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Bekanntmachungen der Departemente und Ämter

Vernehmlassungsverfahren

Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement

Änderung der Eidgenössischen Fleischschauverordnung Vernehmlassungsfrist: 15. Dezember 1983 24. Oktober 1983

Bundeskanzlei

Vorladung

AG, zurzeit unbekannten Aufenthalts, wird hiermit aufgefordert, sich wegen fortgesetzter Dienstverweigerung vor Divisionsgericht 5 zu verantworten und am Dienstag, den 15. November 1983, 15 Uhr, im Dienstanzug im Grossen Saal des Obergerichtes in 5000 Aarau, Obere Vorstadt 38, zu erscheinen.

Falls der Angeklagte dieser öffentlichen Vorladung nicht Folge leistet, wird gemäss Artikel 155 Militärstrafprozess das Verfahren gegen Abwesende durchgeführt.

21. Oktober 1983

Divisionsgericht 5 Der Präsident: Oberstlt Suter 21

Notifikationen (Art. 64 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsstrafrecht [VStrR])

nager, zurzeit unbekannten Aufenthaltes: Die Eidgenössische Oberzolldirektion in Bern verurteilte Sie am 2. September 1983 aufgrund des am 6. April 1983 gegen Sie aufgenommenen Schlussprotokolls wegen Zollübertretung, Bannbruchs und Hinterziehung der Warenumsatzsteuer in Anwendung der Artikel 74 Ziffer 3, 76 Ziffer l, 85 und 87 des Zollgesetzes sowie der Artikel 52 und 53 des Bundesratsbeschlusses über die Warenumsatzsteuer zu einer Busse von 2265 Franken, unter Auferlegung einer Spruchgebühr von 110 Franken.

Dieser Strafbescheid wird Ihnen hiermit eröffnet. Gegen den Strafbescheid kann innert 30 Tagen seit der Veröffentlichung der vorliegenden Notifikation bei der Eidgenössischen Oberzolldirektion, 3003 Bern, Einsprache erhoben werden. Die Einsprache ist schriftlich einzureichen und hat einen bestimmten Antrag sowie die zur Begründung dienenden Tatsachen zu enthalten; die Beweismittel sind zu bezeichnen und, soweit möglich, beizulegen (Art. 68 VStrR).

Nach unbenutztem Ablauf der Einsprachefrist wird der Strafbescheid rechtskräftig und vollstreckbar (Art. 67 VStrR), Nach Eintritt der Rechtskraft des Strafbescheides wird der geschuldete Gesamtbetrag von 2375 Franken mit der von Ihnen geleisteten Hinterlage verrechnet.

Der verbleibende Restbetrag wird bei der Zollkreisdirektion II, Untersuchungsdienst Zürich, Militärstrasse 90, 8021 Zürich, hinterlegt und kann dort durch Sie oder eine durch Sie bevollmächtigte Person gegen Quittung in Empfang genommen werden.

1. November 1983

Eidgenössische Oberzolldirektion

Das Zollinspektorat Biel verurteilte Sie am 19. September 1983 aufgrund des am 15. August 1983 gegen Sie aufgenommenen Schlussprotokolls wegen Gefährdung der Warenumsatzsteuer in Anwendung des Artikels 87 des Zollgesetzes sowie der Artikel 52 und 53 des Bundesratsbeschlusses über die Warenumsatzsteuer zu einer Busse von 124 Franken, unter Auferlegung einer Spruchgebühr von 20 Franken.

Dieser Strafbescheid wird Ihnen hiermit eröffnet. Gegen den Strafbescheid kann innert 30 Tagen seit der Veröffentlichung der vorliegenden Notifikation bei der Zollkreisdirektion Basel, Postfach, 4010 Basel, Einsprache erhoben wer22

den. Die Einsprache ist schriftlich einzureichen und hat einen bestimmten Antrag sowie die zur Begründung dienenden Tatsachen zu enthalten; die Beweismittel sind zu bezeichnen und, soweit möglich, beizulegen (Art. 68 VStrR).

Nach unbenutztem Ablauf der Einsprachefrist wird der Strafbescheid rechtskräftig und vollstreckbar (Art. 67 VStrR).

Nach Eintritt der Rechtskraft des Strafbescheides wird der geschuldete Gesamtbetrag von 144 Franken mit der von Ihnen geleisteten Hinterlage verrechnet.

Der verbleibende Restbetrag wird bei der Zollkreisdirektion Basel hinterlegt und kann dort durch eine durch Sie bevollmächtigte Person gegen Quittung entgegengenommen werden.

1. November 1983

Eidgenössische Oberzolldirektion

zeit unbekannten Aufenthaltes: Die Eidgenössische Oberzolldirektion in Bern verurteilte Sie am 30. Juni 1983 aufgrund des am 6. November 1981 gegen Sie aufgenommenen Schlussprotokolls wegen Zollübertretung und Hinterziehung der Warenumsatzsteuer in Anwendung der Artikel 74 Ziffer 3 und 87 des Zollgesetzes sowie der Artikel 52 und 53 des Bundesratsbeschlusses über die Warenumsatzsteuer zu einer Busse von 11 760 Franken, unter Auferlegung einer Spruchgebühr von 580 Franken.

Dieser Strafbescheid wird Ihnen hiermit eröffnet. Gegen den Strafbescheid kann innert 30 Tagen seit der Veröffentlichung der vorliegenden Notifikation bei der Eidgenössischen Oberzolldirektion, 3003 Bern, Einsprache erhoben werden. Die Einsprache ist schriftlich einzureichen und hat einen bestimmten Antrag sowie die zur Begründung dienenden Tatsachen zu enthalten; die Beweismittel sind zu bezeichnen und, soweit möglich, beizulegen (Art. 68 VStrR).

Nach unbenutztem Ablauf der Einsprachefrist wird der Strafbescheid rechtskräftig und vollstreckbar (Art. 67 VStrR).

Sie werden hiermit aufgefordert, den geschuldeten Gesamtbetrag von 12340 Franken innert 14 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft des Strafbescheides an die Zollkreisdirektion II, Untersuchungsdienst, Militärstrasse 90, 8021 Zürich, Postscheckkonto 80-21074, zu zahlen. Eine nicht bezahlte Busse kann in Haft umgewandelt werden (Art. 10 VStrR).

1. November 1983

Eidgenössische Oberzolldirektion

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Schmied/Schmied-Hufschmied Forgeron/Maréchal-Forgeron Fabbro ferraio/Fabbro maniscalco

Reglement über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung der Schmiede und Schmied-Hufschmiede vom 30. August 1983 B

Lehrplan für den beruflichen Unterricht der Schmiede und Schmied-Hufschmiede vom 30. August 1983

Inkrafttreten I.Januar 1984 Der Text dieser Réglemente und Lehrpläne wird nicht mehr im Bundesblatt veröffentlicht. Separatdrucke können bei der Eidgenössischen Drucksachenund Materialzentrale, 3000 Bern, bezogen werden.

1. November 1983

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Bundeskanzlei

'

zu'1983-790

Konzession für die Schweizerische Trägervereinigung für Abonnementsfernsehen (Konzession STA) vom 19. September 1983

Der Schweizerische Bundesrat, gestützt auf Artikels des Bundesgesetzes vom 14. Oktober 1922 ^ betreffend den Telegrafen- und Telefonverkehr und auf die Artikel 12 ff. der Verordnung (1) vom 10. Dezember 1973 2~> zum Telegrafen- und Telefonverkehrsgesetz, erteilt der Schweizerischen Trägervereinigung für Abonnementsfemsehen (STA) unter der Bedingung, dass die Pay-Sat den PTT-Betrieben bei der Unterzeichnung der Abonnementserklärung die vereinbarten finanziellen Garantien beibringt, folgende Konzession: L Allgemeines Art. l Gegenstand der Konzession 1 Die STA wird ermächtigt, im Sinne eines Versuchs einen Transponder auf dem European Communication Satellite l (ECS-1), die hiefür notwendigen terrestrischen Einrichtungen der PTT-Betriebe und das Gemeinschaftsantennenzubringernetz (GAZ) der PTT-Betriebe für die Übertragung von zwei zur öffentlichen Verbreitung bestimmten Abonnementsfernsehdiensten zu nutzen.

2 Die PTT-Betriebe können im Einvernehmen mit dem Eidgenössischen Verkehrs- und Energiewirtschaftsdepartement (Departement) die drahtlose Verbreitung der Dienste gestatten, und zwar im Sinne einer Ergänzung zum GAZ und soweit hiefür noch Frequenzen vorhanden sind.

3 Die STA ist verpflichtet, die Konzession nach den folgenden Bestimmungen zu nutzen.

Art. 2 Versuchsziele Der Versuch soll abklären: a. in zwei verschiedenen Sprachregionen die Bedürfnisse nach neuen Angeboten, insbesondere im Bereich der Spielfilme; b. die Möglichkeit einer ausschliesslich auf Teilnehmerentgelten beruhenden Finanzierung ;

'> SR 784.10 > SR 784.101

2

1983-750

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Konzession STA e. die Auswirkungen auf andere Medien, insbesondere auf das konzessionierte Fernsehen, die schweizerische Filmwirtschaft sowie das schweizerische Kulturschaffen; d. die Möglichkeit, einen Beitrag zur Präsenz der Schweiz im Ausland zu leisten; e. die Möglichkeit der Sicherstellung schweizerischer Interessen auf dem internationalen Programmarkt, insbesondere im Bereich des Spielfilms; f. die Zweckmässigkeit der Organisation nach Artikel 3 Absatz l sowie den Artikeln 7-11.

· .

.

Art. 3 Durchführung 1 Die STA betraut eine Betriebsgesellschaft für die deutsche und rätoromanische Schweiz sowie eine Betriebsgesellschaft für die französischsprachige Schweiz mit der Durchführung des Abonnementsfernsehdienstes. Sie schliesst, gestützt auf diese Konzession, mit den Betriebsgesellschaften je einen Betriebsvertrag.

2 Die Betriebsverträge sowie deren Änderung sind vom Departement zu genehmigen. Die Genehmigung wird erteilt, wenn die Betriebsverträge der Konzession entsprechen und die Wahrnehmung der konzessionsrechtlichen Verantwor^ tung durch die STA gewährleistet ist.

Art. 4 Verantwortung Die STA als Konzessionsnehmerin ist für die Einhaltung dieser Konzession durch die Betriebsgesellschaften1 verantwortlich.

Art. 5 Leistungspfiicht und Abgabe Die Betriebsgesellschaften sind in den Betriebsverträgen zu verpflichten, allen schweizerischen Kabelnetzen und allfälligen'Dritten, die den Dienst empfangen können und die notwendigen technischen Bewilligungen der PTT-Betriebe besitzen, den jeweiligen Dienst je zu gleichen finanziellen Bedingungen pro Abonnent abzugeben.

Art. 6 Wettbewerbsverzerrungen In den Betriebsverträgen sind den Betriebsgesellschaften vertraglich zu untersa8en: a. Vereinbarungen sowie Geschäftspraktiken, welche 1. die Verbreitung von Spielfilmen durch die Betriebsgesellschaft der anderen Sprachregion oder die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) 1. eine direkte oder indirekte Wiedergabe von Ereignissen durch die SRG oder eine Berichterstattung darüber ausschliessen; 26

Konzession STA b. Vorkehren, welche der SRG die Erfüllung des Auftrags nach Artikel 13 Absatz l der Konzession SRG vom 27. Oktober 1964/22. Dezember 1980 erschweren.

II. Organisation Art. 7 Rechtsform der STA 1 Die STA konstituiert sich in der Form eines Vereins nach den Artikeln 60 ff.

des Schweizerischen Zivilgesetzbuches ').

2 Die Statuten sowie deren Änderung sind vom Departement zu genehmigen.

Art. 8 Mitglieder der STA 1 Mitglieder der STA sind: a. Groupe Romand pour le Développement de la Télévision par Abonnement, Lausanne; b. Rediffusion AG, Zürich; c. Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft, Bern; d. Telesystems AG, Zürich; e. Tel-Sat AG, Basel.

2 Als Mitglieder sind auf Beitrittsgesuch hin zusätzlich aufzunehmen: a. die vom Verein beauftragten Betriebsgesellschaften; b. die nationalen Dachverbände der schweizerischen Filmwirtschaft, namentlich die Association cinématographique Suisse romande, Lausanne, Interverband für Film und Audiovision, Zürich, Schweizerischer Filmverleiherverband, Bern, Schweizerischer Lichtspieltheater-Verband, Bern und der Verband schweizerischer Filmgestalter, Zürich; c. die nationalen Verbände der schweizerischen Kabelnetzbetreiber, namentlich die Vereinigung schweizerischer Gemeinschaftsantennen-Betriebe, Bern, und der Verband schweizerischer Kabelfernsehbetriebe, Bern.

3 Weitere Mitglieder können aufgenommen werden. Ihre Aufnahme sowie Änderungen im Mitgliederbestand nach Absatz l sind vom Departement zu genehmigen.

4 Den vom Departement und den PTT-Betrieben bezeichneten Mitgliedern des Vorstands stehen die Rechte eines Vereinsmitglieds zu.

Art. 9 Vorstand der STA 1 Der Vorstand besteht aus 15-17 Mitgliedern.

2 Den Dachverbänden der schweizerischen Filmwirtschaft stehen im Vorstand drei und denjenigen der Kabelnetzbetreiber zwei Sitze zu, sofern sie Mitglieder der STA sind.

') SR 210

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Konzession STA 3

Das Departement ernennt den Vereinspräsidenten und zwei weitere Mitglieder. Die PTT-Betriebe sind im Vorstand mit einem Mitglied vertreten.

Art. 10 Einkünfte der STA In den Betriebsverträgen ist vorzusehen, dass die Kosten, die der STA mit der Nutzung dieser Konzession entstehen, in erster Linie von den Betriebsgesellschaften zu tragen sind. Die STA finanziert sich weiter aus Mitgliederbeiträgen und anderen privatrechtlichen Einkünften.

Art. 11 Anforderungen an die Betriebsgesellschaften Die STA darf mit der Durchführung des Abonnementsfernsehens nur Aktiengesellschaften nach den Artikeln 620 ff. des Obligationenrechts1) beauftragen, die folgende Anforderungen erfüllen: a. die Aktien müssen auf den Namen lauten; b. kein Aktionär darf über eine absolute Stimmen- oder Aktienmehrheit verfügen; c. die Betriebsgesellschaften müssen schweizerisch beherrscht sein. Die ausländische Beteiligung darf 30 Prozent der Aktien nicht übersteigen. Ein Ausländer darf höchstens über 10 Prozent der Aktien verfügen; d. die Statuten oder deren Änderung müssen vom Departement genehmigt sein.

III. Inhalt der Abonnementsfernsehdienste Art. 12 Grundsatz 1 Die Dienste enthalten schwergewichtig Spielfilme, ergänzt durch rundfunkspezifische Leistungen. Bei der Übertragung der rundfunkspezifischen Leistungen sind die Interessen der SRG besonders zu berücksichtigen. Informationssendungen sind im Einvernehmen mit der SRG zu gestalten.

2 Die Dienste fördern das schweizerische Kultur- und Filmschaffen. Dazu gehören auch die Ausstrahlung von Studiofilmen und Filmen in Originalversion sowie Informationen über das schweizerische Kultur- und Filmgeschehen. Der über den ECS-1 verbreitete Dienst hat überdies einen Beitrag zur Präsenz der Schweiz im Ausland zu leisten.

3 Unzulässig sind Sendungen, welche geeignet sind, die innere oder äussere Sicherheit des Bundes oder der Kantone, ihre verfassungsmässige Ordnung, die völkerrechtlichen Beziehungen der Schweiz sowie die öffentliche Sittlichkeit zu verletzen, oder die eine verrohende Wirkung haben.

') SR 220

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Konzession STA Art. 13 Schweizerisches Filmschaffen 1 Die Betriebsgesellschaften sind in den Betriebsverträgen zu verpflichten, eine angemessene Zahl von Schweizer Filmen zu verbreiten.

2 Die STA hat dem Departement zwei Jahre nach Aufnahme des Betriebs durch die Betriebsgesellschaften einen Bericht zu unterbreiten, der über die bisherige Verbreitung von Schweizer Filmen Auskunft gibt.

3 Gestützt auf diesen Bericht und nach Anhörung des Eidgenössischen Departements des Innern (EDI) kann das Departement bei ungenügender Berücksichtigung von Schweizer Filmen von der STA verlangen, die Betriebsgesellschaften zu verpflichten, eine bestimmte Anzahl von Schweizer Filmen pro Jahr zu verbreiten.

4 Die Betriebsgesellschaften sind im Betriebsvertrag zu verpflichten, mindestens 2 Prozent ihrer Einnahmen zur Förderung des schweizerischen Filmschaffens zu verwenden. Grundsätzlich ist vorzusehen, dass ab dem vierten Betriebsjahr ein Viertel dieses Betrags einer vom Departement im Einvernehmen mit dem EDI bestimmten neutralen Filmförderungsorganisation zukommt. Der darüber hinausgehende Teil ist'für den Ankauf schweizerischer Filmproduktionen zu verwenden.

Art. 14 Verwertung Für die Erstausstrahlung ausländischer Spielfilme gilt als Regel die Kaskade Kino - Kassetten - Pay-TV - Fernsehen, wobei zwischen Kino und Pay-TV nach Möglichkeit eine angemessene Schutzfrist zu beachten ist.

Art. 15 Grundsätze der Berichterstattung 1 Die Berichterstattung muss wahrheitsgetreu sein und soll die Mannigfaltigkeit der Ereignisse und Meinungen zum Ausdruck bringen.

2 Bei der Wiedergabe von Tatsachen, die Personen oder Institutionen abträglich sein können, ist die Würdigung durch die Betroffenen nach Möglichkeit zu ermitteln und zu berücksichtigen.

3 Nachrichten, Kommentare und Stellungnahmen müssen als solche erkennbar sein.

IV. Finanzierung Art. 16 Finanzierungsart 1 In den Betriebsverträgen sind die Betriebsgesellschaften zu verpflichten, die Dienste über Teilnehmerentgelte zu finanzieren.

2 Die Übertragung von Sendungen, welche Organisationen, die keinen gewinnstrebenden Zweck verfolgen, zur Verfügung stellen, kann den Betriebsgesell29

Konzession STA Schäften erlaubt werden. Diese sind dabei zu verpflichten, die entsprechende Organisation zu erwähnen.

Art. 17 Werbung Jede direkte und bezahlte indirekte Werbung ist den Betriebsgesellschaften zu untersagen.

V. Technik Art. 18 Technische Einrichtungen Die PTT-Betriebe stellen die technischen Einrichtungen im Abonnement zur Verfügung.

Art. 19 Finanzielle Garantie Die Betriebsgesellschaften sind vertraglich zu verpflichten, gegenüber den PTTBetrieben das volle finanzielle Risiko zu tragen und entsprechende finanzielle Garantien beizubringen.

VI. Aufsicht Art. 20 Durchsetzung der Betriebsverträge 1 Die STA überprüft laufend die Tätigkeit der Betriebsgesellschaften auf die Einhaltung der Konzession und der Betriebsverträge.

2 Stellt die STA eine Verletzung fest, so fordert sie die Betriebsgesellschaft zur Behebung des Rechtsmangels auf. Sie räumt ihr dabei eine angemessene Frist ein und verlangt eine Berichterstattung über die Behebung des Rechtsmangels.

3 Sind die von der Betriebsgesellschaft getroffenen Massnahmèn nicht geeignet, den Rechtsmangel zu beheben, trifft die STA zusätzliche Massnahmèn.

4 Die Betriebsgesellschaften sind vertraglich zu verpflichten, der STA jährlich über ihre Tätigkeit Bericht zu erstatten.

Art. 21 Aufsicht durch das Departement : Das Departement ist mit der Aufsicht über die Einhaltung der Konzession betraut. Die entsprechenden Fachinstanzen des Bundes sind anzuhören.

2 Vermutet das Departement eine Konzessionsverletzung, so eröffnet die STA auf seine Mitteilung hin ein Verfahren nach Artikel 20. Das Departement räumt ihr dafür eine angemessene Frist ein.

, , 3 Die STA erstattet dem Departement Bericht.

4 Vermag der Bericht den Verdacht einer Konzessionsverletzung nicht auszuräumen, führt das Departement eine eigene Untersuchung durch.

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Konzession STA Art. 22 Konzessionswidriges Verhalten 1 Stellt das Departement eine Verletzung der Konzessionsbestimmungen fest, kann es gegenüber der STA geeignete Massnahmen verfügen.

2 Bleibt die Verfügung des Departements nach Absatz l erfolglos, so kann es aus schwerwiegenden Gründen dem Bundesrat beantragen: a. die STA zu verpflichten, der Betriebsgesellschaft die Nutzung der Konzession zu entziehen; b. einzelne Bestimmungen der Konzession zu ändern; c. die Konzession zu widerrufen.

Art. 23 Berichterstattung der STA Die STA hat dem Departement zwei Jahre nach Betriebsaufnahme und am 11. Februar 1990 Bericht zu erstatten. Inhalt und Gestaltung der Berichte richten sich nach den Weisungen des Departements.

Art. 24 Beschwerderecht 1 Gegen Entscheide der Generalversammlung und des Vorstandes der STA können die Mitglieder der STA und die Betriebsgesellschaften Aufsichtsbeschwerde an das Departement erheben.

2 Die STA hat gemäss den Bestimmungen der Bundesgesetze über das Verwal^ tungsverfahren') und über die Organisation der Bundesrechtspflege2* ein Beschwerderecht gegen Entscheide der Aufsichtsbehörde.

VII. Dauer der Konzession Art. 25 Änderung und Widerruf 1 Der Bundesrat kann einzelne Bestimmungen der Konzession ändern, falls die rechtlichen oder tatsächlichen Verhältnisse sich geändert haben.

2 Massnahmen, Änderung und Widerruf nach Artikel 22 begründen in keinem Fall Entschädigungsansprüche.

Art. 26 Übertragung der Konzession Die STA darf die Konzession nicht übertragen.

'> SR 172.021 ) SR 173.110

2

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Konzession STA Art. 27 Dauer Diese Konzession tritt am 20. September 1983 in Kraft und gilt bis zum 11. Februar 1990. Auf Erneuerung der Konzession besteht kein Anspruch.

19. September 1983

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Im Namen des Schweizerischen Bundesrates Der Bundespräsident: Aubert Der Bundeskanzler: Buser

Genehmigung der Flugpläne der Linienverkehrsunternehnien mit Flugbewegungen zur Nachtzeit auf den Flughäfen Zürich oder Genf-Cointrin1)

vom 28. Oktober 1983

Gestützt auf den Artikel 30 des Bundesgesetzes vom 21. Dezember 19482* über die Luftfahrt sowie die Artikel 95 Absatz l und 107 Absatz l der Verordnung vom 14. November 1973 3 > über die Luftfahrt hat das Bundesamt für Zivilluftfahrt die Winterflugpläne (30. Oktober 1983 bis 24. März 1984) genehmigt, welche Flugbewegungen zur Nachtzeit (22.01 bis 06.00 Uhr) auf den Flughäfen Zürich oder Genf-Cointrin enthalten.

Rechtsmittel Wer nach Artikel 48 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 19684) über das Verwaltungsverfahren zur Beschwerde berechtigt ist, kann diese Verfügung durch Beschwerde an das Eidgenössische Verkehrs- und Energiewirtschaftsdepartement, 3003 Bern, anfechten. Die Beschwerdeschrift ist im Doppel innert 30 Tagen seit dieser Veröffentlichung einzureichen und hat die Begehren und deren Begründung zu enthalten.

Einer allfälligen Beschwerde wird die aufschiebende Wirkung gestützt auf Artikel 55 Absatz 2 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren entzogen.

28. Oktober 1983

Bundesamt für Zivilluftfahrt Der Direktor: i. V. Frei

9515

>> Die Verzeichnisse der Linienflugbewegungen von 22.01 bis 06.00 Uhr sind beim Bundesamt für Zivilluftfahrt, 3003 Bern, oder bei den Direktionen der Flughäfen Zürich, 8058 Zürich, und Genf-Cointrin, 1215 Genf, erhältlich.

2

> SR 748.0 > SR 748.01 4 > SR 172.021 3

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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Bekanntmachungen der Departemente und Ämter

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Jahr

1983

Année Anno Band

4

Volume Volume Heft

43

Cahier Numero Geschäftsnummer

---

Numéro d'affaire Numero dell'oggetto Datum

01.11.1983

Date Data Seite

21-33

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10 049 134

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