13

N 10

'

Bundesblatt 79. Jahrgang.

Bern, den 9. März 1927.

Band 1.

Erscheint wöchentlich Preis 20 Franken im Jahr, 10 Franken im Halbjahr, zuzüglich Nachnahme- und Postbestellungsgebühr Einrückungsgebühr : 50 Rappen die Pctitzeile oder deren Kaum. -- Inserate franko an Stämpfli iß Cie. in Bern

# S T #

2185

Bericht des

Bundesrates an die Bundesversammlung betreffend die Geschäftsführung und die Rechnung der Alkoholverwaltung für 1926.

(Vom 1. März 1927.)

Unter Bezugnahme auf Art. 2 des Regulativs Ihrer ständigen Alkoholkommissionen vom 10. Juli 1903 beehren wir uns, Ihnen über die Durchführung der Alkoholgesetzgebung im Jahr 1926 den nachstehenden Bericht zu unterbreiten.

I. Allgemeines.

Die im Laufe des Berichtsjahres von uns gefassten und in der Gesetzsammlung veröffentlichten Beschlüsse umfassen : 1. Bundesratsbeschluss vom 19. Februar 1926 betreffend die Rückvergütung des Monopolgewinnes auf den im Jahre 1925 ausgeführten.

Alkoholfabrikaten Amtl. Sammlung Bd. XLII, 8. 38.

2. Bundesratsbeschluss vom 26. März 1926 über die Verkaufspreise der eidgenössischen Alkoholverwaltung für Industriesprit, in Wirksamkeit vom 26. März 1926 an und den Bundesratsbeschluss vom 21. September 1925 aufhebend. Amtl. Sammlung Bd. XLII, S. 219.

3. Bundesratsbeschluss vom 26. März 1926 über den Monopolverkauf gebrannter Wasser zum Trinkverbrauch, in Wirksamkeit vom 26. März 1926 an und den Bundesratsbeschluss vom 11. Juni 1923 aufhebend.

Amtl. Sammlung Bd. XLII, S. 221.

4. Bundesratsbeschluss vom 26. März 1926 über die Verkaufspreise der eidgenössischen Alkoholverwaltung für Brennsprit, in Wirksamkeit vom 26. März 1926 an und den Bundesratsbeschluss vom 22. Januar 1924 aufhebend. Amtl. Sammlung Bd. XLII, S. 223.

*

*

*

In der Frage der R e v i s i o n der A l k o h o l g e s e t z g e b u n g haben wir Ihnen mit Botschaft vom 29. Januar 1926 einen Entwurf zur Revision der Art. 31 und 32bis der Bundesverfassung unterbreitet. Die Priorität der Behandlung steht dem Nationalrat zu. Die nationalrätliche Kommission Bundesblatt. 79. Jahrg. Bd. I.

34

138

hat im Laufe des Berichtsjahres den Entwurf in mehreren Sitzungen (vom 15. bis 18. März in Locamo, vom 28. bis 30. April in Spiez, vom 26. bis 28. Juli auf Rigikulm und am 15. und 16. November 1926 in Bern) beraten und ihre Arbeit nahezu abgeschlossen. Wir hoffen, dass es dem Nationalrat in nächster Zeit möglich sein wird, das G-eschäft zu behandeln.

Wir können nicht genug wiederholen, dass die Revision der Art. 31 und 32bis der Bundesverfassung, nicht nur vom fiskalischen, sondern noch mehr vom gesundheitlichen und moralischen Standpunkte aus betrachtet, für unser Land eine der wichtigsten Aufgaben ' der Gegenwart ist, deren Lösung für unser Volk in seiner Gesamtheit von grösster Tragweite ist.

Wir hoffen . daher, dass die Revision der Alkoholgesetzgebung gefördert werden kann.

* Wie die Betriebsrechnung auf S. 155 zeigt, beträgt der Reinertrag der Alkoholverwaltung im Jahr 1926 Fr. 7,244,727.97 Dieser Betriebsüberschuss wird verwendet wie folgt: Verteilung an die Kantone Fr. 3,886,090. -- Einlage in den Versicherungsfonds ,, 100,000. -- Einlage in den Verlustausgleichfonds ,, 100,000. -- Zur Amortisation des Passivsaldos per Ende 1925 . ,, 2,985,294. 18 Vortrag auf das nächste Jahr ,, 173,343. 79 Wie oben Fr. 7,244,7:27. 97 Das gegenüber dem Voranschlag um Fr. 1,717,727. 97 bessere Ergebnis der Rechnung der Alkoholverwaltung erlaubt, den aus dem Jahre 1925 übertragenen Passivsaldo von Fr. 2,985,294.18 zu tilgen und den Kantonen statt 80 Rp., wie vorgesehen, Fr. l per Kopf der Bevölkerung zuzuweisen. Dabei sind die Warenvorräte nicht über den Weltmarktpreisen bewertet worden.

Der Reinertrag setzt sich wie folgt zusammen: Einnahme aus dem Verkaufe von Sprit und Spiritus sowie von Vergällungsstoffen und Gebinden, weniger Ausgabe für die Beschaffung dieser Ware und Rückvergütung des Monopolgewinnes auf ausgeführten Erzeugnissen Fr. 6,358,042. 09 Monopolgebühren auf Edelbranntweinen u. dgl. . . ,, 2,073,063. 76 abzüglich: Verkehrsfrachten Verwaltung, Unterhalt der Gebäude und Einrichtungen, Zinsen . .

Fr. 8,431,105. 85 Fr. 533,325. 07 ,, 653,052. 81 Wie oben

,, 1,186,377.88 Fr. 7,244,727.97

139

Die Verkäufe von Trinksprit durch die Alkoholverwaltung haben im Jahre 1926 gegenüber den Verkaufen im Jahre 1925, einschliesslich Obstsprit, eine Verminderung von 5558,90 Meterzentner zu 92 YS Gew. °/o erfahren. Zieht man den im Jahre 1925 verkauften Obstsprit ab, so ergibt sich im Jahre 1926 eine Erhöhung des Verkaufes von Trinksprit von 7627,46 Meterzentner.

Diese Zahlen zeigen, dass die Konkurrenz des Obstsprites auf dem freien Markt wohl ausgeschaltet ist, die Konkurrenz des Obsttresterbranntweines aber weiter besteht, und zwar in sehr starkem Masse. Die Alkoholverwaltung vermag heute an Trinksprit nicht viel mehr als die Hälfte der vor dem Kriege verkauften Menge abzusetzen. Nach der letzten Erhöhung der Trinkspritpreise hat sich die Konkurrenz des Obsttresterbranntweines noch verschärft, indem industrielle Grossbrennereibetriebe dazu übergegangen sind und ihre Rechnung dabei gefunden haben, Obst und Most auf Branntwein zu verarbeiten. Eine solche Entwicklung liegt nicht im Interesse unseres Obstbaues. Da es technisch viel leichter ist, Brennsaft herzustellen, als aus diesem Material einen wirklichen Handelsmost zu erzielen, so würde eine weitere Entwicklung der Verarbeitung von Obst und Most auf Branntwein eine Verlotterung der Obstweinproduktion bewirken. Eine weitere Folge wäre ein noch stärkerer Rückgang der einheimischen Tafelobstproduktion, der heute bereits so weit gediehen ist, dass selbst in Dorfern, die in besten Obstgegenden liegen, gut erlesene und gefallig aufgemachte kanadische Äpfel zu hohen Preisen zum Verkauf gelangen können.

Ausserdem würde eine Erhöhung der Trinkspritpreise der Alkoholverwaltung, wegen der einsetzenden Überschwemmung des Marktes mit Obsttresterbranntwein, heute keine entsprechende Erhöhung der Branntweinpreise nach sich ziehen, wie unsere Erfahrungen auf diesem Gebiet deutlich zeigen.

Eine richtige Gesetzgebung über den ganzen Verbrauch von Branntwein, wie wir sie mit unserer Botschaft vom 29. Januar 1926 vorschlagen, wird allein ermöglichen, bei erhöhten Sprit- und Branntweinpreisen den Ertrag der Alkoholverwaltung zu sichern und gleichzeitig unserem Obstbau auch in technischer Beziehung die Förderung angedeihen zu lassen, die er namentlich in der Erzeugung von Tafelobst bitter nötig hat.

Die Verkäufe von Brenn- und Industriesprit haben wiederum eine
Erhöhung erfahren, was auf den vermehrten Bedarf verschiedener chemischer Fabriken und wahrscheinlich auch auf die Ermässigung der Preise zurückzuführen ist. Wir dürfen hervorheben, dass, dank dem günstigen Einkauf der Alkoholverwaltung, die Preise dieser Sorten seit einigen Monaten bedeutend unter der Preisparität des Weltmarktes stehen.

140 Es wurden in den Jahren 1921--1926 im Inland abgesetzt: Trinkspritt(ohObstsprit

T r i n k v e r b r a u c h s t s B r e n n s p r i t

Meterzentner Meterzentner Meterzentner Meterzentner Meterzentner

1921 1922 1923 1924 1925

.

.

.

.

.

. 6,159,G6 . 9,880,i7 . 14,457.30 . 18,600,51 . 23,419.32

1,836,56 400,23 13,101,00 9,686,0g 13,186l8S

7,996,22 26,024,68 10,139,76 32,115,3, 10,280,40 15,712,94 27,558,30 35,909,21 20,530,65 28,286,59 40,478,84 23,816,20 41,964,41 26,149,35 36,605,67 43,559,8« 1926 . . 31,046',77 -- 31,046,77 27,154,85 Die Generalunkosten per Meterzentner verkauften Sprit wurden, wie aus nachfolgender Zusammenstellung hervorgeht, weiter herabgesetzt.

AusgabAusgaben

Unterhalt der Gebäude und Einrichtungen, etc.

Fr.

für Pas ivzinsen

für Verwaltung, einschl.

Passivzinsen weniger Aktivzinsen

Zusammen

Kosten für den Meterzentner

verkauften Sprits

Fr.

Fr.

Fr.

1921 . . . 954,024.31 239,942. 79 1,193,967.10 27.-- 1922 . . . 782,288.29 287,924.60 1,070,212.89 17. 78 1923 . . . 798,718.96 225,848.30 1,024,567.26 12.18 1924 . . . 655,892.50 98,271.09 754,163.59 8.13 1925 . . . 703,619.06 127,924. 78 831,543.84 7.93 1926 . . . 655,967.21 2,914.40 653,052.81 6.41 Der Personalbestand betrug auf Ende 1926 46 Personen.

Über weitere Einzelheiten geben die folgenden Kapitel Aufschluss.

II. Verwaltung.

(Einschliesslich Verzinsung und Gebäudeunterhalt.)

A. Personal.

Im Berichtsjahre waren bei der Alkoholverwaltung beschäftigt: Durchschnittlich Beamte und ständige Angestellte, einschliesslich Hauswarte

Allgemeine Verwaltung . . . .

Lagerhaus und Rektifikationsanstalt Delsberg Lagerhaus Burgdorf Lagerhaus Romanshorn . . . .

28

Ständige

VorüberSeiend

Personen überhaupt

am Jahresende

Arbeiter

gestelltes Personal

_-

--

28

28

--

7 4 7

7

46

46

4 3 5

3 1 2

40

6

--

4 7

141

B. Gesamtauslagen für Verwaltung (Rubrik 2 e, S. 155).

Laut Rechnung

Laut Voranschlag

1926

1926

1. A l l g e m e i n e V e r w a l t u n g :

Fr.

Fr.

Besoldungen der Beamten und Angestellten 150,587. 35 158,100. -- Teuerungszulagen 110,083.60 114,900.-- Andere Entschädigungen --. -- 3,000. -- Reisekosten 20,620.05 24,000. -- Hausdienst, einschl. Krankenversicherung 6,524. 70 6,000. -- Bureauentschädigung an Aufsichtsbeamte .

100. -- 100. -- Beiträge an die Versicherungskasse . .

24.601. 05 25,650. -- Beiträge an die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt 331.55 800. -- Unvorhergesehenes --. -- 1,450. -- Personalausgaben überhaupt 312,848.30 334,000. -- Beleuchtung, Heizung und Reinigung . .

7,739.18 18,000.-- Druck von Berichten 9,358.25 18,000. -- Geschäftsbücher, Formulare und literarische Anschaffungen, einschl. Buchbinderkosten 10,684.05 15,000.-- Schreibmaterial und Chemikalien . . .

3,356. 80 7,000. --- Post-, Telephon- und Telegraphenkosten .

6.183. 62 9,000. -- Versicherung (Gebäude, Trocknungsanlagen usw.)

856.10 1,200.-- Verschiedenes 1,074. 60 3,490. - 39,252. 60 71,690. -- ab: Mietzinse und Rückerstattungen an Verwaltungskosten 7,416.13 5,690. -- Sachausgaben überhaupt 31,836. 47 66,000. -- Total Allgemeine Verwaltung 344,684. 77 400,000. -- 2. L a g e r v e r w a l t u n g (Lagerhäuser und Reinigungsanstalt) : a. Eigene Lager: Burgdorf: Personalausgaben . . . . *) 33,342.90 37,800.-- Sachausgaben 2,813. 63 7,200. -- Übertrag 36,156.53 45,000. --

') Inbegriffen: Beiträge an die Versicherungskasse Beiträge an die Unfallversicherung Reisespesen

Burgdorf

Delsberg

Romanshorn

Zusammen

Fr.

3,034.75 451.90 -- 3.486.65

Fr.

4,456.35 414.90 584 -- 5,455.25

Fr.

3,735.90 565.50 52. 50 4,353.90

Fr 11,227.-- 1,432.30 636. 50 13,295. 60

142 Laut Rechnung 1926

Fr.

Übertrag Delsberg :

Personalausgaben Sachausgaben .

Romanshorn : Personalausgaben Sachausgaben .

b. Mietlager : Aarau Basel

36.156.53 *) 50,085. 75 13,683.83 63,769. 58 *) 44,847. 90 9,019. 33 53,867. 23

Laut Voranschlag 1926

Fr.

45,000. -- 57,600, -- 14,400. -- 72,000. -- 46,000. -- 12,000. -- 58,000. --

13,965.05 15,500. -- 18,449.30 20,500. -- 32,414.35 36,000.-- Total Lagerverwaltung 186,207. 69 211,000. -- 3. B e r a t u n g e n , G u t a c h t e n usw. . .

6,279.20 19,000.-- 4. V e r g ü t u n g an die Z o l l v e r w a l t u n g 90,858.25 70,000.-- Gesamttotal 628,029. 91 700,000. -- weniger : Verwaltungsgebühren auf Industriesprit 143.50 --. -- Schlusssumme S. 155 627,886. 41 700,000. -- Minderausgabe 72,113. 59 Wie obige Zusammenstellung zeigt, ergibt sich gegenüber dem Voranschlag eine Minderausgabe von Fr. 72,113. 59.

Mit Ausnahme der Ausgabenrubrik ,,e 4, Vergütung an die Zollverwaltung", welche infolge vermehrter Einfuhr eine Mehrausgabe von Fr. 20,858. 25 aufweist, verzeigen sämtliche Ausgabenrubriken Minderaufwendungen .

C. Verzinsung (Rubrik 2 f, 8. 154).

Die Einnahmen betragen : 42.70 Zins aus dem Postcheckdienst Fr.

Zins aus Guthaben beim eidgenössischen Finanzdepartement ,, 22,066. 65 Zinse aus der Kontokorrentrechnung mit der Schweize6,482. 30 rischen Nationalbank 2,013. 82 Zins aus Vorschüssen an Brennereigenossenschaften .

Zinse auf verschiedenen Debitoren-Konten 74.10 Übertrag Fr. 30,679. 57 *) Siehe Note auf vorhergehender Seite.

143

Übertrag Die Ausgaben betragen: Zinsvergütung auf Hinterlagen (Kautionen) Zinsvergütung auf Vorschüssen des eidgenössischen Finanzdepartements . .

Zinsvergütung an die Zollverwaltung .

Zinsvergütung an Brennereigenossenschaften Zinsvergütung an den Verleiderfonds .

Fr.

Fr. 30,679. 57

380. --

_ 21,219.50 ,, 4,922.47 ,, ,,

Überschuss der Aktivzinse über die Passivzinse

9. 85 1,233. 35 .

.

,, 27,765.17 . Fr. 2,914. 40

Im Voranschlag war ein Passivzinsenüberschuss von Fr. 100,000. -- vorgesehen. Die Besserstellung rührt von der Abzahlung der Vorschüsse beim eidgenössischen Finanzdepartement her.

D. ,,Unterhalt und Vervollständigung der Ausrüstung der Verwaltungsgebäude (in Bern, Delsberg und Romanshorn), der Lagerhäuser (in Delsberg, Burgdorf, Romanshorn, Aarau und Basel), der Reinigungseinrichtungen (in Delsberg), der Kesselwagen, der Einrichtungen zur Beaufsichtigung der Brennereien und dgl." (Rubrik 2 A, S. 155).

Gegenüber dem Voranschlagsposten von Fr. 38,000. -- wurden Fr. 28,080. 80 ausgelegt.

Verwaltungs- und Chemiegebäude in Bern Fr. 10,023. 25 Lagerhaus- und Reinigungsanstalt Delsberg ,, 13,607. 10 Lagerhaus Burgdorf ,, 883.05 Lagerhaus Romanshorn .

,, 6,408.20 Lagerhaus Aarau ,, 172. 50 Lagerhaus Basel ,, 557. 60 Beschaffung von Eisenfässern und Reparaturen von Kesselwagen ,, 1,094. 55 Fr. 32,746. 25 abzüglich : Zahlungen von Spritbezügern usw. für Reparatur von Eisenfässern und Erlös aus dem Verkauf von Bisenfässern und Altmaterial Fr. 4,085. 45 Vorrat an Eisenfässern (S. 148) ...

,, 580. -- ,, 4,665.45 Reinausgaben

Fr. 28,080. 80

Bei den Ausgaben des Lagerhauses Delsberg handelt es sich in der Hauptsache um die Installation einer elektrischen Pumpenanlage, mit der dadurch bedingten Abänderung der elektrischen Leitungseinrichtungen.

144

III. Einkauf.

A. Gebrannte Wasser inländischer Erzeugung.

Der Landesbedarf an Sprit und Spiritus betrug für 1926: Ware zum VergällungsTrinkverbrauche wäre

Zusammen Zusammen

Meterzentner Meterzentner Meterzentner zu 9 1/2 Gew. %

Verkäufe der Alkoholverwaltung 31,046,77 Privateinfuhren : a. Alcohol absolutes (1215.o kg = 1206 kg zu 100 % berechnet, weniger 16 2/3% Tara) . . 1 0 , 8 8 6 5. nicht von der Verwaltung gelieferter Sprit und Spiritus zum Trinkverbrauch. (7885,7 kg = 6410 kg zu 100 °/o berechnet, weniger 16 2/3% 57,75 Tara) c. nicht von der Verwaltung gelieferter Industriesprit

70,714,u 101,760,38

31,115,38

70,724.9-4 101,840,32

Ab: Ausfuhr: a. Laut Kapitel VI hiernach 6. Laut Handelsstatistik, Zolltarif Nr. 1070 . .

Bleiben

10,86

57.75 10,83

139,77

0.20

30,975,61

10.33

l

139,07

70,724,74 101,700,55

In der Brennkampagne 1925/26 wurden gemäss Art. 2/3 des Alkoholgesetzes die Abfalle der Rübenzuckerfabrikation, jedoch weder Kartoffeln noch Körnerfrucht, gebrannt.

Gestützt auf die früher gemachten, guten Erfahrungen wurden, im Interesse aller beteiligten Kreise, an Stelle des Brennens von Kartoffeln wiederum Massnahmen zu einer rationellen Verwendung der allerdings nur mittelmässig ausgefallenen Kartoffelernte des Herbstes 1926 und zur Versorgung des Landes mit Kartoffeln, gemäss unserm Beschluss vom 1. Oktober 1926, getroffen. Die im Berichtsjahre auf Grund dieser Massnahmen der Alkoholverwaltung erwachsenen Kosten betrugen : Für die Verwertung der Kartoffelernte 1925 (Lagerkosten, Frachtzuschüsse etc.} Fr. 492,937. 18 Frachtzuschüsse usw. betreffend die Kartoffelernte 1926 ,, 160,057. 50 Fr. 652.994.68 Stillstandsentschädigungen für dieBrennkampagnenn 319,480. -- 1925/26 und 1926/27 139,000. -- Liquidationsentschädigungen Überpreis auf Melassesprit aus inländischen Zuckerrüben 96,640. 65 der Zuckerfabrik Aarberg Summe der Aufwendungen gemäss Art. 2/3 des Alkoholgesetzes Fr. 1,208,115. 33

145

Übertrag Fr. 1,208,115. 33 Davon gehen ab : Frachtrabatte auf den von der Alkoholverwaltung für 1925 (Fr. 90,000) und 1926 (Fr. 10,000) übernommenen Kartoffelfrachten . . . . Fr. 100,000. -- die im Geschäftsberichte pro 1925 (S. 9) aufgeführten Reservestellungen ,, 600,000.-- oben angeführter Überpreis, weil bereits im Ankaufe im Inland (S. 146) ,, 96,640. 65 enthalten Fr. 796,640. 65 Weniger : Reservestellungen für Frachtzuschüsse Fr. 150,000. -- für Stillstandsentschädigungen . ,, 100,000.

250,000. -- 548,640. 65 Bleiben für das Betriebsjahr 1926, S. 146/147. . . Fr. ggM7Jk_6_8 Der Bezug von Sprit und Spiritus aus dem Inlande im Berichtsjahre kostete : Eingelage rte Menge

1926

Um-

Metergewandelte Hektoliter zu zentner 0 92.

6 G. /.

zu 100 %

Übernahmspreis im ganzen

oder i urchschni ttlich für den .

Hekto- Meter- · zentner liter zu

m°i.

92, s G.«/,,

Fr.

Fr.

laut Rechnung 1926 a. aus Abfällen der Presshefefabrikation . . .

&. aus Aarbergerzuckermelasse c. aus Sulfitlaugen der Zellulosefabrik Attisholz . .

Fr.

784.05 3,325,90

671,80 2,849,74

26,343. 97 210,630. 25

33.60 3921 63.33 *)73.91

40 --

8.931,38

7,652,69

306,107. 60

34.27

Zusammen Hinzu: Frachtauslagen . . .

13,041,33

11,174,23

543,081. 82 23,696. 35

41.64 4860 1 82 2.12

Kosten loco Lagerhaus

13,041,33

11,174,23

566,778. 17

43.46

50.72

*) Die wahrend der Brennka Brennkampagne 192 5/26 abgeli eferte Menge vc n 254,4 kg zu 92,5 Gew. % rührt aus Inlandrüben drüben hei· und wurd e zum Preise von Fr. r r4. So per q bezahlt.

'

146

Aus ,, ,, ,, ,, »

B. Eingeführte gebrannte Wasser.

Es wurden bezogen: Ungarn Deutschland den Niederlanden Niederländisch Indien Polen Belgien Zusammen

q 23,415,76 ,, 19,847,47 B 14,210.24 ,, ll,075,o8 , 2,143,86 ,, l,217,14 q 71,909,55

Der Bezug kostete loco Lagerhaus, unverzollt, S. 146/147: Meterzentner zu 92V. Gew. «/.

'

Weinsprit-Kahl bäum Feinsprit Sekundasprit, unvergällt ,, vergällt Franko Schweizergrenze Frachtauslagen

'

Fr

"

oder , , , .,,, durschnittlich für dem q Fr.

für den q Fr,

l,093,21 47,409.-- 43.37 47,777,26 1,600,596.21 33.50 16,766,27 507,616.18l ,, 6,272,81 219,624.25 /31 °' 71,909,55 2,375,245.64 33.03 -- 71,506.48 --.99 Zusammen 71,909,56 2,446,752.12 34.02

C. Reinigung.

Im Berichtsjahre fand keine Reinigung statt.

D. Deckung des Jahresbedarfes an gebrannten Wassern Überhaupt Der Bedarf für das Berichtsjahr an gebrannten Wassern überhaupt wurde gedeckt wie folgt: Beschaffung von Sprit und Spiritus zum Trinkverbrauche (Rubrik 2 a, S. 155).

kg

zu durchschnittlich

zu 92 1/2 Gew.%

Fr. den q F r . '

Vorrat ab 1925 5,867,571 40. 26 2,362,324. -- Bezüge für 1926 : Inlandware, S. 145 1,117,423 50. 72 566,778. 17 Auslandware, S. 146 . . . .

6,563,674 33.84 2,220,890. 22 Zoll -- -- 139,850.45 Mustersendungen 397 -- -- Gewichtsüberschüsse 3,281 -- Anteil an Frachtzuschüssen,Entschädigungen und Überpreis, S. 145 .

-- -- 218,394.47 Übertrag 13,552,346 40.64 5,508,237. 31

147 kg

zu durchschnittlich

zu 92'/2 Gew %

Fr. den q

Übertrag 13,552,346 40. 64 Übertrag auf Sprit zur Vergällung .

5,227,580 36.51 Vorrat auf 1927, S. 148 .

.

.

Gesamtausgaben

.

Fr.

5,508,237. 31 1,908,671.26

8,324,766 5,205,011

43.24 39.38

3,599,566.05 2,049,902. --

3,119,755

49. 67

1,549,664.05

Gegenüber einem Voranschlagsansatze für 26,260 q von 1,482,000. -- Beschaffung von Vergällungssprit und von Vergällungsstoffen (Rubrik 2 6, S. 155).

kg

1. B r e n n s p r i t : Vorrat ab 1925 Bezüge für 1926: Auslandware, vergällt, S. 146 .

Übertrag ab Trinksprit . . .

Zoll Gewichtsüberschüsse . . . .

Anteil an Frachtzuschüssen, Entschädigungen und Überpreis .

Vergällungsstoffe Vorrat auf 1927, S. 148 ...

Gesamtausgaben 2. I n d u s t r i e s p r i t : Vorrat ab 1925 Übertrag ab T r i n k s p r i t . . . .

Zoll Gewichtsüberschüsse . . . .

Vergällungsstoffe Vorrat auf 1927, S. 148 ...

Gesamtausgaben Zusammen

zu 92'/2 Gew. % 4,063,759 627,281 2,503,965 -- 128

zu durchschnittlich

Fr. den q Fr.

40. -- 1,625,503. -- 36.01 36.24 -- --

225,861.90 907,450. 35 169,258.27 --

-- 91,215

-- 119.58

443,080. 21 109,076.57

7,286,348 2,898,578 4,387.770

47. 76 38. -- 54. 21

3,480,230. 30 1,101,460. -- 2,378,770.30

455,172 2,723,615 -- 1,610 14,710 3,195,107 457,291 2,737,816 7,125,586

40. -- 182,069. -- 36. 76 1,001,220. 91 -- 228,974.48 -- 142.76 20,999.42 44. 86 1,433,263. 81 38. -- 173,770. -- 46. -- 1,259,493. 81 51.06

3,638,264.11

Gegenüber einem Voranschlagsansatze für 68,150 q von 3,362,000. --

148

E. Beschaffung der Holzgebinde (Rubrik l d, 8.154, und Rubrik 2 c, S. 155).

.

.

.

Vorrat ab 1925 .

. .

Käufe f ü r 1926, i m Inland . . . .

Käufe für 1926, im Ausland . .

Frachten u n d Nebenkosten . . . .

.

.

.

Stückzahl 121 .

125 300

Wert Fr.

2,816. -- 1,110. 70 8,893. 95 225. 50 13,046.15 5,475. -- 7,571. 15 9,696.--

546 238 308

Vorrat auf 1927, siehe unten Beschaffungskosten Erlös

"

Gewinn

2,124. 85

F. Zusammenstellung der Vorräte auf Ende 1926.

kg

zu durchschnittlich

zu 921/2Gew.%o

Trinksprit, S. 147 Brennsprit, S. 147 Industriesprit, S. 147 Vergällungsstoffe Holzgebinde, siehe oben Eisengebinde, S. 143

. . . .

.

.

.

5,205,011 2,898,578 457,291 kg 144,710 Stück 238 ,, 12

Fr. den q

39. 38 2,049,902. -- 38.-- 1.101,460.-- 38. -- l73,770. -- 119.97' -- --

173,602.5,475. -- 580. -- 3,504,789. --

IT. Yerkauf.

Vorausgeschickt sei, dass die Verkehrsfrachten (Rubr. 2d, S. 155> einen Aufwand erforderten von: Laut Rechnung 1926 Meterzentner zu 92 1/2 Gew.%

Trinksprit Vergällungsware

. . . .

zu durchschnittlich Fr. den q

Fr.

'''

31,046,77 70,714,11

5. 41 5.16

168,068. 50 365,256.57

101,760,88

5.24

533,325.07

Im Voranschlag war für 94,620 q eine Ausgabe von Fr. 568,000 vorgesehen.

149 Im Berichtsjahre wurden abgesetzt:

A. Sprit zum Trinkverbrauche (Rubr. 16, S. 154).

Meterzentner zu 92 1/2Gew.

Sorten Weinsprit

0

106,83

327.01 ·n

. . .

" Feinsprit n Rohspiritus

·

365,36

·

.

.

.

" absolutus Alcohol

.

.

.

146,10 7,31 2,47 21,730,88 233,62 656,18 13,29

31,046,77

zu durchschnittlich Fr, den q

Fr.

26,582. 50 250.-- 245. -- 80,117. 45 250.-- 20,550. -- 245. -- 89,513. 20 250.-- 18,332. 50 235.-- 34,333. 50 200.-- 1,462,494. -- 4,780,793. 60 220.-- 200.-- 46,724. -- 144,359. 60 220.-- 291.95 3,880. -- 216. 05 6,707,680. 35 26,000 q eine Einnahme von

Im Voranschlag war vorgesehen für Fr. 5,'250,000. --.

B. Sprit zu technischen und Haushaltungszwecken (Rubr. 1c, 8. 154).

Meterzentner Meterzentner zu Fr den q zu 92'/2 Gew.% zu 90 Gew.%

1,531,60 914,32

1. B r e n n s p r i t

Ab: Preisnachlässe 2. I n d u s t r i e s p r i t : Feinsprit . . .

T)

1,654,80 758,76 29,777,72 10,132,43 43,559,86 (44,769,cs) -- -- 43,559,86 (44,769,63)

43,559,86 <

.

9,875.30

.

.

107,97

"

.

.

.

1,211,33

n " "

.

.

.

. · . · . .

329,7i 5,914,3i 5,688,52 437,tó

Sekundasprit

.

T) T)

n

n Alcohol · absolutus .

Übertrag

371,99

450,oo 1,859,« 840.6Ì 67,'55

27,154,25

Fr.

65.-- 99,554. -- 66.-- 60,345. 12 67.-- 110,871. 60 68.-- 51,595. 68 70. -- 2,084,440. 40 75.-- 759,932. 25 (70. 73) 3,166,739. 05 5,240. 55 -- (70. 62) 3,161,498.50 58.-- 572,767. 40 59.-- 6,370. 23 60.-- 72,691. 80 61.-- 20,112.31 63.-- 372,595. 23 68.-- 386,819. 36 55.-- 24,057. -- 57.-- 21,203. 43 26,100. -- 58.-- 111,565. 80 60.-- 52,960. 32 63.-- 104. 51 7,059. 65 61. 66 1,674,302. 53

150 Meterzentner zu 92V» Gew.%

Übertrag Vergällungsstoffe . . .

Ab : Preisnachlässe . .

Aufrundung auf Industriesprit (---.24) weniger Abrundung auf Vergällungsstoff (-- . 06)

,

Fr.

27,154,26 134,44544 27,288,695 --

61. 66 294. 31 62. 81 --

1,674,302. 53 39,570. 04 1,713,872. 57 19,515. 05 1,694,357. 52

-- 27,288,69

-- 62. 09

--.18 1,694,357. 70

ZU Fr. den q

Brenn- und Industriesprit zusammen . . . .

70,848,553" 68. 54 4,855,856. 20 Im Voranschlag war vorgesehen : Brennsprit für . . .

43,000 q eine Einnahme von Fr. 3,209,000 Industriesprit und Vergällungsstoffe für . .

25,620 ,, ,, ,, ,, ,, 1,676,000 Zusammen für 68,620 q ,, ,, ,, Fr. 4,885,000

V. Monopolgebühren auf Edelbranntweinen u. dgl.

Gegenüber dem (Rubrik le, S.154.)

Voranschlage r.

Fr.

An der Landesgrenze wurden an F Monopolgebühren bezogen*) . . .

. 2,070,804. 18 1,635,000. -- weniger Rückerstattungen auf nicht zum Brennen verwendeten ausländischen Rohstoffen, Waren ohne Alkoholgehalt, gebrannten Wassern zu technischen Zwecken und dergleichen 13,887. 51 2,056,916. 67 1,635,000. -- Hierzu kommen die Gebühren auf der inländischen Erzeugung monopolpflichtiger Edelbranntweine 16,147 09 30,000. -- 1,665,000.

-- Zusammen 2,073,063. 76

Von den im Inlande erhobenen Gebühren entfallen auf: Kartoffeln Fr. 440. 55 ; Früchte, Beeren und Konfitüren Fr. 1485. 45 ; Piquettezucker Fr. 3796. 60 ; ausländische Weine Fr. 2899. 05 ; ausländische Weinhefe Fr. 5210. 05 ; ausländischen Traubentrester Fr. 2149. 05 und auf Diverses Fr. 166. 34. Total Fr. 16,147. 09 (einschliesslich Fr. 1796. 87 aus Straffällen, S. 153).

*) Einschliesslich Fr. 235,000. -- als Entschädigung des Bundes dafür, dass die Monopolgebührenerhebung auf Drusen eingeführter Weine an der Grenze nickt stattfinden kann.

Nach Hauptrubriken entfallen von den an der Landesgrenze bezogenen Monopolgebühren auf: Rohertrag Fr.

25,114. 69 5,255. 91

Fr.

kg 607,089,3 250,113,!,

11,044. 46 * 9,109. 86

527,959,o * 503,1 18,o

258,152,9

2,43-1. M

24,841,o

kg

Reinertrag

Fr.

kg 13,570. 23 79, 1 80, j 3,815. 95 -; 253,004,5 11,691. 74

233,311,^

t>,007,2

r>64. 79

S,007,i

41,415,* 18,902,^ 5,522,o

2,528. 44 472. 69 203.11

41,415,3 J8,902,o 5,522,0

26,234,1 742,s 9,101.3 1,248,285,4 609,981,8 283,633,4 114,125,4 108,570,,, r,,5B4.« 102,949,,-, 173,535,»

1,913. 84 11. 57 11,883. 87 1,440,429. 71 30,763 98 6,023. 91 134,983. 73 131,881. 04 3,102. 69 132 282. 39 10,973. 61

26,234,i 742,3 9,101,3 1,248.285,4 009,981.8 283,633,4 111,125,4 10i,570,,554,a 102,949,« 171,744,2

8.60

5,7

239,990. 64 2.050,910.67

2,618,957,!

2,340. 05

1,791, u

5,7

_

3,148,707,7

13,887. 51

529,750,0

151

1. Rohstoffe zu Brennereizwecken a. Äpfel und Birnen . . .

&. Enzianwurzeln, frische u.

getrocknete 14,126. 34 c. Früchte und Beeren, eingestampft, Wacholderbeeren, frisch u. getrocknet etc, 564. 79 d. Frucht- und Beerensäfte, Latwergen, Obstmus etc.

2,538. 44 e. Trauben, frische . . .

472. 69 /'.

,, getrocknete 203. 11
. .

1,
11.57 II a. Alcohol absolutus, Sprit u.Spiritus 11,883.87 b. Branntweine, Liköre u. dgl. 1,440,429.71 III. Wermut und Wermutessenz 30,763. 98 IV. Starke Weine . .

6,023. 91 V. Pharmazeut. Erzeugnisse 134,983. 73 a. zum innerlichen Gebrauch 131,881. 04 6. zum äusserlichen Gebrauch 3,102. 60 VI. Parfumerie, Cosmetica u. dgl.

132,282. 39 VII. Chem.Erzeugnisse,Drogen u, dgl, 43,316. 66 VIII. Esseuzen u.Extrakte, die nicht zur Getränkebereitung dienen 8.60 IX. Entschädigungen des Bundes für Weindrusen, Eintrittstaxe auf hochgradigen Erzeugnissen u. Verschiedenes 239,996. 64 * In diesen Zahlen sind Beträge 2,070,804. 18 enthalten, die Im Jahre 1025 vereinnahmt wurden.

Rückerstattungen

152

VI. Rückvergütung des Monopolgewinnes auf ausgeführten alkoholhaltigen Erzeugnissen (Rubrik 2 g, S.155).

Im Jahre 1926 wurden folgende Erzeugnisse und Mengen, die Anspruch auf Rückvergütung hatten, ausgeführt: Wermut

Brantweine und Liköre

Magenbitter Fruchtessenzen

Parfümeriente

Parfümerien

Hektoliter zu 100 % 12,4785

125,5408

0,29ä9

8,9465

2,5082

12,9803

162,7512

= Meterzentner z u 9 2 1 / G e w . % . 1 3 9 , 4 5

t ó

Das Rückvergütungsguthaben beträgt zu dem gemäss unserem Beschluss vom 4. Februar 1927 bestimmten Satze von Fr 120. 75 den Hektoliter absoluten Alkohol oder Fr. 140. 93 den Meterzentner zu 921/2 Gew.% (Aufrundungen 19 Rappen) Fr. 19,652. 40 Hinzu k o m m e n : 1. Nachträgliche Vergütungen: a. auf eine Wunderbalsamausfuhr von 1924 von 0,0907 hl 100 % mit ,, 9. 15 b. desgleichen auf einer solchen von 1925 von 0,os39 hl 100 % mit ., 9. 35 c. auf einer Kirschwasserausfuhr von 1925 von 0,2023 hl 100 % mit ,, 22.45 2. Schlusszahlung für die Ausfuhren pro 1925 (siehe Geschäftsbericht von 1925, S. 153) ,, 9,650. 20 Zusammen 139,77 Meterzentner zu 92 1/2Gew.%o und . Fr. 29,343. 55 Im Berichtsjahre wurden bezahlt (S. 155) ,, 19,691.15 Die Schlusszahlung erscheint pro 1927 mit Fr. 9,652. 40 Veranschlagt war eine Ausgabe von Fr. 23,000.

VII. Straffälle.

Zu Beginn des Jahres 1926 waren unerledigt . . . .

Im Berichtsjahre kamen hinzu Zusammen Davon konnten erledigt werden Verbleiben zur Erledigung

55 Anzeigen 208 ,, 263 Anzeigen 218 ,, 45 Anzeigen

Von den im Berichtsjahre erledigten 218 Straffällen wurden 40 durch Beamte der Alkoholverwaltung und durch Polizeiorgane eingereicht und 178 durch die Zollverwaltung. Zufolge ungenügender Beweismittel und

153

fruchtloser Pfändung mussten 10 Fälle fallen gelassen werden. Die übrigen 208 Protokolle betrafen : 21 die Verwendung von ausländischen Tafeltrauben zur Weinbereitung; 11 das Brennen von Kartoffeln und Kartoffelflocken, sowie den Kauf und Verkauf dieses Branntweins ; 8 das Brennen oder Brennenlassen ausländischer Kirschen und Zwetschgen; 14 das Brennen ausländischer Weine und Weinhefe; 6 das Brennen ausländischen Obstes; l die Fabrikation von Spiritus; 10 betrügerische Angaben und unrichtige Deklarationen auf verschiedenen Warengattungen. Wegen Schmuggels von Rum, Cognac, Fernet Branca und anderen Branntweinen und Likören wurden 32 Protokolle aufgenommen. Zufolge Schmuggels von pharmazeutischen Präparaten und Medikamenten, namentlich Proton, wurden 39 Protokolle nötig. Der Schmuggel von Kölnisch Wasser, von Haar- und Toilettenwassern erheischte 54 Protokolle. Falsche Gewichtsangaben bei Mostobsteinfuhren und betrügerische Freipassverwendungen beschäftigten die Alkoholverwaltung unter drei Malen. Unberechtigte Rückvergütungsgesuche für Kartoffelfrachten wurden 8 eingereicht, und l Fall betraf eine Plombenbeschädigung.

Über die im Berichtsjahre erledigten Fälle ist in finanzieller Hinsicht folgendes zu sagen : Unverteilte Bussen Ende 1925 Fr. 1,903. 05 Einzahlungen im Berichtsjahre ,, 25,730.19 Zusammen

Fr. 27,633. 24 ,, 263. 95 Bleiben Fr. 27,369. 29 Davon waren Ende 1926 unverteilt (siehe S. 156) . . . _,, 2,883. 65 Der Rest von Fr. 24,485. 64 betrifft : Umgangene Monopolgebühren und Kostendeckung . . . Fr. 3,241. 45 Ordnungsbussen nach Art. 28 des Alkoholgesetzes . . ,, 100. -- Bussen nach Art. 24 des Alkoholgesetzes 21,144.19 fl Nachträgliche Rückvergütungen

Fr. 24,485. 64 An

An An An An An

Diese Summe wurde wie folgt verteilt: die Alkoholverwaltung: Umgangene Monopolgebühren (siehe S. 150) . . .

Kosten die Kantone des Begehungsortes die Gemeinden des Begehungsortes die Verleider den Verleiderfonds der Alkoholverwaltung . . . .

die Oberzolldirektion fl

Fr.

,, ,, ,, ^ ,,

1,796. 87 1,444. 58 7,149. 64 6,973. 26 263.84 3,053. 06 3,804. 39

Fr. 24,485. 64 Bundesblatt. 79. Jahrg. Bd. I.

15

154

Der Verleiderfonds der Alkoholverwaltung hatte auf Anfang 1926 einen Bestand von Einnahmen für 1926 (Verleideranteile) Verzinsung

Fr. 24,667. 68 ,, 3,053. 06 ., 1,233. 35 Fr. 28,954. 09

Ausgaben für 1926 (Verleideranteile) . . Fr. 230. -- Prämien (weniger Entschädigungen) für Nichtbetriebsunfälle ,, 928. 55 ,, Bestand auf 1. Januar 1927

1,158. 55

Fr. 27,795. 54

VIII. Rechnung und Bilanz.

A. Betriebsrechnung.

1. Einnahmen.

Hauptbuch

Seite -- 59 60 61 --

Rechnung 1926

a. Vortrag aus dem Vorjahre l). Verkauf von Sprit und Spiritus zum Trinkverbrauche, S. 149 c. Verkauf von Brenn- und Industriesprit usw., S. 150 (I. Verkauf vonGebinden,S.148

Fr.

--

Voranschlag 1926

Fr.

zur Vormerkung

6,707,680. 35

5,250.000. --

4,855,856. 20 9,696. --

4,885,000. -- zur Vormerkung

11,573,232. 55

10,135,000. --

e. Monopolgebühren, S. 150 :

62

Bezüge an der Grenze .

ab: Eückerstattungen .

.

.

.

* 2,070,804. 18 13,887. 51

1,635,000. -- --

63

Bezüge i m Inlande .

.

.

2,056,916. 67 16,147. 0 9

1,635,000. -- 30,000 --

2,073,063. 76

1,665,000.

73

.

f. Zinseinnahmen weniger Zinsausgaben, S. 143 .

.

2,914.40

Zusammen Einnahmen

13,649,210. 71

-- 11,800,000. --

*) Einschliesslich Fr. 285,000 Entschädigung des Bundes auf ausländischen Weindrusen.

155

2. Ausgaben.

Hauptbuch Seite

64 66 68

a. Beschaffung von Sprit zum Trinkverbrauche, S. 147 b. Beschaffung von Brenn- und Industriesprit usw.. S. 147 C. Beschaffung von Gebinden, S. 148 ..

85

13 86 87 72 17

77

73 19

83

d. Verkehrsfrachten, S. 148 .

e. Verwaltung, S. 142 .

1.

2.

3.

4.

Allgemeine Verwaltung Lagerverwaltung Beratungen, Gutachten usw Vergütung an die Zollverwaltung

ab Verwaltungsgebühren

Rechnung 1926

Voranschlag 1926

Fr.

Fr

1,549,664. 05

1,482,000. --

3,638,264. 11

3,362,000. --

7,571. 15 533,325. 07 627,886. 41

zur Vormerkung 568,000. -- 700,000. --

344,684 77 186,207 69 6,279 20

400,000 -- 211,000 -- 19,000 --

90,858 25

70,000 --

628.029 91 143 50 627,886 41

700,000 -

f. Zinsausgaben weniger Zinseinnahmen g. Ruck Vergütung des Monopolgewinnes auf ausgeführten alkoholischen Erzeugnissen h. Unterhalt und Vervollständigung der Ausrüstung der Verwaltungsgebäude usw.

Zusammen Ausgaben

--

700,000 -- 100,000. --

19,691. 15

23,000. --

28,080. 80

38,000. --

6,404,482. 74

6,273,000. --

3. Abschluss.

Summe der Einnahmen Summe der Ausgaben Einnahmenüberschuss

Rechnung 1926

Voranschlag 1926

Fr.

13,649,210.71 6,404,482. 74

Fr.

11,800,000. -- 6,273,000. --

7,244,727. 97

5,527,000. --

156 4. Verwendung des Betriebsüberschusses.

Hauptbuch

Rechnung 1926

Voranschlag 1926

Seite 33 75

Fr.

3,886,090. --

Fr.

3,108,872. --

100,000.--

100,000.--

100,000.. --

100,000. --

2,985,294.18 173,343. 79 7,244,727. 97

2,218,128.-- -- 5,527,000. --

76 69 88

Verteilung an die Kantone .

Einlage in den Versicherungsfonds Einlage in den Verlustausgleichsfonds Verwendung zur vollständigen Abtragung des Passivsaldos auf Ende 1925 . . . .

Vortrag auf das nächste Jahr

B. Bilanz.

Hauptbuch Seite

25 26 23 78 31 67 79 80 71 42 Hauptbuch

Aktiven.

·

Lagerhausbauten u n d Einrichtungen . . .

Verwaltungs- und Chemiegebäude in Bern Lagervorräte . . . .

Schweizerische Nationalbank ,,Konto A u .

,, ,.; "Depot-Konto" Eidgenössisches Finanzdepartement . . .

Postscheckdienst Lagerhäuser Verschiedene Debitoren und Kreditoren .

Aktivrestanzen

Fr.

.

.

.

.

.

.

.

Seite Passiven.

27 Amortisationen 28 Fonds zur Verlegung des Lagerhauses Aarau .

35 Betriebsfonds 75 Versicherungsfonds 76 Verlustausgleichsfonds 81 Kontokorrentguthaben der Spritbezüger . . .

84 Bussen (unverteilte), S. 153 37 Verleiderfonds 38 , Hinterlagen (Kautionen) 82 Passivrestanzen 88 Verfügbarer Überschuss der Betriebsrechnung .

2,271,732.25 534,658. 40 3,504,789. -- 222,570. 28 20,000. -- 3,622,066. 6 5 23,061.91 100,628.87 5,500. -- 212,880.86 10,517,888.22 Fr.

2,806,390.65 13,842.15 2,000,000.-- 300,000.-- 300,000.-- 58,806.84 2,883. 65 27,795.54 313,340. 98 4,521,484.62 173,343. 79 10,517,888. 22

157

IX. Schlusserörterungen.

Den Trinkverbrauch des Landes an monopolisierten gebrannten Wassern schätzen wir für 1926 auf: Hektoliter 5O grädigen Branntweines

Verkäufe der Alkoholverwaltung, S. 149 (31,046,77 q zu 92 1/2 Gew. %)

72,469

Privateinfuhr von Alcohol absolutus, Sprit und Spiritus, S. 144 (68,61 q netto zu 92 1/2 Gew. %)

160

Privateinfuhr von Branntweinen, Likören und Essenzen, S. 151 (12,482,85 q brutto, den Meterzentner zu 120 Liter Branntwein gesetzt)

14,979

Privateinfuhr von Wermut, S. 151 (6099,sa q brutto, den Meter zentner zu 30 Liter gesetzt)

1,830

Im Inlande erzeugte monopolpflichtige Edelbranntweine, S. 150 und 151 (16,147.09 13,570.23 = Fr. 29,717.32 Monopolgebühr, bei Fr. 62. 50 Belastung der Hektoliter) . . . .

475 89,913

weniger: Ausfuhr S. 152 (139,77 q zu 92 1/2 Gew.%)

.'

.

326

Bleiben als Inlandverbrauch

89,587

oder bei einer ungefähren mittleren Bevölkerung von 3,950,000 Seelen auf den Kopf 2,27 Liter.

158

Rubrikenweise Übersicht der Betriebskonti

1887--1922

Fr Einnahmen.

a. Verkauf von Sprit und Spiritus zum Trinkverbrauche . .

6. Verkauf von Vergällungssprit usw b bis Verkauf voObstsprit 1)1) c. Verkauf von Gebinden d. Monopolgebühren auf Edelbranntweinen u. dgl.

fi. Überschuss der Zinseinnahmen über die Zinsausgaben . .

369,008,535. 88 122,368,151. 90 153,351.05 3,184,943. 83 36,947,737. 91

Summe der Einnahmen

531,662,7iO. 57

a. Beschaffung von Sprit und Spiritus zum Trinkverbrauche .

6. Beschaffung von Vergällungssprit b bis Beschaffung vonObstsprit 1)) c. Ankauf von Gebinden d. Verkehrsirachten e. Verwaltung f. Überschuss der Zinsausgaben über die Zinseinnahmen . .

g. Rückvergütung des Monopolgewinnes Dei der Ausfuhr .

h. Unterhalt und Vervollständigung der Ausrüstung der Verwaltungsgebäude, der Lagerhauser usw

164,572,618- 35 107,322,207.19 3.639.304. 65 3,182,432. 81 8,347,600. 72 16,465,747. 56 3,378 292. 91 10,137.260.--

Summe der Ausgaben

317,984,054. 50

Ausgaben.

Betriebsüberschuss.

. .

938,590. 31

213,678,666. 07

Verwendung des Betriebsüberschusses.

1.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

Tilgung von Bauausgaben und Anleihen . .

Reservefonds Betriebsfonds Versicherungsfonds Verlustausgleichsfonds Tilgung von Absinthentschädigungen . . .

Verteilung an Kantone und Oktroigemeinden Vortrag des Aktivsaldos auf das Jahr 1927

') Bis 1921 unter Sprit und Spiritus zum Triukver2 brauche verbucht.

) Betriebsausfall.

-f

6,721,625. 34 399.95 1,999,722. 80

678,754. 13 205,955,395. 58

159

Betriebsergebnisse für 1887--1926.

1923

1924

1925

1926

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

4.149,284. 75 4,319,675. 15 2.240,043. 45 17,410.-- 1.740,037. 42

3,774,109. 47 4,864,268. 54 1,439,060. 57 10,405. -- 1,559,364 27

4,737,280. 50 5,087,844. 11 2,302,357. 17 12,225. -- 1,970,890. 03

12,466,450.77

11,647,207. 85

14,110,596.81

13,649,210 71 583,533,272. 31

2,612,006. 51 7,621,726. 31 6,283,086. 02 8,353. -- 466,270. 95 751,879. 51 225,848. 30 17,476. 70

1,221,875. 82 3,923,331. 99 1.092.997. 44 5,721. 39 499,364. 34 632,506. 47 98,271. 09 26,361. 62

1,776,229. -- 4,327,758. 04 641,429. 63 9,017. 55 539,654. 13 673,402. 66 127,924. 78 9,656. 65

1,549,664. 05 171,732,393. 73 3,638,264. 11 126,833,287. 64 11,656,817. 74 3,213,095. 90 7,571. 15 533,325. 07 10,386,215. 21 627,886. 41 19,151,422. 61 3,827,422. 68 19,691. 15 10,210,446. 12

46,839. 45

23,386. 03

30,216. 40

18,033,486. 75

7,523,816. 19

8,] 35,288. 84

6,404,482. 74 358,078,214. 62

4,123,391. 66

5,975,307. 97

7,244,727. 97 225,455,057. 69

2

)5,567,035. 98

,. . .

777,218. --

100,000. --

100,000. -- 200,000. --

'1,943,045.--

2,720,263. --

. . . .

1887--1926 Fr.

6,707,680. 35 388,376,890. 95 ; 4,855,856. 20 141,495,795. 90 6,134,812. 24 3,234,679. 83 9.696. -- 2,073,063. 76 44,291,093. 39 2,914 40

28,080. 80

1,067,112. 99

6,721,625. 34 399. 95 1,999,722. 80 300,000. -- 100,000. -- 300,000. -- 100,000. -- 678,754. 13 3,886,090. -- 215,282,011. 58 225,281,713.90 173,343. 79 225,455,057. 69

160

Von dem Erträgnis der Alkoholverwaltung für 1926 haben wir, wie bereits in Kapitel VIII, 8. 156, erwähnt, den Kantonen Fr. 3,886,090. -- zugeschieden, also Fr. 1. -- auf den Kopf der Bevölkerung von 1920 (3,886,090 Seelen).

Es erhalten: Zürich . . . Fr. 538,427. -- Bern . . . . 11 675,517.-- Luzern 176,958. -- 11 Uri . . . .

23,967. -- " Schwyz .

59,629. -- " Obwalden 17,657. -- it Nidwaiden .

13,889. -- TI Glarus 33,901.-- 11 Zug . . . . n 31,617.-- Freiburg 142,889. -- Solothurn . . " 130,578. -- " Baselstadt .

140,508. -- Baselland . . " 82,472. -- " Übertrag Fr. 2,068,009. --

Übertrag Fr. 2,068.009. -- Schaffhausen 50,471.-- 11 Appenzell A.-Rh. ·n 55,409. -- 14,574. -- Appenzell I.-Rh.

St. Gallen . . " 295,496. -- " Graubünden .

122,044. -- n Aargau .

240,736. -- " Thurgau .

135,777. -- n 152,725. -- Tessin.

11 319,736. -- Waadt . . . n 128,428. -- Wallis . . . n Neuenburg .

131,431.-- ·n Genf . . . . n 171,254. -- Fr. 3,886,090. --

X. Anträge.

Wir schliessen unsern Bericht mit dem Antrage : ,,Es sei der Geschäftsführung und der Rechnung der Alkoholverwaltung für 1926 die Genehmigung zu erteilen. " Wir bitten Sie, die Versicherung achtung entgegenzunehmen.

unserer vollkommenen Hoch-

B e r n , den 1. März 1927.

Im Namen des Schweiz. Bundesrates, Der Bundespräsident: Motta.

Der Bundeskanzler: Kaeslin.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Bericht des Bundesrates an die Bundesversammlung betreffend die Geschäftsführung und die Rechnung der Alkoholverwaltung für 1926. (Vom 1. März 1927.)

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1927

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Numéro d'affaire Numero dell'oggetto Datum

09.03.1927

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