepot

. . Fr. 502,561

a. B e s o l d u n g des V e r w a l t u n g s p e r s o n a l s : K o m m a n d a n t des D e p o t s . . Fr. 5,600 Pferderation und Wartungsgebünr für 2 Pferde 2,410 Fr.

8,010

A d j u n k t des D e p o t s . . . . Fr. 5,000 Pferderation und Wartungsgebühr für l Pferd ,, 1,205 Remontenpferdarzt A s s i s t e n z p f e r d arzt'365 Tage à Fr. 7 . .

Buchhalte r-Kassier .

B u ch h a l t e r g e h ü l f e Bereiter: l Fahrmeister und l Korrekturbereiter à Fr. 8 per Tag = 365 X 8 X 2 Fr. 5,840 Übertrag Fr. 5,840 Fr.

6,205 4,100 2,555 3,bOO 3,200

27,870

859 Übertrag 5 Bereiter à Fr. 7 per Tag = 365 X ? X 5 48 Bereiter à Fr. 5. 75 per Tag durchschnittlich während vier Monaten = 48 X 124 X 5. 75 2 Bereiter durchschnittlich im Spital 245 Tage X 2 X 5 . . . .

2 Ersatzbereiter acht Monate à Fr. 150 X 2 X 8

Fr. 5,840 Fr.

27,870

,, 12,775 ,, 34,224 ,,

2,450

,,

2,400

,, Mit Rücksicht auf die längere Dauer der Reniontenkurse und daherigem kurzem Aufenthalt der Bereiter im Depot können wir diesen Posten gegenüber dem Vorjahre um Fr. 1000 reduzieren.

Magazinier ,, Wie im Vorjahre.

Wärter ,, Wir müssen pro 1898 unserer Aufstellung 170,000 Pferdetage zu Grunde legen, wie letztes Jahr à 55 Rp. per Tag.

Bei völligem Abzug der durch die frühere Pferdeabgabe an die Remontenkurse sich ergebende Zahl der Pferdetage von derjenigen, welche pro 1897 berechnet wurde, könnte obige Zahl der Pferdetage noch etwas mehr reduziert werden.

Es muß aber hiervon abgesehen werden, weil wir infolge Einziehung von mehr Pferden von ·austretender Mannschaft und teilweise früheren Ankäufen zeitweilig einen größern Pferdebestand haben werden als im Vorjahre.

H uf seh mied m eister ,, Wie im Vorjahre.

Hufschmiedgesellen ,, Wie im Vorjahre.

1 S a t t l e r m e i s t e r à Fr. 6 per Tag . . . ,, 2 S a t t l e r g e h ü l f e n à Fr. 4. 50 per Tag . ,,

57,689

2,400 93,500

3,285 4,200 2,190 3,285

Übertrag Fr. 194,419

860

Übertrag Zur Bewältigung der vielen Sattlerarbeiten haben wir einen zweiten Gehülfen vorgesehen, der seit 2 Jahren bereits in diesem Berufe bei uns thätig ist, aber aus dem Kredit der Wärter besoldet wurde. Sodann nötigt die allgemeine Besserstellung der Arbeiter auch uns, die Taglöhne zu erhöhen.

\ W a g n e r à Fr. 4.50 per Tag Aus den gleichen Gründen wie bei den Sattlern, erfährt der Posten eine kleine Erhöhung.

b. S t a l l m i e t e in Ber n und Hof w yl . . .

c. F o u rage. 170,000 Pferdetage à Fr. 1. 40 .

Die Fouragepreise bedingen die Erhöhung der durchschnittlichen Tageskosten um 5 Rappen.

d. B e s c h l ä g e Nach dem Rechnungsergebnis des Vorjahres kann der Posten um Fr. 600 herabgesetzt werden.

e. M e d i k a m e n t e und andere Veterinärkosten Das Rechnungsergebnis des Vorjahres gestattet eine Herabsetzung um Fr. 500.

f. U n t e r ha 11 und E r g ä n z u n g des Inventars Wie im Vorjahre.

g. V e r s c h i e d e n e A u s g a b e n (ärztliche Behandlung des Personals, Heizung, Bureaumaterial, Dienstreisen) Wie im Vorjahre.

h. Einliefe r ungskosten von B e o b a c h t u n g s - und R e d r e s s u r p f e r d e n . . .

Nach dern Reehnuugsergebnis des Vorjahres war der Posten um Fr. 3000 zu niedrig bemessen.

Fr. 194,419-

,,

1,642;

Fr. 196,061 ,, 28,500 ,, 238,000 ,,

3,000

,,

2,000

,,

14,OOO

,,

8,000

,,

13,OOO

Fr. 502,561 3. Remontenkurse.

4 Remontenkurse à 150 Pferde X 120 Tage = 72,000 Pferdetage X Fr. 3. 80

Fr. 273,600

861

Die Erhöhung des Postens rührt von der Verlängerung der Remontenkuvse um 30 Tage her. Es ist dies jedoch keine eigentliche Mehrausgabe, indem die Bereiter und Pferde sich dann 30 Tage weniger lang im Centraldepot befinden und daher die Ausgaben dieser Anstalt entsprechend vermindert werden.

4. Amortisationen

Fr. 225,000

Hand in Hand mit der stärkern Rekrutierung geht auch eine Vermehrung der amortisationsberechtigten Kavalleristen, der verlangte Ansatz wird voraussichtlich ausreichen.

5. Pferdeinspektionen

Fr. 4000

Wie im Vorjahre.

6. PferderUcknahmen

Fr. 140,000

Erhöhung um Fr. 10,000, da mit der Zunahme des Mannschaftsbestandes auch die Fälle von Pferderücknahmen sich vermehren.

H. Unterstützung freiwilliger Schiess- und Militärvereine.

a. Beiträge an freiwillige Vereine: 1. Schützen- und Tambourenvereine . . . .

2. Pontonierfahrvereine 3. Sanitäts v ereine 4. Brieftauben vereine b. Mindererlös auf den scharfen Gewehrpatronen, Kaliber 7,5 mm c. Provision an die Munitionsverkäufer . . . .

d. Transportkosten --. Mindererlös auf dea scharfen Gewehrpatronen, Kaliber 10,4 mm

Fr. 386,500 ,, 3,000 ,, 7,500 ,, 1,500 ,, 269,500 ,, 49,500 ,, 15,000 ,,

--

Fr. 732,500 B. 1897 R. 1896

Fr. 674,250. -- ,, 668,878. 21

Allgemeine Bemerkung ad ai -- 4. Diese Poslen sind bia jetzt vereinigt ins Budget eingestellt worden, der Übersichtlichkeit wegen haben wir dieselben in 4 Abteilungen ausgeschieden.

S62 a. Beiträge an freiwillige Vereine.

1. Schützen- und Tambouren vereine

Fr. 386,500

Für das Jahr 1897 ist ein Nachtragskredit von Fr. 40,000 nachgesucht und bewilligt worden, trotzdem setzen wir für dieses Jahr nur eine Erhöhung von Fr. 33,500 ein und hoffen, uns mit ·dieser Vermehrung behelfeu zu können.

2. Pontonierfahrvereine Fr. 3000 Gleicher Ansatz wie letztes Jahr.

3. Sanitätsvereine Fr. 7500 Dieser Posten setzt sich zusammen : 1. aus den bisherigen Beiträgen an Militärsanitätsvereine Fr. 1100 und an den schweizerischen Samariterbund (um je Fr. 50 zu erhöhen) ,, 800 2. aus dem beantragten Bundesbeitrag von 80 % an die für den Anfang auf Fr. 7000 zu devisierenden Kosten eines Centralsekretärs für die freiwilligen Sanilätsvereine (Rotes Kreuz, Militärsanitätsverein und Samariterbund), über welchen eine besondere Vorlage folgen wird ,, 5600 Fr. 7500 4. Brieftauben vereine Fr. 1500 Gestützt auf die letztjährigen Rechnungsergebnisse.

b. Mindererlös auf den scharfen Gewehrpatronen, Kaliber 7,5mm Fr. 269,500 Da im Jahre 1898 ein eidgenössisches Schützenfest stattfindet, so ist ein Mehrkonsum von Patronen vorauszusehen.

c. Provision an die Munitionsv erkauf er . . . . Fr. 49,500 Die Verkaufsproviaionen berechnen sich wie folgt: 13,000,000 Gewehrpatronen, Kaliber 7,5 mm., à Fr. 3 per Tausend Fr. 39,000 3,200,000 Gewehrpatronen, Kaliber 10,4 mm., à Fr. 2. 50 per Tausend ,, 8,000 l ,000,000 Revolverpatronen beider Kaliber à Fr. 2. 50 per Tausend ,, 2,500 Fr. 49,500

863

d. Transportkosten

Fr. 15,000

Der Posten war bisher um etwas zu hoch angesetzt.

reduzieren denselben um Fr. 1000.

Wir

J. Kriegsmaterial.

1. Unterhalt, Assekuranz, Lokalmiete, Transportkosten Fr.

2. Neuanschaffungen ,, 3. Rohgeschoßdepot ,, 4. Festungsmaterial ,, 5. Instruktionsmaterial ,, 6. Ersatz von Kasernenmaterial ,,

465,000 490,699 40,000 343,280 110,300 15,000

Fr. 1,464,279 B. 1897 R. 1896

Fr. 1,382,710. -- ,, 1,672,944. 88

1. Unterhalt, Assekuranz, Lokalmiete, Transportkosten.

«. Unterhalt und Assekuranz des Kriegsmaterials sämtlicher Waffen, Transportkosten . . . . F r . 320,000 b. Lokalmiete ,, 60,000 ·c. Transportkosten, Dislokationen ,, 85,000 Fr. 465,000 B. 1897 R. 1896

Fr. 435,000. -- ,, 398,595. 77

Ad a. Zu der fortdauernden Vermehrung der Kriegsmaterialbestände und zu den neuerdings notwendigen allgemeinen Lohnerhöhungen für das Arbeiterpersonal der Kriegsdepots und Zeughäuser gesellt sich nun die Neuerung, daß infolge der Neuordnung der Truppenkörper der Artillerie 8 bisherige Landwehrbatterien in Auszügerbatterien verwandelt und daher deren Corpsausrüstung öfters als bisher in Dienst gelangen wird. Außerdem wird die in nächster Zeit vorzunehmende Neugruppierung, sowie die vielfachen Verschiebungen des Materials der Landwehr-Infanterie und der Artillerie den Kredit für Unterhalt des Kriegsmaterials naturgemäß mehr als bisanhin in Anspruch nehmen. Die Auflösung der Landwehrbataillone alter Organisation, der Parkkolonnen, der Landwehrbatterien und dann die Neuformation der neuen Landwehrtruppen der Infanterie, der Parkcompagnien, Positions- und Sanitäts-TrainBnndesblatt. 49. Jahrg. Bd. IV.

60

864

compagnien und Saumkolonnen wird erhebliche Mehrkosten für Bereitstellung, Revision und Wiederein magazinierung von Material, Pferdeausrüstung und Munition bedingen. Wir sehen uns daher veranlaßt, den Kredit für a um Fr. 20,000 und denjenigen für c um Fr. 10,000 zu erhöhen.

Ad b. Wie im Vorjahre.

Ad e. Vide Bemerkung sub ad a (Schluß).

2. Neuanschaffungen.

Die durch Bundesbeschluß vom 29. Juni und 2. Juli 1897 bereits bewilligten Kredite betragen Fr. 410,42$ Neu verlangt: J. 2. H. A l l g e m e i n e s C o r p s m a t e r i a l .

Ad 4: 45 Kalibermaßstäbe für Wageneinschatzungskommissionen à Fr. 4 = . . Fr. 180 45 Doppelmetermaßstäbe à Fr. 2 = 90 J. 8. Versuche für Neubewaffnung der Artillerie Für die Begründung dieses Postens für die Fortsetzung der Versuche für die Neubewaffnung der Artillerie wird auf die bezüglichen Akten verwiesen.

,,

270

,,

80,000

Fr. 490,699 B. 1897 Fr. 377,000. -- R. 1896 ,, 552,247. 15 .

Für 45 Wageneinschatzungskisten der Wageneinschatzungskommissionen bedürfen wir obige Zahl Maßstäbe; die Kisten dazu sind vorhanden.

3. Rohgeschoßdepot B. 1897 R. 1896 Wie in frühem Jahren.

Fr. 40,000 Fr. 40,000. -- ,, 40,000. --

4. Festungsmaterial.

Durch Bundesbeschluß vom 29. Juni und 2. Juli 1897 bereitsbewilligte^Kredite :

865 a. St. Gotthard 0. St. Maurice c. Kaserneninventar : 1. St. Gotthard 2. St. Maurice

Fr. 80,130 ,, 220,950 ,, ,,

16,000 26,200

Fr. 343,280 B. 1897 R. 1896

Fr. 349,410. -- ,, 410,134. 89

5. Instruktionsmaterial.

a.

b.

c.

d.

e.

Infanterie Kavallerie Artillerie Genie Sanität: 1. Oberfeldarzt 2. Oberpferdearzt

f. Verwaltung g. Befestigungen : 1. St. Gotthard 2. St. Maurice

Fr.

,, ,, ,,

64,000 3,500 21,500 3,000

,, ,,

2,000 6,300

,,

10,000

Fr. 1000 ,, 1000

Fr. 4000 ,, 6000

h. Schießtabletten für Befestigungen (wird unter L, c, budgetiert)

,,

--

Fr. 110,300 B. 1897 R. 1896

Fr. 166,300. -- ,, 70,537. 50

a. Infanterie.

1. Ergänzung des Schulmaterials für den Unterricht 2. Versuche mit Handfeuerwaffen 3. Landerwerbungen und Servitute zur Erwerbung von Schießplätzen, Ergänzung der Schießeinrichtungen

Fr. 20,000 ,, 4,000 ,,

40,000

Fr. 64,000 Eine Erhöhung des Kredites hat nicht stattgefunden, dagegen wurde der Kredit sub l und 3 zum Teil anders, und zwar so benannt, wie er seit Jahren faktisch verwendet wird.

866

b. Kavallerie.

Instruktions- und Remontenmaterial.

Ergänzung des Abgangs an Remontenmaterial, Ersatz für abgehendes Instruktionsmaterial, Neuanschaffungen und Versuche Fr. 3500 Gleich wie im Vorjahre.

c. Artillerie.

Ï. Versuche mit Geschützen Fr. 15,000 2. Modelle ,, 2,500 3. Instruktionsmaterial, Schießbedürfnisse etc. . . ,, 4,000 Fr. 21,500 Ad 1. Der Posten kann wieder auf den frühern Betrag von Fr. 15,000 reduziert werden, weil nunmehr für die Versuche mit Feldgeschützen ein besonderer Kredit gewährt ist. Die auf Fr. 15,000 reduzierte Summe soll für Versuche mit Positionsgeschützen (Mörser) und Brisanzgranaten Verwendung finden.

d. Genie Wie letztes Jahr.

Fr. 3000

e. Sanität.

1. 0 b e r f e l d a r z t .

a. Muster und Modelle b. Ergänzung des Materials

Fr.

,,

800 200

Fr. 1000

Wie bisher.

2. V e t e r i n ä r a b t e i l u n g .

Ersatz von abgehenden Instrumenten, Arzneimittelgefäßen, Verbandmaterialien etc. aus den in Schulen und Kursen verwendeten Veterinärkisten Fr. 1000 Wie bisher.

f. Verwaltung.

1. Instruktionsmaterial 2. Ergänzung des Schulmaterials

Fr. 300 ,, 6000 Fr. 6300

867

Ad i. Wie im Vorjahre.

Ad 2. Das Instruktionsmatevial der Verwaltungstruppen besieht außer der im Kriegsdepot Thun befindlichen 20 Öfen (altea Material, das der Verwaltungscompagnie 3 gehörte und bei letzterer durch neues ersetzt wurde) nur aus 4 Gerätschaftswagen nebst den erforderlichen Zelten.

Zur Ausführung der technischen Arbeiten genügt das in den vorhandenen 4 Wagen enthaltene Material nicht, so daß sich in den Rekrutenschulen der Verwaltungstruppen in dieser Richtung der Mangel an einem ausreichenden Instruktionsmaterial sehr fühlbar macht.

Es wird deshalb die Bewilligung eines Kredites von Fr. 6000 für die Anschaffung von zwei ausgerüsteten Gerätschaftswagen, ohne Zeltmaterial, nachgesucht.

g. Befestigungen.

1. St. G o t t h a r d .

a. Modelle, Tafeln, Karten, Zeitschriften und Werke für die Bibliothek, Versuche b. Schulmaterial : Pioniersverkzeuge für die Infanterie, Werkzeuge, Telephonmaterial und Kabel --. Auschaffune des Beckerschen Reliefs . . . .

Fr. 2000 ,,

2000 --

Fr. 4000 Ad a und b. Wie im Vorjahre. Der Kredit für Anschaffung des Beckerschen Reliefs fällt weg, da dasselbe abgeliefert und bezahlt ist.

2. St. M a u r i c e .

a. Modelle, Tafeln, Karten etc., sowie Versuche . . Fr. 2000 b. Schulmaterial, als: Kabel, Telephone, Räfe, Werkzeuge etc ^ 4000 Fr. 6000 Ad a und b. Gleiche Ansätze und gleiche Begründung wie im Vorjahre.

6. Ersatz von Kasernenmaterial B. 1897 R. 1896 Wie im Vorjahre.

Fr. 15,000. -- ,, 15,003. 57

Fr. 15,000

868

K, Militäranstalten und Festungswerke . . . Fr. 465,400 I. Militäranstalten, zur Verfügung des Oberkriegskommissariats Fr. 33,000 II. Unterhalt bestehender Festungswerke und Minenkammeranlagen ,, 15,000 III. Befestigungsbauten am Gotthard, Kreditrestanz zur Verfügung des Befestigungsbureaus . . . ,, 10,000 IV. Befestigungen bei St. Maurice, Kreditrestanz zur Verfügung des Befestigungsbureaus . . . . ,, 25,000 V. Vorstudien und Terrainaufnahmen für die Befestigungsanlagen von Luziensteig, Kreditrestanz zur Verfügung des Befestigungsbureaus ,, 500 VI. Erweiterung der Anlagen der Furkaverteidigung, Kreditrestanz zur Verfügung des Befestigungsbureaus ,, 7,000 VII. Militärtelegraphenlinien am Gotthard, Kreditrestanz zur Verfügung des Befestigungsbureaus ,, 1,900 Vili. Allgemeine Befestigungskommission und Speeialkommiäsionen ,, 3,000 IX. Vorstudien und Vorarbeiten behufs Aufstellung von Bauvorlagen und Kostenvoranschlägen . ,, 8,000 X. Inspektionen der bestehenden Festungsbauten . ,, 2,000 XL Landerwerbungen für Exerzier- und Bauplätze in Andermatt ,, 10,000 XII. Kehlkaserne bei Andermatt mit diversen Nebenarbeiten und inklusive sämtliches Kasernen- und Bureauinventar, II. Rate ,, 350,000 --. Lebensmittelmagazine bei St. Maurice . . . ,, -- Fr. 465,400 B. 1897 Fr. 88,000. -- R. 1896 ,, 232,405. 03 Ad I. Aus den Arbeitern der Laborierwerkstätte in Altorf haben wir ein Feuerwehrcorps organisiert, das mit einer einheitlichen Bekleidung zu versehen ist.

Wir erhöhen zu diesem Zwecke den Kredit um Fr. 1000 und gedenken aus diesem Betrage zu beschaffen : 50 Uniformröcke à Fr. 17 Fr. 850 40 Mützen ,, 120 Signalpfeifen und diverse Abzeichen ,, 30 Fr. 1000

869 Wir nehmen auch dieses Jahr für die Feuerwehr Thun den gleichen Ansatz wie für 1897, d. h. Fr. 3000, in Aussicht, da die Löschgerätschaften bedeutend vermehrt und verbessert werden müssen. .Überhaupt ist der Betrag von Fr. 3000 als ein Minimum zu betrachten, welches für mehrere Jahre beibehalten werden muß, wenn die eidgenössische Feuerwehr in Thun leistungsfähig werden soll.

Ad H. Da die Neuanlagen von Minenkammern in Kunstbauten internationaler Anschlußlinien nahezu vollendet sind und der jährliche Unterhalt derselben nicht mit großen Kosten verbunden ist, so könnte der Posten erheblich vermindert werden.

Dagegen erfährt derselbe dann wiederum eine kleine Erhöhung durch den Bau einer Telephonleitung, welche zur Verbindung der Festung Luziensteig mit dem Telegraphenbureau Mayenfeld vorgeschlagen wird.

Diese Linie wird vorerst insbesondere von den auf Luziensteig stattfindenden Militärkursen und von der Zollstätte benutzt werden, hat aber auch in allgemein militärischem Sinne unbestrittenen Wert.

Die bezüglichen Kosten werden sich auf Fr. 2800 belaufen. Trotzdem reduzieren wir den Posten aus den oben angegebenen Gründen um Fr. 5000.

Ad HI. In der Annahme, daß von den im Budget 1897 eingestellten Fr. 7500 und von der vom Jahre 1896 infolge Bundes·beschluß vom 26. März 1897 übergetragenen Kreditrestanz von Fr. 5200, also von total Fr. 12,700, nur Fr. 2700 zur Ausgabe gelangen werden, nehmen wir Fr. 10,000 in das Budget pro 1898 auf. Es ist dies der Rest der für Sicherung des Gotthard bewilligten Kredite.

Ad IV. Unter Voraussetzung, daß von den im Budget pro 1897 eingestellten Fr. 15,000 plus die vom Jahre 1896 infolge Bundesbeschlusses vom 26. März 1897 übertragene Kreditrestanz von Fr. 15,900, also von total Fr. 30,900, nur Fr. 5900 ausgegeben ·werden, stellen wir Fr. 25,000 in das Budget pro 1898 ein.

Ad V. Voraussichtlich wird die Kreditrestanz von Fr. 500 im Jahre 1897 keine Verwendung finden, und setzen wir daher den ganzen Beirag nochmals ins Budget pro 1898 ein.

Ad VI. Vorausgesetzt, daß von den im Budget pro 1897 eingestellten Fr. 8000 und von dem durch Bundesbeschluß vom .26. März 1897 bewilligten Nachtragskredit von Fr. 49,000, also won im ganzen Fr. 57,000, nur Fr. 50,000 zur Ausgabe gelangen ·werden, stellen wir die Restanz mit Fr. 7000 in das Budget pro 1898 ein.

870

Ad VII. Indem wir annehmen, daß von den im Budget pro 1897 eingestellten Fr. 5000 und den durch Bundesbeschluß vom 26. März 1897 vom Jahr 1896 übertragenen Fr. 6900, also von zusammen Fr. 11,900, im laufenden Jahre nur Fr. 10,000 ausgegeben werden, stellen wir die Restanz mit Fr. 1900 in das Budget pro 1898 ein.

Ad VIII. Dieser Posten wurde durch Bundesbeschluß vom 26. März 1897 eingeführt. Wir setzen für das Jahr 1898 wiederum Fr. 3000 in das Budget.

Ad IX. Durch Bundesbeschluß vom 26. März 1897 wurden hierfür pro 1897 Fr. 16,000 bewilligt, wobei cirka Fr. 10,000 für Vorstudien der Kasernenbauten bei Andermatt figurierten. Wir glauben uns pro 1898 mit Fr. 8000 begnügen zu können.

Ad X. Für das Jahr 1897 wurden durch Bundesbeschluß vom 26. März 1897 Fr. 2000 bewilligt. Wir nehmen wieder eine gleiche Summe für 1898 an.

Ad XI. Aus dem Gesamtkredite für Landerwerbungen für Exerzier- und Bauplätze und die Kasernenbauten in Andermatt sind speciell für die Landerwerbungen Fr. 275,000 ausgeschieden und ins Budget 1897 eingestellt worden. Zur Auszahlung gelangen jedoch nur rund Fr. 265,000, so daß eine Kreditrestanz von Fr. 10,000 auf das Budget 1898 überzutragen ist. Dabei können wir freilich nicht verhehlen, daß jetzt schon eine erhebliche Überschreitung des ausgeschiedenen Kredites von Fr. 275,000 konstatiert ist, da durchwegs höhere Preise als vorgesehen bezahlt werden müssen und auch die auf den Grundstücken sich befindlichen Gebäude teurer erworben werden mußten. Eine auch nur annähernd genaue Berechnung des Mehrbedarfes ist wegen des immer noch schwebenden Expropriationsverfahrens und wegen Anständen, die sich aus dem Bekanntwerden von Servituten (Weidgang, Wuhrpflicht) auf den erworbenen Grundstücken ergeben haben und möglicherweise auf dem Prozeßwege erledigt werden müssen, zur Zeit unmöglich. Wir behalten uns vor, nach Abwicklung dieser Verhältnisse ein Nachtragskreditbegehren im Laufe des Jahres 1898 zu formulieren.

Ad XII. Der Gesamtkredit, wecher für den Bau von 2 Kasernen, l Verwaltungsgebäudes und von 3 Beamtenwohnungen bei Andermatt, sowie für die Erwerbung des nötigen Terrains für diese Bauten, für Exerzier- und Schießplätze und für das bestehende Barackenlager bewilligt wurde, betrug Fr. 2,430,000 und war auf 5 Jahre zu verteilen.

871 Da diese Bauten zum Teil vom Departement des Innern und zum Teil vom Militärdepartement auszuführen sind, verfügten wir, daß obiger Kredit von Fr. 2,430,000 wie folgt zu verteilen sei.

1. Für Bauten, welche dem Departement des Innern zufallen sollen : Kaserne bei Altkirch ; Bau, Kanalisation, Wasserversorgung und Umgebungsarbeiten . Fr. 645,000 Verwaltungsgebäude und Beamtenwohnungen, inkl. Kanalisation, Wasserversorgung und Umgebungsarbeiten ,, 180,000 Total ohne Landerwerbungen und ohne Inventar Fr. 825,OOQ 2. Für Bauten, sowie für Landankäufe und Inventarbeschaffungeu, welche dem Mililärdepartement zugeteilt werden sollen : Landerwerb Fr. 275,000 Kehlkaserne beim Bühl, inkl. einige Nebenarbeiten ,, 1,150,000 Inventar beider Kasernen und der Verwaltungsbureaux ,, 180,000 Total inkl. Landerwerbungen und Inventar

Fr. 1,605,000

Von diesen Summen wurden für das Jahr 1897 zu verausgaben in Aussicht genommen : vom Departement des Innern für Bauten . . . . Fr. 250,000 vom Militärdepartement : für Landerwerbungen sub Budgetrubrik K. XI. ,, 275,000 für Bauten sub Budgetrubrik K. XII. eine erste Rate von ,, 200,000 Für das Jahr 1898, welches ein Hauptbaujahr sein wird, setzen wir für K. XII. Kehlkaserne eine zweite Rate von Fr. 350,000 aus.

L. Befestigungen

Fr. 897,222

B. 1897 R. 1896

Fr. 692,197. -- ,, 771,892. 70

a. St. Gotthard.

I. Central Verwaltung und Verwaltung der einzelnen Werke II. Bewachung

Fr. 90,560 ,, 183,500

Übertrag Fr. 274,060

872

Übertrag HI. Unterhalt IV. Bauliche Installationea V. Sicherstellung des St. Gotthard

Fr.

,, ,, ,, Fr.

274,060 47,500 122,100 -- 443,660

B. 1897 Fr. 348,985. -- R. 1896 fl 447,170. 65

a.

b.

c.

d.

e.

f.

g.

h.

i.

k.

l.

m.

n.

1. Verwaltung, \. C e n t r a l l e i t u n g (Festungsbureau).

Chef der Artillerie, zugleich Oberinstruktor der Festungsartillerie Fr. 6,800 Eine Pferderation und Wartungsgebühr . . . ,, 1,205 Chef des Genies ,, 6,100 Eine Pferderation und Wartungsgebühr . . . ,, 1,205 Offizier des Materiellen ,, 4,000 Sekretär des Festungsbureaus, zugleich Buchhalter und Kassier ,, 3,800 Sekretär des Artilleriechefs ,, 3,100 Miete der Bureaulokalitäten ,, 2,000 Bureaukosten ,, 1,500 Inspektionen und Reisekosten ,, 4,000 Bureauaushülfe (Abwart) ,, 700 Arbeiten - Rekognoszierungen der Organe des Festungsbureaus ,, 2,000 Bekleidungsentschädigungen ,, 3,500 Fr7 39,910

Wie im Vorjahre, mit der einzigen Abweichung, daß infolge Neuwahl für den Offizier des Materiellen nur Fr. 4000 auszusetzen sind.

2. V e r w a l t u n g der einzelnen Festungswerke.

«. Verwalter des Forts Airolo und der Südfront Fr. 3,500 b. Verwalter des Forts Andermatt und der Anlagen auf Furka, Stöckli-Oberalp ,, 4,200 c. Adjunkt des Fortverwalters Andermatt . . . ,, 4,000 d. 4 Unteroffiziere des Materiellen, 2 in Airolo, 2 in Andermatt ,, 11,800 e. 2 Unteroffiziere des Materiellen der äußern Verteidigung ,, 4,800 Übertrag Fr. 28,300

873

Übertrag f. 2 Fort-Obermechaniker, l Airolo, l Andermatt g. 3 Maschinisten, 2 Andermatt, l Airolo . . .

h. 2 Heizer in Andermatt i. l Bäcker in Airolo fc. Platzarzt in Airolo 1. Bureaukosten in Andermatt und Airolo . . .

m. Landmiete für das Barackenlager

Fr. 28,300 5,700 n 7,200 ·n 3,500 1,950 3,000 1,000 Fr. 50,650

Ad a, b, g. Infolge Neubesetzung dieser Stellungen konnten ·die Ansätze reduziert werden.

Ad h. In Airolo genügt ein Mann für die Funktionen des Maschinist-Heizer.

Ad l. Gestützt auf die letztjährigen Rechnungsergebnisse erhöhen wir den Posten um Fr. 300.

IL Bewachung.

Besoldung d e r Wachtmannschaften . . . . Fr. 150,000 Beitrag an die Verpflegung der Wachtmannschaft 11,500 1,500 Reiseentschädigungen, Deplacements, Zulagen .

5,000 Kranken- und Spitalverpflegung Wäsche und Flickereien 2.500 Heizungs- u n d Beleuchtungsanlagen . . . .

10^000 Verschiedenes : Führerlöhne, Besorgung der Post von Furka, Wasserkonzession, Land- und Stall3,000 ' miete etc 183,500

a.

b.

o.

d.

e.

f.

g.

Ad a. Dieser Posten muß um Fr. 20,000 erhöht werden, wnd zwar aus folgenden Gründen : Die Rechnungsergebnisse der letzten Jahre haben gezeigt, daß der für Besoldung der Wachtmannschaft angesetzte Kredit stets zu niedrig war und stets Anlaß zu bedeutenden Nachtragskreditbegehren gab ; behufs wirksamer Kontrolle über die fremden Arbeiter, die bei den Kasernen- und Beamtenwohnungen-Bauten verwendet werden, muß die Sicherheitswache Andermatt um 8 Mann während der Bauzeit verstärkt werden ; die verschiedenen Schulen und Kurse haben stets viele Leute der Sicherheitswachen in Anspruch genommen als Träger, Putzer, Zeigermannschaft etc. Dadurch hat jedoch der Unter-

874 halt der Festungswerke teilweise gelitten. Um dies zu verhüten, werden in Zukunft mehr Civilarbeiter für die Schulen und Kurse angestellt, was zur Folge hat, daß die Rückvergütungen sich bedeutend vermindern werden.

Ad b. Die Mehranstellung von 8 Mann in die Sicherheitswache erfordert einen erhöhten Beitrag an die Verpflegung um rund Fr. 500.

Ad c. Der starke Wechsel der Sicherheitsmannschaft, die bei Ablösungen, Detachierungen, Dienstreisen etc. auszurichtenden Deplacements- und Logisentschädigungen verursachen laut Erfahrungen eine jährliche Ausgabe von Fr. 1500.

Ad d. Mit Rücksicht auf die bisherigen Rechnungsergebnisse reduzieren wir den Posten um Fr. 2500.

Ad e, f. Wie letztes Jahr.

Ad g. Um die nötige Klarheit über die Kosten der Besoldung der Wachtmannschaft zu gewinnen, haben wir aus diesem Posten verschiedene regelmäßig- wiederkehrende Ausgaben wie Führerlöhne, Anstellung eines Post- und Proviantträgers nach Furka während der Winlermonate, Wasserkonzession, zeitweise Stall- und Landmiete etc. ausgeschieden und einen besondern Posten gebildet.

III. Unterhalt.

a. Inventarversicherungen Fr. 6,000 b. Unterhalt der Festungsbauten, Baracken, Straßen, Wege, Beobachtungsstationen ,, 25,000 c. Ergänzung der Werkzeuge ,, 500 d. Holzvorräte für die Werkstätten ,, 500 e. Eisenvorräte für die Werkstätten ,, 500 f. Fuhrleistungen der GotthardVerwaltung . . . ,, 15,000 g. Reserveteile für Geschütze, Maschinengewehre und Beobachtungsmaterial als Ersatz der in Schulen und Kursen in Abgang kommenden Stücke ,, -- Fr. 47,500 Ad a, c, d, e, f. Wie im Vorjahre.

Ad b. Der Umfang der Baulichkeiten aller Art ist ein ganz bedeutender geworden; zudem machen sich die zerstörenden Einwirkungen von Klima und Witterung in zunehmendem Maße geltend und erfordern fortwährend Reparaturen mannigfacher Art, zum Teil von größerer Ausdehnung. Im weitern fällt nun auch der Unterhalt des umfangreichen Positions- und Geniematerials zu Lasten der Gotthard Verwaltung.

875 IV. Bauliche Installationen.

1. Telephonische Einrichtungen in den Werken Aivolo, Bäzberg und Bühl Fr.

5,500 2. VertäferuDg des Offiziersspeisezimmers im Fort Airolo ,, 1,300 3. Bau von zwei kleinen Magazinen für Dynamit und Sprengstoffe auf dem Brückwaldboden und in Airolo ,, 6,800 4. Aborteinrichtung für das Kasernement im Werk auf dem Hospiz ,, 2,500 5. Verbesserung der Sturmfreiheit, der Orientierung und Schußbeobachtung, sowie der Feuerwirkung des Forts Airolo durch Ausbau der im Jahre 1895 angefangenen Anlage auf dem Foppahügel Fr. 65,000; per 1898, I. Rate ,, 35,000 6. Ausbau des Werkes auf dem Stöckli: Ergänzung der Unterkunftsräume, Proviantmagazine, Beobachtungsstände und der Sturmfreiheit, sowie Vollendung der innern Einrichtung Fr. 96,000; per 1898, I. Rate ' ,, 48,000 7. Anschaffung eines gepanzerten Beobachtungsstandes für die Batterie Galenhütten . . . . ,, 10,000 8. Lawinenverbauung oberhalb des Barackenlagers Andermatt ,, 5,000 9. Reparatur und innere Einrichtung der Baracken der äußern Verteidigung Fr. 24,000 ; pro 1898, I. Rate ,, 8,000 Fr. 122,100 Ad i. Die gleichzeitige und ungestörte Benutzung der von den Werken nach verschiedenen Richtungen laufenden Telephoulinien ist mit den vorhandenen auf dem Prinzipe vollständiger Centralisation beruhenden Apparaten nicht möglich. Die Décentralisation der telephonischen Einrichtungen durch Einführung von Kabinen ist daher geboten und sollten solche nun successive in den Werken Airolo, Bühl und Bäzberg eingerichtet werden. -- Dieses Jahr wurde bereits mit dem Bau von Kabinen begonnen, es fehlt jedoch noch deren innere Einrichtung und deren Anschluß an die Kabelleitung.

Ad 2. Durch das Eindringen von Wasser vom Mörserstand her sind die Wände des Offiziersspeisezimmers feucht geworden, wodurch der Anstrich desselben bedeutend gelitten hat und der Raum unwohnlich geworden ist. -- Durch Vertäferung mit guter Isolierung soll diesem Übelstand abgeholfen werden.

876

Ad 3. Da es sehr wichtig ist, im Kriegsfalle in nächster Nähe über einen kleinen Vorrat an Sprengstoffen zu verfügen, eine richtige Unterbringung von solchen aber sowohl mit Rücksicht auf die Sicherheit als auch mit Hinsicht auf gute Konservierung geboten ist, so wird beabsichtigt, auf dem Brückwaldboden und in Airolo zwei kleine Magazine zu bauen.

Ad 4. Für das obere Kasernement der Redoute Hospiz sind noch keine Aborte vorhanden, womit in verschiedener Beziehung Übelstände verbunden sind, welchen abgeholfen werden muß.

Ad 5. Der Besitz des nur 100 Meter oberhalb des Forts Airolo gelegenen Foppahügels ist sowohl für die allgemeine Orientierung und die Schußbeobachtung, als auch für die Nahverteidigung des Werkes äußerst wichtig. Schon 1895 wurde auf demselben ein 12 cm. Haubitzturm eingebaut und mit dem Bau einer Verteidigungsanlage begonnen, welche nach ihrer Fertigstellung die Widerstandsfähigkeit des Forts Airolo nicht unwesentlich erhöhen wird. Da pro 1897 kein Kredit verlangt worden war, so befindet sich die Anlage zur Zeit in unfertigem Zustande, und es ist schon aus diesem Grunde dringend geboten, mit dem Ausbau derselben weiter zu fahren.

Ad 6. Es wurde schon letztes Jahr anläßlich der Übernahme des Werkes auf dem Stöckli darauf hingewiesen, daß dasselbe nicht nur im Innern ausgebaut werden muß, sondern daß die Anlage in Beziehung auf Unterkunft, Magazine, Beobachtung, Nahverteidigung noch der Vervollständigung bedarf, um ihrem Zweck zu entsprechen.

Wir rechnen, die diesbezüglichen Arbeiten innerhalb der nächsten 2 Jahre zur Ausführung zu bringen.

Ad 7. Vom Innern der Batterie Galenhütten aus ist die Orientierung über das Vorterrain und die Schußbeobachtung nur nach 2 Richtungen möglich. Um diesem bedeutenden Mangel abzuhelfen, ist die Erstellung eines gepanzerten Beobachtungsstandes in unmittelbarer Nähe des Werkes beabsichtigt.

Ad 8. Nach dem Resultate einer Expertise des Lawinengebietes oberhalb des Barackenlagers bei Altkirch durch den eidg.

Oberforstinspektor sind die dieses Jahr zuobert im Kirchenthal erstellten Verbesserungen durch weitere Schutzmauern im untern Teil des Tobels zu ergänzen, wenn die ganze Anlage ihren Zweck erreichen soll. Wir haben daher pro 1898 einen gleichen Betrag wie für 1897 für diese Lawinenverbauung vorgesehen.

Ad 9. Sämtliche äußeren Baracken im
Gotthardgebiete sind nur im Rohbau erstellt und entbehren daher jeglicher Einrichtung für Lagerung der Mannschaft, Abkochen und eventuelle Heizung.

Es wird nun beabsichtigt, diese Unterkunftsräume nach und nach mit den allernötigsten Einrichtungen zu versehen.

87T

b. St. Maurice.

I. Verwaltung, Festungsbureau und Verwaltun'g der einzelnen Festungswerke v Fr. 57,762 U. Bewachung . ."

,, 92,300 III. Unterhalt ,, 48,500' IV. Bauliche Installationen ,, 205,000 Fr. 403,562 B. 1897 R. 1896

Fr. 343,212. -- ,, 324,722. 05

I. Verwaltung, Festungsbureau und Verwaltung der einzelnen Werke.

1. ^Artilleriekoinmandant, zugleich Chef des Festungsbureaus Fr. 6,100 2. Pferderation und Wartungsgebühr für l effektiv gehaltenes Pferd ,, 1,205 3. Offizier des Materiellen ,, 3,900 4. Comptable und Sekretär ,, 6,700 5. Fortverwalter ,, 7,100 6. Adjunkten ,, 6,200 7. Specialarbeiter und Maschinisten ,, 17,400 8. Aufseher der alten Befestigungen ,, 500 9. Miete für das Bureau in Lavey, Bureaueinrichtungen und Buveaukosten in Dailly, Savatan und Lavey ,, 2,700 10. Reise- und Deplacementsentschädigungen . . . ,, 2,000 II. Bekleidungsentschädigungen ,, 2,957 12. Arbeiten und Rekognoszierungen der Organe des Feslungsbureaus und des Kommandostabes . . ,, 1,000 Fr. 57,762 Ad i, 3, 4, 5 und 6. Die Besoldungen dieser Beamten sind bei der letzten Neuwahl festgesetzt worden. Bei Ziffer 5 kann eine Reduktion um Fr. 500 eintreten, da die Stelle neu zu besetzen ist.

Ad 7, 8, 9 und ÌO. Wie in den Vorjahren.

Ad ii. l berittener Offizier à 60 Cts. per Tag . Fr. 219 15 unberittene Offiziere und Unteroffiziere à 50 Cts. per Tag ,, 2738 Fr. 2957 Ad 12. Gleich wie im Vorjahre.

878

1.

2.

3.

4.

11. Bewachung.

Besoldung der Sicherheitswiichter Spitalpflege Beitrag an die Verpflegung der Waehtmaunschaft Reiseeutschädigungen

Fr. 85,000 ,, 3,000 ,, 4,000 ,, 300 Fr. 92,300

Ad l bis 4. Gleiche Ansätze und gleiche Begründung wie im Vorjahre.

III. Unterhalt.

1. Unterhalt der Bauten, Straßen, Wege, des Materials und Inventars, Versicherungen, Transporte etc. . . Fr. 30,000 2. Heizungs- und Beleuchtungskosten und Wäsche ,, '3,000 3. Vorräte an Bisen, Stahl, Kohlen, Petrol, Öl, Sprengmaterial etc., sowie Ersatz derselben. . ,, 7,500 4. Kultur- und Holzaufarbeitungskosten in den Waldungen von Savatan und Dailly, sowie Ausbreitung der übrigen zu den Befestigungsanlagen gehörenden Terrains ,, 2,500 5. Heizeinrichtungen für die Kasernemeute . . ,, 2,500 6. Miete für die Exerzierplätze und Vergrößerung der Appellplätze in Dailly und Savatan . . ,, 3,000 Fr. 48,500 Ad i. Die Erfahrung hat gezeigt, daß Fr. 25,000 nicht genügen, und wir erhöhten diesen Posten deshalb auf Fr. 30,000.

Ad 2 und 3. Wie in den Vorjahren.

Ad 4. Dieser Posten stützt sich auf den Wirtschaftsplan pro 1898; die diesbezüglichen Einnahmen figurieren in der Rubrik ,,A. Liegenschaften, 2. Schanzenboden (St. Maurice)"1.

Ad 5 und 6. Diese Posten entsprechen absoluten Bedürfnissen.

IV. Bauliche Installationen.

1. Bau von äußern Telephonlinien Fr.

2. Bau von gesicherten Beobachtungsstalionen . ,, 3. Einrichtung äußerer Verteidigungsanlagen: a. Emplacements für Truppen und Geschütze Ì b. Wegvorbereitungen > ,, c. Unterkunft l Übertrag

Fr.

7,000 10,000 20,000 37,000

879 Übertrag 4. Bau von Remisen und Baracken in Dailly und in Savatan zur Unterbringung von Corps- und lastruktionsmaterial 5. Einbau von Bettungen mit hydraulischen Rücklaufbremsen für die Positionsgeschütze . . .

6. Einbau einer Schnellfeuerhaubitze und Erstellung eines Munitionsmagazins 7. Einbau von weitern Flankiergeschützeii in der Galerie Nord 8. Verstärkung der Enceinten von Savatan und Dailly

Fr.

37,000

^

15,000

,,

13,000

,,

65,000

,,

15,000

,,

60,000

Fr. 205,000 Ad i, 3 und 4. Gleiche Ansätze und gleiche Begründung wie im Vorjahre.

Ad 2. Zur Beschaffung von Panzerplattea für einen größern gesicherten Beobachtungsstand muß dieser Posten pro 1898 auf Fr. 10,000 erhöht werden.

Ad 5 und 6. Diese Posten sind notwendig zum Einbau der im Materialbudget bewilligten Bettungen, sowie der Schnellfeuerhaubitze.

Ad 7. Damit der Nordabschluß von Savatan besser unter flankierendes Artilleriefeuer genommen werden kann, ist der Einbau von zwei weitern Flankiergeschützen in der Nordgalerie notwendig.

Ad 8. Die Erstellung von Scärpierungen, Jägergräben und von bombensicheren Unterständen für die Unterstützungen ist ein absolutes Bedürfnis. -- Nachdem der Bau der Positionsbatterien vollendet ist, dürfen diese Arbeiten nicht länger verschoben werden.

c. Schießeinrichtungen fllr Gotthard und St. Maurice.

1. Erstellung neuer Schieß- und Sichtkarten, photographische Schießkarten, Flugbahnkarten, Flugbahntafeln und Schußtafeln, Ergänzungen an den vorhandenen Schießkarten und Revision der sämtlichen Richtmittel der Befestigungen, inklusive Schießversuche Fr. 30,000 2. Ergänzung der topographischen Aufnahmen im Schußgebiete der Befestigungen am Gotthard und bei St. Maurice, inklusive Lithographie ,, 20,000 Fr. 50,000 Bundesblatt. 49. Jahrg. Bd. IV.

6l

880

Ad i. Die ersten und teilweise zweiten Exemplare der Schießkarten für Weißpulverladungen für den Dienst im Innern der Befestigungen werden im laufenden Jahre fertig gestellt.

Pro 1898 sind daher neben einigen ganz neuen, durch Einführung neuer Ladungen und Geschütze notwendig gewordenen neuen Schießkarten die zweiten Exemplare und die früher schon in Aussicht genommenen dritten Exemplare soweit möglich fertig zu stellen und in dea bereits vorhandenen Schießkarten die durch die erweiterten topographischen Aufnahmen notwendig gewordenen Ergänzungen nachzutragen. Dazu kommt die Erstellung neuer, leicht transportabler reduzierter Schießkarten für den Dienet außerhalb der Forts, Schießkarten, welche sich bei vorgenommener versuchsweiser Verwendung praktisch erwiesen haben, und endlich erscheint auch noch die bereits versuchte Herstellung von photographischen Schießkarten für verschiedene Geschützstellungen, namentlich der zugeteilten Positionsartillerie, wünschenswert.

Für eine größere Zahl von Beobachtungsstationen fehlen noch die Schießkarten und für andere die zweiten und dritten Exemplare derselben, welche nun auch erstellt werden sollten. Ebenso bleiben noch für verschiedene Geschütze eine Reihe von Flugbahnkarten, und Flugbahntabellen zu erstellen ; auch sind noch für einige Geschützarten Schußtafeln zu berechnen.

Die notwendig befundene Einführung neuer Ladungen bei Wurfgeschützen bedingt einige ballistische Schießversuche und endlich sollte pro 1898 mit einer gründlichen Revision der sämtlichen Richtmittel der Befestigungen begonnen werden.

Ad 2. Im laufenden Jahre wurde mit der Erweiterung der topographischen Aufnahmen im Festungsgebiete bis auf die ertragsfähige Schußweite der betreffenden Geschütze begonnen. Um mit den dringendsten Aufnahmen nächstes Jahr abschließen zu können, ist die oben angegebene Summe erforderlich.

M. Topographisches Bureaui 1. B e s o l d u n g e n : I. Topograph Fr. 6300 II. Topograph ,, 5800 Sekretär und Kartenverwalter . . ,, 4500 Fr. 16,600 2. R e v i s i o n , S t i c h und D r u c k der eidg e n ö s s i s c h e n K a r t e n w e r k e . . . . ,, 150,000 Wie 1897.

Übertrag Fr. 166,600

881 Übertrag Fr. 166,600 3. T r i a n g u l a t i o n , P r ä c i s i o n s n i v e l l e m e n t s , P u b l i k a t i o n des S i e g f r i e d a t l a s ,, 80,000 Wie 1897.

Vom Siegfriedatlas sind noch 23 Blätter zu stechen und zu drucken. Der Hauptbetrag dieses Postens entfällt auf die geodätischen Arbeiten.

4. K a r t e l : 50,000 . . . . . . . . . ^ -- 5. S a m m l u n g en und B u r e a u k o s t e n . . ,, 3,000 Wie 1897.

6. A s s e k u r a n z ,, 1,500 Wie 1897.

Fr. 251,100 B. 1897 Fr. 260,875. -- R. 1896 ,, 269,035. 85

N. Besoldungsnachgenüsse

Fr. 18,000

B. 1897 Fr. 18,000. -- R. 1896 ,, 18,130. -- Wie im Vorjahre.

0. Kommissionen und Experten

Fr. 15,000

B. 1897 Fr. 15,000. -- R. 1896 ,, 14,734. 55 Wie im Vorjahre.

P. Druokkosten

' . Fr. 90,000

B. 1897 Fr. 80,000. -- R. 1896 ,, 110,003. 37 Die stets zunehmenden Druckarbeiten bedingen die Erhöhung des Kredites um Fr. 10,000.

Q. Landsturm.

a. Kosten der Kontrolle b. Ausrüstung der Offiziere c. Kosten des unbewaffneten Landsturms

Fr. 30,000 ,, 5,000 . . ,, -- Fr. 35,000

B. 1897 Fr. 43,800. -- R. 1896 ,, 60,566. 25 Ad b. Dieser Posten kann auf Fr. 5000 reduziert werden.

882

B. Verwaltungsspesen der Getreidevorräte.

Magazinierungskosten B. 1897 R. 1896 Wie im Vorjahre.

Fr. 35,000 Fr. 35,000. -- ,, 53,259. 75

S. Zuschuss an Regieanstalten.

a. Pferderegieanstalt B. 1897 R. 1896

Fr. 63,942 Fr. 39,083. -- ,, 25,756. 38

Gegenüber dem Budget für 1897 weisen folgende Rubriken Mehrausgaben auf: 1. Verwaltungskosten Fr. 4,276 2. Fourageankäufe ,, 13,430 3. Hufbeschläge ,, 460 4. Veterinärkosten ,, 2,617 5. Inventaranschaffungen . ,, 30,000 Dazu ist zu bemerken: Ad i. Infolge der Lohnerhöhung einer Anzahl älterer Wärter ergiebt sich eine Mehrausgabe von Fr. 1159 Wegen früheren Ankaufs der Remonten müssen für Wärterlöhnungen mehr berechnet werden ,, 2492 Die Besoldungserhöhungen ergeben eine Mehrausgabe von . . ' ,, 625 Wie oben

Fr. 4276

Ad 2. Der Haferpreis muß um 5 Cts. per kg. erhöht werden, was eine Mehrausgabe bedingt von Fr. 4,625 Der frühere Ankauf der Remonten, der im Interesse besserer Acclimatisation und Dressur liegt, fordert für Fourage ein Plus von ,, 8,805 Fr. 13,430 Ad 3. Für die Beschläge der Pferde derjenigen Schulen und Kurse des Waffenplatzes Thun, bei welchen keine eigenen Hufschmiede einrücken und für welche die Regie das Beschlag übernommen hat, mußte, gestützt auf die Rechnung von 1896, der Kredit erhöht werden um Fr. 460.

883

Ad 4. Die Besoldungserhöhung für den Pferdearzt beträgt Für den ersten Stellvertreter desselben mußten wir mehr aufnehmen Die Anstellung eines Hülfskrankenwärters ergiebt eine Mehrausgabe von Wie oben

Fr.

375

,,

600

,,

1642

Fr. 2617

Ad 5. Die Mehrausgabe für Inventaranschaffungen fällt hier nicht weiter in Betracht, weil dafür unter den Einnahmen ein entsprechender besonderer Posten figuriert.

Hierzu kommt sodann auch die Verminderung auf dem Inventarwert älterer Pferde, welche gegenüber dem Budget pro 1897 erhöht wurde um Fr. 5000.

Total der Mehrausgaben, so wie sie hier in Betracht fallen Fr. 25,783 Davon sind abzuziehen an M i n d e r a u s g a b e n für Verzinsung des Betriebskapitals ,, 924 So daß bleiben Der Zuschuß ist im Budget pro 1897 vorgesehen mit

Fr. 24,859 ,,

Er muß also für 1898 betragen

39,083

Fr. 63,942

Für Einzelnes verweisen wir überdies auf die Ausführungen zu Rubrik D, IV, Pferderegieanstalt.

T. Unfallversicherung B. 1897 R. 1896

Fr. 60,000 Fr. 70,000. -- ,, 54,947. 50

Die Rechnungsergebnisse der letzten Jahre erlauben eine Reduktion um Fr. 10,000.

U, Unvorhergesehenes B. 1897 fR. 1895 Wie im Vorjahre.

Fr. 2500 Fr. 2500. -- ,, 1897. 85

884

II F. Pulrerverwaltnug.

A. CentralverwaUunff.

Verwaltungskosten: 1. Centralverwalter Fr.

7,000 2. Adjunkt ,, 4,400 3. Kanzlist ,, 3,500 4. Kanzleigehülfe ,, 1,800 5. B.ureau- und Reisekosten . . ,, 2,000 6. Technische Untersuchungen . ,, 600 Total der Central Verwaltung Fr.

B.

19,300

Weißpulverfabrikation.

a. V e r w a l t u n g s k o s t e n : 1. Direktor 2. Adjunkt 3. Bureau- und Reisekosten .

.

Fr.

,, ,,

6,800 4,900 700

Total Verwaltungskosten

Fr.

12,400

ö. F a b r i k a t i o n s k o s t e n : 1. Arbeitslöhne Fr. 125,000 2. Fuhr- und Taglöhne . . . . ,, 2,000 3. Material für Weißpulver . . ,, 470,755 4. Reparaturen und Unterhalt der Maschinen ,, 25,000 5. Technische Untersuchungen . ,, 6,000 6. Frachtvevgütungen . . . . ,, 1,700 7. Zins des Betriebskapitals . . r 24,404 8. Zins des Liegeoschaftskapitals ,, 19,427 9. Inventaranschaffungen ,, 50,000 10. Verschiedenes : a. Inventarabgang Fr. 22,000 b. Steuern und Assekuranzen . ,, 1,000 c. Unvorhergesehenes ,, 2,644 : ,, 25,644 Fr.

749,930

Total Weißpulverfabrikation Übertrag

fl

762,330

Fr.

781,630

885 Übertrag C.

Fr.

781,630

,,

382,900

Schwarzpulverfabrikation.

o. V e r vv a 11 u n g s k o s t e n : 1. Bezirksverwalter 2. Magaziniers 3. Bureau- und Reisekosten .

Fr.

,, . ,,

8,600 7,800 1,700

Fr.

18,100

Total Verwaltungskosten b.

Fabrikationskosten: 1. Contremaîtres 2 . Arbeitslöhne . . . ' . . .

3. Fuhr- und Taglöhne . . . .

4. Material für Schwarz.pulve.v .

5. Reparaturen und Unterhalt der Maschinen 6. Technische Untersuchungen .

7. Provisionen für den Pulververkauf 8. Frachtvergütungeu . . . .

9. Zins des Betriebskapitals . .

10. Zins des Liegenschaftskapitals 11. Inventaraaschaffungen . . .

12. Verschiedenes: a. Inventarabgang . Fr. 2200 b. Steuern und Assekuranzen . . . ,, 1250 c. Unvorhergesehenes ,, 4489

Fr.

6,000 ,, 34,000 ,, 19,800 ,, 150,850 ,, ,,

2,200 350

,, ,, ,, ,, ,,

97,300 23,800 8,561 11,000 3,000

,,

7,939

Fr. 364,800 Total Schwarzpulverfabrikation Total-Ausgaben D. Ablieferung des Reinertrages

fl

Fr. 1,164,530 180,000 Fr. 1,344,530

B. 1897 Fr. 1,234,787. -- R. 1896 ,, 1,206,881. 44 Ad A. Gleich wie im Vorjahre.

Ad B, a. Gleich wie im. Vorjahre.

886

Ad B, b, i. Die Arbeitslöhne werden entsprechend einer Produktion von 100,000 kg. WeiÜpulver und gestützt auf die bisherigen Rechnungsergebnisse aufgenommen.

Ad B, b, 2. Dieser Posten wurde auf Grund der bisherigen Erfordernisse gleich wie itn Vorjahre eingestellt.

Ad B, b, 3. Das Material für 100,000 kg. Weißpulver und Sprengkörper wurde nach den bisherigen Ergebnissen der Verbrauchsrechnung berechnet.

Ad B, b, 4. Da auch im Budgetjahr die Kosten für Reparaturen und Unterhalt, sowie Ersatz von Maschinen und Geräten, besonders für die Schießwollfabrikation bedeutende sein werden, so haben wir, gestützt auf die bisherigen Rechnungsresultate, den Posten auch für das kommende Jahr mit Fr. 25,000 belassen.

Ad B, b, 5. Wie im Vorjahre.

Ad B, b, 6. Im Hinblick auf die Frachtberechnungen im ersten Halbjahr 1897 und weil die Sendungen nach Altdorf ziemlich hoch zu stehen kommen, haben wir den Posten gegenüber dem laufenden Jahr um Fr. 100 erhöht.

Ad B, b, 7. Das Betriebskapital7pro 1. Januar 1897 betrug Fr. 697,245. 78, dessen Zins 3 Va °/o einen Betrag von Fr. 24,404 ausmacht.

Ad B, b, 8. Die Kriegspulverfabrik nebst den dazu gehörenden Liegenschaften repräsentiert einen Wert von Fr. 555,053, Zins à 3Va °/o = Fr. 19,427.

Ad B, b, 9. Außer den auch für das Budgetjahr wie jim Vorjahr voraussichtlich anzuschaffenden Maschinen etc., für welche wir wieder einen Posten von Fr. 15,000 bedürfen, steht die Armierung des neuen Nitriergebäudes mit Nitriercentrifugen bevor; dieselben gestatten eine einl'ache und rationellere Fabrikation und einen ökonomischeren Betrieb. Für diese Anschaffung ist eine einmalige Ausgabe von Fr. 35,000 erforderlich, weshalb wir im Budget einen Posten von Fr. 50,000 einstellen.

Ad B, b, 10. Die Ansätze sind ungefähr dieselben wie im Vorjahre, nur daß beim Inventarabgang infolge der hoch zu berechnenden Neuanschaffungen der Betrag der Abschätzung etwas erhöht wird.

Ad C, a, 3. Um Fr. 200 erhöht im Hinblick auf das letztjährige Rechnungsresultat.

Ad C, b, i. Gleich wie im Vorjahre.

887

Ad C, b, 2--4 und 7--8. Im Verhältnis zum budgetierten Quantum.

Ad C, 1), 5 und 6. Gleich wie im Vorjahre.

Ad C, b, 9. Das Betriebskapital der Schwarzpulverfabrikation beträgt Fr. 244,508. 36, der Zins davon à 3 Va °/o mithin Fr. 8561.

Ad C, b, 40. Das Liegenschaftskapital beläuft sich auf Fr. 314,292, der Zins à Ma °/o auf Fr. 11,000.

Ad C, b, U. Betrag der voraussichtlichen Anschaffungen.

Ad C, b, Ì2 b. Dieser Posten wurde mit Rücksicht auf das Rechnungsergebnis des Vorjahres um Fr. 90 erhöht.

IV. Pferderegieanstalt.

1. V e r w a l t u n g s k o s t e n : a. Direktor b. Adjunkt c. 2 Reitlehrer d. Buchhalter e. Kanzlist II. Kl f,, * ,, g. Offiziere, Bereiter, Fahrer, Wärter etc 7i. Reisekosten 2.

3.

4.

5.

6.

7.

8.

--.

Fr.

,, ,, ,, ,, ,, ,, ,,

7,000 4,800 8,000 4,400 3,500 2,200 153,444 500

Fourageankäufe Hufbeschläge Veterinärkosten Inventaranschaffungen Z i n s des B e t r i e b s k a p i t a l s Z i n s des L i e g e n s c h a f t s k a p i t a l s Verschiedenes Inventarverminderung

.

.

Total B. 1897 R. 1896

Fr. 183,844 ,, 159,850 ,, 15,745 ,, 17,082 ,, 175,000 ,, 23,561 ,, 3,860 ,, 20,000 ,, -- Fr. 598,942

Fr. 549,083. -- ,, 565,616. 70

Ad 1, d. An Stelle der früheren Gratifikation für Besorgung des Rechnungswesens des eidgenössischen Hengstendepots und des Fohlenhofes haben wir die Besoldung dieses Beamten durch Beschluß vom 2. März 1897 von Fr. 4100 auf Fr. 4400 erhöht.

888 Ad i, g. Offiziere, Bereiter, Fahrer, Wärter etc.: 3 Bereiteroffiziere à Fr. 10 per Tag mit Inbegriff von Fr. l Logisvergütung, 3 X 365 X 10 Fr. 10,950 12 Bereiter, durchschnittlich das ganze Jalir à Fr. 8 per Tag, 12 X 365 X 8 ,, 35,040 1 Fahrmeister à Fr. 8 per Tag, 365 X 8 · · · ,, 2,920 4 Fahrer à Fr. 8 per Tag, 4 X 365 X 8 ...

,, 11,680 2 Fahrgehiilfen à Fr. 6 per Tag, 2 X 365 X 6 . ,, 4,380 1 Magazinier à Fr. 8 per Tag, 365 X 8 . . . .

,, 2,920 2 Ober Wärter à Fr. 7 per Tag, 2 X 365 X 7 . ,, 5,110 l Oberwärter à Fr. 6 per Tag während 185 Tagen, 185 X 6 ,, 1,110 l Sattlermeister à Fr. 5 per Tag, 365 X 5 ...

,, 1,825 1 Sattlergehiilfe à Fr. 4 per Tag, 365 X 4 ...

,, 1,460 2 Nachtwächter à Fr. 4. 50 per Tag, 2 X 365 X 4. 50 ,, 3,285 2 Fouragebesorger à Fr. 4 per Tag, 2 X 365 X 4 ,, 2,920 3 Fouragebesorger à Fr. 3. 50 per Tag während 185 Tagen, 3 X 185 X 3. 50 ,, 1,942 Alle obigen Ansätze sind gleich wie letztes Jahr.

Wärter. Wir berechnen : 500 Pferde während 185 Tagen außer Dienst, machen 92,500 Pferdetage ab: für Winterreitkurse . .

9,000 ,, 83,500 Pferdetage Auf 6 Pferde l Wärter macht 13,916 Wärtertage, wovon Va = 6958 Wärtertage à Fr. 4 Fr. 27,832 ,, 1/2 == 6958 Wärtertage à Fr. 3. 50 ,, 24,353 Für die Besorgung der Rernonten berechnen wir: l Wärter für 8 Remonten, 2062 Wärtertage à Fr. 3. 50 Anteil der Regieanstalt an die Besoldung der Teilnehmer am Equitationskurs für Instruktoren und Instruktionsaspiranten der Infanterie Besoldung der Beamten und Angestellten während dem Militärdienst Besoldung im Dienste erkrankter Wärter . . . .

,,

52,185

,,

7,217

,,

3,000

,, ,,

3,500 2,000

Fr. 153,444

889 Die kleine Erhöhung gegenüber dem Vorjahre rührt von der Lohnerhöhung einer Anzahl älterer Wärter, sowie der größeren Zahl der Wärtertage für Remonten infolge des etwas früheren Ankaufes her.

Ad Ji. Reisekosten. Wie letztes Jahr Fr. 500 Ad 2. Wir berechnen: 92,500 Pferdetage außer Dienst (500 Pferde X 185 Tage), die Fourageration à Fr. 1. 45 Fr. 134,125 16,500 Pferdetage für Remonten (100 X 165 durchschnittlich), die Fourageration à Fr. 1. 45 . . . ,, 23,925 Für Mehrkosten der Fouragevergütung an Winterreitkurse, 9000 Fouragetage à 20 Cts __,, 1,800 Fr. 159,8.50 Ad 8. Wir berechnen wie letztes Jahr : l Schmiedmeister à Fr. 10 per Tag, 365 X 10 . . Fr. 3,650 1 Schmiedgehülfe à Fr. 5 per Tag, 365 X 5 ...

,, 1,825 2 Schmiedgehülfen à Fr. 4 per Tag, 2 X 365 X 4 ,, 2,920 Für die Beschlagkosten, je alle 40 Tage l Beschlag, erfordert auf 83,500 Pferdetage 2087 Beschläge à Fr. 2. 30 ,, 4,800 Ausrüstungsgegenstände für die Schmiede . . . . ,, 250 Hufeisen, Nägel etc. für das Beschläge der Pferde derjenigen Schulen und Kurse des Waffenplatzes Thun, bei welchen keine eigenen Hufschmiede einrücken und für welche die Regie das Beschläge übernommen hat: cirka 1000 Beschläge à Fr. 2. 30 ,, 2,300 (Ein Gegenposten erscheint hierfür unter Einnahmen ^Verschiedenes11.)

Fr. 15,745 Ad 4. Wir berechnen : Pferdarzt Fr. 4,100 I. Stellvertreter desselben ,, 3,600 II.

,, ,, ,, 2,400 Durch Beschluß vom 2. März 1897 haben wir die Besoldung des Pferdarztes auf Fr. 4100 erhöht, als Ersatz für die aufgehobene Gratifikation für Besorgung des Hengstendepots und des Fohlenhofes.

Für den ersten Stellvertreter setzen wir Fr. 600 mehr aus, da für eine Besoldung von Fr. 3000 kein passender Pferdarzt zu finden war.

Übertrag Fr. 10,100

890

Übertrag Fr. 10,100 l Krankenwärter à Fr. 6 per Tag. 365 X 6 ...

,, 2,190 l Hülfskrankenwärter à Fr. 4. 50 per Tag 365 X 4. 50 ,, 1,642 Infolge der vermehrten Arbeit durch Übernahme der Kuranstaltspferde der Schulen und Kurse des WafFenplatzes Thuu wurde die Anstellung dieses Hülfskrankenwärters eine absolute Notwendigkeit.

Instrumente, Medikamente, Bandagen, Desinfektion der Stallungen etc ,, 2,650 Brennmaterial für die Krankenstallküche, gleich wie letztes Jahr ,, 500 Fr. 17,082 Ad 5.

, 100 Pferde, durchschnittlich à Fr. 1500 . . . . Fr. 150,000 (Ankauf Hälfte ungefähr Ende Mai, Hälfte anfangs September.)

Ankäufe und Rückkäufe von Pferden von Offizieren ,, 18,000 Ausrilstungs- und Dressurgegenstände, Putzzeug, Stallgerätschaften etc ,, 7,000

Fr. 175,000 Wir nehmen den Ankauf von 100 Pferden in Aussicht gegenüber 80 des Vorjahres mit Rücksicht auf den steigenden Bedarf.

Der Mehrausgabe wird eine Mehreinnahme auf den Posten Inventarvermehrung entsprechen.

Ad 6. Gemäß den Angaben des Finanzdepartements Fr. 23,561 Ad 7. Gemäß den Angaben des Finanzdepartemeats

Ad 8: Unterhalt und Reparatur von Ausrüstungs- und Dressurgegenständen Unterhalt der Reitbahnen, Stallungen und Einzäunung der Weiden Pferdetransportspesen und Kilometervergütungen an Reitkurse Beitrag an die Militärunfallversicherung und die Versicherung der Bereiter Beitrag an die Behandlungs- und Spitalkosten bei Unfällen und Krankheiten Übertrag

Fr. 3860

Fr.

2,500

,,

1,500

,,

2,000

,,

500

,,

1,500

Fr.

8,000

891 Übertrag Fr.

Beitrag an die Krankenkasse für Wärter . . . . ,, Waaserabonnement ,, Beleuchtungskosten ,, Feuerversicherung ,, Heizung und Abwart ^ Telephon (2), Telegraph und Porti ,, Druckaachen, Inserate, Bureaumaterial und Fachlittevatur ,, Unvorhergesehenes ,,

8,000 300 1,500 1,500 1,350 1,500 1,000 2,000 2,850

Fr. 20,000 Gestützt auf die Rechnung von 1896 haben wir einzelne Posten etwas abgeändert; das Total ist gleich wie im letztjährigeQ Budget.

V. Konstruktionswerkstätte.

1. V e r w a l t u n g s k o s t e n : a. Direktor 6. Adjunkt c. Buchhalter und Kassier . . . .

d. Bureaubedürfnisse e. Reisekosten

Fr.

,, ,, ,, ,,

6400 4000 4500 1200 600 Fr.

16,700

2. F a b r i k a t i o n s k o s t e n : a. Arbeiterlöhnungen . . . . F r . 188,300 b. Rohmaterial ,, 157,611 c. Betriebskraftverzinsung . . . ,, 2,450 d. Unkosten, Heizung und Licht . ,, 25,872 ,,

3.

4.

5.

6.

Inventaranschaffungen fl Z i n s des B e t r i e b s k a p i t a l s Z i n s des L i e g e n s c h a f t s k a p i t a l s . .

Inventarverminderung

374,233 20,000 6,927 r ,, 6,650 ,, 6,200 Fr. 430,710

B. 1897 Fr. 370,700. -- R. 1896 ,, 395,404. 21 Ad i b. In Ausführung des Bundesratsbeschlusses vom 16. Februar 1897, in Abänderung der Verordnung vom 7. Februar 1876 (A. S. n. F. II, 74) haben wir erstmals die Stelle eines Adjunkten mit Fr. 4000 im Budget eingestellt.

892

Ad 3. Die Erhöhung dieses Postens ist bedingt durch die Einrichtungen und die Komplettierung des Mobiliars im neuen Hauptgebäude, sowie durch den notwendigen Ersatz sehr alter Maschinen.

VI. Munitionsfabrik.

l. V e r w a l t u n g s k o s t e n : a. Direktor b. L Adjunkt, Chef der Filiale Altdorf ' c. II. Adjunkt d. Buchhalter und Kassier e. Bureaubedürfnisse f. Reisekosten

Fr. 7000 4800 ,, 3700 ,, 4500 ,, 2000 ,, 1200 Fr.

2. F a b r i k a t i o n s k o s t e n : a . Arbeiterlöhnungen . . . .

6. Rohmaterial c. ßetriebskraftverzinsung : 1. in Thim 2. in Altdorf d. Unkosten, Heizung und Licht 3.

4.

5.

6.

23,200

F r . 1,010,000 ,, 2,014,000 ,, ,, fl

3,143 8,000 185,214

,, 3,220,357 Inventaranschaffungen ,, 25,000 Z i n s des B e t r i e b s k a p i t a l s . . . . ,, 44,076 Z i n s des L i e g e n s c h a f t s k a p i t a l s . . ,, 17,367 Inventarverminderung 35,000 fl Fr. 3,365,000 B. 1897 R. 1896

Fr. 3,438,000. -- .,, 3,802,533. 82

Ad l, a, b, c, d. Die Ansätze entsprechen den mit dem 1. April 1897 in Kraft getretenen Besoldungen und bewegen sich innerhalb der Grenzen des eidgenössischen Besoldungsgesetzes für die Militjlrbeamten.

Ad 2, a, d, b. Die Fabrikationskosten sind den budgetierten Leistungen angepaßt.

Ad 6.

schätzung.

Dieser Posten betrifft die jährliche regelmäßige Ab-

893

VII. Waffenfabrik.

1. V e r w a l t u n g s k o s t e n : a. Direktor b. Adjunkt c. Buchhalter und Kassier d. Bureaubedürfnisse e. Reisekosten

Fr. 6200 ,, 4000 ,, 4500 ,, 750 ,, 400 Fr.

2. F a b r i k a t i o n s k o s t e n : a. Kontrolle b. Ai-beiterlöhnungen . .

c. Rohmaterial d. Unkosten 3.

4.

5.

6.

--.

.

15,850

Fr.

60,500 ,, 388,946 ,, 1,136,000 ,, 62,250

.

Inventaranschaffungen Z i n s des B e t r i e b s k a p i t a l s . . . .

Z i n s des L i e g e n s c h a f t s k a p i t a l s . .

Inventarverminderung A b l i e f e r u n g des R e i n e r t r a g e s . .

,, 1,647,696 ,, 5,000 ,, 3,754 ,, 4,970 ,, 7,730 ^ -- Fr. 1,685,000

B. 1897 R. 1896

Fr. 1,510,000. -- 1,487,660. 21

fl

Ad i, b. In Ausführung des Bundesratsbeschlusses vom 16. Februar 1897, in Abänderung der Verordnung vom 7. Februar 1876 (A. S. n. F, II, 85) haben wir erstmals die Stelle eines Adjunkten (dem Direktor als technischer Gehülfe beigegeben) mit Fr. 4000 in das Budget aufgenommen, somit Fr. 500 mehr als in frühem Jahren.

Ad 2. Die Erhöhung dieser Posten erklärt sieh aus der Anschaffung von 2500 Gewehren, welche aus dem Erlös alter Waffen zu bezahlen sind. Diesen Mehrausgaben entspricht eine Mehreinnahme unter Rubrik D. 13. 1.

894

Rekapitulation.

I.

H.

III.

IV.

V.

VI.

VII.

Sekretariat .

Verwaltung: A. Verwaltungspersonal . .

B. Instruktionspersonal C. Unterricht D. Bekleidung E. Bewaffnung und Ausrüstung F. Equipementsbeiträge an Offiziere G. Kavalleriepferde . .

H. Unterstützung freiwilliger Schieß- und Militärvereine J. Kriegsmaterial . .

K. Militäranstalten und Fes tungswerke . . . .

L. Befestigungen . . .

M. Topographisches Bureau N. Besoldungsnachgenüsse 0. Kommissionen und Experten P. Druckkosten Q. Landsturm .

. . .

R. Verwaltungsspesen der Getreidevorräte . . . .

S. Zuschuß an Regieanstalten T. Unfallversicherung . . .

U. Unvorhergesehenes . . .

v örwaitung Pulververwaltung . . . .

Pferderegieanstalt . . . .

Konstruktionswerkstätte . .

Munitionsfabrik Waffenfabrik

Fr.

Fr.

67,000

798,090

·n 1,301,894 ft 11,460,039 3,260,779 ft ·n 2,034,550 ·n ·n

425,390 2,020,161

·n ·n

732,500 1,464,279

·n ·n n



465,400 897,222 251,100 18,000 15,000 90,000 35,000

·n ·n n ·n

35,000 63,942 60,000 2,500

D

n ft

--

OK /1QA Qfifi /O,TrOU,ÖDD

Fr. 1,344,530 598,942 ·n 430,710 i> ti 3,365,000 1,685,000 D Fr. 7,424,182

Fr. 25,497,866

895

E. Finanz- und Zolldepartement.

I. Finanzverwaltung.

I. Finanzbureau.

a.

b.

c.

d.

e.

f.

g.

h.

i.

Departementssekretär und Chef des Finanzbureaus Fr.

Adjunkt und Übersetzer ,, Buchhalter ,, Registrato!,, Buchhaltungsgehülfe ,, Kanzlist ,, Kanzleiaushülfe und Bureaubedürfnisse . . . ,, Litterarische Anschaffungen ,, Kommissionen und Experten, Reisekosten . . ,,

6,000 4,800 4,800 4,000 3,600 3,200 2,000 400 2,300

Fr. 31,100 B. 1897 Fr. 32,700. -- R. 1896 ,, 29,123. -- (nach Übertrag von Fr. 484. 47 auf litt. G, Allgemeine Verwaltungskosten).

Ad f. Für den Kanzlisten, welcher im dritten Dienstjahre steht, wird eine Erhöhung von Fr. 200 beantragt.

Ad g. Die Herabsetzung dieses Postens auf Fr. 2000 wird ermöglicht durch den im Jahre 1897 erlolgien Hiüschied eines früheren, wegen Invalidität auf Halbsold geseUten Kanzlisteo.

II. Finanzkontrolle.

a.

b.

c.

d.

e.

Chef Adjunkt und erster Revisor Neun Revisoren Ein Revisionsgehülfe Kasseninspektionen und Inventarrevisionen

Fr. 6,000 ,, 4,800 ,, 35,300 ,, 2,800 . . ,, 1,500 Fr. 50,400

B. 1897 R. 1896

Fr. 49,400. -- ,, 48,273. 15

Ad a, b und e. Keine Veränderung.

Ad c. Es wird beantragt, die Besoldung von zwei Revisoren von Fr. 3700 auf Fr. 3900 zu erhöhen.

Bundesblatt.

49. Jahrg. Bd. IV.

62

896 Ferner beabsichtigen wir, einen Revisionsgehülfen zum Revisor vorrücken zu lassen mit der gesetzlichen Minimalbesoldung von Fr. 3500.

Ad d. Durch die unter c in Aussicht genommene Beförderung verbleibt noch ein Revisionsgehülfe, für welchen wir ein Besoldung von Fr. 2800 beantragen.

III. Banknotenkontrolle.

a.

b.

c.

d.

e.

1. B e s o l d u n g e n : Inspektor . . .Adjunkt Revisor Kanzlisten Ausläufer und Expedient

Fr. 8,000 ,, -- ,, 5,000 ,, 10,600 ,, 1,800 Fr. 25,400

B. 1897 R. 1896

Fr. 24,800. -- ,, 23,700. -

Für zwei Kanzlisten werden Gehaltsaufbesserungen von Fr. 100 und Fr. 200, für den Ausläufer eine solche von Fr. 300 nachgesucht.

2. Ü b r i g e A u s g a b e n : a. Bureaubedürfnisse, Druck- und Lithographiekosten b. Fachlitteratur, Studien und Publikationen . .

c. Inspektionen d. Beitrag an das schweizerische Handelsamtsblatt .

e. Vernichtung von Banknoten

Fr.

,, n

,, ,,

3,000 2,000 2,000 7,000 2,000

Fr. 16,000 B. 1897 Fr. 15.500. -- R. 1896 ,, 14,624. 77 Ad e. Die Zahl der eingehenden defekten Noten ist in fortwährendem Wachsen begriffen; die infolgedessen nötig werdenden öftern Vernichtungen bedingen eine Erhöhung dieses Postens um Fr. 500.

Das Total der vorgesehenen Ausgaben beträgt . Fr. 41,400 B. 1897 R. 1896

Fr. 40.300. -- ,, 38,324. 77

897

IV. Staatskasse.

a.

b.

c.

d.

e.

1. B e s o l d u n g e n .

Staatskassier Adjunkt Fünf Gehülfen Expedient (Abwart) Drei Münzzähler

Fr. 8,000 ,, 5,500 ,, 19,300 ,, 2,600 ,, 7,600 Fr. 43,000

B. 1897 R. 1896

Fr. 41,700. -- ,, 42,492. 50

Die vorgeschlagenen Erhöhungen von Fr. 100--200 für drei Gehülfen, den Expedienten und die Münzzähler bewegen sich in den Schranken der bisherigen Gesetzgebung.

2. V e r w a l t u n g s k o s t e n anschaffungen B. 1897 R. 1896 Wie im Vorjahre.

und MaterialFr. 8500

Fr. 8,500. ,, --

V. Wertschriftenverwaltung.

a. Chef b. Gehülfe c. Verwaltungskosten für Kapitalien

Fr.

,, ,,

7,000 4,500 1,000

Fr. 12,500 B. 1897 R. 1896 Wie im Vorjahre.

Fr. 12,500. -- ,, 9,196. 26

Ad b. Wenn auch die im Gesetze vorgesehene Stelle eines Gehülfen im Budgetjahre noch nicht besetzt werden sollte, so muli doch wenigstens auf die Anstellung einer Bureauaushülfe Bedacht genommen und der hierfür benötigte Kredit vorgesehen werden.

VI. Beitrag an den Invalidenfonds

B. 1897 R. 1896 Unverändert.

Fr. 100,000 ,, 100,000

Fr. 100,000

898 VII. Liegenschaften.

A. W a f f e n p l a t z i n T h u n.

1.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

Verwalter Werkführer und Aufsichtspersonal Bearbeitungskosten und Wegunterhalt . . .

Unterhalt der Maschinen und Geräte . . . .

Zins des Betriebskapitals Inventaranschaffuugen Verschiedenes: Steuern, Assekuranzen, Bureaukosten u. dgl

Fr. 3,000 ,, 2,400 ,, 25,000 ,, 1,500 ,, 189 ,, 1,500 ,,

2,011

Fr. 35,600 B. 1897 R. 1896

Fr. 35,000. -- ,, 32,398. 25

Ad 3. Infolge Erwerbung der Besitzung im Seebühl und des Zelgligutes bei Allmendingen, sowie mit Rücksicht auf die Erneuerung der Verträge mit den Unternehmern der Futter- und Getreideernte mußte der Ansatz von Fr. 23,000 auf Fr. 25,000 erhöht werden ; in diesem Posten sind aber auch die Kosten für den Unterhalt der Wege etc. auf dem Waffenplatz begriffen. Zur Bestreitung der Ausgaben für die Inventaranschaffungen wird voraussichtlich der von Fr. 3000 auf Fr. 1500 herabgesetzte Ansatz genügen.

B. W a f f e n p l a t z 1.

2.

3.

4.

in H e r i s a u - S t . Gallen.

Verwalter Fr. 1200 Bearbeitungskosten, Fuhr- und Taglöhne . . ,, 1700 Unterhalt der Anlagen, Zäunungen und Reparaturen ,, 1000 Verschiedenes ,, 200 Fr. 4100

B. 1897 R. 1896

Fr. 3900. -- ,, 4585. 55

Ad 2. In Anbetracht, daß in letzter Zeit die Arbeitslöhne im allgemeinen gestiegen sind, wird für den langjährigen Aufseher, dessen Leistungen in jeder Beziehung befriedigen, eine Erhöhung von Fr. 200 beantragt.

899

C. W a f f e n p l a t z in F r a u e n f e l d .

1.

2.

3.

4.

Venvaltungskosten Besoldung des Bannwartes Unterhalt des Schießplatzes Aufforatungsarbeiten und Verschiedenes.

Fr. 250 ^ 400 ,, 1000 . . . ^ 1350 Fr. 3000

B. 1897 R. 1896

Fr. 1500. -- ,, 1479. 66

Die infolge der Artillerieschießübungen notwendig gewordenen Waldexpropriationen in den Gemeinden Pfyn und Weitungen -- Expropriationen, deren Kosten abgerundet sich auf Fr. 81,400 belaufen -- verursachen durch die daherigen Aufforstungen und Säuberungen der Kulturen etc. eine jährliehe' Mehrausgabe von cirka Fr. 1500, um welche das bisherige Budget erhöht werden muß.

D. W a f f e n p l a t z in B i è r e

B. 1897 R. 1896 Ohne Veränderung.

Fr. 100

Fr. 100. -- ,, 25. --

E. S c h i e ß p l a t z im S a n d bei S c h ö n b ü h l . .

B. 1897 R. 1896

Fr. 1000. -- ,, --

Fr. 3000

~

Für Verwaltungsausgaben setzen wir eine Summe von Fr. 3000 aus, welche verwendet werden soll für Fuhrungen Fr. 500 ,, Holzrüsterlöhne ,, 500 ,, 1500 fl allgemeine Bewirtschaftungskosten ,, Verschiedenes (Taggelder, Inserate etc.) . . . ,, 500 Fr. 3000 F. Außerordentliche A r b e i t e n , Reparaturen und Unterhalt der Anlagen auf dem Manövrierfelde in T hu n Fr. 2500 B. 1897 R. 1896

Fr. 2500. -- ,, 2760. 95

900 Die alljährlich zu bestreitenden Ausgaben für den Unterhalt des Waffenplatzes belaufen sich durchschnittlich auf Fr. 2400 und entfallen hauptsächlich auf Verebnungsarbeiten, sowie auf den kostspieligen Unterhalt der Zäunung, welche häufiger Erneuerung unterworfen ist. Der letztjährige Ansatz wird daher beibehalten.

G. A l l g e m e i n e V e r w a l t u n g s k o s t e n . . . Fr. 1500 B. 1897 Fr. 1500. -- R. 1896 fl 484. 47 (übergetragen von I. Finanzbureau, h).

Im Hinblick auf den Stand der Ausgaben, welche bis Ende Monats September aus diesem Kredite bestritten worden sind, kann der bisherige Ansatz unverändert bleiben.

H. A n k ä u f e von L i e g e n s c h a f t e n

Fr. --

B. 1897 Fr.

-- R. 1896 ,, 374,787. 02 Unter diese Rubrik fallen nur solche Liegenschaften, welche bleibend unter die Verwaltung des Finanzdepartements gestellt werden; zur Zeit der Abfassung des Budgets sind dem Bundesrat keine Ankäufe von derartigen Objekten vorgelegt; wir sind deshalb, vorkommenden Falls, auf den Weg des Nachtragskredites angewiesen.

VIII. Miinzverwaltung.

1. Ve r w a 11 u n g s k o s t e n : a. Verwalter Fr.

b. Buchhalter und Verifikator . . . ,, c. Münzkommissariat, Essayeurs und Bureaukosten ,, d. Pörtner und Abwart ,,

5,000 3,800 4,000 1,080 Fr. 13,880

B. 1897 Fr. 13,080. -- R. 1896 ,, 10,592. 64 2. F a b r i k a t i o n : a. Münzmechaniker Fr.

b. Arbeitslöhne : 1. für Münzfabrikation . . . Fr. 24,000 2. für Wertzeichenfabrikation . ,, 16,000

3,000

,,

40,000

Übertrag Fr.

43,000

901 Übertrag Fr.

o. Metallbeschaffung: 1. Goldmünzen: · 400,000 Zwanzigfrankenstücke à 6,451 ei g.

= 2580,(U4 kg. zu 900 /iooo fein = Feingold 2322,5796 kg. à Fr. 3460 Fr. 8,036,125. 42 Kupfer 258.u64 kg. à Fr. 1. 60 . . . .

,, 412.90 Fabrikationsabgang l °/oo ,, 8,036. 53

43,000

Fr. 8,044,574. 85 "2. Reinnickelmünzplättchen : 500,000 Zwanzigrappenstücke à 4 g. = 2000 kg. Reinnickelmünzplättcben per kg.

à Fr. 7 Fr. 14,000 3. Nickelmünzplättchen, legierte: 1,000,000 Zehnrappenstücke à 3 g. = 3000 kg.

2,500,000 Fünfrappenstücke à 2 g. = 5000 ,,_ Total Nickelmünzplättchen 8000 kg.

per kg. à Fr. 3. 80 . . . Fr. 30,400 4. Kupfermünzplättchen: 500,000 Zweirappenstücke à 2!/2 g. = 1250 kg.

1,500,000 Einrappenstücke à l Va g. = 2250 ,, Total Kupfermünzplättchen 3500 kg.

per kg. à Fr. 3 Fr. 10,500

1.

2.

3.

4.

Rekapitulation: Für Goldmünzen . . . Fr. 8,044,574. 85 ,, Reinnickelmünzen . ,, 14,000. -- ,, Nickelmünzen, legierte . . . ,, 30,400.-- Kupfermünzen . . ,, 10,500. -- T

zusammen Fr. 8,099,474. 85 in runder S u m m e . . . . ~! '. ~~. ~.

,, 8,099,500

Übertrag

Fr. 8,142,500

902

Übertrag Fr. 8.142,500 d. Verbrauchsgegenstände für die Münz- und Wertzeicheuf.ibrikation (Brennmaterial, Beleuchtung, Stuhl, Tiegel, Gummi etc.) . . . ,, 20,000 Fr. 8,162,500 B. 1897 Fr. 8,122,400. -- R. 1«96 ,, 8,098,653. 25 3. I n v e n t a r a n s c h a f f u n g e n B. 1897 Fr. 2000. -- R. 1896 ,, 6694. 35 4. R e p a r a t u r e n an M a s c h i n e n , G e r ä t e n und E i n r i c h t u n g e n B. 1897 Fr. 3000. -- R. 1896 ,, 1721. 05 5. Z i n s des B e t r i e b s k a p i t a l s (Fr. 91,888. 65 à 3 Va °/o) B. 1897 Fr. 2054. -- R. 1896 ,, 2054. 10 6. Z i n s des L i e g e n s c h a f t s k a p i t a l s (Fr. 192,000 à 3»/2 °/o) B. 1897 Fr. 6720. -- R. 1896 ,, 6720. -- 7. I n v e n t a r a b g a n g B. 1897 R. 1896

Fr. 6000. -- (Neuschätzung)

Fr.

2000

Fr.

3000

Fr.

3216

Fr.

6720

Fr.

~~

6000

8. Ü b e r t r a g auf den M u n z r e s e r v e f o n ds . Fr. 190,684 (Nettogewinn auf dem Betrieb.)

B. 1897 Fr. 53,146. -- R. 1896 ,, 125,006. 43 Total der Ausgaben B. 1897 Fr. 8,209,000. -- R. 1896 ,, 8,251,441. 82 Ad i. Ver w al t u n g s k os t e n.: Ad a. Unverändert.

Fr. 8,388,000

903 Ad b. Die vorgeschlagene Aufbesserung im Betrage von Fr. 200 bewegt sich im Rahmen der für diese Beamtung festgesetzten Besoldung.

Ad 2. F a b r i k a t i o n .

Ad b i und 2. Die Erhöhung dieses Ansatzes ist geboten durch die vermehrte Fabrikation, welche sowohl für die Münz- wie die Wertzeichenfabrikation nun unabweisbares Bedürfnis geworden ist.

Ad c. Die zur Prägung der 400,000 Zwanzigfrankensliicke nötigen Plättchen sollen, nachdem deren Fabrikation im vorigen und laufenden Jahre in hiesiger Münzstätte stattgefunden, nun abermals daselbst vorgenommen werden.

Bei der Fortdauer des gegenwärtigen Preises für Feingold wäre mit dem diesjährigen Ansätze von Fr. 3455 nicht auszukommen j wir haben denselben auf Fr. 3460 erhöht, immerhin in der Hoffnung, unter diesem Preise, der einen Prägeverlust auf dem Rohmetall von rund Fr. 36,000 ergeben würde, das nötige Metall beschaffen zu können. Auch der Kredit für das zur Legierung nötige Kupfer ist, dem gegenwärtigen Preise entsprechend, erhöht. Dagegen gestatten uns die Resultate der Prägung von 1896, den Fabrikaüonsabgang von l,s %o auf l °/oo herabzusetzen.

Für die Reinniekel- und Nickelmünzplättchen stützen sich die Ansätze auf die zuletzt hierfür bezahlten Preise.

Zur vorgeschlagenen Prägung von Kupfermünzen sind diesmal ebenfalls vorgearbeitete Plättchen zu beziehen, da die beschränkten Einrichtungen der Münzstätte nicht gestatten, zu gleicher Zeit mit der Anfertigung der Goldplätlchen auch diejenigen für Kupfermünzen vorzunehmen.

Ad d. Unverändert.

Ad 3 und 4. I n v e n t a r a n s c h a f f u n g e n und R e p a r a t u r e n . Ebenfalls unverändert, weil keine bedeutenden Ausgaben in Aussicht genommen sind und voraussichtlich auch keine außergewöhnlichen Reparaturen bevorstehen.

Ad 5. Z i n s des B e t r i e b s k a p i t a l s . Das Betriebskapital beträgt laut der letztjährigen Staatsrechnung Fr. 91,888. 65, der Zins hiervon zu 3 Va °/o somit Fr. 3216.

Ad 6 und 7. Ohne Veränderung.

A d 8 . Ü b e r t r a g a u f d e n M ü n z r e s e r v e f o n d s . Nach dem vorliegenden Entwurfe ergiebt sich aus dem Betrieb der Münzstätte ein Reingewinn von Fr. 190,684, der nach gesetzlicher Vorschrift dem Reservefonds einzuverleiben ist.

904

II. Zollverwaltung.

Die Gesamtausgaben der Zollverwaltung werden von uns für das Jahr 1898 auf Fr. 4,263,000 veranschlagt.

Im Budget für das laufende Jahr hatten wir hierfür einen Betrag von Fr. 4,010,000 vorgesehen. Es würde sich somit nach unserer Annahme eine M e h r a u s g a b e von Fr. 253,000 für das Jahr 1898 ergeben.

Die budgetierteu Gesamtausgaben der Zollverwaltung pro 1898 verteilen sich wie folgt auf die verschiedenen Rubriken des Voranschlages:

I. Gehalte

Fr. 2,094,000 B. 1897 R. 1896

Fr. 2,017,000. -- ,, 1,781,351. 07

Diese Gesamtausgabe für Gehalte setzt sich aus den folgenden Posten zusammen : a. O b e r z o l l d i r e k t i o n B. 1897 R. 1896

Fr.

157,000

b. Z o l l g e b i e t s d i r e k t i o n e n B. 1897 Fr. 242,000. -- R. 1896 ,, 208,788. 82

,,

250,000

c. Z o l l ä m t e r

,,

1,641,000

B. 1897 R. 1896

Fr. 156,000. -- ,, 136,605. 39

Fr. 1,573,000. ,, 1,421,840. 66

d. B e s o l d u n g s n a c h g e n u ß B. 1897 Fr. 36,000. -- R. 1896 ,, 14,116. 20 e. E n t s c h ä d i g u n g an das Z o l l p e r s o n a l bei U n f ä l l e n i m D i e n s t e B. 1897 Fr. 10,000. -- R. 1896 ,, -- Total I. Gehalte wie vorstehend

,, '

36,000

,,

10,000

Fr. 2,094,000

905

Die Vermehrung der Ausgaben für die Unterrubriken b. Z o l l g e b i e t s d i r e k t i o n e n und c. Z o l l ä m t e r im Gesamtbetrage von Fr. 76,000 ist einesteils zur Bestreitung der gesetzlichen Besoldungserhöhungen (Besoldungsgesetz vom 2. August 1873, Art. 2, A. S. XI, 279), anderseits zu einer weitem Vermehrung des Gehülfen- und Aufseherpersonals in allen Zollgebieten bestimmt.

Wie wir bereits in frühern Botschaften betreffend den Voranschlag ausführten, mehren sich von Jahr zu Jahr die Absenzen für Militärdienst; hierzu treten noch zeitweise Vakanzen ein infolge von Urlaub, Krankheit etc. von Zollbeamten und -angestellten. Als Ersatz für momentan Abwesende kann nur bereits geschultes Personal verwendet werden, so daß sich unsere Zollverwaltung gezwungen sieht, für genügende. Ersatzmannschaft zu sorgen, wenn anders der Dienst nicht zu sehr leiden und namentlich die so wichtige Warenrevision nicht vernachlässigt werden soll. Die meisten der erforderlich werdenden Gehülfen und Aufseher sollen den großen Eisenbahnzollämtern zugeteilt werden; einzig im IV. Zollgebiete (Tessin) hat sich das Bedürfnis herausgestellt, die Zahl der Aufseher bei den Straßenzollämtern Lugano, Ponte-Tresa, Fornasette, Chiasso-strada, Stabio und Madonna di Ponte um je einen Mann zu vermehren, damit die dort stationierten Greozwächter, welche bisanhin hin und wieder zum Aufseherdienst zugezogen wurden, sich zukünftig gänzlich dem Grenzwachtdienste widmen können.

Durch diese Vermehrung des Aufseherpersonals im IV. Zollgebiete wird eine sonst unvermeidliche Verstärkung des Greuzwachtpersonals unterbleiben können.

II. Reisekosten und Expertisen

Fr. 22,000

B. 1897 Fr. 22,000. -- R. 1896 ,, 18,969. 60

III. Bureaukosten : 1. M i e t e n der L o k n l i e n B. 1897 Fr. 170,000. -- R. 1896 ,, 143,471. 65

Fr. 184,000

2. H e i z u n g und B e l e u c h t u n g . . . . ,, 42,000 B. 1897 Fr. 40,000. -- R. 1896 ,, 34,039. 71 Übertrag Fr. 226,000

906 Übertrag 3. B u r e a u b e d ü r f n i s s e und D r u c k s a c h e n B. 1897 Fr. 106,000. -- R. 1896 ,, 90,302. 44

Fr. 226,000 ,,

109,000

4. N e b e n a u s g a b e n B. 1897 R. 1896

,, 18,000 Fr. 15,000. -- ,, 14,219. 21 Total Rubrik III. Fr. 353,000 B. 1897 Fr. 331,000. -- R. 1896 ,, 282,033. 01 Für die Unterrubrik 1. Mieten haben wir eine Mehrausgabe von Fr. 14,000 vorgesehen mit Rücksicht auf die Umwandlung des Niederlagshauses Zürich in ein inneres Zollamt, die Kreierung eines Hauptzollamtes in Luzern und auf die dadurch der Zollverwaltung erwachsenden Kosten für Mieten der dortigen Lokale.

Bei den Unterrubiiken 2. Heizung und Beleuchtung und 3. Bureaubediirfnisse und Drucksachen bestand früher das System der fixen Entschädigungen gegenüber allen Zollämtern. Bei diesem System können aber Ungleichheiten nie vollständig vermieden werden.

Unsere Zollverwaltung hat daher schon im laufenden Jahre die Verfügung getroffen, daß bei sämtlichen Hauptzollämtern zukünftig nur die effektiven Kosten für Heizung und Beleuchtung (.2.), sowie für Anschaffung des notwendigen Bureaumaterials (3.) in Rechnung zu bringen seien. Hieraus wird zwar voraussichtlich eine kleinere Mehrausgabe für die Zollverwaltung resultieren, dagegen werden die bisherigen Ungleichheiten verschwinden.

Die Unterrubrik 4. Nebenausgaben ist immer überlastet; wir sehen hier eine Vermehrung der Ausgaben von Fr. 3000 vor, um Nachtragskrediten vorzubeugen.

IV. Mobilieri und Gerätschaften

Fr. 40,000

B. 1897 Fr. 40.000. -- R. 1896 ,, 44^899. 48 Wir glauben auch im Jahre 1898 mit dem von uns für das laufende Jahr vorgeschlagenen Betrage von Fr. 40,000 auskommen zu können.

V. Grenzschutz

Fr. 1,470,000 B. 1897 R. 1896

Fr. 1,320,000. -- ,, 1,328,703. 84

907

Wie wir bereits in unserer Botschaft vom 23. Oktober 1896 betreffend das Bücket für das Jahr 1897 ausführten (Bundesbl. 1896, IV, 366), war es bisher unmöglich, den Bestand der eidgenössischen Grenzwachtmannschaft zu vermindern. Wenn man bedenkt, wie kompliziert unsere Grenzverhältnisse sind, namentlich auf solchen Strecken (Berner Jura, Kanton Genf und Tessin"), wo die Grenze sozusagen offen ist, so dürfte die gegenwärtig rund 750 M a n n betragende Stärke unseres Grenzwachtcorps als eine mäßige bezeichnet werden.

Mit Rücksicht auf die Wünsche, welche im Schöße der Bundesversammlung betreffend eine anzustrebende finanzielle Besserstellung der eidgenössischen Grenzwächter gefallen sind, haben wir uns entschlossen, die Sold Verhältnisse des Grenzwachteorps neu zu ordnen.

Der Bundesrat hat bereits ein bezügliches Kumulativ genehmigt, dessen Wirkungen im vorliegenden Budget berücksichtigt sind und pro 1898 zu einer Mehrausgabe von rund Fr. 106,000 führen.

Den erhöhten Ansätzen liegen folgende Hauptbeslimmungen zu Grunde : 1. Um die Grenzwachtmannschaft für die Kosten der Bekleidung voll zu entschädigen (Art. 5, Lemma 2, des neuen Besoldungsgesetzes), ist der tägliche Equipementsbeitrag der Zollverwaltung von 20 Cts. auf 30 Cts. erhöht worden.

2. Der Sold eines Rekruten wird um 10 Cts., derjenige der übrigen Mannschaft um 20 Cts. täglich erhöht und beträgt nunmehr in Zukunft : a. für Rekruten Fr. 3. 50 b. ,, Grenzwächter ^ 4. -- c. ,, Postenchefs (Gefreite) ,, 4. 20 d. v Sektionschefs (Wachtmeister) ,, 5. 20 e. ,, Feldweibel ,, 5. 70 3. In Berücksichtigung des Dienstalters sind folgende Zulagen beschlossen worden : a. Erhöhung der Alterszulage nach 4 Dienstiahren von 40 Cts.

auf 50 Cts. per Tag; b. Erhöhung der Alterszulage nach 6 Dienstjahren von 70 Cts.

auf 80 Cis. per Tag; c. Kreierung einer Alterszulage in der Höhe von Fr. l per Tag nach 8 Dienstjahren.

Zudem erhalten alle Grenz Wächter für ihre Person f r e i e W o h n u n g , H e i z u n g und B e l e u c h t u n g , sei es in der Form einer fixen Unterkunftsentschädigung, sei es, daß die Greuzwächter kaserniert und die betreffenden Kosten von der Zollverwaltung direkt getragen werden.

908

Auf Grundlage der neu geregelten Soldverhältnisse der Grenzwachtmannschaft entsteht eine jährliche Besserstellung: 1. für R e k r u t e n (erstes Dienstiahr) um Fr. 73; 2. für a l l e ü b r i g e M a n n s c h a f t um Fr. 109. 50 für das zweite bis und mit dem vierten Dienatjahr; um Fr. 146 für das fünfte bis und mit dem achten Dienstjahr, und um Fr. 219 vom neunten Dienstjahre an.

Infolge dieser Bestimmungen ergeben sich die für das Jahr 1898 vorgesehenen Budgeterhöhungen, nämlich: a. für die Besserstellung im Sinne der vom Bundesrate beschlossenen Erhöhung des Soldes, der Alterszulage und der Equipementsentschädigung, wie vorstehend bereits bemerkt, rund Fr. 106,000 b. zur Bestreitung der ordentlichen Mehrkosten für den Übertritt der Grenzwächter in eine höher besoldete Altersklasse und für Unvorhergesehenes ,, 44,000 somit Mehrauslage gegenüber dem Budget von 1897 im ganzen Fr. 150,000 Wir beantragen die Genehmigung der von uns vorgeschlagenen Erhöhung des Budgetkredites für die Rubrik V ,,Grenzschutz".

VI. Verschiedenes

Fr. 284,000 B. 1897 Fr. 280,000. -- R. 1896 ,, 199,411. 70

~ ~ ~ ~

1. Z o l l r ü c k V e r g ü t u n g e n . . . . Fr. 120,000 B. 1897 Fr. 120,000. -- K. 1896 ,, 75,097. 31 2. V e r s c h i e d e n e s B. 1897 R. 1896

Fr. 164,000 Fr. 160,000. -- ,, 124,314. 39

Dieser Betrag verteilt sieh wie folgt auf die Unterrubriken : a. Aushülfe etc Fr. 112,000 B. 1897 Fr. 110,000. -- B. 1896 ,, 89,645. 15 Übertrag

Fr. 112,000

90»

b.

c.

d.

'e.

Übertrag Fr. 112,000 Unterhalt von Mobiliar und Gerätschaften . . ,, 10,000 B. 1897 Fr. 8000. -- R. 1896 T> 7630. 88 2.000 Geld verkehr .

B. 1897 Fr. 2000.

863. 85 R. 1896 ·n 5,000 Gevichtskosten B. 1897 Fr. 5000.

R. 1896 ·n 1397. 75 Unvorhergesehenes (Umzugskosten, Dienstkleidungen und Anschaffung von Warenmustern) ,, 35,000 B. 1897 Fr. 35,000. -- R. 1896 ,, 24,776. 76 Total wie oben

Fr. 164,000

Bei dieser Rubrik haben wir einzig bei 2 a und 2 b mit Rücksicht auf das bisherige Rechnungsresultat des laufenden Jahres eine Erhöhung von je Fr. 2000 vorgesehen.

010

F. Handels-, Industrie- und Landwirtschaftsdepartement.

I. Hände].

1. Besoldungen.

a. Chef der Abteilung Fr. 8,000 6. Abteilungssekretär ,, 6,000 c. Abteilungssekretär für das kaufmännische Bildungswesen ,, 6,000 d. Abteilungssekretär für das Handelsamtsblatt . ,, 6,000 e. 2 Kanzleisekretäre ,, 10,100 f. Übersetzer ,, 4,500 g. 3 Kanzlisten I. Klasse ,, 10,200 7i. Gehülfe ,, 1,800 Fr. 52,600 B. 1897 Fr. 38,600. -- R. 1896 ,, 39,706. 50 Die gegenüber dem Budget für das Jahr 1897 vorgesehenen Mehrauslagen im Betrage von Fr. 14,000 sind zum Teil bedingt durch die itn Bundesgesetz vom 26. März 1897 betreffend die Organisation des Departements vorgesehenen Abteilungssekretäre; wir nehmen deren 3 in Aussicht, wovon einer speciell für das kaufmännische Bildungswesen und einer fUr das Handelsamtsblatt, letzterer Posten als Ersatz der frühern, seit mehreren Jahren vakanten Redaktorstelle. Da diese Beamten noch nicht gewählt sind, so sind Auch die eingesetzten Besoldungen noch nicht als definitiv vorgeschlagene anzusehen. Ferner findet eine Aufbesserung der Gehalte verschiedener Beamten und Angestellten im Rahmen des genannten Gesetzes statt. Ein Teil der Differenz ist nur formell, weil nun die Besoldungen des ganzen Personals des Handelsamtsblattes in dieser Rubrik figurieren, während sie früher im Budgetansatz für das Handelsamtsblatt inbegriffen waren.

2. Bureau-, gewöhnliche Druck- und Lithographiekosten, litterarische Anschaffungen Fr. 6000 B. 1897 Fr. 6000. -- R. 1896 ,, 5801. 55 Unverändert.

911

3. Handels- und Verkehrswesen B. 1897 R. 1896

Fr. 35,000

Fr. 35,000. -- ,, 34,811. 60

Unverändert.

4. Kommerzielles Bildungswesen B. 1897 R. 1896

Fr. 212,000

Fr. 178,000. -- ,, 154,270. 70

Nach den uns eingereichten Subventionsbegehrea muß für 1898 eine Mehrausgabe von Fr. 34,000 in Aussicht genommen werden.

Dieselbe fällt ungefähr je zur Hälfte auf die Handelsschulen und die Vereine junger Kaufleute.

Bei den Handelsschulen ergiebt sich der Mehrbedarf hauptsächlich aus der Eröffnung einer Handelsschule in Locle, aus der Reorganisation der Handelsabteilung der kantonalen Industrieschule in Zürich und aus der bedeutenden Entwicklung der Handelsschule in Neuenburg. Die Vereine junger Kaufleute haben sich ebenfalls wieder vermehrt und ic den meisten bestehenden Vereinen nimmt die Unterrichtsthätigkeit und der Kostenaufwand filr dieselbe zu.

5. Handelsamtsblatt

Fr. 58,800

B. 1897 R. 1896

Fr. 73,800. -- ,, 74,993. 57

Die Besoldungen des Personals des Handelsamtsblattes, welche in den letzten Jahren in diesem Budgetposten inbegriffen waren, sind nunmehr in Rubrik ,,1. Besoldungen" enthalten.

6. Weltausstellung in Paris 1900 B. 1897 R.1896

Fr.

,,

Fr. 50,000 -- --

Bis wir Ihnen Über die offizielle Beteiligung der Schweiz au der Ausstellung und den hierfür erforderlichen Gesamtkredit eine Botschaft unterbreiten, nehmen wir für die im Jahre 1898 nötigen Vorarbeiten den Betrag von Fr. 50,000 in das Budget auf. Diese Summe und die durch Bundesbeschluß vom 25. März 1897 bewilligte von ebenfalls Fr. 50,000 werden in den von Ihnen noch zu votierenden Gesamtkredit eingerechnet werden.

Bnndesblatt. 49. Jahrg. Bd. IV.

63

912

7. Verschiedenes

Fr. 1500 B. 1897 R. 1896

Fr. 1500. -- ,, 1285. 20

Unverändert.

Total der Ausgaben Fr. 415,900 B. 1897 R. 1896

Fr. 332,900. -- ,, 310,869. 12

II. Industrie.

1.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

I. Besoldungen.

Abteil uugschef 2 Abteilungssekretäre Kanzleisekretär Übersetzer Registratur Kanzlist I. Klasse Ausläufer

·. .

Fr. 7,500 ,, 12,000 ,, 4,300 ,,. 4,000 ,, 4,200 ,, 3,500 ,, 1,500 Fr. 37,000

B. 1897 R. 1896

Fr. 25,150. -- ,, 26,233. 33

Die Nomenklatur der Beamtungen entspricht den Bestimmungen des Bundesgesetzes betreffend die Besoldungen der eidgenössischen Beamten und Angestellten, vom 2. Juli 1897, und die vorgesehenen Besoldungen sind von uns nach Maßgabe des Bundesgesetzes betreffend Organisation des schweizerischen Handels-, Industrie- und Landwirtschaftsdepartements, vom 26. März 1897, schon für die Zeit nach Inkrafttreten des letztern (1. Juli 1897) festgesetzt worden, unter Vorbehalt der Zustimmung der Räte anläßlich der nötig werdenden Nachtragskreditbewilligung. Eine weitere Begründung der obigen Ansätze erscheint daher nicht als notwendig; eine Personalvermehrung liegt nicht vor.

II. Bureaukosten.

Bureaubedürfnisse, Druck- und Lithographiekosteu, litterarische Anschaffungen Fr. 4000 B. 1897 R. 1896

Fr. 4000. -- ,, 3238. 70

913 IM. Gewerbewesen, Socialgesetzgebung.

1. Bundesbeitrag an den schweizerischen Gewerbeverein 2. Bundesbeitrag an das schweizerische ArbeiterSekretariat 3. Besondere Arbeiten und Aufgaben

Fr. 20,000 ,, ,,

25,000 40,000

Fr. 85,000 B. 1897 R. 1896

Fr. 80,000. -- ,, 74,439. 61

Ad 4. Der Beitrag ist von Fr. 15,000 auf Fr. 20,000 erhöht, entsprechend einem Gesuche des Central Vorstandes vom 31. Juli 1897, worin dargelegt wird, daß der schweizerische Gewerbeverein in stetiger Entwicklung begriffen sei (98 Sektionen, cirka 20,000 Mitglieder), daß die Beteiligung der romanischen Schweiz die Anstellung eines romanischen Adjunkten nötig machte, und daß die veimehrten Anforderungen aus den Mitteln des Vereins, obschon eine Vermehrung der Sektionsbeiträge erzielt wurde, nicht mehr gedeckt werden können, indem trotz thunlichster Sparsamkeit auf Ende 1897 ein Passivsaldo von Fr. 4900 vorzusehen sei. Wir empfehlen, dem Gesuche zu entsprechen, um es dem Verein zu ermöglichen, seine verdienstliche und das Handwerk und Kleingewerbe fördernde Thätigkeit fortzusetzen.

Ad 2 und 3. Unverändert. Zu dem unter Ziffer 3 enthaltenen Posten ist zu bemerken, daß eine genauere Speciftkation im Budget nicht geboten werden kann, daß aber in der jeweiligen Stantsrechnung über dessen Verwendung zu einzelnen Zwecken Rechenschaft gegeben wird.

IV. Gewerbliche und industrielle Berufsbildung .

B. 1897 Fr. 728,000. -- R. 1896 ,, 751,863. 31

. Fr. 778,000

An der ausgesetzten Summe participieren : a. Die für 1898, bezw. 1897/98 vorauszusehenden Bundesbeiträge an gewerbliche und industrielle Berufsbildungsaustalten (Art. 2 des Bundesbeschlusses vom 27. Juni 1884) mit Fr. 726,000 b. Die Stipendien an Lehrer und Lehramtskandidaten (Art. 5 des Reglements vom 27. Januar 1885) mit ,, 20,000 Übertrag

Fr. 746,000

!Ì14

Übertrag Fr. 746,000 c. Die Beiträge an Fachkurse, Wanderlehrer, Fachzeitschriften, zur Förderung des Handfertigkeitsunterrichts im allgemeinen (Botschaft vom 19. März 1889), für Verschiedenes mit . . . ,, 12,000 d. Die Taggelder und Reiseentschädigungen der 12 ständigen Experten mit ^ 12,000 e. Der Beitrag an die Lehrliugsprüfungen des schweizerischen Gewerbevereina mit . . ,, 8,000 Wie oben

Fr. 778,000

Ad a. Die auf Grund des Reglements vom 27. Januar 1885 durch die Kantonsregierungen eingereichten Eingaben derjenigen gewerblichen und industriellen Berufsbildungsanstalten, welche sich um Bundesbeiträge bewerben, budgetieren folgende Summen für das Kalenderjahr 1898, bezw. das ßetriebsjahr 1897/98: Budget 1898.

Fr.

2,638,526

1. Gesamtausgaben der Anstalten . .

2. Beiträge von Kantonen, Gemeinden, Korporationen und Privaten . . 1,553,491 3 . Bunde.sbeiträge (rund) . . . .

726,000

Budget

1897.

Fr.

2,673,095

1,568,048 720,000

(Ad l und S. Der scheinbare Rückgang findet seine Erklärung in der letztjährigen Budgetbotschaft.)

Die Differenz zwischen der unter Ziffer l aufgeführten und der aus der Addition von Ziffer 2 und 3 sich ergebenden Summe wird gedeckt durch Schul- und Eintrittsgelder, den Erlös aus Schülerarbeiten und verschiedene andere Einnahmen, welche gemäß Art. 4 des Bundesbeschlusses vom 27. Juni 1884 für die Berechnung der Bundesbeiträge nicht in Betracht fallen.

Wir halten die budgetierte Summe für wohl begründet; sie verteilt sich auf 233 Anstalten, und die betreffenden besondern Ausweise werden auf dem Departement zur Einsicht bereit gehalten.

Ad b -- P.. Unverändert.

V. Hauswirtschaftliche und berufliche Bildung des weiblichen Geschlechts Fr. 120,000 B. 1897 R. 1896

Fr. 100,000. -- ,, --

915

An der ausgesetzten Summe participieren : a. Die für 1898, bezw. 1897/98 vorauszusehenden Bundebbeiträge an Bildungsanstalten für das weibliche Geschlecht (Art. l des Bundesbeschlusses vom .20. Dezember 1895) mit Fr. 113,000 &. Die Stipendien an Lehrerinnen und Lehramtskandidatinnen mit ,, 2,000 c. Die Taggelder und Reiseentschädigungen der ständigen Expertin, die Beiträge für Fachkurse, für Verschiedenes mit ,, 5,000 Wie oben

Fr. 120,000

Ad a. Die durch die Kantonsregierungen eingereichten Eingaben derjenigen Bildungsanstalten für das weibliche Geschlecht, welche sich um Bundesbeiträge bewerben, budgetieren folgende Summen für das Kalenderjahr 1898, bezw. das Betriebsjahr 1897/98 : 1. Gesamtausgaben der Anstalten Fr. 521,108 2. Beiträge von Kantonen, Gemeinden, Korporationen und Privaten ,, 239,874 3. Bundesbeiträge (rund) ,, 113,000 Die Differenz zwischen der unter Ziffer l aufgeführten und der aus der Addition von Ziffer 2 und 3 sich ergebenden Summe wird gedeckt durch Kurs- und Pensionsgelder und verschiedene andere Einnahmen, welche gemäß Art. 4 des Buudesbeschlusses vom 27. Juni 1884 für die Berechnung der Bundesbeiträge nicht in Betracht fallen.

Seit der letztjährigen Budgetaufstellung ist es möglich geworden, einen Status der unter den Bundesbeschluß vom 20. Dezember 1895 fallenden Anstalten zu erhalten und deren Ansprüche festzustellen.

Er umfaßt 125 Anstalten, auf die sich die verlangte Summe verteilt.

Dem Kreditbegehren liegen daher diesmal bestimmte Zahlen zu Grunde, und wir empfehlen es zur Genehmigung; die betreffenden besondern Ausweise werden auf dem Departement zur Einsicht bereit gehalten.

Ad b. Es ist daran zu erinnern, daß die Art. 5 des Bundesbeschlusses vom 27. Juni 1884 und des Reglements vom 27. Januar 1885 auf dem Gebiete des weiblichen Bildungswesens sinngemäße Anwendung finden.

Ad c erwähnen wir nur, daß wir, wie wir es in unserer letztjährigen Budgetbotschaft in Aussicht stellten, auch für einen Teil der Bildungsanstalten für das weibliche Geschlecht eine eidgenössische Inspektion eingeführt haben. Bis jetzt wurde sie einer einzigen

916

Expertin übertragen, dagegen wird der Beizug einer weitern zur Notwendigkeit werden, indem die Zahl der zu besuchenden Schulen und Kurse eine bedeutende ist. Die kurzdauernden Kurse, die nicht den Charakter ständiger Schulen haben, unterstellen wir bis auf weiteres einer regelmäßigen Inspektion nicht.

VI. Fabrikwesen.

1. B e s o l d u n g e n : a. 3 Fabrikinspektoren b. l Adjunkt I.Klasse c. 5 Adjunkte II. Klasse d. l Kansslist II. Klasse

Fr. 21,500 ,, 5,200 ,, 18,700 ,, 2,900

2. R e i s e e n t s c h ä d i g u n g e n 3. B u r e a u k o s t e n

Fr. 48,300 ,, 17,000 ,, 4,800 Fr. 70,100

B. 1897 R. 1896

Fr. 60,000. -- ,, 66,824. 67

Ad i. Gleiche Bemerkung wie zu Ziffer I. Statt der bisherigen 4 Adjunkte II. Klasse bringen wir deren 5 in Vorschlag. Üer Fabrikinspektor des II. Kreises stellt nämlich das Gesuch, es möchte ihm zum bisherigen Adjunkten ein weiterer bewilligt werden, da die Thätigkeit von zwei Beamten nicht mehr genüge, um die dem Inspektorat zufallende Aufgabe zu bewältigen. Wir empfehlen dringend die Bewilligung dieses Gesuches.

Ad S. Der Kredit erfährt eine Erhöhung um Fr. 1000, die durch die Beiziehung eines weitern Inspektionsbeamten (s. ad 1) nötig wird.

Ad 3. Unverändert.

VII. Verschiedenes

Fr. 1000 B. 1897 R. 1896

Fr. 1000. -- ,, 990. 18

Total Abteilung Industrie B. 1897 R. 1896

Fr. 1,023,150. -- ,, 1,256,923. 80

Fr. 1,095,100 "

917

III. Landwirtschaft.

I. Besoldungen.

1.

2.

3.

4.

5.

6.

Chef der Abteilung Abteilungssekretär 2 Kanzleisekretäre Übersetzer 3 Kanzlisten I. Klasse 2 Kanzlisten II. Klasse

fl

Fr. 8,000 ,, 6,800 ,, 9,000 ,, 4,000 ,, 10,700 5,200 Fr. 43,700

B. 1897 R. 1896

Fr. 34,150. -- ,, 33,766. 67

Wir haben Ihnen bereits in der Botschaft betreffend die Organisation des Handels-, Industrie- und Landwirtschaftsdepartements, vom 29. Mai vorigen Jahres, über die einschlägigen Verhältnisse einläßliche Mitteilungen gemacht CBundesbl. 1896, III, 308 u. ff.), welche die beantragte Erhöhung des vorstehenden Kreditpostens begründen.

II. Bureaukosten.

Bureaubedürfnisse, Druck- und Lithographiekosten, litterarische Anschaffungen Fr. 7000 B. 1897 R. 1896 Keine Bemerkung.

Fr. 7000. -- ,, 7000. --

III. Stipendien

Fr. 5000

B. 1897 R. 1896 Keine Bemerkung.

Fr. 5000. -- ,, 2550. --

IV. Theoretisch-praktische Ackerbauschulen B. 1897 R. 1896

~

. . . Fr. 54,150

Fr. 47,730. -- ,, 44,487. 90

Die beteiligten Kantone nehmen io ihren Budgeteingaben für Lehrkräfte und Lehrmittel folgende Beträge in Aussicht, die zur Hälfte vom Bunde zu vergüten wären :

018

Schule.

Kantonales Budget pro 1898 (Lehrkräfte und Lehrmittel).

Beantragter Budget Kredit.

1897.

Fr.

1.

2.

3.

4.

Fr.

Fr.

Rechnung 1896.

Fr.

»

Strickhof (Zürich)) . 34,200 Rutti (Bern) .

. 25,000 . 14,000 Ecône (Wallis) ·g) 35,100 Cernier (Neuenburg)

17,100 13,650 10,954. 34 12,500 11,850 11,535.77 6,810. 45 7,000 6,400 17,550 15,830 15,187.34

108,300

54,150 47,730 44,487. 90

Ad i. Die Krediterhöhung ist darauf zurückzuführen, daß im nächsten Winter auf dem Strickhofe eine landwirtschaftliche Winterschule eröffnet werden wird, deren Budget in demjenigen der Ackerbauschule Inbegriffen ist.

V. Kantonale Gartenbauschule in Genf

Fr. 11,725

B. 1897 Fr. 11,575. -- R. 1896 ,, 10,979. 20 Das bei den Akten befindliche Anstaltsbudget sieht pro 1898 Auslagen im Betrage von Fr. 26,400 vor; davon entfallen auf Lehrkräfte und Lehrmittel Fr. 23,450.

VI. Landwirtschaftliche Winterschulen

Fr. 53,853

B. 1897 Fr. 45,875. -- R. 1896 ,, 24,016. 38 Der beantragte Kredit verteilt sich auf folgende Anstalten : Kantonales Budget pro 1898 Beantragter Budget (Lehrkräfte und Kredit.

1897.

Lehrmittel).

Fr.

Fr.

Fr.

1. Strickhof (Zürich) .

-- -- -- Schule.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

8.

9.

Rutti (Bern) . . .

Pruntrut (Bern) .

Sursee (Luzern) .

Freiburg . . . .

Custerhof(St.Gallen) Plantahof(Graubünden) Brugg (Aargau) .

Lausanne (Waadt).

7,600 6,000 8,440 13,000 16,600 22,136 17,300 16,630 107,706

3,800 2,750 3,000 -- 4,220 3,900 6,500 6,000 8,300 7,580 11,068 10,000 8,650 6,650 8,315 8,995

Rechnung 1896.

Fr.

--

-- -- 3,848.22 5,192.72 -- -- 7,288.63 7,686.81

53,853 45,875 24,016.38

919

Ad i. Das Budget der, wie bereits angegeben, nächsthin auf dem Strickhot' zu eröffnenden landwirtschaftlichen Winterschule ist pro 1898 in demjenigen der Ackerbauschule Strickhof inbegriffen.

Ad 3. Nächsten Herbst soll in Pruntrut eine zweite bernische landwirtschaftliche Winterschule errichtet werden, für die der beantragte Kredit nachgesucht wird.

Alle diese Wintersehulen sind zweikursige Anstalten.

VII. Landwirtschaftliche Wandervorträge und Specialkurse, von den Kantonen veranstaltet Fr. 30,000 B. 1897 Fr. 30,000. -- R. 1896 ,, 22,894. 79 Die kantonalen Budgeteingaben sehen für Kurse und Vorträge, Käserei- und Stalluntersuchungen, sowie für Alpinspektionen Auslagen im Betrage von rund Fr. 60,000 vor; aus dem beantragten Kredite wäre den Kantonen die Hälfte dieser Auslagen zu vergüten, soweit dieselben Lehrkräfte und Lehrmittel betreffen.

VIII. Weinbauschulen und Weinbauversuchsstationen B. 1897 R. 1896

Fr. 61,475

Fr. 56,225. -- ,, 46,760. 85

Der beantragte Kredit verteilt sich auf die einzelnen Anstalten wie folgt: Anstalt.

Anstalts- Beanbudget tragter pro 1898. Kredit.

Fr.

Fr.

Budget 1897.

Rechnung 1896.

Fr.

Fr.

1. Deutschschweizerische VersucJisstation und Schule für Obst-, Weinund Gartenbau in Wädensweil: a. Lehrkräfte und Lehrmittel . . 33,000 6. Versuchswesen 15,000

16.500 7.500

15,450 7,950

15,191.13 5,048.47

48,000

24,000

23,400

20,239.60

2. Weinbauversuchsstation in Lausanne und Weinbauschule in Vevey : a. Lehrkräfte und Lehrmittel . . 10,200 b. Versuchswesen 25,000

5,100 12,500

6,000 11,500

2,693.15 12,160.--

35,200

17,600

17,500

14,853.15

920 Anstalt.

AnstaUs- Beanbudget tragter pro 1898. Kredit.

Fr.

Fr.

Budget 1897.

Rechnung 1896.

Fr.

Fr.

9,500 7,375 Ï 6,875

4,675 6,650 11^325

4,621.03 7,047.07 11,668.10

3,000

4,000

--

3. Weinbauversuchsstation und Weinbausehnle in Auvcrnier : a. Lehrkräfte und Lehrmittel . . 19,000 6. Vorsuchswesen 14,750 33,750 4. Weinbauversuc/tsstation Ruth.

Genf: Versuchswesen 6,000

Ad 3. Die nachgesuchte Krediterhöhung betrifft die Anstellung eines Specialisten für die Chemie des Weines und die Gärungsvorgäuge, sowie die Einrichtung des hierzu erforderlichen Laboratoriums.

IX. Landwirtschaftliches Versuchswesen . . . . F r . 185,050 B. 1897 R. 1896 i. Landwirtschaftliche tuchungsanstalten

Fr. 7250. -- ,, 7750. -- Versvchs- und UnterFr. 175,000

Gemäß dem Bundesbeschluß vom 26. März 1897 ist die bisherige Untersuchungsftnstalt in Zürich, umfassend die agrikulturohemische und die Samenkontrollstation, in die Verwaltung des Landwirtschaftsdepartements übergegangen, und es werden Versuchsund Untersuchungsanstalten in Bern und Lausanne errichtet, bezvv.

die dort ^bestehenden kantonalen Institute vom Bunde übernommen.

Pro 1898 gestaltet sich das Budget dieser Anstalten wie folgt: 1. Besoldungen und Löhnungen Fr. 118,000 2. Betriebskosten: a. Laboratorium ,, 24,500 b. Bureau und Bibliothek ,, 11,500 c. Versuche ,, 16,000 3. Lokalmiete ,, 5,000 Fr. 175,000 B. 1897 Fr. 47,740. -- R. 1896 ,, 42,300. -- Es ist zur Zeit der Abfassung des Budgets unmöglich, betreffend die Besoldungen und Löhnungen dieser in die Verwaltung des Land-

!)21 Wirtschaftsdepartements übergehenden Versuchs- und Untersuchungsanstaltea eingehende Angaben zu machen. Aus jenen Posten müssen bestritten werden : 1. die Entschädigung der Aufsichtskommission; 2. die Besoldung des Verwalters und der Vorsteher der agrikulturchemischen Untersuchungsstation in Zürich, Bern und Lausanne, sowie der Vorsteher der Samenkontrollanstalten in Zürich und Lausanne ; 3. die Besoldung der ständigen Assistenten, die vom eidgenössischen Schulrat, beziehungsweise vom Buudesrat ernannt worden sind und ernannt werden sollen; 4. die Besoldungen des ständigen Hülfspersonals (Abwarte, Gärtner etc.); 5. die Löhnungen vorübergehend angestellter Aspiranten.

Vorerst sind nun diese neuen Beamten in die Klassen des Besoldungsgesetzes einzureihen, die Besoldungsmaxima und die Antrittsbesoldungen auf den 1. Januar 1898 im Zusammenhange mit den übrigen Verwaltungen zu ordnen. Immerhin glauben wir, daß die vorgeschlagene Summe in jedem Falle genügen dürfte. In Zukunft wird alles diesbezügliche Detail in der Budgetbotschaft untergebracht werden.

2. Bakteriologisches Institut des Herrn Dr. v. Freudenreich in Bern Fr. 2750 B. 1897 Fr. 2750. -- R. 1896 ,, 2750. -- Keine Bemerkung.

3. Beiträge für anderweitige Versuche

.

. . Fr. 7300

a. Die Herren Professoren E. Heß und Dr. Guillebeau in Bern suchen einen Kredit nach von Fr. 4500 zur Vornahme von Untersuchungen über Kälberruhr und Nabelentzündung der Kälber. Die Resultate dieser Untersuchungen würden als Originalabhaudlungen im ,,Landwirtschaftlichen Jahrbuch11 veröffentlicht werden.

b. Herr Kantonschemiker Dr. Schafier in Bern gedenkt im nächsten Jahre seine bisherigen Versuche auf dem Gebiete der Milchwirtschaft fortzusetzen (Lochbildung im Emmenthalerkäse, Einwirkung der Temperatur bei der Labgerinnung auf die Reifung der Käse). Er veranschlagt die hieraus entstehenden Auslagen, Inbegriffen die Besoldung eines Assistenten, zu Fr. 2800.

Wir beantragen Entsprechung beider Gesuche.

922

X. Molkereischulen

Fr. 25,200 B. 1897 R. 1896

Fr. 25,500. -- ,, 26,367. 91

Für die einzelnen Schulen werden nachstehende Kredite beantragt : Kantonales Budget

Schule.

1.

2.

3.

4.

pro 1898

Beantragter

Budget

Rechnung

(Lehrkräfte und Lehrmittel).

Kredit.

1897.

1896.

Fr.

11,000 7,500 6,700 --

Fr.

10,750 7,500 7,250 --

Fr.

9,120.44 7,108.-- 4,595.05 5,544.42

25,200 25,500

26,367.91

Fr.

Rutti (Bern) . . . 22,000 Freiburg . . . . 15,000 Lausanne-Moudon . 13,400 Sornthal (St. Gallen) --

50,400 XI. Rindviehzucht B. 1897 R. 1896 Keine Bemerkung.

Fr. 400,000 Fr. 400,000. -- ,, 383,669. 65

XII. Pferdezucht B. 1897 B. 1896 Keine Bemerkung.

XIII. Kleinviehzucht B. 1897 R. 1896 Keine Bemerkung.

XIV. Bodenverbesserungen B. 1897 R. 1896 Keine Bemerkung.

Fr. 300,000 Fr. 300,000. -- ,, 350,707. 70 Fr. 25,000 Fr. 25,000. -- ,, 18,897. Fr. 300,000 Fr. 300,000. -- ,, 163,875. 59

XV. Maßnahmen gegen Schäden, welche die landwirtschaftliche Produktion bedrohen Fr. 500,000 B. 1897 Fr. 500,000. -- R. 1896 ,, 342,817. 73

923 Die Bundesbeiträge, die nach Maßgabe des Landwirtschaftsgesetzes vom 22. Dezember 1893 für Maßnahmen gegen die Reblaus, für Hagelversicherung und für Viehversicherung den Kantonen auszurichten sind, weisen alljährlich höhere Beträge auf. Dennoch hoffen wir, es werde der beantragte Kredit pro 1898 für jene Zwecke ausreichen.

XVI. Landwirtschaftliche Vereine und Genossenschaften Fr. 78,000 B. 1897 R. 1896

Fr. 60,000 ,, 59,000

Die Krediterhöhung entspricht dem Betrage, der in einer bei den Akten befindlichen Eingabe der konstituierenden Versammlung des schweizerischen Bauernverbandes für die Errichtung eines Bauernsekretariats nachgesucht wird. Als Zweck und Aufgabe des Sekretariats bezeichnet die Eingabe : .,,Materialien zu sammeln und die Vorstudien zu machen, welche zu einer wirksamen Vertretung der bäuerlichen Interessen in dem jeweilen gegebenen Momente notwendig sind. Selbstverständlich wird dieses Sekretariat, ähnlich demjenigen des Arbeiterbundes, jederzeit auch zur Verfügung des Bundesrates stehen, so oft derselbe von ihm statistische Erhebungen und Studien verlangen wird. a Der nachgesuchte Beitrag soll verwendet werden zur Besoldung eines deutschen Sekretärs, eines französischen Adjunkten und eines Schreibers, sowie für Litteraturanschaffungen und vermutlich auch für Druckkosten.

Die Kantonsregierungen, sowie die landwirtschaftlichen Hauptvereine sind angefragt worden, ob Aussicht vorhanden sei, daß sich der größere Teil der Landwirte aller Landesgegenden dem gegründeten Verbände anschließen und dadurch die angestrebte Berufsorganisation ermöglichen werde. Nachdem die Mehrzahl derjenigen Regierungen, beziehungsweise landwirtschaftlichen Hauptvereine, von denen eine Antwort eingegangen ist, diese Anfrage bejaht hat, ist der nachgesuchte Beitrag in den Budgetentwurl' aufgenommen worden. Für die Kreditbewilligung sprechen übrigens analoge Gründe, wie sie für die Unterstützung des schweizerischen Arbeitersekretariats geltend gemacht werden.

Unter diesen Umständen glauben wir die zur Verwirklichung dieses Unternehmens nötigen Mittel bei Ihnen nachsuchen zu dürfen, in der Meinung, daß die neue Einrichtung nach den besten Mitteln zur Hebung der Landwirtschaft suchen werde, ohne dabei je die allgemeinen Interessen des Bundes aus dem Auge zu verlieren.

924

XVII. Viehseuchenpolizei Fr. 200.000 B. 1897 Fr. 200,000. -- R. 1896 ,, 134,494. 74 Die Kosten für die tierärztliche Untersuchung der einzuführenden Tiere werden bekanntlieh durch die hierfür zu einrichtenden Gebühren gedeckt, weshalb ein gleich hoher Betrag unter den Einnahmen eingetragen worden ist.

XVIII. Verschiedenes B. 1897 K. 1896 Keine Bemerkung.

B. 1897 ß. 1096

Fr. 12,500 Fr. 12.500. -- ,, 7,921. 77 Total Ausgaben Fr. 2,0(Ì7,805. -- ,, 1,657,957. 88

Fr. 2,292,653

IV. Amt für Gold- und Silberwaren.

1. B e s o l d u n g e n : a. Chef b. Adjunkt e. Registi-ateid. Kanzlist II. Klasse

Fr.

,, ,, ,, ~Fr7 2. B u r e a u - und I n s p e k t i o n s k o s t e n . . . ^ 3. P r ü f u n g e n für b e e i d i g t e Probierer (essayeurs-jurés) n

5,800 4,500 3,500 2,800 16,600 4,500 1,500

Tr." 22,600 B. 1897 Fr. 20,500. -- R. 1896 ,, 19,398. 90 Ad i. Wenn trotz der Wirkungen des Bundesgesetzes über die Organisation des Handels-, Industrie- und Landwirtschaflsdeparteinents vom 26. März 1897 die Besoldungen im ganzen nur um Fr. 100 gestiegen sind, so liegt die Erklärung in dem Umstände, daß der bisherige Adjunkt zum Chef mit einer Anfangsbesoldung von Fr. 5800 vorgerückt und für den neu zu wählenden Adjunkten eine solche von Fr. 4500 vorgesehen ist.

Ad 2. Wir setzen für Inspektionen Fr. 500 mehr an als letztes Jahr, indem in den Uhrmachercentren der Wunsch geäußert

925

wurde, es möchten häufigere uad eingehendere Inspektionen in den Kontrollbureaux vorgenommen werden, um die Operationen in den verschiedenen Bureaux so einheitlich als möglich zu gestalten. Die Entschädigungen an den Specialkommissär für die Verfolgung von Übertretungen des Bundesgesetzes betreffend die Kontrolle der Goldund Silberwaren werden ebenfalls aus dieser Rubrik bestritten.

Überdies sind in dieser Summe von Fr. 4500 inbegriffen die Kosten für die Herstellung der eidgenössischen Kontrollstempel, den Ankauf der Souchenregister und die ändern Materialien, welche den 13 Kontrollämtern und den Gewerbetreibenden geliefert werden und für welche in den Abschnitt ,,Einnahmen" 1 ein Beitrag von Fr. 2500 aufgenommen ist.

Ad 3. Dieser nur alle drei oder vier Jahre vorkommende Posten ist für das Jahr 1898 unerläßlich. Es müssen nämlich in diesem Jahre die durch Art. 18 der Vollziehungsverordnung über die Kontrolle und die Garantie des Feingehalts der Gold- und Silberwaren, vom 15. November 1892 (A. S. n. F. XIII, 146), vorgeschriebenen Prüfungen abgehalten werden, da die Bedürfnisse der Kontrollämter und eine größere Anzahl Anmeldungen von Kandidaten dies erfordern.

Die durch diese Prüfungen verursachten Kosten verteilen sich wie folgt : Entschädigungen an die Mitglieder der Prüfungskommission, sowie Ankauf verschiedener Materialien für das eidgenössische Laboratorium in Zürich.

926

G. Post- und Eisenbahndepartement.

I. Eisenbahnwesen.

Allgemeine Bemerkung. Gestützt auf das neue Bundesgesetz betreffend Organisation der Eisenbahnabteilung des Post- und Eisenbahndepartementa, vom 27. März 1897, wurden vom Bundesrate zunächst die Gehaltsmaxima der verschiedenen Beamtungen innert den einzelnen Klassen bestimmt und dann die Besoldung aller Beamten für die laufende Amtsperiode festgesetzt. Die nachstehend bei den drei Abteilungen aufgenommenen Ansätze entsprechen dieser neuen Gehaltsnormierung, wobei bisherige Thätigkeit, Dienstalter und Besoldung der Gewählten im Departement oder in anderer Stellung angemessene Berücksichtigung fanden.

I. Kanzlei des Departements.

a.

b.

c.

d.

e.

f.

--

Departementsekretär Adjunkt Übersetzer Registratur 2 Kanzlisten 1. Klasse 2 Kanzlisten II. Klasse Zeitweise Aushülfe

Fr. 7,500 ,, 5,000 ,, 4,500 ,, 4,500 ,, 7,600 ,, 6,700 ,, -- Fr. 35,800

B. 1897 R. 1896

Fr. 40,500. -- ,, 33,678. --

Neu vorgesehen ist gegenüber dem Vorjahre die Anstellung eines weitern Kanzlisten (II. Klasse), die mit Rücksicht auf die stets zunehmenden Kanzleigeschäfte und im Interesse einer rascheren Erledigung der letztern als durchaus notwendig sich erweist. Ferner sollte die Kanzlei, wie bisher, auch über einen Kredit zur Einstellung vorübergehender Aushülfe verfügen.

Der Posten ,,Zeitweise Aushülfe" fallt mit der neuen Organisation dahin.

927 II. Technische Abteilung.

«.

b.

c.

d.

e.

f.

g.

Direktor 3 Inspektoren 17 I. und II. Kontrollingenieure 5 I. und II. Betriebsbeamte II. Sekretär \ Kanzlist I. Klasse 3 Kanzlisten II. Klasse

Fr.

,, ,, ,, ,, ,, ,,

8,000 18,700 87,200 22,700 4,500 3,500 10,000

Fr. 154,600 B. 1897 Fr. 133,900. -- R. 1896 ,, 123,323. 20 (unter Einbeziehung der 1896 und 1897 noch beim administrativen Inspektorat figurierenden fünf Betriebsbeamten.)

a.

b.

c.

d.

e.

f.

g.

III. Administrative Abteilung.

Direktor 2 Inspektoren 5 I. und II. Tarifbeamte II. Sekretäre Mathematiker Statistiker 2 Kanzlisten II. Klasse

°. . Fr. 8.000 ,, 14,000 ,, 19,700 ,, 9,300 ,, 4,800 ,, 4,500 ^ 6,600

Fr. 66,900 B. 1897 Fr. 50,900. -- R. 1896 ,, 50,320. -- (mit Einschluß der 1896 und 1897 noch unter besonderer Rubrik aufgeführten Beamten der Abteilung für Rechnungswesen und Statistik und ausschließlich der in den genannten Jahren noch beim administrativen Inspektorate aufgeführten 5 Betriebsbeamten, siehe technische Abteilung.)

IV. Reiseentschädigungen und Expertisen . . . . Fr. 40,000 B. 1897 Fr. 40,000. -- R. 1896 ,, 41,003. 65 Es wird zwar voraussichtlich dieser Kredit für Expertisen etwas weniger als die Vorjahre in Anspruch genommen werden, wogegen er infolge der etwelchen Personal Vermehrung bei der technischen Abteilung für Reiseentschädigungen in etwas erhöhtem Maße gegenüber früher aufzukommen haben wird. Wir beantragen Ihneu daher Beibehaltung des vorjährigen Ansatzes.

Bnndesblatt. 49. Jahrg. Bd. IV.

64

928 V. Bureaukosten.

a. Druck- und Lithographiekosten Fr. 13,000 ö. Litterarische Anschaffungen ,, 2,000 c. Bureauauslagen der technischen Abteilung, einschließlich Anschaffung von Instrumenten und Prüfung von Baumaterialien ,, 6,000 d. Allgemeine Bureaubedürfnisse, ausschließlich derjenigen der technischen Abteilung . . . . . ,, 5,000 e. Beitrag an den internationalen Eisenbahnkongreß ,, 5001 f. Beitrag an das Centralarnt für den internationalen Eisenbahntransport ,, 2.000' g. Lohnstatistik des Personals der schweizerischen Transportanstalten ,, 5,000 h. Druckkosten der Eisenbahnstatistik . . . . ,, 5,500 i. Unfallversicherung ,, 1,500 - Fr. 40,500 B. 1897 R. 1896

Fr. 38,600. -- ,, 29,638. 17

Die Posten unter litt, a, b, d, e, f und g sind gleich wie im Vorjahre, derjenige unter g stellt die 2. Rate der für die Lohnstatistik auszuwerfenden Summe dar.

Die Ansätze unter litt, c und i mußten mit Rücksicht auf die wenn auch nicht bedeutende Personalvermehrung etwas erhöht werden (Fr. 1000 und Fr. 500).

Die Eisenbahnstatistik nimmt mit der Vermehrung der Bahnen von Jahr zu Jahr an Umfang zu, infolgedessen der bisherige Ansatz von Fr. 5000 nicht mehr ausreichend ist.

II. Postyerwaltnng.

I. Gehalte und Vergütungen B. 1897 R. 1896

Fr. 17,745,000

Fr. 16,707,650. -- ,, 15,401,103. 87

Vorausbemerkung. Überall, wo Beträge für Besoldungsaufbesserungen eingesetzt sind, stützen sich dieselben auf die alten Bestimmungen. Nach Inkrafttreten des neuen Besoldungsgesetzes werden auch die Gehalte des Postpersonals neu geregelt gemäß der Nachtragsbotschaft, die auf die Dezembersession eingebracht werden wird.

929 A. Oberpostdirektion B. 1897 R. 1896

Fr. 285,650 Fr. 281,300. -- ,, 259,117. 21

ObschoQ sich im Jahre 1897 bei der Oberpostdirektion, namentlich bei der 1. und 3. Abteilung (Hauptabteilung und Oberpostkcmtrolle), infolge der Verkehrszunahme gegenüber dem Vorjahr die Arbeiten in sebr fühlbarer Weise vermehrt haben und diese Erscheinuug im Jahre 1898 aller Voraussicht nach in noch verschärftem Maße zu Tage treten wird, nehmen wir pro 1898 eine Personalverrnehrung bei der Oberpostdirektion nicht in Aussicht.

Wir werden darauf halten, daß die Arbeiten durch das vorhandene Personal, eventuell durch vermehrte Inanspruchnahme des letztern, besorgt werden, ohne daß Rückstände oder Verzögerungen in der Erledigung der Geschäfte eintreten.

Von der pro 1898 gegenüber dem Vorjahre vorgesehenen Mehrausgabe von Fr. 4350 werden wir einen Betrag von Fr. 3540 verwenden zum Zwecke der Verabfolguog von Besoldungs- und Lohnaufbesserungen.

Bei diesen Besolduogsaufbesserungen sind aber nicht die Minimal- bezw. Maximalantätze des neuen Besoldungsgesetzes ins Auge gefaßt, sondern dieselben bewegen sich noch durchwegs im Rahmen des Besoldungsgesetzes vom 2. August 1873 (A. S. XI, 279), bezw. innert den durch die Bundesversammlung auf dem Budgetwege bewilligten Maxima. Die vorgesehenen Aufbesserungen zu gunsteii der betreffenden Beamten, Bediensteten und Arbeiter der Wertzeichenkontrolle erscheinen als durch die Leistungen, das Verhalten und das Dienstalter, sowie die Lebensbedingungeu, unter welchen die Betreffenden stehen, wohl gerechtfertigt.

Für provisorische Aushülfe ist ein Posten von Fr. 1170 eingesetzt, gegenüber Fr. 300 im Jahre 1897. Insofern nicht bei der Wertzeichenfabrikation eine vorübergehende Verstärkung des Arbeiterpersonals sich als notwendig erweist, so wird dieser Betrag nicht zum Beizug vermehrter Aushülfe verwendet werden, sondern er ist mehr vorgesehen zur Abrundung und Ausgleichung der Totalsumme der Gehalte und Vergütungen.

B. Kreispostdirektionen B. 1897 R. 1»96

Fr. 214,350 Fr. 214,350. -- ,, 212,512. 10

Wir nehmen den gleichen Ansatz auf wie letztes Jahr.

C. Postbureaux.

1.

Klasse 1.

2.

Klasse II.

Fr.

Fr.

2,830,000. -- 1,955,000. -- 2,689,412. 50 1,709,129. 85

Budget pro 1897 Rechnung p r o 1896 . . . .

Vermehrung gemäß Budget pro 1897 gegenüber der .Rechnung pro 1896

140,587. 50

1. Ausgaben im Jahr 1898 auf Grund der Rechnungen vom I. Setnester 1897 und mit Berücksichtigung der seit 1. J u l i 1897 in Kraft getretenen Änderungen, sowie der Mehrausgaben im Jahr 1898 für bereits angestellte Postlehrlinge u n d Aspiranten . . . . 2,915,000. -- 2. Voraussichtlicher Mehrbedarf im Jahre 1898 für neue Stelleu, sowie für Dienstäuderungen aller Art und Unvorhergesehenes (inkl. für neue Lehrlings35,000. stellen) 3. Besoldungserhöhnngen hei den Bureaux I. u. II. Klasse auf Grund der Verordnung vom 11. Juli 1882 (A. S.

n. F. VI, 294), demnach vom 1. April 1898 an . .

30,000. -- T o t a l b e d a r f p r o 1898 Budget pro 1897 Vermehruno' 1898

. .

2,980,000. -- 2,830,000. -- 150,000. --

245,870. 15

3.

Klasse III.

4. Fahrende Bureaux.

Total.

Fr.

Fr.

Fr.

2,842,000. -- 260,000. -- 7,887,000. -- 2,390,021. 96 244,604. 75 7,033,169. 06 451,978. 04

15,395. 25

853,830. 94

1,960,000. -- 2,800,000. -- 280,000. -- 7,955,000. --

35,000. -

45,000. --

10,000. --

20,000. --

125,000. -- 50,000. --

2,015,OUO. -- 2,845,000. -- 290,000. -- 8,130,000. -- 1,955,000. -- 2,842,000. -- 260,000. -- 7,887,000. -- 60,000. --

3,000. --

30,000. -

243,000. --

931 Ad C. B u r e a u x I. und II. K l a s s e . Als voraussichtlichen Mehrbedarf für neue Stellen, sowie für Dienständerungen aller Art und Unvorhergesehenes nehmen wir nur denjenigen Betrag in Aussicht, welcher erfahrungsgemäß notwendig ist. um den im Laufe des Budgetjahres sich erzeigenden dringenden Bedürfnissen genügen zu können. Der Betrag ist um Fr. 5000 höher ungesetzt worden, weil sich infolge der vermehrten Verkehrszunahme, die auch pro 1898 zu erwarten steht, vermehrte Bedürfnisse geltend machen werden.

Auch für das Jahr 1898 wird die Aufnahme einer großem Anzahl von Lehrlingen in Aussicht genommen. Diese Aufnahme wird unabweislich zur Rekrutierung des Personals (Ersetzung von verstorbenen und ausgetretenen Beamten), sodann, damit den Anforderungen des stets wachsenden Verkehrs begegnet werden kann, und endlich, damit die allseitig pünktliche Durchführung des Bundesgesetzes über die Arbeitszeit beim Betriebe der Eisenbahnen und anderer Transportanstalten in Bezug auf das Postpersonal gesichert bleibt.

Für Besoldungsaufbesserungen zu gunsten der Beamten der Postbureaux I. und II. Klasse sind Fr. 50,000 in Anschlag gebracht.

Es ist dies derjenige Betrag, welcher nach den vorgenommenen Erhebungen notwendig ist, um die Verordnung vom 11. Juli 1882 betreffend die Besoldung der Beamten der Postbureaux I. und II. Klasse, sowie der Haupt- und Specialtelegr»phenbureaux (A. S.

n. F VI, 294) vollziehen zu können. Außer dieser Summe werden diejenigen Beträge zur Aufbesserung der Gehalte im Rahmen des Besoldungsgesetzes vom 2. August 1873 (A. S. XI, 279) und der erwähnten Verordnung verwendet, welche sich im Laufe des Jahres aus den Mutationen (Ersetzung ausgetretener oder verstorbener Beamter durch jüngere Beamte mit geringerer Besoldung) voraussichtlich ergeben werden, und die durchschnittlich cirka Fr. 20,000 per Jahr betragen. Nach der obcitierten Verordnung wird das Dienstaller der Beamten der Bureaux I. und II. Klasse jeweilen auf den 31. März berechnet, so daß die neuen Besoldungen stets mit dem 1. April in Kraft treten. Aus diesem Grunde sind im Budget nur diejenigen Summen ausgesetzt, welche in Bezug auf die neuen Besoldungen für die Zeit von 9 Monaten (April bis Dezember) erforderlich sind.

B u r e a u x III. K l a s s e . Auch hier sind für Dienständerungen aller Art und für
Unvorhergesehenes, sowie für neue Lehrlingsstellen nur diejenigen Summen ins Budget eingesetzt, welche erfahrungsgemäß erforderlich sind, um den Bedürfnissen des zunehmenden Verkehrs begegnen zu können.

932 Nach den Bestimmungen der bestehenden Verordnung hat eine Besoldun^srevision zu gunsten der Postbureaux III. Klasse je auf den Beginn einer neuen Amtsperiode stattzufinden. Demgemäß sind die Gehalte der Bureaux III. Klasse auf den 1. April 1897 neu festgesetzt worden und eine weitere Aufwendung hat dieserhalb im Jahre 1898 nicht stattzufinden.

Wir wollen bei diesem Anlaß nicht unerwähnt lassen, daß den Bureaux III. Klasse bei der Besoldungsrevision pro 1897 folgende auf das Jahr berechnete Beträge zugewendet worden sind : Besoldungsaufbesserung infolge Verkehrszunihme . Fr. 144,000 MehrbezahluDg infolge veränderter Berücksichtigung des Dienstalters ,, 376,000 Vergütung für Beleuchtung und Beheizung der Dienstlokale ,, 85,000 (Diese Vergütungen sind neu ; früher hatten die Bureaux JII. Klasse die Beleuchtung und Beheizung der Lokale aus dem Gehalt zu bestreiten.)

Total

Fr. 605,000

F a h r e n d e B u r e a u x . Die Mehrausgabe, welche hier für das Jahr 1898 gegenüber 1897 in Aussicht genommen wird, rechtfertigt sich durch die Verkehrszunahme, welche es notwendig macht, das Personal in einzelnen Bahnpostbureaux zu verstärken.

Auch erfordern die im Interesse des Publikums gebotenen Vorkehrsverbesserungen durch Vermehrung und Ausdehnung der Bahnpostkurse größere Aufwendungen.

933 D. Ablagen, Boten, Briefträger Ablagen.

Fr.

etc.

Übrige Bedienstete.

Fr.

Total.

Fr.

Budget pro 1897 1,485,000. -- 5,790,000. -- 7,275,000.

Rechnung pro 1896 1,435,776. 90 5,471,920. 10 6,907,697.

Vermehrung gemäß Budget für 1897 gegenüber der Rechnung pro 1896 !

49,223. 10 318,079. 90 367,303.

1. Ausgaben im Jahr 1898 auf Grund der Rechnungen vom I. Semester 1897, mit Berücksichtigung der seit 1. Juli 1897 in Kraft getretenen Änderungen 1,480,000. -- 6,230,000. -- 7,710,000.

2. Voraussichtlicher Mehrbedarf im Jahr 1898 für neue Stellen und Dienständerungen aller Art 30,000. -- 200,000. -- 230,000.

3. Besoldungserhöhungen zu gunsten der ,,Übrigen Bediensteten" (Briefträger, Boten etc.) . . . . . . .

-- 70,000. -- 70,000.

Totalbedarf pro 1898 Budget pro 1897

. . . . 1,510,000. -- 6,500,000. -- 8,010,000.

1,485,000. -- 5,790,000. -- 7,275,000.

Vermehrung 1898 gegenüber 1897

25,000. --

710,000. --

735,000.

Die nächstjährigen ordentlichen Besoldungsausgaben für die ^Übrigen Bediensteten11 sind beträchtlich höher (um Fr. 440,000) als im Jahr 1897. Es rührt dies her von den im Jahr 1897 besonders zahlreich verfügten Dienstvermehrungen und Dienstverbesserungen (Einführung vermehrter Vertragungstouren, vermehrter Botengänge etc.), welche bedeutende Mehrausgaben verursachten. Gesuche um solche Dienstverbesserungen gingen im Jahre 1897 besonders zahlreich ein, und es wurde denselben fast durchwegs, wo die Begründung nur irgendwie eine stichhaltige war, zu entsprechen gesucht. Neben den Städten sind es auch die ländlichen Bezirke, ·welchen im Interesse der Entwicklung von Handel und Industrie mit Verbesserungen in den Posteinrichtungen entgegengekommen werden muß. Aber auch die Landwirtschaft bedarf für den Absatz ihrer Produkte immer mehr einer raschen Postbedienung. Wir gedenken in dieser Beziehung nicht zurückzuhalten, vielmehr werden ·wir auch im Budgetjahr überall, wo sich das Bedürfnis hierzu ergiebt, Verbesserungen einzuführen trachten.

Für neue Stellen und Dienständerungen nehmen wir bei den Ablagen Fr. 30,000 und bei den ,,Übrigen Bediensteten11 Fr. 200,000

934 in Aussicht. Dieser letztere Betrag ist um Fr. 50,000 höher als im Jahre 1897. Wir begründen diese Erhöhung damit, daß wir, wie vorstehend angedeutet wurde, im Budgetjahr zahlreiche Dienstverbesserungen durch Vermehrung von Vertragungstouren und Botengängen ins Auge fassen. Überdies entsteht eine beträchtliche Mehrausgabe durch die auf den Zeitpunkt des Bezuges des neuen Postgebäudes in Zürich durchzuführende Briefbestellung in dieser Stadt.

Es ist in Aussicht genommen, vom Bezüge des neuen Gebäudes an die Briefträger alle vom Hauptposfgebäude ausgehen zu lassen.

Gegenwärtig sind die Briefträger noch den Bureaux in Enge, Neumünster, Fluntern, OJberstraß, Unterstraß, Außersihl, Wiedikon und Zürich-Stadt zugeteilt. Das Publikum gewöhnt sich aber immer mehr, die für Zürich bestimmten Korrespondenzen nicht mehr nach der alten, sondern nach der neuen Stadtbezeichnung (Zürich I, II, III, IV oder V) zu adressieren. Hieraus entstehen zahlreiche Fehlleitungen und Verspätungen von Korrespondenzen. Diesem Übelstand will man dadurch begegnen, daß man gedenkt, alle für GroßZürich bestimmten Korrespondenzen an das Hauptpostbureau zu leiten und alle Briefträger von hier aus ihre Touren beginnen zu lassen. Diese Neuorganisation war bisher nicht möglich, weil ein genügend großes Lokal nicht vorhanden war.

Auch im Budgetjahr werden wir bei Postbureaux III. Klasse, wo der Vertragungs- und Botendienst annähernd eine Tagesleistung ausmacht, aber wegen des Umfanges und der Wichtigkeit des Bureaudienstes nicht vom Posthalter besorgt werden kann, besondere Briefträger anstellen, wie dies schon seit einer Reihe von Jahren mit gutem Erfolge praktiziert worden ist.

Für Beaoldungsaufbesserungen zu gunsten von Postablagen ist ein Kredit nicht in Aussicht genommen. Nachdem in den Jahren 1894 und 1896 diesen Dienststellen Besserstellungen im Gehalt im Gesamtbeträge von Fr. 410,000 gewährt worden sind, gedenken wir mit weitern Zuwendungen auch hier abzuwarten, bis die gesetzliche Grundlage für eine allgemeine Besserstellung des Postpersonals vorhanden ist.

Dagegen nehmen wir für Besoldungsaufbesserungen zu gunsten der ,,Übrigen Bediensteten11 (Briefträger, Bureaudiener, Packer, Boten etc.) eine Summe von Fr. 70,000 in Aussicht. Es ist dies derjenige Betrag, welcher nach den vorgenommenen Berechnungen notwendig ist, um
'die Gehalte dieser Bediensteten auf demjenigen Stand zu erhalten, welcher sich aus den anläßlich der Budgetberatung pro 1892 sanktionierten und im Postamtsblatt Nr. 35 von 1892 niedergelegten Grundsätzen ergiebt.

935 Die Nichtberücksichtigung der Ablagen bei der Besoldungsrevision gegenüber den ,,Übrigen Bediensteten" rechtfertigt sich auch aus dem Grunde, weil das Amt eines Ablagehalters fast durchwegs sich als eine Nebenbeschäftigung zu einem Berufe darstellt, was bei den ,,Übrigen Bediensteten" in dieser Allgemeinheit nicht der Fall ist.

E. Kondukteure

Fr. 975,000 B. 1897 R. 1896

Fr. 920,000. -- ,, 879,506. 75

Die Eröffnung neuer Eisenbahnlinien und die Vermehrung der Bahnpost- und Kondukteurkurse, sowie der Umstand, daß das Kondukteurpersonal auch im Budgetjahr in besonders wichtigen Postzilgea voraussichtlich wird verstärkt werden müssen, erfordert eine Erhöhung des Budgetpostens auf den angegebenen Betrag.

Eine kleine Mehrausgabe entsteht auch dadurch, daß denjenigen Kondukteuren, welche mit Rücksicht auf ihr Dienstalter und ihre Leistungen gemäß den bestehenden Vorschriften Anspruch auf etwelche Gehaltserhöhung haben, die letztere zu gewähren in Aussicht genommen ist.

F. Gehaltsnachgenüsse B. 1897 R. 1896

Fr. 130,000 Fr. 130,000. -- ,, 109,101. 75

Die Ausgaben im II. Semester 1896 betragen Fr. 47,466, diejenigen im I. Semester 1897 Fr. 59,400, zusammen Fr. 106,866.

Wir nehmen aber gleichwohl den letztjährigen Ansatz auf. (Im Jahre 1895 b.etrug die Ausgabe Fr. 131,534.)

II. Inspektionen und Dienstreisen B. 1897 R. 1896

Fr. 45,000

Fr. 57,000. -- ,, 43,598. 55

Die Ausgaben im II. Semester 1896 betragen Fr. 23,651. 55, diejenigen im I. Semester 1897 Fr. 21,481. 35, zusammen Fr. 45,132. 90. Wir werden darauf halten, daß der Ansatz von Fr. 45,000 ausreicht: Im Jahre 1897 war der Ansatz auf Fr. 57,000 gestellt, um eine Delegation an den Weltpostkongreß in Washington abordnen zu können. Die daherigen Kosten sind in den Ausgaben pro I. Semester 1897 nicht Inbegriffen.

936

IM. Bureaukosten

Fr. 841,000 B. 1897 R. 1896

Budget 1897.

Fr.

Fr. 791,000. -- ,, 735,978. 19

Rechnung 1896.

Fr.

275,000 80,000 20,000 263,000 113,000 40,000

285,489.

77,475.

19,972.

239.333.

74^210.

39,496.

09 56 10 84 62 98

791,000"

735,978. 19

Budget 1898.

Fr.

1.

2.

3.

4.

5.

6.

Papier und üruckkosten . 275,000 Bureaumaterial 83,000 Buchbinderarbeiten . . . 20,000 Beleuchtung 285,000 Beheizung 135,000 Verschied. Bureaubedürfnisse 43,000 Total

841,000

Ad i und 3 nehmen wir die nämlichen Beträge auf wie im Vorjahre. Dieselben werden sich, so viel abzusehen ist, als ausreichend erweisen.

Ad 2. Dieser Posten muß um Fr. 3000 höher gestellt werden als im Vorjahr, weil des gesteigerten Verkehrs wegen ein wesentlich größerer Bedarf an Packpapier und Bindfaden vorhanden ist, als früher.

Ad 4. Seit dem 1. April 1897 werden den Postbureaux III. Klasse für Beleuchtung der Dienstlokale Aversalbeträge ausgerichtet. Diese Maßnahme, die ihre finanzielle Wirkung pro 1897 nur auf 9 Monate ausübte, kommt für 1898 das ganze Jahr zur Geltung. Überdies ist Rücksicht zu nehmen auf die vermehrten Ausgaben, welche durch Beleuchtung neuer oder erweiterter Dienstlokale entstehen. In dieser Beziehung wird namentlich der Bezug des neuen Postgebäudes in Zürich wesentliche Mehrkosten bringen.

Ad 5. Auch für die Beheizung der Dienstlokale ist den Postbureaux 111. Klasse die Jahresaversale nur pro rata von 9 Monaten geleistet worden, während dieselbe im Jahre 1898 vollständig zu bezahlen sein wird. Einerseits aus diesem Grunde, dann aber auch, weil durch den Bezug neuer und erweiterter Dienstlokale Mehrausgaben auch hinsichtlich der Beheizung entstehen werden, ist es notwendig, den Budgetansatz wie vorgesehen zu erhöhen.

Ad 6. Mit Rücksicht auf das Resultat der Rechnungen pro II. Semester 1896 und I. Semester 1897 ist auch hier eine Erhöhung des Ansatzes um Fr. 3000 geboten.

937 IV. Dienstkleidung B. 1897 R. 1896 Budget inkl.

Nachkred.

1897.

Fr.

Fr. 391,000

Fr. 352,800. -- (inkl. Nachkredit, von Fr. 51,000).

,, 224,126. 36 Kechnung

Budget

1896.

Fr.

1898 Fr.

250,000

158,364. 71

98,000 2,000 2,800

, 60,038. 75 999. 40 4,723. 50

1. Ankauf von Tüchern, Leinwand, Blusen, Mützen und Ausrüstungsgegenständen . 270,000 2. Anfertigungskosten . . . 113,500 3. Fracht, Reparaturen etc. .

2,000 4. Barentschädigung au weibliehe Angestellte für nicht gelieferte Dienstkleidung .

5,500

352,800

224,126. 36

Total 391,000

Ad i und 2. Bei Vorlage des Budgets für das Jahr 1897 hatten wir Ihnen beantragt, den Postbediensteten der Bekleidungsklassen III, IV und V, mithin den Kondukteuren und den Paketträgern, Mandatträgeru, Briefträgern, Bureaudienern und Packern bei den Postbureaux I. und II. Klasse, sowie einigen wichtigem Postbureaux III. Klasse, Hosen und Gilets gratis zu verabfolgen.

Sie haben diesem Antrag zugestimmt, indessen mit der Erweiterung, daß die Gratisabgabe der genannten Kleidungsstücke allen Bediensteten der Bureaux III. Klasse, also nicht nur denjenigen bei den wichtigern dieser Dienststellen, gratis zu verabfolgen seien. Durch diesen Beschluß ist eine etwelche Ungleichheit geschaffen worden.

Es giebt nämlich auch bei Postablagen Briefträger, deren Tagespensum demjenigen von Briefträgern bei Postbureaux III. Klasse gleichkommt. Auch die Verhältnisse, unter welchen sie ihren Dienst zu versehen haben, unterscheiden sich nicht von denjenigen, unter welchen die Briefträger bei den Bureaux III. Klasse stehen. Beide Kategorien von Bediensteten, die Briefträger bei den Bureaux III. Klasse und diejenigen bei den Ablagen, haben den Bestelldienst auf dem Lande zu besorgen ; beide fallen unter den Begriff ,,Landbriefträgera. In Ansehung dessen erscheint es billig, daß sie in Bezug auf die Verabfolgung der Dienstkleidung gleich gehalten werden. Wir beantragen Ihnen daher, es seien auch den Bediensteten bei den Postablageu, gleich wie denjenigen bei den Postbureaux IH. Klasse, Hosen und Gilets in Zukunft gratis /.u liefern.

938 Es entsteht dadurch eine Mehrausgabe von Fr. 20,000 für Anschaffung von Tüchern etc. und eine solche von Fr. 15,500 für Anfertigungskosten.

Bisher hat man Dienstmützen nur den Bediensteten der Postbureaux- I. uud II. Klasse gratis geliefert, weil nur diese Bediensteten vollständig uniformiert waren. Nachdem nun aber durch die Gratisabgabe von Hosen uud Gilets auch die Bediensteten der Bureaux III. Klasse uud der Ablagen zu einer vollständigen Uniform gelangen, so erscheint es nur konsequent, diesen letztem Bediensteten, gleich wie ihren Kollegen der Bureaux I. und II. Klasse, auch die Mütze zu liefern. Es entsteht dadurch eine Mehrausgabe von Fr. 10,000. Dieser Posten ist in dem Ansatz ad i Inbegriffen.

Sofern Sie diesen Anträgen zustimmen, ist dem zweiten Alinea von Art. 5 des neuen Besoldungsgesetzes ein Genüge geleistet, weil alsdann die vorgeschriebenen Dienstkleider dem Postpersonal alle gratis verabfolgt werden.

Ad 3. Wir nehmen den nämlichen Posten auf wie das letzte Jahr.

Ad 4. Die Erhöhung des Kredits von Fr. 2800 auf Fr. 5500 ist notwendig, um die im Jahr 1898 fälligen Entschädigungen ausrichten zu können.

V. Lokalmietzinse B. 1897 R. 1890

Fr. 1,185,000 Fr. 1,093,000. -- ,, 888,307. 66

Für die Postgebäude, welche dem Bunde geboren, hat die Postverwaltung im Jahr 1898 der Buudeskasse einen Mietzins von Fr. 305,627 zu vergüten, Fr. 52,413 mehr als im Vorjahr. Diese Vermehrung rührt her vom Bezug der neuen Postgebäude in Neuenburg und Glarus.

Auf den 1. April 1897 ist die Änderung eingetreten, daß den Postbureaux 111. Klasse die Entschädigung für die Lokallieferuug nicht mehr in Form des Gehalts, sondern in Jahres«versalen geleistet wird. Diese Maßnahme, welche im Jahr 1897 nur für 9 Monate in Betracht kam, übt ihre finanzielle Wirkung im Jahre 1898 auf das ganze Jahr aus, was den Ansatz pro 1898 gegenüber 1897 um Fr. 46,000 erhöht.

Außerdem ist Rücksicht zu nehmen auf die im Jahr 1897 in Kraft getretenen, sowie auf die in diesem Jahre vereinbarten, aber

939 erst im Laufe des Jahres 1898 in Kraft tretenden Mietzinserhöhungen für neue und für Erweiterung bestehender Dienstlokale, die nicht dem Bunde gehören. Ferner sind in Betracht zu ziehen die im Budgetjahre voraussichtlich eintretenden neuen Bedürfnisse.

VI. Mobiliar und Bureaugerätschaften B. 1897 R. 1896 1. Neuanschaffungen 2. Reparaturen : a. Oberpostdirektion h. Kreispostdirektionen

Fr. 240,000

Fr. 200,000. -- ,, 232,575. 52 Fr. 170,000

.

.

. .

Fr. 30,000 ,, 40,000 T

Total

70,000

Fr. 240,000

Für das Centralmagazin der Oberpostdirektion werden zur Abgabe an die Postkreise im Budgetjahr Bureaugerätschaften aller Art angeschafft werden müssen im ungefähren Betrag von Fr. 110,000.

Die Summe, welche für Anschaffungen für das Centralmagazin in Aussicht genommen ist, ist um Fr. 30,000 höher als im Vorjahr. Es rührt dies daher, weil die Magazinbestände ergänzt wer"den müssen und weil infolge der steten Vermehrung der Poststellen auch die Auslagen für Bureaugerätschaften zunehmen.

Für Neumöblierung und Ausstattung neuer oder erweiterter Dienstlokale und für Verbesserung der Möblierung in bestehenden Lokalen sind Fr. 60,000 in Anschlag zu bringen. Dabei wird vorausgesetzt, daß die Möblierung des neuen Postgebäudes in Zürich ·wenigstens der Hauptsache nach noch im Jahre 1897, beziehungsweise aus dem pro 1897 verfügbaren Kredit durchgeführt werden könne.

VII. Fuhrwesenmaterial B. 1897 R. 1896

Fr. 952,000 Fr. 855,000. -- ,, 968,251. 73

Die Ausgaben verteilen sich auf die einzelnen Unterrubriken wie folgt:

940 Bndget 1897.

Fr.

Rechnung 1896.

Fr.

Budget 1898.

Fr.

1. G e w ö h n l i c h e F u h r w e r k e .

180,000 199,120. 40 a. Anschaffung neuer Wagen und Schlitten 270,000 100,000 107,482. 61 b. Anschaffung von Handkarren, Wagengarnituren und Fuhrweseomaterial verschiedener Art 113,000 280,000 25,000

306,603. 01 27,309. 39

255,000 200,000

279,293. 62 191,585. 12

Total a und b 383,000 Hiervon ab: für geliefertes Material zu neuen Wagen und Schlitten 35,000 ' c. Reparaturen

455,000 470,878. 74

115,000 232,465. -- a.

40,000 20,684. 59 b.

115,000 105,298. 15 c.

130,000 138,925. 25 d.

400,000 497,372. 99 455,000 470,878. 74 855,000 968,251. 73

348,000 200,000 Total Ziffer l

548,000

2. Bah np os t w a g e D.

Neue Anschaffungen . . . 109,00» Außerordentliche Reparaturen u n d Extraarbeiten . . . . 25,000 Ordentlicher Unterhalt . . 120,000 Reinigen, Schmieren, Beheizung u n d Beleuchtung . . . . 150,000 Total Ziffer 2 Dazu Total von Ziffer l

404,000 548,000

Gesamttotal 952,000

Ad i a. Es sind noch viele alte Wagen und Schlitten vorhanden, die den heutigen Anforderungen in Bezug auf gutes Aussehen und Bequemlichkeit in keiner Weise mehr entsprechen und die auch nicht mehr mit Vorteil repariert werden können. Um diese Fuhrwerke successive ersetzen und die zahlreichen neuen Kurse mit Material versehen zu können, ist die Anschaffung einer größern Anzahl neuer Wagen und Schlitten unvermeidlich.

Ad i b. Der gegenüber dem Budget von 1897 um Fr. 13,000 erhöhte Ansatz entspricht der Verkehrszunahme.

941

Ad Sa. Der fortwährend stark zunehmende Verkehr macht auch im Jahre 1898 eine Vermehrung der Bahnpostwagen nötig.

Es wird die Anschaffung von 8 Wagen in Aussicht genommen, nämlich 4 Stück dreiachsige Gepäckwagen mit Seitengang für die Nachtzüge Genf-Zürich-Genf und 4 dreiachsige Bureauwagen.

Ad 2c. Die Erhöhung rührt von der Vermehrung der Wagen her.

Ad 2 d. Diese Erhöhung ist durch die stets zunehmende Zahl der von den Bahnpostwagen zurückgelegten Achskilometer begründet.

(.1894 25,032,211 Achskilometer 1895 26,735,806 ,, 1896 28,846,275 ,, 1897 30,000,000 ,, 1898 31,500,000 ,, .)

VIII. Transportkosten

Fr. 5,893,000

B. 1897 Fr. 5,860,000. --, inkl. den in der Sommersession der Bundesversammlung bewilligten Nachtragskredit von Fr. 300,000.

R. 1896 Fr. 5,310,628. 60 Die Ausgaben verteilen sich folgendermaßen auf die einzelnen Unterrubriken : Budget 1897.

Fr.

Rechnung 1896.

Fr.

3,679,000

3,564,761. 25

206,000

770,000 93,000

4,748,000

Budget; 1898.

Fr.

a. Fixe Kurszahlungen auf Grundlage von Verträgen 3,866,000 190,946. 41 b. Anteil der Postpferdehalter an den Reisendeneinnahmen bei einzelnen Kursen und Retourbeiwagen 185,000 703,959. 81 c. Beiwagenlieferung, Extraposteri und außergewöhnliche Transportkosten . 810,000 72,885. -- d. Löhnungszulagen u. Stellvertretungskosten für die Postillone 93,000

4,532,552. 47

Übertrag

4,954,000

942 Bndget 1897.

Fr.

Rechnung

Budget

1896.

Fr.

4,748,000 4,532,552. 47 775,000 742,193. 19 300,000 Uachtragskredit 3,000 2,161. 83

15,000

16,375. 45

19,000

17,345. 66

5,860,000

5,310,628. 60

1898.

Fr.

Übertrag

4,954,000

e. Vergütung für den Transport der Fahrpoststücke über ö kg.

f. Provisionen an Agenten und Schiffskapitäne filidie Einschreibung von Reisenden g. Beleuchtung, Beheizung u.

Schmieren der Postwagen (ohne Bahnpostwagen) h. Schiffsbureaux, Gebühren an das Ausland . . .

900,000

3,000

17,000 19,000 5,893,000

Ad a. Die Kurszahlungen, die auf Grund der gegenwärtig zu Kraft bestehenden Verträge im Jahre 1898 entrichtet werdet) müssen, belaufen sich auf Fr. 3,746,000. Für neu einzuführende Kurse, verbesserte Organisation bestehender Kurse, Eioführung und Ausdehnung des Fahrpostbestelldienstes vermittelst bespannter Fourgons etc. muß ein Betrag von wenigstens Fr. 110,000 aufgenommen werden, da die Bedürfnisse für solche Verkehrsverbessei ungen stets im Wachsen begriffen sind. Im fernem sind Fr. 10,000 für Fahrbotenkurse, die bisher aus der Rubrik I D (Gehalte für Postablagen, Boten, Briefträger etc.) entschädigt wurden, in Ansatz zu bringen, da die Verrechnung dieser Entschädigungen richtiger unter der Rubrik Vili a geschieht. Es handelt sich also bei diesem Betrage nicht um eine Mehrausgabe, sondern nur um veränderte Rechnungsstellung.

Ad b. Der Ansatz von Fr. 185,000, der um Fr. 21,000 geringer ist als derjenige im Budget für 1897, dürfte genügen.

Ad c. Die Ausgaben im II. Semester 1896 und im I. Semester 1897 betragen zusammen Fr. 831,468 20. Die Ausgaben in dieser Rubrik wachsen in starkem Maße, was namentlich auch darin seinen Grund hat, daß der Fahrpostverkehr stetsfort erheblich zunimmt und infolgedessen Gepäckbeiwagen häufiger geführt werden müssen.

Eine etwelche Entlastung dieser Rubrik wird infolge der Bahneröffnung Spiez-Erlenbach, sowie auch infolge Umwandlung von Postkursen (Verwendung größerer Wagen), stattfinden. Wir hoffen mit einem Betrag von Fr. 810,000 auszukommen.

943 Ad d. Gleicher Betrag wie für 1897 unter Hinweis auf das io der Botschaft zum Budget für 1897 Gesagte.

Ad e. Im Jahr 1898 wurden unter dieser Rubrik Fr. 742,193.19 verausgabt. Diese Summe entspricht aber nicht den thatsächlich pro 1896 fälligen Forderungen der Eisenbahngesellschaften, denn die ' Abrechnungen mit diesen können wegen ihrer Weitläufigkeit erst 7 bis 8 Monate nach Ablauf des Rechnungsjahres zum Abschluß gebracht werden. Gemäß fertig gestellter Abrechnung pro 1896 schuldet nun die Postverwaltung den Bahogesellschafteu rund Fr. 882,000. Die fortwährende Zunahme des Fahrpostverkehrs, sowie die Eröffnung neuer Eisenbahnlinien rechtfertigen die Erhöhung dieses Postens auf Fr. 900,000 (vgl. auch die Botschaft des Buodesrates betreffend die Bewilligung von Nachtragskrediten für das Jahr 1897; Bundesbl. 1897, III, 525J. Dieser Ausgabenvermehrung steht auch eine entsprechende Zunahme des Fahrpostverkehrs gegenüber.

IX. Wertzeichenfabrikation B. 1897 R. 1896

Fr. 203,000 Fr. 19«,000. -- ,, 181,388. 35

Specifikation.

·i. Frankomarken.

In Kupferdruck erstellte: 37,000,000 h 75'/2 Cts. °/oo ]n Buchdruck erstellte: 150,000,000 à 35 Cts. °/oo

Fr. 27,935. --

Total 2. Taxmarken.

3,000,000 à 35*/2 Cts. °/oo 3. Postkarten.

Einfache à 5 Cts.: 18,000,000 à Fr. 3. 02 o/oo Einfache à 10 Cts.: 3,500,000 à Fr. 3. 12 °/oo Doppelte à 5/5 Cts.: 240,000 à Fr. 6. 71 %o Doppelte à 10/10 Cts. : 120,000 à Fr. 7. 11 °/oo

Fr. 1065. --

Fr. 54,360. -,, 10,920. -,,

Total Bundesblatt. 49. Jahrg. Bd. IV.

,, 52,500. -- Fr. 80,4357--

1,610. 40

,, 853. 20 Fr. 67/743. 60 65

944

4. Frankobänder.

400,000 Blätter à Fr. 23. 75 %o

Fr. 9500. --

5. Geldanweisungen.

Interne: à Taxe 15 Cts. : 2,000,000 à Fr. 4. 25 °/oo . . Fr. 8,500. -- à ,, 20 Cts.: 2,500,000 à Fr. 4. 28 °/oo . . ,, 10,700.-- Internationale : 800,000 à Fr. 5. 81 °/oo ,, 4,648. -- Total 6. Empfangsbescheinigungen.

Scheine à 5 Cts. (noch genügend Vorrat).

6,000 Bücher à 20 Cts. per Stück 4,000 ,, à 40 ,, ,, ,, 16,000 Gratisbücher à 40 Cts. per Stück

.

Fr. 23,848. --

Fr. 1200. -- ,, 1600. . . ,, 6400. -- Total Fr. 9200. -

7. Begleitpapiere.

900,000 Begleitadressen à Fr. 4 °/oo . . . . Fr. 3600. -- 1,050,000 Zolldeklarationen à Fr. 3. 50 °/oo . . ,, 3675. -- 900,000 Ausfuhrdeklarationen à Fr. 2. 76 %o . ,, 2484. -- Total

Fr. 9759. --

Rekapitulation.

Budget 1897.

Fr. 77,930. -- ,, 710.-- ,, 67,099.92 ,, 8,312. 50 ,, 22,573. -- ,, 10,280. -- ,, 9,759. -- ,, 1,335.58 Fr. 198,000. --

1.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

8.

Budget 1898.

Frankomarken Fr. 80,435. -- Taxmarken 1,065.-- fl Postkarten ,, 67,743.60 Frankobänder ,, 9,500. -- Geldanweisungen . . . . ,, 23,848. -- Empfangsbescheinigungen. . ,, 9,200. -- Begleitpapiere ,, 9,759. -- Unvorhergesehenes und zur Abrundung ,, 1,449.40 Total

Fr. 203,000. --

Die Fabrikation der Wertzeichen wird in Aussicht genommen gemäß dem mutmaßlichen Verbrauch und den Erfordernissen ausreichender Lagerhestände.

945 X. Vergütung für körperliche Verletzung von Personen Fr. 25,000 B. 1897 Fr. 25,000. -- R. 1896 ,, 25,000. -- Ständiger Posten (vgl. Botschaft zum Budget für 1895).

XI. Vergütungen fUr Verluste, sowie flir Beschädigung und Verspätung von Postsendungen Fr. 10,000 B. 1897 Fr. 10,000. -- R. 1896 ,, 6,054. 34 Wir nehmen den gleichen Betrag in Aussicht wie im Vorjahre.

XII. Wechselkursdifferenzen Fr. 30,000 B. 1897 Fr. 24,000. -- R. 1896 ,, 21,794. 36 Gestützt auf die ausführlichen Nachweise zum Voranschlag für 1897, aus welchen hervorgeht, daß diese Ausgabe hauptsächlich vom Börsenkurse auf Paris abhängig ist, und mit Rücksicht darauf, daß im I. Semester 1897 bereits rund Fr. 12,000 verausgabt worden sind, so daß der Budgetbetrag von Fr. 24,000 kaum ausreichen wird, wenn die Kurse auf Paris im II. Semester 1897 nicht erheblich zurückgehen, wird der Voranschlag für 1898 um so mehr auf Fr. 30,000 gestellt, als die Anweisungen nach dem Auslande stets bedeutend zunehmen. So sind sie 1895 gegen 1894 um Fr. 2,111,249 1896 ,, 1895 ,, ,, 2,981,546 gestiegen, während die Anweisungen vom Ausland in geringerem Maße zunahmen, nämlich 1895 gegen 1894 nur um Fr. 510,918 und 1896 ,, 1895 ,, ,, ,, 486,247.

Da der bisher ermittelte Verkehr vom Jahr 1897 ähnliche Verhältnisse annehmen läßt, so steigern sich die zu deckenden Saldi alljährlich und mit ihnen auch die daherigen Kosten.

XIII. Entschädigungen an das Postpersonal bei Unfällen im Dienste

Fr. 12,000

Unter Berufung auf die Begründung vom Vorjahr (Budgetbotschaft pro 1897, Separatabzug, Seite 259 u. ff.) bringen wir auch pro 1898 einen Betrag von Fr. 12,000 in Vorschlag.

946 XIV. Kosten des Briefposttransits B. 1897 R. 1896

Fr. 327,000

Fr. 380,000. -- ,, 313,041. 26

Wie aus den Mitteilungen zu der Einnahmenrubrik ,,d" hiervor (Briefposttransit) hervorgeht, kommen in der Rechnung vom Jahr 1898 die Kosten zur Verausgabung, welche durch die Statistik von 1896 für 1897 ermittelt worden sind und Fr. 326,171. 39 betragen.

Da indessen die daherige Abrechnung mit einer Verwaltung noch nicht endgültig erledigt werden konnte, so wird der Voranschlag auf rund Fr. 327,000 gestellt.

XV. Saldozahlungen und Rückvergütungen B. 1897 Fr. 800,500. -- R. 1896 ,, 668,723. 05

Fr. 760,000

Rechnung vom

Budget 1897.

Fr.

3,000

2,500 75,000 500,000 60,000 110,000 50,000 800,500

Rechnung 1896.

I. Semester 1897 und .11. Semester 1896.

Fr.

Fr.

1,644. 41 2,816. 75 1. Reisenden- u, Gepäcktaxen 1,933. 45 2,450. 20 3. Briefpost (ohne Trans i tgeb Uhren) . . . .

52,187. 90 61,784. 65 4. Geldanweisungstaxen .

396,715. 89 392,150. 36 5. Fahrpostverkehr . .

57,331. 92 61,454. 66 6. Rückvergütung v. Taxen nnd Bestellgebühren .

125,373. 70 125,373. 70 8. Vergütung der bezogenen statistischen Gebühren 45,552. 90 9. Zahlungen verschiedener 33,535. 78 Verwaltungen für die internationalen Bureaux 668,723. 05

691,583. 22

Total

Budget 1898.

Fr.

4,000 4,000 70,000 442,000 60,000 130,000 50,000 760,000

Ad i. Diese Ausgaben umfassen die etwaigen Passivsaldi, welche aus den ad Einnahmenrubrik e l hiervor erwähnten Abrechnungen über gegenseitig ausgestellte Passagier bill ette und Gepäckscheine hervorgehen. Da die Ergebnisse vom 1. Juli 1896 bis 30. Juni 1897 den Voranschlag für 1897 beinahe erreicht haben und die Passivsaldi sich leicht steigern könnten, so wird der Ansatz für 1898 auf Fr. 4000 gestellt.

947

Ad 3. Ganz gleich verhält es sich mit dieser Rubrik, indem einerseits die betreffenden Abrechnungen mit dem Auslande leicht bedeutendere Passivsaldi herausstellen könnten und anderseits die Ergebnisse vom II. Semester 1896/1. Semester 1897 den budgetierten Betrag für das letztgenannte Jahr bis an weniger als Fr. 50 erreicht haben. Es werden daher für 1898 Fr. 4000 veranschlagt.

Ad 4. Diese Ausgabe setzt sich aus den Passivsaldi zusammen, welche aus den Geldanweisungsabrechnungen mit denjenigen ausländischen Postverwaltungen hervorgehen, au welche größere Mandatsummen zur Auszahlung versandt werden, als von denselben eingehen. Obwohl nun die hierseitige Versendung, wie in Ziffer XII hiervor des nähern nachgewiesen worden ist, den Empfang vom Auslande bedeutend übersteigt, so dürften doch Fr. 70,000 einstweilen genügen und wird daher für 1888 diese Summe in Ansatz gebracht.

Ad 5. Infolge der steten Zunahme des Fahrpost Verkehrs mit dem Auslande müssen auch die Ausgaben für die daherigen Abrechnungen höher angesetzt werden, wie dies auch bei der entsprechenden Einnahmenrubrik (e, 5) der Fall gewesen ist. Da die Ausgabe im Jahr 1896 Fr. 396,715. 89 betrug, setzen wir den Budgetposten pro 1898 auf Fr. 442,000 an.

Ad 6. In dieser Rubrik gelangen seit 1896 die den Bediensteten bei den Postbureaux I. und II. Klasse früher vergüteten frankierten Bestellgebühren nicht mehr zur Verausgabung, sondern sie fallen in die Postkasse, nachdem die fixen Besoldungen der betreffenden Angestellten entsprechend erhöht worden sind. Es war daher ein etwelcher Rückgang dieser Ausgabe zu erwarten. Derselbe hat sich aber nicht geltend gemacht, indem die Ausgaben im II. Semester 1896/1. Semester 1897 gegenüber dem Budget pro 1897 (Fr. 60,000) bereits Fr. 61,454. 66 erreicht haben. Es ist dies indessen zunächst dem besonderen Umstände zuzuschreiben, daß von 1897 an die früher an das Publikum verkauften Empfangscheiübücher zurückgezogen werden mußten und die daherigen Beträge in dieser Rubrik verausgabt wurden. Seit Anfang 1897 sind nämlich für rekommandierte Briefsendungen, Geldanweisungen und Einzugsmandate im internen Verkehr Gratisempfangscheino eingeführt worden, infolge welcher Maßnahme viele Besitzer der genannten Bücher dieselben nicht mehr bedurften. In zweiter Linie ist zu bemerken, daß sich die Taxrückvergütungen
auf Briefpostgegenständen, Post- und Fahrpoststücken, sowie auf Geldanweisungen und namentlich auch die Vergütungen für Expreßbestellungen und für verdorbene Wertzeichen, der allgemeinen Verkehrszunahme entsprechend, fühlbar vermehren.

948 Bei diesen Verhältnissen wird einstweilen der Voranschlag von Fr. 60,000 pro 1897 auch für 1898 beibehalten.

Ad 8. In Übereinstimmung mit dem Einnahmenbudget der Zollverwaltung wird für diese Ausgabe der Ansatz von Fr. 130,000 angenommen.

Ad 9. Diese Ausgabe entspricht der Einnahme ad e 6 hiervor mit Fr. 50,000.

XVI. Verzinsung des Betriebsmaterials

. . . . Fr. 130,625

B. 1897 Fr. 119,004. -- R. 1896 ,, 119,003. 75 Der Inventarwert des Postmaterials, der der Bundeskasse im Jahre 1898 à 3Va °/o zu verzinsen ist, beträgt Fr. 3,732,124. 46.

Die Ausgabe stellt sich mithin auf Fr. 130,624. 35.

XVII. Verminderung des Betriebsmaterials . . . . Fr. -- Es wird sich nicht eine Verminderung, sondern eine Vermehrung des Betriebsmaterials ergeben. Vergleiche Einuahmenrubrik n.

XVIII. Porti, Rechnungsdifferenzen und Provisionen . Fr. 16,000 B. 1897 Fr. 16,000. -- R. 1896 ,, 13,381. 50 Die Ausgaben im II. Semester 1896 und I. Semester 1897 betragen zusammen Fr. 13,582. 83. Wir nehmen den gleichen Betrag in Aussicht wie letztes Jahr.

XIX. Prozesse, Expertisen

Fr. 5000

B. 1897 Fr. 5000. -- R. 1896 ,, 611. 05 Wir nehmen den nämlichen Betrag auf, der schon seit Jahren in dieser Rubrik zur Verfügung gestanden ist, XX. Versicherung des Mobiliars, Beitrag an die Kosten des internationalen Postbureaus und Unvorhergesehenes Fr. 10,375 B. 1897 R. 1896

Fr. 11,000. -- ,, 8,403. 83

949 Die mutmaßlichen Ausgaben der Postverwaltung fassen sich zusammen wie folgt: I. Gehalte und Vergütungen . . . . . Fr. 17,745,000 II. Inspektionen und Dienstreisen . . . . ,, 45,000 IH. Bureaukosten ,, 841,000 IV. Dienstkleidung ,, 391,000 V. Lokalmietzinse ,, 1,185,000 VI. Mobiliar und Bureaugerätschaf'ten . . . ,, 240,000 V U . Fuhrwesenmaterial . . . . . . . . ,, 952,000 VIII. Transportkosten ,, 5,893,000 IX. Wertzeichenfabrikation ,, 203,000 X. Vergütung für körperliche Verletzungen von Personen ,, 25,000 XL Vergütung für Verluste, sowie fUr Beschädigung und Verspätung von Postsendungen ,, 10,000 XII. Wechselkursdifferenzen ,, 30,000 XIII. Entschädigungen an das Postpersonal bei Unfällen im Dienste ,, 12,000 XIV. Kosten des Briefposttransits ,, 327,000 XV. Saldozahlungen und Rückvergütungen . ,, 760,000 XVI. Verzinsung des Betriebsmaterials . . . ,, 130,625 XVII. Verminderung des Betriebsmaterials ,, -- XVIII. Porti, Rechnungsdifferenzen und Provisionen ,, 16,000 XIX. Prozesse, Expertisen ,, 5,000 XX. Versicherung des Mobiliars, Beitrag an die Kosten des internationalen Postbureaus und Unvorhergesehenes ,, 10,375 Total Die Einnahmen belaufen sich auf ...

Reinertrag

Fr. 28,821,000 ,, 30,821,000 Fr.

2,000,000

950

III. Telegraphenyerwaltnng.

I. Gehalte und Vergütungen B. 1897 R. 1896

Fr. 3,452,400 Fr. 3,294,000. -- ,, 2,829,537. 92

A. Direktion B. 1897 R. 1896

Fr. 230,300 Fr. 205,000. -- ,, 175,604. --

Der Besoldungsetat der Beamteo und Bediensteten der Telegraphendirektion beträgt zur Zeit, mit Einschluß der Telephonzulagen Fr. 200,580 Die fortwährende Ausdehnung des Telephonwesens und die damit verbundene Zunahme der Geschäfte erfordert eine weitere Vermehrung des Personals.

a. T e c h n i s c h e s B u r e a u . Die Stelle eines DI. technischen Sekretärs erscheint bereits in den Voranschlägen für die Jahre 1894 und 1895; dieselbe blieb jedoch wegen Mangel an geeigneten Bewerbern unbesetzt, indem man sich einstweilen mit anderweitiger Aushülfe zu behelfen suchte. Nun erfordert aber die Prüfung der immer zahlreicher auftretenden Starkstromprqjekte und die unumgängliche Kontrolle über die Ausführung solcher Anlagen unbedingt eine Vermehrung des mit diesem Dienstzweige betrauten technischen Personals, wozu vorläufig die Wiederaufnahme der genannten Stelle den Anfang bilden soll.

Wir setzen dafür an ,, 4,000 Eine weitere Gehiilfenstelle ,, 2,400 6. M a t e r i a l b u r e a u . Ein Gehülfe. . . . ,, 3,200 c. K o n t r o l l b u r e a u . Z w e i G e h U l f o n z u F r . 2 1 0 0 ,, 4,200 ci. I n s p e k t o r a t . Ein Gehülfe ,, 2,100 Die Gesamtzahl der Gehulfen sämtlicher Abteilungen der Centralverwaltung stellt sich damit auf 36.

Für provisorische Aushülfe werden angesetzt . ,, 4,520 Übertrag

Fr. 221,000

951

Übertrag Fr. 221,000 Die Vermehrung des definitiven Personals gestattet die Reduktion des letztjährigen Ansatzes um Fr. 1820.

Besoldungserhöhungen an eine Anzahl Beamte, die noch unter dem gesetzlichen Maximum stehen . ,, 9,300 Total wie oben Fr. 230,300 B. Kreisinspektionen B. 1897 Fr. 61,000. R, 1896 ,, 56,711. -- Ansatz unverändert.

Fr. 61,000

C. Bureaux.

i. Bureaubeamte.

a. Gehalte der Beamten der T e l e g r a p h e n b u r e a u x I. und II. Klasse.

B. 1897 Fr. 1,002,200. -- R. 1896 ,, 940,177. 55 Die Gehalte der gegenwärtig im Dienste stehenden 411 Beamten belaufen sich auf Fr. 966,400 inklusive die Vergütungen für 5 Privatgehülfen an Bureaux IL Klasse, im Gesamtbetrage von Fr. 3480.

Hierzu kommen für das Jahr 1898: l vakat gewordene und 8 neue, zusammen 9 Telegraphistenstellen zu Fr. 1500 ,, 13,500 Reglementarisehe Besoldungserhöhungen für die Beamten der Jahrgänge 1885, 1888, 1891 und 1894 und Ausgleichung einzelner Ansätze früherer Jahrgänge, Gesamtbetrag jährlich cirka Fr. 36,000, wovon pro 1898 (vom 1. April an) entfallen . . . ,, 27,000 Besoldungszulagen an weitere 5 Dienstchefs zu je Fr. 240 ,, 1,200 Die Zahl der Dienstchefs muß auf 5 Bureaux I. Klasse um je einen erhöht werden, im Interesse eines guten Dienstganges.

Besoldungsnachgenuß . ,, 10,000 Übertrag

Fr. 1,018,100

952

Übertrag b. Gehalte der T e l e p h o n n e t z - V o r s t ä n d e und Gehülfen.

B. 1897 Fr. 189,400. -- R. 1896 ,, 167,021. 87 Der effektive Stand der Besoldungen für 98 Beamte ist gegenwärtig Fr. 186,200 8 neue Gehülfenstellen müssen für das Jahr 1898 vorgesehen werden zu Fr. 1800 durchschnittlich . . . ,, 14,400 Sodann wird desTelephons wegen die Umwandlung von 2 Bureaux III. Klasse in solche II. Klasse zur Notwendigkeit, was für diese Rubrik eine Mehrbelastung von je Fr. 500, zusammen ,.'

' ,, 1,000 zur Folge hat.

Besoldungserhöhiingeu . . . fl 7,400

Fr. 1,018,100

,,

209,000

c. G e h a l t e der T e l e p h o n i s t e u .

B. 1897 Fr. 652,000. -- R. 1896 ,, 475,444. 57 Das Total der Gehalte für 322 bei den Centralstationen I. und II. Klasse angestellte Telephonistinnen beträgt Fr. 438,600 Von den im Budget pro 1897 vorgesehenen 60 neuen Stellen kommen 15 im Laufe des 2. Semesters noch zur Besetzung à Fr. 1200 . . ,, 18,000 Um den gesteigerten Anforderungen des Telephon verkehrs genügen zu können, müssen für das Jahr 1898 50 neue Telephonistinnenstellen in Aussicht genommen werden. Bei einer Anfangsbesoldung von Fr. 1200 ergiebt dies eine Mehrausgabe von Fr. 60,000 jährlich. Von dieser Summe kommen aber für 1898 nur 2ls = Fr. 40,000 in Betracht, da die BeÜbertrag

Fr. 456,600 Fr. 1,227,100

953

Übertrag Fr. 456,600 Fr. 1,227,100 setzuug dieser Stellen nur successive erfolgt ,, 40,000 Besoldungserhöhungen vom l. April an, gemäß bundesrätlicher Verordnung ,, 14,000 Die Besoldungen der gegenwärtig bestehenden 216 Telephonnetze III. Klasse belaufen sich auf Fr. 131,120, durchschnittlich somit auf Fr. 607, gegen Fr. 549 im Vorjahre. Bis Ende laufenden Jahres dürften weitere 8 Netze hinzukommen, so daß die Gesamtzahl Ende 1897 auf 224, die Ausgaben bei einer Durchschnittsbesoldung von Fr. 660 auf rund ,, 148,000 sich belaufen würden. Genau läßt sich die Durchschnittsbesoldung der Centralstationen III. Klasse nicht zum voraus bestimmen, weil sich dieselbe nach der immer zunehmenden Zahl der Gespräche richtet.

Für das Jahr 1898 sind 30 neue Centralstationen III. Klasse in Aussicht zu nehmen, zur Hälfte der Durchschnittsbesoldung von Fr. 660 = Fr. 330 ,, 9,900 Die 188 von der Verwaltung bezahlten Umschaltstationen beziehen an Vergütungen zusammen Fr. 49,550, durchschnittlich somit Fr. 263. 60.

Die Zahl der Umschaltstationen hat sich im Vergleich zum Vorjahre um 56 vermehrt. Weitere cirka20 dürften bis Jahresschluß noch eröffnet werden, so daß der Bestand pro Ende 1897 sich auf 208 belaufen würde. Zu durchschnittlich Fr. 300 berechnet, ergiebt dies eine Jahresausgabe von rund ,, 62,400 Übertrag

Fr. 730,900

Fr. 1,227,100

954

Übertrag Fr. 730,900 Fr. 1,227,100 Für 1898 muß ein fernerer Zuwachs von 60 Umschaltstationen angenommen werden, zur Hälfte der durchschnittlichen Jahresgebühr = Fr. 150 9,000 ,, 739,900 d. G e h a l t e der T e l e g r a p h e n b u r e a u x III. K l a s s e .

B. 1897 Fr. 340,000. -- R. 1896 ,, 322,871. 03 Der Besoldungsetat der gegenwärtig bestehenden 1191 Telegraphenbureaux III. Klasse (einschließlich die Vergütungen an die Postverwaltung) beträgt rund Fr. 329,000 Dazu kommen : 5 neue, in der 2. Hälfte des Jahres 1897 zu eröffnende Bureaux zu Fr. 240 ,, 1,200 10 neue Bureaux im Jahre 1898 mit der Hälfte des Anfangsgehaltes von Fr. 240, gleich Fr. 120 ...

,, 1,200 Besoldungserhöhungen vom 1. April an ,, 6,000 Besoldungsnachgenuß . . . ,, 2,000 ,,

339,400

e. P r o v i s i o n e n der T e l e g r a p h e n b u r e a u x III. K l a s s e .

B. 1897 Fr. 215,000. -- R. 1896 ,, 200,603. 51 Der bisherige Ansatz wird herabgesetzt auf .

,,

210,000

f. V e r g ü t u n g e n an die E i s e n b a h n te l e g r a p h e n b u r e a u x .

B. 1897 Fr. 23,000. -- R. 1896 ,, 17,013. -- Der bisherige Ansatz kann herabgesetzt werden auf

,,

20,000

Total Bureaubeamte Fr. 2,536,400

955

2. Bedienstete, a. G e h a l t e der B o t e n .

B. 1897 Fr. 190,000. -- R. 1896 ,, 162,898. 89 Die Gehalte der zur Zeit angestellten 123 Ausläufer belaufen sieh im ganzen auf Fr. 188,300 Die stete Ausdehnung der Bestellkreise in den Städten erfordert die Vermehrung des Ausläuferpersonals um 10 neue Stellen, die wir, weil nur successive zu besetzen, mit nur drei Vierteilen des Anfangsgehaltes von Fr. 1200, also Fr. 900, in Anrechnung bringen ,, 9,000 Reglementarische Besoldungszulagen vom 1. April an ,, 4,700 Besoldungsnachgenuß . . . . ,, 4,000 b. V e r t r a g u n g s p r o v i s i o n der B u r e a u x II. K l a s s e .

B. 1897 Fr. 22,000. -- R. 1896 ,, 21,453. 30 Bisheriger Ansatz wird beibehalten . .

Total Bedienstete

Fr.

206,000

,,

22,000

Fr.

228,000

3. Verschiedenes, a. N a c h t d i e n s t .

B. 1897 Fr. 28,000. -- R. 1896 ,, 26,627. 25 Wegen Umwandlung von Bureaux lu. Klasse in solche II. Klasse und der voraussichtlich nötig werdenden Einführung des vollen Nachtdienstes auf Bureaux mit bisher teilweisem Nachtdienst muß der bisherige Ansatz erhöht werden auf . . Fr.

29,000 b. A u s h ü l f e und Ersatz von Beamten.

B. 1897 Fr. 220,000. -- R. 1896 ,, 155,426. 50 Übertrag

Fr.

29,000

956

Übertrag Infolge Vermehrung der definitiven Stellen kann dieser Posten herabgesetzt werden auf . .

Eine weitere Reduktion scheint nicht angezeigt, weil die Zunahme des Personalbestandes auch vermehrte Ersatzkosten für Urlaube und Krankheitsfälle mit sich bringt.

Fr.

29,000

,,

210,000

c. A u s h ü l f e und E r s a t z im Botendienste.

B. 1897 R. 1896

Fr. 30,000. -- ,, 27,501. 90

Dieser Ansatz wird pro 1897 voraussichtlich nicht ausreichen und muß für das Jahr 1898, mit Rücksicht auf den größern Personalbestand und die dadurch bedingten größern Auslagen für Ersatz beurlaubter und erkrankter Ausläufer, erhöht werden auf

35,000

d. S o n n t a g s s t e l l v e r t r e t u n g .

B. 1897 Fr. 21,000. -- R. 1896 1.7,982. 50 Die gegenwärtig auszurichtenden Entschädigungen für SonntagsstellvertretuDg belaufen sich auf Fr. 20,640. Einige weitere Bureaux III. Klasse kommen infolge Abtrennung von der Post hinzu, so daß der bisherige Ansatz für 1898 nicht genügt und auf erhöht werden muß.

23,000

e. V e r s c h i e d e n e s .

B. 1897 R. 1896

Fr. 95,400. -- ,, 62,201. 05

Für 29 Lehrlinge, die bereits in Verwendung stehen und deren Lehrzeit, Schlnßkurs inbegriffen, mit 30. April 1898 beendigt sein wird, entfallen auf Rechnung des Budgetjahres rund . Fr. 10,500 Übertrag

Fr. 10,500 Fr.

297,000

957

Übertrag Ferner ist die Annahme weiterer 50 Lehrlinge auf Anfang November 1897 in Aussicht zu nehmen, welche für 1898 eine Gesamtausgabe von rund erfordern.

Die Kosten für Heranbildung von 80 Reservetelephonistinnen (Taggeld von Fr. 1. 50 ab 2. Monat der Lehrzeit) werden sich belaufen auf cirka .

Schon seit geraumer Zeit wird den neuen Beamten von Bureaux III.

Klasse ein Teil ihrer Instruktion auf Bureaux I. oder II. Klasse erteilt. Die Verwaltung bezahlt in diesem Falle den betreffenden Beamten, außer den Reisekosten, ein Taggeld von Fr. 2. Dieses Verfahren hat sich bisher als für beide Teile praktisch und auch vorteilhaft bestens bewährt, so daß dasselbe überall angewendet zu werden verdient, wo die Verhältnisse dies gestatten. Für das Jahr 1898 nehmen wir daher 200 solcher Instruktionstage an, mit einer Auslage von Die gemäß bundesrätlichev Verordnung vom 24. April 1896 an die Bureaux mit verlängertem Tagesdienst auszurichtenden Entschädigungen erfordern zur Zeit eine Summe von rund Fr. 37,600. Voraussichtlich wird die Zahl der in Betracht fallenden Bureaux ab 1. Mai 1898 noch um cirka 20 vermehrt werden müssen, wodurch der Verwaltung für fragliches Jahr eine Mehrausgabe von Fr. 6400 erwächst.

Die Gesamtkosten würden sich demnach belaufen auf

Fr. 10,500

,,

38,800

,,

6,000

,,

400

,,

44,000 ---

Total Verschiedenes

Fr.

297,000

,,

99,700

Fr.

396,700

958 Rekapitulation.

A. Direktion B. Kreisinspektionen C. Bureaux: 1 . Bureaubeamte 2. Bedienstete 3. Verschiedenes

Fr, ,, . . . .

. . . .

230,300 61,000

F r . 2,536,400 ,, 228,000 ,, 396,700 ,, 3,161,100

· T o t a l G e h a l t e und V e r g ü t u n g e n

II. Expertisen und Reisekosten B. 1897 R. 1896

Fr. 3,452,400

Fr. 70,000

Fr. 65,000. -- ,, 65,311. 29

Der bisherige Ansatz ist ungenügend. Nach den Ergebnissen im 1. Semester 1897 zu schließen, wird er schon für das laufende Jahr nicht ausreichen und muß pro 1898 erhöht werden auf Fr. 70,000.

Die von Jahr zu Jahr sich steigernden Mehrausgaben dieser Rubrik sind ausschließlich die Folge der noch fortwährend starken Entwicklung des Telephonwesens.

III. Bureaukosten

Fr. 195,000

Dieser Ansatz verteilt sich wie folgt auf die verschiedenen Unterrubriken : Rechnung 1896.

Fr.

a. Schreibmaterial .

b. Druckkosten . .

c. Buchbinderarbeiten d. Beleuchtung . .

e. Heizung . . . .

f. Verschiedenes . .

Voranschlag 1897.

Voranschlaff 1898.

Fr.

Fr.

35 91 59 66 46 88

6,500 75,000 4,500 42,000 14,000 44,000

7,500 80,000 4,500 45,000 14,000 44,000

161,645. 85

186,000

195,000

6,750.

57,898.

3,992.

40,499.

9,795.

42,708.

Ad a. Die Auslagen für Schreib- und Zeichnungsmaterial werden im laufenden Jahre die budgetierte Summe voraussichtlich überschreiten, weshalb dieser Posten für das Jahr 1898 um Fr. 1000 erhöht werden muß.

959 Ad b. Die Vermehrung der Ausgaben für Druckkoaten ist die Folge des sich steigernden Bedarfs an Betriebsformularen, sowie der Zunahme des Umfanges der Telephonabonnentenlisten.

Ad d. Für Beleuchtung werden Fr. 3000 mehr vorgesehen als im laufenden Jahre, und dies mit Rücksicht auf den an einigen Orten in Aussicht stehenden Bezug größerer Lokale.

IV. Gebäulichkeiten

Fr. 233,000

a. Mietzinse.

B. 1897 R. 1896

Fr. 200,000. -- ,, 179,631. 52

Der Stand der Mietzinse beträgt gegenwärtig rund Fr. 210.000 Derselbe ist somit innerhalb eines Jahres, d. h. seit Aufstellung des letzten Voranschlages, um Fr. 22,000 gestiegen.

Für neue Lokalitäten, Erweiterung bisheriger und für Mietzinse an Bureaux, für welche die Gemeindeleistungen aufhören, muß eine Erhöhung vorgesehen werden von ,, 15,000 Fr. 225,000 b. Unterhalt.

B. 1897 R. 1896

Fr. 4,000. -- ,, 12,964. 45

Die vom Telephon Basel bisher innegehabten Lokalitäten im III. Stock des Postgebäudes daselbst konnten den Bedürfnissen nicht mehr genügen, und es mußten dieselben anläßlich der Auswechslung der Centralstationsapparate umgebaut werden. Der Umbau wurde, gemäß Vereinbarung, durch den Kanton Basel - Stadt, als Eigentümer fraglichen Gebäudes , auf Rechnung der Telegraphenverwaltung ausgeführt, und es belleten sich die daherigen Kosten auf Fr. 15,290. 78. Diese Summe ist zu 4 °/o zu verzinsen und von 1898 an in 4 Jahresraten zurückzuerstatten. Amortisatioosquote und Zinsbetreffnis Übertrag Bundesblatt. 49. Jahrg. Bd. IV.

Fr. 225,000 66

Übertrag pro 1898 belaufen sich auf Fr. 4281. 41. Dazu kommen die Kosten für den Unterhalt der übrigen Lokale, für welche cirka Fr. 4000 angesetzt werden müssen, so daß eine Gesamtausgabe aufzunehmen ist von rund

Fr. 225,000

Total Gebäulichkeiten

Fr. 233,000

V. Bau und Unterhalt der Linien B. 1897 R, 1896

,,

8,000

Fr. 3,431,650

Fr. 3,681,720. -- ,, 3,610,145. 34

1. Kabelanlage über den Hauenstein, 2 Telegraphenkabel zu 7 Adern, l Telephonkabel zu 14 Doppeladern, Linienlänge 4 km. . . .

2. Telegraplienkabel für Tunnels und Bahnhöfe . .

. . . .

3. Auswechslung von 1000 km. Telegraphendraht 4. Auswechslung von 10,000 Telegraphenstangen 5. Auswechslung von 25,000 Isolatoren . f 6. Laufender Unterhalt der Telegraphenlinien 7. Unterhalt und Umbau der Telephonnetze und -Linien . . . .

8. Ein neuer Telegraphendraht Hartigny-Territet, 41 km. 3 mm.

Eisendrabt 9. Ein neuer Telegraphendraht SionOrsieres, 49km. 3 mm. Eisendraht 10. Ein neuer Telegraphendraht Zürich-Richterswil, 27 km 3 mm.

Eisendraht 11. Ein neuer Telegraphendraht Schaffhansen-Ermatiugen (Verlängerung des Drahtes Nr. 579), 38 km. 3 mm. Eisendraht. . .

12. Ein neuer Telegraphendraht fSchuls-Samaden, 56,3 km. 3 mm.

Eisendraht Übertrag

Material j und Werkzeug.

....

Arbeits....

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

65,000

6,000

5,000

76,000

100,000

20,000

10,000

130,000

20,000

10,000

6,000

86,000

100,000

25,UOO

20,000

145,000

12,500

12,500

2,500

27,500

30,000

50,000

10,000

90000

300,000 175,000

75,000

550,000

lorml)l

Transport \ und Verschiedenes.

, , Total,

T

1,500

600

200

2,300

1,800

720

280

2,800

1,000

270

130

1,400

1,400

400

200

2,000

2,000

900

300

3,200

635,200 301,390 129,610 1,066,200

961 Material und Werkzeug.

Fr.

Übertrag 13. Ein neuer Telegraphendraht Bellinzona-1-.ocarno, 21 km. 3 mm.

Eisendraht 14. Eine Telpphonverbindung AigleVevey, 21 km. 3 mm. ßrouzedrahtschleife 15. Eine Telephonverbindung GenfLausanne III, 60 km. 3 mm.

Bronzedrahtschleife 16. Eine Telephonverbindung Lansanne-Yverdon II, 3» km. 3 mm.

Bronzedrahtschleife, teilweiser Umbau 17. Eine Telephonverbinduug Sentier -Vallorbe, 20 km. 3 mm.

Bronzedrahtschleife, teilweise neue Linie 18. Eine Telephonverbindung Freihurg-Biel, 50 km. 3 mm. Bronzedrahtschleife 19. Eine Telephonverbindung BernInterlaken 11, 56 km. 3 mm.

Bronzedrahtschleife, teilweise neue Linie 20. Eine Telephonverbindung Chauxde-Fonds-Sonceboz, 30km. 3 mm.

Bronzedrahtschleife 21. Eine Telephonverbindung Bielßasel, 92 km. 3 mm. BronzedrahtSchleife 22. Eine Telephonverbindung Solothurn-ßasel, 70 km. 3 mm. Bronzedrahtschleife 23. Eine Tflephonverbindung BernZürich 111, 140 km. 3 mm. Bronzedrahtschleife, teilweise neue Linie 24. Eine Telephonverbiodung Zofingen-Luzein, 48 km. 3 mm.

Bronzedrahtschleife, teil weiser Neubau 25. Eine Telephonverbindnng AarauZürich 111, 51 km. 3 mm. Bronzedrahtschleife Übertrag

. . ..

Transport *?·*· u ,,d """"'· Verschiedenes.

Fr.

Fr.

Total.

Fr.

635,200 301,390 129,610 1,066,200 750

350

150

1,250

8,000

800

200

9,000

24,000

2,500

1,500

28,000

20,500

2,500

1,400

24,400

9,500

1,200

800

11,500

18,000

2,000

1,000

21,000

23,000

2,500

1,500

27,000

10,000

1,200

600

11,800

32,500

5,500

2,000

40,000

25,500

4,500

1,800

31,800

58,000

6,200

3,300

67,500

20,000

2,500

1,200

23,700

18,000

2,000

1,000

21,000

902,950 335,140 146,060 1,384,150

Ü62 Material .

und Werkzeug.

26.

27.

28.

29.

30.

31.

32.

33.

34.

35.

36.

37.

Übertrag Zwei weitere Telephonverbindungen Zürich-Winterthar V und VI, je 27 km. 3 mm. Bronzedrahtschleife, teilweise neue Linie Eine Telephonverbiudung ZürichWil, 54 km. 3 mm. Bronzedrahtschleife, teilweise neue Linie Eine Telephonverbindung Schaffhausen-Frauenfeld, 30 km. 3 mm.

Bronzedrahtschleife, teilweise neue Linie Eine Telephonverbindung GlarusZürich II, 68 km. 3 mm. Bronzedrahtschleife Für Verbesserung bestehender Verbindungen, 400 km. 2 mm.

Bronzedraht Für Anschluß neuer Netze und TJmschaltstationen, 100t) km.

2 mm. Bronzedrahtschleifen, teilweise neue Linien 5000 km. Telephonleitnngen für neue Abonnenten (ohne Kabel) .

Telephon Genf: Kabel 1000 km. Doppelleitungen (50 Doppeladern) 2000 m. Röhren, 30/40 Cm. . .

Zoreseisen 5000 m., 27 t. . . .

Telephon Bern: Kabel 200 km. Doppelleitungen 750 m. Röhren, 25 cm. . . .

Telephon Basel: Kabel 1500 km. Doppelleitungen (zu 100 Doppeladern) . . . .

3000 m. Köhren, 20 cm., mit 6 Säulen Telephon Zürich: Kabel 1500 km. Doppelleitungen (zu 200 und 50 Doppeladern) 4000 m. Röhren, 15/50 cm., mit 10 kleinern Säulen Kabellegungen in kleinern Netzen Total

. ., Arbeits....

lonne>

Transport f . und Verschiedenes.

- ., Total.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

902,950 335,140 146,060 1,384,150

22,000

2,500

1,500

26,000

25,000

3,000

2,000

30,000

13,000

1,500

800

15,300

25,000

3,000

1,500

29,500

36,000

6,000

3,000

45,000

250,000

50,000

30,000

330,000

375,000

75,000

50,000

500,000

130,000 40,000 5,400

4,000 16,000 2,000

3,000 4,000 600

137,000 60.00U 8,000

26,000 10,000

800 4,000

900 2,000

27,700 16,000

180,000

4,500

4,500

189,000

40,000

15,000

5,000

60,000

170,000

3,500

4,500

178,000

70,000 255,000

20,000 30,000

6,000 15,000

96,000 300,000

2,575,350 575,940 280,360 3,431,650

963

Von der Gesamtsumme für Bau und Unterhalt der Linien im Betrage von Fr. 3,431,650 fallen auf den Bauconto ,, 2,377,150 ao daß zu Lasten der Betriebsrechnung verbleiben Fr. 1,054,500 Zu den oben vorgesehenen Linienbauten und Kabellegungen geben wir im einzelnen folgende Erläuterungen : Ad i. Die im letztjährigen Budget vorgesehene Kabellegung durch den Hauensteintunnel kann nicht ausgeführt werden, da die eingehenden Studien der Profilverhältnisse durch die Organe der schweizerischen Centralbahn herausstellten, daß in der Tunnelsohle gar kein Platz für einen Kabeikanal sei. Auch wären die Legungsarbeiten in dem sehr streng befahrenen, zweispurigen Tunnel äußerst schwierig gewesen. Es wurde daher von einer Kabellegung durch den Tunnel abgesehen und dafür das Projekt studiert, die Kabel über den Hauenstein, längs der alten Landstraße, zu führen, was weniger große Schwierigkeiten bietet. Wir nehmen daher nun das Projekt einer Kabellegung über den Hauenstein in das nächstjährige Budget auf. Die Legung geschieht gemeinschaftlich mit der schweizerischen Centralbahn.

Ad 2. Infolge Umbaues des Bahnhofes Zürich ist die Telegraphenlinie fortwährend gefährdet. Dieselbe soll bis nach Altstetten unterirdisch verlegt und bis in das im nächsten Jahr zu beziehende neue Postgebäude in Zürich geführt werden. Weitere Kabelanlagen stehen in den Bahnhöfen Vevey, Biel, Luzern und einigen kleinern Tunnels in Aussicht.

Ad 3--6. Diese Ansätze entsprechen dem letztjährigen Budget.

Ad 7. Dieser Posten konnte etwas reduziert werden, da ein großer Teil der Anlagen umgebaut ist und in den größern Städten d io oberirdischen Linien infolge der Kabellegungen entlastet werden.

Ad 8 und 9. Diese Drähte sollen das neugeschaffene Bureau II. Klasse Martigny in entsprechende Verbindung mit dem Telegraphennetz bringen.

Ad 10--43. Diese Anlagen betreffen kleine Verbesserungen des Telegraphennetzes zur Erleichterung des internen Verkehr».

Ad '14--29. Die vorgesehenen neuen Telephonleitungen werden durch den zunehmenden Verkehr bedingt. Dabei sind hauptsächlich zwei Gesichtspunkte maßgebend : 1. Sobald die Gesprächszahl 20,000 per Leitung jährlich übersteigt, so wird der Verkehr äußerst schleppend und längeres Warten auf eine gewünschte Verbindung (bis zu einer Stunde) unvermeid-

964

lieh. In diesem Falle ist es an der Zeit, eine zweite Leitung anzulegen.

2. Wenn ein Gespräch mehr als zwei Centralstatiorien passieren muß, so geht durch die verschiedenen Urnschaltungen viel Zeit verloren und die Lautwirkung leidet bedeutend ; die Verständigung wird also ersehwert. Ein solches Qespräch beansprucht viel mehr Zeit und Bedienung und ist daher für die Verwaltung unvorteilhaft. Es empfiehlt sich aus diesem Grunde, alle großem Netze, welche einen regen Verkehr untereinander haben, direkt zu verbinden. Dies kann natürlich nicht von heute auf morgen geschehen, sondern es muß dazu eine längere Reihe von Jahren in Aussicht genommen werden, was den Vorteil bietet, daß die Bedürfnisse des Verkehrs sich in natürlicher Weise entwickeln können und die finanziellen Mittel der Verwaltung nicht über Gebühr beansprucht werden müssen.

Einige Leitungen, wie Biel-Basel, Solothurn-Basel, müssen vom letztjährigen Budget übertragen werden, da sie mit der Kabellegung am Hauenstein in Zusammenhang stehen.

Ad 30--32. Diese Ansätze entsprechen denjenigen des Vorjahres.

Ad 33. Diese Kabel legungen bilden die Fortsetzung der schon früher begonnenen und in frühem Budgetbotschaften begründeten Kabelanlagen.

Ad 34. Die im letztjährigen Budget vorgesehenen Kabelanlagen können im laufenden Jahre nicht mehr zur Ausführung kommen und müssen auf nächstes Jahr übertragen werden.

Ad 35. In Basel werden durch die erweiterton elektrischen Tramanlagen, welche anfangen den Telephonbetrieb nachteilig zu beeinflussen, ausgedehntere Kabelanlagen nötig.

Ad 36. Neben der außerordentlichen Zunahme von neuen Abonnenten (im Jahre 1896 751 Stationen) werden die Erweiterungen der Kabelanlagen in Zürich namentlich auch durch die nach allen Richtungen sich ausdehnende elektrische Tramanlage bedingt. Ein weiterer Kabelstrang wird durch den Umstand nötig, daß es nicht möglich ist, den Turm auf dem neuen Postgebäude in zweckentsprechender Weise als Ausstrahlungspunkt für die Telephondrähte zu benützen.

Ad 37. Immer mehr wächst die Anzahl der Netze, in welchen Kabel verlegt werden müssen. Im laufenden Jahre werden außer in den oben genannten noch in folgenden Orten Kabelanlagen ausgeführt oder wenigstens vorbereitet: Ghur, Davos-Platz, St. Gallen,

9(Ì5

Aarau, Sehaffhausen, Luzern, Lausanne, Neuenburg, Vevey, Montreux.

Teilweise ist es wegen der starken Zunahme der Abonnenten nicht mehr möglieh, die erforderliche Anzahl Drähte in rationeller Weise über die Dächer wegzubringen, teilweise bilden die von den Gemeinden erstellten Starkstromanlagen ein Hindernis für die naturgemäße Entwicklung der Telephonnetze. Besonders wird durch dieselben auch das Leben der an unsern Anlagen beschäftigten Beamten und Arbeiter bedroht.

Der im letzten Budget (unter Nr. 7) vorgesehene Draht filicine neue Verbindung London-Budapest kommt im Jahr 1897 nicht zur Ausführung, da eine Verständigung der beteiligten Staaten (England, Frankreich, Österreich und Ungarn) noch aussteht, wahrscheinlich aber im nächsten Jahre. Um indessen das so wie so schon reichhaltige Budget nicht noch mehr zu belasten, wurde davon abgesehen, den bezüglichen Posten in dasselbe zu übertragen. Sollte die internationale Abmachung zu stände kommen, so wird seiner Zeit ein Nachtragskredit zu verlangen sein.

VI. Apparate

Fr. 1,511,900 B. 1897 Fr. 1,700,000. -- R. 1896 ,, 1,419,422. 39

1.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

8.

a. Ankauf und Reparatur von Apparaten.

20 Morse-Apparate (Farbschreiber) à Fr. 220 Fr.

Apparate für Schnelltelegraphie (Hughes, Regulatoren und Motoren) ,, Taster, Wecker, Apparatentische, Bussolen, Kettenwechsel, Blitzplutten, Uhren, Batteriekasten für Telegraphenbureaux ,, 5500 Telephonstationen mit Zubehör à Fr. 85 fl Zusatzapparate für Telephonstationen (Blitzplatten, Glocken, Umschalter etc.) . . . . ,, Wechselgestelle und Multipelapparate für Centralstationen (Translatoren, Sicherungen u. s. w.) " ,, Reparaturen von Telegraphen- und Telephonapparaten ,, Meß- und Untersuchungsapparate ,,

Übertrag

4,400 10,000 10,000 467,500 80,000 400,000 70,000 5,000

Fr. 1,046,900

966 Übertrag Fr. 1,046,900 b. Anschaffung und Reparatur von Betriebsmaterial.

Batterien, Salz, Säuren, Werkzeug für Telegraphenund Telephonbetrieb, sowie für die Reparaturwerkstätte

,,

100,000

c. Einrichtung von Telegraphenbureaux und Telephonstationen.

Einrichtung, Vervollständigung, Umänderung, Verlegung und Unterhalt von Telegraphenbureaux, Centralstationen und Abonnentenstationen, inbegriffen Montierungskabel und Arbeitslöhne . .

d. Transportkosten und Verschiedenes . . . .

,, ,,

300,000 65,000

Total

Fr. 1,511,900

Diese Ansätze, wovon die meisten mit den letztjährigen übereinstimmen, geben Anlaß zu folgenden Erläuterungen: Ad. 3. Der Zuwachs an Telegraphenbureaux mit Morse-Apparaten ist zurückgegangen, da gewöhnlich Gemeindestationen mit Telephonbetrieb vorgezogen werden. Daher kann dieser Posten etwas reduziert werden.

Ad. 4. Die Zunahme der Telephonstationen hat etwas abgenommen (Zuwachs im 1. Semester 1897 = 2117 gegen 2373 im I. Semester 1896) ; auch ist eine ausreichende Reserve nun vorhanden, so daß eine Reduktion der neu anzuschaffenden Stationen von 6000 auf 5500 gerechtfertigt erscheint. Auch konnte im Preisansatz eine Reduktion eintreten.

Ad. 6. Im lautenden Jahre erhält die Telephoncentralstation Zürich eine neue Einrichtung mit einer Kapazität von 10,000 Leitungen, von denen 5400 eingerichtet werden. Da die letztere Zahl auf Ende des Jahres nahezu erreicht wird, muß auch die andere Hälfte der Einrichtung sofort aufgestellt werden. Dadurch werden die zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten im Telephondienstgebäude vollständig besetzt, so daß damit der Ausbau der Centralstation zu einem gewissen Abschlüsse gelangt. Für wie lange derselbe ausreichen wird, ist nicht vorauszusehen. Sollte der Zuwachs in seinem gegenwärtigen Umfange andauern (cirka 700 Abonnemente per Jahr), so würde in 6 bis 7 Jahren der verfügbare Platz erschöpft sein.

967 Gegenwärtig bestehen im Auslande keine Centralstationen von größerm Umfang; es würde sich daher voraussichtlich darum handeln, auf jenen Zeitpunkt eine zweite Centralstation an einem ändern Punkte der Stadt einzurichten. Denn wenn auch schließlich die Technik dazu gelangen würde, Umschaltapparate mit einer Kapazität von 20 à 30,000 Leitungen zu konstruieren, so trifft man im vorhandenen Straßengrund auf beinahe unübersteigliche Schwierigkeiten, um die erforderliche ungeheure Menge von Drähten an einem Punkte zusammenzuführen. Jedenfalls würden die Einrichtungskosten so sehr erhöht, daß sie in keinem Verhältnis mehr zu den ohnehin zu niedrigen Abonnementsgebühren stünden.

'Die in Zürich frei werdenden Apparate werden sofort auf der Telephoncentralstation Genf aufgestellt, deren gegenwärtige Einrichtung vollständig abgenützt ist und keinen sichern Betrieb mehr ermöglicht; sie haben als Provisorium zu dienen, bis ein neues, längst zu einem dringenden Bedürfnis gewordenes Lokal die Einrichtung einer definitiven Centralstation ermöglichen wird.

Ad. 7. Dieser Posten kann gegenüber früheren Jahren beträchtlich herabgesetzt werden.

VII. Bureaugerätschaften

Fr. 17,000

a.

Neuanschaffungen.

B. 1897 Fr. 15,000. -- R. 1896 ,, 14,855. 18 Der bisherige Ansatz wird beibehalten . . . . Fr. 15,000 b. Reparaturen.

B. 1897 Fr. 2000. ß. 1896 ,, 1735. 56 Ansatz unverändert

,, Total

VIII. Verschiedenes Diese Rubrik zerfällt in folgende Posten:

2,000

Fr. 17,000

Fr. 24,000

968 Rechnung

Budget

1897.

Fr.

6,500

1898.

Fr.

10,500

1,160.-- 923.56

1,500 2,000

1,500 2,500

-- 3,326.10

5,000 4,000

5,000 4,500

Total 11,908.11

19,000

24,000

o. Bekleidung des Botenpersonals b. Beitrag an das internationale Bureau c. Mobiliar-Versicherungsprämien d. Entschädigung an das Telegraphenpersonal bei Unfällen im Dienste e. Verschiedenes

1896.

Fr.

6,498. 45

Budget

Ad a. Gegenwärtig erhalten die von der Verwaltung direkt angestellten Ausläufer an ihre Dienstkleidung: 1. Tuch und Knöpfe zum Uniformrock, alljährlich, nebst Fr. 15 Macherlohn ; 2. Tuch und Knöpfe zum Mantelkragen, alle 3 Jahre, und Fr. 4 Macherlohn ; 3. eine fertige Bluse, alljährlich, und 4. alljährlich Fr. 5 für die Mütze.

Die übrigen Kleidungsstücke (Beinkleider und Weste) haben dieselben auf eigene Rechnung anzuschaffen.

Wir beabsichtigen nun, in Entsprechung eines von den Boten wiederholt schon gestellten Begehrens, denselben künftig die ganze Dienstkleidung gratis zu liefern, beziehungsweise denselben eine entsprechende Vergütung auszurichten. Die daherige Mehrausgabe wird auf cirka Fr. 4000 veranschlagt werden, um welchen Betrag wir daher auch den letztjährigen Ansatz erhöhen.

Ad c. Im Laufe des Jahres 1897 sind alle diejenigen Telegraphen- und Telephonbureaux, deren Einrichtung einen größern Wert repräsentiert, oder welche durch Starkstromleitungen größerer Gefahr ausgesetzt sind, sowie die Materialmagazine der Centi'alverwaltung gegen Feuerschaden versichert worden. Für den gegenwärtigen Bestand der Versicherungen reicht der jetzige Kredit noch aus; dagegen ist für das Jahr 1898 eine Erhöhung von Fr. 500 geboten, da die Versicherung ohne Zweifel noch auf weitere Bureaux ausgedehnt werden muß.

Ad e. Dieser Ansatz muß um Fr. 500 erhöht werden und zwar mit Rücksicht auf den Umstand, daß wir in neuerer Zeit öfters in den Fall kommen, das für die Saldierung der Abrechnungen mit dem Auslande erforderliche Gold ankaufen zu müssen.

969 IX. Verzinsung

Fr. 518,455

a. Des Baucontos.

B. 1897 Fr. 227.500. -- R. 1896 ,, 186,444. -- Der Bauconto erreichte auf 1. Januar 1897 die Summe von Fr. 6,839,019. 55 Davon sind auf Jahresende 15 °/o zu amortisieren · . . ,, 1,025,852. 93 Verbleiben Dazu die Ausgabe des Jahres 1897, welche voraussichtlich nicht über Fr. 2,200,000 ansteigen und daher die bewilligten Kredite bei weitem nicht erschöpfen wird

Fr. 5,813,166. 62

Somit Bestand aut 1. Januar 1898 oder rund

Fr. 8,013,166. 62 Fr. 8,013,000. --

Für Verzinsung zu 31/2°/o sind anzusetzen

,, 2,200,000. --

Fr.

280,455. --

b. Des Inventars.

B. 1897 Fr. 192,500. -- R. 1896 ,, 165,932. -- Der Bestand des verzinslichen Inventars beläuft sich Ende 1896 auf Fr. 5,768,288. 97 und dürfte bis Ende 1897 die Summe von rund Fr. 6,800,000 erreichen. Die Verzinsung dieser Summe zu 3 l /a°/o erfordert Total Verzinsung

X. Amortisation des Baucontos B. 1897 R. 1896

238,000.

Fr.

518,455.

Fr. 1,268,645

Fr. 1,018,900. -- ,, 1,000,369. 91

a. Ordentliche Amortisation 45 °/o.

Bei einem Bestand des Baucontos von Fr. 8,013,000 pro Ende 1897 (vide Rubrik IX) beträgt die pro 1898 zu zahlende Amortisationsquote à 15°/o Fr. 1,201,950. -- Übertrag Fr. 1,201,950. --

970

Übertrag Fr. 1,201,950. -- b. Außerordentliche Amortisation.

Aktivsaldo der Betriebsrechnung pro 1898 ,,

66,695. --

Total Amortisation Fr. 1,268,645. -- Die mutmaßlichen Ausgaben der Telegraphenverwaltung fassen sich zusammen wie folgt: I. Gehalte und Vergütungen Fr. 3,452,400 II. Expertisen und Reisekosten ,, 70,000 III. Bureaukosten ,, 195,000 IV. Gebäulichkeiten ,, 233,000 V. Bau und Unterhalt der Linien ,, 1,054,500 VI. Apparate ,, 1,511,900 VII. Bureaugerätschaften ,, 17,000 VIII. Verschiedenes ,, 24,000 IX. Verzinsung des Baucontos und des Inventars ,, 518,455 X. Amortisation des Baucontos: a. Ordentliche, 15 °/o ,, 1,201,950 b. Außerordentliche, zur Saldierung der Betriebsrechnung ,, 66,695 Total Ausgaben

Fr. 8,344,900

gleich den Einnahmen.

Vierter Abschnitt.

Unvorhergesehenes

Fr. 51,838 B. 1897 R. 1896

Fr. 37,547. -- ,, 50,368. 77

971 Etwelche Anhaltspunkte zur Einstellung eines Ansatzes ergeben sich aus den vorhergehenden dreijährigen Rechnungsergebnissen; die Ausgaben betrugen : im Jahr 1894 Fr. 52,651. 12 1895 ,, 35,356. 90 ,, ,, 1896 ,, 50,368. 77 Total

Fr. 138,376. 79

oder per Jahr Fr. 46,125. 16. Gestützt hierauf und unter Berücksichtigung des Umstaudes, daß dieser Kreditposten erfahrungsgemäß immer intensiver in Anspruch genommen wird, werden zur Deckung unvorhergesehener Ausgaben in runder Summe Fr. 50,000 in das Budget aufzunehmen sein.

Zusammenzug der Ausgaben.

l. Amortisation und Verzinsung der Anleihen . . Fr. 4,236,935 II. Allgemeine Verwaltung.

A.

B.

C.

D.

E.

Nationalrat Ständerat Buudesrat Bundeskanzlei Bundesgericht

Fr.

,, ,, ,, ,,

240,000 32,500 85,500 452,800 337,800 ,,

1,148,600

,,

643,500

III. Departemente.

A. Politisches Departement: I. Politische Abteilung . . Fr. 621,300 II. Auswanderungswesen . . ,, 2*2,200 B. Departement des Innern: I. Kanzlei II. Centralhibliothek . .

III. Archive IV. Statistisches Bureau .

V. Gesundheitsamt . . .

Übertrag

Fr.

,, ,, ,,

21,300 5,000 54,900 139,500 144,000

Fr.

364,700

v

Fr. 6,029,035

972 Übertrug Fr. 364,700 Fr.

VI. Beiträge an Arbeiten schweizerischer Vereine ,, 113,200 VII. Beiträge an Anstalten . ,, 1,277,700 VIII. Verschiedenes . . . ,, 110,000 IX. Oberbauinspehtorat . . ,, 4,083,120 X. Direktion der eidgenössischen Bauten . . ,, 4,976,388 XI. Forstwesen, Jagd und Fischerei ,, 477,100 XII. Maß und Gewicht . . ,, 7,000 ,, C. Justiz- und Polizeideparteraent: I. Justiz- und Polizeiwesen . Fr. 107,800 II. Bundesanwaltschaft . . ,, 33,200 III. Versicherungswesen . . ,, 63,400 IV. Amt für geistiges Eigentum _ 218,000 ,, D. Militärdepartement ,, E. Finanz- und Zolldepartement: I. Finanzverwaltung . . Fr. 336,700 II. Zollverwaltung . . . - 4,263,000 ,, F. Handels-, Industrie- und Landwirtschaftsdepartement: I. Handel Fr. 415,900 II. Industrie ,, 1,095,100 III. Landwirtschaft . . . ^ 2,292,653 IV. Amt für Gold-und Silberwaren ,, 22,600 ,, G. Post- und Eisenbahndepartement : I. Eisenbahnwesen . . Fr. 337,800 II. Postverwaltung. . . ,, 28,821,000 III. Telegraphenverwaltung ,, 8,344,900 ,,

IV. Unvorhergesehenes

6,029,035

11,409,208

422,400 25,497,866

4,599,700

3,826,253

37,503,700

,, 51,838 Total der Ausgaben Fr. 89,340,000

973 15 i 1 a n z.

Die mutmaßlichen Einnahmen betragen nach Seite 705 hiervon Fr. 91,375,000 Die mutmaßlichen Ausgaben betragen . . . ,, 89,340,000 Mutmaßlicher Einnahmenuberschuß

Fr. 2,035,000

Genehmigen Sie, Tit., die Versicherung unserer vollkommenen Hochachtung.

B e r n , den 5. November 1897.

Im Namen des Schweiz. Buudesrates, Der Bundespräsident:

Deucher.

Der I. Vizekanzler: Schatzmann.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Botschaft des Bundesrates an die Bundesversammlung betreffend das Budget für das Jahr 1898. (Vom 5. November 1897.)

In

Bundesblatt

Dans

Feuille fédérale

In

Foglio federale

Jahr

1897

Année Anno Band

4

Volume Volume Heft

48

Cahier Numero Geschäftsnummer

---

Numéro d'affaire Numero dell'oggetto Datum

24.11.1897

Date Data Seite

655-973

Page Pagina Ref. No

10 018 079

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