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Bricht des

.schweizerischen Consul..... in Triest (Hrn. ........... Cloetta von Bergün) über das Jahr 1868.

(Vom 15. April 1869.)

An den hohen Bundesrath.

Tit..

Handelsgesetzgebung.

Als mehr oder weniger das Gebiet des Handels und der Judustrie berührende Geseze erschienen im Jahre 1868 : Das Gesetz vom 3. März betreffend d.ie Bewilligung vou Steuerverjähren für. Reubauten . das Gesetz vom 4. Mai, welches die executive Schuldhaft aufhebt.. jenes vom 1. Jnni, die Eoue.essioniruug der ofterreiehischen, und das vom 3. Juni, die der bohmischen R.ordwestbahn enthaltend . das Gesetz vom 14. Juni, betreffend die gänzliche. Aufhebnug des Wueherverbotes.; das Gesetz vom 17. Jnni, enthaltend die Eoneessionirung der St. Michael-LeobeuerBahn ; jenes vom 20.. Juni, welches uebst der Eonvertiruug der Staatsschuld eiue hohere Besteuerung der Lotteriegewinnste enthält . das neue Handelskammergesetz vom 29. Juni ; endlieh das Gesetz über die Eoneessionirung der Bahn Laibach-Tarvis vom 9. Juli.

Es kann dem Unterzeichneten. nicht obliegen , die einzelnen Bestimmungen dieser bereits. allgemein publieirten Geseze hier anzudeuten, und während ex sich vorbehält, die Grundrisse des Handelskammergesetzes weiter unten zu erori.ern , lässt er nun auf diese durch innere Gesetz.gebung getrosfenen Verfügungen jene im Wege von Staatsverträgen zu

190 Stande gekommenen , das gebiet des Handels und der Industrie befressenden Uebereinkommen solgen .

Staatsvertrag zwischen Frankreich und Oefterreich über die Wahrung der Autorrechte für Werke der Literatur und .^nnst ; Handels- und Schisffahrtsvertrag zwischen Oesterreich und Belgien aus Grundlage der gegenseitigen vollständigen Handels- und Schisssahrtssreiheit^ Handels - und Schisssal.rtsvertrag zwischen Oesterreich und den Niederlanden auf derselben Grundlage ; Handels- und Schiffsahrtsvertrag mit Jtalien aus Grundlage völliger Freiheit des Handels und der Jndustrie sür die Angehorigen beider Länder, Gleichheit der Steuern und Lasteu , Gleichstellung der Flaggen , Recht der Eousularoertretu^.g, Erleichterung der Eisenbahnverbindungen und des Zollverfahrens.

Staatsvertrag zwischen ..Oesterreich und der Republik .Liberia basirt aus dem Vriuzipe der Freiheit des Verkehrs und der Gleichheit der Belastung der betreffenden Staatsangehörigen.

Die internationale Schisssahrts- und Hasenordnung sür den Bodensee (abgeschlossen im Jahre 1867 , aber sür .......esterreich publ^irt im März l 868., enthaltend die Schisfsahrts- und Hafenpolizei und die vertragsmässig festgestellten Hafengebühren Handels- und Zollvertrag zwischen Oesterreich und Breussen (d. i.

dem norddeutschen Bunde und den nicht dazu gehörenden Staaten des Zollvereins) enthaltend einen ^olltaris und Zusatzartikel.

Das diesen Vertrag chara^terisirende Prinzip lässt sich dahin zusammensassen, dass Oesterreich in demselben wie ein anderer dem übrigen Deutschland fremder ^taat dasteht.

Des für unser Vaterland besonders nichtigen osterreichisch-schwei^erischen Handelsvertrages vom ^4. Juli 1868, wenn auch erst am 5. Jänner l. J. in beiderseitigen Ratisi^irungeu ausgewechselt, glaubt der Berichterstatter besonders erwähnen zn müssen, um der in demselben enthaltenen, der hohen Bundesregierung wohlbekannten und von ihr verfochteuen Befreiung des gegenseitigen Verkehrs von alleu Fesseln die gebührende erkenntliche Würdigung augedeihen zu lassen.

. Dass sich die fruchte der durch diesen Vertrag dem greuzuachbarlichen Verkehre der Ein-, .^lus- und Durchfuhr den Verkäufen überhaupt und dem Marktbesuehe insbesondere gewährten Begünstigungen in immer günstigeren Verhältnissen zeigen werden, ist uni so eher anzunehmen , als in Folge jener
Erleichterungen sich einigen Erhebungen zusolge mehrere schweizerisch^ Produkte der Jndustrie schon se^t siegreich neue Absatzgebiete in Oesterreich eroberten und Manusaeturwaareu ^um Beispiele im Herzen der Monarchie (Wien) ein leichter zu behauptendes Feld finden.

^ 191 Unter der Rubrik : Eisenbahn- und Verkehrswesen soll endlich das Ausnahme finden , was aus den.. Gebiete der Staatsverträge bezüglich des Vostwesens und wa^ überhaupt in Beziehung auf das .Telegraphenwesen besonders bemerkeuswerth erscheint.

Das ^oll- und Haudelsbünduiss zwischen den Ländern der ungarischen Krone und den übrigen Konigreicheu und Ländern S. Majestät se^t unter anderm fest. dass ^olländerungen nur im Einvernehmen beider Legislativen vorgenommen werden dürfen, dergleichen Aendernngen in den Vorschriften sür Monopol- Gegenstände (Tabak, Sal^), für die Branntweine, Bier- und Zuckersteuer. - Jn demselben Vertrage ist die Vorlage vou Gese^esvorschrifteu .^ur Einführung der Goldwährung und eines vervollkommneten Mass- und Gewichis.^stems in Aussieht gestellt. - ^ Jn der österreichischen Handelsflagge wird auch das Wappen mit den Farben der ungarischen Krone ausgenommen, die Handelsmarine selbst der Gestion der k. k. Konsulate und dem Ministerium des Aeussern zugewiesen.

Ueber ^ollverträge , Geseze über Vroduktionsstenern und andere Gegenstände wird eine Zoll- und Handelsl^onseren^ vorberathen , in welcher der Minister des Aeussern , die beiderseitigen Handels- uud Finanzminister und Fachmänner Si^ und Stimme haben werden. Die Dauer des Bündnisses ist auf 10 Jahre bestimmt.

Dem des neu.^u vertretenen durch freie

gemachten Vorbehalte gemäss werden hier die Hauptmomente .^audelskau.u..ergese^es angegeben : ^ur die iu.. Reiehsrall^e Länder sind 2.) Handels^ammern statnirt. .-- ^ie werden Wa^l des Handelsftandes gebildet und bestehen aus ho^hsteus^

48 Mitgliedern. .^ie haben da.^ Recht, koxr.espondirende Mitglieder zu

^

ernennen. Sie berathen über und die Jndustrie berühren , korrespondiren unter einander, Usancen und machen Einträge

alle Ges.^^esvorlagen, .vel.he deu Handel vertreten die Jnteressen derselben und ertheilen giltige Zeugnisse über Handelsin ihren. Wirkungskreise.

^ür die Trieste... Kammer ist die Mitgliederzahl aus 48 festgese^t.

Das bisher Vorausgeschickte ermächtiget ^..r Schlußfolgerung, es sei gegründete Hoffnung vorhanden, der liberale Geist, der die Gese^gebung im Allgemeinen im Jahre l 8^8 belebte, werde auch in der Handelsund Gewerbe- Eo^ifieation Ausspruch finden und so auf dem für die moderne Bildung uugemein wichtigen Gebiete der Rationalokonomie jene Fortschritte machen, welche allein geeignet sind, ein gesundes, wirthschaftliches Leben, die Vorbedinguug^ einer günstigen Lage der Volker, im Allgemeinen ^u schassen.

192 ^ Erzeugnisse der .....andwirthschaft, der .^er^werke und der Industrie.

Das Triester Gebiet, seiner natürlichen Lage nach angewiesen, mehr.

dem Handel und der Schissfahrt seine Aufmerksamkeit zuzuwenden, sieht die agrarischen und industriellen Jnteresseu in sehr beschränkten Grenzen .^sich bewegen. Wenn es nun aber auch unbestreitbar bleibt, dass diese lederen hier ihrer natürlichen Fördernngsmittel entbehren , weil das steinige Hinterland und die Nachbarschaft des armen Jstrieus der Agrienltnr ebensowenig forderlich sind, als die Triebfedern der Juduftrie, billige Kraft (Wasser) und niederer Arbeitslohn gänzlich mangeln. Wenn nun dieses auch unbestritten bleibt, so muss dennoch um so mehr mit Befriedigung hervorgehoben werden, dass Trieft auch in diesen beiden Richtungen einem Ausschwung ^entgegengeht, für den anch das verflossene Jahr manche Fortschritte kennzeichnete. Die hiesige Gesellschaft für Gartenenltnr , nunmehr iu eine Ackerbaugesellschaft umgewandelt, hat vermöge ihrer rastlosen Thätigkeit in den durch sie veranstalteten Ausstellungen den Beweis geliefert, dass auch unter ziemlich ungünstigen Verhältnissen die Landwirthschast bei gehörigem rationellen Betriebe segensreiche Resultate liesern kann. Die Regierung hat im Jahre l 868 durch Errichtung eines besonder.. Ackerba..ministerinms und durch Er^ lass mehrerer. Geseze, bestimmt, die. Arrondirnng von Grundstücken ^n er^ leichtern ..e., ihren Ernst bewiesen, diesen wichtigen Zweig der Rationalök..uomie zu pflegen und zn fördern.

Trieft^ und sein Gebiet sind arm an agrarischen Erzeugnissen , die hauptsächlich nur zur theilweisen Deckung des Loealeonsums hinreichen ; doch muss auch in dieser Richtung ein bedeutender Fortschritt, namentlich aus dem ..gebiete der Rebeneultur, hervorgehoben werden.

Aus das nnt einander eng verbundene ^eld der Montanistik und der Industrie übergehend , hiesse es tro^ der schon augedeuteten missliehen Umstände, welche die Jndnstrie im Allgemeinen hier begegnet, dennoch eine Tatsache verschweigen, wollte man uicht anerkennen, dass Trieft die industrielle Bahn mit bemerkenswertem Erfolge betreten hat.

Es sind vom unterzeichneten Berichterstatter schon in früheren Relationeu die verschiedenen Industriezweige angedeutet worden, welche hier betrieben werden , z. B. Teigwaaren , Essigs^.briken ,
Weltpressen,Ehoeolade , ^..eilerwaaren, Kerzen, ^teiubohr, Rosolio, .^eiseusabriten, Gerbereieu ^e. und kann hier nur hervorgehoben werden, dass sich mehrere dieser J..dustrie.zu..eige und namentlich die Ehoeolade-, Kerzen, Reifenund ^^..ileru^aareu- Fabriken einer Lebensfähigkeit erfreuen, .velche der innner wachsenden ^neurrenz u.it Erfolg die Olirne bieten konnen.

Die hiesige Dampfmühle (und des Dampfes bedienen sich als bewegende K.rast sast alle genannten Etablissements) arbeitet ost ununterbrochen Tag und Racht und vielfach für den Export und es besteht wegen der

193.

.e.nigen Rummern ihres Broduktes ganz eigentümlichen^ Vorzüglichkeit ^eine siegreiche Eoneurrenz der täglich anwachsenden Depots inländischer.

Mühlen gegenüber, ein Resultat, .velches um so mehr Anerkennnng verdient, als sie d^as Rohmaterial importiren muss,. während die Mühlen.

des. Jnlandes nur das fertige Vxodul.l. mit der Fracht belasten müssen.

^.urch die Triest eigeuthümlicheu Verhältnisse begünstigt . blühen aber vorzüglich die großartigen Schiffswerften des Llo.^d des Ritter .^...^ouello. u.n.d. d^ ..^bilimento tecnico Triesl.mo^ welche. alle. eine. über.

alles Lob ..erhabene Thätigkeit und Rührigkeit entfalten und grossärti^e, sür den Handel und die Kriegsmarine^ des Jnlandes, sowie für jene ausländischer Staaten dienende ^ampf- und Segelschiffe (Fregatten, Panzerschiffe) aus in- und. ausländischen. Materiale verfertigt liefern..

^ie Schöpfungen dieser in bedeutenden Proportionen arbeitenden .Etablissements finden allgemeine Anerkennung und bedeutenden Absal^ ^...egen der Güte des Materiales , d..r Solidität und Elega..^ der Ausfül.^rung und der Tüchtigkeit im Gebrauche, zu denen sich die Eonveuieuz im Breise gesellt. ^ ^a in früheren Berichten der hiesigen ersten Bierbrauerei Erwähuung geschah, so sei hier bemerkt, dass. dieses Unternehmen nicht den ursprünglichen Erwartungen entsprach , und im ^.e^ember 1868 seine Liquidation au^eigte, was vielleicht weniger der sür den Export ungenügenden Qualität des Produktes, als einer wenig rationell und okonomisch geleiteten Geschäftsgebarung zuzuschreiben ist.

^ie pariser Weltausstellung l 867 anerkannte übrigens die Verdienste der Triester Jndustri.e in besonders erfreulicher Weise, da infolge derselben i^. Jahre 1868 die photographischen Arbeiten Benqne, ^ehasl^uutti, die Seifenfabrik C. L. Cluo^ .^ ^'i^lio. die Gerberei Domen^o Desep.^i , die ^.hiffswerfte G. Tonello , die künstlichen Austerubäuke des Ritter v. Ereo, die^ Seilerfabrik G. Angeli, die Eemeutfabrik H. Escher, die ^ampfbagger des Ritter von Mauser, die Ehoeoladefabrik A. Valerio, die Weineolleetiou E. Schmidt, die .^utwaarenfabrik A. Eappellelti , die ^ampskesselfabril. T. Holt, die ^teinmet^- und

Steiubruchetablissemeuts Eloetta ^ schwarz mit Medaillen und AusZeichnungen bedach^ wurden^.

^

Aus die Thätigkeit des letztgenannten beschränkt sieh wohl der montanistische Betrieb in .diesem Bezirke, einige kleine ^teiubrüche für den Lo^leonsum abgerechuet und die für den Hafenbau und die damit verbundenen Verschüttungen gesondert betriebeneu Steinbrueh - Arbeiten.

^er hiesige Aufgabe gestellt, Gegenstände der Ausstellnng gab

Verein für Kunst und Jnduftrie hat ^. es diese günstigen Resultate ^u fordern, uud Knnst und Jndustrie durch den Vereiu plauzendes ^eugniss von dem rastlosen

sich auch zur eine hier für veranstaltete Streben der^

194 gewerbetreibenden, auch hier der Industrie eine ehrenvolle und bleibende Statte z.u sichern.

Endlich seien noch die bisher stets günstiger sich gestaltenden ..^ersuche des Gubernialrathes v. Ereo mit der künstlichen Austernzucht als eiu erfolgreiche Früchte versprechendes Unternehmen mit gebühreudem Lobe erwähnt.

.^eriiuderuu.^en in den ^lufa^n der Eiu.^ und ^u^uhr^lltarife.

Für die Einfuhr in das österreichisch-ungarische Zollgebiet bestehen zweierlei Zolltarife : l. Der allgemeine, vom 5. Dezember. 1853,

lL

,, Vertragszolltarif.

. Der snb ll. angegeben behandelt die Jmporte aus jenen Staaten, die auf dem Fnsse der meistbegünstigten Rationen behandelt werden.

Bezüglich aller Staaten nun, mit welchen, wie schon angesührt , im Jal..re 1868 ein ^oll- und Handelsvertrag aus dieser Basis abgeschlossen wurde (was namentlich von Liberia, dem deutschen ^oll- und Handelsverein, und von der Schweiz gilt), hat sich eine Aenderung in den Zolltarisen sur d^ Einsuhr nach der o sterre ichiseh - ungarischen Monarchie in dem Siuue bewahrheitet, dass besagte Jmporte nunmehr nach dem Vertragstarife ll. behandelt werden.^ Das Jahr t 868 zählte folgende Staaten als ^ertragsstaateu : persie.., Großbritannien, Frankreich, Belgien, Niederlande, Jtalien, .Liberia, der deutsche Zoll- und Handelsverein, die Schweiz.

Alle Jmporte aus Riehtvertragsstaaten unterliegen den. allgemeinen Zolltarife l.

Es kann nicht Aufgabe des unterfertigten Berichterstatters sein, bei den. allgemein bekannten oder leicht zu ermittelnden Jnha.te der angegelten zw..i Tarife hier die Verschiedenheiten in der Behandlung aller Artikel j.^ nach deu.. einen oder dem andern anzugeben, dagegen glaubt er, .namentlich im Hinblick auf sein Vaterland, einige Zollsäl^e vergleiehsweise anführen zu sollen, um die Vortheile des V^.rtragstarises ll. dem allg...meinen (l.) gegenüber klar zu legen, wobei er bemerkt, dass .^er Massstab der Verzollung n.it einzelnen wenigen Ausnahmen (wie bei Schlachtund Z^gviel^, Brenn- und Werkholz u. s. w.) stets das G^wicht^ der W^.are bildet , so dass in folgenden Ansähen sur einen Zoll-Z.^ntner (8.) W. Bfd.) zu gelten haben. Die Zollgebühren sollen stets das Rettoge.vicht belasten , wesshalb , mit einigen .Ausnahmen , welche ausdrücklieh die Sporeobelastung in den Tarifen bezeichnen, die Tarife selbst bereits verschiedene perzentuelle Abzüge des Rohgewichtes nach Art der Verpackung feststen.

195 Reis : ^ enthülst, Sporeo . . . . . . .

,,

b)

Beiwerk ^äse

.

Butter Speck

in .

.

Hüsen.

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^.

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,, .

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und Schmalz .

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2. 63

1 .

.

.

4.

2. 20

.

.

2.

63

2.

.

.

2.

63

1. 50

.

.

.

Taris.

L ..L ---. 80 ---. 25

.

.

.

.

.

.

.

.

.

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.

.

.

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--^.27

frei.

50

---

--..

Schafwolle, gemahlen (gebleicht, gesarbt) . . .

---.80 Seide, roh, filirt (Organsin, Eoeous, rohe Rähseide^ 8. --., gesponnene . ohue Verbindung mit andern Spinumaterialien . . . . . . . . .

8. -^.

srei.

6. --

,, ,, (^loretseide, nicht gesärbt) Floretseide, ungefärbt, ohue Verbindung mit andern Spinnu.aterialien . . . . . . . . .

Seide, weiss gemacht oder gesärbt, Seidenabsälle, gefärbt, anch in Verbindung mit andern Spinn..

8. -^-

^6. ---

8. ---

frei.

frei.

Seideuabfälle, gesponnen, uieht gefärbt . . . . . 8. -^-

materialien

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

1 5.

,,

7 5^

6 .

---

Baumwollgarne, roh, d. i. nicht gebleicht, nicht ge^ färbt und uieht drei^ oder mehr-

dräthig gezwirnt . . . . . 5. 25 4. gebleicht oder gezwirnt, d. i. dreioder mehrdräthig gezwirnt . . 10. 50 9. gebleicht, ungezwirut, uugesärbt . 10. 50 6. ---

,, .,

Uugewebte lochte (ohne oder mit Waehsüberz....g), Nachtlichter

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

Baumwollgarne, gezwirnt, gefärbt . . . . .

,, gesärbt, uuge^wirnt . . . .

Leinengarne , rohes .^andgespiunst , nicht gebleicht,

gefärbt, gezwirnt . . . . . .

,,

rohes Masehineugespiuuft , nicht ge-

,,

gebleicht, geäschert oder gefärbt (nicht

,,

gezwirnt, auch Spagat, gebleicht oder

bleicht, gefärbt, gezwirnt . . . .

gezwirnt) ^. . . . . . . .

gefärbt . . . . . . . . .

Wollengarue, gefärbt oder gezwirnt . . . . .

Baumwollwaaren , d. i. Webe- und Wirkwaaren aus Baumwolle oder aus Baumwolle und Leinen, au..h iu Verbinduug mit Metall- oder Gummifädeu oder gespouneuem Glase, aber ohne Beimischung von Seide, Wolle oder audern Thierhaareu, und zwar :

1 0.

50

6.

13. 15 9. 13. 15 6. ---.

2. 63

-

frei.

2. 63 ---.. 75 8. 2. 50 13. 15 3. 13. 15 6. -

.196

Taris.

1.

II.

^ ..... gemeine ,^ d. i. rohe, ungebleichte dichte, nicht gefärbte .und nicht bedruckte Webewaaren lochte, gewebte, Bitter (Marl^). Gurten, .

.

.

^ e

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

36. --36.

-

20. --15.

-

b. mittelfeiue, d. i. a.ppretirte, gebleichte, .ge-

färbte, dichte Webewaaren . ^. . . . 62. -- 20. -

.Baumwollwaaren : -....obbiuet-artig^Vorhängstofsemehrsärbig gewebte ......62. 50

bedruckte, dichte ^Webewaaren sammt.^rtige ,,

40. --

. . . . . 62. ..-- ^ 40. .... . . .^ . .62. .- 40. -^

c. seine, d. i. alle rundichten Wel.^.waaren .

9.0. 60. ^d. seinste, d. i. Bobbinet (Tnil..^.^s), Betinets , Spi^n , gestickte Webewaaren und alle Waaren ^in Verbindung mit Metallsaden und gesponnenem Glase ^. . . . . .

262.. .50 100. -

vom l. Jan..er^870 an . . . . . 262. 50 80. -

Leinenwaaren , d. i. Webe-, Wirk- und Seilerwaaren aus vegetabilischen .Faserstoffen (mit Ausnahme der ^anmwolle), ohne Beimischung von Seide, Wolle und andern Thierhaaren, und zwar: Decken (Fuß-, Wagendeckeu, Lanfteppiche), auch

gesärbt, ^gemustert . . . . . . . .

Leinenwaar.^n , gemeine, assortirle , gebleichte , gefärbte, ein- oder mehrfarbige dichte Gewebe,^ gemustert .oder bedruckt . . . . .^ . .

^einwand bis zu 50 Kettenfäden .auf den WienerEourentzoll

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

3 6.

-

10. ---

6. ---

36. -

20. -

1 0.

---

^eiuenwaaren, mittelfeine .^einwand mit mehr als ^ 100 Kettenfäden aus den Wie..er-^o..re..tzoll .

70. 40. -.Leinwandwaaren, feine, als Battiste, Gaze, .^inou .......

75. -- ^.60. --^Leinenwaaren , seinste , Spieen , Kaulen , gestickte Webe.^aareu und Waareu in Verbindung mit echten oder. unechten Silber- und Goldfäden oder gesponnenem Glase . . . . . . . . 262. 50 70. -^ Wollenwaaren , d. i. alle Webe- und Wirkwaaren aus Wolle und andern Thierhaaren, .auch in Verbindung mit .andern Webe- und Wirkmaterialien, ausgenommen die .seidenen.

Gemeinste : Ko^en, Boden-, .Fussteppiehe .e. .

8. 5. Gemeine, d. i. gewirkte , nicht bedruckte, nicht sammtartige Webewaaren, uieht bedruckte ^ilzwaaren

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

36.

-

2 0 .-

.

. 197

Taris.

1.

IL Feiue, d. i. alle undichten Webewaaren, Shawls

und Shawlstücher ^. . . . . . . . . 90. ..-- 60. Feinste, d. i. Spi^, gestickte Webewaaren . .e. ^ 262. 50 70. -Seidenwaaren, d. i. Webe- und Wirk.vaaren aus Seide , allein oder in Verbindung mit andern Materialien : Feine, Seide allein oder mit Metallfäden oder gesponnenem Glase, Blonden, Spieen .e. . 262. 50 120. --Vom 1. Jänner 1872 an . . . . . . ^ . .^. ^- 80. -Halbseideuwaaren :

Shawls aus Seide und Wolle, Sammt. Velpel, .^lasche, Barege, Musselins ..e. . . . . 103. -

60. .-

Kleidungen und B^waaren , Bapierwaaren, Leder^ und Kürschnerwaaren, Glaswaaren, Metallwaaren überhaupt, Instrumente und karze Waaren erfahren auch eine beiläufig in solchen Verhältnissen sich bewegende günstigere Behandlung nach dem Vertragstarife und glaubt der Unterzeichnete, dass die Zollsätze des Vertragstarifes , wenn .auch nicht derart redue.rt, um der Eonenrrenz die Bahn srei zu^uachen , .^dennoch einen wesentlichen Fortschritt aus jenem Wege kennzeichnen, der da^u bestimmt ist, den ans eigenen Kräften beruhenden Industriezweigen den Weltmarkt osfen ^u halten, die künstlich ernährte und geschützte .Arbeit als ein national-okonomisehes Uel^el salleu ^i lasseu und dem .^ousumenten die billigste Befriedigung seiner Bedürsnisse zu ern.ogliehen.

Was die Aussnhr anbelangt, unterliegen nur gemeine ^elle und Häute einem Zollsal^e von sl. 2. 5l) per .Zentner, Pumpen und andere Absälle ^ur Vapiersabrieation einem von sl. 2, und Knochen , Knochenmehl, Klauen u. dgl. einem von 75 Kreuzer.

Auch ledere sind in der Aussnhr uaeh den Vertragsstaaten zollfrei.

Durchfuhr au^ und nach der Schweiz.

Es ist schon bei srüherer Gelegenheit hervorgehoben worden , dass es unmöglich ist . über ^en hiesigen Transitverkehr statistische Daten zu erhalten und ruhrt dieses von dem Umstande her , dass die über Triest^ ansgesührten, aus ^der .^ehwei^ konimenden Waar^ beim hiesigen Zollamte als von Transitstationen Sal^ürg, Vassau und Gorz zollamtlich behandelt, auch nach dieser Brovenienz eingetragen werden und zwar erstere zwei Provenienzen unter der allgemeinen Rubrik . aus Süddeutsehland, die letzte unter der ans Jtalien.

198 Eisenbahnen ..und .^erkehr^we^e.

Jm ersten Tbeile dieses Berichtes wurden jene Geseze erwähnt, ^welche ^ch aus Eonees^on^rung neue.^^ahnl.n^en begehen.

Was die im Jahre 1868 zu Stande gekommenen Bahnbauten betrifst . so ist darüber nur so viel zu bemerken, dass sich selbe ans Vervollständigung des ungarischen Bahnnetzes und aus einige Anschlüsse an die böhmischen und österreichischen Bahnen überhaupt beschränkten. Es kann nicht verschwiegen werden, dass man mit den Eoneessionsbewerbungen überhaupt viel rascher, ja verschwenderisch vorgeht, während man mit den wirklichen Bauten weit zurück steht.

Der Ansehlnss Triefts an die Rndolssbahn schwankte das Jahr 1868 hindurch immer in der Alternative Fontebba ..^ ^redil und die Anfänger beider Brojeete behaupteten stets, einander den Vorrang abgestritten zn haben.^ Wenn man iudess berücksichtigt,^. dass die österreichische Regierung wiederholt ihre Sympathie sur die ans österreichischem gebiete laufende Bredil-Liuie ausgesprochen hat, so lässt sich nicht verkennen, dass sur den Bau der letzteren mehr Aussicht vorhaudeu ist, wobei es nur bedauerlich bleibt, dass diese Streitsrage die endliche Jnangrifsnahme der für die Monarchie und Trieft insbesondere hochwichtigen Verbindung stets aufschiebt.

Jm Bostwesen sind die ersolgte Einführung von Geldanweisungen

per Telegrapl.. für Beträge bis fl. 500 , die angeordnete, für die Ge-

sehästswelt uieht unwichtige Ansch^affung von ^xts- und Datum-Voststampiglien mit der Jahreszahl, endlich die zu Staude gekommenen Verträge zu erwähnen, welche in Vostaugelegeuheiteu mit Griechenland, den deutsehen Staaten und der Schweiz aus Grnnd niedriger Bortogebühreu vereinbart wurden.

^as Telegrapheuwesen wurde einer besondern Ausmerksamkeit gewürdigt , und zur naturgemäßen Umgestaltung desselben iu Wien die internationale Telegraphentonserenz mit den bereits bekannten Resultaten und Beschlüssen gehalten.

Das .^elegraphenne^ .^...esterreiehs wird nach und nach vervollständigt, wenn anch statistischen Daten znsolge jet^t eine Telegraphenstation ans je 10,3 ^Meilen kommt, während in der Sehweiz dieses Verhältniss

1 : 1,5 ist.

Es kann an dieser Stelle nicht versehwiegen werden, dass der Handel im Allgemeinen wesentlich an dem Mangel eines ^erwaltungsgese^es

199 für Eisenbahnen überhaupt leidet, da gegenwärtig alle, das Lieserungsund Hastn..gsrecht, diese so wichtigen fragen betreffenden Bestimmungen, theils in den verschiedenen Betriebsordnungen, theils im .^andelsgese^buche, theils im allgemeinen bürgerlichen Gese^buche zerstreut und nicht immer mit^ einander in vollem Ei..klange zu finden sind.

Banken und ^in^fnß.

Die in grosserem Massstabe hier dem Verkehre zu Dienste stehenden Banken sind die F i l i a l e der ö s t e r r e i c h i s c h e n N a t i o n a l b a u i. und die P r i e s t e r g o m m e r e i a l b a n k.

Die Filiale der osterreichischen Rationalbank bot sür Triest folgende .^rgel..n^se :

B a n k a n w e i s u n g s - G e schä f t.

Jm Jahre 1868 wurden bei der Kasse in Triest bezahlt 5701 Stück Anweisungen im Betrage von über 22 Mi..lion.^ ..Dulden.

Das Eseompte - Geschäft mit Jnbegrifs der eseomptirten Rimessen nahm für Triest einen Betrag von über 61/2 Millionen Gnlden in

Anspruch , wobei es nun eirea 1/2 Million hinter das Ergebniss des Vorjahres blieb. Das Leihgeschäst erscheint fnr das Jahr 1868 mit fl. l 77,600 augegeben.

Das Gesehast der hiesigen .^ommereialbank lasst sich im folgenden zusammenfassen : l .

^ .

Eiubezahltes capital . .. . fl. 4,843,000. Gelder in Eurrentrechnung

eingegangen . . . . , rückgestellt . . . .

Mittlerer Zinsfuß . . .

Baueo Giro. Einzahlungen Verfügungen Eassaanweisuugen in

Umlauf in medio . .

Betriebskapital . . .

Wechsel-Eseompt Trieft . . . . .

Mittlerer Zinssuss . . .

Wien . . . . . , Mittlerer Zinsfuß . . .

Bxag und Best . . .

Mittlerer Zinsfuß . . .

, 5,839,9l 9. 12 ^, 5,871,727. 23 2.43 ^ ,,87,932,151.44 ,,87,601,^02.36

18..^.

fl. 4,843,000. , 6,545,782. 96 ,, 7,019,469. 90 2.42 ^/o ^,76,964,802.67 ,.77,877,707.76

., 1,078,70l). - ,, 711,500. .-.,, 7,992,000. -- ,, 8,057,500. .,, 1 8 , 7 0 l , 6 8 6 . 4 6 ^,20,646,433.18 4^ 4^ , 9,l79,640. 36 ^, 5,276,952. 43 4^ 4.33 ^..

,, 596,885. 39 ,, 703,441. 36 5.15^, 5.39 ^

Bu^^la^. Jahrg. .....XI. Bd.lI.

16

200 1^.

l^7.

Bsandvorschüsse . . . . sl. 1,730,880. --- fl. 1,869,120. ---

Mittlerer Zinsfuß . . .

5.39 ^.

. 5.50 ^ Eassa-Gebahrung: Eingang ,,143,060,339.10 ,,123,624,510.94 Ausgang ^ ,, 143,151,29^ 75 ,. 124,389 187. 81 Ausbezahlte Dividende . .

51/2^. ^ 5^ ^ Eine Filiale der pripilegirten osterreichischen Kreditanstalt, dann die mit dem Wechseleseou.pt sich befassende hiesige Sparkasse (Monte Civico^ kommen auch dem Verkehr in Bankgeschäften zu Hilfe.

Endlich ist eine Volksbank (aus Aetien) zur Unterstü^u..g hanpt-

sächlich kleiner Gewerbe im Entstehen.

.^ersicherun.^u.

Das Versicherungswesen wird hier durch 21 theils Mntteranstalten, theils Filialen , von in andern Städten den Hanptsilz habenden Gesellschaften vermittelt.

^.ie Gese^gebung hat wohl die Znlaslassung ausländischen Gesellschaften ausgesprochen , die VersicherungsGesellschaften davou aber ausgeschlossen. -- Tro^dem arbeiten hier seit Jahren Filiale ausländischer Versicher^ngs - Gesellschaften (so der Leipziger, Mailänder .e.) und werden wenigstens bisher anstandslos ge-

duldet.

^eue Erfindungen.

Es ist auf diesem Gebiete nichts Hervorragendes zu melden.

Reiter ..^heil.

Einwanderung.

Der kosmopolitische Eharakter dieser Handelsstadt bedingt eine eou-

tinuirliche Beu^egung in der Einwohnerstatistik. Doch hat das Jahr

1868 in dieser Bewegung nichts von Bedeutung gebraut, und kann von deren Resultaten ohne Weiteres als etwas Unerheblichem Umgang genommen werden.

Schweizer^efellfchaften.

.^lusser der schweizerischen Hilssgesellschast bestehen hier keine andern derartigen.

20l

Jahresbericht des

schweizerischen .^onsnl.^ in ....Odessa (^rn. ..^tto Dritten von St. Stephan, ^. Bern) uber da.^ Jahr 18^8.

(Vom 10/21. April 1869.)

^n den hohen Bundesrath.

.^it..

Das Jahr 1868 weist bei Weitem weniger befriedigende Ergebnisse aus, als das vorhergehende, sowohl für den Export- als den Jmport Handel.

Die Hauptursaehe dieser Abnahme des Handels des Hasens von Odessa liegt in den leztjährigen Missernten in sast allen Gouvernements, welche unseren Blaz alimentiren , so dass die Aussuhr von Getreidesorten um 1,600,000 Tschetwerts geringer war als die vorjahrige und der Totalwerth der Aussuhr um 21 Millionen Rubel unter demjenigen von 1867 blieb. Dies sind also eben so viele Millionen . welche dem Umsa^e in Südrussland entgingen und deren Weg^ fall besonders vom Akerbau sehr empfunden wurde. Auch der Handel erlitt beträchtliche Verluste durch den aus allen Vlä^en Europas stattgehabten starken Preisabschlag , dessen Rükwirkung sieh hier fühlbar

machte. Das Getreide, das bis aus 15 Rubel 7.... Eop. per Tschetwert

^u stehen kam , sank aus 11 Rubel, was einen Abschlag von 40 ^ ausmacht, und seither ist derselbe noch empfindlicher geworden.

Die Ausfuhr vou Merino -Wolle war ebenfalls geringer als im

Jahr 1867 und es gestalteten sieh die diessälligen Lieferungen sehr

verlustbringend in Folge des Preisabschlages, der durch starke Zufuhren

202 australischer Wolle herbeigeführt wurde, welche der russischen Wolle eine so erdrükende .Konkurrenz macht, dass unausweichlich die Schafzucht allmälig dem Akerbau weichen muss, welcher bereits lohnender ist, als die Unterhaltung der Heerden.

Ueber die andern Exportartikel ist nichts Besonderes zu bemerken , und ich gehe daher zum Jmporthandel über, welcher doppelt assizirt wurde, erstens durch den Einfluß, den notwendiger Weise der Anssuhrhandel aus ihn ausübt , und zweitens durch das Abwarten des neuen Zolltarifs, welcher am 1. Januar 1869 in Krast treten sollte.

Natürlich enthielt sich der Handelsstand , Waaren zu beziehen , deren Zolle herabgesezt wurden. Es zeigt sich denn auch eine bedeutende Abnahme bei sorgenden Artikeln : .^7.

.l^.

Abnahme.

Kafsee . . . .

Oel . . . . .

Wein in Flaschen .

Borter ,, ,, .

Baumwolle . . .

Baumwollwaaren .

Buds ,, . .

. .

Buds ,,

70,442 146,675 68,348 94,613 9,311 9,430

48,391 120,678 16,102 13,072 3,856 7,327

Fr. 22,051 ., 25,997 ^ 52,246 ,. 8l ,541 ,, 5,455 ,, 2,103

Eine namhafte Verminderung fand statt in der Einfuhr von Eisen,

von welchem Artikel im Jahr 1867 3,395,666 Bnds importirt wurden, während die Einsuhr pon 1868 sieh nur anf 1,824,322 Buds Relief. Jch schreibe dies hauptsächlich dem Umstande zu , dass dex Hauptbedars an Material sür die Eisenbahnlinien im Jal.r 1867 eingeführt wurde, so dass die Einsuhr vom Jahr 1868 eine beschränktere sein .musste.

Die einzige bemerkenswerthe Zunahme in der Einsuhx ^eigt sich bei den Maschinen. Man importirte deren im Jahr l 868 für einen Werth von 1,720,924 Rubel, gegenüber von bloss 505,671 Rubel vom Jahr 1867. Der Grund dieses Umstandes liegt darin, dass der neue .^aris die Maschinen mit einem ziemlich hohen Zoll belegte, wäh.

rend dieselben srüher zollsrei waren , und dass man daher noch die mit Ende des Jahres auslaufende ^ollfreiheit benuzen wollte.

Jn Bez..g ans die Jndustrie kann ich mich nur ans meine srühexn Berichte bernsen . im Allgemeinen aber musste dieselbe von der Krisis, welche den Handel storte, mitbetrosfen werden.

Die Thätigkeit in der Erstelluug von Eisenbahnen hat nicht ansgehort, und in die äussersten bilden sollen , bereits direkte

dem Masse, wie die .Liuieu vollendet werden, welche das Bunkte des Kaiserreichs verbindende Haupteisenbahnuez werdeu anch neue Seitenlinien konzedirt . so ist Odessa verbunden mit Kiew, Moskau und St. Betersburg und

203 wird es im nächsten Jahre wahrscheinlich mit Europa über Volotschisk und Brod.^.

Der Kredit der Banane sondere des Gouvernements von Kerson konsolidirt ..sich immer mehr und seiue zu 5^ ^/o verzinsten ^bligationen sind heute zu ^80^81 gesucht, während sie im ersten Jahre nach ihrer Emission nur schwer ^u 60 und selbst noch weniger anzubringen waren.

Der Skonto der kaiserlichen Bank wurde auf 6 .^ reduzirt sur Vorschüsse aus Valoren ; im Handel^ variirte derselbe zwischen .... und

10. ^.

Was die schweizerische Wohlthatigkeitsgesellschast betrifft, so kamen derselben so dringende Fälle v o r ^ .....glükliehe Laudsleute unterstüzen ^u.

müssen, dass die Ausgaben um Vieles die Einnahmen überschritten und

ihr Kapital auf R. 603. 88 herabgeschmol^en ist. Das Komite wird

Anstrengungen machen müssen, um das ...Gleichgewicht in seinem Budget herzustellen, was nicht leicht seiu wird, indem die Anzahl der Landslente, welche sieh bei der Kollekte etwas ergiebiger betheiligen konnen, änsserst beschränkt ist.

tteljerficf)t beg internen ©elbnniöelfungööerfc|re in ben S^ren 1868 unb 1869.o·t..» (O

On dm internen Wiiweisungen ftnb aurl) bie mit (Srojjbritannien und den Sîiedevlanben auêgewedjfelten inbegrifleit.)

Aufgegebene ^noeeifnngen.

1868.

donate.

Anzahl.

49,440

Januar Februar Marz

April .

Mai

. .

3uni

.

3ua

.

Studiisi .

©eptenrber Oftober Rovemßer Deäember

.

. .

.

. . . .

. . . .

Betrag.

3ip.

g».

4,101,382 69

3,328,534 60 3,436,897 66 3,435,337 37 3,768,039 24 3,652,246 05 3,886,591 17 3,572,503 80 40,015 3,469,618 71 46,663 4,132,816 50 48,151 4,424,650 82 52,094 4,427,548 · 11 526,900 45,636,166 72 168,558 14,302,152 32 39,205 40,270 39.643 42,101 42,819 45,289 41,209

fîer Telegraph beförderte fUniDeisungen.

1869.

Anäahl.

Betrag.

58,940 44,693 46,628 46,341

5,116,891 4,004,908 4,114,567 4,259,767

gr.

1868.

».·p.

02 · 29 68 58

.

285 366 416 434 527 570

1869.

478 500 543 630

67o

540 595 573 534 553 6,060

196,602 17,496,134 57 .-Totale Ende Wpril . .

1,501 2,151 Anzahl nnb SBetvog ber auêbezah ton Mandate stimmt stete mit ber a .n3a6l und dem Betrage der a ufgege benen Manda te iiberein.

Internationaler ©elbantoeijungeüerfeljr ioä^enb beê 3al)reê 1869.

·öfrkfjir mit den Mieöfrlaniun.

$crkflir mit (gropritannim SlueSesteUte

Monate.

Januar . . .

Februar . .

MarS

.

.

.

April

.

.

.

M a i

.

.

.

Juni

.

.

.

Juli

.

.

·

Anzahl.

.·Setrag.

58

Fr5,657

61 8l 75

4,696 6,663 6,963 8,055

47

siu.-.'nesteHte aluiBtifiiitgcn.

·Singclöete Slntocisungen.

.ilUttCtfllllflCIl.

Slnjahl.

3.p.

7o 97 17 40 23

Fr-

128

105 190 157

117

S(nz..(jl.

.-Betrag.

.sp.

11,627 40 9,708 3o 13,959 60 15,167 80 10,044 30

8 5 2 3 4

Singclöetc Slitmeisiingcn.

SSettag.

Fr-

StnjahI.

«t486 82

9-p.

.R.P.

354 01 300 95 ISO -- 159 97 253 10

.-Betrag.

15 21 13 13 14

852 66 1,O2O 32 1,333 61

671

81

4,365

22

vAugust . . .

(September Oktober Rovember ©eäember

. .

. .

.

. .

c

totale .·Lotale auf Ende Mai . . .

322

32,036 47

697

60,507 40

22

1,248 03

76

to o cn

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Bericht des schweizerischen Consul in Triest (Hrn W. Cloetta von Bergün) über das Jahr 1868. (Vom 15. April 1869.)

In

Bundesblatt

Dans

Feuille fédérale

In

Foglio federale

Jahr

1869

Année Anno Band

2

Volume Volume Heft

23

Cahier Numero Geschäftsnummer

---

Numéro d'affaire Numero dell'oggetto Datum

12.06.1869

Date Data Seite

189-205

Page Pagina Ref. No

10 006 165

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