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Bekanntmachungen der Departemente und Ämter

656

*

Zusicherung von Bundesbeiträgen an forstliche Projekte

Verfügungen der Eidgenössischen Forstdirektion - Gemeinde Rüti bei Riggisberg BE, Erschliessungsanlagen Waldweg Schwarzenberg, Projekt-Nr. 421.1-BE-2006/1 - ' Gemeinde Linden BE, Erschliessungsanlagen Stauffenwald, Projekt-Nr. 42U-BE-2018/1 - Gemeinde Buren a. A. BE, Erschliessungsanlagen Städtiberg, Projekt-Nr. 421.1-BE-2019/1 - Gemeinde Schwanden bei Brienz BE, Erschliessungsanlagen Schwanderberglistrasse, Projekt-Nr. 421.1-BE-4039/1 - Gemeinde Matt GL, Schutzbauten und -anlagen Hangeten 2, Projekt-Nr. 431.1-GL-2/1 - Gemeinde Falera GR, Erschliessungsanlagen Wege Nr. 2 und 6, Projekt-Nr. 421. l-GR-60/1 - Gemeinde Stierva und Mutten GR, Erschliessungsanlagen Val da Begls, Projekt-Nr. 421.1:GR-63/l - Gemeinde Grabs SG, Verbesserung der Bewirtschaftungsbedingungen Werkhof Stefansbongert, Projekt-Nr. 421.2-SG-9/1 - Gemeinde Walchwil ZG, Erschliessungsanlagen Fiselstuden - Ringweg, Projekt-Nr. 42U-ZG-2/1

657

Rechtsmittel Gegen diese Verfügung kann innert 30 Tagen seit Veröffentlichung im Bundesblatt beim Eidgenössischen Departement des Innern, 3003 Bern, Beschwerde erhoben werden (Art. 46 Abs. l und 3 WaG; Art 14FWG). Die Hingabe ist im Doppel einzureichen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten.

Wer zur Beschwerde berechtigt ist, kann innerhalb der Beschwerdefrist bei der Eidgenössischen Forstdirektion, Worblentalstrasse 32,3003 Bern, nach telefonischer Voranmeldung (Tel. 031 / 324 78 53 / 324 77 78) Einsicht in die Verfügung und die Projektunterlagen nehmen.

18. April 1995

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Eidgenössische Forstdirektion

Notifikation (Art. 36 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren; VwVG)

Auf die Beschwerde vom 17. Februar 1995 hin hat das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement am 3. April 1995 entschieden: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Verfahrenskosten im Betrage von 250 Franken (Spruch- und Schreibgebühren) werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

6. April 1995

Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement

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Gesuche um Erteilung von Arbeitszeitbewilligungen

Verschiebung der Grenzen der Tagesarbeit (Art. 10 ArG)

- Opfcrel AG, 9630 Watfcwil Produktion 1 F 3. April 1995 bis 6. April 1996 - J. Becker & Co. AG, 8253 Diessenhofen Kerzenfabrik

5 M oder F 20. März 1995 bis 23. März 1996 - Ernst Sutter AG, Fleischwarenfabrik Gossau, 9202 Gossau Spedition 2 M 20. März 1995 bis 23. März 1996 Ausnahmebewilligung gestützt auf Art. 28 ArG - ETA SA Fabriques d'Ebauches, 2540 Grenchen verschiedene Betriebsteile im Werk 2 bis 90 M, bis 140 F 13. Januar 1995 bis 9. Mai 1998 (Aenderung und Erneuerung) - Glasweberei AG, 5726 Unterkulm verschiedene Betriebsteile in Oberkulm bis 47 M oder F

3. April 1995 bis auf weiteres (Aenderung) Ausnahmebewilligung gestützt auf Art. 28 ArG Zweischichtige Tagesarbeit (Art. 23 ArG) - Trumpf Grüsch AG, 7214 Grüsch Fertigung 50 M, 4 F

27. März 1995 bis auf weiteres (Aenderung) - Weber AG, 6020 Emmenbrücke Oberflächentechnik (Galvanik) 4 M 1. Mai 1995 bis 4. Mai 1996 - WKK Kaltbrunn AG, 8722. Kaltbrunn Stanzerei

10 M oder F 3. April 1995 bis 6. April 1996 -

Sulzer. Wintec AG, 8401 Winterfchur verschiedene Betriebsteile 100 M 8. Mai 1995 bis 9. Mai 1998 (Erneuerung)

660

-

Sulzer Chemtech AG, 8404 Winterthur verschiedene Bebriebsteile 120 M, 30 F 7. Mai 1995 bis 9, Mai 1998 (Erneuerung)

- E. Sufcer AG, 3097 Liebefeld Offsetdruckerei und Ausrüsterei 12 M I. Mai 1995 bis auf weiteres (Aenderung) Nachtarbeit oder dreischichtige Arbeit (Art. 17 oder 24 ArG) -

Sulzer Wintec AG, 8401 Winterthur verschiedene Betriebsteile 60 M 8. Mai 1995 bis 9. Mai 1998 (Erneuerung)

-

Sulzer Wintec AG, 8401 Winterthur Spedition und Vorratsbewirtschaftung 30 M 7. Mai 1995 bis 9. Mai 1998 (Erneuerung)

- Wollimex AG, 9475 Sevelen Werk I; Teppichbeschichfcung 15 M II. Juni 1995 bis auf weiteres (Aenderung) - Haag Getriebe AG, 8023 Zürich Härterei 6 M 1. April 1995 bis auf weiteres (Aenderung) - Haag Getriebe AG, 8023 Zürich verschiedene Betriebsteile

63 M 1. Mai 1995 bis 4. Mai 1996

-

Sulzer Chemtech AG, 8404 Winterthur verschiedene Betriebsteile 60 M 7. Mai 1995 bis 9. Mai 1998 (Erneuerung)

-

Sulzer Chemtech AG, 8404 Winterthur Labore/Pilot- und Versuchsanlagen 'bis 10 M 4. Mai 1995 bis 11. Mai 1996

-

ETA SA Fabriques d'Ebauches, 2540 Grenchen verschiedene Betriebsteile im Werk 2 bis 35 M 7. Mai 1995 bis 9. Mai 1998 (Aenderung und Erneuerung)

-

Glasweberei AG, 5726 Unterkulm verschiedene Betriebsteile in Oberkulm bis 6 M 1. Mai 1995 bis 2. Mai 1998 (Aenderung) Ausnahmebewilligung gestützt auf Art. 28 ArG

661

- Interinili AG, 4805 Brittnau Mühle

bis 6 M 23. Aprii 1995 bis 25. Aprii 1998 (Erneuerung)

Sonntagsarbeit (Art. 19 ArG) - Sulzer Wintec AG, 8401 Winfcerthur verschiedene Betriebsfceile 20 M 7. Mai 1995 bis 9. Hai 1998 (Erneuerung) - Sulzer Chemtech AG, 8404 Winterthur verschiedene Betriebsteile 60 M 7. Mai 1995 bis 9. Mai 1998 (Erneuerung) Ununterbrochener Betrieb (Art. 25 ArG)

- Bauwerk Parkett AG, 9430 St. Margrethen Variopark-Presse 50 M 17. April 1995 bis 20. April 1996

- Altoplast AG, 8864 Reichenburg Kunststoffspritzerei 8M 1. Mai 1995 bis 4. Mai 1996 - Maag Getriebe AG, 8023 Zürich verschiedene Betriebsteile 84 M 1. Mai 1995 bis 4. Mai 1996 - Huber & Suhner AG, 8330 Pfäffikon Kautschukwerk-Auraa im Werk Dorf bis 12 M 1. Mai 1995 bis 4. Mai 1996 (M = Männer, F = Frauen, J = Jugendliche) Rech tstni t tel Wer durch die Erteilung einer Arbeitszeitbewilligung in seinen Rechten oder Pflichten berührt ist und wer berechtigt ist, dagegen Beschwerde zu führen, kann innert zehn Tagen seit Publikation des Gesuches beim Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit, Abteilung Arbeitnehmerschutz und Arbeitsrecht, Gurtengasse 3, 3003 Bern, nach telefonischer Voranmeldung (Tel. 031 322 29 45/29 50) Einsicht in die Gesuchsunterlagen nehmen.

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Erteilte Arbeitszeitbewilligungen

Verschiebung der Grenzen der Tagesarbeit Begründung: Erledigung dringender Aufträge, wirtschaftliche Betriebsweise (Art, 10 Abs. 2 ArG) -

Feller AG, 8810 Horgen 1 Fertigung und Hontagen 6 H, 8 F 27. Februar 1995 bis 2. März 1996 (Erneuerung)

-

Claropac AG, 6242 Wauwil Formenbau Glas bis 3 H 8. Mai 1995 bis 6. Juni 1998 (Erneuerung)

-

Claropac AG, 6242 Wauwil Beschicken der Blasautomaten 1 M 4. Juni 1995 bis 6. Juni 1998 (Erneuerung)

Zweischichtige Tagesarbeit Begründung: Erledigung dringender Aufträge, wirtschaftliche Betriebsweise (Art. 23 Abs. 1 ArG) -

Eidg. Münzstätte, 3005 Bern Prägerei 2 M 24. April 1995 bis 27. Mai 1995 (Erneuerung)

-

Paul Schilling AG, 9434 Au CNC-Fräserei und CKC-Dreherei 4 M 8. Mai 1995 bis 9. Mai 1998 (Erneuerung)

-

Passugger Heilquellen AG, 7062 Passugg-Araschgen Abfüllerei Rhäzüns

40 M, 12 F, 12 J 3. April 1995 bis auf weiteres (Erneuerung) -

Kurt Bläuer AG, 3507 Biglen Möbelteile-Herstellung bis 6 M 27. Februar 1995 bis 2. März 1996

Nachtarbeit oder dreischichtige Arbeit Begründung: technisch oder wirtschaftlich unentbehrliche Betriebsweise (Art. 17 Abs. 2 und Art. 24 Abs. 2 ArG) -

Coop Zentralschweiz, 6002 Luzern Bäckerei in Kriens 1 F 1. März 1995 bis 2. März 1996

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-

Huber & Suhner AG, 8330 Pfäffikon verschiedene Befcriebsbeile bis 29 H 17. April 1995 bis auf weiteres (Aenderung)

Sonntagsarbeit Begründung: technisch oder wirtschaftlich unentbehrliche Betriebsweise (Art. 19 Abs. 2 ArG) -

Claropac AG, 6242 Wauwil Beschicken der Blasautomaten 1 H 4. Juni 1995 bis 6. Juni 1998 (Erneuerung)

Ununterbrochener Betrieb Begründung: technisch oder wirtschaftlich unentbehrliche Betriebsweise (Art. 25 Abs. 1 ArG) -

H. Neukomm AG, 8340 Hinwil Latexschäumerei 24 M 1. Mai 1995 bis 5. Mai 1996

(M = Männer, F = Frauen, J = Jugendliche) Rechtsmittel Gegen diese Verfügung kann nach Massgabe von Artikel 55 ArG und Artikel 44 ff VwVG innert 30 Tagen seit der Publikation bei der Rekurskommission des Eidgenössischen Volkswirtschaf tsdepartementes Verwaltungsbeschwerde erhoben werden.

Die Eingabe ist im Doppel einzureichen und hat de Begehren, deren Begründung mit Angabe der Bewismittel und die Unterschrift des Beschwedeführers oder seines Vertreters zu enthalten.

Wer zur Beschwerde berechtigt ist, kann innerhalb der Beschwerdefrist beim Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit, Abteilung Arbeitnehmerschütz und Arbeitsrecht, Gurtengasse 3, 3003 Bern, nach telefonischer Voranmeldung (Tel.

031 322 29 45/29 50) Einsicht in die Bewilligungen und deren Begründung nehmen.

18. April 1995

.

Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Abteilung Arbeitnehmerschutz und Arbeitsrecht

664

*

Vollzug des Bundesgesetzes über die Berufsbildung Der Zentralverband schweizerischer Arbeitgeber-Organisationen (ZSAO), die Schweizerische Gesellschaft für Organisation (SGO), der Schweizerische Kaufmännische Verband (SKV) und der Schweizerische Wirtschaftsverband der Informations-, Kommunikations- und Organisationstechnik (SWICO) haben, gestützt auf Artikel 51 de.s Bundesgesetzes vom 19. April 1978 über die, Berufsbildung (SR 412.10) und Artikel 45 Absatz 2 der zugehörigen Verordnung vom 7. November 1979 (SR 412.101), Revisionsentwürfe folgender Réglemente eingereicht: -.Reglement über die höhere Fachprüfung für Organisatoren/Organisatorinnen - Reglement über die Berufsprüfung für Organisatoren/Organisatorinnen Die vorgesehenen Réglemente sollen die bisherigen vom 23. Juni 1987 ablösen.

Interessenten können diese Entwürfe bei der folgenden Amtsstelle beziehen: Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit, Abteilung Berufsbildung, Bundesgasse 8, 3003 Bern.

Einsprachen sind innert 30 Tagen dieser Amtsstelle zu unterbreiten.

18. April 1995

Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Abteilung Berufsbildung

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Zusicherung von Bundesbeiträgen an Bodenverbesserungen und landwirtschaftliche Hochbauten

Verfügungen des Eidgenössischen Meliorationsamtes Gemeinde Waldstatt AR, Hofzufahrt Unterwaldstatt, Projekt-Nr. AR1370 Gemeinde Stein AR, Düngeranlage Reute, Projekt-Nr. AR1380

Gemeinde Eriz BE, Güterweg Chapferen - Bühlweid, Proj'ekt-Nr. BE5057 Gemeinde Sigriswil BE, Alpgebäude Grosser Mittelberg, Projckt-Nr. BE7478 Gemeinde Saanen BE, Alpgebäude Ausser-Parwengen, Projekt-Nr. BE7723 Gemeinde Amden SG, Alpgebäude Strichboden, Projekt-Nr. SG4918 Gemeinde Laupersdorf SO, Stallsanierung Vogelsmatt 100, Projekt-Nr. SOI423 Gemeinde Einsiedeln SZ, Alpgebäude Gamssprung, Projekt-Nr. SZ2406 Gemeinde Bürgten UR, Alpgebäude Hüttenboden, Projekt-Nr. UR1361 Rechtsmittelbelehrung Gegen diese Verfügungen kann nach Massgabe von Artikel 68 der Bodenverbesserungsverordnung vom 14, Juni 1971 (SR 913.1), Artikel 44ff. des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren (SR 172.021), Artikel 12 des Bundesgesetzes vom 1. Juli 1966 über den Natur- und Heimatschutz (SR 451) und Artikel 14 des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1985 über FUSS- und Wanderwege (SR 704) innert 30 Tagen seit der Veröffentlichung im Bundesblatt bei der Rekurskommission EVD, 3202 Frauenkappelen, Verwaltungsbeschwerde erhoben werden. Die Eingabe ist im Doppel einzureichen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten.

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Wer zur Beschwerde berechtigt ist, kann innerhalb der Beschwerdefrist beim Eidgenössischen Meliorationsamt, Mattenhofstrasse 5, 3003 Bern, nach telefonischer Voranmeldung (Tel. 031 322 26 55) Einsicht in die Verfügungen und die Projektunterlagen nehmen.

18. April 1995

Eidgenössisches Meliorationsamt

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Gesuch um Erteihing einer Baukonzession fiir zwei Rollwege und die Verlegung des Helikopterlandeplatzes auf dem Flughafen Zurich Anhorung vom 18. April 1995

Gesuchstellen

Flughafen Zürich, Direktion der Volkswirtschaft des Kantons Zürich, vertreten durch kantonales Tiefbauamt, FlughafenbQro, 8058 Ziirich

Projektverfasser:

Easier & Hofmann, Ingenieure und Planer AG, Forchstrasse395, 8029 Ztlrich

Gegenstand:

Erteilung einer Baukonzession fiir: - einen neuen Rollweg X zur bisher nur von SUden erschlossenen Pistenschwelle 28 - einen neuen Rollweg Z zur rollwegseitigen Erschliessung der neuen Rega- und Limessgeba'ude - die Verlegung des Helikopterlandeplatzes

Ort:

Grundsttick Katasteraummer 3139 im Flughafenareal

Bauzone:

Flughafenareal

.

Gesuchsunterlagen: Die Gesuchsunterlagen, enthaltend: -

Technischer Bericht Rollwege X und Z Technischer Bericht Verlegung des Helikopterlandeplatzes Normalprofil 1:50 Rollweg Z Normalprofil 1:50 Rollweg X

- Normalprofil 1:50 Rietstrasse - LSngenprofil 1:1000/100RollwegZ - L2ngenprofil 1:1000/100 Rollweg X - Bericht Uber die Umweltauswirkungen kSnnen beim Bausekretariat, Kirchgasse 7, 8302 Kloten eingesehen werden.

AnhOrung:

18. April 1995

668

Wer durch das Bauvorhaben betroffen ist, kann binnen 30Tagen seit der Publikation beim Bausekretariat der Stadt Kloten, Kirchgasse?, 8302Kloten, zuhanden des EidgenQssichen Verkehrs- und Energiewirtschaftsdepartementes schriftlich Einwa'nde erheoen.

Eidgendssisches Verkehrsund Energiewirtschaftsdepartement

Referendum gegen den Bundesbeschluss vom 16. Dezember 1994 über die Genehmigung der in den Multilateralen Handelsverhandlungen unter der Aegide des GATT (Uruguay-Runde) abgeschlossenen Abkommen Nicht-Zustandekommen

Die Schweizerische Bundeskanzlei, gestützt auf die Artikel 59, 61-66, 80 und 85 des Bundesgesetzes vom 17. Dezember 1976° über die politischen Rechte (BPR), auf die Artikel 21 und 22 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 19682) über das Verwaltungsverfahren (VwVG)

und auf Artikel 98 Buchstabe b des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 19433) über die Organisation der Bundesrechtspflege (OG), sowie auf den Bericht der Sektion Politische Rechte der Bundeskanzlei über die

Prüfung der Unterschriftenlisten für das Referendum gegen den Bundesbeschluss vom 16. Dezember 19944) über die Genehmigung der in den Multilateralen Handelsverhandlungen

unter

der

Aegide

des

GATT

(Uruguay-Runde)

abgeschlossenen Abkommen, verfügt: Das Referendum gegen den Bundesbeschluss vom 16. Dezember 19944) über die Genehmigung der in den Multilateralen Handelsverhandlungen unter der Aegide des GATT (Uruguay-Runde) abgeschlossenen Abkommen ist nicht zustandegekommen, da es die nach Artikel 89 Absatz 2 der Bundesverfassung verlangten 50*000 gültigen Unterschriften innert der gesetzlichen Frist von 90 Tagen nicht auf sich vereinigte.

1}

SR 161.1 SR 172.021 3) SR 173.110 4) BB11994V1130

2)

669

Referendum

2.

Der Bundeskanzlei sind - die direkten 546 postalischen Zustellungen vonseiten von Privaten sowie von Stimmregisterführerinnen und -fuhrern der Gemeinden an-die Bundeskanzlei mit Poststempeldatum spätestens vom 27.

März 1995 eingerechnet - fristgerecht 29'376 Unterschriften eingereicht worden, von denen 29'181 gültig sind.

3.

Ausserdem sind der Bundeskanzlei vonseiten einzelner Stimmberechtigter, von Komitees und vonseiten der Stimmregisterführerinnen und -führer 43 ausnahmslos mit Poststempeln nach dem 27. März 1995 versehene Couverts mit insgesamt 306 Unterschriften zugegangen.

4.

Alle eingereichten Unterschriften bleiben unter Verschluss und im Gewahrsam der Bundesbehörden.

5.

Diese Verfügung kann innert 30 Tagen beim Bundesgericht mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde angefochten werden (Art. 80 Abs. 2 BPR und Art. 106 Abs. l OG).

6.

Veröffentlichung im Bundesblatt und Mitteilung samt Begründung au die Refercndumskomitees : a.

Referendumskomitee ,,GATT vors Volk!", Sekretariat: Herr Luzius Theiler, Postfach 8457, 3001 Bern;

b.

Unabhängige Aktion Freie Schweiz, Sekretariat: Herr Emil Schmid, Schübelstrasse 10, 8700 Küsnacht ZH.

11. April 1995

SCHWEIZERISCHE BUNDESKANZLEI

Der Bundeskanzler: François Couchepin

670

Referendum^

Begründung

a.

Der von den eidgenössischen Räten am 16. Dezember 1994 verabschiedete Bundesbeschluss über die Genehmigung der in den Multilateralen Handelsverhandlungen unter der Äegide des GATT (Uruguay-Runde) abgeschlossenen Abkommen wurde im Bundesblatt Nr. 52 vom 27. Dezember 1994 (BB11994 V 1130-1132) mit dem Hinweis veröffentlicht, die Referendumsfrist laufe am 27. März 1995 ab.

Dabei handelte es sich um die ordentliche, nicht verlängerte (vgl. Art. 20 Abs. 2 der Verordnung vom 24. Mai 1978 über die politischen Rechte, VPR, SR 161.11) 90-tagige Referendumsfrist (Art. 59 und Art. 85 BPR in Verbindung mit Art. 20 Abs. 2 VwVG).

b.

Die beiden in Ziffer 6 Buchstaben a und b der Verfügung genannten Komitees ergriffen das Referendum; sie wurden bei der Unterschriftensammlung teilweise uoch extern von bäuerlichen Komitees sowie von Memopress, 8215 Hailau unterstützt.

c.

Mit Beschluss vom 22. Februar 1995 nahm der Bundesrat für den Fall 'des Zustandekommens des Referendums in Aussicht, die Volksabstimmung über den Bundesbeschluss vom 16. Dezember 1994 über die Genehmigung der in den Multilateralen Handelsverhandlungen unter der Äegide des GATT (Uruguay-Runde) abgeschlossenen Abkommen auf den 25. Juni 1995 anzusetzen. Diese Absicht wurde Öffentlich bekanntgegeben.

d.

Um Kapazitätsengpässe bei verschiedenen Stimmregisterführerinnen und führem zu vermeinden, richtete die Bundeskanzlei am 15. März 1995 ein Rundschreiben an sie, in welchem die Gemeinden vorsorglich um Einleitung folgender Massnahmen gebeten wurden: 1.

Reservation sämtlicher verfügbarer Arbeitskräfte mit Zutritt zum Stimmregister für die Erteilung von Stimmrechtsbescheinigungen für das laufende Referendum;

671

Referendum

2.

Prioritäre Erteilung der Stimmrechtsbescheinigungen für das GATTReferendum, damit Ueberprüfung und Feststellungsverfügung über das Zustandekommen des vordringlich der Volksabstimmung zu unterbreitenden Referendums nicht verzögert würden;

3.

Rechtzeitige Rücksendung aller bescheinigten Unterschriften vor dem 27. März 1995 an das Referendumskoihitee, gegebenenfalls mit A-Post.

Von diesen Anordnungen gab die Bundeskanzlei dem Referendumskomitee ,,GATT vors Volk!" auf dessen Anfrage hin mit Telefax vom 23. März 1995 Kenntnis.

e.

Am Montagnachmittag, 27. März 1995 reichte das ,,Unabhängige Komitee Freie Schweiz" der Bundeskanzlei um 16.30 Uhr laut eigenen Angaben total 589 ausnahmslos mit Stimmrechtsbescheinigungen versehene Unterschriften ein.

f.

Am Montagabend, den 27. März 1995 reichte das Referendumskomitee ,,GATT vors Volk!" der Bundeskanzlei um 17.45 Uhr laut eigenen Angaben total ,,gegen 30*000 mit Stimmrechtsbescheinigungen versehene Unterschriften" ein; die bereits registrierten postalischen Direkteingänge bei der Bundeskanzlei vonseiten der Gemeinden seien in dieser Zahl mitenthalten.

g.

Das Referendumskomitee ,,GATT vors Volk!" wie auch das ,,Unabhängige Komitee Freie Schweiz" stellten bei der Einreichung die postalische Zusendung weiterer Unterschriften vonseiten der Stimmregisterfiihrerinnen und -führer unter dem Poststempel vom 27. März 1995 direkt an die Bundeskanzlei in Aussicht.

h.

In der Folge gingen der Bundeskanzlei mit Poststempel spätestens vom 27.

März 1995 versehen und zu ihren Händen abgesandt 503 Couverts mit insgesamt 3*388 Unterschriften zu.

Diese Unterschriften wurden ausnahmslos in die Ermittlungen über das Zustandekommen des Referendums einbezogen.

672

Referendum

i.

Mit Poststempeln nach dem. 27. März 1995 versehen erhielt die Bundeskanzlei in der Folge noch 43 Sendungen mit insgesamt 306 Unterschriften.

k.

Die Zählung der Sektion Politische Rechte der Bundeskanzlei ergab für das Referendum gegen den Bundesbeschluss vom 16. Dezember 1994 über die Genehmigung der in den Multilateralen Handelsverhandlungen unter der Aegide des GATT (Uruguay-Runde) abgeschlossenen Abkommen insgesamt 29 ' 682 eingereichte Unterschriften.

1.

Selbst wenn sämtliche der Bundeskanzlei eingereichten und- von Bescheinigungsmängeln. betroffenen Unterschriften für das Referendum als gültig erachtet werden könnten, bleibt das verfassungsmässige Quorum von 50*000 Unterschriften bei weitem verfehlt. Damit entfallen die Voraussetzungen von Nachbescheinigungen von Unterschriften (Art. 65 BPR) durch die Bundeskanzlei (vgl. BBl 198211074,1988 H 1108f und 1116), und auch die Frage der Gültigkeit einzelner nach dem 27. März 1995 eingetroffener Unterschriften mit nicht genau identifizierbarem Poststempeldatum kann offen bleiben.

673

Referendum

Unterschriften nach Kantonen Kantone

Unterschriften ungiiltige giiltige

Ziirich

5830

Bern

5846 2320 182 518 64 95 255

Luzern

Uri Schwyz Obwalden Nidwalden

Glarus Zug Freiburg Solothura Basel-Stadt

82 96 66 ·4 1

311 6 31 3 2

Genf.

Jura

192 1234 1066 848 422 280 ' 87 2047 488 1987 3314 254 367 142 49 966 " 17

Schweiz

29'181

501

Basel-Landschaft Schafihausen

Appenzell A.Rh Appenzell I.Rh StGaUen

Graubilnden Aargau Thurgau

Tessin Waadt Wallis Neuenburg

674

64 16 34 81 7 8

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Bekanntmachungen der Departemente und Ämter

In

Bundesblatt

Dans

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In

Foglio federale

Jahr

1995

Année Anno Band

2

Volume Volume Heft

15

Cahier Numero Geschäftsnummer

---

Numéro d'affaire Numero dell'oggetto Datum

18.04.1995

Date Data Seite

656-674

Page Pagina Ref. No

10 053 433

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